Gott ist Gott - Die Dreieinigkeit Gottes

 

Ich zitiere die Schlachter Version 2000.

Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Textautor.

Gott ist Gott

Die Dreieinigkeit Gottes = Vater, Sohn Jesus Christus & Heiliger Geist

Gott besteht aus einer dreieinheit, ebenso auch der Mensch. Der Mensch besteht aus: Körper (Leib), Seele (Odem) & Geist.

Frage: In letzter Zeit bin ich so im Ungewissen wegen der Dreieinigkeit Gottes. Ich würde mir nicht getrauen, den verstorbenen W. Branham als einen Irrlehrer oder falschen Propheten hinzustellen. Aber ich wurde unsicher, als ich entdeckte, daß er die Dreieinigkeit Gottes verneinte. Auf der anderen Seite aber finde ich den Ausdruck «Dreieinigkeit» tatsächlich nicht in der Schrift. Bitte helfen Sie mir.

Antwort: Eine sehr klare, aber für den Verstand restlos unbefriedigende Antwort gibt 1. Timotheus 3,16: Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht: Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, verkündigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in der Herrlichkeit. (vgl. Joh 1,14; 1Joh 1,2; Röm 16,25; Mt 3,16-17; Joh 1,33; Röm 1,4; 1Pt 1,12; Apg 10,45; 11,1.18; 13,42.48; 14,27; 15,19.23; Jes 49,6; Kol 1,6; Mk 16,19; Apg 1,11)

Wer ist hier als Gott gemeint?

Antwort: Natürlich Jachweh = Jesus Christus.

Obwohl das Wort «Dreieinigkeit» in der Bibel nicht gebraucht wird – ebenso wenig finden wir in Bezug auf Gott das Wort «Person» – lehrt und offenbart uns die Heilige Schrift doch den dreieinigen Gott. Die Dreieinigkeit besteht darin, daß in dem einen göttlichen Wesen (Gott) drei verschiedene Personen sind, nämlich Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese drei sind nach Wesen, Majestät, Wille und Eigenschaften eins. Jede dieser Personen ist demnach wahrer Gott; es sind also nicht etwa drei Götter. Bereits in 1. Mose 1,26 lehrt der Herr die Dreieinigkeit, indem Er spricht: Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!

In Epheser 4,4-6 wird von einem Geist, einem Herrn und einem Gott und Vater gesprochen. (Lesen Sie bitte auch Mt 3,16-17; 28,19; 2.Kor 13,13; Eph 2,17-18; 6,18-20; 1.Petr 1,2.)

Der Heilige Geist sollte nicht Gott sein? Wie kann Er dann «sprechen», «aussondern», «strafen», «überführen von Sünde», «verklären, Gerechtigkeit, Gericht» usw.? (vgl. u.a. Apg 13,2; Joh 16,7-14; vgl. 1Tim 1,12; 2,7; Pred 4,9)

Ich kenne diese Irrlehre, die von der Branham- Bewegung ausgeht. Aber wir müssen ihr widerstehen, denn wir glauben nach der Schrift an Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist. Also an einen Gott. Die Dreieinigkeit wird von den meisten Irrlehren geleugnet, so auch von den Zeugen Jehovas. Sie spotten und lästern sogar und reden von drei Göttern. Denn in ihrer begrenzten Aufnahmefähigkeit, die uns allen nun einmal durch die innewohnende Sünde zu Eigen ist, können sie es verstandesmäßig nicht fassen, aber nur deshalb, weil sie nicht vom neuem Wiedergeboren sind. Von oben herab (Joh 3,5-6)! Sie können nicht verstehen, daß – Gott der Vater, von Ewigkeit her der Initiator unseres Heils ist, – Jachweh ist Jesus Christus in der Fülle der Zeit am Kreuz von Golgatha der Ausführende des Heilsplanes ist und – der Heilige Geist nach Epheser 1,13 der Versiegelnde des Heils in unseren Herzen ist. Der Herr Jesus Christus sagte doch, wer Ihn sieht der sieht auch den Vater, ich und mein Vater, wir sind eins (Johannes Kap. 12, Vers 45; Johannes Kap. 14, Verse 7-11).

Um das besser zu verstehen lesen den Text - Das Kind, das schon immer dar war - von Norbert Lieth.

Daraus geht auch klar hervor, daß keine Person der Gottheit von der andern getrennt sein kann und will. Man kann den Vater nicht ehren, wenn man nicht an den Sohn glaubt (Joh 5,23; vgl. Phil 2,10; 1Joh 2,23; Offb 5,13). Und man kann nicht an den Sohn glauben, wenn man ihn vom Heiligen Geist loslöst (Joh 6,63). Ist damit das Geheimnis der Dreieinigkeit erklärt? Wenn ich es Ihnen erklären könnte, dann würde ich Gott erklären, und wer Gott erklären könnte, wäre selbst Gott.

Der Kirchenvater Augustin hat sehr lange über dieses Geheimnis nachgedacht und es wurde ihm zur großen Not. Eines Tages spazierte er an der Küste des Ozeans. Da sah er einen kleinen Knaben, der fortwährend zum Meer hin und zurück rannte. Er füllte am Meer einen kleinen Eimer mit Wasser, um dieses dann schnell in ein am Strand ausgegrabenes Loch zu leeren. Augustin fragte: «Was machst du denn da, mein Junge?» Dieser erwiderte: «Ich schöpfe den Ozean leer!» Da griff sich Augustin an den Kopf und sagte zu sich selbst: Genau das gleiche Törichte tue ich ja auch, indem ich versuche, den unerschöpflichen, ewigen Ozean des Wesens Gottes erschöpfend zu erklären. Und dann betete er Gott an.

Ist Gott der Vater eine Person oder Geist?

Frage: Wie kann Gott eine Person sein, wenn Er doch Geist ist?

Antwort: Das eine schließt das andere in keiner Weise aus, denn eine Persönlichkeit ist nicht von ihrem Leib abhängig. Auch wenn ein Mensch bei seinem Tod die Leibeshülle verläßt, bleibt er trotzdem eine Persönlichkeit, allerdings in einem anderen Zustand. Was nun die erhabene Person des Ewigen betrifft, so sagt der Herr Jesus, der Sohn Gottes, von Ihm: Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Joh 4,24)

Weil nun Gott Geist ist, ist Er allgegenwärtig. Und deswegen ist das Wunder möglich, daß Gott, der Geist ist, durch Jesus Christus mittels des Heiligen Geistes in den Herzen der Gläubigen wohnt:  Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus,  von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält,  daß er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen,  daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr, in Liebe gewurzelt und gegründet, dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei, und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes. Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen. (Eph 3,14-21, vgl. Sie dazu auch Johannes 14,23).

Beweise der Existenz Gottes?

Frage: Kürzlich hörte ich die Behauptung, daß Gott sich nicht eindeutig beweisen lasse. Ich argumentierte mit dem Beweis der Natur (Jahreszeiten), und Gott ist  die Liebe; 1Joh 4,7-10.12.16; 5,3; 2Joh 1,3; Röm 5,8; Zeph 3,17; Micha 6,8; Hosea 12,7; 2Kor 13,11; Eph 2,4; 6,23; Phil 1,8; 2Th 1,3). Das Jahr hat 12 Monate, jeden Jahreszeit, Frühling hat 3 Monate. Der Sommer hat 3 Monate. Der Herbst hat 3 Monate und der Winter hat auch 3 Monate Zeit. Der Tag und die Nacht, haben 12 Stunden Zeit, usw. auch der Regenbogen, ist ein beweis Gottes, den es vor der Sintflut nicht gab (1Mo 9,13-16; vgl. Hes 1,28; Offb 4,3; 10,1). Hören Sie sich mal das Lied, von Bruce Low an – das Kartenspiel, auf meiner Homepage unter Videos zufinden. Und Gott schuf auch die Zeit, aber die wird wieder einmal verschwinden, das können Sie in der Offenbarung 10,6 nachlesen. Sind das nicht alles Gottesbeweise? Und was ist mit den Prophezeiungen?

Zum besserem Verständnis, sehen Sie sich das Video, von Prof. Dr. Werner Gitt (Kann man Gott beweisen? Der Gottesbeweis durch die Liebe. z.B. auf www.youtube.com) an.

Antwort: Der Gottesbeweis ist erstens im Gewissen der Menschen eingegraben: Weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben. Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht. (Röm 1,19-23)

Wir sind aus Gottes Hand hervorgegangen. Und zweitens ist die Schöpfung ein Beweis der Existenz Gottes!

Deshalb sagt die Schrift von den Gottesleugnern auch: Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!« Sie handeln verderblich, und abscheulich ist ihr Tun; da ist keiner, der Gutes tut. Der Jachweh schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, allesamt verdorben; es gibt keinen, der Gutes tut, auch nicht einen einzigen!  (Psalm 14,1-3)

Ob man nun Gott lediglich in frage stellt oder regelrecht leugnet, ist letztlich einerlei.

Warum nennt die Bibel einen solchen Menschen einen Toren?

Nicht nur, weil er seine Augen für die Werke der Schöpfung verschließt oder sein Gewissen abgetötet hat, sondern weil er gerade mit seiner Leugnung Gott einen zusätzlichen Existenzbeweis erbringt.

Denn jemand, der nicht existiert, muß nicht geleugnet werden!

Oder ist derjenige etwa nicht ein Tor, der in einem mit Tisch und Stühlen möblierten Zimmer sitzt und fortwährend behauptet: «Es gibt hier keinen Tisch und keine Stühle!»?

Der Gottesleugner ist im Grunde genommen auf der Flucht vor der Tatsache, um die er tief in seinem Herzen weiß, daß er letztlich eben doch mit dem Gott konfrontiert wird, den er leugnet.

Zwar wird es in jener Stunde der letzten Abrechnung Himmel und Erde erlaubt werden, vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, zu fliehen (Offb 20,11 ), nicht aber dem Sünder. Wohl dem, der nicht von Gott weggerannt, sondern durch den Herrn Jesus Christus zu Ihm hin geflüchtet ist! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. (Kolosser 3,3)

Ändert Gott Seine Absichten?

Frage: Die Bibel bezeugt uns wiederholt, daß es Gott «reute» und Er sich zu einem anderen Handeln entschloß. So könnte Gott doch durch unser Gebet auch zu einer Änderung Seines Planes mit uns selbst oder mit unserem Volk kommen.

Antwort: Der ewige Gott ist unwandelbar! Das lehrt die Schrift sehr klar. Er wird in Jakobus 1,17 wie folgt erwähnt: Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. (vgl. 2Kor 4,6; 1Joh 1,5; 1Mo 1,3.16; Ps 36,10; Dan 2,22; Mal 3,6)

Und in Psalm 89,31-35 heißt es:  Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen und nicht in meinen Verordnungen wandeln, wenn sie meine Satzungen entheiligen und meine Gebote nicht beachten, so will ich ihre Abtrünnigkeit mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Schlägen; aber meine Gnade will ich ihm nicht entziehen und meine Treue nicht verleugnen; meinen Bund will ich nicht ungültig machen und nicht ändern, was über meine Lippen gekommen ist.

Wenn es Gott reute, dann immer im Blick auf die Sünde der Menschen, aber nie im Blick auf eine Tat, die Er getan hat: Als aber der Jachweh sah, daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, da reute es den Jachweh, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen. Und der Jachweh sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe!  (1.Buch Mose 6,6-7)

Damit ist nichts anderes gemeint als: Er trauerte um die Auswirkungen der Sünde in dem Menschen, den Er vollkommen gemacht hatte; es tat Ihm leid. Den Herrn kann doch nichts gereuen, was Er gemacht hat! Gott ändert Seine Pläne nicht, denn Seine Absichten sind von Anfang an bis in Ewigkeit vollkommen und makellos. Auch durch unsere Gebete können wir keine Änderung Seiner Pläne und Wege herbeiführen. Vielmehr werden wir durch das intensive Gebet verändert, so daß Gott endlich das tun kann, was Er kraft Seines Wesens immer tun will: Segnen, retten, befreien. Nie und nimmer wird der Mensch Gott ändern können!

Das zu glauben, ist eine Anmaßung ohnegleichen, die aufzeigt, daß wir Ihn, Seine heilige Majestät, noch gar nicht erkannt haben. Er ist immer der Segnende. Beispiel: Sind unbekehrte Sünder schuldig vor Gott? Ja! Will Gott denn diesen Sündern ihre Sünden nicht vergeben? Doch! Warum haben sie denn noch keine Vergebung? Weil ihnen die innere Gemütsverfassung fehlt, nämlich Busse (heißt: kehrt von Herzen um, oder Ändert eure Gesinnung) und Bekehrung. Tut ein Mensch diesen Schritt, dann empfängt er auch das, was Gott ihm längst in Jesus Christus geben wollte: Vergebung der Sünden.

Hat Gott sich denn in Beziehung auf diesen Menschen verändert? Nein, der Mensch hat sich verändert! So ist es auch bei einem Gläubigen: Will Gott ihm denn keine Erweckung schenken? Doch, Er will! Aber die dazu nötige Gemütsverfassung, das ernste Gebet, fehlt.

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist. (Offb 2,7) Das Paradies ist im Himmel!

Ist Gott grausam?

Frage: Menschen argumentieren häufig, der Gott des Alten Testamentes sei so grausam und könne mit dem des Neuen Testamentes nicht gleichgestellt werden (siehe z.B. 1.Sam 15,3; 1.Kön 18,40). Was soll man darauf antworten? Wenn Gott, einen Menschen strafen tut, dann tut Er das aus Liebe, weil Er nicht will, das irgend ein Mensch Verloren geht, das ist züchtigung (Joh 3,16; Röm 8,31-39; 1Joh 4,9-10).

Antwort: Wer Gott den Herrn grausam nennt, kennt Gott nicht und noch weniger sich selbst. Solche Menschen wissen auch nicht, daß Verderben und das zwangsläufige Gericht über die Sünde ihren Ursprung nicht im Herzen Gottes, sondern in demjenigen Menschen wohnt, der unter der Herrschaft des Teufels steht (1Joh 3,8; Joh 8,44).

Sie wissen auch nichts von der vollkommenen Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes, die Ihn zwingt, den Sünder zu vertilgen. Und noch viel weniger wissen sie, daß Gott auf eine nie zu erfassende Weise Seinen eigenen Konflikt durch Jesus Christus am Kreuz von Golgatha gelöst hat. Welchen Konflikt? Den Konflikt zwischen Seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit einerseits und Seiner brennenden Liebe zu uns andererseits.

Dieser ungelöste Konflikt kommt zum Beispiel in Hosea 11,8-9 plastisch zum Ausdruck: Wie könnte ich dich dahingeben, Ephraim, wie könnte ich dich preisgeben, Israel? Wie könnte ich dich behandeln wie Adama, dich machen wie Zeboim? Mein Herz sträubt sich dagegen, mein ganzes Mitleid ist erregt! Ich will nicht handeln nach der Glut meines Zorns, will Ephraim nicht wiederum verderben; denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, als der Heilige bin ich in deiner Mitte und will nicht in grimmigem Zorn kommen.

Das alles wissen diese Menschen nicht, sonst würden sie staunen, anbeten und begreifen, was am Kreuz von Golgatha geschehen ist, als Jesus starb. Dort vereinigten sich Gottes Heiligkeit, Gerechtigkeit und Liebe in Dem und durch Den, der für uns dahingegeben wurde. Mit anderen Worten, Gerechtigkeit und Friede – die sich sonst gegenseitig ausschließen – küßten sich (Psalm 85,11-14).

Fragen zur Schöpfung

Rationale Fragen und geistliche Antworten:

1. Frage: Woraus und in welcher Weise hat Gott die Welt geschaffen?

Antwort: Durch sprechen, z.B. 1Mo 1,3.6.9.11.14.20.24.26.28-29; 9,12.17; 17,9.15 Gott hat die Welt (den Kosmos), was die Materie anbelangt, aus dem Nichts geschaffen: Durch Glauben verstehen wir, daß die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so daß die Dinge, die man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden sind. (Hebr 11,3; vgl. 1Mo 1,1; Ps 33,6.9)

2. Frage: Wie erklärt sich die im ersten Kapitel des ersten Buches Mose geschilderte Schöpfung in sechs Tagen mit der Angabe im zweiten Kapitel, wonach die Schöpfung in einem Augenblick geschah?

Antwort: Offenbar lesen Sie da etwas falsches, denn in meiner Bibel steht in 1. Mose 2, 2:  Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Vgl. 1Mo 1,1-2,1-3)

Daraus geht klar hervor, daß Er Himmel und Erde in sechs Tagen schuf und am siebten Tage ruhte (V 3). Wir müssen die Bibel auslegen, aber nicht etwas hineinlegen, was nicht darin steht, wie es bei den Irrlehrern ist.

3. Frage: Wer von den drei göttlichen Personen – Vater, Sohn und Heiliger Geist – hat den Schöpfungsakt vollzogen?

Antwort: An dem Werk der Schöpfung war der einige Gott in Seiner Dreieinheit beteiligt, denn:  Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah, daß das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag. (1.Mo 1,2-5) Wir müssen immer daran denken, daß Gott der Vater, der alles durch Jesus Christus geschaffen hat (vgl. Joh 5,19; Hebr 1,2.10; 11,3; Joh 1,1-3; Kol 1,16). Es war eine Dreieinheit, die alles geschaffen hatte.

4. Frage: Wie kann man erklären, daß nach der Bibel Gott das Licht am ersten Schöpfungstag schuf und dadurch die Scheidung von Tag und Nacht bewirkte, während Sonne, Mond und Sterne erst am vierten Tag geschaffen wurden?

Antwort: Sonne, Mond und Sterne sind nicht das Licht, das Gott in 1. Mose 1,3 schuf. Dieses Licht ist völlig unabhängig von Sonne, Mond und Sternen. Im übrigen ist die Urquelle des Lichtes nicht ein Planet oder irgendein Stern, sondern eine Person, nämlich Jesus Christus selbst, der da sagt: Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. (Joh 8,12; 9,5; Jes 60,1; Eph 5,14)

Und in Offenbarung 21,23 lesen wir:  Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, daß sie in ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. (vgl. Joh 1,4; Offb 21,11; Jes 60,19)

Sind Gott und Allah identisch?

Frage: Durch gebildete Islamkenner, christliche Theologen, wurde ich darauf hingewiesen, daß die Bezeichnung «Allah» die gleiche Wurzel habe wie das hebräische «Elohim, al eloh», aus dem bei den Arabern «Allah» wurde. Zudem führen die Araber bekanntlich ihre Abstammung auf Abraham zurück, die sie mit großem Fanatismus verteidigen. Bedeutet dies alles, daß Gott und Allah identisch sind?

Antwort: Nein! Gott und Alla sind nicht, überhaupt nicht, identisch. Der Gott der Moslems, ist eine von mehreren arabischen Gottheiten (Götze). Er ist also nicht der Gott der Bibel und nicht der Vater unseres Herrn Jesus Christus, sondern ein heidnischer Götze (Ps 96,5; 115,4-8; Jes 42,5.8). Das hin und wieder gehörte Argument, das Wort «Allah» habe die gleiche Wurzel wie das hebräische «Elohim», erhärtet diese Tatsache. Daran erkennen wir nämlich den Nachahmer Gottes, Satan. Daß die Araber ihre Abstammung auf Abraham zurückführen, sagt in diesem Zusammenhang nichts aus, sondern unterstreicht das Gesagte: Es ist der Versuch des Seelenmörders von Anfang, die Wahrheit durch perfekte Lüge zu imitieren. Zurück zur Nachahmung Satans:  Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen!  Denn es muß unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.  (2Thess 2,3-4)

Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache. (Offb 13,11)  

Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. (2.Kor 11,14)

Frage: Warum schuf Gott den Satan, zumal Er doch wußte, daß die Menschen durch ihn verführt und von Gott hinweg in die Finsternis gebracht würden?

Antwort: Die Menschen lassen sich verführen, und (z.B. Hi 1,6-9; Mt 4,1.5.8.11; Joh 12,31; 14,30; 16,11) nicht anders herum (Jak 1,13-15). Gott hatte den Satan nicht geschaffen, sondern, er war zuerst ein schützender Cherub (Hes 28,13-15). Bis zum Tag, wo Gott, in dem Cherub Sünde gefunden wurde (Hes 28,15). Im Anfang hatte er nicht diesen Namen, sondern erst viel später, z.B. Satan, Teufel, Fürst usw.  

Wenn wir Gott in Seinem Tun begreifen und ergründen könnten, dann wären wir ja wie Gott! Im Übrigen scheint in Ihrer Frage eine geheime Empörung gegen Gott versteckt zu sein. Wahrscheinlich sind Sie noch ein ungebrochener Mensch und leben in Sünde. Und dafür soll nun der lebendige Gott verantwortlich sein? Lesen Sie mal den bericht, auf meiner Homepage – O Gott, warum?

Wenn meine Vermutung zutrifft, sind Sie erblich belastet, denn schon Adam kehrte einst den Spieß gegen seinen Schöpfer um und sagte: Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß! (1.Mo 3,12) Der Mensch, versucht immer die Schuld, einem anderen in die Schuhe zu schieben. Und so ist es bis heute, solange ich in Sünden bin, und meine Schuld noch nicht vergeben ist.   

Wer Gott gegenüber trotzig fragt «warum?», bekommt nie eine Antwort. Wer aber demütig fragt «wozu?», schaut in die Tiefen der Gottheit (1.Kor 2,10)! Satan wurde von Gott nicht als Satan, sondern als sündloser, herrlicher Glanzstern geschaffen. Auf die Frage, wie die Sünde in ihm entstanden ist, gibt die Bibel uns eine  Antwort.

Aber daß dieser Glanzstern fiel, und zwar durch die Sünde, geht aus Hes 28, 13-17, ganz deutlich hervor: In Eden, im Garten Gottes warst du; mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd, und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet. Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde. Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden, und du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt. Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit; du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt. So habe ich dich auf die Erde geworfen und dich vor den Königen zum Schauspiel gemacht. (vgl. Jes 14,12-19; 2Th 2,4)

Etwas kann ich Ihnen mit großer Gewißheit sagen: Satan ist längst besiegt  durch das Sterben von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha (Kol 2,15; Lk 10,19; Joh 12,31; Hebr 2,14)! Kein Mensch muß in der Finsternis kommen, oder ewig Verlorengehen! Wer im Glaubensgehorsam auf das vollbrachte Werk des Herrn Jesus eingeht, der darf dem Vater dank sagen: Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.  (Kol 1,13-14)

Das geht aber nur, wenn ich meine Sünden, mit Namen nenne, und den Herrn Jesus beichte, im Gebet zu Ihm. Ich muß mich Bekehren!

Frage: Was hat Gott bewogen, die Welt und die Menschen zu schaffen, wenn Er doch schon vor der Grundlegung der Welt und vor der Erschaffung der Menschen wußte, daß wir den Satan, der ja auch vor der Grundlegung der Welt da war, nicht überwinden können?

Antwort:  Zum einem heißt es, daß wir sehr wohl den Satan, überwinden können. Es steht geschrieben: Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist? (1Joh 5,4-5; vgl. 1Joh 4,4; Offb 2,7.11; 1Joh 2,26)

Die Schrift sagt: Ja, o Mensch, wer bist denn du, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch das Gebilde zu dem, der es geformt hat: Warum hast du mich so gemacht? Oder hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre, das andere zur Unehre zu machen? (Röm 9,20-21; vgl. Jes 29,16; 45,9; 64,7; Jer 18,3-6; 2Tim 2,20)

Demnach ist es eine Anmaßung, den lebendigen Gott, unseren Schöpfer, nach dem Warum zu fragen. Es gibt in der Weltgeschichte nur ein einziges berechtigtes Warum: Das Warum des Herrn Jesus, als Er am Kreuz schrie:  Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme und sprach: Eloi, Eloi, lama sabachthani? Das heißt übersetzt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« (Mk 15,34)

Es gibt Geheimnisse und Tiefen Gottes, die wir Menschen mit unserem äußerst begrenzten Auffassungsvermögen nie erfassen können. Alle Ewigkeiten werden nicht genügen, um Sein Wesen erschöpfend zu erforschen und zu erkennen; denn so unendlich und ewig Er in Seinem Dasein ist, so unendlich und ewig ist Er in der Herrlichkeit Seines Wesens. Aber gerade darum ist die Botschaft des Evangeliums so kostbar: Er sandte Jesus, den teuren Heiland, der sprach:  Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? (Joh 14,9)

Und durch Jesus ist uns auch der Sieg geschenkt: Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! (1.Kor 15,57)

Frage: Ich bin römisch-katholisch erzogen worden, erfülle auch die Praktiken der katholischen Kirche, bin aber bibelgläubig und liebe Jesus von ganzem Herzen und ebenso Sein Volk Israel. Seitdem ich Rentnerin bin, studiere ich das Alte Testament, das mich, insbesondere in den Propheten, durch die vielen Hinweise auf Christus im Glauben sehr gestärkt hat. Aber was die weltgeschichtlichen Prophezeiungen angeht, kann ich nicht alles verstehen. Zum Beispiel: Wenn doch der Plan Gottes für die Welt schon vor der Zeit entstanden ist und alles nach Seinem Plan verlaufen soll, dann sind ja die Menschen eigentlich Werkzeuge zur Erfüllung Seines Planes. Ich habe mal gelesen, daß Hitler an den Juden so handeln mußte, weil sie sonst nie ins verheißene Land zurückgekehrt wären. Wenn nun jemand einen solchen oder ähnlichen Auftrag hat und ihn ausführt, damit Gottes Plan erfüllt wird, so dürfte er eigentlich von Gott nicht dafür bestraft werden. Natürlich war/bin ich keine Hitler-Anhängerin, sondern verabscheue seine Taten. Nur verstehe ich die Zusammenhänge zwischen Gottes Plan und dessen Ausführung in der Weltgeschichte nicht. Auch im Alten Testament schickte Gott kriegerische Angriffe gegen Israel, und dann wurden sie dafür zur Verantwortung gezogen.

In Ihrem Büchlein «Fragen, Fragen – 50 Antworten aus dem prophetischen Wort» (inzwischen vergriffen) heißt es auf Seite 110 auch: «Alle Nationen … müssen heute Gottes heiligen Willen vollenden …» Können Sie mir zu einem besseren Verstehen helfen?

Antwort: Zum einem steht geschrieben: Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut! (Mt 12,30; Lk 11,23; vgl. Mt 6,24; Mk 9,40; Lk 9,50; 16,13; Phil 1,15-18). Das heißt, wer nicht gegen Gott ist, der ist für Ihn. Und andersherum ebenfalls. Wir sollten Gottes vorzeitige Erkenntnis nicht mit Seinem ewigen Ratschluß verwechseln (vgl. Esra 10,3; Hi 38,2; 42,3; Ps 2,7; 33,10-11; Spr 19,21; Jes 14,26).

So wußte Gott im Voraus, daß Judas Ischariot Seinen geliebten Sohn verraten würde. Es gibt in 2. Samuel 17 sogar ein prophetisches Vorbild von ihm, nämlich Ahitophel, der den König David verriet und sich nachher erhängte (V 23). Judas Ischariot war voll verantwortlich für seinen Verrat, obwohl Gott wußte, daß er es tun würde. Sie meinen, wenn Gott alles wisse, dann seien die Menschen doch eigentlich nur Werkzeuge zur Ausführung Seines Planes. Zweifelsohne wollte Gott die Welt durch Jesus Christus mit Ihm selbst versöhnen, wird doch in Offenbarung 13,8 von Jesus als dem Lamm gesprochen:  Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist, von Grundlegung der Welt an. (vgl. Offb 17,8; Dan 12,1)

Das war Gottes Plan, doch diejenigen, die Jesus Christus verwarfen und Ihn, den Herrn der Herrlichkeit, kreuzigten, sind für ihre Tat voll verantwortlich. Denn Gott schuf den Menschen Ihm zum Bilde und stattete ihn mit Selbstbestimmungsrecht aus. Der Mensch durfte wählen zwischen Gutem und Bösem (1Mo 3,5.22; 5Mo 1,39; 1Kö 3,9), zwischen Gott und Satan.

Weshalb? Weil Gott Liebe ist und Gegenliebe erwartet. Liebe beruht nur auf Freiwilligkeit. Ob Gott vorher alles gewußt hat? Jawohl! Warum hat Er es zugelassen? Wir begeben uns auf sehr gefährliches Gelände, wenn wir versuchen, Gott zu erklären! Ich masse mir nicht an, dies zu tun. Aber ich habe vielleicht erkannt, daß der tiefste Beweggrund, weshalb der Ewige dies alles zuließ (Sündenfall und nachherige Erlösung), Seine große, unfaßbare und herrliche Liebe ist. Gott hätte Satan mit einem Hauch Seines Mundes auslöschen können. Damit wäre das Böse jedoch nicht überwunden, sondern nur verdrängt worden. Aber siehe da, der allmächtige und ewig weise Gott dokumentierte, daß das Licht stärker ist als die Finsternis. Er bewies, daß die Liebe stärker ist als der Tod und daß der heilige und gerechte Gott der einzige Gott ist, dem Ehre, Preis und Ruhm gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen!

Lesen Sie mal auf meiner Homepage, z.B. Was ist der Sinn des Lebens?

Und, Trost & Ermunterung: Können wir Gottes Wege verstehen?

Die Zerstreuung und Verfolgung Israels durch die Heiden wurde von den Propheten oftmals warnend vorhergesagt. Aber als dann die Erfüllung kam, da rief der Jachweh durch den Propheten Sacharja 1,12-17 aus.  

Die Verheißungen für Jerusalem:

Da begann der Engel des Jachwehs und sprach: Jachweh der Heerscharen, wie lange willst du dich nicht erbarmen über Jerusalem und über die Städte Judas, über welche du diese 70 Jahre zornig warst? Da antwortete der Jachweh dem Engel, der zu mir redete, mit gütigen Worten, mit tröstlichen Worten. Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Verkündige und sprich: So spricht der Jachweh der Heerscharen: Ich eifere für Jerusalem und für Zion mit großem Eifer; und ich bin heftig erzürnt über die selbstsicheren Heidenvölker; denn als ich nur ein wenig zornig war, halfen sie zum Unglück!  Darum, so spricht der Jachweh: Ich habe mich Jerusalem wieder voll Erbarmen zugewandt; mein Haus soll darin gebaut werden, spricht der Jachweh der Heerscharen, und man wird die Meßschnur ausspannen über Jerusalem. Verkündige ferner und sprich: So spricht der Jachweh der Heerscharen: Meine Städte sollen wiederum von Gutem überfließen, und der Jachweh wird Zion wieder trösten und Jerusalem wieder erwählen! (Sach 1,12-17)

Dieselben Gedanken finden wir auch in Jesaja 47,6-7. Es ist deshalb völlig abwegig, anzunehmen, daß Hitler so an den Juden handeln mußte, weil sie sonst nie ins verheißene Land zurückgekehrt wären. Nein, es ist gerade umgekehrt: Da Satan wußte (durch die Staatsgründung 1948), wie nahe die Wiederherstellung Israels war, wollte er dem Vorhaben Gottes zuvorkommen und betrieb durch Hitler und die Nazis die «Endlösung». Gott aber hielt bewahrend Seine Hand über den Überrest Seines Volkes. Über allem steht jedoch der unerforschliche, heilige Ratschluß Gottes.

Denn so spricht der Jachweh der Heerscharen: Nachdem die Herrlichkeit, hat er mich zu den Heidenvölkern gesandt, die euch geplündert haben; denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an! (Sach 2,12; vgl. 5Mo 32,10; Ps 105,15; Apg 9,4-5)

Gott begreifen zu wollen, steht auf einem anderen Blatt. Er, der Ewige, Heilige und Allmächtige, ist nicht nur ewig in Seiner Existenz, sondern auch in Seinem Wesen.

Deshalb ruft Paulus aus: Denn Gott hat alle miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich über alle erbarme. O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß es ihm wieder vergolten werde? Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen. (Römer 11,32-36)

Wie ist Gott erfahrbar?

Frage: Bitte sagen Sie mir: Wie kann ich Gott ganz praktisch erfahren?

Antwort: Gott ist nicht durch das Gefühl, sondern durch den Glauben an Jesus Christus erfahrbar. Denn der Glaube, ist ein Erlebnis mit Gott! «Wenn mein Gefühl mir sagt tausendmal Nein, Sein Wort soll doch gewisser sein!» Ich wäre längst untergegangen, wenn ich auf meine zwar nuancierten, aber doch oft destruktiven Empfindungen abstellen würde. Allerdings ist der Glaube ein Geheimnis – und doch ist es so wundersam einfach: Sich im Geist dem starken Herrn preiszugeben. Dann wird es lebendige Erfahrung, was der Liederdichter besingt: «Sicher in Jesu Armen, sicher an seiner Brust.» Fortwährende Erfahrung wird es aber durch Bibel und Gebet. Durch die Bibel redet Gott zu Ihnen, durchs Gebet reden Sie mit Ihm. Ich empfehle Ihnen, doch einmal mein Buch «Du sollst ein Beter sein» zu lesen. Ihr Problem ist im Grunde sehr einfach: Nehmen Sie alles, was Gott Ihnen durch Jesus Christus anbietet, in kindlichem Vertrauen an, und zwar nicht mit dem Verstand, sondern etwa 30 cm tiefer: Mit dem Herzen. Der Herr sagt: Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und laß deinen Augen meine Wege wohlgefallen! (Sprüche 23,26)

Aber der Herr Jesus Christus sagte eindringlich, wer das ewige Leben haben will, muß dem Herrn Jesus Christus seine Sünden bekennen, und sich bekehren, wie geschrieben steht.

Die Notwendigkeit der Wiedergeburt

→ Joh 1,12-13; 2Kor 5,17; Gal 6,15; 1Pt 1,3.23

Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern namens Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, daß du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, daß Gott mit ihm ist. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, daß ich dir gesagt habe: Ihr müßt von neuem geboren werden! Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann das geschehen? Jesus erwiderte und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben; und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen Dingen sagen werde? Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der im Himmel ist. (Joh 3,1-13; vgl. Mt 19,16.29; 25,46; Mk 10,17; Lk 10,25; 18,30; Joh 4,14; 5,39; 6,27; 17,3; Röm 6,22-23; 1Tim 6,12.19; 1Joh 1,2; 2,25; 5,20)

Und er oder sie muß seine Sünden bekennen!

Und nur zu Jesus, denn Er starb für unseren Sünden, und niemand anders!

1Johannes 1,8-10: Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.  Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

(vgl. Röm 3,23; 7,24; Spr 20,9; Pred 7,20; Mt 3,6; Apg 19,18; Jak 5,16; Ps 32,5; Spr 28,13; 1Kor 6,11; Hebr 9,14.22; 3Mo 16,30; Ps 51,3-8)

Überarbeiteter Text, Mai 2017

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