Verlorene Gnade

Überarbeiteter Text, April 2017

Verlorene Gnade!

Im Westen der USA lebte ein junger Mann. Er hatte eigentlich nie etwas „Böses“ getan. Aber eines Tages spielte er Karten und wurde dabei sehr zornig. Er griff nach einem Revolver, wie es ja in den USA üblich ist, zielte auf seinen Gegner und erschoß ihn. An seiner schoß Verletzung ging er jämmerlich zu Grunde. Er wurde verhaftet und rechtskräftig verurteilt.  Sein Urteilsspruch lautete: Tod durch den Strang! Da er sich vorher nie etwas zu Schulden kommen ließ, bemühten sich seine Verwandten und Freunde um ihn und reichten Gnadengesuche ein. Nach kurzer Zeit kamen sogar aus anderen Städten und Dörfern Briefe, die um Gnade für diesen jungen Mann baten. Diese wurden alle dem Gouverneur überreicht. Er war ein Christ. Als er die vielen Briefe und Gnadengesuche sah, bekam er vor Mitleid Tränen in den Augen. Daher beschloß er, dem jungen Mann die Strafe zu erlassen. Er unterzeichnete das Begnadigungsschreiben und steckte sich diese Urkunde in die Tasche. Als Pfarrer verkleidet machte er sich auf den Weg ins Gefängnis. Als er die Todeszelle erreichte, sprang der junge Mann an das Gitter und schrie: „Verschwinden Sie, ich will Sie nicht sehen. – Es waren schon sieben von Ihrer Sorte bei mir! – Ich hatte zu Hause genug Religion!“ „Aber“, unterbrach ihn der Gouverneur, „warten Sie nur einen Augenblick. Ich habe etwas für Sie. Darf ich Ihnen noch etwas sagen?“ „Hören Sie!“ schrie der Verurteilte voller Wut, „wenn Sie nicht sofort diesen Ort verlassen, rufe ich den Wärter und lasse Sie hinauswerfen.“ „Aber, bitte“, rief der Gouverneur, „ich habe eine gute Nachricht für Sie, und zwar die allerbeste. Wollen Sie nicht, daß ich Ihnen diese mitteile?“ „Nein, Sie haben gehört, was ich sagte“, antwortete der Gefangene, „und wenn Sie nicht sofort gehen, rufe ich den Wärter.“ „Also gut…“ – das war das letzte Wort des Gouverneurs. Er drehte sich um und ging mit einem traurigen Herzen davon. Einige Augenblicke später erschien der Gefängniswärter. „Nun, junger Mann, Sie hatten Besuch vom Gouverneur.“ „Was?!“  schrie der Verurteilte. „War dieser mit den Kleidern eines Pfarrers der Gouverneur?“ „Ja, er war es“, antwortete der Wärter. „Er hatte das Begnadigungsschreiben in seiner Tasche, aber Sie wollten ihn ja nicht einmal anhören.“ „Bitte, bringen Sie mir Schreibzeug, Tinte und Papier“, rief der junge Mann. Dann setzte er sich hin und schrieb: „Sehr geehrter Herr Gouverneur, ich muß mich sehr entschuldigen. Es tut mir leid, daß ich Sie so behandelt habe…“

Der Gouverneur erhielt den Brief, drehte ihn um und schrieb auf die Rückseite: „Kein Interesse mehr für diesen Fall.“

Es kam der Tag, an dem das Todesurteil vollstreckt werden sollte. Der junge Mann wurde gefragt: „Haben Sie noch etwas vor Ihrem Tod zu sagen?“ „Ja“, erwiderte der Todgeweihte.

"Sagt allen jungen Menschen in Amerika, das ich nicht sterben muß, weil ich ein Mörder bin. Der Gouverneur hat mich begnadigt. Ich hätte weiter leben können. Sagt Ihnen, daß ich sterben muß, weil ich in meinem Unglauben die Gnade des Gouverneurs nicht annahm."

Lieber Leser, wenn du einmal nicht in den Himmel aufgenommen wirst, dafür aber ins Totenreich gehst, dann liegt es nur daran daß du Gottes Angebot der Gnade nicht annehmen wolltest. Wenn du Jesus Christus ablehnst, was kann Gott dann noch tun? Damit lehnst du die Rettung deines Lebens und die ewige Glückseligkeit ab (Joh 3,16-19; 5,24; 12,48; 16,9). Du wirst nicht verloren gehen, weil du durch die Verfehlungen deines bisherigen Lebens schuldig geworden bist. Gott kann und will alles vergeben, außer die Sünde gegen den Heiligen Geist (Mt 12,32; vgl. Apg 7,51; Hebr 10,29).

Du wirst nicht zuschanden werden, weil du die Ehe gebrochen, weil du etwas gestohlen oder weil du andere belogen oder betrogen hast. Gott kann und will auch den Ehebrechern, Mördern, den Dieben, den Lügnern und allen Sündern seine Gnade erweisen, wenn sie wahrhaftig und aufrichtig umkehren und sich bekehren, von ihren Sünden (Ps 51,15; Jes 10,21-22; 24,7; 59,20; Apg 14,15; 26,18.20; 2Kor 3,16; 1Th 1,9; 1Pt 2,25). Aber es gibt eine Sünde, die Gott nicht vergeben kann – die Ablehnung seines Sohnes Jesus Christus (Joh 16,9).

1Johannes 3,8: Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

Lieber Leser, deine ewige Glückseligkeit steht auf dem Spiel. Bekenne im Gebet zu Jesus Christus deine Sünden, mit Namen. Und nimm IHN in dein Leben auf, dann wirst du und dein Haus gerettet (Apg 11,14; 16,31). Du darfst dein Herz bei IHM ausschütten. Wie kannst du das ganz praktisch tun? Vielleicht ist es für dich eine Hilfe, wenn du mit folgenden Worten zu Jesu Christus betest: Herr Jesus Christus, ich habe heute das Angebot deiner Gnade bisher nicht angenommen. Ich weiß daß ich ohne Vergebung der Sünden verloren gehe (Mt 5,29-30; 18,14; Joh 3,15-16). Deshalb bitte ich dich um Vergebung meiner Sünden (Sage Jesus alles, was dich bewegt und belastet…). Ich glaube daß du mir vergibst und mir hilfst. Daher nehme ich dich als meinen Herrn und Retter an und bitte Dich, daß du die weitere Führung meines Lebens übernimmst. Für deine unermeßliche Gnade, Barmherzigkeit und Liebe danke ich dir. Amen!

Die Wichtigkeit der Verkündigung des Evangeliums

Röm 1,16-17; Röm 3,22; 1Kor 1,17-24; 1Th 2,1-13; Apg 16,31

Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!« (Römer 10,12-15)

Von allen Büchern in der Welt gibt es ein Buch, das Gott erhält! Dies buch der Bücher wird besteh’n. dies Buch kann nimmer untergeh’n. mein Lebensquell ward dieses Buch, es ist mein teures Bibelbuch.

Sein Geist aus diesem Buche spricht, hell leuchtet hier das wahre Licht! Wer über dieses Buch gebeugt, wird von der Wahrheit überzeugt. Und ob sein Herz auch krank und wund, an diesem Quell trinkt sich’s gesund!

In diesem Buch sein Name steht. Durch dieses Buch sein Odem weht. In diesem Buch ist eine Kraft, die aus dem Tode Leben schafft! Oh, Wort des Lebens, das du bist, dein Name heißet Jesus Christus!

Das Bibelbuch in meiner Hand hat mir gezeigt mein arm, Gewand. Es ließ, beleuchtend mich gar bald, erkennen meine Sündgestalt. Doch köstlich steht’s in diesem Buch, daß Christus meine Sünden trug!

Apg 4,12: Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!

Apg 2,21: Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.«

Wenn Sie gerrettet werden möchten, dann müßen Sie den Herrn Jesus Christus im gebet anrufen, dann werden Sie gerrettet. Und Sie müßen ihren Sünen Ihm bekennen.

 

Ich zitiere die Schlachter Version 2000, überarbeitete Fassung. Dieser Text wurde aus der Broschüre entnommen (Glaubensgemeinschaft Bekennender Christen).

 

 

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