Ist die Seele unsterblich?

Die Angeführten Bibelverse, sind aus der Schlachter Version 2000.

Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Textautor.

Ist die Seele unsterblich?

Frage: Mich beschäftigt die Frage, ob die Seele tatsächlich unsterblich ist oder ob sie schläft.

Im Gegensatz zum Tier hat der Mensch eine unsterbliche Seele. Denn er wurde von Gott direkt und unmittelbar geschaffen.

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht! (1.Mose 1,26)

Da bildete Gott der JACHWEH den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele. (1.Buch Mose Kap. 2, Vers 7)

Und dazu mit Gottes Odem ausgestattet, was beim Tier nicht der Fall ist. Zudem wurde der Mensch als Gottes Ebenbild erschaffen und mit den Fähigkeiten des Denkens, Fühlens und Wollens ausgestattet. So kann der Mensch – im Gegensatz zum Tier – im Heute leben, über das Gestern nachdenken und das Morgen planen. Dazu hat der Mensch eine ganz andere Zielsetzung und Aufgabe als das Tier.

Das Tier – und mit ihm die ganze Schöpfung – hat die Aufgabe, die Größe Gottes aufzuzeigen und dadurch Gottes Lob zu verkündigen und gleichzeitig das Herz des Menschen zu erfreuen und zu dessen Nutzen da zu sein. (1.Mose 1,28)

Furcht und schrecken vor euch soll über alle Tiere der Erde kommen und über alle Vögel des Himmels, über alles, was sich regt auf dem Erdboden, und über alle Fische im Meer; in eure Hand sind sie gegeben! Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben. (1.Mose 9,2-3)

Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht; Alles hast du unter seine Füße gelegt: Schafe und Rinder allesamt, Dazu auch die Tiere des Feldes; Die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, Alles, was die Pfade der Meere durchzieht. (Psalm 8,7-9)

Der Mensch hingegen wurde von Gott zu dessen Ebenbild geschaffen. Diese Ebenbildlichkeit definiert auch die Aufgabe des Menschen, nämlich: in Gemeinschaft mit Gott zu leben, zu dessen Ehre und Anbetung.

So zum Beispiel, in: 1.Buch Mose 3,9. Da rief Gott der JACHWEH den Menschen und sprach: Wo bist du?

Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei. (1.Johannes 1,3-4)

Somit besteht zwischen Mensch und Tier ein gewaltiger Unterschied: Der Mensch ist für Gott geschaffen, das Tier für den Menschen. Zusätzlich ist das Tier nur für diese Zeit bestimmt, der Mensch hingegen für die Ewigkeit, wenn Er Wiedergeboren ist (Johannes 3, 1-13). Denn nicht im Unterschied zum Tier wurde – wie schon erwähnt – dem Menschen Gottes Odem eingehaucht: Da bildete  Gott der JACHWEH den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele. 1.Mose 2,7. (Vergleiche, auch: 1.Mose 3,19.23; Hiob 4,19; Hiob 33,6; Psalm 103, 14; Jesaja 64, 7; 1.Korinther 15,47; Hiob 32, 8; Hiob 33,4; Psalm 150,6; Sacharja 12,1; Prediger 9, 4-5; Jesaja 38,19; 1.Korinther 15,45)

Gottes Odem macht den Menschen zu einem einzigartigen, für die Ewigkeit bestimmten Individuum. Damit wird aber auch die Verantwortlichkeit des Menschen gegenüber seinem Schöpfer klar. Gott fordert in 1.Mose 3,9 von dem in Sünde gefallenen Menschen Rechenschaft. Er fordert auch von uns Rechenschaft, wie es in Prediger 12,14 geschrieben steht: Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse. (Vergleiche dazu: Psalm 62, 12-13; Mathäus 12,36-37; Römer 2,16; Offenbarung 20,11-12)

Sind der Odem & die Seele Identisch?

Die Antwort gibt uns Gott selber, in  Jeremia 38,16: Da schwor der König Zedekia dem Jeremia insgeheim und sprach: So wahr der Jachweh lebt, der uns diese Seele erschaffen hat, ich werde dich nicht töten, noch dich in die Hände der Männer geben, die nach deinem Leben trachten! (vgl. Jes 42,5; 57,16; Apg 17,25.28)

Bei unserem Tod ist nicht einfach alles aus und fertig. Die Heilige Schrift, kennt keinen Seelenschlaf. Vielmehr ist es so, daß unsere Persönlichkeit nicht aufhören wird zu existieren (Lukas 16,19-31; Hebräer 10,31). Aus diesem Grund warnt uns die Bibel eindringlich, unsere Verantwortung heute wahrzunehmen (Hebräer 4, 1-11)!

Über den Zustand nach unserem Tod sagt die Bibel: Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. (Hebräer 9,27) Lassen Sie uns diese ernsten Gedanken mit drei Bibelversen abschließen und ihnen Folge leisten: So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott. (2.Korinther 5,20)

Da nun noch vorbehalten bleibt, dass etliche in sie eingehen sollen, und die, welchen zuerst die Heilsbotschaft verkündigt worden ist, wegen ihres Unglaubens nicht eingegangen sind, so bestimmt er wiederum einen Tag, ein – Heute - , indem er nach so langer Zeit durch David sagt, wie es gesagt worden ist: - Heute, - wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht! (Hebräer 4,6-7)

Samuel Rindlisbacher (MNR), Überarbeiteter Text, April 2017

 

 

 

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