Wie wird es einmal im Himmel sein? W. G.

 

Wie wird es im Himmel sein?

Es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben.

Welches wird dann die größte Freude der Gläubigen sein.

Ganz deutlich sagt die Bibel, daß die bestehende Welt, vergänglich ist.

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. (Mt 24,35)

Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. (1Joh 2,17)

Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. (2Pt 3,10)

Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, so daß man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden; sondern ihr sollt euch allezeit freuen und frohlocken über das, was ich erschaffe; denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zum Jubel und sein Volk zur Freude. (Jesaja 65,17-18)

Und ich selbst werde frohlocken über Jerusalem und mich freuen über mein Volk, und es soll kein Klagelaut und kein Wehgeschrei mehr darin vernommen werden. Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern wer hundertjährig stirbt, wird noch als junger Mann gelten, und wer nur hundert Jahre alt wird, soll als ein vom Fluch getroffener Sünder gelten. Sie werden Häuser bauen und sie auch bewohnen, Weinberge pflanzen und auch deren Früchte genießen. Sie werden nicht bauen, damit es ein anderer bewohnt, und nicht pflanzen, damit es ein anderer ißt; denn gleich dem Alter der Bäume wird das Alter meines Volkes sein, und was ihre Hände erarbeitet haben, werden meine Auserwählten auch verbrauchen. Sie werden sich nicht vergeblich mühen und nicht Kinder für einen jähen Tod zeugen; denn sie sind der Same der Gesegneten des JACHWEHS, und ihre Sprößlinge mit ihnen. Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; während sie noch reden, will ich erhören! Wolf und Lamm werden einträchtig weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, und die Schlange wird sich von Staub nähren. Sie werden nicht Schaden noch Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg! Spricht der JACHWEH. (Jesaja 65,19-25)

(vgl. 1.Mo 5,27; Hiob 5,26; Ps 85,10-12; Jes 11,6-8.15-16; 65,17; Zeph 3,14; Sacharja 8,4; 2.Pt 3,13; Offb 11,15-16; 19,7; 21,1)

Die Elemente werden im Feuer zerschmelzen. Dann wird eine neue herrliche Welt entstehen, die in ganz anderen Dimensionen verläuft als die uns bekannte, vorstellbare Wirklichkeit. Und deren Herrlichkeit ist so groß, daß sie mit einer Stadt verglichen wird, die Perlentore und die schönsten Edelsteine besitzt. Menschliche Worte können diese Herrlichkeit nur andeuten und erahnen lassen.

Der Apostel Johannes schreibt: Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. (Offenbarung 21,1-3)

Wie wird es im Himmel sein?

Können wir etwas darüber sagen?

Antwort: Die Bibel gibt uns die Antwort:

In aller Demut und Vorfreude nenne ich die folgenden Punkte: Das Ziel lautet, daß wir Gott schauen, Ihn lieben und Ihm dienen dürfen. In der Offenbarung 4,1-11. weiter heißt es noch: Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt aufschlagen über ihnen. Und sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten; auch wird sie die Sonne nicht treffen noch irgend eine Hitze; denn das Lamm, das inmitten des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu lebendigen Wasserquellen, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. (Offb 7,15-17)

Und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein. (Offb 22,4)

Als Lohn erwartet uns ewige Glückseligkeit, eine Freude und ewigen Frieden.

Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen (1Pt 1,8-9; vgl. Offb 7,16)

Der Weg zum Himmel führt allein über Jesus Christus, der am Kreuz auf Golgatha für uns starb: Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur so genannten Schädelstätte, die auf hebräisch Golgatha heißt. Dort kreuzigten sie ihn, und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte (Joh 19,17-18).

Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. (Joh 19,30)

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! (Apg 4,12)

Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welche ist Jesus Christus. (1Kor 3,11)

Als Vorbereitung sollen wir nach dem Reich Gottes und Seiner Gerechtigkeit trachten; dann wird uns alles andere aus Gnaden zufallen.

Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden. (Mt 6,33)

Denn die leibliche Übung nützt wenig, die Gottesfurcht aber ist für alles nützlich, da sie die Verheißung für dieses und für das zukünftige Leben hat. (1Tim 4,8)

Im Himmel wartet auf und ein Erbe, das nicht vergeht: Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns auf Grund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns, die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit. (1Pt 1,3-5)

Wir werden Gott mit allen Engeln loben: Und die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß, und sprachen: Amen! Halleluja! Und eine Stimme kam aus dem Thron hervor, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte und die ihr ihn fürchtet, sowohl die Kleinen als auch die Großen. (Offb 19,4-5)

Wir werden einen neuen himmlischen neuen Körper bekommen, der unverweslich, rein und voller Kraft ist:

Aber jemand könnte einwenden: Wie sollen die Toten auferstehen? Und mit was für einem Leib sollen sie kommen? Du Gedankenloser, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt! Und was du säst, das ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, etwa vom Weizen, oder von einer anderen Saat. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie Er es gewollt hat, und zwar jedem Samen seinen besonderen Leib. Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber anders ist der Glanz der Himmelskörper, anders der der irdischen; einen anderen Glanz hat die Sonne und einen anderen Glanz der Mond, und einen anderen Glanz haben die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom anderen im Glanz. So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Es gibt einen natürlichen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib. (1Kor 15,35-44)

So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geist. Aber nicht das Geistliche ist das erste, sondern das Natürliche, danach das Geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel. Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. (1Kor 15,45-49; vergleiche, auch 1Kor 15,50-54)

Wir werden rein gewaschen sein durch das Blut Jesu Christi, der für uns geopferten wurden ist: 

Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es! Und er sprach zu mir: Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen; und sie haben ihre Kleider gewaschen, und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes. (Offb 7,14)

Hölle, Tod und Teufel können uns nicht mehr anfechten, auch nicht Krankheit und Leid, Hunger und Durst u. ä:  

Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wißt, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! (1Kor 15,55-58)

Der Himmel ist ein heiliger Ort, in den nichts Unreines und keine Sünde hinein kommt! (Offb Kapitel 21)

Feige, Verleugner, Ungläubige, Frevler, Mörder, Unzüchtige, Okkultisten, Götzendiener und Lügner werden keinen Platz im Himmel haben – es sei denn, sie sind zu Jesus Christus umgekehrt und haben für ihre Sünden aufrichtig Buße getan:

Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner – ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. (Offenbarung 21,8)

Für die Gläubigen aber gilt: Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen, und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden. (Offb 5,9-10)

Wir werden Menschen aus allen Stämmen, Völkern, Sprachen und Nationen vor dem Thron Gottes treffen:

Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm! (Offb 7,9-10)

Es wird für die Überwinder verschiedene Kronen geben!

Unvergänglicher Siegeskranz – zu Ehren des Siegers (1.Kor 9,25)!

Siegeskranz des Lebens – für den Märtyrer (Offb 2,10; 6,9-11)!

Einen Ehrenkranz – für den Ältesten (1.Pt 5,2-4)!

Einen Siegeskranz der Gerechtigkeit (2.Tim 4,8)!

Einen Ruhmeskranz – für den Gläubigen, der Menschen gewinnt (1.Thess 2,19-20; 2.Kor 1,14; Phil 2,16)!

Die Krone für die Bewahrung des Wortes Gottes und für die Überwindung der Welt (Offb 3,10-12)!

Die Benutzung meines Thrones – für die Nachfolge (Offb 3,21; Mt 19,28; Lk 22,29-30; Offb 2,7.11.17.25-28; 3,5.12)!

Das neue Jerusalem, die Stadt aus dem Himmel, wird eine Schönheit und Reinheit besitzen, die mit menschlichen Worten nur angedeutet werden kann: Reines Gold, Edelsteine, Perlentore, vollkommene Masse; Gott selbst ist ihr Licht.

Treffend sagte der bekannte Erweckungsprediger Charles Haddon Spurgeon über die himmlische Herrlichkeit: Die Straßen aus Gold werden uns wenig beeindrucken, und die Harfenklänge der Engel werden uns nur wenig erfreuen im Vergleich zu dem König in der Mitte des Thrones. Er ist es, der unsere Blicke und Gedanken an sich ziehen wird, der unsere Liebe entfachen und all unsere geheiligten Gefühle auf ein Höchstmaß unaufhörlich Anbetung bringen wird. Wir werden Jesus sehen.

Dr. Lothar Gassmann, überarbeitet.

Das bezieht sich nur auf die Bibelstellen, aus der Schlachter Vision 2000.

Schon viele Menschen haben sich die Frage gestellt, wie es im Himmel sein wird. Die Bibel beschreibt ihn jedoch nur mit knappen Worten und meistens in Bildern, weil wir Menschen die Herrlichkeit dort nicht wirklich begreifen können!?

So steigt Johannes in einer Vision in den Himmel hinauf (Offb 4,1), aber sein Blick konzentriert sich hauptsächlich auf den Thron Gottes und damit auf Gott selbst. Was er sieht und hört, beschreibt er in Bildern und Symbolen. Seine Umschreibung der vier Cherubim (Engel am Thron Gottes, Vers 7) kann beispielsweise wörtlich genommen werden, und soll etwas über deren Eigenschaften aussagen (sie sind königlich, stark, intelligent usw.).

Von der Umgebung des Thrones aber schreibt Johannes wenig. Zu sehr zieht ihn die Herrlichkeit Gottes und der Engel an, so daß er kein Auge für anderes hat. Wir lesen nur von einem gläsernen Meer, das wie Kristall schimmert (Vers 6). Vielleicht würde Johannes heute von einem Lichtermeer sprechen. Für ihn ist der Himmel also ein Ort der Herrlichkeit.

Laut verschiedenen Aussagen der Bibel werden die Gläubigen die Ewigkeit im Himmel verbringen (Offb 7,9-17)! Dann wird Gott eine neue Erde völlig neue machen. Johannes versucht, auch sie mit menschlichen Begriffen und Bildern zu beschreiben, doch sein Blick fällt dabei hauptsächlich auf das neue Jerusalem – weil Gott dort wohnt.

Schon Jesaja spricht von der neuen Erde. In Kapitel 65,17–19.20-25 und 11,6–9 schildert er ein wenig von dem Leben dort. Die Texte in Kapitel 65 wurden teilweise mißverständlich übersetzt. Deshalb sollen sie kurz erklärt werden.

Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, so daß man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden; sondern ihr sollt euch allezeit freuen und frohlocken über das, was ich erschaffe; denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zum Jubel und sein Volk zur Freude. Und ich selbst werde frohlocken über Jerusalem und mich freuen über mein Volk, und es soll kein Klagelaut und kein Wehgeschrei mehr darin vernommen werden. Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern wer hundertjährig stirbt, wird noch als junger Mann gelten, und wer nur hundert Jahre alt wird, soll als ein vom Fluch getroffener Sünder gelten. Sie werden Häuser bauen und sie auch bewohnen, Weinberge pflanzen und auch deren Früchte genießen. Sie werden nicht bauen, damit es ein anderer bewohnt, und nicht pflanzen, damit es ein anderer ißt; denn gleich dem Alter der Bäume wird das Alter meines Volkes sein, und was ihre Hände erarbeitet haben, werden meine Auserwählten auch verbrauchen. Sie werden sich nicht vergeblich mühen und nicht Kinder für einen jähen Tod zeugen; denn sie sind der Same der Gesegneten des Jachwehs, und ihre Sprößlinge mit ihnen. Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; während sie noch reden, will ich erhören! Wolf und Lamm werden einträchtig weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, und die Schlange wird sich von Staub nähren. Sie werden nicht Schaden noch Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg! spricht der Jahwe. (Jes 65, 17-25; vgl. 2Pt 3, 10-14; Offb 21,1-5)

Damit ist nicht gemeint, daß auf der neuen Erde noch Menschen sterben. Es wird ja keinen Tod mehr geben! Jesaja will vielmehr sagen: Wer hier auf unserer Erde mit hundert Jahren stirbt, hat für die Menschen auf der neuen Erde nur das Alter eines kleinen Jungen. Während ein Hundertjähriger bei den Menschen als von Gott gesegnet betrachtet wurde, ist dies vom ewigen Leben her gesehen einfach nichts.

Kindersterblichkeit  war damals ein typisches Problem, weil es nicht die medizinische Versorgung gab, die wir heute haben. Der Prophet will sagen: Auch diese Art von Leid wird es nicht mehr geben, sondern Gottes Allmacht wird sie gesund erhalten, auf ewig (Jesus sagt übrigens, daß die Menschen auf der neuen Erde nicht mehr heiraten werden, Mt 22,30-32).

Jesaja schildert anschließend paradiesische Zustände. Und genau das wird die neue Erde sein: Ein Paradies wie der Garten Eden, nur viel, viel, viel schöner. Deshalb können wir uns ein wenig vorstellen, wie es auf der neuen Erde sein wird, nämlich unbeschreiblich schön. Dort werden wir tun können, was uns Freude macht (Jesaja nennt zwei Beispiele: Für die Israeliten war es wichtig, Häuser bauen und Weinberge anlegen zu können; Händel würde es wahrscheinlich eher Freude machen, eine himmlische Musik komponieren und spielen zu können, die sein Halleluja verblassen lässt). Auf jeden Fall werden wir dort mit den Menschen zusammenleben, die wir lieben, in einer Welt voller Naturwunder und einer prächtigen Hauptstadt. Das wichtigste aber ist, was Johannes in Offb 21,3-7 schreibt: Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst! Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.

Gott ist bei uns, und nichts wird uns mehr von ihm trennen!

Verehrte Leserinnen und Leser! Noch immer ist die Fragestunde über den vergessenen Himmel nicht zu Ende. Ich höre die Frage: Wie wird es denn im Himmel sein?

Auch hier gibt der Apostel Paulus auf dieses Geheimnis eine Antwort: Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften; aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat – denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt –, sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. (1Kor 2,6-10).

In der Offenbarung des Johannes schildert dieser d a s G r o ß e "Das neue Jerusalem... die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Die Völker werden in diesem Licht einhergehen, und die Könige der Erde werden ihre Pracht in die Stadt bringen . . . Sie (die Geretteten) werden ihm dienen. Sie werden sein Angesicht schauen und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn, der Jahwe, ihr Gott, wird ihnen leuchten und sie werden herrschen in alle Ewigkeit". (Offb 21,1-7.9-27)

Der Himmel: Perspektive Ewigkeit!

Die Autoren der Bibel sprechen vom Himmel in zahlreichen Bildern. Kann man also nichts Konkretes über ihn sagen? Weit gefehlt! Es wird sogar klar: Die Ewigkeit wird mehr mit der Erde zu tun haben als uns gemeinhin bewußt ist.

Für Menschen, die nicht an Gott glauben, kommt ein ewiger Ort in dessen Gegenwart ohnehin nicht in Betracht! Sie werden einmal, daß ganze gegenteil von schön haben!

Dabei gibt es gute Gründe, sich näher mit dem Himmel zu beschäftigen. Erstens spricht die Bibel unzählig Male davon, daß das Leben nach dem Tod in einer anderen Form weitergeht. In den meisten Kulturen gab bzw. gibt es zudem eine Ewigkeitsvorstellung, sei es bei den Römern, den Mayas oder Ägyptern. Für letztere bedeutete das Leben nach dem Tod beispielsweise eine Art Fortführung des bisherigen Lebens. Um dieses Leben möglichst angenehm zu gestalten, durften sie schon im Diesseits keine Kosten und Mühen scheuen - was sich in ihren prächtigen Gräbern ausdrückte. Falls an dieser Ahnung eines Jenseits auch nur ein Funken Wahrheit ist, stellt sich die Frage, wer aus welchen Gründen wo hinkommt. Hier nicht Bescheid zu wissen, ist fahrlässig.

Zweitens gibt es unter Menschen, die an Gott glauben, höchst unterschiedliche Vorstellungen vom Himmel – mitunter auch gar keine. Selbst manche Theologen sind der Überzeugung, man könne gar nicht über den Himmel sprechen. Da die Bibel in vagen Bildern die Ewigkeit beschreibe, kann man nichts Konkretes darüber sagen, wie es im Himmel sein wird. So zumindest ihre Meinung. Stellt sich die Frage: Wer hat recht und wie ist es nun wirklich im Himmel?

Gibt es einen Himmel und ist er ein schöner Ort, wird es drittens nicht ohne Auswirkungen bleiben, wenn ich mich schon jetzt mit ihm beschäftige. Vorfreude ist eine starke Kraft, die meinen gesamten Alltag auf positive Weise umkrempeln kann. Ich werde meine Prioritäten sinnvoll ordnen, kann gelassener und hoffnungsvoller leben und ja, auch mit Leid anders umgehen. Ohne daß es billige Vertröstung ist.

Die Lutherbibel bietet gut 700 Treffer, wenn man in ihr nach dem Begriff Himmel sucht – was die Frage aufwirft, welche Vorstellung die Autoren der Bibel mit dem Ausdruck verbinden. Ist damit immer das Leben bei Gott nach dem Tod gemeint?

Darüber hinaus beschreibt der Himmel den Wohnort Gottes (z.B. Ps 2,4). Hier ist Er gegenwärtig, hier steht sein Thron (Offb 4,2), von hier aus herrscht er. Es ist auch der Ort seines Hofstaats, der ihm dient und ihm Anbetung bringt (Offb 4,8). Dieser Himmel befindet sich in einer anderen Dimension von Zeit und Raum als die jetzige, sichtbare Erde. Nur in wenigen, besonderen Situationen können Menschen einen Einblick bekommen. Dieser Himmel ist aber nicht völlig von der menschlichen Welt getrennt. Da Gott in die menschliche Welt hineinwirkt, stehen diese himmlische Welt und die irdische Welt in engem Zusammenhang.

Nicht zuletzt kommt die für diesen Beitrag maßgebliche Bedeutung ins Spiel: Der Himmel als ewiges Leben in der Gegenwart Gottes. Diese Vorstellung wird in sehr unterschiedlichen Bildern entfaltet. Zum einen in Bildern, die von einem Himmelreich sprechen, das bis in die Gegenwart hineinreicht, also nicht nur in der Zukunft liegt. Zum anderen in Bildern, die von dem zukünftigen, endgültigen Himmel bei Gott sprechen.

Der Himmel schon jetzt?

Gottes Gegenwart ist in einer Beziehung zu ihm schon heute erfahrbar. Deshalb finden wir ein grundlegendes Prinzip des Neuen Testamentes wieder, wenn wir uns mit dem Himmel beschäftigen: Das Schon-Jetzt und Noch-Nicht ist. Der Himmel hat schon begonnen, er ist schon teilweise da. Jetzt, hier, ganz real. Wo Gottes Gegenwart sich zeigt, fängt der Himmel an, auch wenn er noch nicht völlig vollendet ist? Jesus sprach in Mk 1,14-15: Nachdem aber Johannes gefangengenommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Dieser gegenwärtige Aspekt des Himmels begegnet uns schon am Anfang der Verkündigung von Johannes des Täufers. Und spricht: Tut Buße, denn das Reich der Himmelreich ist nahe herbeigekommen! Ruft er seinen Zeitgenossen zu (Mt 3,2). Mit demselben Satz beginnt auch Jesus sein öffentliches Handeln. Dieses Königreich der Himmel scheint man an vielen Stellen mit ähnlichen Wendungen, wie z. B. im Reich Gottes (z.B. Lk 22,16) oder schlicht vom Reich (Mt 13,19), gleichsetzen zu können.

Über 100 Mal kommen diese Begriffe in den Evangelien vor. Jesus spricht von diesem gegenwärtigen Charakter des Himmels in mehreren Gleichnissen. Gerade durch die Verkündigung der Frohen Botschaft durch Jesus hat der Himmel, Gottes Gegenwart und Herrschaft, schon jetzt angefangen (z.B. Mt 13,24-30). Wo also Christen einander vergeben, für Arme sorgen oder schädliche Verhaltensweisen aufgeben, beginnt der Himmel. Es ist zudem ein Kennzeichen dieses himmlischen Reiches, das es schon jetzt klein anfängt und doch eine enorme Durchsetzungskraft besitzt. Das machen die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig deutlich (Mt 13,31-35).

Bilder für den künftigen Himmel

Nichtsdestotrotz sprechen die Autoren der Bibel sehr deutlich von einem zukünftigen Himmel. Es geht an diesen Stellen um die Ewigkeit bei Gott, die wir normalerweise mit dem Begriff Himmel verbinden. Es geht um einen Ort, an dem wir Menschen noch nicht sind (z.B. Mt 7,21). Eine noch so verbesserte oder gerechtere Gegenwart ist also mit der Ewigkeit bei Gott nicht gleichzusetzen.

Auch der künftige Himmel wird mit vielen Bildern beschrieben. Er gleicht einem Schatz im Acker, einer kostbare Perle, sagt Jesus (Mt 13,44-47). Diese Vergleiche drücken aus, daß es Aufwand und Entschlossenheit braucht, um in das künftige Reich Gottes zu kommen – aber auch, daß es ein großes Geschenk und eine riesige Freude ist, zu dieser Bewegung dazuzugehören. Weitere Aspekte macht Jesus im Vergleich mit dem Handeln eines Hausherrn und eines Königs klar.  Hier geht es mehr um das Thema vom Lohn im Himmel und den Auswirkungen für das Handeln in der Gegenwart für denjenigen, der zu Jesus gehört: Er soll mit anderen Menschen schon jetzt so gnädig umgehen und ihnen vergeben, wie Gott es mit ihm tut.

Der Himmel wird auch mit einer Stadt verglichen (Hebr 11,10; 13,14) und in der Offenbarung ist die Rede vom neuen, endzeitlichen Jerusalem (Offb 21,2). Jesus spricht davon, daß er viele Wohnungen für diejenigen bereithält, die ihm nachfolgen, an anderer Stelle steht ein Hochzeitsmahl für den Himmel (Joh 14,2; Mt 22,2)

All diese Bilder vom Himmel können den Eindruck erwecken, konkretes Reden vom Himmel sei unmöglich. Es ist aber ein Trugschluß zu denken, daß es sich lediglich um Bilder ohne wirklichen Bezug handelt. Über den Himmel lässt sich Konkretes sagen, wie die folgenden Absätze zeigen werden. Zudem machen all diese Bilder jeweils einen Aspekt des Himmels deutlich – der für die Autoren der Bibel ganz sicher kommen wird.

Der Himmel ist ein realer Ort

Erstens beschreiben viele biblischen Texte, daß der Himmel ein realer Ort sein wird und nicht nur ein besonderer Seelen- bzw. Geisteszustand. Seine Bewohner werden also nicht als ätherische Geistwesen auf rosa Wolken schweben. Vielmehr wird es einen neuen Himmel und eine neue Erde geben – eine neue Schöpfung! (2Pt 3,13 u. a.) Mit Wolken, Bäumen und Bergen. Mit Menschen in realen, greifbaren Auferstehungsleibern (Röm 8,23; Joh 20,11 – 21,14). Johannes spricht davon, wie eine Stadt auf die neue Erde herabkommt, die auf einem Berg steht und die ein Engel genau vermißt und beschreibt (Offb 21,9-27) – ein diffuser Geisteszustand sieht anders aus. Der Himmel ist ein Ort.

Ende gut, Schöpfung gut!

Das Ende der Zeit verheißt landläufig nichts Gutes. Unzählige Male wurde das Weltende in Filmen und Büchern mit viel Gewalt und Zerstörung beschworen. Sicher, diese Bilder stammen nicht zuletzt aus der Bibel, allen voran der Offenbarung des Johannes. Das letzte Ende indes sieht in der Bibel anders aus.

In einem großen Bogen malt die Bibel den Lauf der Geschichte: Von der Schöpfung der Welt durch Gott, über die folgenschwere Abkehr des Menschen von Gott und die Entartung der guten Schöpfung – hin zu einer neuen Schöpfung. Sprechen die ersten Verse der Bibel also von der Erschaffung einer Welt, die sehr gut war, beschreiben die letzten Kapitel, wie diese Schöpfung wieder erneuert wird: Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr. (Offb 21,1) Diese Vorstellung der Wiederherstellung der Schöpfung findet sich in mehreren Passagen der Bibel.

Nicht nur der Mensch hat demnach unter der Abkehr von Gott zu leiden. Der Mensch hat die gesamte Schöpfung in die unheilvolle Entwicklung des Sündenfalls hineingezogen (Röm 8,20). Am Ende der Zeit steht die Erlösung der gefallenen Schöpfung. Nicht nur Menschen werden, oder sind schon erlöst, sondern die gesamte Schöpfung, der gesamte Kosmos wird von der Vergänglichkeit befreit werden (Röm 8,21). Dieser Wiederherstellung wird wohl das Vergehen, die Umgestaltung der jetzigen, vom Sündenfall gezeichneten Schöpfung vorangehen. Die neue Schöpfung bleibt aber das letzte Ziel.

Damit schließt sich der große Kreis der Geschichte, Gott gibt seinen ursprünglichen Plan mit der Schöpfung nicht auf. Kein Wunder, Gott bezeichnet seine Schöpfung ursprünglich als sehr gut. Es gibt keinen Grund, die Grundidee der Schöpfung zu entsorgen. Gott wird die Schöpfung nach ihrem Vergehen wieder in den ursprünglichen Zustand versetzen und ihrem ursprünglichen Zweck zuführen. Der Himmel wird also mehr mit der Erde zu tun haben, als uns gemeinhin bewußt ist.

Auferstanden mit einem realen und neuem Körper!

Die Vorstellung, daß eine verstorbene Person als Geist weiterlebt, ist weit verbreitet. Oder die Idee des buddhistischen Ziels, dem Nirwana, in dem das Individuum aufgeht und erlischt. Die Bibel zeichnet ein anderes Bild und spricht von einer konkreten, leiblichen Auferstehung. Allerdings nicht einfach im Sinne einer Rückkehr, wie bei Lazarus in Johannes Kapitel 11, sondern im Sinne einer Auferstehung in einem neuen, geistlichen Leib (1Korinther 15,35-58) – was nicht die Existenz als körperloses Wesen meint, sondern den völligen Einklang mit dem Charakter des Heiligen Geistes.

Die Identität derjenigen im Himmel ist demnach nicht ausgelöscht. Vielmehr werden wir als einzelne, erkennbare und unverwechselbare Individuen auferstehen. Das verdeutlichen einige Passagen der Bibel. Im Gleichnis vom armen Lazarus ist dieser eindeutig erkennbar (Lk 16,23). Auch Jesus spricht davon, daß Abraham, Isaak und Jakob im Himmel zu Tisch sitzen werden (Mt 8,11) – eine Aussage, die nur Sinn macht, wenn diese noch als erkennbare Personen existieren.

Dieser Auferstehungsleib wird also Elemente unseres bisherigen Körpers haben. Schließlich war Jesus in seinem Auferstehungsleib als Jesus erkennbar, auch trug er noch die Nägelmale der Kreuzigung (Joh 20,27). Trotzdem wird der neue Körper auch völlig neue Eigenschaften haben. Es wird ein vollkommener Körper sein, der unverweslich ist, der völlig verwandelt erscheint, weil alle Elemente der Vergänglichkeit durch den Sündenfall fehlen. Er wird herrlich sein und vor Kraft strahlen, nicht altern oder krank sein (1Kor 15,42-45).

Um zu verstehen, wie das Leben nach der Auferstehung sein wird, ist der Blick auf die Berichte von Jesus nach seiner Auferstehung sehr hilfreich. Er war zu erkennen, war physisch erlebbar. Er wanderte, aß und trank und grillte für die Jünger (z.B. Johannes 21,9-14). Paulus bestätigt in Philipper 3,21, daß Christen einen Auferstehungsleib wie Jesus bekommen werden: …der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann. (s.a. 1Johannes 3,2). Jesus ist Christen also in der Art seiner leiblichen Auferstehung vorausgegangen. Diejenigen, die zu ihm gehören, werden ihm auf dieselbe Weise folgen (vgl. 1Kor 15,20-28).

Alles andere als langweilig

Nehmen wir die bisherigen Punkte zusammen, wird deutlich, daß es alles andere als langweilig im Himmel sein wird. Eintöniges Harfespielen auf einer Wolke wird nicht zum Programm gehören! Die Auferstandenen werden auch nicht ausschließlich vor dem Thron Gottes stehen und tagein tagaus Halleluja singen, oder in einer kalten und sterilen Stadt aus Gold und Edelsteinen gefangen sein und das auch noch toll finden müssen. Gott ist nicht langweilig, daher wird es der Himmel auch nicht sein, der von seiner kreativen Gegenwart durchdrungen sein wird. Der Himmel wird uns sehr vertraut sein, wir werden vieles tun, was wir hier auf der Erde tun - nur mit positivem Vorzeichen, ganz ohne die Auswirkungen der Trennung von Gott. Er selbst wird wieder unter den Menschen wohnen (Offb 21,3). Wir werden uns dort zutiefst zuhause fühlen.

Wir werden Luft zum Atmen haben, Früchte zum Essen (Offb 22,2), werden zusammen essen und trinken. Wir werden in einer umwerfend schönen Schöpfung leben, ohne Leid, mit genügend zu essen, in ungehinderter Freundschaft mit Gott und mit sinnvollen Aufgaben (z.B. Lukas 19,11-19; Offb 22,3-5). Es wird Berge zum Wandern, Instrumente zum Musizieren, Wälder zu erkunden und vieles mehr geben. Für eine Schöpfung ohne Berge, Musik und Wälder hat Gott uns Menschen einfach nicht gemacht.

Somit wird der Himmel unendliche Möglichkeiten bieten, sinnvolle Momente zu erleben. In Streß wird das Ganze aber nicht ausarten, denn wir werden auch Zeit zur Ruhe haben (Hebr 4,1-11; Offb 14,13). Mit allem was wir tun, werden wir Gott loben. Der Himmel wird auf ewige Zeit eine Folge stimmiger Momente sein. Wir werden die Person sein, die Gott in uns schon immer gesehen hat. Die Geretteten werden mit dem zusammen sein, der uns gemacht hat und für den wir gemacht wurden: Gott. Und wir werden an dem Ort sein, für den wir eigentlich geschaffen wurden – und somit in vollkommener Weise zur Ruhe kommen.

Auf die himmlische Welt ausrichten

Christen brauchen diese Perspektive auf den Himmel. Nicht umsonst ruft Paulus dazu auf: Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. (Kolosser 3,1-4) Eine Ausrichtung auf die Zukunft, die gut tut und nicht ohne Auswirkungen in der Gegenwart bleibt. Und bis es so weit ist, wird Gott einen wunderbaren Ort vorbereitet haben: den Himmel.

 

 

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