Wieso läßt Gott den Menschen keine Wahl?

Der Name Jachweh wird in deutsch wiedergegeben, auf Hebräisch heißt er: Zidkenu.

Überarbeiteter Text, April 2017

Nr.141

Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Textautor.

Ich zitiere die Schlachter Version 2000 (Grundurtext).

Wieso läßt Gott den Menschen keine Wahl außer bedingungsloser Unterwerfung (für das ewige Leben im Himmel) und ewiger Strafe (in der Hölle = Totenreich)?

Wie kann ein Gott der Liebe ist eine Hölle dulden, so wird oft kritisch gefragt. Andere scherzen damit, als wenn es sich um eine Fiktion, ein Märchen, eine Erfindung der menschlichen Phantasie handeln würde, die man nicht ernst zu nehmen brauche. Die Bibel sagt aber eindeutig, daß es sie gibt, die Hölle. Jesus sagt im Lukasevangelium 12,4-5: Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts weiteres tun können. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch, den fürchtet!

Jetzt könnte ja jemand Fragen, wer da gemeint ist. Die Antwort gibt uns Gott selber, es ist Gott, der das vermag (vgl. Jes 51,12; 1Pt 3,14; Jes 8,13; Mt 25,41; Hebr 12,29).   

Zunächst erfahren wir, für wen die Hölle eigentlich oder ursprünglich bereitet ist, Jesus sagt es im Zusammenhang vom Endgericht:

Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist! (Mt 25, 41)

Wie wir gerade gelesen haben, wird sich herausstellen, daß der Teufel ein unverbesserlicher Feind Gottes ist und bleibt, dessen ewiges Anliegen es bleiben wird, Gott die Herrschaft streitig zu machen. Was das nicht nur für Gott, sondern auch für uns Menschen bedeuteten würde, braucht wohl kaum näher ausgeführt zu werden. Daß deshalb die Hölle der richtige Ort für diese Wesen ist, wird man nicht nur bestreiten können, sondern, wenn man ehrlich ist und richtig nachdenkt, wird man dankbar sein, daß Gott diese Möglichkeit geschaffen hat, weil sie uns davor bewahrt, unter die schreckliche Herrschaft des Todes zu kommen.

Worum es geht, kann vielleicht an einem Beispiel noch deutlicher gemacht werden. Wir alle wissen um die schrecklichen Taten der Terroristen, die oft genug mit ihren blutigen Anschlägen unschuldigen Menschen das Leben genommen haben. Wenn wir uns vorstellen, daß solch eine Person unverbesserlich an ihren terroristischen Ideen und ihren Ausführungen festhält, werden wir wohl alle gerne akzeptieren, ja geradezu befreit sein, wenn diese Person sicher hinter Gefängnismauern verwahrt wird, wo sie kein Unheil mehr anrichten kann.

Aus dem von Jesus geschilderten Endgericht geht aber hervor, daß auch Menschen in die Hölle kommen können. Niemand von uns kann sagen, wer in die Hölle kommen wird, das ist ganz allein Gott vorbehalten. Wir können aber genau sagen, wer nicht dort zu finden sein wird: alle, die ihre Sünden bereut, sie zu Jesus gebracht und bekannt haben und ihn als Herrn ihres Lebens anerkannt haben. Denn so sagt die Bibel:

So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war – weil es durch das Fleisch kraftlos war –, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. (Röm 8,1-4)

Anmerkung: od. nach / entsprechend dem Fleisch (gr. kata), so auch im folgenden Abschnitt. »Fleisch« bezeichnet den Leib des Menschen, seine sterblich-leibliche Existenz auf Erden und die damit verbundene sündige Haltung und Wesensart. »Gemäß dem Fleisch« bedeutet: bestimmt von der Sündennatur, gemäß der Wesensart des sündigen Menschen. Mit »Geist« ist der Geist Gottes gemeint, den der Gläubige empfängt und unter dessen Herrschaft er lebt; sein Leben wird bestimmt vom Geist Gottes und nicht mehr vom Fleisch.

Bevor man weiter kritisch über die Frage reflektiert, warum es eine Hölle gibt und das ungerecht findet, sollte man sich noch einmal bewußt machen, daß es das einfachste in dieser Welt ist, mit Sicherheit diesem Ort zu entfliehen: indem man sein Leben Jesus anvertraut. Warum um Gottes willen, sträubt man sich dagegen. Gott hat nicht das geringste Interesse daran, einen Menschen in der Hölle zu sehen. Vielmehr:

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe. (2.Petrus 3,9)

Und erinnern wir auch noch einmal daran:

Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Joh 3,16)

Wenn wir uns weiter ins Bewußtsein rufen, daß Gott die personifizierte Liebe (1Joh 4,8.16) und absolute Gerechtigkeit ist (Hi 33,23-24), wird niemand in der Hölle sein, der es nicht im tiefsten Sinne des Wortes verdient. In der Hölle werden nur Freiwillige sein, die absolut unbelehrbaren und unbußfertigen Gottes Angebot zur Versöhnung abgelehnt haben. Niemand wird durch ein oberflächliches Urteil oder einer Bagatelle wegen für eine Ewigkeit verdammt werden. Aber wegen meiner Sündenlast, die ich jeden Tag, mit mir herumschleppe. Das können wir diesem Gott der Liebe und Barmherzigkeit wohl zutrauen. Und die, die Gottes beharrliche Feinde bleiben, haben diesen Ort und diesen Zustand dort nicht nur verdient, sondern bekommen genau das, was sie ihr Leben lang gewollt haben: Ein Leben ohne Gott!

Um das zu verstehen, müssen wir erklären, was die Hölle als Ort des Zustandes ist. Zunächst ist festzustellen, daß die Hölle nicht der Herrschaftsbereich des Teufels ist, sondern sein Verbannungsort, wo er keine Macht hat, sondern selbst unter Strafe gestellt wird (Offb 20,1-3). Der Teufel regiert also nicht in der Hölle, wie das landläufig oft angenommen wird. Wenn die Bibel von der Hölle oder anderen geistlichen Dingen oder Zuständen redet, gebraucht sie geistliche Bilder, von denen wir wissen, daß sie in allem konkrete Dinge gemeint sind, wenn sie zum Beispiel von Feuer redet, oder von dem Wurm, der nie stirbt (Mk 9,44.46.48). Es geht immer um den Menschen, in diesem Fall.

Ich glaube am besten kann man beschreiben, was Hölle ist, wenn man bedenkt, daß die Hölle der Ort sein wird, der zwar unter der absoluten Herrschaft Gottes steht, der alleine erlöst und verdammt (Mk 16,16; 2Tim 4,17), aber eben der Ort ist, der im tiefsten Sinne des Wortes Gottlos ist. Nichts, was an Gott erinnert, wird dort sein. Das heißt auch, daß alles, was von Gott ausgeht und nur von Gott oder über Gott zu haben ist, dort nicht vorhanden sein wird. Das bedeutet, daß dort nichts sein wird z.B.: Liebe Freude, Friede, Freundlichkeit, Geduld, Güte, Frieden, Barmherzigkeit, Langmut, Treue, Sanftmut, Getränke, Speise, Schlaf, was wir als gut und erstrebenswert halten und was für das Zusammenleben von empfindenden und denkenden Wesen wichtig ist, um ein Leben lebenswert zu machen.

Wo das alles nicht vorhanden ist, das wissen wir schon ansatzweise aus dem Leben in dieser Welt, ist die Hölle. Genau das, nämlich die Abwesenheit Gottes, die Forderung, daß Er keinen Einfluß auf ihr Leben nimmt, daß sie diesen Gott nicht anerkennen brauchen, haben jene, die dann in der Hölle sein werden, sich stets gewünscht und danach gelebt. Im Grunde bekommen sie das, was sie gewollt haben.

Ein Beispiel haben wir in Lukas 16, 19-24; der Reiche Mann und der Arme Lazarus:  

Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbare Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer namens Lazarus, der lag vor dessen Tür voller Geschwüre und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die vom Tisch des Reichen fielen; und es kamen sogar Hunde und leckten seine Geschwüre. Es geschah aber, daß der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme! Abraham aber sprach: Sohn, bedenke, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse; nun wird er getröstet, du aber wirst gepeinigt.

Anmerkung zu dem Totenreich: gr. Hades; Bezeichnung für den Aufenthaltsort der Verstorbenen im Jenseits bis zur Auferstehung des Gerichts (Offb 20,11-15).

Manchmal wird nachgefragt, ob wirklich nur die in den Himmel kommen - und dem zu Folge alle anderen in die Hölle - die eine bewußte Entscheidung für Jesus getroffen haben. Das unterliegt allein dem Urteil Gottes. Jesus Christus hat es so oft gesagt, in dem Er sprach: Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Zeugnis in sich selbst; wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott von seinem Sohn abgelegt hat. (1Joh 5,10; vgl. Mk 16,16; Joh 3,18.36; 5,38.47; 8,24; 12,47)

Aber wir haben uns ja vorgenommen, aufrichtig zu sein und alle Fragen versuchen wollen zu beantworten. Im Matthäus Evangelium Kapitel 25 geht es darum, daß Gott richtet. Diese Ausführungen lassen den Schluß zu, daß Gott nach verschiedenen Kriterien richtet. Ein Bibelausleger schreibt dazu:

Unsere Gedanken werden nur vorläufige Antworten sein. Der Hauptgedanke dieser Worte Jesu vom Völkergericht wird der sein, daß der Menschensohn einem jeden vergelten wird nach seinem Handeln und Wandeln.

Laßt uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse. (Prediger 12,14; vgl. Ps 62,12-13; Mt 12,36-37; Röm 2,16; Offb 20,11-12)

Dieser Gedanke erscheint durchaus vollkommen gerecht, denn jeder Mensch weiß, was gut und böse ist (vgl. 1Mo 3,5.22; 5Mo 1,39; 1Kön 3,9). So schreibt der Philosoph Kant von dem "moralischen Gesetz", das in uns ist. Und außerdem weiß jeder genau, wie er behandelt werden möchte und kann daran sein Handeln an anderen ausrichten. Wie sagt schon das Sprichwort: Was Du nicht willst das man Dir tut, das tu auch keinem anderen zu! In der Bibel heißt es ähnlich:

Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten. (Mt 7, 12; vgl. Lk 6,31; Jak 2,8; Röm 13,8; Gal 5,14; Ob Vers 15)

Und wenn ihr denen leiht, von welchen ihr wieder zu empfangen hofft, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder leihen den Sündern, um das Gleiche wieder zu empfangen. Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lk 6,34-36)

Das heißt, was ich von irgend jemand von ihm verlange, egal was es sein soll z.B. Geld leihen oder um eine Speise verlange, das soll ich tun, wenn ich in der Not bin. Wenn ich aber zu jemand böse absichten hege, bekomme ich das auf jeden fall, zu gegebner Zeit auch wieder. Wenn ich gutes tue an irgend jemand, das bekomme ich auch wieder zurück. Dafür sorgt Gott, weil es geschrieben steht. Jedenfalls aber auch umgekehrt. Das besagt dieser Vers, wie oben beschrieben.

Solche Wörter müssen aber im Gesamtzusammenhang gesehen werden und dürfen nicht zu der Meinung führen, daß gute Werke die Himmelstüre öffnen. Die Lösung kann also nicht heißen: Jesus oder gute Werke, sondern Jesus und dann ihm zur Ehre gute Werke zu tun, die Gott zufuhr für uns bereitet hat. Wer von Jesus wußte, - und das ist in unseren Breitengraden jeder - und sich nicht für Jesus entschieden hat, sollte nicht leichtsinnig auf eine billige Gnade hoffen, sondern sein Leben vor Jesus in Ordnung bringen. Es kostet nichts, weil es Jesus alles gekostet hat! Die Bibel beschreibt es, wie ich Gute Werke vollbringen kann, aber nur, weil Gott zufuhr für uns diese guten Werke bereitet hat.

Epheser 2,10: Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Wir können abschließend nur noch einmal ausdrücklich betonen, daß Gott die Liebe und absolute Gerechtigkeit.

Der sicherste Weg, diesem Ort zu entgehen ist für alle, die mit der Bibel in Berührung kommen eben der, an Jesus sein Leben zu übergeben. Noch einmal: Gott hat die Errettung so einfach gemacht. Ein einfaches Eingeständnis der Schuld und eine Übergabe des Lebens an Jesus retten unbedingt.

Deshalb sollten wir nicht darüber spekulieren, wer in die Hölle kommt oder nicht, sondern selbst den Weg zur Errettung beschreiten, dann lösen sich alle Probleme. Denn wer in Christus die Liebe Gottes erfahren hat, versteht plötzlich, daß Gott auch in dieser schwierigen Frage genau das Richtige tun wird, das jeder aufrichtig denkende Mensch auch akzeptieren wird.

Vielmehr sollten wir als praktizierende Christen alles daran setzen, Menschen aus dem Herrschaftsbereich des Teufels zu befreien, indem wir missionarisch tätig bleiben, das beginnt schon vor unsere Haustüre.

Und erbarmt euch über die einen, wobei ihr unterscheiden sollt; andere aber rettet mit Furcht, indem ihr sie aus dem Feuer reißt, wobei ihr auch das vom Fleisch befleckte Gewand hassen sollt. (Jud 1,22-23; vgl. Jak 5,19-20; 1Th 5,14; Sach 3,2)

Der Schriftsteller C.S. Lewis schreibt ja ganz richtig:

Am Ende werden nur zwei Gruppen von Menschen vor Gott stehen – jene, die zu Gott sagen: Dein Wille geschehe, und jene, zu denen Gott sagt: Dein Wille geschehe. Alle, die in der Totenreich sind, haben sich das erwählt.

Der Weg des Lebens geht aufwärts für den Einsichtigen, damit er dem Totenreich entgeht, das drunten liegt. (Spr 15,24)

Laßt uns deshalb die Ausführungen über "Warum-Fragen" abschließen mit dem Satz, den ich immer wieder anführen möchte, weil er so wichtig ist und weil er uns als Gläubige in die Pflicht ruft:

Jesus sendet nicht seine Engel in diese Welt um das Evangelium zu verkünden. Er kommt auch nicht selbst um das zu tun, sondern er hat uns, seine Nachfolger damit beauftragt, die Frohe Botschaft weiterzusagen. Wenn wir es nicht tun, tut es niemand! Welch eine hohe Verantwortung hat Jesus uns damit auferlegt. Aber welch ein großes Vertrauen zeigt sich darin auch uns gegenüber.

So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, daß Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott! (2Kor 5,20)

                                   

 

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