Nächstenliebe

Nächstenliebe

Ein Samariter aber kam auf seiner Reise in seine Nähe, und als er ihn sah, hatte er Erbarmen; und er ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und goß Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.( Lukas 10,33-34; Schl2000)

Der Herr Jesus erzählte einmal von einem Mann, der auf dem gefährlichen Weg zwischen Jerusalem und Jericho von Räubern angegriffen wurde. Sie schlugen ihn und ließen ihn halbtot liegen. Religiöse Menschen – ein Priester und ein Levit – gingen erbarmungslos an ihm vorüber. Vermutlich hatten sie Angst, sich nach dem Gesetz durch ihn zu verunreinigen. Später kam ein Samariter den gleichen Weg entlang. Er sah den Verwundeten, hatte bedingungsloses Mitleid mit ihm und leistete ihm Erste Hilfe.

Jesus Christus selbst ist dieser Samariter. Wie hat Er uns seine Nächstenliebe gezeigt! Als wir mit unserer Schuld beladen auf dem Weg ins ewige Verderben waren, überließ Er uns nicht unserem Elend. In seinem Mitgefühl erlöste Er uns und führte uns auf den Weg des Lebens. Nun fordert Er jeden von uns auf: «So geh du hin und handle ebenso!» (Lukas 10,36-37)

Nicht dass wir verlorene Menschen erretten könnten. Nein, das ist nicht möglich. Aber wir können ihnen helfen, den Heiland zu finden. Zeigen wir ihnen unser Mitgefühl? Merken sie, dass uns die Liebe des Christus drängt? Eine überhebliche oder selbstgerechte Einstellung hindert uns daran, unseren Mitmenschen echtes Mitgefühl zu zeigen und freundschaftliche Hilfe zu leisten. Als Nachfolger des Herrn dürfen wir uns nie die Frage stellen, ob jemand unsere Wertschätzung verdient hat oder nicht. Jesus Christus hat es auch nicht getan.

 

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