Was kann zum Götzen werden?

Der Name Jachwehe wird in deutsch wiedergegeben, auf Hebräisch heißt er: Zidkenu.

Überarbeiteter Text, April 2017

1. Was kann zum Götzen werden?

2. Wie sieht das in den Kirchen damals und heute aus?

3. Was sind modere Götzen?

4. Kann ich mich durch Götzen verunreinigen? Ja!

5. Ich habe zu diesem Thema einiges zusammengetragen.

6. Reformatorischer Bildersturm

Bildersturm in Holland (Darstellung von 1882)

Der reformatorische Bildersturm war eine Begleiterscheinung der Reformation im 16. Jahrhundert. Auf Weisung reformatorischer Theologen und der zum neuen Glauben übergetretenen Obrigkeit wurden Gemälde, Skulpturen, Kirchenfenster und andere Bildwerke mit Darstellungen Christi und der Heiligen sowie weiterer Kirchenschmuck, teilweise auch Kirchenorgeln, aus den Kirchen entfernt. Die Bildwerke und Schmuckgegenstände wurden teils verkauft oder anderweitig in Privatbesitz überführt, teils vernichtet oder beschädigt. Der Bildersturm betraf Städte und Dörfer in ganz Europa, vor allem in der Schweiz und dem Heiligen Römischen Reich (1522–1566), Schottland (1559) und den Burgundischen Niederlanden (1566) mit späteren Ausläufern bis in den Englischen Bürgerkrieg (1642–1649).

Theologie

Dem Bildersturm liegt ein theologischer Konflikt innerhalb des Christentums zugrunde: Zwar übernahm das Christentum vom Judentum das Erste und Zweite Gebot Mose (Verbot des Götzendienstes und Verbot der bildlichen Darstellung Gottes), doch wurden in der Spätantike und im Mittelalter zunehmend Bilder Christi und der Heiligen angefertigt und in die christliche Liturgie einbezogen. Rechtfertigungen der Bilderverwendung beriefen sich auf folgende Argumente: Bilder dienten der einfacheren Vermittlung der biblischen Botschaft an die leseunkundigen Laien; Gott habe sich durch die Fleischwerdung in Christus selbst in körperlicher Gestalt gezeigt und sei in dieser Gestalt darstellbar; die Verehrung des Bildes gelte nicht dem materiellen Bild, sondern der dargestellten Person. Diese Begründung war schon in der Spätantike umstritten. In der Frühzeit der Byzantinischen Kirche gab es kurze Phasen, in denen die Ikonoklasten dominierten, die sich auf das Erste Gebot beriefen. Die Reformatoren stellten die als Wort Gottes aufgefaßte Bibel einschließlich der Zehn Gebote über die kirchliche Tradition (Bezeichnung der protestantischen Kirchen als evangelisch) und lehnten die Anfertigung christlicher Bildwerke grundsätzlich ab. Das Himmelreich sei allein durch die Gnade Gottes zu erlangen, nicht durch Opfergaben wie die Stiftung von Kunstgegenständen. Die Theologie der Reformation sah in der liturgischen Verwendung von Bildwerken abergläubischen Götzendienst und sinnliche Ablenkung von der Frömmigkeit. Gemäßigte Reformatoren im Umfeld von Martin Luther erlaubten Bilder für didaktische Zwecke; andere, etwa Ulrich Zwingli und Johannes Calvin, traten für ein völliges Bilderverbot ein. Sie bewirkten in ihrem Einflußbereich die Entfernung sämtlicher figürlicher Darstellungen aus dem Innenraum der Kirchengebäude, im Sinne einer Reinigung. Die schottischen Presbyterianer lehnten sogar große Kirchengebäude als Ausdruck menschlicher Hybris ab.

Bedeutungen:

[1] heidnischer Gott (aus der Sicht der monotheistischen Religionen); falscher Gott (abwertend)

[2] Bild eines solchen Gottes; Gegenstand, der angebetet wird.

Herkunft:

Bildung aus „Gott“ mit der Endung „-izo“, eine Diminutivbildung mit einem Klang ins Vertrauliche (vgl. etwa „Spatz“ von „Sperling“), ursprünglich also wohl eine vertrauliche Benennung für einen Gott, etwa im Sinne von „Hausgeist, Kobold“. Über die Bedeutung als Abbild eines solchen wird Götze dann zu einem Wort für „Bildwerk, Heiligenbild“. In dieser Bedeutung ist es seit dem 13. Jh. nachweisbar. Die heutige Bedeutung [1] wurde von Luther geprägt.

Synonyme:

[1] Abgott

[2] Fetisch, Totem, Idol, Götterbilder

Beispiele:

[1]  Denn alle Götter der Völker sind nichtige Götzen; aber der Jachweh hat die Himmel gemacht. (1.Chronik. 16,26, Schlachter Version 2000).

[2] Ihre Götzen sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. Sie haben einen Mund und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht; Ohren haben sie und hören nicht, eine Nase haben sie und riechen nicht; Hände haben sie und greifen nicht, Füße haben sie und gehen nicht; mit ihrer Kehle geben sie keinen Laut. Ihnen gleich werden die, welche sie machen, alle, die auf sie vertrauen. (Psalm 115,4-8)

Abgeleitete Begriffe:

Götzendiener, Götzendienerin, Götzendienst

Kirchliche Kunst in den evangelischen Kirchen Württembergs, besonders in unserer Region.

Dr. Gerhard Betsch, Weil im Schonbuch: Es ist keineswegs selbstverständlich, daß es überhaupt kirchliche Kunst in evangelischen Kirchen gibt.

Im Folgenden soll es um zwei Fragen gehen:

1. Warum blieb eine erfreuliche Zahl kirchlicher Kunstwerke aus vorreformatorischer („katholischer“) Zeit erhalten?

2. Gibt es besondere Kennzeichen einer protestantischen kirchlichen Kunst ?

1. Die Reformation und die Bilderfrage

Hier wird ein großes bedauern ausgedrückt, von Seiten der Kirche.

Am Vorabend der Reformation waren die meisten Kirchen reich mit Bildwerken (Gemälden, Wandmalereien, Plastiken...) ausgestattet. Die Reformatoren sahen in vielen dieser Bildwerke einen Verstoß gegen das alttestamentliche Bilderverbot (2. Mose 20,4). Außerdem kritisierten sie die damalige Heiligenverehrung, die sie als Götzendienst qualifizierten. Die Heiligenbilder wurden dem entsprechend oft abschätzig „Götzen“ genannt. Es war klar: Die „Götzen“ mußten aus den Kirchen entfernt werden. Die Schweizer Reformation (Zwingli, später Calvin) hat die Kirchen konsequent ausgeräumt. Noch heute findet man in einer Kirche dieser „reformierten“ Tradition kein Kruzifix! Luther und seine Schüler nahmen eine weniger radikale Stellung ein. Luther hatte sehr viel Kunstverstand und Sinn für Pietät und erkannte vielen Bildern einen pädagogischen oder „erbauenden“ Wert zu. Entfernt werden sollten nur die „Ärgerlichen“ Bilder. Aber welche Bilder waren „ärgerlich“? Und wer entschied über die Beurteilung? Hinsichtlich der Heiligenverehrung brachte das Augsburger Bekenntnis (Augustana) vom 25.Juni 1530 eine prinzipielle Klärung. In Artikel XXI (Vom Dienst der Heiligen) werden die Heiligen als Vorbilder christlichen Glaubens und Lebens und guter Werke anerkannt. Aber man soll sie nicht anrufen. Ein evangelischer Christ hat unmittelbaren Zugang zu Gott. Er braucht nicht die Fürbitte eines Heiligen. Und eine Anbetung von Heiligen war ohnedies Götzendienst. Die Reichsstädte Esslingen und Ulm, deren Reformation stark von der Schweiz beeinflußt war, raubten ihre Kirchen gründlich aus. Aber auch im streng lutherischen Reutlingen wurden Heiligenbilder konsequent entfernt. In ritterschaftlichen Gebieten (Deufringen, Stuttgart-Mühlhausen, ...) haben die Grundherren in der Regel einen Bildersturm verhindert, schon deshalb, weil die Kunstwerke in den Kirchen meist Stiftungen aus der Familie eben dieser Grundherren waren. Mit der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg waren zwei Theologen beauftragt: Erhard Schnepf für den nördlichen, Ambrosius Blarer für den südlichen Landesteil. Da Schnepf Lutheraner und Blarer von der Schweiz beeinflußt waren, nahmen sie in der Frage der Bilder gegensätzliche Standpunkte ein.

Eine grundsätzliche Klärung war daher nötig. Auf einer Besprechung am 10. September 1537, die später den Namen „Uracher Götzentag“ erhielt, trafen sich vier Räte des Herzogs mit Schnepf, Blarer, Johannes Brenz (der damals eine Art Gastprofessor in Tübingen war), und weiteren Theologen. Brenz votierte für die Beibehaltung der Bilder; ihre Abschaffung wurde eine Trennung von der Kirche in Sachsen und anderen lutherischen Ständen bedeuten. Es sei auch besser, wenn die jungen Burschen wahrend der Predigt die Bilder, und nicht die anwesenden Jungfrauen „als lebendige Götzen“ angucken. Brenz war Praktiker! Trotzdem setzte sich Blarer mit seiner Meinung durch, die Bilder seien ärgerlich, weil sie vom Wort abziehen. Entsprechend diesen Empfehlungen ordnete Herzog Ulrich von Württemberg am 20. Januar 1540 an, daß die Bilder aus den Kirchen zu entfernen seien, aber „nicht mit Stürmen und Poltern, sondern mit Zucht und bei geschlossenen Türen“. Man wollte die Gefühle der Gemeindeglieder, besonders die Empfindlichkeiten von Stiftern schonen. (Hermelink, S. 79) Insgesamt wurde der herzogliche Erlaß sehr lax durchgeführt. Daher blieben viele Kunstwerke in den Kirchen. Bildwerke, die entfernt wurden, hat man in der Regel nicht zerstört, sondern sicher deponiert. Ein Schwabe zerstört nicht mutwillig, was einmal viel Geld gekostet hat! Und spätere Generationen brachten oft in die Kirchen zurück, was einmal zur Ausstattung einer Kirche gehört hatte. Auch in Ulm kamen Altäre, die aus dem Münster entfernt wurden, ins Depot. So konnte die Gemeinde Scharenstetten im Jahr 1760 einen schonen gotischen Altar aus der Schule von Hans Multscher vom Ulmer Rat als Geschenk erhalten. Dieser Scharenstetter Altar ziert heute noch die Kirche des kleinen Orts auf der Alb.

Eine originelle Lösung fand die Burger von Plattenhardt. Sie besaßen eine Figur ihres Kirchenpatrons St. Antholianus von ca. 1360. Diese stand in einer Sakramentsnische im Chor der Kirche. Die Plattenhardter haben die Nische mit der Heiligenfigur zugemauert. So hatte man dem Herzog gehorcht und trotzdem den Patron in der Kirche gelassen, damit er sie weiter beschütze. Man kann ja nie wissen... Als 1964 die Kirche in Plattenhardt renoviert wurde, entdeckte man den Hohlraum in der Wand mit der Heiligenfigur und öffnete die Nische. St. Antholian war etwas angeschimmelt, aber sonst wohl erhalten. (Katalog der Ausstellung „Reformation in Württemberg“, Stuttgart 1984, Nr. 9.20)

2. Besonderheiten kirchlicher Kunst in evangelischen Kirchen:

Die Kirchenräume in unserer Gegend blieben auch nach der Reformation nicht ohne Bilder. Ja – manche evangelischen Kirchen sind so reich ausgemalt wie je eine Kirche in vorreformatorischer Zeit (Beispiel: Weiler/Zaber). Außer Dekorationsmalerei gab und gibt es thematische Wandmalereien, Tafelbilder, und Bilder an Kanzeln und Emporenbrustungen; ferner biblische Bilder in Epitaphien. Als bemerkenswertes Beispiel rein dekorativer Ausmalung eines Kirchenraums nennen wir die Veitskirche in Deufringen. Die Ausmalung von 1564 ist ausgesprochen diesseitig und sinnenfroh und scheut sich nicht, Kirchenwände mit üppig dekolletierten Meerjungfern zu schmücken. Auch die wunderschön bemalte Kassettendecke aus der Barockzeit in der Michaelskirche in (Wildberg-) Sulz ist hier zu nennen (gemalt von Johann Roth, Chirurgus und Hirschwirt in Neubulach). Schon während der Regierungszeit Herzog Ulrichs – um 1540 - entstanden zwei große evangelische Altäre. Beide wurden höchst wahrscheinlich von Heinrich Fullmaurer in Herrenberg und seiner Werkstatt geschaffen; der Theologe Kaspar Grater, den man auch sonst aus der württembergischen Reformationsgeschichte kennt, durfte Fullmaurer beraten haben. Beide Altäre sind erhalten. Der eine war für die Stuttgarter Schloßkirche oder Stiftskirche bestimmt; er befindet sich heute in Gotha („Gothaer Altar“). Der andere war bestimmt für Mompelgard (= Montbeliard bei Belfort), das damals zu Württemberg gehörte, und befindet sich heute in Wien. Der Gothaer Altar hat auf drei Doppelflügeln nicht weniger als 162, der Mompelgarder (Wiener) Altar 157 Bilder, die Leben, Lehre und Werk Christi darstellen. Beide Altäre haben eine Darstellung der Kreuzigung als Hauptbild. Der biblische Text (aus einer Art Evangelienharmonie) ist den Bildern jeweils beigegeben. (Brecht-Ehmer).

In spätmittelalterlichen Kirchen findet man an der Stirnwand des Schiffs häufig eine Darstellung des Jüngsten Gerichts, mit Christus als Weltenrichter auf der Mandorla sitzend. 1613 wurde in der evang. Kirche von Pfaffenhofen (Kr. Heilbronn) nach erweiterndem Umbau an die Stirnwand des Schiffs (nicht mehr ein Jüngstes Gericht sondern) der gekreuzigte Christus gemalt. Und rechts und links neben dem Kruzifix stehen Bibelsprüche, die die Heilsbedeutung des Kreuzes ausdrücken sollen. Alle Bilder in den Kirchen des Luthertums bleiben bibelbezogen - auch dann, wenn Themen aus dem Katechismus oder dogmatische Themen dargestellt werden, oder wenn es sich um Bilder zur konfessionellen Selbstdarstellung (sog. Konfessionsbilder) handelt. Manche Bilder sind mit Texten geradezu Überladen. Zunächst werden den Bildern Zitate aus der Bibel beigefugt. Später, unter dem Einfluß des Pietismus, pointiert der beigefügte Text oft „die Moral von der Geschichte“. In der erwähnten, völlig ausgemalten Kirche von Weiler/Zaber findet man z. B. ein Bild des 12-jahrigen Jesus im Tempel (Lk 2, 41 – 49); es wird durch den Vers erläutert: „Jesus ging zu Gottes Ehre gerne in die Kinderlehre“. Mann kann niemand darstellen, in Bild oder als Figur, wenn man klar nicht weis wie er tatsächlich aussieht! Und das ist gut so. Ob sich die Weiler Lausbuben dadurch beeindrucken ließen? Um 1600 gibt es einem ersten Blute der kirchlichen Kunst im protestantischen Württemberg. Es entstehen lange Szenenfolgen, sogenannte „Biblische Historien“. 1677 wird die Kilianskirche in (Bietigheim-)Bissingen fast vollständig ausgemalt. Die Bildfolge bildet eine „Biblische Historie“, erweitert durch Bilder, die dogmatische Inhalte darstellen: Die eherne Schlange (4.Mose 21, 8) stellt zunächst eine Geschichte des AT dar, aber eigentlich geht es um das Wort des Christus Joh. 3,14, um die johannesche Deutung des Kreuzes als Erlösung! Das Bildmotiv „Christus in der Kelter“ knüpft an Jes. 63, 3 an. Es geht um eine „allegorische“ Deutung des Erlösungswerks Christi: Der Kelterbalken bedeutet das Kreuz, der ausgekelterte Wein bedeutet Christi Blut, das im Abendmahl ausgeteilt wird, ... Das Motiv „Christus in der Kelter“ findet man außer in (Bietigheim-) Bissingen auch in der Stiftskirche in Herrenberg (Tafelbild), in der Veitskirche in Gärtringen, und an anderen Orten. Die Kirchenordnungen verfügten eine faktische Pflicht zum Gottesdienstbesuch. Kirchen wurden jedoch nur ganz selten gebaut – aus verschiedenen, meist wirtschaftlichen Gründen. Daher mußte der Platz in den Kirchen „optimal“ ausgenutzt werden. Die Lösung: Einbau von Emporen, oft mehrere übereinander (Schönaich, Waldenbuch). Die Brüstungen der Emporen boten sich zur Bemalung an, und zwar mit Bildfolgen in der Art der „biblischen Historie“, zu denen nicht selten allegorische und emblematische Bilder treten. So hatte man Anschauungs- und Unterrichtsmaterial für die Christenlehre zur Hand, und die Kirche war geschmückt. Die Emporenbilder wurden in der Regel von einem Malermeister ausgeführt, den man eben bekommen und bezahlen (!) konnte; ihr kunsthistorischer Wert ist oft gering. Lange hat man diese Bilder als Bauernmalerei verachtet; viele Bilderserien gingen auch verloren. Eine Neubewertung trat erst ein, als man die „Biblischen Historien“ als Dokumente der Frommigkeitsgeschichte schätzen lernte (R. Lieske, Dissertation von 1972, gedruckt 1973).

Eine eingehende Beratung über das Bildprogramm durch einen Theologen (etwa den Ortspfarrer) darf man stets voraussetzen. Was sind allegorische und emblematische Bilder? Eine Allegorie ist ein Vergleich. Allegorische Bilder dienen in der Regel dazu, dogmatische Sachverhalte zu erklären. Das Motiv „Christus in der Kelter“ wurde schon erwähnt. In der Kirche von Güssenstadt Kr. Heidenheim wird „Christus als Apotheker“ dargestellt. Christus steht vor einem Rezepturtisch. Seine eine Hand hält die Apothekerwaage, die andere mißt aus den mancherlei Arzneien, die vor ihm stehen, das jedem Bekömmlichem zu. Die Dosen und Behälter tragen Inschriften wie: Wein, Wasser, Gottes Gnad, Vergebung der Sünde, Geduld, Gerechtigkeit, Glaube, ewiges Leben, usw. Engverwandt mit allegorischen Bildern sind die emblematischen Bilder. Diese kommen gegen Ende des 17. Jahrhunderts auf. Ein Emblem ist ein Sinnbild. Der Emblematiker knüpft an die alle bekannte Wirklichkeit an, so wie sie ist. Beliebt sind in der Emblematik aus der Natur gewählte Motive, Tiere und Pflanzen, und deren charakteristische Verhaltensweisen oder Eigenschaften. Aber auch Motive aus der Bibel kommen vor. So wird z.B. eine Lerche gezeigt, die sich im Ahrenfeld vor dem Raubvogel versteckt, oder eine Efeuranke, die sich am starken Baumstamm emporrankt. Die Partikeln „also“, „ebenso“, „wie“ beherrschen die erläuternden Texte. Wie die Lerche sich vor dem Raubvogel versteckt, so soll der Christ sich vor den Nachstellungen des bösen Feindes in acht nehmen. Wie der Efeu sich am Stamm emporrankt, so soll der Christ sich an der rechten Stütze Christus emporrankt, usw. Ein emblematisches Bild konzentriert sich auf ein Motiv. Dieser Zweig volkstümlichen kirchlichen Kunstschaffens endet zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Eine wahre Fundgrube emblematischer Bilder ist die ehemalige Schloßkapelle in Stetten/Remstal, heute Anstaltskirche der Diakonie Stetten. Holzepitaphien sind Erinnerungstafeln zu Ehren von angesehenen Verstorbenen aus einer Gemeinde, z.B. eines Pfarrers und seiner Frau, eines Burgermeisters, ...Diese aus Holz gefertigten Tafeln zeigen häufig ein großes biblisches Bild, daneben ein deutlich kleineres Porträt des oder der Verstorbenen. In Weil im Schonbuch hangen an der Stirnwand des Schiffs zwei Epitaphien, die an Pfarrersehepaare erinnern. Die biblischen Bilder zeigen die Auffahrt des Elia (2. Kön 2,1-11).

Vor-Bild der Himmelfahrt Christi, und der Aufnahme des Glaubenden in den Himmel), und die Stillung des Sturms (Mk 4, 35 – 41). In der Veitskirche in Gärtringen findet man das Epitaph des Pfarrers Wilhelm Gmelin (1542–1612), des Stammvaters der Gmelin-Sippe. Wilhelm Schickard (1592 – 1635), der Enkel des Verstorbenen, hat es 1614 gemalt. Das Hauptbild (Mittelbild) zeigt wieder eine Kreuzigung, mit Maria, dem Evangelisten Johannes, und Maria Magdalena. Darunter, durch eine Leiste getrennt, ist die kniende Familie des Verstorbenen dargestellt, dessen Brustbild in den  Ädikula Aufsatz“ der Rahmung eingesetzt ist. Wilhelm Schickard war ein berühmter Gelehrter, seit 1619 Professor in Tübingen, ein Freund und Vertrauter von Johannes Kepler, und ein beachtlicher Künstler-Dilettant. Er baute 1623 die erste bekannte Rechenmaschine. Der konfessionellen Selbstdarstellung dienen besonders die sogenannten Konfessionsbilder. (Schorndorf, Waldenburg, Langenburg, Ulm-Jungingen). Sie kamen auf, als 1630 zum ersten Mal das Jubiläum der Augsburger Konfession bevorstand. Früher feierte man als Reformationsgedenktag den 25. Juni, den Jahrestag der Überreichung des Augsburger Bekenntnisses an Kaiser Karl V im Jahre 1530. Es ist eine Konzession an den Personenkult des 19. Jahrhunderts, daß heute der 31. Oktober, der Jahrestag des Thesenanschlags durch Luther gefeiert wird (H. von Treitschke: Männer machen die Geschichte). Ein Konfessionsbild zeigt in der Regel die Überreichung der Augsburger Konfession an Kaiser Karl V durch die Erstunterzeichner (zu denen die Reichsstadt Reutlingen gehörte!), ferner Szenen des kirchlichen Lebens und verschiedene Formen des evangelischen Gottesdiensts.

Lit.: M. Brecht-H. Ehmer, Sudwestdeutsche Reformationsgeschichte. Stuttgart 1984

H. Hermelink, Geschichte der evang. Kirche in Württemberg. Stuttgart-Tübingen 1949

R. Lieske, Protestantische Frömmigkeit im Spiegel der kirchlichen Kunst des Herzogtums Württemberg. (Dissertation) 1973.

R. Lieske, Bilder Protestantischer Frömmigkeit in Württemberg. Herausg. vom Verein für christl. Kunst in der evang. Kirche Württembergs. 1976

Moderne Götzen

Einstiegsfrage: Was sind Götzen?
Was versteht man darunter?

Im alten Testament war Gott sehr ärgerlich, weil die Menschen nicht Ihn sondern Götzen anbeteten. Sie versprachen sich anscheinend von sichtbaren Götzen mehr, als von einem für sie unsichtbaren Gott.

Nun leben wir nicht mehr in Zeiten des alten Testaments und keiner wird heute mehr irgendwelche Götzenbilder anbeten, oder (Ausnahmen soll es geben)? Trotzdem ist es auch heute nicht viel anders. Auch heute noch laufen wir irgendwelchen Götzen nach: dem Geld, der Macht, irgendwelchen Fußball- oder Popstars.

Moderne Götzen

Der erste Brief des heiligen Paulus an die Korinther lässt uns im Paulusjahr, das wir am vergangenen 28. Juni eröffnet haben, entdecken, wie weit die vom Apostel erteilten Ratschläge auch heute aktuell sind. "Meidet den Götzendienst" (1 Kor 10,14), schreibt er an eine Gemeinde, die vom Heidentum sehr geprägt ist und gespalten ist zwischen dem Festhalten an der Neuheit des Evangeliums und der Befolgung der von den Vorfahren ererbten alten Praktiken. Die Götzen meiden, das hieß damals, damit aufzuhören, die Gottheiten des Olymp zu verehren, damit aufzuhören, ihnen blutige Opfer darzubringen. Die Götzen meiden bedeutete, sich in die Schule der Propheten des Alten Testaments zu begeben, die den Hang des menschlichen Geistes, sich falsche Darstellungen von Gott zu schmieden, anklagten. Wie der Psalm 115 in Bezug auf die Götzenbilder sagt, sind diese "nur Silber und Gold, ein Machwerk von Menschenhand. Sie haben einen Mund und reden nicht, Augen und sehen nicht; sie haben Ohren und hören nicht, eine Nase und riechen nicht" (V. 4-6). Abgesehen vom Volk Israel, das die Offenbarung des einen Gottes empfangen hatte, stand die Welt der Antike unter der Knechtschaft des Götzenkultes. Die Fehler des Heidentums, die in Korinth sehr verbreitet waren, mußten angeklagt werden, denn sie stellten eine mächtige Entfremdung dar und brachten den Menschen von seiner wahren Bestimmung ab. Sie hinderten ihn daran, zu erkennen, daß Christus der einzige Erlöser ist, der Einzige, der dem Menschen den Weg zu Gott zeigen kann. Dieser Aufruf, die Götzen zu meiden, bleibt auch heute aktuell. Hat sich die gegenwärtige Welt nicht ihre eigenen Götzen geschaffen? Hat sie etwa nicht, vielleicht auch unbewußt, die Heiden des Altertums nachgeahmt, indem sie den Menschen von seinem wahren Ziel abbrachte, von der Glückseligkeit, ewig mit Gott zu leben? Dies ist eine Frage, die jeder Mensch, der sich selbst gegenüber ehrlich ist, sich stellen muß. Was ist wichtig in meinem Leben? Was setze ich an die erste Stelle? Das Wort "Idole" (Französisch für "Götze") kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Bild", "Figur", "Darstellung", aber auch "Gespenst", "Phantom", "vergängliche Erscheinung". Der Götze ist eine Täuschung, denn er bringt seinen Betrachter von der Wirklichkeit ab, um ihn ins Reich des Scheins zu verbannen. Auch pornographische Bilder können zum Götzen werden.

Aber ist dies nicht eine Versuchung, die unserer Epoche eigen ist, die die einzige ist, auf die wir wirksam einwirken können? Die Versuchung, eine Vergangenheit, die nicht mehr ist, zu vergötzen und dabei deren Mängel zu vergessen; die Versuchung, eine Zukunft, die noch nicht existiert, zu vergötzen und dabei zu glauben, daß der Mensch mit seinen Kräften allein das Reich ewiger Glückseligkeit auf der Erde schaffen kann! Der heilige Paulus erklärt den Kolossern, daß die unersättliche Begierde ein Götzendienst ist (vgl. Kol 3,5) und erinnert seinen Schüler Timotheus daran, daß die Geldgier die Wurzel aller Übel ist. Weil sie sich ihr hingegeben haben, führt er weiter aus, "sind nicht wenige ... vom Glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet" (1 Tim 6,10). Haben etwa nicht das Geld, die Gier nach Besitz, nach Macht und sogar nach Wissen den Menschen von seinem wahren Ziel abgebracht?

Hier einige Beispiele, was Götzen sein können.

Wer schon mal in einer katholischen Kirche war, findet ja eine Menge Götzenbilder vor sich wieder, obwohl es ausdrücklich laut Bibel untersagt ist Götzen zu verehren. Aber dieses Gebot wurde, wie immer, geschickt umschifft in dem man z.B. Abbilder der Toten, meist Gelehrte, Klerus und Adelige als Grabsteine aufstellte oder Gott huldigte in dem Kreuze aufgestellt wurden an dem Jesus hängt. Heutzutage haben wir eine Analogie dazu. Siehe Foto. Das Ganze ist auch schon altarmäßig angeordnet. Links und rechts Fußbälle, in der Mitte, der neue Gott „TV Screen”.

Eine Madonna (Marienverehrung = Götzendienst)

Ein "Heiligenbild"

Befinden sich in dem Museum für moderne Kunst etwa die Götzenbilder der heutigen Zeit?

 

Wenn Menschen Sie für ein Idol halten: Taylor.

Kruzifix

Rosenkranz

St. Lahm = Götzenfigur

 

Ein Kirchlicher Altar

Kirchliche Altarbilder

Oder denken wir an die Kirche. Ich weis das noch aus früherer Zeit. Das man in die Kirche geht, und dabei sich in Kniebeugung begibt, und das man sich bekreuzigt. Von oben nach unten und dann aufsteigend, nach links und dann nach rechts. Und das ist zum Beispiel auch der blanke Götzendienst.

Aber warum tat ich das? Stehen nicht doch Dämonische Kräfte dahinter? Das bezieht sich auf nicht wiedergeborene Menschen, die das machen was der Wille Satans ist. Der wiedergeborene muß das aber nicht tun (den Götzenkult).

Götter, Götzen und Idole.

Eine Ausstellung mit rund 210 Objekten über die Menschenbilder der frühen Hochkulturen. Die Figuren – gefertigt zwischen 5000 v. Chr. und 300 n. Chr. aus unterschiedlichsten Materialien wie Ton, Stein, Marmor, Alabaster, Bronze und Edelsteinen – stammen aus dem Vorderen Orient, aus Ägypten, dem Jemen, Griechenland, Italien und Norddeutschland und faszinieren durch ihre meist starke Stilisierung und Abstraktion. Sie stellen Götter, Menschen oder Tiere dar und stehen – reduziert auf wenige charakteristische Eigenheiten – für wichtige Lebensinhalte der frühen Menschen. Die Figuren hatten oft eine magische oder spirituelle Funktion, dienten als Talismane, Fruchtbarkeitssymbole, Weihe- oder Grabbeigaben. Lange als minderwertige Kunstobjekte und in der christlichen Tradition als unerwünschte Götzenbilder angesehen, wurden sie für zahlreiche Künstler der Moderne wie etwa Pablo Picasso und Amedeo Modigliani eine wichtige Inspiration und Anlaß für neue Ansätze in der Kunst. Nach der Wiederentdeckung der antiken Kunst in der Renaissance erwachte auch das erste wissenschaftliche Interesse an den geheimnisvollen Götterfiguren und Idolen. Was erzählen die Figuren über das Leben und das Weltbild der Menschen in antiken Kulturen, über die Urformen von Kult und Religion und über das Bestreben der Menschen, Ideen und Wünschen eine Gestalt zu geben? Über die Gründe für ihre Entstehung und ihre Bedeutung und Funktion im kultischen Brauchtum rätseln Wissenschaftler noch heute. Die Ausstellung folgt den Spuren ihrer Entdeckung und Erforschung und der spannenden Suche nach den Ursprüngen der Kunst. Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Winckelmann-Museum Stendal.

Kennst Du die Zehn Gebote Gottes?

Im Ersten GEBOT heißt es nicht nur:  Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der Jachweh, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Jachweh, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des Jachweh, deines Gottes, nicht mißbrauchen! Denn der Jachweh wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des Jachwehs, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Jachweh Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Jachweh, dein Gott, dir gibt! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten! Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgend etwas, das dein Nächster hat! (2.Buch Mose Kap. 20, Verse 1-17)

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Johannes 4,24)

Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte. (Matthäus 18,20)

Nicht wo Statuen aufgerichtet werden. Bilder, Kruzifix, Rosenkranz, Skulpturen. "Diene ihnen nicht!"

Menschen aller Zeiten taten sich schwer, auf einen Unsichtbaren Gott zu vertrauen ohne ihn zu sehen. Aber gerade dieses Vertrauen verlangt Gott: Glauben (=vertrauen) ohne zu sehen.  Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben! (Joh 20,29) Und es ist uns nur das Zeichen des Jona, das Zeichen seiner Auferstehung, gegeben (Mt 12,39; Lk 11,30).

Der fleischlich gesinnte Mensch will Sichtbares und Greifbares: Als aber das Volk sah, daß Mose lange nicht von dem Berg herabkam, da sammelte sich das Volk um Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Götter, die uns vorangehen sollen! Denn wir wissen nicht, was mit diesem Mann Mose geschehen ist, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat. (2.Buch Mose 32,1).

Und so betet man leider zu Werken von Menschenhand, zu selbst gemachten Bildern und Statuen, die nicht hören und nicht sehen können. Behaupte nicht: Ich bete doch nicht zum Bild! Wieso wallfahrst du dann zum Gnadenbild hin?

Gott ist Geist und Leben und nicht ein Werk von Menschenhand, das Göttliche ist nicht wie ein steinernes Gebilde menschlicher Kunst.

Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind; er läßt sich auch nicht von Menschenhänden bedienen, als ob er etwas benötigen würde, da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, daß sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen, und hat im voraus verordnete Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt, damit sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl umhertastend wahrnehmen und finden möchten; und doch ist er ja jedem einzelnen von uns nicht ferne; denn »in ihm leben, weben und sind wir«, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: »Denn auch wir sind von seinem Geschlecht.« Da wir nun von göttlichem Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Gold oder Silber oder Stein gleich, einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. (Apg 17,24-29; vergleiche auch: Joh 1,18; 1Joh 4,12; 1Tim 6,16).

ER ist ein eifer­süchtiger Gott! Er duldet nicht das Anrufen von Gegenständen = Götzen statt IHM! Wegen dieser Sünde sind so viele  Katholiken medial belastet, hellseherisch! Wende Dich im Geist zum lebendigen Gott, an Jesus, aber nicht nach außen hin zu leblosen Dingen/Statuen/Bildern, die nicht hören und nicht sehen können. 

Gott ist nicht in steinernen Tempeln: Apostelgeschichte 7,48-49;17,24-28;
 

der Tempel Gottes, der seid ihr (1.Korinther 3,16) 

Christus ist in euch! (Kolosser 1,27; & Galater 2,20).

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! - Wir denken in Bildern und brauchen Bilder für das Denken und Weitergeben von Wissen. Wir brauchen Bilder für unsere Bücher, für den Unterricht, für unsere Vorstellung, deshalb lies sie Luther auch in Kirchen und Bibeln; aber wir dürfen nicht zu ihnen beten, als ob sie hören könnten! Und wir dürfen sie nicht wie einen Talisman als Beschützer oder Glücksbringer verwenden. Gott verbietet nicht Kunst, sondern die Verehrung von Gegenständen der Kunst; Gott verbietet das Vertrauen auf solche Dinge – statt auf IHN.

Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«. (2.Kor 6,16)

Das ist der Mose, der zu den Söhnen Israels gesagt hat: »Einen Propheten wie mich wird euch der Jachweh, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; auf ihn sollt ihr hören!« Das ist der, welcher in der Gemeinde in der Wüste war zwischen dem Engel, der auf dem Berg Sinai zu ihm redete, und unseren Vätern; der lebendige Worte empfing, um sie uns zu geben; dem unsere Väter nicht gehorsam sein wollten; sondern sie stießen ihn von sich und wandten sich mit ihren Herzen nach Ägypten,  indem sie zu Aaron sprachen: Mache uns Götter, die vor uns herziehen sollen; denn wir wissen nicht, was diesem Mose geschehen ist, der uns aus Ägypten geführt hat! Und sie machten ein Kalb in jenen Tagen und brachten dem Götzen ein Opfer und freuten sich an den Werken ihrer Hände. Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin, so daß sie dem Heer des Himmels dienten, wie im Buch der Propheten geschrieben steht: »Habt ihr etwa mir Schlachtopfer und Opfer dargebracht 40 Jahre in der Wüste, Haus Israel?  Ihr habt die Hütte des Moloch und das Sternbild eures Gottes Remphan umhergetragen, die Bilder, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Und ich werde euch wegführen über Babylon hinaus.« Das Zelt des Zeugnisses war in der Mitte unserer Väter in der Wüste, so wie der, welcher mit Mose redete, es zu machen befahl nach dem Vorbild, das er gesehen hatte. Dieses brachten auch unsere Väter, wie sie es empfangen hatten, mit Josua, als sie es von den Heiden in Besitz nahmen, die Gott vor dem Angesicht unserer Väter vertrieb, bis zu den Tagen Davids. Dieser fand Gnade vor Gott und bat, ob er für den Gott Jakobs eine Wohnung finden dürfe. Salomo aber erbaute ihm ein Haus. Doch der Höchste wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht: »Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder wo ist der Ort, an dem ich ruhen soll? Hat nicht meine Hand das alles gemacht?« Und ihr seht und hört, daß dieser Paulus nicht allein in Ephesus, sondern fast in ganz Asia eine große Menge überredet und umgestimmt hat, indem er sagt, daß es keine Götter gebe, die mit Händen gemacht werden. (Apostelgeschichte 7,37-50; 19,26).

In der ganzen Bibel werden wir gewarnt, uns an Bilder aus Holz, Silber, Gold usw. zu wenden! Die Menschen redeten zu leblosen Gebilden, als könnten diese hören.

Im Neuen Testament lesen wir: Und die übrigen Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, taten nicht Buße über die Werke ihrer Hände, so daß sie nicht mehr die Dämonen und die Götzen aus Gold und Silber und Erz und Stein und Holz angebetet hätten, die weder sehen, noch hören, noch gehen können. (Offb 9,20)

Die Götzen der Heiden sind Silber und Gold, von Menschenhand gemacht. Sie haben einen Mund und reden nicht, Augen haben sie und sehen nicht; Ohren haben sie und hören nicht, auch ist kein Odem in ihrem Mund. Ihnen gleich sind die, welche sie machen, ein jeder, der auf sie vertraut! (Psalm 135,15-17)

Im Römerbrief sagt Paulus: Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen! (Röm 1,22-25)

Dürfen wir aus den 10 Geboten einfach einiges weglassen und dafür eigene Überlieferungen setzen, wie es ja schon in der Katholischen Kirche, geschehen ist (Mk 7,8-13)?
Jesus sagt, die Gebote Gottes gelten allezeit (Mt 5,18) man darf kein Buchstabe noch ein Strichlein davon wegnehmen.

Bitte, lies die folgend angegebenen Bibelstellen und denke nicht: Götzenbilder gab es nur im fernen Babel! Statuenverehrung gibt es nicht nur bei den Hindus, sondern auch in katholischen Kirchen und deren Kirchen.

Ps 115,4;  135,15-18.  5Mo 4,15-28; 27,15;  Jes 44,9-20; 46,6 f; 2,8;   Jer 10,3f;   Hes 6,1-14;  8,5-12;  14,3-8; 2Kö 19,18+;23,4; Dan 5,7-23; Apg7,41; Offb 9,20.

Ebenso verbietet Gott das Laufen zu Zauberern, zu Wahrsagern..., das Rufen zu Totengeistern (Verstorbene, Seelen): Jes 47,9+; 5.Mose 18,10 es ist Sünde und hat schwere Folgen. Gott warnt uns nicht extra, wir müssen es so wissen aus der Hl. Schrift. Jesus klagt: Was nennt ihr mich aber >>Herr, Herr<< und tut nicht, was ich sage? (Lk 6,46; Mt 7,21-23) Christus ist auferstanden, er lebt, er hat uns Kunde gebracht vom Vater! Vertraue auf den lebenden Herrn und Gott und nicht auf Dinge der Kunst.

Gott ist unsichtbar, mit keinem der Sinne erfaßbar!  Er ist nicht und nie ein Ding: Bete nicht tote Materie, leblose Gegenstände an - Gott ist lebendig und heilig!

 

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