Richtet nicht, auf das du nicht gerichtet wirst.

 

Überarbeiteter Text, April 2017

Hervorhebungen in halbfetter Schrift sind vom Textautor.

Ich zitiere aus der Schlachter Version 2000.

Lukas 6,37-38: Und richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet; verurteilt nicht, so werdet ihr nicht verurteilt; sprecht los, so werdet ihr losgesprochen werden! Gebt, so wird euch gegeben werden; ein gutes, vollgedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß schütten. Denn mit demselben Maß, mit dem ihr zumeßt, wird euch wieder zugemessen werden.

Ich möchte heute das Thema ansprechen, über das Richten, und was wir nicht tun sollten, andere zu Richten!

Das zweite Thema heißt, jede aussage von einem Menschen, muß von mindestens zwei oder drei zeugen, beruhen, bzw. bestätigt werden!

1. Richtet nicht auf das Du nicht gerichtet wirst!

Bibelverse sollten möglichst im Zusammenhang des Textes untersucht werden. Trotzdem stolpert man immer wieder über auf den ersten Blick überraschende "Gegensätze" zwischen einzelnen Bibelstellen. Diese Kontraste fordern zum Nachdenken auf – und dazu soll diese kleine Reihe beitragen.

Der Herr Jesus fordert seine Jünger in der Bergpredigt auf in, Matthäus 7,1-2: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr  zumeßt, wird auch euch zugemessen werden.

Bild-Quelle, ist von Ruth Eckstein: www.gottesbotschaft.de

Nach der Schlachter Version 2000. Psalm Kap. 119, Vers 167: Meine Seele bewahrt deine Zeugnisse Und liebt sie sehr.

Wie schnell sehen wir den Splitter, den kleinen Fehler, im Auge unseres Bruders und vergessen unseren eigenen Balken – das ist Heuchelei (Verse 3–5)! Und wie genau ist uns die Faktenlage beim Mitbruder bekannt? Kennen wir seine vielleicht guten Motive, können und dürfen wir überhaupt die Beweggründe anderer beurteilen (vgl. 1Kor 4,4-5)? Die Geschwister in Rom standen auch in Gefahr, ihre freieren Mitgeschwister zu richten (Röm 14,4.10).

Der Herr wird uns für ungerechtfertigtes, voreiliges oder überhebliches Richten zur Rechenschaft ziehen. Das sollte uns Warnung genug sein!

Unmittelbar nach der Warnung vor dem Richtgeist in Matthäus 7, 6 gibt der Herr Jesus Belehrungen, die eine Urteilsbildung erfordern, um zum Beispiel Hunde und Schweine und eine Perle die sehr kostbar ist, zu erkennen (Vers 6). Das zeigt direkt, daß das Richten, das Be- oder Verurteilen bestimmter Personen und/oder Verhältnisse durchaus nötig und biblisch ist. Dazu gehört sicher besonders das Selbstgericht (1Kor 11,29.31).

Dann sollen wir auch die Geister prüfen, ob sie aus Gott sind, wenn ja, dann ist alles gut, wenn nein, dann ist es für diese Person, sehr schlecht gestellt!

Und wenn es um Personen in der Gemeinde Jesus Christus geht, die nicht widergeboren sind, und geben vor ein "Christ" zu sein, vor solchen müssen wir uns immer hüten! Denn sie Arbeiten, bewußt oder unbewußt, für den Teufel.

Es gibt auch viele die vorgeben sie seien widergeboren, und sind es nicht, aber in Wahrheit sind sie Namenschristen!

Denn vor ein paar Jahren, ist mir aufgefallen, bei einem Bruder, der vorgab widergeboren zu sein. Und darauf hin, habe ich den Herrn Jesus im Gebet gefragt, ob er ein echter oder unechter Christ sei, und wie kann ich Prüfen ob er echt ist? Darauf gab Er Jesus durch die Bibel auch die Antwort, und dieses gebe ich jetzt auch weiter, damit der Freund es ebenfalls anwenden kann, wenn ihm bei jemand Zweifel hoch kommen!

Denn sie belügen sich selber, und andere Menschen. Und sind falsche und böse Arbeiter! Wie es geschrieben steht: Philipper 3,2:  Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf die Zerschneidung!

Anmerkung: Eine Warnung vor Irrlehrern, die die Christen ins Judentum führen wollten (vgl. Gal 1,6-9; 5,1-12; 2Kor 11,1-15).

Es stellt sich aber die Frage, wie kann ich einen echten Christen und einen unechten Christen erkennen? Nun, die Bibel gibt uns auch die Antwort!

Die erste Prüfung. 1Kor 12,1-3:  Über die Geisteswirkungen aber, ihr Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen. Ihr wißt, daß ihr einst Heiden wart und euch fortreißen ließt zu den stummen Götzen, so wie ihr geführt wurdet. Darum lasse ich euch wissen, daß niemand, der im Geist Gottes redet, Jesus verflucht nennt; es kann aber auch niemand Jesus Herrn nennen als nur im Heiligen Geist. (vgl. 1Chr 12,18; Joh 20,28; Röm 10,9; 2Kor 4,5)

Die zweite Prüfung. Lukas 20,3-4: Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen! So sagt mir: War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?   

Die dritte Prüfung. Galater 3,2:   Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben?

Und nach all diesen Prüfungen, stellte sich heraus, aus seinen eigenen Mund, daß er in Wahrheit nicht widergeboren ist! Und seit dem, meide ich ihn.

Notwendigkeit, die Geister zu prüfen!

→ 5Mo 13, 1-6; Mt 24, 4-5.11.24; 1Joh 2, 18-27; 2Joh 1, 7-11; 2Th 2, 7-12

Die vierte Prüfung. 1Johannes 4,1-3: Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht bekennt, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der  des Antichristen, von dem ihr gehört habt, daß er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt.

Anmerkung, zu dem Antichristen: Die Wahrheit hat immer ihre  »Fälscher« gehabt. So wie jeder Bürger wissen muß, wie er das Geld seines Landes erkennen kann, dafür gibt uns der Staat, ausreichend Merkmale, um echtes und unechtes Geld zu erkennen, um schwerwiegende Folgen für sein leben zu vermeiden.  und so verhältsich das mit dem Antichristen auch. So müssen wir fähig sein zu unterscheiden, woher die verschiedenen Lehren kommen, die uns angeboten werden. Darum sollten wir, wie die meisten es machen, denn sie haben alles im lichte der Bibel geprüft, ob sich das so verhält! Jede von ihnen muß geprüft werden (1Joh 4,1; 1Th 5,21-22), und das Wort gibt uns das sichere Mittel, um »falsche Münzen« zu erkennen. Nur die guten tragen den Stempel: Jesus Christus im Fleisch gekommen (1Joh 4,2-3). Und darüber hinaus, können wir immer noch den Herrn Jesus, im Gebet befragen, wenn wir unsicher sind, Er wird uns dann auch eine passende Antwort geben. Damit wir auf das Lügengewebe nicht hereinfallen, denn er der Satan, ist ja der Vater der lüge, das sollten wir immer im Auge behalten (Joh 8,44; vgl. 1Mo 3,13; Apg 5,3; Offb 12,9).

Gott sagt, die in Sünde leben wollen, so wird konkret gesagt:  1Korinther 5, 9-13:  Ich habe euch in dem Brief geschrieben, daß ihr keinen Umgang mit Unzüchtigen haben sollt; und zwar nicht mit den Unzüchtigen dieser Welt überhaupt, oder den Habsüchtigen oder Räubern oder Götzendienern; sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen. Jetzt aber habe ich euch geschrieben, daß ihr keinen Umgang haben sollt mit jemand, der sich Bruder nennen läßt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist; mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen. Denn was gehen mich auch die an, die außerhalb sind, daß ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, welche drinnen sind? Die aber außerhalb sind, richtet Gott. So tut den Bösen aus eurer Mitte hinweg!

Anmerkung, zu dem Thema, Sünde: Der Apostel Paulus behandelt bzw. Gott, nun einen sehr peinlichen Gegenstand. Außer den traurigen Spaltungen gab es in der Gemeinde von Korinth noch eine schlimme moralische Sünde, die die ganze Gemeinde verunreinigte, obwohl ein Einzelne Person sie Bestürzung hätte hervorbringen sollen, hinderte sie nicht daran, »aufgeblasen« zu sein. Das ist ähnlich, wie wenn ein aussätziger Mensch seine Krankheit vertuschen und seine Wunden unter prunkvollen Kleidern verstecken wollte. Um des Herrn willen fordert Paulus Lauterkeit und Wahrheit (1Kor 5,8). Er scheut sich nicht, dieses Böse schonungslos aufzudecken. Vor jedem Dienst und jedem christlichen Bekenntnis muß das Gewissen in Ordnung sein (1Kor 8,12; 10,29; 1Tim 1,5.19; Hebr 13,18; 1Pt 3,16; Röm 2,15; Apg 23,1). Und die Heiligkeit fordert, es, daß die Gläubigen sich nicht nur in ihrem eigenen Leben alles Bösen enthalten, sondern sich auch von Menschen trennen, die in der Sünde leben, obwohl sie sich Kinder Gottes nennen (1Kor 5,11). Was ist der Beweggrund, daß wir uns einzeln und als Gemeinde vor jeder Gemeinschaft und jeder Leichtfertigkeit mit dem Bösen hüten müssen? Auf keinen Fall ein Besser-sein-Wollen als andere, sondern der unendliche Wert des Opfers, das unsere Sünden gesühnt hat, nämlich unser geliebter Herr Jesus Christus (1Kor 5,7; vgl. 2Mo 12,15.19; 13,7; 5Mo 16,1-4; Joh 1,29; 1Pt 1,19; Offb 5,6)!

Eine solche Person kann nicht einfach unbehelligt in der Gemeinschaft der Christen bleiben, sondern muß aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Während also der Text in Matthäus 7,1-6 vor einem unbegründeten und stolzen Richten warnt, unterweisen uns andere Bibelstellen über die Notwendigkeit, sich ein Urteil zu bilden und diesem Urteil auch entsprechende Konsequenzen folgen zu lassen.

Dazu sollten wir uns immer um einen Geist der Sanftmut bemühen. Galater 6,1-5: Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und gib dabei acht auf dich selbst, daß du nicht auch versucht wirst! Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen! Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst. Jeder aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er für sich selbst den Ruhm haben und nicht für einen anderen; denn jeder einzelne wird seine eigene Bürde zu tragen haben.

Und uns vor vorschnellem Richten bewahren zu lassen! 1Korinther 4,5: Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird; und dann wird jedem das Lob von Gott zuteil werden.

Jede Sache die ein Mensch Anklagt, egal was es ist, muß auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen bestätigt werden. Wie es geschrieben steht!

»Sondern auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen soll jede Sache beruhen«

5.Buch Mose 19,15: Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemand auftreten wegen irgendeiner Schuld oder wegen irgendeiner Sünde, mit der man sich versündigen kann; sondern auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen soll jede Sache beruhen.

Matthäus 18,16: Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruht.

1. Timotheus 5,19: Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an, außer aufgrund von zwei oder drei Zeugen.

Hebräer 10,28: Wenn jemand das Gesetz Moses verwirft, muß er ohne Erbarmen sterben auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin;

Sprüche 19,5: Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lügen ausspricht, wird nicht entfliehen.

Richtet nicht auf das ihr nicht gerichtet werdet!

Warnung vor dem Richten

→ Lk 6,37-38.41-42.

Mt 7,1-6: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr zumeßt, wird auch euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen! – und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen! Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht vor die Säue, damit diese sie nicht mit ihren Füßen zertreten und sich nicht umwenden und euch zerreißen.

Lukas 6,37-38: Und richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet; verurteilt nicht, so werdet ihr nicht verurteilt; sprecht los, so werdet ihr losgesprochen werden! Gebt, so wird euch gegeben werden; ein gutes, vollgedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß schütten. Denn mit demselben Maß, mit dem ihr zumeßt, wird euch wieder zugemessen werden.

Johannes 7,24: Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern fällt ein gerechtes Urteil!

Römer 14,13: Darum laßt uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, daß dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird!

Jakobus 4,11-12: Verleumdet einander nicht, ihr Brüder! Wer seinen Bruder verleumdet und seinen Bruder richtet, der verleumdet das Gesetz und richtet das Gesetz; wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter, sondern ein Richter des Gesetzes. Einer nur ist der Gesetzgeber, der die Macht hat, zu retten und zu verderben; wer bist du, daß du den anderen richtest?

Matthäus 12,37: Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden!

Sprüche 13,3: Wer auf seinen Mund achtgibt, behütet seine Seele, wer aber immer seine Lippen aufsperrt, tut's zu seinem Unglück.

Warnung vor dem Mißbrauch der Zunge

→ Spr 10,19; Spr 18,21; Röm 3,13-14; Mt 15,18-20; Mt 12,33-37.

Jakobus 3,1-12: Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wißt, daß wir ein strengeres Urteil empfangen werden! Denn wir alle verfehlen uns vielfach; wenn jemand sich im Wort nicht verfehlt, so ist er ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib im Zaum zu halten. Siehe, den Pferden legen wir die Zäume ins Maul, damit sie uns gehorchen, und so lenken wir ihren ganzen Leib. Siehe, auch die Schiffe, so groß sie sind und so rauh die Winde auch sein mögen, die sie treiben – sie werden von einem ganz kleinen Steuerruder gelenkt, wohin die Absicht des Steuermannes will. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer – welch großen Wald zündet es an! Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt. Denn jede Art der wilden Tiere und Vögel, der Reptilien und Meerestiere wird bezwungen und ist bezwungen worden von der menschlichen Natur; die Zunge aber kann kein Mensch bezwingen, das unbändige Übel voll tödlichen Giftes! Mit ihr loben wir Gott, den Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind; aus ein und demselben Mund geht Loben und Fluchen hervor. Das soll nicht so sein, meine Brüder! Sprudelt auch eine Quelle aus derselben Öffnung Süßes und Bitteres hervor? Kann auch, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven tragen, oder ein Weinstock Feigen? So kann auch eine Quelle nicht salziges und süßes Wasser geben.

 

 

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