Schöpfung Gottes

 

Überarbeiteter Text, April 2017

Spuren Gottes in der Schöpfung

Ich zitiere aus der Schlachter Version 2000

Wir finden Gottes Spuren in der Schöpfung. Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. (1.Buch Mose Kap.1, Vers 1) - So lesen wir es im Schöpfungsbericht auf der ersten Seite der Bibel. Alles, was wir sehen können - Sonne, Mond und Sterne, Pflanzen, Tiere, Menschen - all das sind Spuren des Schöpfers. Und wer sich etwas intensiver mit Gottes Schöpfung befasst, der kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Jede Pflanze ist ein Wunder für sich. Dank einer eingebauten chemischen Fabrik kann sie durch die so genannte Photosynthese - Sonnenlicht in Nahrung umwandeln und so sich selber zu Leben und Wachstum verhelfen.

Oder die wunderbare Vielfalt in der Tierwelt. Über eine Million Tierarten soll es geben. Die Größten sind bis zu 30 Meter lang und wiegen über 100 Tonnen (Blauwal). Und die kleinsten einzelligen Tierchen sind kleiner als ein Millimeter und von bloßem Auge kaum mehr zu sehen (Amöbe). Da gibt es Tiere, die ihre Farbe wechseln können oder Fische die fliegen oder in 10.000 Metern Tiefe leben und leuchten wie Taschenlampen.

Oder denken wir an unser Herz - unseren Lebensmotor: Es schlägt 100.000 Mal pro Tag und pumpt dabei 5.000 Liter Blut durch unseren Kreislauf. Und das während 70, 80 oder 90 Jahren - ohne dass jemals eine Batterie ausgewechselt werden muss. Das übersteigt auch die größte Meisterleistung der Technik bei weitem.

Und wenn wir noch einen Blick in unser Sonnensystem oder ins Universum tun, dann nimmt auch unser Staunen unendliche Dimensionen an. So fliegt unsere Erde in der genau richtigen Entfernung zur Sonne, mit der genau richtigen Neigung der Erdachse, mit der genau richtigen Geschwindigkeit und Umdrehung um die Sonne, dass wir weder erfrieren noch verbrennen, sondern zu jeder Zeit des Tages und des Jahres genau die richtige Menge von Licht und Wärme vorhanden ist, dass Leben und Wachstum überhaupt möglich sind. Würde sich auch nur das Kleinste in diesem Ablauf verschieben, würde das Tod und Zerstörung bedeuten.

Und wenn wir uns jetzt noch die Entfernungen des Weltalls vorzustellen versuchen, dann müssen wir aufpassen, dass unser Hirn nicht explodiert. Die Entfernung von der Erde zur Sonne beträgt 150 Mio. Kilometer. Das ist schon ziemlich weit. Die Entfernung zum nächsten Sonnensystem muss schon in Lichtjahren gemessen werden, es sind etwa 4 Lichtjahre - das wäre, in Kilometern ausgedrückt, die Zahl 4 mit 13 Nullen = 40 Billionen Kilometer.

Ein Spiralnebel oder eine Galaxie, wie unsere Milchstrasse, enthält Milliarden von Sonnensystemen und ihre Ausdehnung misst etwa 100.000 Lichtjahre. Die nächstgelegene Galaxie befindet sich 2 Milliarden Lichtjahre entfernt. Und man schätzt, dass es im ganzen Universum etwa zwei Milliarden solcher Galaxien gibt ... Und all diese Systeme ziehen nach ganz bestimmten Gesetzmäßigkeiten sekundengenau ihre Bahnen. Und trotzdem gibt es Leute, die hier von Zufall sprechen. Das kann ich nicht verstehen, weil es Menschen sind, die nicht an einen Schöpfergott glauben.

Diese perfekte Ordnung, die wir in der ganzen Schöpfung erkennen, kann nicht Zufall sein. Durch Zufall entsteht nicht Ordnung, sondern Unordnung. Das können Sie auch in ihrem Garten ausprobieren. Überlassen Sie Ihren Garten einmal ein Jahr lang dem Zufall. Sie werden nach einem Jahr keine Ordnung antreffen, sondern ein Chaos. Die Ordnung, die wir in der Schöpfung erkennen, lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Hier war ein genialer Baumeister am Werk, der das alles geschaffen hat und damit eine nicht zu überbietende Spur seines Wesens und seiner Kraft für uns hinterlassen hat.

Der Psalmist drückt das so aus in Psalm Kap.19, Vers 2: Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände.

Wofür sind diese Spuren da?

Nicht nur, dass wir darüber staunen oder diskutieren. Diese Spuren wollen uns einen Weg zeigen. Sie wollen uns zu dem Ziel führen, das Gott für uns vorgesehen hat. - So, wie die Spur des Bergführers uns sicher zum Gipfel führt, so sicher zeigen uns Gottes Spuren den Weg zum Glauben, zur Vergebung, zum ewigen Leben - aber auch schon hier zu einem sinnvollen Leben auf dieser Welt. Denn, wer das Ziel kennt und weiß, wofür er lebt, der lebt sinnvoll und hoffnungsvoll.

Gottes Spuren laden uns zum Glauben ein.

Im Blick auf die Schöpfung sagt die Bibel in Römer Kap.1, Vers 20: Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben.       

Die Schöpfung weist uns auf den Schöpfer hin!

Wie kommen wir ans Ziel? - Wie bleiben wir auf der Spur?

Im Blick auf Gottes Spur in der Schöpfung heißt das, Gott bewusst zu danken für alles, was er geschaffen hat. Für die ersten Strahlen der Morgensonne; für das Pfeifkonzert der Vögel; für die Blumen am Wegrand und die bunten Schmetterlinge, die sie umtanzen. All das soll für mich Grund sein zur Freude und Dankbarkeit.

Der Psalmist hat es im Psalm Kap. 104 es so ausgedrückt:  Jachweh, wie sind deine Werke so viele! Du hast sie alle in Weisheit gemacht, und die Erde ist erfüllt von deinem Besitz. Die Herrlichkeit des Jachwehs wird ewig währen; der Jachweh wird sich an seinen Werken freuen! (Psalm Kap. 104, Verse 24.31)

Auch für mich selber kann ich dankbar sein, dass ich leben, essen, arbeiten oder den Feierabend genießen kann. Und auch wenn vielleicht nicht mehr alles so funktioniert, wie ich es mir wünsche, hat Gott auch uns einmal sehr gut geschaffen, damit wir ihn mit unserem Leben ehren.

Darum sollten wir immer wieder mit dem Psalmisten beten: Ich danke dir dafür, daß ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!  (Psalm Kap.139, Vers 14)

Auf Gottes Schöpfungsspur bleiben, heißt, dankbar sein!

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