Wer darf beim Abendmahl teilnehmen?

Der Name Jachweh wird in deutsch wiedergegeben, auf Hebräisch heißt er: Zidkenu.

Überarbeiteter Text, April 2017

Wenn nicht anders vermerkt wurde, zitiere ich die Schlachter Version 2000 [Textus-Receptus].

Wer darf beim Abendmahl teilnehmen?

In unserem Gemeindeverbund ist eine Diskussion über die Frage entbrannt, ob Kinder ohne Altersbegrenzung am Abendmahl teilnehmen dürfen, wenn die Eltern dies befürworten. Wir hätten gerne eine biblische Antwort zu diesem Thema, da wir selber nicht fündig geworden sind.

Die Bibel sagt bezüglich des Abendmahls: Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe,  nämlich daß der  Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm, und dankte, es brach und sprach: Nehmt, eßt! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis! Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, so oft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn so oft ihr dieses Brot eßt und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. Wer also unwürdig dieses Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken; denn wer unwürdig ißt und trinkt, der ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen. Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden; wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden. (1.Korintherbrief Kap.11, Verse 23-32)

Aus diesen Worten können wir ableiten, daß das Abendmahl ein Gedächtnis und Erinnerungsmahl sein soll. Indem wir das Abendmahl einnehmen, erinnern wir uns daran, was es Jesus Christus gekostet hat, für uns ans Kreuz zu gehen (Lesen Sie dazu bitte Psalm 22,1-32; Jesaja 53,1-12 und die Berichte über die Kreuzigung z.B. Matthäus 27,1-56 in den Evangelien).

Jesus Christus hat an unserer Stelle das göttliche Gericht auf sich genommen. Er hat für jedes Seiner Kinder (Geistlich), ganz persönlich Seinen Leib brechen lassen (das gebrochene Brot), und für die Vergebung der Sünden hat Er Sein Blut gegeben (der Wein als Bild dafür).

Im Abendmahl stellt uns Jesus deshalb immer wieder die eine grosse Frage:

DAS TAT ICH FÜR DICH, WAS TUST DU FÜR MICH?

Dieser Fakten und deren Tragweite sollten wir uns beim Abendmahl stets bewusst sein. Deshalb heisst es ja auch: Denn so oft ihr dieses Brot eßt und diesen Kelch trinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. (1.Kor 11,26)

Beim Abendmahl identifizieren wir uns mit dem Geschehen am Kreuz von Golgatha. Zugleich verkündigen wir, dass dieses Geschehen persönlich erlebte Tatsache ist, indem unsere Schuld durch das Werk Jesu Christi am Kreuz von Golgatha vergeben wurde.

Dementsprechend sind auch wir bereit zu vergeben, auch wenn uns das manchmal schwer fällt! Weiter bezeugen wir, dass wir vor Gott gerechtfertigt sind (vgl. Römer 5,1-2).

Das Abendmahl ist etwas Heiliges! Dies nicht im mystischen Sinn, sondern vielmehr in seiner Bedeutung und Tragweite.

Demgemäß muß auch unser Verhalten sein. Denn nicht von ungefähr warnt die Bibel uns davor, ungebührlich an den Tisch des Herrn zu treten.

Ungebührlich heißt im obigen Zusammenhang: im Unwissen bezüglich der Bedeutung des Mahls. Dabei geht die Bibel aber noch einen Schritt weiter: Wer nun unwürdig von dem Brot ißt oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. (1.Kor 11,27)

Wir können uns also am Tisch des Herrn versündigen! Aus diesem Grunde sollte keiner, der nicht wiedergeboren ist, desgleichen noch keine Vergebung seiner Sünden erlangt hat, am Tisch des Herrn teilnehmen! Ebenso wenig sollte jemand daran teilnehmen, der Wahrhaft bezeugen kann, Christ zu sein, aber gleichzeitig bewusst und willentlich in Sünde lebt und an dieser festhält. Jeder darf beim Abendmahl teilnehmen auch Kinder, sofern ich meine Sünden zuvor dem Herrn Jesus Christus, bekannt habe. Und ich weis, sie sind vergeben.

Die Bibel fordert uns (echte) Christen auf, uns zu prüfen: Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so eßt er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch. Denn wer so ißt und trinkt, daß er den Leib des Herrn nicht achtet, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht. Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen. (1Kor 11, 28-30)

Wer im genannten Sinn unwürdig an den Tisch des Jachwehs = Jesus Christus tritt, verachtet das Werk des Vaters und Jesu am Kreuz von Golgatha. Dies kann schwerwiegende Folgen haben – bis hin zu Krankheit, Elend und vorzeitigen Tod und danach das Gericht.

Wenn wir dies alles berücksichtigen, haben wir die Antwort auf Ihre Frage: Kinder und Erwachsende sollten nach unserer Erkenntnis erst am Abendmahl teilnehmen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Das setzt natürlich ein gewisses Alter und auch Wissen voraus.  

Samuel Rindlisbacher - MNR

BROT DES LEBENS

Abendmahlsunterschiede!

Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot ißt, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt. (Johannes 6,51)

Die Denkweise der Europäer ist anders als die der Juden. Den Juden sind die Tätigkeitswörter wichtig. Im Abendmahl geht es ihnen um das Brechen, das Austeilen, das sich Erinnern.

Den Europäern waren immer Gegenstände wichtig: Das Brot und der Wein. Abendmahlsbrot war besonders heiliges Brot. Da geschah es schnell, dass schon in den ersten christlichen Gemeinden in Europa die Leute ein Stücklein von diesem Brot mit heim nahmen. Sie nannten es – Pharmakon Athanasias -, das heißt, Medizin für die Unsterblichkeit. Ich habe noch selber erlebt, wie Kirchgänger ein Stück Oblate abbrachen und ins eigene Gesangbuch legten. Auf Rückfrage erklärten sie: Wir behalten es für kranke Tage. Sie trauten dieser Oblate eine heilende Wirkung zu.

In der katholischen Kirche hat man dann einen ganzen Kult um dieses Brot aufgebaut, und hat erklärt, es sei der verwandelte Leib Jesu Christi. Es geht aber um die Gemeinschaft mit der lebendigen Person Jesus Christus. Jesus wollte nicht Brot verzaubern, sondern Er wollte Brot des Lebens sein für die Menschen.

Theodor Pfister (Theologe). Überarbeitete Text.

 

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