Kann man der Bibel wirklich vertrauen?

Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Texautor.

Ich zitiere die Schlachter Version 2000.

Überarbeiteter Text, Mai 2017

Ein sehr persönliches Buch

In der Fußgängerzone von Paris hat die französische Bibelgesellschaft einen Stand aufgebaut. Den Vorübergehenden werden Bibeln angeboten. Da kommt eine Gruppe junger Leute heran, die den Mitarbeiter hinter dem Bibelstand verspotten: «Bau deinen Laden ab! Das alte Buch ist längst überholt. Das liest doch niemand mehr!?»

Der Bibelmissionar nimmt sich den Anführer der Gruppe vor und sagt ganz freundlich zu ihm:

«Das will ich dir sagen, in diesem Buch redet Gott persönlich mit dir!» «Was mit mir? Das ist ja zum Lachen. Gib her dein Buch, das will ich sehen!» Der junge Spötter, mit Namen Philippe, greift sich eine Bibel, schlägt sie wahllos auf, liest einen Satz, wird kreidebleich und legt sie schweigend zurück.

«Was ist, Philippe», rufen die Kameraden. Er hatte aus Johannes Kap.14 den Vers 9. Vers gelesen: «Jesus spricht: Ich bin schon so lange bei euch und du kennst mich noch immer nicht, Philippe?» Autor, und Bibelverse unbekannt.

Kann man der Bibel wirklich vertrauen?

Die Archäologie bestätigt immer wieder die historischen Aussagen der Bibel.

Die Bibel erhebt den Anspruch, Offenbarung Gottes zu sein. Wenn das stimmt, muss sie Wahrheiten enthalten, die eindeutig sind und die Menschen sich nicht ausgedacht haben können.

So heißt es beispielsweise in Jesaja Kap. 41, Verse 22-23:  Sie mögen sie herbeischaffen und uns verkünden, was sich ereignen wird! Das Frühere, was ist es? Verkündet es, so wollen wir es bedenken und dessen Ausgang erkennen! Oder laßt uns hören, was kommen wird, verkündet, was künftig geschehen wird, so werden wir erkennen, daß ihr Götter seid! Ja, tut doch etwas Gutes oder Böses, so werden wir uns verwundert anschauen und es miteinander betrachten!

Anmerkung: od. Wie verhält es sich mit dem, was früher war / früher geweissagt wurde? (vgl. »Das Frühere« in Jesaja Kap. 42, Vers 9; 43,9.18; 46,9; 48,3; 65,17).

Tatsächlich enthält sie Aussagen über die Zukunft, die keine Spekulationen sind. Wir finden 6408 Verse, von denen sich 3268 bisher so erfüllt haben, von Prophezeiungen in der Bibel, die historisch nachgeprüft werden können. Die restlichen Prophezeiungen liegen noch in der Zukunft. Sie alle geben uns die Sicherheit, dass in diesem Buch tatsächlich Gott zu uns spricht. 

Mehr zu diesem Thema, finden sie im Buch, von Prof. Dr. Werner Gitt (Fragen die immer wieder gestellt werden). Bestellung zum Beispiel, beim www.clv.de oder Verlag: www.mnr.de dieses Buch kann man auch Online lesen, unter: www.clv-server.de/pdf/255127.pdf

Mehr zum Thema – Die BIBEL - Das Buch und seine Entstehung, lesen Sie bitte auf meiner Homepage.

Manche Prophezeiungen der Bibel waren zeitweise Zielscheibe von Spott und Unglauben. Sie berichten vom Untergang bedeutender Städte und Reiche der Antike. Die Existenz einiger Städte war von Kritikern der Bibel angezweifelt worden. Doch die Ausgrabungen der Archäologie haben die Zweifler verstummen lassen. Die Bibel ist ein historisch zuverlässiges Buch, dessen Genauigkeit auch die Fachwelt in Staunen versetzt.

Diese Prophezeiungen stellen für Gottesleugner eine Herausforderung dar. Könnten sie die Voraussagen widerlegen oder ihr Eintreffen verhindern, hätten sie starke Argumente gegen die Vertrauenswürdigkeit der Bibel. Tatsächlich versuchte ein römischer Kaiser aus diesem Grund eine Prophezeiung zu vereiteln:

Der Prophet Daniel kündigte im Jahr 538 v. Chr. die Zerstörung des zweiten jüdischen Tempels an, als dieser noch nicht errichtet worden war. Außerdem prophezeite er, dass der Tempel bis zum Ende der Welt verwüstet bleiben wird (Daniel 9,25-27). Jesus griff diese Prophezeiung auf und bestätigte ihre Richtigkeit (Matthäus 23,38; 24,1-2.7.15). Tatsächlich zerstörten die Römer 70 n. Chr. bei der Eroberung Jerusalems auch das Tempelgebäude. Im Jahr 135 n. Chr. schlugen sie den Aufstand des jüdischen Freiheitskämpfers Bar Kochba nieder. Danach pflügten die Römer sogar den Tempelplatz und verunreinigten ihn durch Schweineopfer. Bis dahin hatte sich Daniels und Jesu Prophezeiung exakt erfüllt.

Im Jahre 361 n. Chr. übernahm Kaiser Julian die Herrschaft im Römischen Reich. Er war ein überzeugter Heide und bekämpfte wie viele seiner Vorgänger das Christentum. Deren Verbote des christlichen Glaubens und Verfolgungen waren jedoch erfolglos geblieben. Deshalb wollte Julian den christlichen Glauben mit Vernunftsgründen widerlegen. Er stieß dabei auf die von Christus bestätigte Prophezeiung Daniels. Hier sah er die Möglichkeit, Altes und Neues Testament gleichzeitig zu entkräften.

Kaiser Julian gab deshalb den Befehl, den jüdischen Tempel wieder aufzubauen und stellte die nötigen Mittel bereit. Außerdem rief er die Juden auf, ihn zu unterstützen. Sein Vorhaben scheiterte jedoch. Die Geschichtsschreibung berichtet, dass Erdbeben und Feuersbrünste den Tempelplatz erneut verwüsteten. Juden und Römer flohen entsetzt und bezeichneten diesen Ort als verflucht. – Kaiser Julian hatte versucht, eine Prophezeiung der Bibel zu widerlegen. Aber er scheiterte kläglich. Auf seinem Totenbett gestand er: So hast du nun doch gesiegt, Galiläer! (Karl Heussi, Kompendium der Kirchengeschichte, J.C.B. Mohr-Verlag, Tübingen 1971, S. 93).

Gott teilt uns also durch die Propheten der Bibel mit, was er sich vorgenommen hat. Auch wenn er Menschen gebraucht, um uns seinen Willen und seine Pläne mitzuteilen, ist sein Wort vertrauenswürdig. Was er beschlossen hat, geschieht. Die Prophetie gibt uns Sicherheit, dass Gott durch die Schreiber der Bibel zu uns spricht.

Anhang:

Julian (Kaiser)

Bildnis Julians auf einer Münze

Flavius Claudius Iulianus (griechisch Φλάβιος Κλαύδιος Ἰουλιανός; * 331 in Konstantinopel; † 26. Juni 363 in der Nähe von Maranga am Tigris) war von 360 bis 363 römischer Kaiser. In christlichen Quellen wird er auch als Iulianus Apostata bezeichnet (griechisch Ἰουλιανὸς ὁ Ἀποστάτης ‚Julian der Apostat‘, d. h. der Abtrünnige), da er den christlichen Glauben aufgegeben hatte. Selten bezeichnet man ihn als Julian II.

Julian war ein Enkel des Kaisers Constantius Chlorus, Neffe Kaiser Konstantins des Großen und Vetter von dessen Nachfolger Constantius II., der ihn 355 zum Caesar (Unterkaiser) ernannte und ihm die Verteidigung Galliens gegen die Germanen anvertraute. Nachdem er sich bei der Erfüllung dieser Aufgabe bewährt hatte, rebellierten seine Truppen gegen Constantius und riefen Julian 360 zum Kaiser aus. Der Tod des Constantius verhinderte einen Bürgerkrieg.

Julians kurze Regierungszeit als Alleinherrscher war innenpolitisch durch seinen vergeblichen Versuch geprägt, das durch Konstantin den Großen im Reich privilegierte Christentum zurückzudrängen. Er wollte der alten römischen, besonders aber der griechischen Religion und den östlichen Mysterienkulten, im Folgenden auch vereinfachend als „Heidentum“ bezeichnet, durch staatliche Förderung wieder eine Vormachtstellung verschaffen. Julian unternahm eine große und ehrgeizige Militäroperation gegen das Sassanidenreich, in deren Verlauf er fiel. Sein Tod begrub jegliche Hoffnung auf eine Renaissance nichtchristlicher Weltanschauungen im Imperium.

 Bar-Kochba-Aufstand

 

 

Münze zum Bar-Kochba-Aufstand

Als Bar-Kochba-Aufstand bezeichnet man den jüdischen Aufstand gegen das Römische Reich von 132 bis 135 n. Chr. unter Führung von Simon bar Kochba. Nach dem ersten Jüdischen Krieg 66–73 war er, je nachdem ob man den Babylonischen Aufstand 115–117 mitzählt, der zweite oder dritte jüdisch-römische Krieg. Er führte schließlich zur Zerstörung der letzten Reste eines größeren, geschlossenen, jüdischen Siedlungsgebiets in der römischen Provinz Judäa, und löste die Diaspora des Judentums bis in die Gegenwart bzw. bis zur Gründung des Staates Israel 1948 aus.

Anlass

Welcher Anlass zum Ausbruch des Aufstandes führte, ist unklar. Einige Quellen berichten von einem allgemeinen Beschneidungsverbot sowie von Absichten, an der Stelle des im Jahre 70 zerstörten Tempels in Jerusalem ein römisches Heiligtum zu errichten, doch ist umstritten, ob diese Maßnahmen nicht eher als Strafen nach dem Krieg verfügt wurden. Einige Historiker sind der Ansicht, das Beschneidungsverbot sei ohnehin nicht ausreichend gut belegt – da man lediglich von einer Lockerung des Verbotes, das Hadrians Nachfolger Antoninus Pius verfügte, wisse, sei keineswegs eindeutig zu sagen, ob wirklich Hadrian zuvor das allgemeine Verbot erlassen hatte. Viele Forscher halten es daher für wahrscheinlicher, dass vielmehr die Errichtung einer römischen colonia namens Aelia Capitolina den Anlass für die Unruhen dargestellt habe – die Gründung dieser römischen Stadt an der Stelle von Jerusalem lässt sich durch neue Münzfunde bereits auf 131 datieren. Die Gründung einer römischen Siedlung war ursprünglich kaum als Strafe, sondern eher als wohlwollende Geste gemeint gewesen, doch hatte Kaiser Hadrian die Reaktion der Juden wohl falsch eingeschätzt. Die ältesten Quellen, Pausanias und Eusebius, führen den Aufstand lediglich ganz allgemein auf die grundsätzliche Ablehnung der römischen Herrschaft durch die Juden zurück und erwähnen keine konkreten Anlässe.

Verlauf

Rabbi Akiba, der den Aufruhr stützte, hielt Bar Kochba ("Sternensohn"; eigentlicher Name vermutlich Ben Kosiba) für den langerwarteten jüdischen Messias (vgl. 2Joh V. 7; 1Tim 4,1; 2Tim 4,3; 1Joh 4,1-3; Jes 9,14-15). Deswegen prophezeite er, dass der Aufstand erfolgreich sein werde. Trotz erheblicher Anfangserfolge der Juden endete der Aufstand in einer schweren Niederlage; er wurde auf Befehl des römischen Kaisers Hadrian durch seinen Feldherrn Julius Severus niedergeschlagen.

Etwa 580.000 Juden verloren ihr Leben, 50 Städte und 985 Dörfer wurden zerstört (so jedenfalls Cassius Dio).

Vermutlich nahmen die Römer damals auch blutige Rache für den Diasporaaufstand, der unter Kaiser Trajan letztlich zum Scheitern eines Partherkrieges geführt hatte. Aber auch die kaiserlichen Truppen scheinen aufgrund des verbissenen Widerstandes der Juden enorme Verluste erlitten zu haben. Wie groß die Rolle war, die religiöse Motive bei dem Aufstand spielten, ist in der Forschung umstritten: Außer Rabbi Akiba scheinen die meisten Schriftgelehrten eher abseits gestanden zu haben, und auch die Legenden der von den Aufständischen ausgegebenen Münzen sprechen nur von der Erlösung bzw. Befreiung Israels und Jerusalems. Die Rebellion scheint vor allem von der Landbevölkerung getragen worden zu sein.

Simon bar Kochba wurde schließlich 135 in einem Gefecht nahe der Festung von Betar, seinem letzten Rückzugsort südwestlich von Jerusalem, getötet. Viele seiner Anhänger wurden hingerichtet, unter ihnen auch Rabbi Akiba.

Im Rückblick mussten auch die überzeugtesten Anhänger von Bar Kochba davon Abstand nehmen, ihn als Messias zu sehen. Denn in der jüdischen Heilserwartung sollte das Wirken des Messias in eine Zeit des Weltfriedens münden (Mi 4,3 Schl), und alle Juden würden Gottes Gebote achten (Hes 37,24 Schl).

Folgen

Mit dem Tod Bar Kochbas war der Aufstand endgültig beendet. Jerusalem wurde vollends zerstört, Juden wurde verboten, dort zu leben. Auf den Ruinen Jerusalems wurde die römische Stadt Aelia Capitolina erbaut. An der Stelle des im Jahr 70 zerstörten jüdischen Tempels entstand ein Jupiter-Tempel. Laut Cassius Dio wurde der Jupiter-Tempel allerdings schon vorher an der Stelle des zerstörten Tempels errichtet, und dieses Sakrileg soll dann nach Ansicht vieler Forscher Auslöser des Kriegs gewesen sein.

Auch wenn die von Cassius Dio genannte Zahl von 580.000 unmittelbar bei Kämpfen Getöteter und einer unbekannten Zahl an Kriegsfolgen Umgekommener bezweifelt wird, so muss von einschneidenden Verlusten ausgegangen werden. Im ölreichen Galiläa sei in den folgenden Jahren der Ölbaum eine Seltenheit geworden und die Gefangenen seien so zahlreich gewesen, dass auf den Sklavenmärkten die Preise abgestürzt seien, so berichten (aus großem zeitlichen Abstand) Hieronymus und das Chronicon Paschale.

Bis in die Neuzeit wirkte sich der Verlust des Zentrums aus: Bereits vor dem Aufstand hatte ein Großteil der Juden außerhalb des jüdischen Kernlands gelebt. Doch infolge des Babylonischen Aufstands waren mit Alexandria und Antiochia zwei der großen Zentren des jüdischen Lebens in der Diaspora vernichtet worden. Am ehesten noch hatte sich in der Folge Galiläa den Charakter eines geschlossenen jüdischen Siedlungsgebietes bewahrt. Dort entstanden wieder erste Sammelpunkte jüdischen Lebens: Unter den Tannaiten Rabbi Meir und Schimon ben Jochai wurde in der kleinen Ortschaft Uscha in Galiläa der Sanhedrin neu begründet. Schimon ben Gamliel wurde dort erster der jüdischen Patriarchen, deren Sitz unter Jehuda ha-Nasi nach Bet Sche'arim verlegt wurde.

Die römische Provinz Judäa wurde in Syria Palaestina umbenannt und behielt diesen Namen bis zur Eroberung durch die Araber im 7. Jahrhundert.

Quellen

  • Cassius Dio: Römische Geschichte. 69.12-14,3.
  • Justin der Märtyrer: Apologien 1.31
  • Hieronymus: Commentarius in Zachariam zu 11, 5 und Commentarius in Jeremias 31, 15
  • Chronicon Paschale zur 224. Olympiade
  • de.wikipedia.org/wiki/Bar-Kochba-Aufstand
  • de.wikipedia.org/wiki/Julian_(Kaiser)

 

 

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