Sieg über Tabak und Alkohol.

 

Überarbeiteter Text, April 2017

Ich zitiere die Schlachter Version 2000.

Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Textautor.

Sieg über Tabak und Alkohol.

Wie kann man mit Gottes Hilfe sofort völlig freiwerden von Süchten?

Weil es viele Süchte gibt, z.B. Kaffeesucht, Essensucht (Phil 3,19; vgl. Röm 16,18).

Der blaue Dunst

Wussten Sie, dass in Deutschland 25% aller Erwachsenen regelmäßig rauchen? Weitere 4% bezeichnen sich als Gelegenheitsraucher. 145 Milliarden Zigaretten werden jedes Jahr in Deutschland verqualmt. Der Staat verdient an jedem Raucher durch die Tabaksteuer jährlich ca. 13,5 Milliarden Euro. Die Kosten für die Krankenkassen durch die Folgen des Rauchens betragen jährlich ca. 18 Milliarden Euro. Davon abgesehen, werden Raucher früher zu Invaliden und sind damit nicht mehr in der Lage Versicherungsbeiträge zu bezahlen. Sie sterben jedoch im Durchschnitt 8 Jahre früher als Nichtraucher und ersparen somit dem Staat Rentenzahlungen.

Stand, von 2014

Der Name wurde frei gewählt.

Lieber Andreas!

Heute möchte ich Dir von Roland, einem 39-jährigen Kraftfahrer berichten, der täglich 60-70 Zigaretten rauchte. Er wollte vom Rauchen frei werden. Doch alles, was er probiert hatte, war umsonst. Ich fragte ihn: Möchten Sie gerne wissen, wie man mit der Hilfe Gottes sofort vom Rauchen frei wird ohne Entzugserscheinungen? 

O ja, das wollte er wissen.

Ich machte ihm zunächst klar, daß ich ihm nur den Weg zu Gott zeigen kann, der ihm auf jeden Fall helfen will und kann. Roland akzeptierte Gottes Angebot und wurde sofort völlig frei. 14 Tage später bat er Gott, ihn auch vom Biertrinken frei zu machen.

Er trank 10-14 Flaschen Bier pro Tag. Gott befreite ihn auch von dieser Abhängigkeit.

Der Arzt staunte über die starke Verbesserung der Blutwerte. Nach einem Jahr machte Ronald von dem eingesparten Geld mit seiner Frau und seinen Töchtern eine Reise.

Viele haben ein einfaches Gebet gesprochen und sind dadurch frei geworden. Ich wollte Ronald jedoch einige Hinweise geben, damit er mit Überzeugung beten kann. So lasen wir einige Bibelverse.

Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, daß er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, daß er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, daß wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben. (1Joh 5,14-15)

Gott verspricht, Gebete die seinem Willen entsprechen, zu erhören. Voraussetzung ist aber, ich habe mich zu Jesus Christus bekehrt. Aber die Gebete der Gottlosen werden nicht erhört (2Kor 3,16; vgl. Spr 15,8.29).

Warum? Weil Gott im voraus weis, wer gerettet wird und wer nicht. Oder ich sage es mal so, wer sich retten lassen will.

Dazu lesen wir in Jesaja 26,10: Wird dem Gottlosen Gnade erwiesen, so lernt er nicht Gerechtigkeit; in dem Land, wo Ordnung herrscht, handelt er verkehrt und sieht nicht die Majestät des Jachwehs.

Ich warf die Frage auf, ob es wohl Gottes Wille sei, Menschen vom Zigarettenkonsum zu befreien?

Ich fragte: Wie sehen Sie das? Ist Rauchen für den Körper schädlich?

Am Textende, mehr zum Thema: Tabak ist eine Heilpflanze. Wie gefährlich ist das Rauchen & 10 Irrtümer, über das Rauchen.

Was sagt die Bibel, über die Sucht? Die Antwort finden wir im Lukasevangelium 21,34-36: Habt aber acht auf euch selbst, daß eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt! Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen. Darum wacht jederzeit und bittet, daß ihr gewürdigt werdet, diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!

Anmerkung: d.h. Sorgen um das natürliche Leben (gr. Bios), Sorgen um den Lebensunterhalt.

Ich habe diese Frage Hunderten von Rauchern gestellt. Es gab kaum jemand, der nicht zustimmte. Jährlich sterben über ca. 5,4 Millionen Menschen an Krankheiten, die mit dem Rauchen zu tun haben.

Paulus schreibt im Römer 14,23: Wer aber zweifelt, der ist verurteilt, wenn er doch ißt, weil es nicht aus Glauben geschieht. Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde. (vgl. Apg 24,16; 1Kor 8,7-9)

Will Gott, daß wir süchtig sind? Nein! Im Gegenteil: Er will, daß wir nicht an die sucht gebunden sind. Somit ist es auch sein Wille, daß wir von der Abhängigkeit vom Tabak frei werden. Diese Erkenntnis ist sehr wichtig, weil wir dann wissen, daß Gott Jesus Christus, unser Gebet um Befreiung auf jeden Fall erhört.

Jesus Christus sagte, wessen der Sohn freimacht, der ist wirklich frei: Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei. (Joh 8,36; vgl. Röm 8,2; Gal 4,7; 5,1)

Wir sollen immer daran denken, daß Jesus auch Wein getrunken hat, aber das alles bis zu einem bestimmten Maß, denn Gott gibt uns die Freiheit, zu entscheiden, wenn wir aufhören sollten, mit dem Trinken. Und darin liegt die Freiheit. Die Bibel sagt: Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen und wegen deines häufigen Unwohlseins. (1Tim 5,23; 4,4-5; Röm 14,17-18)

Hier in diesem Vers, sagt Gott, ein wenig, und keine Flaschen.

Ich sagte zu Roland: Wenn Rauchen auch so schädlich ist, dann ist es notwendig, Jesus um Befreiung zu bitten. Diese Bitte gewährt Er uns gerne und sofort.

Aber ich muß radikal damit aufhören, sonst würde es nicht Funkzunieren. Und der alte zustand käme dann wieder, wenn ich keinen festen Willen habe.  

Meine Frage an Ronald: Darf ich fragen, ob Sie bereit sind, Gott die Sucht des Rauchens zu bekennen? Ja.  Dafür dürfen wir sehr dankbar sein.

Aber natürlich geht es auch darum, diese Sucht anschließend nicht erneut zu tun! Da Gott nicht will, daß wir weiter uns schädigen. Er ist bereit uns zu befreien, wenn wir ihn im Glauben darum bitten. Dafür haben wir seine Zusage (Joh 8,36).

Jesus sagte doch, wenn ihr glauben habt, wie ein Senfkorn, dann könnt ihr bitten was ihr wollt, und es würde geschehen (Mt 17,20; vgl. Mt 21,21-22; Lk 17,6; Mk 9,23; 1Joh 5,4).

Wann werden wir erhört?

Philipper 4,6-9: Sorgt euch um nichts; sondern in allem laßt durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus! Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht! Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut; und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

Gott erhört uns bereits während des Betens, bevor ich es ausspreche (Mt 6,8). Es gibt keine Wartezeit. Wenn unsere Bitte also bereits während wir beten erhört wird, dann können wir auch gleich dafür danken.

Ich erklärte Ronald, daß es biblische Aussagen gibt, in denen Gott uns unter einer bestimmten Bedingung etwas verspricht. Man nennt dies eine Verheißung. Es gibt Tausende Zusagen Gottes in der Bibel. Gott gab sie uns, damit wir seinen Willen und die Bedingungen kennen und es uns leicht fällt, Ihm zu vertrauen. Wenn wir Kindern etwas versprechen, rechnen sie fest damit, daß sie es auch bekommen. In unseren Gebetsanliegen dürfen und sollten wir es auch so praktizieren.

Ronald war im eigentlichen Sinn nicht gläubig. Dennoch erhörte Gott seine Gebete. Dies tat Gott sicher, um ihm seine Liebe zu zeigen und ihn dafür zu öffnen, Ihm zu vertrauen.

Wunsch oder Wille? – Vor dem Beten stellte ich Ronald noch die wichtige Frage: Möchten Sie mit dem Rauchen aufhören (Wunsch!) oder wollen Sie wirklich aufhören (Willensentscheidung!)? Ronald versicherte: „Ich will wirklich Schluß machen.“

Weiter fragte ich ihn: „Wann wollen Sie die letzte Zigarette rauchen?“ Ich erklärte ihm, daß es nicht angebracht wäre, die letzte Zigarette erst nach dem Gebet zu rauchen, wenn Gott ihn schon vorher freigemacht hat. Ronald erklärte: „Dann habe ich vorhin bereits die letzte Zigarette geraucht!“

Danach besprach ich mit ihm den Inhalt des Gebets, damit er sich entscheiden kann, ob er in diesem Sinne beten will oder nicht. Er bejahte das Gebet, bat aber, daß ich ihm das Gebet vorsprechen möge, da er sich nicht alles merken könne. Wir knieten nieder. Nachdem ich für meinen Dienst und für das besondere Anliegen um die Gegenwart Gottes gebetet hatte, beteten wir gemeinsam etwa wie folgt: Ich habe das Gebet Satz für Satz vorgesprochen und er sprach es nach.

Einschub für solche, die nicht an Gott glauben. Beten Sie doch vor dem folgenden Gebet – wenn es ihnen zusagt – zusätzlich wie folgt: Allmächtiger Gott, ich weiß nicht, ob es Dich gibt. Aber, wenn es Dich gibt, dann erhöre bitte mein Gebet, damit ich auch weiß, daß Du da bist und daß Du Dich um mich kümmerst.

Vater im Himmel, im Namen deines Sohnes Jesus Christus, ich danke Dir, daß ich mich mit meinem Anliegen an Dich wenden darf. Ich bekenne Dir, daß ich meinen Körper durch das Rauchen geschädigt habe. Ich tat das aus Unwissenheit, weil das so in der Welt vorhanden ist. Ich freue mich, daß Du mir alle Sünden vergibst durch Jesus Christus, weil ich sie dir bekenne. Denn Dein Wort verspricht: Wenn wir unsere Sünden (alle Sünden) bekennen, zu Jesus Christus, vergibst Du uns. Und kein Pastor im Beichtstuhl! Danke, daß Du mir bereits vergeben hast. Abba, Vater, ich habe noch die Not, daß ich nicht vom Rauchen loskomme. Ich habe schon viele Versuche gemacht; aber ich habe es nicht geschafft. Nun bitte ich Dich herzlich, daß Du mir das Verlangen und die Sucht nach dem Tabak vollständig wegnimmst, denn Du hast versprochen: Wen der Sohn frei macht, den macht Er wirklich frei. Da Dein Wort außerdem sagt, daß Du Bitten nach Deinem Willen erhörst und daß wir dann das Erbetene bereits besitzen, danke ich Dir jetzt, daß Du mich schon freigemacht hast. Ich will mit Deiner Hilfe nie mehr rauchen. Habe Lob und Dank für Deine gnädige Hilfe. Amen.

Als wir aufgestanden waren, gratulierte ich Ronald zu dem großen Sieg, den Gott ihm geschenkt hat und umarmte ihn. Er hatte von da ab kein Verlangen mehr nach Tabak, und keine Entzugserscheinungen. Er hat nie mehr geraucht.

Danach riet ich ihm, seinen Körper bei der Reinigung von den Giften durch viel Wassertrinken, Bewegung an der frischen Luft usw. zu unterstützen. Mancher legt an den Platz, an dem er die Zigaretten hatte, einige Haselnüsse (Nervennahrung) oder Wacholderbeeren (Blutreinigung), damit die Hand bei der eingeübten Bewegung etwas anderes vorfindet. Gut ist es auch, Räume zu meiden, wo geraucht wird. Als er jedoch nach einigen Sekunden kein Verlangen mehr nach Tabak empfand, hatte er die Gebetserhörung in der Praxis

Ronald machte vom nächsten Morgen an etwas ganz Neues. Er nahm sich täglich eine Viertelstunde Zeit in der Bibel zu lesen, und zu beten. Es darf auch eine halbe stunde, jeden Tag sein. Es stärkte ihn sehr bei seiner Entscheidung von Abhängigkeiten frei zu bleiben.

Wir dürfen und sollen, mit denselben Bibeltexten für die Befreiung von allen sündigen Neigungen beten! Auch da schenkt Gott, Jesus Christus, sofortigen Sieg über die Sünde! Erst wenn ein Mensch, zu Jesus kommt und sich bekehrt hat, erst dann ist er gerettet. Jesus sagte, das der Mensch, wenn er gerettet werden will, und in den Himmel will, dann muß er von neuem geboren werden, nämlich aus Wasser und Geist (Joh 3,3.5). Und er oder sie, brauchen dann auch keine Angst mehr zu haben, vor dem Tod.

Herr, Jesus Christus! Ich danke Dir, daß Du auch für mich gestorben und wieder auferstanden bist, nach dem Willen des Vaters. Ich bin ein Sündiger Mensch, bitte, vergib mir, alle meine Sünden auch die ich jetzt nicht weis. Komm bitte, jetzt in mein Leben und übernehme Du das Lebensroter, meines Schiffes. Ich kann mich selbst nicht retten, weil dies unmöglich ist. Denn Du starbst für alle Sünden, der du nie eine Sünde vollbrachtest. Bitte, schenke mir auch das Ewige Leben. Darum vertraue ich Dir, weil Du die Wahrheit bist. Befreie mich von der Macht des Bösen. Schenke mir Kraft, Dir nachzufolgen. Mit allem, was ich bin und habe, ergebe ich mich Dir jetzt. Ich nehme das ewige Leben an. Ich bin es nicht wert; aber ich danke Dir für dieses, übergroßes Geschenk. Amen.

Wir lasen dieses Gebet, damit Ronald sich klar werden konnte, was das bedeutet, diese einmalige Gnade. Danach knieten wir uns nieder und beteten gemeinsam laut. Ich sagte ihm, daß diese Übergabe an Jesus Christus mit einer Verlobung verglichen werden kann (2Kor 11,2) geschieht im privaten Bereich. Darauf folgte eine Zeit des näheren Kennenlernens, die Vertiefung der Beziehung, und zuletzt kommt die Hochzeit. Es gibt nämlich viele Irrlehrer in der Welt, sie Predigen nur die Sichtbare Taufe, aber sie haben keine Vergebung, weil sie denken, sie kämen ohne Jesus in den Himmel.

 

Anmerkung, zu der Verlobung:  Oder  ich (Gott) bin eifrig bemüht um euch / ich wache eifersüchtig über euch. Wie im Eifer / in der Eifersucht Gottes; d.h. in der eifersüchtigen Liebe Gottes, der die Hingabe seiner Erlösten ganz für sich haben will (vgl. 2Mo 20,5; 34,14; 4Mo 25,11; 5Mo 4,24; 6,4-5; 10,12-17; 1Kor 10,22; Jak 4,5). Oder ein. Unbefleckte(r) / züchtige / ein Gott geweihte.

So geht es auch nach diesem Gebet darum, Jesus Christus näher kennen zu lernen. Hierzu gehört: Das Lesen des Wortes Gottes in der Bibel, das tägliche Gebet, zu Ihm. Und nicht wie diese Kirchen es tun, nur am Sonntag. Ronald ist diesen Weg gegangen.

Er freute sich über die Vergebung aller seiner Schuld, die Befreiung von den Gebundenheiten, über den reichen Segen Gottes für sein Leben, die Gemeinschaft mit gleich gesinnten Christen, die Gewißheit, daß ihn die Liebe Gottes von allen Seiten umgibt und die Hoffnung auf ein ewiges Leben in der Gegenwart Gottes.

Ich wünsche Dir wertvolle Anregungen durch diese Erfahrung.

Man kann diesen Weg selbstverständlich auch allein gehen. Aber so habe ich einen Zeugen, auf dem ich mich, wenn ich Angefochten werde, berufen kann. Ronald kannte den Weg nicht und suchte Hilfe, die er auch fand.

Bernhard Schulz

Anhang:

Aber  der Tabak, war auch eine Heilpflanze, wie es auch heute noch so ist. Nur der Mensch, hat diese Pflanze mißbraucht. 

Von der Existenz der Tabakpflanzen und deren Verwendung erfuhr die Welt durch die Fahrten von Kolumbus nach Amerika. Der französische Gesandte in Portugal Jean Nicot sorgte für die Einführung des Tabaks als Heilpflanze in Frankreich, nach ihm wurde später der Gattungsname der Tabakpflanze „Nicotiana“ und gleichzeitig der wichtigste Inhaltsstoff Nikotin benannt. In Europa wurde der Tabak zunächst als Heilpflanze angebaut. Tabakblätter legte man auf offene Wunden und bei Magenbeschwerden sollte der Kranke Tabaksaft trinken. In einem Kräuterbuch aus dem Jahr 1656 ist über Tabak zu lesen: „Dieses Kraut reinigt Gaumen und Haupt, vertreibt die Schmerzen und Müdigkeit, stillt das Zahnweh, behütet den Menschen vor Pest, verjagt Läuse, heilet den Grind, Brand, alte Geschwüre, Schaden und Wunden“.

Wie viele Menschen sterben jährlich an dem Folgen des Rauchens?

Die WHO geht von über einer Milliarde Rauchern weltweit aus. Davon sterben jährlich ca. 5,4 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens, was etwa einem Todesfall alle 6 Sekunden sowie 10% aller Todesursachen weltweit entspricht.

In Deutschland geht man von ca. 19 Millionen Rauchern aus. Davon sterben jährlich ca. 110.000-140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, was etwa 300 bis 400 Menschen täglich entspricht. Ca. 3.300 - 3.400 Menschen sterben an den Folgen des Passivrauchens. 

Weiterhin geht man davon aus, daß etwas über 8% der derzeitigen Weltbevölkerung an den Folgen des Rauchens sterben wird, was ca. 500 Millionen Menschen entspricht.

Rauchen - Warum ist es so giftig?

Wer stellt sich freiwillig in den Rauch eines qualmenden Lagerfeuers? Wohl niemand. Aber Raucher machen es trotzdem. In dem Qualm, den sie einatmen, sind viele Stoffe, die einen Menschen krank machen.

Am bekanntesten ist das Nikotin. Es ist eine Droge, die süchtig macht. Außerdem schädigt Nikotin die Adern, in denen unser Blut durch den Körper läuft. Diese Adern verengen sich und verstopfen. Herzinfarkt oder Gehirnschlag können die Folge sein. Ein Gehirnschlag kann tödlich sein, er kann aber auch zu Lähmungen oder Sprachverlust führen. Die verengten Adern können auch in den Beinen Schaden anrichten. Die Beine werden nicht mehr richtig durchblutet, fühlen sich taub an und müssen - im schlimmsten Fall - amputiert werden.

 

Im Tabakrauch ist noch mehr Gift: Teer zum Beispiel. Dieser Teer, das so genannte Kondensat, gelangt in den Körper und zerstört dort die Innenwände der Lunge und der Luftröhre. Dort sind viele kleine Härchen, die sogenannten Flimmerhärchen, die dafür sorgen, daß der Dreck, der mit der Atemluft immer in die Lunge gerät, wieder aus dem Körper hinaus befördert wird. Die Flimmerhärchen werden vom Teer des Zigarettenrauchs richtig asphaltiert und kaputt gemacht. Deswegen müssen Raucher oft husten und kommen leicht ins Schnaufen.

Am Schlimmsten ist aber, daß der Rauch viele krebserregende Stoffe enthält. Diese Stoffe lagern sich im Körper ab und irgendwann wird der Mensch krank. Oft unheilbar, denn Krebs ist eine der schwersten Krankheiten, die es gibt.

Je jünger ein Raucher ist, desto schlimmer sind die Folgen, denn der Körper wächst bis zu einem Alter von 18 - 20 Jahren. Besonders groß sind die Schäden in der Lunge.

Anhang: Zehn Irrtümer übers Rauchen

Rund drei Viertel der Deutschen sind nach eigenen Angaben Nichtraucher (Statistisches Bundesamt). Eine gute Entscheidung! Darum hat BILD.de zum heutigen Weltnichtrauchertag zehn Irrtümer übers Rauchen gesammelt und gibt Tipps, wie Sie endlich Nichtraucher werden können.

1. Irrtum: Wer aufhört, nimmt zu.

Falsch! In den Wochen nach der letzten Zigarette nehmen Ex-Raucher im Durchschnitt zwei bis vier Kilogramm zu. Das liegt aber weniger an dem gesunkenen Grundumsatz ihres Körpers, als vielmehr an den Schokoriegeln und Süßigkeiten, die sie als Ersatzbefriedigung in sich hineinstopfen. Die sollte man sich besser verkneifen – und statt dessen an einer Karotte oder anderem Gemüse knabbern.

2. Irrtümer übers Rauchen

Rauchen beruhigt.

Falsch! Nikotin wirkt nur beruhigend auf Nikotinsüchtige, weil es ihre Sucht stillt. Nichtraucher bekommen von Nikotin Kopfschmerzen, ihnen wird schlecht.

3. Irrtümer übers Rauchen

Warnhinweise schrecken ab.

Leider falsch! Horror-Fotos von Raucherbeinen und Sätze wie "Raucher sterben früher" setzen Qualmer unter Streß. Die Folge: Um sich zu beruhigen, rauchen sie. Außerdem fühlen sich viele Raucher davon in die Enge getrieben und greifen aus Trotz erneut zur Zigarette.

4. Irrtümer übers Rauchen

Wer aufhört, nimmt zu

Falsch! In den Wochen nach der letzten Zigarette nehmen Ex-Raucher im Durchschnitt zwei bis vier Kilogramm zu, das liegt weniger an dem gesunkenen Grundumsatz ihres Körpers, sondern vielmehr an den Schokoriegeln, die sie als Ersatzbefriedigung in sich hineinstopfen. Und die kann man sich schließlich genauso gut verkneifen - und statt dessen an einer Karotte knabbern.

5. Irrtümer übers Rauchen

Wer aufhört, hat erst nach 15 Jahren das gleiche Herzinfarkt-Risiko wie ein Nichtraucher.

Jein! Nach Ergebnissen einer kanadischen Studie ist das Herzinfarkt-Risiko bei Wenigrauchern bereits nach drei bis fünf Jahren als Nichtraucher vollständig abgebaut. Starke Raucher, die pro Tag 20 Zigaretten und mehr rauchen, haben aber auch nach 20 Nichtraucher-Jahren ein 22 Prozent höheres Infarktrisiko als Nichtraucher.

6. Irrtümer übers Rauchen

Ab und zu mal eine Zigarette zu rauchen, ist nicht ungesund.

Wer nur auf Partys aus Geselligkeit zur Zigarette greift, lebt zwar gesünder als jemand, der jeden Tag zwei Päckchen Filterlose inhaliert. Aber auch Gelegenheitskonsum schädigt den Körper: Das Krebsrisiko steigt deutlich, die Atemwege werden angegriffen.

7. Irrtümer übers Rauchen

Teer- und nikotinarme Zigaretten sind gesünder.

Der menschliche Körper nimmt sich, was er gewohnt ist! Erfahrungen haben gezeigt, daß Umsteiger von starken auf leichte Zigaretten nachher mehr rauchen oder tiefer inhalieren, um die bisher gewohnte Nikotinzufuhr beizubehalten. Dabei werden dann entsprechend sogar mehr Schadstoffe als vorher inhaliert. Daher sind Bezeichnungen wie „light“ und „mild“ für Zigarettenmarken auch verboten worden.

8. Irrtümer übers Rauchen

Paffen ist nicht schädlich.

Ist es doch! Sogar durch das reine Paffen kann Lungenkrebs entstehen. Die Giftstoffe kommen auch über die Mundschleimhaut in den Körper.

9. Irrtümer übers Rauchen

Das Rauchen stellt bei den heutigen Anti-Baby-Pillen keine Gefahr mehr dar.

Durch das Rauchen und die gleichzeitige Einnahme der Anti-Baby-Pille besteht nach wie vor das Risiko einer Thrombose. Die möglichen Nebenwirkungen der Pille sollen trotz besserer Zusammensetzung nicht unterschätzt werden.

10. Irrtümer übers Rauchen

Ich höre lieber nach und nach auf, als mit einem Schlag aufzuhören.

Viele Menschen nehmen sich an einem Tag vor, anstatt der 30 Zigaretten nur noch fünf Zigaretten täglich zu rauchen. Diese Methode funktioniert leider nur in den wenigsten Fällen, weil man sich den ganzen Tag Gedanken um seine Zigaretten macht. Schnell ist die alte Rauchmenge wieder erreicht, weil die Lust aufs Rauchen besonders in diesem Fall stark zunimmt. Meistens gelingt es, indem man von heute auf morgen gänzlich auf das Rauchen verzichtet.

 

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