Gott heilt jeden, der richtig glaubt.

Hervorhebungen in fetter Schrift ist vom Textautor. Ich zitiere die Schlachter Version 2000.

Gott heilt jeden, der richtig glaubt.

Predigtreihe über Einseitigkeiten:

I. WARUM WERDEN CHRISTEN KRANK?
II. WIE WERDEN CHRISTEN GESUND?
III. GOTTES HEILENDE KRAFT IST UNGEBROCHEN!

Einleitende Gedanken

Heute beschäftigen wir uns mit einem Thema, das jeden von uns betrifft – spätestens dann, wenn wir ernstlich erkranken. Also nicht bei einem Schnupfen, sondern wenn es eine Krankheit ist, die unser Leben nachhaltig beeinträchtigt.

Es ist ein ganz normaler Wunsch, dass wir Krankheiten, besonders wenn sie schwerwiegend sind, beseitigen wollen. Wer könnte das besser als Gott selbst?

Wenn jemand radikal heilen kann, dann ist es Gott selbst. Wir finden viele solche Beispiele in der Bibel. Denken wir nur an den aussätzigen Naeman, der von einem Moment auf den andern vollständig geheilt wurde.

Oder der König Hiskia, als ihm Jesaja sagte, er würde bald sterben, da weinte und flehte er vor Gott und Gott machte ihn gesund und schenkte ihm weitere 15 Jahre.

Oder die unzähligen Menschen, die Jesus während seines 3-jährigen öffentlichen Dienstes gesund machte, ja er belebte sogar Lazarus, der schon gestorben war.

Die Heilung von Menschen wurde durch die Apostel fortgesetzt. Es geschahen ganz erstaunliche Dinge.

Über das Wirken von Petrus wird berichtet:
 

Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos. Von den übrigen aber wagte keiner sich ihnen anzuschließen; doch das Volk schätzte sie hoch; und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen, so daß man die Kranken auf die Gassen hinaustrug und sie auf Betten und Bahren legte, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten auf einen von ihnen fiele. Es kamen aber auch viele aus den umliegenden Städten in Jerusalem zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, die alle geheilt wurden. (Apostelgeschichte 5, 12-16)

Und auch von Paulus wird sehr Erstaunliches berichtet:
 

Und Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus, so daß sogar Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leib zu den Kranken gebracht wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister von ihnen ausfuhren. (Apostelgeschichte 19, 11-12)

Ist das nicht fantastisch?! Ohne großes Aufhebens, ohne besondere Heilungsveranstaltungen, wurden diese Menschen gesund. Es scheint hier, also ob der Glaube dabei nicht einmal eine tragende Rolle gespielt hat.

Übrigens heilte auch Jesus viele Menschen, die nicht an ihn glaubten. Wie viel mehr, so könnten wir denken, müsste jeder, der richtig glaubt, von Gott geheilt werden. Wer aber krank bleibt, der würde zwangsläufig zu denen gehören, die nicht richtig glauben. Irgendwie wissen wir, dass das nicht so sein kann. Wir kennen genügend kranke Christen, die Jesus ganz und gar vertrauen und wir kennen genügend gesunde Christen, die es mit dem Glauben nicht ernst nehmen. Es ist eben eine einseitige Sichtweise, wenn wir meinen, dass jeder, der richtig glaubt, von Gott geheilt wird.

Genauso einseitig ist es, wenn wir behaupten, dass Gott heute nicht mehr heilen würde.
 

Wir werden diesen Fragen etwas nachgehen.
 

Bei der Vorbereitung dachte ich, dass ich allein über diesen Themenbereich eine eigene Predigreihe machen müsste. Wer weiß, vielleicht werde ich das noch tun. Heute werde ich mich darauf beschränken, diese Einseitigkeit ins rechte Licht zu rücken. Zuerst werden wir uns damit beschäftigen, warum Christen kranken werden. Dann machen wir uns Gedanken, wie Christen gesund werden und zuletzt werden wir uns in Erinnerung rufen, dass Gottes heilende Kraft ungebrochen ist.

I. Warum werden Christen krank?

Gott könnte doch seine Macht und Herrlichkeit gerade dadurch zum Ausdruck bringen, dass Christen bis ins hohe Alter gesund bleiben! Er könnte es so machen, wie damals beim Volk Israel, als er sie aus Ägypten befreite. Die Plagen kamen nur über das Volk Ägyptens. Die Israeliten wurden verschont. Der Pharao sollte dadurch merken, dass der Gott der Israeliten, der wahre Gott ist.

Gott könnte doch auch heute verhindern, dass ein Christ Krebs bekommt, dass ihm ein Kropf wächst. Er könnte verhindern, dass Christen Gehirntumore bekommen, oder dass ein Christ dement wird. Das würde mit der Zeit bestimmt auffallen, wenn Christen nicht krank würden. Wir könnten mit Christen eine rentable Krankenkasse gründen. Wir müssten praktisch nur noch für die Kosten einer Geburt aufkommen.

Selbstverständlich würden wir uns freuen, wenn Gott das so handhaben würde. Wie wir alle wissen, ist es eben nicht so. Was in Ägypten geschah, war eine einmalige historische Situation. Christen werden genauso krank wie Leute, die Jesus nicht nachfolgen.

Der Ursprung dieser Krankheiten liegt beim Sündenfall. Durch den Ungehorsam von Adam und Eva ist unser Körper dem Tod verfallen. Seit dem Sündenfall sind wir der Vergänglichkeit unterworfen. Mit der Vergänglichkeit sind Zerfall, Missbildungen und Krankheiten verbunden.

Christen sind diesem Zerfall genauso unterworfen wie Nichtchristen, denn wenn wir unser Leben Jesus anvertrauen, wenn wir uns bekehren, wird zunächst einmal unser innerer Mensch erneuert. Unser Körper wird noch nicht erlöst, er bleibt den destruktiven Folgen der Sünde unterworfen.

Paulus beschreibt das sehr deutlich:
 

Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. (Römer 8, 9-11) Das ist ein sehr großer Trost!

Der Körper bleibt also dem Tod verfallen, d.h. dass er potentiell jeder Krankheit ausgesetzt ist. Ob wir nun Christen sind oder nicht, ist in diesem Fall nicht besonders relevant.

Jesus sagte einmal: Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte. (vgl. Matthäus 5, 45)

So können wir krank oder gesund sein – das hat in der Regel mit unserem Glauben gar nichts zu tun. Es hat normalerweise damit zu tun, dass wir in dieser Welt leben.

Wenn ein Christ schwer erkrankt, würde ich nicht sofort nach einem tieferen Grund suchen. Es gibt da ja die verschiedensten Deutungsversuche und ich bin oft erstaunt, wie es Leute gibt, die zu wissen meinen, warum jemand krank geworden sein könnte. Ein Erklärungsversuch ist die Sünde. Man nimmt an, dass jemand wegen einer persönlichen Sünde krank geworden ist. Dies vermuteten auch die Jünger von Jesus bei einem blinden Mann.

Sie fragten:

Und als er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, so daß dieser blind geboren ist, er oder seine Eltern? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden!  (Johannes 9, 1-3)

Jesus antwortete, dass keine persönliche Sünde der Grund für die Blindheit sei.

Eine weiterer Grund, der vorgebracht wird, ist, dass Gott die Krankheit zur Erziehung des Betroffenen schickt. Wer von einer Krankheit betroffen ist und das hört, wird mit Recht fragen, warum er denn durch eine Krankheit lernen müsse, denn er würde es, wie andere Christen, lieber ohne Krankheit lernen.

Das alles wirkt meines Erachtens eher belastend, als befreiend auf jemand, der mit einer schweren Krankheit zu kämpfen hat. Er hat ja in der Regel schon genug an der Krankheit zu tragen, da müssen wir ihn nicht mit anscheinend geistlichen Argumenten noch tiefer hinunter stoßen.

Es gibt nämlich einen Grund, der grundsätzlich für jeden Kranken zutrifft: Er ist krank, weil das zu unserer Welt gehört, weil die Welt gefallen ist. Da kann es einfach sein, dass ich krank werde. Es kann sein, dass ich sogar eine Erbkrankheit zu tragen habe. Das gehört zum Leben in dieser Welt.

Der kranke Christ wird in seiner Krankheit bei Gott Geborgenheit finden können. Er wird lernen, durch alles Widerwärtige hindurch sich an Gott zu klammern, wie Asaphs im Psalm 73 schreibt:

Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil. (Psalm 73, 26)

Wir leben alle in diesem Spannungsfeld. Jeden von uns kann unverhofft eine schwere Krankheit treffen. Dieses Bewusstsein der Zerbrechlichkeit, löst in uns eine Sehnsucht nach Unversehrtheit und nach Unverletzlichkeit aus.

Paulus beschreibt das so:
 

Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt; und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes. (Römer 8, 22-23)

II. Wie werden Christen gesund?

Wir haben nun gesehen, dass Krankheit zunächst einmal zu dieser Welt gehört. Im Himmel wird das zum Glück völlig anders sein. Dort werden wir einen Körper bekommen, der nicht mehr krank werden wird.

So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Es gibt einen natürlichen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib. (1. Korinther 15, 42-44)

Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel.  (1. Korinther 15, 47)

Bis es soweit ist, leben wir in diesem verletzlichen und anfälligen Körper. Deshalb kann jeder von uns krank werden. Nun stellt sich die Frage, wie wir Christen gesund werden.

Wie können wir von Krankheit geheilt werden?
 

Wenn wir ganz ehrlich sind, werden wir von Krankheit durch die Errungenschaften der Medizin befreit oder Krankheiten werden zumindest gelindert. Viele würden nicht hier sitzen, wenn die Medizin nicht solche Fortschritte gemacht hätte. Viele Frauen wären bereits bei der ersten Geburt ihres Kindes gestorben. Viele Kinder hätten die ersten zwei Lebensjahre nicht überlebt. Einige von uns wären schon an Herzversagen verstorben, wenn die Ärzte nicht eingegriffen hätten. Viele von uns müssten ohne medizinische Versorgung mit starken Schmerzen und großen Einschränkungen leben. Ich könnte da mit unzähligen Beispielen fortfahren. Wir sind uns nämlich oft nicht bewusst, welchen Einfluss die Medizin auf unser Leben ausübt. Jedenfalls ist die hohe Lebenserwartung, die wir heute haben, ein Resultat des medizinischen Fortschritts.

Wir sind es gewohnt, bei gesundheitlichen Schwierigkeiten zu den entsprechenden Medikamenten zu greifen. Ich hätte da auch noch einige Tipps auf Lager, welches Medikament in welcher Situation hilfreich wäre. Und wenn wir mit unserer Hausapotheke nicht mehr weiterkommen, suchen wir einen Arzt auf. So leben wir und wir nehmen diese Hilfen ganz selbstverständlich in Anspruch – dagegen ist nichts einzuwenden. Und es gibt viele Heilkräuter, die uns unser Gott gibt. Wir müssen sie nur anwenden, und weniger auf Tappletten, was immer Gift für unseren Körper ist.

Info: z.B. Das große kleine Buch: Vergessene Hausmittel.

Kräuter-Rezeptbuch: Hausmittel & Salben, Säfte & Marmeladen, Kräuterwein & Liköre, Essig & Öl.

Heilkräuter aus dem Garten Gottes: Guter Rat aus meiner Kräuterbibel für Gesundheit und Wohlbefinden.

Paulus handhabte das seiner Zeit entsprechend genauso. Jedenfalls gab er Timotheus einen solchen Rat:

Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein um deines Magens willen und wegen deines häufigen Unwohlseins. (1.Timotheus 5, 23)

Ein Glas Rotwein am Tag ist gesund?

Einer viel zitierten dänischen Studie zufolge soll ein Glas Rotwein täglich vor dem Herzinfarkt schützen. Dem edlen Tropfen werden aber noch weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Bei der Untersuchung wurden allerdings wichtige Faktoren wie der allgemeine Gesundheitszustand der Probanden nicht berücksichtigt. Die WHO wiederum warnt vor regelmäßigem Alkoholkonsum, auch in geringen Mengen. Klar, dass im Job, im Straßenverkehr und für Risikogruppen Alkohol grundsätzlich tabu ist, aber sonst scheint Rotwein ein wahres Wundermittel zu sein.

Wovor soll der Wein schützen?

Lang ist die Liste der Beschwerden, gegen die Rotwein helfen soll und sie wird immer länger. Vor allem die Blutfließ- und Gerinnungseigenschaften werden positiv beeinflusst und somit der Abbau des schlechten LDL-Cholesterins gefördert. Das senkt das Herzinfarktrisiko. Rotwein wirkt durchblutungsfördernd und stärkt Herz und Kreislauf. Auch die Thrombosegefahr wird so reduziert. Außerdem soll er vor Krebs und Gefäßerkrankungen schützen.

Daneben werden noch jede Menge gesundheitsfördernder Wohlfühlfaktoren gelistet: Ein Glas Rotwein wirkt stressabbauend, verdauungsfördernd, karieshemmend und verlangsamt den Abbau des Glückshormons Serotonin. Natürlich ist Wein im Alltag keine Medizin, kann aber unter Berücksichtigung aller Risiken ab und zu Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Das Maß der Dinge macht's: Nur bei moderatem Genuss, das heißt bei maximal einem Glas täglich, kann man auf die positive Wirkung hoffen. Trinkt man mehr, hebt der Alkohol sie wieder auf. Außerdem sollte der Wein zum Essen getrunken werden. Die DGE empfiehlt für Männer max. 20 g Alkohol pro Tag (0,25 ml Wein), für Frauen nur die Hälfte. In Bezug auf das Suchtpotential und unter Berücksichtigung des Zusammenhangs zwischen Alkoholkonsum und bestimmtem Krebserkrankungen kann laut DGE jedoch keine regelmäßige Alkoholmenge als gesundheitlich unbedenklich bezeichnet werden. Prof. Dr. Helmut Karl Seitz vom Alkoholforschungszentrum an der der Universität Heidelberg empfiehlt deshalb, mindestens zwei alkoholfreie Tage pro Woche einzulegen.

Was ist drin im Wein?

Es sind verschiedenste Inhaltsstoffe, die dem Rotwein quasi medizinische Qualitäten aus der Natur-Apotheke verleihen: Vitamine und Mineralien wie Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer und Mangan. Aber auch Polyphenole, sekundäre Pflanzenstoffe, die schon den Rebstock vor Krankheiten schützen und bei der Weinherstellung in diesen übergehen, ohne ihre medizinische Wirkung zu verlieren, tragen ihren Teil dazu bei.

Der Phenolgehalt im Wein variiert je nach Anbaugebiet und Herstellung. Dass er gerade im Rotwein hoch ist, liegt daran, dass anders als beim Weißwein bei der Herstellung Stiele, Schalen und Kerne mitgekeltert werden, in denen die Phenole vor allem stecken. Eine andere Studie zeigt, dass auch die Art der Lagerung Einfluss auf die Phenolmenge hat. So sind in Eichenfässern gelagerte Rotweine noch wirkungsvoller, da sie Tannine enthalten.

Eines der Phenole, das Resveratrol, scheint eine wahre Wunderwaffe zu sein, da es einen hemmenden Einfluss auf die Tumorentstehung besitzen soll (Quelle: Kasper: Ernährungsmedizin und Diätik, 11. Auflage). Vor allem aber haben die Phenole antioxidative Eigenschaften, das heißt, sie wirken der Verklebung von Blutplättchen und Fettablagerungen in den Arterien entgegen. Die feinen Kapillaren bleiben frei.

Der gefährliche LDL-Cholesterin-Wert wird gesenkt, der gute HDL-Cholesterin-Wert gehoben. Phenole verhindern den Abbau von Vitamin E, das der Körper dringend benötigt, um schädliche freie Radikale abzufangen. So wird der Entstehung von Krebs und Gefäßerkrankungen vorgebeugt. Sie sind also richtige Adern-Putzer, die die Fließfähigkeit des Blutes erhöhen und dazu beitragen, dass mehr Sauerstoff ins Gewebe gelangt. Die Haut wirkt jünger, das Hirn ist agiler. Und durch den Alkohol werden die Polyphenole im Wein konserviert. Außerdem fördert der Alkohol die Aufnahme der Substanzen durch die Darmwand ins Blut und stärkt Herz und Kreislauf. Das Besondere am Wein ist die Summe seiner gesundheitsfördernden Stoffe, die durch den Alkohol konserviert und leichter in den Körper aufgenommen werden.

Ein Glas Rotwein kann also wohl bei der Erhaltung der Gesundheit vorbeugend helfen, aber nur bei ausgesprochen moderatem Konsum und in Verbindung mit einer gesundheitsbewussten Lebensweise.

Quelle: http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/essen-trinken-ernaehrung-rotwein-8424.php

Heute würde er Timotheus den Rat geben, er soll ab und zu Rennie oder Flatulex nehmen, um seinen Magen zu beruhigen. Paulus hätte Timotheus doch auch raten können, er soll dafür beten, dass er kerngesund wird, dass seine Magenprobleme und Schwächen beseitigt würden. Er müsse nur genügend glauben, dann würde das schon klappen.

Man kann also sagen, dass Christen wie Nichtchristen durch unsere medizinischen Möglichkeiten gesund werden oder Krankheiten und Behinderungen gelindert werden.
Diese Tatsache birgt eine Gefahr in sich. Die Gefahr, dass – weil wir soviel selber machen können – wir meinen, wir bräuchten Gott in diesem Bereich unseres Lebens gar nicht.

 

Warum soll ich beten, wenn mich der Arzt gesund machen kann?
Warum soll ich Gott vertrauen, wenn der Arzt einen guten Rat weiß?

Aber Jachweh sagt etwas anderes: Er aber schrie zum Jachweh, und der Jachweh zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde das Wasser süß. Dort gab er ihnen Gesetz und Recht, und dort prüfte er sie; und er sprach: Wenn du der Stimme des Jachwehs, deines Gottes, eifrig gehorchen wirst und tust, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren faßt und alle seine Satzungen hältst, so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der Jachweh, dein Arzt! (2.Buch Mose 15,25-26)

Es kann sein, dass wir Gott nicht mehr mit der Intensität und dem Vertrauen begegnen, wie wir das ohne Medizin tun würden. Dass ihr mich nicht falsch versteht. Ich möchte nicht die Medizin abschaffen. Ich will auch nicht sagen, dass Christen nicht mehr zum Arzt gehen sollen oder wir unsere Medikamente in den Eimer werfen müssen. Ich will nur sagen, dass wir trotz der medizinischen Möglichkeiten lernen müssen, ganz und gar Gott zu vertrauen. Ich will sagen, dass wir auch heute hoffen können, dass uns Gott heilt, so wie es der Medizin nicht möglich ist – nämlich rezeptfrei und ohne Nebenwirkungen. Wir können auch die Leistungen der Medizin und der Ärzte dankbar aus Gottes Hand nehmen. Es ist dieselbe Gefahr, die darin liegt, wenn wir viel Geld haben – dann können wir uns auch aus der Abhängigkeit von Gott lösen.

 Die Bibel berichtet über einen der schwer Krank wurde und aus welchen Grund:

Zu Asas muss gesagt werden, weshalb er schwer Krank wurde, er war offensichtlich gegen Israel. Er nahm auch schätze aus dem Tempel des Jachwehs. Und er brach den Bund mit Israel, deshalb musste er sterben und er suchte nicht  den Gott Israels. Sondern er suchte Hilfe bei den Ärzten. 

2.Chronik 16,11-12: Und siehe, die Geschichte Asas, die frühere und die spätere, ist aufgezeichnet im Buch der Könige von Juda und Israel. Und Asa wurde krank an seinen Füßen im neununddreißigsten Jahr seines Königreichs, und seine Krankheit war sehr schwer; doch suchte er auch in seiner Krankheit nicht den Jachweh, sondern die Ärzte. (vgl. 1.Könige 15,24)

Natürlich soll ich in erster Linie den Gott Israels (Jachweh) aufsuchen, damit mir geholfen wird wenn ich Krank bin. Aber Gottes Wege sind manchmal unergründlich, wenn Er das zulässt, und ich werde Krank und so doch ins Krankenhaus muss, dann deshalb um von der Frohen Botschaft des Evangeliums zu verkündigen, weil der HERR weis, dort liegt schon einer "der vielleicht gerettet werden möchte".  

 

Denn ich kann bezeugen, dass der Herr Jesus Christus mir meist immer geholfen hat, wenn ich in dieser Angelegenheit gebetet habe. Denn dem glaubenden ist alles möglich, wie es in der Bibel geschrieben steht: Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du glauben kannst – alles ist möglich dem, der glaubt! (Markus 9,23; vgl. 2.Chr 20,20; Mt 9,29; 17,20; Joh 11,40) 

Und alles, was ihr glaubend erbittet im Gebet, das werdet ihr empfangen! (Mt 21,22)

 

Aus meinem Persönlichen leben! 

Im Jahre November 1993 hatte ich einen Magendurchbruch erleiden müssen. Ich war damals noch kein Kind Gottes. Damals musste meine Hausärztin den Notarzt rufen. Danach war ich viele Tage auf der Intensivtherapiestation und vom Chefarzt erfuhr ich, wenn sie eine halbe stunde später gekommen wären, wäre ich schon lange Tod. Und ich hätte diese Homepage nicht gründen können. Aber Gott der Jachweh (Jesus Christus) wusste dass ich mich im Jahr März 2001 mich bekehren würde. Und deshalb hat Er mich vor dem ewigen Tod gerettet. Heute muss ich mit einem ¾ Magen leben. Erinnerung aus mein leben. 

III. Gottes heilende Kraft ist ungebrochen!

Eines dürfen wir also nicht vergessen: Gottes heilende Kraft ist ungebrochen! Ich bin der tiefen Überzeugung, dass Gott jederzeit jeden Menschen heilen kann, wenn Er (Jesus Christus) es will.

Die Frage, die sich uns stellt ist, ob wir diese Überzeugung auch praktisch anwenden. D.h. ob wir Gott noch um Heilung von Krankheiten bitten, denn wenn wir das nicht mehr tun, können wir eigentlich auch nicht erwarten, dass er heilend eingreift.

Jakobus fordert die Christen eindeutig dazu auf, dafür zu beten, dass wir gesund werden. Er schreibt:

Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.  (Jakobus 5, 16)

Wir sollen also füreinander beten, damit wir gesund werden. Ganz einfach beten! Er ermutigt dazu, aber er macht kein Versprechen, dass Heilung dadurch garantiert sei. Doch meint er, die Chancen würden gut stehen.

Er bringt dann gleich ein Beispiel für einen solchen Menschen:
 

Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir, und er betete inständig, daß es nicht regnen solle, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land; und er betete wiederum; da gab der Himmel Regen, und die Erde brachte ihre Frucht. (Jakobus 5, 17-18)

Wenn Elija das konnte, da er ein normaler Mensch war, so können wir das auch. Jakobus meint also, wir sollen von Gott erwarten, dass er körperliche Heilung schenkt.

Es gibt sogar Christen, die die Gabe der Heilung haben, wie das Paulus den Korinthern sagt:
 

Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum Nutzen verliehen. Dem einen nämlich wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber ein Wort der Erkenntnis gemäß demselben Geist; einem anderen Glauben in demselben Geist; einem anderen Gnadengaben der Heilungen in demselben Geist; einem anderen Wirkungen von Wunderkräften, einem anderen Weissagung, einem anderen Geister zu unterscheiden, einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen die Auslegung der Sprachen. (1. Korinther 12, 7-10)

Mir ist bewusst, dass es unter den Christen die Meinung gibt, dass die Gabe der Heilung heute keinem Christen mehr geschenkt würde. Diese Zeit sei vorbei, sagen sie. Diese Meinung kann ich nicht teilen. Warum soll diese Zeit vorbei sein? Wenn jemand diese Gabe hat, dann soll er sie bitte auch gebrauchen.

Vielleicht sind wir gegenüber dieser Gabe etwas zurückhaltend, weil wir Angst haben, böse Mächte könnten im Spiel sein. Das könnte tatsächlich möglich sein. Natürlich müssen wir prüfen, welche Kräfte am Werk sind, wenn jemand Menschen heilen kann. Ob der, der diese Gabe hat, wirklich in Verbindung mit Jesus steht.

Jesus sagte nämlich einmal, in Matthäus 7, 22-23.

Wie kann ich nun feststellen, ob ich jemandem vertrauen kann, der die Gabe der Heilung hat? Wie kann ich erkennen, ob er wirklich von Jesus begabt ist, oder ob da andere Mächte am Werk sind?

Paulus gibt uns die Lösung in demselben Kapitel. Bevor er über die verschiedenen Gaben spricht, sagt er:
 

Darum lasse ich euch wissen, daß niemand, der im Geist Gottes redet, Jesus verflucht nennt; es kann aber auch niemand Jesus Herrn nennen als nur im Heiligen Geist. (1. Korinther 12, 3)

Wir müssen also feststellen, wie jemand zu Jesus steht. Nun, Gott kann einen Menschen heilen und er kann es auch nicht tun. Wir werden nie erklären können, wieso er den einen gesund macht und den anderen krank lässt. Es ist sein souveränes Handeln, dem wir uns beugen müssen. Wir müssen akzeptieren, dass in dieser Welt die körperliche Gesundheit nicht im Vordergrund steht. Selbst wenn ich krank bin, bin ich von Gott geliebt und zwar nicht weniger, als wenn ich gesund wäre.

Mit Paulus müssen wir uns beugen und bekennen:
 

O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß es ihm wieder vergolten werde? Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.  (Römer 11, 33-36)

Schlussgedanke

Gott heilt jeden, der richtig glaubt! Das stimmt definitiv nicht. Das hat uns Gott nie versprochen, sonst wären alle Christen gesund. Doch was stimmt ist, dass Gott heute noch gesund macht.

Ich möchte uns ermutigen, dem Ratschlag des Jakobus zu folgen. Beten wir für unsere Kranken und für unsere Krankheiten, dass Gott Heilung schenkt. Das muss nicht ein Leben lang sein. Man muss sich vielleicht auch mit einer Krankheit abfinden können. Aber es kann sein, dass man nach Jahren wieder einen erneuten Anlauf nimmt und einige Zeit intensiv dafür betet, dass Gott gesund macht. Wenn wir das tun, machen wir bestimmt nichts Falsches. Gott wird nicht denken, dass wir ungehorsam sind. Er fühlt sich nicht beleidigt. Ich denke vielmehr, dass sich Gott geehrt fühlt, weil wir ihm dadurch zeigen, dass wir glauben, dass er jederzeit heilend eingreifen kann und dass wir der Überzeugung sind, dass seine heilende Kraft ungebrochen ist.

Vertrauen wir Gott und befolgen wir den Ratschlag des Jakobus. Beten wir mit Kranken, bitten wir für Kranke, in der Gemeinde in unseren Hauskreisen und Kleingruppen.

Jakobus sagt: Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.  (Jakobus 5, 16; vgl. 1Joh 1,9; Spr 28,13; 1Mo 20,17; Mt 21,22; 1Mo 18,32; 2Mo 32,11-14)

In diesem Sinne Amen!

Überarbeiteter Text, April 2017

 

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