Unfassbare Gnade bekam Ruth,...

Unfassbare Gnade bekam Ruth, auch dir, wär es annimmt!

Dein Auge sei auf das Feld gerichtet, wo sie schneiden, und geh hinter ihnen her! Habe ich nicht den Knechten geboten, daß dich niemand antasten soll? Und wenn du Durst hast, so geh hin zu den Gefäßen und trinke von dem, was die Knechte schöpfen! Da fiel sie auf ihr Angesicht und neigte sich zur Erde und sprach: Warum habe ich vor deinen Augen Gnade gefunden, daß du dich um mich kümmerst, da ich doch eine Fremde bin? Da antwortete Boas und sprach zu ihr: Es ist mir alles erzählt worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tod deines Mannes, wie du deinen Vater und deine Mutter und dein Heimatland verlassen hast und zu einem Volk gezogen bist, das du zuvor nicht kanntest. Der Herr vergelte dir deine Tat, und dir werde voller Lohn zuteil von dem Herrn, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um Zuflucht zu suchen unter seinen Flügeln! Und sie sprach: Mein Herr, laß mich Gnade finden vor deinen Augen; denn du hast mich getröstet und deiner Magd freundlich zugesprochen, obwohl ich doch nicht [einmal] wie eine deiner Mägde bin! (Ruth Kap. 2. Verse 9-13)

Ruth war mit ihrer Schwiegermutter Naemi aus Moab nach Israel zurückgekehrt. Als Ausländerin und mittellose Witwe durfte sie auf den Getreidefeldern, die geerntet wurden, die liegengebliebenen Ähren auflesen.

Während sie dieser Arbeit nachging, um einen Nahrungsvorrat zu sammeln, begegnete ihr der Gutsbesitzer Boas. Er ermutigte sie weiterzumachen: «Geh ... nicht von hier weg, sondern halte dich hier zu meinen Mägden. Deine Augen seien auf das Feld gerichtet, das man schneidet.»

Ruth ist überwältigt von der Güte, die Boas ihr entgegenbringt. War sie nicht eine rechtlose Ausländerin? Trotzdem durfte sie Seite an Seite mit den Arbeiterinnen des Gutsbesitzers Ähren auflesen. Diese Zuwendung hatte sie nicht verdient. Darum fragt sie: «Warum habe ich Gnade gefunden in deinen Augen?»

Kommen wir nicht zum gleichen Schluss, wenn wir über die Güte des Herrn Jesus nachdenken? Einst waren wir ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt. Als Sünder hatten wir nichts als das göttliche Gericht verdient. Aber im Glauben an den Erlöser Jesus Christus bekamen wir Vergebung der Sünden und fanden Frieden mit Gott. Doch damit nicht genug. Durch den Herrn lernten wir Gott als unseren liebenden Vater kennen. Außerdem kümmert sich der Herr jetzt um unser geistliches Wohl, damit wir als glückliche Christen zum Himmel unterwegs sein können. Was für eine unfassbare Gnade!

 

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