Fakten über die Zeugen Jehovas

Fakten über die Zeugen Jehovas

John Ankerberg & John Weldon

Ursprünge und Lehren der Wachtturmgesellschaft

 In diesen Schriften wird die Neue-Welt-Übersetzung &

(Schlachter Version 2000, Grundtext benutzt).

Antworten auf die 21 häufigsten Fragen?

Bestell-Nr. 18766 beim Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V., Kaltenbrunnenstraße 7, 79807 Lottstetten, Tel.: (0049)077458001.

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Abkürzungen:

Schl: ……………………….Schlachter Version 2000

NWÜ:………………………Neue-Welt-Übersetzung

ZJ……………………………………Zeugen Jehovas

Anm. d. Übers………….Anmerkung der Übersetzer

Vgl…………………………………………Vergleiche

z.B……………………………………….zum Beispiel

 

Deutsche Ausgabe Verlag Mitternachtsruf

Zum Inhalt

Teil I: Einführung

1. Wer sind die Zeugen Jehovas?

2. Wer sind die führenden Köpfe der Zeugen Jehovas?

3. Welcher Art war der Einfluß der jeweiligen Präsidenten auf die Organisation?

4. Worin besteht die besondere Anziehungskraft der Zeugen Jehovas?

 

Teil II: Die Weltsicht der Zeugen Jehovas in Lehre und Praxis.

5. Worin besteht die religiöse Weltsicht der Zeugen Jehovas, und welche logischen Schlußfolgerungen ergeben sich daraus?

6. Behauptet die Wachtturmgesellschaft tatsächlich, die einzige Organisation auf Erden zu sein, durch die Gott wirkt?

7. Warum verbieten die Zeugen Jehovas den Militärdienst, den Flaggengruß, das Einhalten von Feiertagen und Bluttransfusionen?

8. Was halten Zeugen Jehovas vom Christentum?

 Teil III: Die Theologie der Zeugen Jehovas.

  9. Wie denken Zeugen Jehovas über Gott und die Lehre von der Dreieinigkeit?

10. Wie denken Zeugen Jehovas über Jesus?

11. Welche Auffassung vertreten die Zeugen Jehovas über die Erlösung?

 

Teil IV: Eine kritische Analyse:

Ist die Wachtturmgesellschaft das alleinige Sprachrohr Gottes?

12. Behaupten die Zeugen Jehovas, daß ihre Bibel (die Neue-Welt-Übersetzung oder NWÜ) präzise übersetzt ist?

13.   Was sagen anerkannte Sprachwissenschaftler über die Genauigkeit der NWÜ?

14.   Gibt es Beweise für Fehlübersetzungen in der NWÜ?

15.   Was lehrt und behauptet die Wachturmgesellschaft über Prophetie?

16.   Hat die Wachtturmgesellschaft falsche Prophezeiungen verkündet?

17.   Ist die Wachtturmgesellschaft bereit, ihre falschen Prophezeiungen zuzugeben?

18. Hat die Wachtturmgesellschaft jemals gelogen bzw. wichtige Lehren, Daten und Bibelauslegungen vertuscht und abgeändert?

19. Hat die Wachtturmgesellschaft jemals behauptet, sie hätte Ihre Informationen von Engeln oder Geistwesen erhalten?

20. Woher stammt der Name Jehova?

21. Schlußbemerkung

Literaturempfehlungen

Anhang

Teil I:

Einführung

1.   Wer sind die Zeugen Jehovas?

Es handelt sich um eine religiöse Sekte, die in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts von Charles Taze Russell gegründet wurde. Beeinflußt wurde Russell von den Lehren anderer Sekten, wie zum Beispiel der Siebenten-Tags- Adventisten und der Christadelphianer, sowie seiner eigenen Bibelauslegung.durch eine aggressive Mitgliederwerbung von Tür zu Tür und einen autoritären Führungsstil hat diese Gruppierung mittlerweile etwa drei Millionen Mitglieder in 200 Ländern.

2.   Wer sind die führenden Köpfe der Zeugen Jehovas?

Die Organisation, die auch unter der Bezeichnung Wachtturm, Bibel- und Traktatgesellschaft (Wachtturmgesellschaft) bekannt ist, wird von einer kleinen Gruppe von Männern geleitet, die über ihre etwa drei Millionen Mitgliedern absolute geistliche Macht ausüben. Angeführt wird sie von einem Weltpräsidenten auf Lebenszeit. Bisher wurde dieses Amt von vier Männern bekleidet, die jeweils einen prägenden Einfluß auf die religiösen Standpunkte der Wachtturmgesellschaft ausüben.

1Edmond Gruss, Apostles of Denial: An Examination and Expose of the History, Doctrines and Claims of the Jehovah’s Witnesses, Grand Rapids, 1972, S. 14ff.

3.     Welcher Art war der Einfluß der jeweiligen Präsidenten auf die Organisation?

Jeder Präsident regierte mit uneingeschränkter Macht. Daher war die Amtszeit dieser führenden Männer geprägt von ihrer starken Persönlichkeit und ihrer jeweiligen Bibelauslegung. Es gab bis heute vier deutlich erkennbare <<Perioden>> der Wachtturmgesellschaft, und zwar

(1) die Amtszeit von Charles Taze Russell (1872-1916),

(2) die Amtszeit von <<Richter>> Joseph F. Rutherford (1917-1942),

(3) die Amtszeit von Nathan H. Knorr (1942-1977),

(4) die Amtszeit von Frederick W. Franz (1977-1992).2

Da nach der Auffassung der Zeugen Jehovas „Gott“ selbst die Quelle ihrer Bibelauslegung und Lehren war bzw. ist, sind diese vier Perioden von Bedeutung. Wenn man sich die Amtszeiten der Präsidenten genauer ansieht, wird man die verblüffende Feststellung machen, daß jeder von ihnen die Bibel anders oder sogar im Widerspruch zu seinem jeweiligen Vorgänger ausgelegt hat. Allein durch die von diesen Männern verfaßte Literatur wird der Anspruch der Zeugen Jehovas, „Gott sei der Ursprung aller Lehren der Wachtturmgesellschaft, ad absurdum geführt.“ Nach der Bibel ist Gott nicht der Verursacher von Verwirrung:

Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, wie in allen Gemeinden der Heiligen. (1.Korinther 14,33. Schl:) 

Deshalb befindet sich die Wachtturmgesellschaft nicht unter der Führung Gottes, sondern unter der Leitung fehlbarer Menschen.

Charles Taze Russell, der Gründer der Organisation, schrieb eine neue „Bibel“ für die Gläubigen seiner Zeit, die nach seinen Angaben von „Gott“ kam, <<durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes>> (C. J. Woodworth, George H. Fisher, Herausgegeben., The Finished Mystery, Brooklyn, 1917, S. 387). Es handelte sich dabei um ein siebenbändiges Werk mit dem Titel Studies in the Scriptures.3

2Neuer Weltpräsident ist Milton G. Henschel (Anm. d. Übers.).

Seiner Meinung nach war dieses Werk von grundlegender Bedeutung für ein richtiges Bibelverständnis. In der Zeitschrift The Watchtower (Der Wachtturm) schrieb Russell, daß ohne dieses Werk Schriftstudien niemand „den göttlichen Plan allein durch Bibelstudium erkennen“ könne. Auch wenn man sein Standardwerk zehn Jahre lang gelesen hätte, dann damit aufhöre und zur <<Bibel allein>> zurückkehre, würde man <<innerhalb von zwei Jahren in die Finsternis (zurückfallen)>>. Wenn jemand dagegen nie die Bibel lese, aber das Werk von Russell, dann wäre diese Person <<nach Ablauf von zwei Jahren im Licht, weil sie das Licht der Heiligen Schrift empfangen hätte>> (The Watchtower, 15. 09.1910, S. 298). Mit anderen Worten behauptete Russell, ein neuer, unter „göttlicher“ Führung stehender Ausleger sei nötig, um die Bibel richtig zu verstehen. Aus seiner Sicht war er dieser Ausleger.

Heute befindet sich die Wachtturmgesellschaft jedoch zu einer Vielzahl der von Russell formulierten Lehren und „gottgegebenen Auslegung“ im Widerspruch. Der wahre, „von Gott gegebene Ausleger“ hat sich verändert, denn es ist nicht mehr Russell, sondern die Wachtturmgesellschaft. Diese beansprucht für sich die gleiche Autorität wie Russell damals, nämlich daß nur ihre Bibelauslegungen maßgebend sind, und daß das Studium der Bibel ohne ihre Hilfe einen Menschen in Finsternis und Häresie fallen läßt. So verurteilt die Zeitschrift der Wachtturm diejenigen, <<die behaupten, es genüge, allein die Bibel zu lesen, sei es alleine oder zu Hause in kleinen Gruppen … durch ein solches <<Bibellesen>> fallen sie zurück in die abtrünnigen Lehren, die vor hundert Jahren in den Kommentare des christlichen Klerus verkündet wurden>> (The Watchtower, 15. August 1981, S. 28f.).

Das Werk ist auch in deutscher Sprache unter dem Titel Schriftstudien erschienen (Anm. d. Übers.). Der siebte Band wurde unter seinem Namen postum herausgegeben von George H. Fisher und Clayton J. Woodworth (The Finished Mystery).

Bezeichnenderweise allein die Bibel liest, zu denselben Erkenntnissen kommt, die schon immer von der „Christenheit“ vertreten werden. Trotzdem werden die Schriften, die Russell damals als unentbehrlich für ein richtiges Bibelverständnis bezeichnete <<nämlich seine eigenen>> heutzutage weitgehend ignoriert.

Unter der Leitung des zweiten Präsidenten, des <<Richters>> Rutherford, wurde die Struktur der Organisation noch autoritärer. <<Rutherford rief eine Ära der Veränderungen>> aus und überging, änderte oder leugnete eine Vielzahl der von Russell verkündeten Lehren. Er rechtfertigte diese Veränderungen, indem er behauptete, es gebe eine „fortschreitende Offenbarung“, die ihm erlaube, <<neues Licht>> auf die Sichtweise von Russell zu werfen. Aus diesem Grund verließen viele Tausend treue Anhänger von Russell die Organisation. Sie glaubten, Russell sei „von Gott inspiriert“ gewesen, und deshalb käme eine drastische Veränderung seiner Lehren einer „Leugnung Gottes gleich“. Die überwiegende Mehrheit der Zeugen Jehovas nahm jedoch diese Änderungen fraglos hin.

Während der dritten Periode, unter der Leitung von Nathan H. Knorr, wuchs die Mitgliederzahl der Zeugen Jehovas von 105 000 auf 2,2 Millionen. Der Schwerpunkt lag nunmehr auf einer gezielten Ausbildung in der Bibelauslegung. Eine neue Bibelübersetzung zur Stützung dieser Auslegung wurde herausgegeben, und es wurden weitere Änderungen in Bibelauslegung und Lehre vorgenommen, in der NWÜ.

Die Amtszeit des Präsidenten Frederick W. Franz könnte auch als <<Ära der Krise>> bezeichnet werden, denn Tausende Zeugen Jehovas begannen mit einer eigenständigen Überprüfung der geschichtlichen Entwicklung in ihrer Gruppierung. Sie gelangten zu der Schlußfolgerung, daß diese Organisation nicht unter „der Führung Gottes“ steht. Daraufhin gab es viele Austritte oder Ausschüsse. Einer von ihnen war sogar der Neffe von Präsident Franz. In seinem Buch4 begründet er, warum die Wachtturm-gesellschaft nicht <<der alleinige Kanal der göttlichen Wahrheit>> auf Erden sein kann. Hier kommt eine Schlüsselperson aus dem inneren Kreis der Organisation zu Wort, und er zeichnet ein Bild einer autoritären Gruppe von Männern, denen jedes Mittel recht ist, um ihren Anspruch „auf göttliche Führung“ nach außen hin aufrecht zu erhalten.Raymond Franz kommt zu der Schlußfolgerung, daß diese Organisation nicht von Gott sein kann. Er weist nach, daß sie

1.antibiblisch ist,

2.eine Vielzahl von falschen Prophezeiungen verkündet hat,

3.ihre Lehren und Richtlinien verändert hat,

4.sich in Lügen und Vertuschungen verstrickt und

5.Einen zerstörerischen Einfluß auf das Leben vieler ihrer Mitglieder ausübt (Raymond Franz, Crisis of Conscience, Atlanta 1983, S. 345ff., 290f., 303, 25f., 51, 137ff., 147f., 164ff., 9f., usw.).

<<Die meisten führenden Männer kannten sich gar nicht so gut in der Bibel aus>>, schreibt er (S. 97). Sie <<manipulierten biblische Aussagen und Fakten (in der NWÜ)>>, um ihre Auslegung aufrecht zu erhalten (Seite 245). Der Schwerpunkt lag nicht auf <<Treue zu Gott und Seinem Wort, sondern auf Loyalität gegenüber der Organisation und ihren Lehren>> (S. 257). Die Wachtturmgesellschaft droht jedem, der es wagt, ihre Autorität in Frage zu stellen, mit dem Ausschluß. Für die meisten Zeugen Jehovas bedeutet dies nicht nur den Verlust von Freunden und Bekannten, sondern auch eine Trennung von ihrer Familie.

Hört nicht auf ihr drohen, denn was sagt Gott, dazu?

1. Petrus 3,14: Doch wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Ihr Drohen aber fürchtet nicht und laßt euch nicht beunruhigen; (Schl:)

Das Buch von Raymond Franz ist 1988 auch in deutscher Sprache erschienen unter dem Titel, der Gewissenskonflikt (Anm. d. Übers.).

4. Worin besteht die besondere Anziehungskraft der  Zeugen Jehovas?

Viele Menschen fühlen sich zu dieser Gruppierung hingezogen, weil sie von sich behauptet, maßgebliche Antworten auf viele Lebensfragen zu haben. In einer Gesellschaft, in der viele Menschen verunsichert sind, weil die meisten Wertvorstellungen relativiert werden, hat jede Gruppe eine gewisse Anziehungskraft, wenn sie erstens für sich göttliche Führung beansprucht, zweitens von sich behauptet, echte Lösungen für Lebensfragen anzubieten und drittens die Bedeutung von ethisch-moralischen Werten sowie die Rolle der Familie betont. Aber echte und gute Führung, finde ich nur in Jesus Christus, wenn ich mich zu Ihm bekehrt habe! Und aufrichtig, Ihm, meine Sünden bekannt habe! Die Wachtturmgesellschaft übt große Anziehungskraft auf Menschen aus, die nach Antworten auf ihre Fragen suchen, die Angst vor der Zukunft haben oder den allgemeinen Wertezerfall beklagen. Solche Menschen lassen sich leicht von der Hingabe und dem Engagement beeindrucken, das die Zeugen Jehovas an den Tag legen. Ein ehemaliger ZJ, der Ausgetreten ist, sagte einmal, wir werden ein ZJ, der Ausgetreten ist, sagte einmal, wir werden verführt und werden zum Verführer (Matthäus 24,4; Lukas 21,8; 2.Thessalonicher 2,3; Titus 1,10; 2. Johannes 1,7).

Treffend hat es Gott gesagt:  

2. Timotheus 3,13: Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen. (Schl)

Darüber hinaus wollen viele Mitglieder großer Kirchen, die von ihren Pfarrern niemals eine gründliche biblische Unterweisung erhalten haben, die Bibel besser kennen lernen. Solche Menschen sind dankbar, wenn sich Zeugen Jehovas viel Zeit nehmen, um ihnen angeblich zu einem besseren Bibelverständnis zu verhelfen.

Teil II:

Die Weltsicht der Zeugen Jehovas in Lehre und Praxis.

5.Worin besteht die religiöse Weltsicht der Zeugen Jehovas, und welche logischen Schlußfolgerungen ergeben sich daraus?

Die religiöse Weltsicht der ZJ setzt sich aus drei grundlegenden Auffassungen zusammen:

a)„Göttliche Führung“ ist nur möglich durch die Wachtturmgesellschaft (1. Lüge). Deshalb ordnen sich ZJ der Führung einer autoritären Organisation unter, in der eigenständiges Denken „im Namen Gottes“ (2. Lüge) unterdrückt wird. Wenn ein Mitglied einmal die Richtlinien und Beschlüsse dieser Organisation als „den Willen Gottes“ (3. Lüge) akzeptiert, wird fehlendes Einverständnis mit der Wachtturmgesellschaft gleichgesetzt mit einer Rebellion gegen Gott. Daraus folgt, daß jede Form der Kritik gegenüber der Wachtturmgesellschaft als satanisch bezeichnet wird. Nach den Lehren der Wachtturmgesellschaft ist <<die Organisation Jehovas keinesfalls demokratisch … Seine (Ihre) Organisation ist streng theokratisch>> das bedeutet, daß Gott der alleinige Herrscher ist; zitiert aus Life Everlasting in the Freedom of the Sons of God, WBTS, 1966, S. 181.

Zur Beachtung: Die Schriften der ZJ werden in den meisten Fällen ohne Nennung des Autors von der Watchtower Bible and Tract Society (WBTS; Wachtturmgesellschaft) veröffentlicht.

b) Allein die ZJ haben die „göttliche Wahrheit“ (4. Lüge). „Sie allein sind das Volk Gottes“ (5. Lüge). Dies ist eine logische Schlußfolgerung aus der ersten Annahme, nach „der göttlichen Führung“ (6. Lüge) nur von der Wachtturm-gesellschaft ausgeht. Diese Auffassung macht die ZJ zu einer exklusiven Gruppe mit einem ausgeprägten Anspruch auf Ausschließlichkeit und Überlegenheit! Dies führt wiederum zur Übernahme eines angeblich „göttlichen Gebots“ (7. Lüge), sich vom gesamten Weltsystem zu distanzieren, und zwar auf gesellschaftlichem, politischem, militärischem und religiösem Gebiet. Für ZJ ist das gesamte Weltsystem satanisch. Der Wachtturm verkündet „mit göttlicher Autorität“ (8. Lüge), daß ZJ sich absondern und Abstand nehmen sollen von Militärdienst, allen Formen des Patriotismus und religiösen Feiertagen (siehe, dazu Frage 7). Kinder von ZJ dürfen in der Schule nicht an <<verbotenen>> Aktivitäten teilnehmen (9. Lüge, denn es sind Ihre eigenen Gebote),wie zum Beispiel an Krippenspielen zu Weihnachten, am Flaggengruß (in den USA; Anm. d. Übers) usw. wegen dieser Verbote der Wachtturmgesellschaft haben es solche Kinder schwerer als andere.

Wie Sie hier lesen konnten, ist in diesem kleinen Abschnitt, 9 Lügen aufzufinden, durch die Aussage der Zeugen Jehovas! Daher können Sie feststellen, wie diese Leute es mit der Wahrheit halten.

c) Für ZJ sind andere christliche Bekenntnisse wie z.B. die orthodoxen und evangelischen Kirchen sowie der Katholizismus von Satan gesteuert. Deshalb meiden ZJ den Kontakt zu allen anderen Christen und lehnen deren Auffassungen über den christlichen Glauben kategorisch ab (s. dazu Frage 8).

6. Behauptet die Wachtturmgesellschaft tatsächlich, die einzige Organisation auf Erden zu sein, durch die Gott wirkt?

Die Wachtturmgesellschaft behauptet wirklich, sie sei unter aller religiösen Organisation die einzige, durch die „Gott“ wirkt. Sie allein habe deshalb die Autorität, für „Gott zu sprechen“. Wer die Wahrheit liebt, weis daß Sie die Unwahrheit sprechen. Denn Gottes Wort sagt, im:

Epheser 4,25: Darum legt die Lüge ab und »redet die Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten«, denn wir sind untereinander Glieder.

In einer Ausgabe der Zeitschrift: The Watchtower (in Deutsch. Der Wachtturm) ist zu lesen: Wir gehören zu KEINER irdischen Organisation … Wir halten uns nur zu dieser „himmlischen Organisation“ … Alle „Heiligen“, die heute leben oder die jemals in diesem Zeitalter gelebt haben, gehören zu UNSERER KIRCHE. Sie alle sind EINE KIRCHE, und es gibt keine andere, die „vom Herrn“ anerkannt wird (in: The Watchtower, 1.März 1979, S. 16).

Deshalb glauben die ZJ  auch, daß ohne die Wachtturm-gesellschaft niemand auf Erden den vollkommenen „Willen Gottes“ erkennen kann. Nur die Wachtturmgesellschaft und deren Veröffentlichungen können die wahre Bedeutung der Bibel offenbaren. Die Gesellschaft wird gesehen als „der einzige kollektive Kanal Gottes“ für den Fluß der biblischen Wahrheit zu den Menschen auf Erden (in: The Watchtower, 15.Juli 1960, S. 26). Ein ZJ sagte einmal zu einem Christen: <<Ihre Bibel wurde vor zweitausend Jahren abgeschlossen, aber unserer Bibel werden jede Woche 32 Seiten hinzugefügt. >>Er meinte damit die Zeitschrift, der Wachtturm, die von den ZJ dem „Wort Gottes“ gleichgestellt wird.

Ein früheres Mitglied der ZJ äußerte sich wie folgt: Wir wurden belehrt, daß wir uns bedingungslos an die Beschlüsse und biblischen Erkenntnisse der Gesellschaft haltenmußten, weil „Gott“ ihr diese Autorität über Sein Volk verliehen hätte (The Watchtower, 10. Mai 1972, S. 272) … um … das ewige Leben zu erlangen. Mir wurde gesagt, daß bestimmte Dinge notwendig seien: 1. Ich sollte die Bibel sorgfältig studieren, und zwar nur unter Zuhilfenahme der Wachtturm- Publikationen (Edmond Gruss, We Left Jehova’s Witnesses – A Non-Prophet Organisation, Nutley, 1974, S. 41).

In der Zeitschrift, the Watchtower vom 15. Februar 1983 wird auf Seite 12 als Erfordernis für die Erlösung erwähnt, <<… daß wir verbunden sind mit dem „Kanal Gottes“ , Seiner Organisation … Um ewiges Leben im irdischen Paradies zu empfangen, müssen wir diese Organisation erkennen und Gott als ein Teil von ihr dienen: >> Aufgrund dieser Aussagen wird deutlich, daß die Wachtturmgesellschaft für sich beansprucht, die einzige Organisation auf Erden zu sein, durch die „Gott“ wirkt.

7. Warum verbieten die Zeugen Jehovas den Militärdienst, den Flaggengruß, das Einhalten von Feiertagen und Bluttransfusionen?

Diese und andere Punkte sind verboten, weil das gesamte Weltsystem außerhalb der Wachtturmorganisation als teuflisch angesehen wird. Gesellschaftliche Pflichten wie der Militärdienst, Ausdrucksformen des Patriotismus und Feiertagen gehören zum listigen Plan des Teufels, die Menschen von Gott zu entfernen. Deshalb stellt die Wachtturmgesellschaft die Frage: Wollen Sie zur Welt Satans gehören oder sind Sie für das neue System „Gottes“? … Wenn man Babylon die Große, das Weltreich der falschen Religion, verläßt … bedeutet das auch, daß man nichts zu tun hat mit den religiösen Feiern der Welt (You Can Live Forever in Paradise on Earth, WBTS, 1961, S. 212).

Andere Praktiken oder Verhaltensweisen sind verboten, weil sie fälschlicherweise als biblische Verbote ausgelegt werden. Gottes Wort verbietet nur diese folgenden Dinge:

Es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzuerlegen, außer diesen notwendigen Dingen, daß ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht; wenn ihr euch davor bewahrt, so handelt ihr recht. Lebt wohl! (Apostelgeschichte 15,28-29; vgl. Psalm 1,1-3; 119,1-3; Jakobus 1,25: Schl:)

Wegen  Verbindung zu heidnischen Ritualen, hat die Wachtturmgesellschaft dieses Verbot auch auf Bluttransfusionen ausgedehnt, was unbiblisch ist. Obwohl diese beiden Dinge nicht vergleichbar sind. Die Wachtturm- gesellschaft, legen ihre Mitglieder Verbote auf, die unbiblisch sind. Wie es Gottes Wort, sagt.

1. Timotheus 4,3: Sie verbieten zu heiraten und Speisen zu genießen, die doch Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung gebraucht werden von denen, die gläubig sind und die Wahrheit erkennen.

Nach der Falschen Lehre der ZJ kann es einen Menschen das ewige Leben kosten, wenn er eine Bluttransfusion zuläßt.

Wer in Wahrheit sich einmal, bekehrt hat, zu dem Herrn Jesus Christus, und seine Sünden Ihm bekannt hat, wird vom Heiligen Geist, ergriffen und Wiedergeboren, und somit kann ein Mensch, der vom Neuem geboren ist nicht mehr verloren gehen (Johannes 3, 1-10; vgl. Epheser 1,13). Er ist für alle Zeit und Ewigkeit gerettet! Und wenn jemand etwas Unbiblisches vorschreibt, der ist ein Lügner und steht nicht in der Wahrheit, wie es ja, Gottes Wort offenbart:

1. Johannes 3,8Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre.

Tragischerweise sind Hunderte, vielleicht sogar Tausende Zeugen Jehovas oder deren Kinder gestorben, weil sie dieser unbiblischen Sichtweise geglaubt haben. Sie haben sich dann selbst zu Mördern gemacht. Wie es ja, geschrieben steht:

Johannes 8,44: Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.

8. Was halten Zeugen Jehovas vom Christentum?

ZJ glauben, daß das Christentum eine abgefallene Religion ist, die seit mehr als 1800 Jahren falsche Lehren verkündet und die Menschen getäuscht hat. Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts die ZJ erschienen und die „richtige biblische Lehre“ verbreiteten, war die „göttliche Wahrheit“ in der Welt so gut wie nicht vorhanden. Deshalb glauben ZJ, daß die Kirche bzw. christliche Gemeinden eine satanische Täuschung und sie die einzige „wahre Gemeinde“ sind? Es folgen einige Aussagen von Präsidenten und führenden Mitgliedern der Wachtturmgesellschaft.

Zur richtig Stellung ihrer Verleumderischen Aussagen, kommen wir am Abschnitts ende.

· Jehovas christliche Zeugen haben erkannt, wer Babylon die Große ist … das Weltreich der falschen Religionen. Das wichtigste Mitglied und Sprachrohr in diesem religiösen Weltreich ist das Christentum! Es ist dessen verabscheuungswürdigster Teil, weil es behauptet, christlich zu sein. Seine Gotteslästerungen übersteigen die des Heidentums … Seine Blutschuld übertrifft die aller nicht christlichen Religionen (Man’s Salvation Out of World Distress at Hand!, WBTS, 1975, S. 335).

· Der Kurs des Christentums ist der <<Weg des Todes>> (The  Watchtower, 1. September 1979, S. 1).

· Das anglo-amerikanische System, das hauptsächlich auf dem Christentum aufbaut, ist Satans Hauptsprachrohr auf Erden (J. F. Rutherford, Preparation, WTBS, 1933, S. 19f).

· Die Religion des Christentums ist die Dämonie (J. F. Rutherford, Religion, WTBS, 1940, S. 104).

· Als schlimmste Vertreter des Christentums werden die Geistlichen und religiösen Führer den Kelch des Todes trinken (The Watchtower, 1. September 1979, S. 8).

Aus diesen Äußerungen geht hervor, daß ZJ den Wahren christlichen Glauben und dessen Vertreter als einen ihrer mächtigsten und meist gehaßten Feinde ansehen. Bedeutet das, daß sie aus Mitleid mit den Christen versuchen, diese von ihrem Kollisionskurs auf das göttliche Gericht abbringen zu wollen? Ihre Äußerungen, sind auch ebenfalls im Widerspruch zu ihrer Bibel. Nehmen Sie (ZJ) die Worte Jesu ernst und lieben Sie ihre Feinde?

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matthäus 5,44-45; Schl)

Folgendes sagt Jesus, noch: Johannes 14,15Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!

1. Johannes 3,15Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Mörder; und ihr wißt, daß kein Mörder ewiges Leben bleibend in sich hat.

Ganz im Gegenteil! Ihnen wird folgende Falsche Lehre, von den Zeugen Jehovas vermittelt: Diejenigen, die „Gott und sein Volk“ hassen … sollen gehaßt werden … Wir müssen im wahrsten Sinne des Wortes hassen, daher wir müssen den Objekten unseres Hasses mit äußerster und aktiver Abneigung begegnen; sie sind verachtenswert, widerlich, schmutzig. Bestimmt sind diejenigen, die „Gott“ hassen, nicht geeignet, auf dieser schönen Erde zu leben … Wir müssen diese Feinde aus der richtigen Perspektive sehen … Wir können diese verhaßten Feinde nicht lieben, denn ihr Los ist die Vernichtung … Wir beten mit aller Intensität … und flehen, daß der Zorn (Jehovas) offenbar wird …  O Jehova, Gott der Heerscharen … erbarme dich nicht der boshaften Übertreter … verzehre sie im Zorn, verzehre sie, daß sie nicht mehr sein werden (The Watchtower, 1. Oktober 1952, S. 596-604).

Zeugen Jehovas glauben an die Lehren des Wachtturms, obwohl Jesus sogar in ihrer eigenen Bibel klar und deutlich sagt:

Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen,  damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. (Matthäus 5,44-45, NWÜ6)

6Die aus der von der Wachtturmgesellschaft herausgegebenen Neue-Welt-Übersetzung, revidierte Ausgabe von 1985, entnommenen Bibelzitate sind mit der Abkürzung NWÜ gekennzeichnet (Anm. d. Übers.)

Die Aussagen, von den Zeugen Jehovas, wollen wir mal auf dem Grund gehen!

1) Ihre Fluchworte, die sie aussprechen, sind unbiblisch, denn Gott sagt:

Völker sollen dir dienen und Geschlechter sich vor dir beugen; sei ein Herr über deine Brüder, und die Söhne deiner Mutter sollen sich vor dir beugen. Verflucht sei, wer dirflucht, und gesegnet sei, wer dich segnet! (1.Mose 27,29; vgl. Psalm 34,14-17; Schl).

2) Die Gemeinde Jesu, ist keine Religion, denn Prof. Dr. Werner Gitt, hat das schon im seinem Buch (Fragen die immer wieder gestellt werden: Art.Nr. 255127), festgestellt. Gott hat alle Religionen als Götzendienst und Zauberei verurteilt (vgl. 1.Korinther 6,9-10; Galater 5,19-21; Offenbarung 21,8)   

3) Wer in Wahrheit die große Hure Babylon ist, geht auch ganz klar, aus der Bibel hervor (Offenbarung 17,1-18; 18,1-10). Es ist eine Stadt, die auf sieben Bergen ihren sitz hat (Offenbarung 17,9), und diese Stadt ist, Rom, die römische katholische Kirche, damit sind alle Irrlehrer und Sekten gemeint.    

4) Wo in Wahrheit, die Dämonen hausen, nämlich da wo auch  die Götzen, zufinden sind, z.B. in Kirchen, Altäre, Bilderkult und sogar in Menschen und die Ökumene. Geht auch ganz klar aus der Heiligen Schrift, hervor:

5. Mose 32,17: Sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen Göttern, die erst vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht verehrten.

Lukas 8,30: Jesus aber fragte ihn und sprach: Wie heißt du? Er sprach: Legion! Denn viele Dämonen waren in ihn gefahren.

Lukas 8,33: Da fuhren die Dämonen von dem Menschen aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinunter in den See und ertrank.

Lukas 8,35: Da gingen sie hinaus, um zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und vernünftig zu den Füßen Jesu sitzen, und sie fürchteten sich.

1. Korinther 10,20: Nein, sondern daß die Heiden das, was sie opfern, den Dämonenopfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, daß ihr in Gemeinschaft mit den Dämonenseid.

1. Korinther 10,21: Ihr könnt nicht den Kelch des Jahwe trinken und den Kelch derDämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Jahwe teilhaben und am Tisch der Dämonen! 

Teil III:

Die Theologie der Zeugen Jehovas.

Zeugen Jehovas glauben, daß der Gott des Christentums ein falsches und satanisches Zerrbild von Jehova, dem einen wahren Gott, ist. Charles Taze Russell schrieb sogar, der christliche Gott sei <<der Teufel selbst>> (C. T. Russell, Studies in the Scriptures, Bd. 7, S. 410).

Was die Zeugen Jehovas hier aussprechen, ist schon Blasphemie, und Gott, wird das nicht ungestraft lassen!

Du sollst den Namen des Jahwe, deines Gottes, nicht mißbrauchen! Denn derJahwe wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. (1.Mose 20,7)

Psalm 10,3: Denn der Gottlose rühmt sich der Gelüste seines Herzens, und der Habsüchtige sagt sich los vom Jahwe und lästert ihn.

Markus 3,28-29: Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen.

Lukas 12,10: Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden.

ZJ verstehen Gott als eine einzige Person, im Gegensatz zu den Christen, nach deren Verständnis Gott ein einziges Wesen ist, in dem drei Personen vereint sind. Sie leugnen auch, daß Gott allgegenwärtig ist. Damit begrenzen sie Seine Allwissenheit.Weil nach der Lehre der Wachtturm-gesellschaft Gott eine Einzelperson ist, lehnen die Zeugen Jehovas die Dreieinigkeit als eine <<heidnische Erfindung>> ab. Sie bezeichnen sie als „falsche Lehre … von Satan propagiert, um den Namen Jehovas zu verleumden>>(J. F. Rutherford, Uncovered, WBTS, 1971, S. 48f.).

Aber gibt es in Wahrheit, den Namen <<Jehova>> oder den Gott den Sie verehren?  (Siehe, dazu Frage 20)

Allerdings stellt die Wachtturmgesellschaft die Lehre von der Dreieinigkeit häufig falsch das. Christen verkünden nicht das Gottesbild, das Zeugen Jehovas ihnen unterstellen. Sie lehren nicht, daß es <<drei Götter>> gibt oder <<einen komplizierten, komisch aussehenden dreiköpfigen Gott>> (Let God be True, WBTS, 1946, S. 83). Statt dessen lehrt die Bibel, daß der eine, wahre Gott von Ewigkeit her in drei Personen existiert. Die Lehre von der Dreieinigkeit läßt sich in fünf biblisch begründeten Punkten wie folgt zusammenfassen:

1) Es gibt nur einen wahren Gott: Denn da ist e i n Gott und e i n Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus,  (1.Timotheus 2,5; NWÜ; vgl. 5.Mose 4,35; 6,4; Jesaja 43,10).

2) Der Vater ist Gott: so gibt es für uns tatsächlich e i n e n GOTT, den Vater, aus dem alle Dinge sind und wir für ihn; und es gibt e i n e n Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn. (1. Korinther 8,6; NWÜ; vgl. Johannes 17,1-3; 2.Korinther 1,3; Philipper 2,11; Kolosser 1,3; 1.Petrus 1,2).

3) Jesus Christus, der Sohn, ist Gott: Deswegen suchten die Juden tatsächlich um so mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern Gott auch seinen eigenen Vater nannte, wodurch er sich Gott gleichmachte. (Johannes 5,18; NWÜ; vgl. Johannes 5,19-20; Jesaja 9,6; Johannes 1,1; Römer 9,5; Titus 2,13; 2.Petrus 1,1-2; Offenbarung 1,1-2.5-7; 17,14; 19,13)

2. Johannes 1,3Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott, dem Vater, und von dem Herrn Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe!

4) Der Heilige Geist ist eine Person: Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus eigenem Antrieb reden, sondern was er hört, wird er reden, und er wird euch die kommenden Dinge verkünden. (Johannes 16,13; NWÜ; Hervorhebungen von den Autoren).

Der Heilige Geist ist ewig: <<… wieviel mehr wird das Blut des Christus, der durch ewigen Geist sich selbst ohne Makel Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir [dem] lebendigen Gott heiligen Dienst darbringen können? >> Hebräer 9,14; NWÜ). Der Heilige Geist ist deshalb Gott: << Petrus aber sprach: „Ananịas, warum hast du dich vom Satan so dreist machen lassen, dem heiligen Geist gegenüber ein falsches Spiel zu treiben und von dem Preis des Feldes insgeheim etwas zurückzubehalten? 4 Blieb es nicht dein, solange es bei dir blieb, und war es nicht, nachdem es verkauft war, weiter in deiner Gewalt? Warum beschlossest du eine solche Tat in deinem Herzen? Du hast ein falsches Spiel getrieben, [und dies] nicht Menschen, sondern Gott gegenüber.“ >> (Apostelgeschichte 5,3-4; NWÜ; vgl. Judas 1,20; 1.Johannes 5,6-7; 1.Petrus 1,12; 2.Petrus 1,21).

5) Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind verschiedene Personen:

So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. (Mt 28,19-20; vgl. 2.Korinther 13,14; Lukas 4,1; Apostelgeschichte 2,38; 7,55; 10,45; Schl)

Aus diesen Versen, ob man sie nun in der Neue-Welt- Übersetzung oder in einer korrekten Bibelausgabe, z.B. Schlachter Version 2000 (Grundtext) nachliest, geht deutlich hervor, daß nach biblischer Lehre der eine, wahre Gott von Ewigkeit her als Vater, Sohn und Heiliger Geist existiert. Seit fast 2000 Jahren hat die historische, christlichen Kirchen und Gemeinden diese Lehre wie oben beschrieben der Bibel entnommen. Das kann uns soll jeder nachprüfen, der die Werke der Kirchenväter liest und die historischen Glaubens-bekenntnisse studiert.

Das unvollkommene menschliche Verständnis über diese Wahrheit ist kein Grund, das abzulehnen, was die Bibel lehrt. Auch die Wachtturmgesellschaft stimmt dem zu: Aufrichtig nach Wahrheit Suchende wollen wissen, was richtig ist.

Was ist Wahrheit? (Antworten sind hier zufinden: vgl. Matthäus 22, 16; Markus 12,32; Johannes 1,14; 4,23-24; 8,32; 14,6; 15,26; 1.Johannes 5,20; 2.Johannes 2; Offenbarung 3,14). 

1. Johannes 5,10: Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Zeugnis in sich selbst;wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott von seinem Sohn abgelegt hat.

Dennoch lassen ZJ es zu, daß die menschliche Vernunft sich zum Richter über das Wort Gottes aufspielt. Sie lehnen die biblische Lehre über den einen, wahren Gott, der in drei Personen existiert, ab und setzen an ihre Stelle ihre eigene Ansicht, daß Gott nur eine einzige Person ist. Weil der Gedanke an einen dreieinigen Gott ihnen „unvernünftig“ erscheint, gehen sie davon aus, daß er nicht der Wahrheit entspricht.

An einem naturwissenschaftlichen Beispiel wollen wir veranschaulichen, wie unvernünftig diese Denkweise der Zeugen Jehovas ist. Lange Zeit meinten Wissenschaftler, jede Form von Energie existiere entweder als <<Wellen>> oder als <<Teilchen>>. Diese beiden schlössen sich gegenseitig aus, weil ihre Eigenschaften unterschiedlich seien. Aber moderne wissenschaftliche Tests überraschten die Wissenschaftler, denn danach konnte das Licht in Form von Wellen und Teilchen existieren. Eine Zeitlang konnten manche Wissenschaftler diese Erkenntnis nicht akzeptieren, weil sie in ihren Augen unvernünftig war. Deshalb bestanden die einen darauf, daß Licht ausschließlich aus Wellen bestand, während andere meinten, es bestehe ausschließlich aus Teilchen. Schließlich mußten beide Gruppen aufgrund der Beweise zur Schlußfolgerung kommen, daß Licht sowohl aus Wellen als auch aus Teilchen bestehen konnte. Anstatt stur an ihren vorgefaßten Meinungen über die Wirklichkeit festzuhalten, änderten sie aufgrund der vorliegenden Beweise ihre Theorien. Kein Wissenschaftler kann diesen Sachverhalt verstehen oder ihn auf eine vernünftige Art erklären. Aber sie sind ehrlich genug, diese Wesensart des Lichts zu akzeptieren.

Gott hat uns auf dieselbe Art mitgeteilt, wer Er ist. Aufgrund der biblischen Aussagen müssen wir akzeptieren, daß Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist existiert. Wir können das vielleicht nicht ganz verstehen oder auf vernünftige Art erklären, aber wir akzeptieren diesen Sachverhalt aufgrund der vorliegenden Fakten. Aber vielleicht können Sie es so verstehen, denn die Schrift, gibt uns ja, anschaulich die beweise, z.B. Aber Jesus sagte, in Johannes 12,45 und 10, 30 und 14,9-11, folgendes: Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.  

(30) Ich und der Vater sind eins.

(9) Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater?

(10) Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.

(11) Glaubt mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen! Vielleicht können Sie es jetzt verstehen!

Ein weiteres Beispiel zur Veranschaulichung ist die Liebe. Kaum jemand versteht wirklich, was Liebe ist, wie sie funktioniert, wie sie beginnt, wie sie zunimmt oder andere Aspekte ihres Wesens. Dennoch stellen wir die Realität der Liebe nicht in Frage, nur weil wir sie nicht richtig verstehen können. Aber wie gesagt, gibt und die Heilige Schrift, auch dafür einige Antworten, was Liebe ist, z.B. in Matthäus 5,44-45;

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte.

Jeremia 31,3Von ferne her ist mir der Jahwe erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.

Hosea 11,4Mit menschlichen Banden zog ich sie, mit Seilen der Liebe; ich hob ihnen gleichsam das Joch auf vom Kinn und neigte mich zu ihnen, um ihnen Nahrung zu geben.

Johannes 13,35Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Johannes 15,13Größere Liebe hat niemand als die, daß einer sein Leben läßt für seine Freunde.

Apostelgeschichte 14,16-17: Er ließ in den vergangenen Generationen alle Heiden ihre eigenen Wege gehen; und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen; er hat uns Gutes getan, uns vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude.

Jakobus 1,17: Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel.

Römer 12,9Die Liebe sei ungeheuchelt! Haßt das Böse, haltet fest am Guten!

Römer 13,10Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

Vgl. Das Hohelied der Liebe: 1.Korinther 13,1-7; 1.Johannes 3,11-19; 4,7-12; Epheser 5,1-2. Vielleicht können Sie es jetzt, in etwa verstehen, was Liebe ist!

Zeugen Jehovas leugnen ebenfalls nicht die Existenz des Lichts oder der Liebe, nur weil sie beides nicht richtig verstehen können. Warum behaupten sie dann fest und steif, sie müßten Gott verstehen, bevor sie Seine Existenz so akzeptieren, wie Er diese offenbart hat? Vater, Sohn und Heiliger Geist werden in der Bibel auf so mühelose und konsequente Art und Weise miteinander verbunden, daß die Annahme, Gott existiere nicht als drei Personen, es unmöglich macht, manche Bibeltexte zu verstehen (vgl. Matthäus 28,19; 2.Korinther 1,21-22; 13,13; Epheser 2,18; 3,11-16; 5,18-20; 1.Thessalonicher 1,1-5).

Lieber Leser, liebe Leserin, versuchen Sie einmal, die nachfolgend aufgeführten Fragen zu beantworten, ohne von der Voraussetzung auszugehen, daß die Bibel die Lehre von der Dreieinigkeit enthält.

1) Wer erweckte Jesus von den Toten? Der Vater (Römer 6,4; Apostelgeschichte 3,26; 1.Thessalonicher 1,10), oder der Sohn selbst (Johannes 2,19-21; 10,17-18), oder war es der Heilige Geist (Römer 8,11) oder Gott (Hebräer 13,20; Apostelgeschichte 13,30; 17,31)?

2) Was sagt die Bibel darüber, wer Gott ist? Ist Er der Vater (Epheser 4,6), der Sohn (Titus 2,13; Johannes 1,1; 20,28), der Heilige Geist (Apostelgeschichte 5,3-4) oder der einzig wahre Gott (5.Mose 4,35)?

3) Wer erschuf die Welt? Der Vater (Johannes 14,2), der Sohn (Kolosser 1,16-17; Johannes 1,1-3), der Heilige Geist (1.Mose 1,2; Psalm 104,30-31), oder Gott (1.Mose 1,1; Hebräer 11,3)?

4) Wer errettet und erneuert den Menschen? Der Vater (1.Petrus 1,3), der Sohn Jesus Christus (Johannes 5,21; 4,14), der Heilige Geist (Johannes 3,6; Titus 3,4-7) oder Gott (1.Johannes 3,9)? Wer rechtfertigt den Menschen? (Jeremia 23,6; vgl. 2.Korinther 5,9), der Sohn (Römer 5,9; 10,4; 2.Korinther 5,19-21), der Heilige Geist (1.Korinther 6,11; Galater 5,5) oder Gott (Römer 4,6; 9,33)? Wer heiligt den Menschen? Der Vater (Judas 1), der Sohn (Titus 2,14), der Heilige Geist (1.Petrus 1,2) oder Gott (2.Mose 31,13)? Wer versöhnte den gerechten Zorn Gottes über den Menschen wegen seiner Sünde? Der Vater (1.Johannes 4,14; Johannes 3,16; 17,5; 18,11), der Sohn (Matthäus 26,28; Johannes 1,29; 1.Johannes 2,2), der Heilige Geist (Hebräer 9,14) oder Gott (2.Korinther 5,1; Apostelgeschichte 20,28)?

Obwohl die Zeugen Jehovas die menschliche Vernunft über die Lehre von der Dreieinigkeit stellen, wenn sie behaupten, diese sei <<nicht vernunftgemäß>>, müssen diejenigen, die dem Wort Gottes die erste Stelle einräumen, zur Schlußfolgerung kommen, daß es nicht vernunftgemäß ist, wenn man nicht an diese Lehre glaubt.

10. Wie denken Zeugen Jehovas über Jesus Christus?

Nach der Auffassung der ZJ war Jesus Christus der erste der Schöpfung, der Erzengel Michael (Judas 1,9)? Ihrer Meinung nach hatte Er <<einen Anfang>> und <<war in Wirklichkeit ein Geschöpf Gottes>>.7

Aber nach der Lehre der Bibel ist Christus zwar im vollen Umfang Mensch, aber Er ist auch im vollen Umfang Gott (vgl. Johannes 1,1; 5,18; 10,30; 20,28; Titus 2,13; Kolosser 2,9; Philipper 2,1-8). Alle in Klammern aufgeführten Verse werden von der Neue-Welt-Übersetzung bewußt falsch wiedergegeben (weitere Beispiele s. Frage 14).

Die ZJ lehren fälschlicherweise, daß <<Christus Jesus die Unsterblichkeit als Belohnung für sein treues Handeln (auf Erden) erhalten>>habe. Deshalb hätte <<jedes Versagen seinerseits für ihn den ewigen Tod (Vernichtung) bedeutet>>.9

The Watchtower, 22.August 1976, S. 25f; Aid to Bible Understanding, Watchtower Bible and Tract Society (WBTS), 1971, S. 918

Die Lehre der Bibel lautet jedoch vollkommen anders. Demnach war Jesus als Gott bereits unsterblich und hätte niemals aufhören können zu existieren (Hebräer 7,3; Johannes 1,1). Denn Geistliche Unreife ist ein Hindernis für tiefere Erkenntnis (1.Korinther 3,1-3; Hebräer 5,11-14). Er Jesus Christus, ist der derselbe gestern, heute und in aller Ewigkeit (vgl. Hebräer 13,8; Offenbarung 1,8). Auch mußte Er nicht Seine eigene Erlösung verdienen, da Er bereits sündlos (vgl. Hebräer 4,15) sowie unsterblich war und ist (Jesaja 9,6) und deshalb keine Erlösung brauchte.

Nach der Auffassung der ZJ dagegen ist die Identität Jesu grundlegend verändert worden. Sie glauben, der Engel Michael sei in den sterblichen Menschen Jesus verwandelt worden und hätte aufgehört, ein Engel zu sein. Später wurde der Mensch Jesus in eine vollkommenere und unsterbliche Version des Engels Michael umgewandelt. Dies geschah angeblich, als Gott den Menschen Jesus nach Seinem Tod neu erschuf. Die ZJ leugnen die buchstäbliche Auferstehung Christi (vgl. Johannes 2,19-21; 1.Korinther 15,3-4. 35-49). Statt dessen machte Gott bei der <<Neuschöpfung>> Jesu Ihn zu einem unsterblichen Engel. Jesus existierte nicht mehr, und Michael hatte keinen Zugang zum irdischen Körper Jesu. So einen Unsinn, was die Wachtturmgesellschaft, lehren, geht auf keiner Kuhhaut. Russell schrieb darüber: << … der Mensch Jesus ist tot, für immer tot>>.10 wer in Wahrheit hier wirklich tot ist, das ist Russell selbst. Mit seinen falschen lehren, wird er sich noch verantworten müssen, vor dem großen weisen Thron (Offenbarung 20,11-15).

Der Apostel Paulus jedoch ist anderer Auffassung. Lange nach dem Tod und der Auferstehung Jesus Christus lehrte er: << Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, >> (1.Timotheus 2,5) deshalb leugnen die ZJ die biblische Lehre, daß <<Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit >> (Hebräer 13,8) ist.

Let God Be True, WBTS, 1946, S. 65

The Watchtower, 15. Aug. 1976, S. 495; vgl. The Watchtower, 15. Mai 1932, S. 155; 1.Nov. 1919, S. 332f.

10 C. T. Russell, Studies in the Scriptures, Volume 5: The Atonement between God and Man, East Rutherford, 1988, S. 454

Schließlich vertreten die ZJ auch die Auffassung, Jesus könne als neu geschaffenes Geistwesen (Engel) nicht sichtbar und buchstäblich zur Erde zurückkehren. Aber die Bibel lehrt etwas anderes: Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Jahwe, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige. (Offenbarung 1, 7-8; Schl: vgl. Matthäus 26,64; Apostelgeschichte 1,11; Daniel 7,13; Sacharja 12,10; Matthäus 24,30; Offenbarung 21,6; 22,13; Jesaja 44,6; Offenbarung 4,8; 16,14; 1Mose 17,1; Psalm 91,1-2; Jesaja 9,5).

Aus diesem Grund ist Michael für sie im Jahr 1914 unsichtbar wiedergekommen.11Aber die Bibel lehrt nicht, daß Michael zur Erde zurückkehrt oder zurückehren wird. Statt dessen wird nach biblischer Offenbarung Jesus eines Tages wiederkommen, und zwar in einem gewaltigen Ereignis. Dabei  wird Ihn die ganze Welt erkennen (vgl. Matthäus 24,1-35). Die Bibel sagt weiter, daß Jesus sichtbar und nicht unsichtbar, als leibliches und nicht als geistiges Wesen erscheinen wird. Er wird den gleichen Leib haben, den Er auf Erden hatte; allerdings ist dieser jetzt verherrlicht (vgl. Johannes 20,24-28; Apostelgeschichte 1,9-11; Sacharja 12,10).

Der Christus der Zeugen Jehovas ist nicht der Christus der Wahren Bibel, sondern einAntichrist

1. Johannes 2,18, Schl: Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, daß der Antichrist kommt, so sind jetzt viele Antichristen aufgetreten; daran erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist.

1. Johannes 2,22, Schl: Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.

2. Johannes 1,7, Schl: Denn viele Verführer sind in die Welt hineingekommen, die nicht bekennen, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist – das ist der Verführer und der Antichrist.

11. Welche Auffassung vertreten die Zeugen Jehovas über die Erlösung?

Für die ZJ gibt es drei Gruppen von Menschen, die durch gute Werke erlöst werden. Aber jede von ihnen erwirkt für sich eine andere Art von Erlösung.

11 Reasoning from the Scriptures, WTBS, 1985, S. 95ff. In einem anderen Werk (Studies in the Scriptures, Volume 4: The Battle of Armageddon, a.a.O., S. 621) schrieb Russell jedoch: <<Unser Herr, der ernannte König, ist heute, seit Oktober 1874, gegenwärtig, nach dem Zeugnis der Propheten, für diejenigen, die Ohren haben, es zu hören … >>

Die erste Klasse besteht aus nur wenigen Menschen und wird von den ZJ als <<die 144 000>> bezeichnet. Nur diese Gruppe ist von „Gott“ auserwählt, besondere geistliche Vorrechte zu empfangen. So stehen nach der Auffassung der Wachtturmgesellschaft jene Segnungen, die aufgrund der Bibel jedem Gläubigen durch Glauben allein geschenkt werden, ausschließlich den 144 000 zu. Demnach soll nur diese Gruppe das Vorrecht der Rechtfertigung und Wiedergeburt haben. Allerdings erhalten diese beiden Begriffe eine neue Bedeutung.

Rechtfertigung ist eine immer gültige Erklärung, die Gott über einen gläubigen Menschen ausspricht, so daß der Mensch aufgrund der von Christus bewirkten Versöhnung in den Augen Gottes vollkommen und gerecht ist (vgl. Römer 3,28; 8,3-4; Apostelgeschichte 13,39; Philipper 3,9; Römer 1,17; Galater 2,16; Jeremia 23,6).

Nach der Meinung der ZJ ist die Rechtfertigung ein <<gegenwärtiges gültiger>> Akt, der durch Ungehorsam jederzeit ungültig werden kann.12

Auch der Begriff der Wiedergeburt wird bei der Wachtturmgesellschaft umgedeutet. Nach der Lehre der ZJ ist die Wiedergeburt, ausschließlich nur die Wassertaufe und eine göttliche Salbung, damit Gott einen Menschen nach dem Tod als Geistwesen neu erschaffen kann, wie Er angeblich Jesus nach Seinem Tod in den Engel Michael verwandelt hat. Die ZJ lehren, daß Jesus bei Seiner Taufe <<wiedergeboren>> wurde. Schließlich werden die 144 000 das Vorrecht haben, wie Jesus neu geschaffen zu werden und mit Ihm im Himmel zu herrchen.13

Wer sind aber, die 144 000 Menschen, in Wahrheit. Die da noch gerettet werden sollen?

 << Die Bibel läßt uns das wissen: >>

Die Versiegelung der 144 000 Auserwählten aus Israel

→ Hes 9,3-6

Und danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe über die Erde noch über das Meer noch über irgend einen Baum. Und ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang heraufstieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben! Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144 000 Versiegelte, aus allen Stämmen der Kinder Israels. Aus dem Stamm Juda 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Ruben 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Gad 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Asser 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Naphtali 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Manasse 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Simeon 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Levi 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Issaschar 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Sebulon 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Joseph 12 000 Versiegelte; aus dem Stamm Benjamin 12 000 Versiegelte. (Offenbarung 7,1-8)

Es sind die 12 Stämme, aus Israel, die Juden. Und aus jedem Stamm, werden 12 000 Menschen, macht 144 000 die noch zukünftig, gerettet werden. Und damit sind nicht die Zeugen Jehovas, gemeint! Das ist ebenfalls, eine unbiblische Lehre, von der Wachtturmgesellschaft! Schauen Sie bitte, in ihrer NWÜ, rein, da steht es geschrieben. Und daran können Sie erkennen, wie die Wachtturmgesellschaft, Sie belügen tut.

12 siehe dazu Aid to Bible Understanding, a.a.O., S. 437 und die Behandlung dieses Themas bei Anthony Hoekma, The Four Major Cults, Eerdmans, 1970, S. 279ff.

13 Reasoning from the Scriptures, a.a.O., S. 76f.

Die ZJ begreifen nicht, daß nach biblischer Lehre alle Menschen, wiedergeboren werden können, denn die Wiedergeburt ist eine geistliche Neugeburt des inneren Menschen und in diesem Leben ein göttliches Handeln, das ewiges Leben mit sich bringt (vgl. Johannes 3,3-8; 5,24; 6,47; 1.Johannes 1,11-13; NWÜ14). Wenn man es dankbar annimmt.

Die zweite Klasse besteht aus allen anderen ZJ die auch als <<die anderen Schafe>> (vgl. Johannes 10,1-4.7-18) bezeichnet werden. Sie können in diesem Leben nicht gerechtfertigt oder wiedergeboren werden, nach der Lehre der Zeugen Jehovas. Der durchschnittliche ZJ hat keine Hoffnung auf eine Wiedergeburt – weder in diesem noch im ewigen Leben. Anders als bei Jesus, der als Michael neu geschaffen wurde, wird Gott diese Menschen bei ihrem Tod nicht in Geistwesen umwandeln, sondern Er wird ihre Körper neu schaffen, damit sie nur hier auf dieser Erdeleben können. Jesus (Michael) und die „144 000“ werden dann angeblich im Himmel über sie herrschen.

Zur dritten Klasse gehören alle, die nicht zu den ZJ gehören, aber ein gutes Leben geführt haben, nach der falschen Lehre der ZJ, und deshalb die Gelegenheit bekommen, sich nach dem Tod die Erlösung zu verdienen (diese Lehre kennt die Bibel nicht; siehe dazu Hebräer 9,27). Alle, die sich einer zweiten Chance würdig erweisen haben, nach der falschen Lehre, der ZJ, werden von Jehova neu geschaffen werden, um im Millennium zu leben. Aber sie werden über das Millennium hinaus nur dann weiterleben dürfen, wenn sie in dieser Zeit die Vollkommenheit erreichen.15

Keine der oben erwähnten falschen Lehren, von der Wachtturmgesellschaft, ist biblisch begründbar, denn nach der Wahren Bibel gibt es nur eine Grundlage für die Erlösung der Menschen, denn ich muß mich Heute, zu Lebzeiten, mich entscheiden, danach gibt es keine Möglichkeit, für das Ewige Leben, mich zu entscheiden! Und diese Gnade wird als Geschenk allen Menschen angeboten (vgl. Galater 1,6-8; Johannes 3,16; Römer 8,31-39; 1.Johannes 4,9-10; Apostelgeschichte 4,12; Johannes 14,6; 1Korinther 3,11; 1Timotheus 2,5-6; Jesaja 45,22).

14 NWÜ der Heiligen Schrift, Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft, Selters/Ts., 1985

15 You May Survive Armageddon into God’s New Word (WBTS, 1955), a.a.O., S. 356

Auch die Wiedergeburt und die himmlische Erlösung beschränken sich nicht auf die 144 000 Menschen, sondern werden jedem Gläubigen geschenkt: >> Schl: Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus! (Apostelgeschichte 16,31; vgl. Apostelgeschichte 4,12; 10,43; 13,39; Johannes 3,16.36; Römer 1,16-17) << Die Erlösung, von Satan, Sünde und Tod, geschieht allein aus Gnaden und allein durch den Glauben, nicht durch unsere gerechten Werke (vgl. Epheser 2,8-9; Titus 3,5; Römer 3,28; NWÜ). Wenn aber die Erlösung aus Gnade geschieht: Wenn aber aus Gnade, so ist es nicht mehr um der Werke willen; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade; wenn aber um der Werke willen, so ist es nicht mehr Gnade, sonst ist das Werk nicht mehr Werk. (Römer 11,6; Schl:)

Jesus sagte zu allen Menschen: Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!  Wundere dich nicht, daß ich dir gesagt habe:  Ihr müßt von Neuem geboren werden. (vgl. Johannes 3,3-18)

Er warnte, daß ohne eine geistliche Neugeburt in diesem Leben niemand Gott gefallen könne.

Weiter sagt Er: Darum habe ich euch gesagt, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben. (Johannes 8,24) << (hier wendet Er den Gottesnamen aus dem Alten Testament auf sich selbst an; vgl. 2.Mose 3,14; Jesaja 43,10; Maleachi 3,6) Für ZJ wird die Erlösung durch persönliches Verdienst und gute Werke bewirkt, nicht durch Gnade und Glauben. Gnade ist für ZJ lediglich die Gelegenheit für einen Menschen, seine Erlösung zu verdienen, denn diese ist kein Geschenk Gottes. Weil ZJ diese Sichtweise haben, fehlt ihnen das Verständnis über die wahre, in der Bibel beschriebene Gnade.16so lehrt es die Wachtturm-gesellschaft, daß der Gehorsam gegenüber <<Gottes Gebote … eine ewige Zukunft bedeuten kann (könnte) >>17, aber dennoch kann ein Mensch dadurch keine Gewißheit über die Erlösung erlangen:

16 An manchen Stellen definieren Zeugen Jehovas zwar den Begriff der Gnade im biblischen Sinne, aber sie leben nicht danach. Siehe dazu Gruss, We Left Jehovah’s Witnesses, a Non-Prophet-Organization, Nutley, 1974, S. 131f.; Duane Magnani, The Watchtower Files: Dialogue with a Jehovah’s Witness, Minneapolis, 1985, Kap. 13

17 Making Your Family Life Happy (WTBS, 1978), S. 182f.

… in allen Lebensbereichen sollten wir bereit sein, unser Bestes zu geben. Wir sollten bei solchen lebenswichtigen Fragen nicht halbherzig sein. Für uns stehen das Wohlwollen Gottes und die Gabe des Lebens auf dem Spiel.18

Im Gegensatz dazu lehrt uns die Bibel, daß niemand durch seine guten Werke oder durch gerechtes Handeln die Erlösung verdienen kann (vgl. Römer 3,10-20; Galater 2,16.21; NWÜ). Sie steht jenen Menschen zur Verfügung, die erkennen, wie unwürdig sie sind, sich von der Sünde abwenden und ihr Vertrauen auf das von Jesus Christus für sie am Kreuz vollbrachte Werk setzen (vgl. Römer 3, 22; Lukas 18,9-13; NWÜ).

Nach der Auffassung der ZJ rechtfertigt Gott jedoch Menschen nur <<auf der Grundlage ihres eigenen Verdienstes>>19Der Wachtturm verbreitet Lügen, indem er lehrt, daß die Erlösung auf guten Werken, auf Gehorsam Gott gegenüber und auf persönlichem Verdienst beruht. Wenn jemand auf diesem Weg abtrünnig werde, verwirke er seine Erlösung und riskiere die ewige Vernichtung.20

Demnach besteht die einzige <<Erlösung>> für einen ZJ in der verzweifelten Hoffnung, daß er als gefallenes und sündhaftes Wesen durch seine eigene Leistung irgendwann einmal das Wohlgefallen  Gottes erlangen kann. Aber nur durch einen unermüdlichen Kampf gegen die Sünde und vollkommenen Gehorsam im Dienst für Gott in der Wachtturmgesellschaft kann er hoffen, nach dem Tod zum Leben im Millennium neu erschaffen zu werden. Aber sogar dann, so wird ihm gesagt, wird er vernichtet werden, wenn er während des Millenniums versagt. Wenn er aber in diesen tausend Jahren in seinem Dienst treu bleibt, kann er vielleicht das ewige Leben gewinnen. Aber das wird ihm nur gelingen, weil er es sich durch eigene Leistung und persönliches Verdienst erworben hat.

18 The Watchtower, 1. Mai 1979, S. 20; vgl. The Watchtower, 1. Mai 1980, S. 13; s. auch The Watchtower, 1. Aug. 1981, S. 20.

19 Life Everlasting in the Freedom of the Sons of God, a.a.O., S. 400.

20 Aid to Bible Understanding, a.a.O., S. 437; You May Survive Armageddon into God’s New World, a.a.O., S. 356f.; Gruss, We Left Jehovah’s Witnesses, a.a.O., S. 131f.

Die gute Nachricht für jeden ZJ lautet jedoch: Das Wort Gottes stellt sich diesem <<Erlösungsplan>> der Wachtturmgesellschaft entgegen. In der Bibel übernimmt der einzige wahre Gott, die Garantie für das ewige Leben. Es beginnt nicht erst in ferner Zukunft, sondern in dem Augenblick, in dem ein Mensch an Jesus Christus glaubt und die Vergebung seiner Sünden in Anspruch nimmt. Zum Beweis zitieren wir nach folgend aus der NWÜ der ZJ und aus der Schlachter Version damit Sie mal den unterschied sehen (die Hervorhebungen stammen von den Autoren):

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen. (Johannes 5,24; NWÜ).

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. (Joh 5,24; Schl)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben. (Johannes 6,47; NWÜ)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. (Joh 6,47; Schl) an mich glaubt = (Jesus) wurde in der NWÜ weggelassen.

In dem Augenblick, in dem ein Mensch für sich das von Christus am Kreuz vollbrachte Werk annimmt und Jesus bittet, ihn zu erlösen, ist er wiedergeboren und eine neue Kreatur (vgl. Johannes 3,1-16; 2.Korinther 5,17).

Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und Glauben an ihn ausübt, ewiges Leben habe, und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen. (Johannes 6,40; NWÜ)

Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß jeder, der den Sohn siehtund an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. (Joh 6,40; Schl)

Sogar nach der NWÜ ist die Erlösung: Durch diese unverdiente Güte seid ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist Gottes Gabe. Nein, es ist nicht Werken zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe. (Epheser 2,8-9; NWÜ)

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme (Eph 2,8-9; Schl). Wir wollen einmal kurz darüber nachdenken, was eine Gabe oder ein Geschenk ist. Ein junger Mann bringt einer jungen Frau eine Pralinenschachtel oder einen Blumenstrauß mit und sagt zu ihr: <<Das ist ein Geschenk für dich. Du mußt dafür nur mein Haus und mein Auto putzen. >> In diesem Fall würde die Frau antworten: << Wenn ich dein Haus und dein Auto putze, hätte ich mir dein Geschenk verdient. Dann wäre es kein Geschenk mehr. >> Ein Geschenk ist kostenlos, denn jemand hat dafür bezahlt und gibt es einem anderen. Junge Frauen kennen den Unterschied zwischen einem liebevoll dargebotenen Geschenk und einer Sache, die man sich verdienen muß. Gott sagt, daß Er uns das ewige Leben als Geschenk gibt, Er kann diese Gabe anbieten, weil Er Jesus Christus gesandt hat, um sie für uns zu erkaufen. In der NWÜ heißt es, << Römer 6,23: Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn. <<

Römer 6,23; Schl: Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Jahwe. 

(Hervorhebung von den Autoren) Die gleiche Bibelübersetzung betont: << Durch diese unverdiente Güte seid ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist Gottes Gabe. 9 Nein, es ist nicht Werken zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe. 10 Denn wir sind sein Gebilde und sind in Gemeinschaft mit Christus Jesus für gute Werke geschaffen worden, die Gott im voraus bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln. >> (Epheser 2,8-10; NWÜ; Hervorhebungen von den Autoren)

Teil IV:

Eine kritische Analyse:

Ist die Wachtturmgesellschaft das alleinige Sprachrohr Gottes?

Für einen ZJ ist keine Frage von größter Bedeutung als die in der Überschrift erwähnte. Hören wir Gott, wenn wir auf die Wachtturmgesellschaft hören? Wenn ja, dann sollten wir gut zuhören, aber wenn nicht, sollten wir das, was sie sagt, ablehnen.

Es gibt vier wichtige Tests, mit deren Hilfe wir herausfinden können, ob die Wachtturmgesellschaft das alleinige Sprachrohr für die Übermittlung des göttlichen Willens an die Menschheit ist. Wenn Gott wirklich allen Menschen Seinen Willen durch die Wachtturmgesellschaft ist mitteilt, dann sollten die Antworten auf die nachfolgend aufgeführten Testfragen diesen Anspruch bestätigen.

Testfrage 1: Wenn Gott nur durch die Wachtturm-gesellschaft spricht, muß die NWÜ präzise sein.

Aber ist sie das wirklich?

Die nächsten drei Fragen befassen sich mit der Bibelübersetzung der Zeugen Jehovas.

12. Behaupten die ZJ, daß ihre Bibel (die Neue-Welt-Übersetzung oder NWÜ) präzise übersetzt ist?

Der Wachtturmgesellschaft zufolgen ist ihre Bibelübersetzung äußerst präzise. Die Neue- Welt- Übersetzung soll die genauste oder eine der genausten unter den modernen Bibelübersetzungen sein: << Diese Übersetzung muß nach ihren eigenen Verdiensten beurteilt werden. >>21 Diese Worte fordern Außenstehende geradezu heraus, die Genauigkeit dieser Übersetzung zu überprüfen. In einem von der Wachtturmgesellschaft herausgegebenen Buch wird die Präzision der Übersetzung im Hinblick auf die Grammatik hervorgehoben. Die Autoren fügen hinzu: <<… die NWÜ… ist präzise und zuverlässig … eine treue Übersetzung des Wortes Gottes>>.22

In der NWÜ selbst behauptet die Wachtturmgesellschaft, die Bibeltexte seien <<so genau wie möglich>> übersetzt worden, in einer Haltung der Gottesfurcht und Liebe zu Ihm sowie mit einem <<großen Verantwortungsbewußtsein>>23. In der  Interlinearen Übersetzung des griechischen Textes betont die Wachtturmgesellschaft, daß diese Übersetzung des Neuen Testaments <<Sinn und Bedeutung der Ursprache>> wiedergebe, und zwar ohne Voreingenommenheit, <<ohne jede sektiererische und religiöse Färbung>>24. Die Wachtturmgesellschaft geht sogar so weit zu behaupten, Gott selbst habe die Übersetzung ihrer Bibel beaufsichtigt <<durch Engel verschiedener Rangordnung>>, die die Übersetzer <<gelenkt>> haben.

21 Aus Gesprächen mit Mitgliedern, ehemaligen ZJ und aus dem Buch Reasoning From the Scriptures, a.a.O., S. 277.

22 All Scripture is Inspired By God and Beneficial, WBTS, 1963, S. 326ff.

23 The New World Translation of the Holy Scriptures, WTBS, 1961, S. 5.

24The Kingdom Interlinear Translation of the Greek Scriptures, WTBS, 1969, S. 5. In Reasoning From the Scriptures, a.a.O., S. 277, heißt es: <<Wir haben nicht die Namen von Experten als Empfehlung verwendet, weil … die Übersetzung für sich gesehen werden muß.>>

Der spätere Weltpräsident F. W. Franz leitete gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten Nathan Knorr den Geheimausschuß der sieben Übersetzer. Franz mußte am 24. November 1954 bei einer Gerichtsverhandlung im schottischen Edinburgh als Zeuge aussagen. Am 24.11.1954 veröffentlichte die Tageszeitung Scottish Daily Express den genauen Wortlaut seiner unter Eid gemachten Aussage:  

1.Er und Knorr hatten bei der Übersetzung die letzte Entscheidungsbefugnis.

2.Er, Franz, war bei der Wachtturmgesellschaft der Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit.

3.Übersetzungen und Auslegungen kämen von Gott und seien der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit auf unsichtbare Weise übermittelt worden, und zwar durch <<Engel verschiedener Rangordnungen, die die Übersetzer lenk (t) en>>25.

25 In: Gruss, Apostles of Denial, a.a.O., S. 32f., 219. Gruss hatte Einsicht in die Original- Mitschriften der Gerichtsverhandlung. Die unter (3) aufgeführte Aussage ist verblüffend, denn die Lenkung von Menschen durch Geistwesen klingt eher nach <<Dämonie>> als nach göttlicher Inspiration. Ein medialer Bibelübersetzer, dessen Übersetzung seinen eigenen Angaben zufolge ihren Ursprung in der Geisterwelt hatte, gab einige Bibelabschnitte ähnlich wieder wie die Wachtturmgesellschaft. Das okkulte Medium Johannes Greber übersetzt in seiner 1937 erschienen Übersetzung des Neuen Testament Johannes 1,1; Hebräer 1,8 und andere Texte genauso wie die NWÜ. Die Wachtturm- gesellschaft zitiert sogar Grebers Übersetzung als Beleg für ihre eigene, Seiten dazu auch Fußnote 86. Wenn die Übersetzer der NWÜ wirklich von <<Engeln verschiedener Rangordnung>> gelenkt worden waren, dann waren das unheilige Engel oder Dämonen, denn nur diese waren in der Lage, die Übersetzung auf diese Weise zu verdrehen. Über Parallelen zwischen der NWÜ und der medialen Übersetzung siehe auch  William & Jonan Cetnar, Questions for Jehovah’s Witnesses, Kunkletown, 1983, Seite 48-55.

Diese Aussagen von Leitern der Wachtturmgesellschaft und Übersetzern über die Genauigkeit ihrer Bibelübersetzung beweisen, daß diese mit dem Anspruch der Wachtturm-gesellschaft übereinstimmen, das alleinige Sprachrohr Gottes auf Erden zu sein.

13. Was sagen anerkannte Sprachwissenschaftler über die Genauigkeit der NWÜ?

Experten der griechischen Sprache, sowohl Christen als auch Nichtchristen, lehnen die NWÜ rundweg ab und bezeichnen diese als tendenziös und ungenau. Bis zu seinem Tod gehörte Dr. Julius Mantey zu den weltweit führenden Griechisch- Experten. Er war der Autor eines Standardwerkes (Hellenistic Greek Reader) und mit H. E. Dana der Mitautor eines Handbuchs über die Grammatik des neutestamentlichen Griechisch (A Manual Grammar of the Greek New Testament). Er lehnte die NWÜ nicht nur ab, sondern forderte die Wachtturmgesellschaft öffentlich dazu, zur Stützung ihrer Übersetzung sein Werk über griechische Grammatik nicht mehr falsch zu zitieren(siehe dazu sein Schreiben im Anhang). Über die Interlineare Übersetzung schrieb er; Ich habe noch nie ein so schlecht übersetztes Neues Testament gelesen wie die Interlineare Übersetzung des griechischen Textes. In Wirklichkeit handelt es sich nicht um eine Übersetzung, sondern um eine Verdrehung des Neuen Testaments. Die Übersetzer benutzten die Wiedergabe von J. B. Rotherham aus dem Jahr 1893, allerdings in moderner Sprache, und änderten die Leseart unzähliger Abschnitte so ab, daß sie zu den Auffassungen und Lehren der Zeugen Jehovas passen. Das ist eine Verdrehung und keine Übersetzung. 26

26 Julius Mantey, Depth Exloration in the New Testament, New York, 1980, Seite 136f.

Dr. Bruce Metzger, Professor für Sprache und Literatur des Neuen Testaments am theologischen Seminar der Universität Princeton und Autor eines Standardwerks über den Text des Neuen Testaments (in deutscher Sprache erschienen unter dem Titel: Der Text des Neuen Testaments, Stuttgart, 1982; Anm. d. Übers.), stellt fest: <<Die Zeugen Jehovas haben in ihre Übersetzungen des Neuen Testaments einige falsche Wiedergaben des griechischen Textes eingebaut.>>27

Der britische Wissenschaftler H. H. Rowley betont: <<Vom Anfang bis zum Ende ist dieses Werk ein herausragendes Beispiel dafür, wie man die Bibel nicht übersetzen sollte …>>. Er bezeichnet die NWÜ als <<eine Beleidigung des Wortes Gottes>>.28

Die Fachwelt hat ihr Urteil über die NWÜ gefällt. Die Wachtturmgesellschaft kann diese Beurteilung nicht einem angeblich vorhandenen christlichen oder <<trinitarischen>> Vorurteil zuschreiben, da sich sogar nichtchristliche Experten des neutestamentlichen Griechisch über die Ungenauigkeit der NWÜ einig sind. Sie sind durch eine Anwendung grammatischer Regeln, die Beachtung der Wortbedeutung und der Übersetzungsregeln zu dieser Schlußfolgerung gekommen. Alle diese Punkte hat die Wachtturmgesellschaft grob mißachtet.

14. Gibt es Beispiele für Fehlübersetzungen in der NWÜ?

Die Warnung der Wachtturmgesellschaft lautet: <<Gott hat nichts zu schaffen mit Personen, die Sein Wort mißachten und ihr eigenes Denken zum Maßstab machen. >>29 Weiter wird im Wachtturm darauf hingewiesen, daß Jehova gegen jene ist, die Worte aus Seiner Bibel <<stehlen>> oder verändern, um sie falsch anzuwenden.30

Mit ihrer aussage verurteilen Sie sich selber, und es steht geschrieben, in der Offenbarung 22, 18-19:  Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen. (Schl: Hervorhebung von den Autoren)

27 Bruce Metzger, «The Jehovah's Witnesses and Jesus Christ: A Biblical and Theological Appraisal», Neudruck eines Artikels aus Theology Today, April 1953, S. 74

28 H.H. Rowley, «How Not to Translate the Bible», in: The Expository Times, Nov. 1953, S. 41f. vgl. Jan. 1956, zitiert von Gruss, Apostles of Denial, a.a.O., S. 212f.

Dennoch hat die Wachtturmgesellschaft genau diese Fehler begangen, indem sie Hunderte Fehlübersetzungen in die Neue- Welt- Übersetzung eingebaut hat. Obwohl wir aus Platzgründen nur ein paar Beispiele herausgreifen können, widerlegen diese die Behauptung der Wachtturmgesellschaft, sie habe versucht, eine ehrliche, unparteiische, genaue Bibelübersetzung zu veröffentlichen. Bei jedem unserer Beispiele werden wir,

a) die Version der NWÜ mit der Schlachter Version 2000 (Grundtext) vergleichen,  

b) die Gründe für die Fehlübersetzung der NWÜ erläutern und

c) erklären, warum diese Übersetzung der Zeugen Jehovas parteiisch, unehrlich und falsch ist.

Beispiel Nr. 1: Titus 2,13.

Falls Sie keine Schlachter Bibel zur Hand haben, können Sie das auch Online finden, unter – www.way2god.org. oder unter:

Christliche Literatur- Verbreitung

Postfach 110135

D-33661 Bielefeld

a) Vergleich der Übersetzungen von Titus 2,13 (derselbe Übersetzungsfehler  kommt in 2. Petrus 1,1 vor).

Die NWÜ übersetzt den Text folgendermaßen:

<<… während wir auf die beglückende Hoffnung und das Offenbarwerden der Herrlichkeit des großen Gottes und [des] Retters von uns, Christus Jesus, warten, …>>

Die Wiedergabe der Schlachter Version 2000 Übersetzung lautet hingegen:

… indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, ...

29 The Watchtower, 15.03.1972, S. 189

30 The Watchtower, 01.09.1979, S. 30

b) Die Zeugen Jehovas haben diesen Vers falsch übersetzt, weil sie die Lehre von der Gottheit Christi nicht akzeptieren.

c) Aussagen von Experten über die fehlerhafte Übersetzung dieses Verses in der NWÜ:

Indem sie das Wort <<des>> in Klammern hinzugefügt haben, verschleierten die Übersetzer der NWÜ die Tatsache, daß Paulus in diesem Vers Jesus eindeutig als <<unseren Gott und Heiland>> bezeichnet hat. Bei ihrer Leseart scheint es so, als ob Paulus hier von zwei Personen (Gott und Jesus) spricht und nicht von einer, nämlich Jesus. Paulus sagt deutlich, daß Jesus unser großer Gott und Heiland ist. Die ZJ verstoßen mit dieser Vorgehensweise gegen die von Experten für griechische Grammatik so bezeichnete Granville- Sharp- Regel für die Verwendung des Artikels mit Substantiven, die für eine Person stehen. Im Wesentlichen besagt diese Regel Folgendes: Wenn zwei Substantive in der Einzahl (Gott und Heiland) im selben Fall (Gott und Heiland stehen beide im selben Fall) durch das Wort <<und>> verbunden sind (griech.: ho) nur vor dem ersten Substantiv erscheint und nicht vor dem zweiten, dann müssen sich beide Substantive auf dieselbe Person beziehen. In Titus 2,13 sind <<Gott>> und <<Heiland>> durch ein <<und>> verbunden. Der bestimmte Artikel erscheint nur vor <<Gott>>. Deshalb müssen sich <<Gott>> und <<Heiland>> auf dieselbe Person beziehen, nämlich auf Jesus. Diese Regel trifft auch auf die Worte in 2.Petrus 1,1 zu. Auch hier liegt in der NWÜ eine Fehlübersetzung vor.

Wissenschaftler haben schlüssig nachgewiesen, daß in der Antike der Ausdruck <<Gott und Heiland>> für einen herrschenden König verwendet wurde. Auch hier war nur eine Person gemeint.31  in einer umfangreichen Studie hat C. Kuehne nachgewiesen, daß die Granville- Sharp- Regel im gesamten Neuen Testament ohne Ausnahme zur Anwendung kommt.32 deshalb erfordert ein ehrliches und vorurteilsfreies wissenschaftliches Arbeiten die Übersetzung dieses Verses mit: <<… unseres großen Gottes und Heilandes Jesu Christi …>>.

Dr. Bruce Metzger, eine Autorität auf dem Gebiet der griechischen Sprache und Professor an der renommierten Princeton- Universität, erläutert dazu: Zur Unterstützung dieser Übersetzung ( unseres Gottes und Heilandes bezieht sich nur auf Jesus Christus) kann man renommierte Grammatik- Experten der griechischen Sprache heranziehen, wie z. B. P. W. Schmiedel, J. H. Moulton, A. T. Robertson und Blass- Debrunner. Diese Wissenschaftler sind sich alle einig, daß in Titus 2,13 nur von einer Person die Rede ist und der griechische Text deshalb mit <<unseres großen Gottes und Heilandes Jesu Christi>> wiedergegeben werden muß …33

Die Griechisch-Experten Dana und Mantey bestätigen in ihrem Handbuch über die Grammatik des griechischen Neuen Testaments die Richtigkeit der Granville-Sharp-Regel, und dann folgt eine Erklärung: <<2.Petrus 1,1 … bedeutet, saß Jesus unser Gott und Heiland ist. Gleichermaßen wird in Titus 2,13 betont. … daß Jesus der große Gott und Heiland ist.>>34

31 A. T. Robertson, A Grammar of the Greek New Testament in the Light of Historical Research, Nashville, 1934, S. 786.

32 C. Kuehne, <<The Greek Article and the Doctrine of Christ’s Deity>>, Journal of Theology, Church of the Lutheran Confession, Bd. 13, Nr. 3-4, Bd. 14, 1-4, Sept. 1973-Dez. 1974.

33 Bruce Metzger, a.a.O., S. 79.

A.T. Robertson, der bedeutendste Englisch sprechende Griechisch-Experten, wies nachdrücklich darauf hin, daß <<in 2. Petrus 1,1 eine Person, nicht zwei, gemeint ist>>35.

Sogar im Zusammenhang von Titus 2,13 hat Paulus an eine Person und nicht an zwei gedacht, denn er schrieb über das herrliche Erscheinen dieser Person. Die Bibel kennt nur ein solches Ereignis, nämlich:

Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er (Jesus; d. Autoren) kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel. (Lukas 9,26; Schl: Hervorhebung der Autoren)

Ein anderes Erscheinen des unsichtbaren Gottes als in Gestalt des sichtbaren Christus Jesus, der Sein Ebenbild ist (vgl. Kolosser 1,15), wäre undenkbar.

Wegen der oben erwähnten Fakten kommen Wissenschaftler zu der Schlußfolgerung, daß die Neue- Welt- Übersetzung parteiisch und ungenau ist.

Beispiel Nr. 2: Kolosser 1,17

a) Vergleich der Übersetzungen von Kolosser 1,17.

Die ZJ übersetzen diesen Vers in ihrer NWÜ wie folgt (es herrsch Einigkeit darüber, daß in diesem Vers von Jesus die Rede ist): <<Auch er ist vor allen (anderen) Dingen, und durch ihn sind alle (anderen) Dinge gemacht worden, um zu bestehen>>. Die ZJ haben bewußt das Wort <<andere>> zweimal in den Text eingeführt und in Klammern gesetzt. Dieses Wort erscheint nicht im griechischen Text. Die revidierte Schlachter Version 2000 gibt diesen Vers wie folgt wieder: Und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.

34 H. E. Dana & Julius R. Mantey, A Manual Grammar of the Greek New Testament, Toronto, 1957, S. 147.

35 A. T. Robertson, Word Pictures in the New Testament, Nashville, 1933, Bd. 6, S. 147.

b) Die ZJ haben diesen Text falsch übersetzt, weil sie nicht einsehen wollen, daß Christus ewig und somit Gott ist, denn diese Lehre leugnen sie. Aus diesem Grund fügen sie absichtlich ein Wort ein, das im griechischen Grundtext fehlt, um den falschen Eindruck zu erwecken, Christus sei ein geschaffenes Wesen und nicht ewig.

c)Beweise und Dokumentation über die bewußte Fehlübersetzung in der NWÜ:

Bei Kolosser 1,17 haben die Übersetzer der Wachtturm-gesellschaft zweimal das Wort <<anderen>> in Klammern eingefügt weitere dreimal taten sie das auch in den Versen 16 und 20. Man wollte damit andeuten, daß Christus selbst nicht der Schöpfer ist. Aber in ihrer eigenen Interlinear- Übersetzung des griechischen Neuen Testaments (auf S. 896) wird das griechische Wort panta mit <<alle Dinge>> und nicht mit <<alle anderen Dinge>> wiedergegeben. – Aus der Sicht der Wachtturmgesellschaft ist es gerechtfertigt, fünfmal das Wort <<andere(n)>> einzufügen, weil es sich aus dem Zusammenhang ergebe. Aber die einzige Rechtfertigung für dieses Vorgehen ist der Vorbehalt der ZJ gegenüber der Gottheit Christi. Die Wachtturmgesellschaft wird durch ihre eigene Interlinear- Übersetzung des griechischen Neuen Testaments in Verlegenheit gebracht, denn im griechischen Text fehlt das Wort <<andere(n)>>. Dennoch wurde in früheren  Ausgaben der NWÜ dieses Wort sogar ohne Klammern eingefügt, um zu unterstellen, daß es zum griechischen Grundtext gehört (vgl. die Ausgaben von 1950 und 1953). Sogar in ihrer Literatur wurde Kolosser 1,15-20 auf diese Weise zitiert.36

36  vgl. z. B. Make Sure of All Things, Hold Fast to What is Fine, WTBS, 1965, S. 364.

Nicht nur in diesen Versen haben die ZJ Wörter in den Bibeltext eingefügt. In neueren Versionen der NWÜ ist das Wort <<anderen>> hinzugefügt worden, zum Teil ohne Klammern oder Gedankenstriche, um die Bedeutung dieses Verses zu verändern, und zwar von <<den Namen … der über allen Namen ist>> zu <<den Namen … der über jeden anderen Namen ist>>.

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! (Schl: Apg 4,12)

Die Objektivität der Wachtturmgesellschaft ist nirgends fragwürdiger als bei Beispielen dieser Art. Dem vom Geist Gottes inspirierten Text wird einfach etwas hinzugefügt, was nicht vorhanden ist, um die deutliche Aussage des Textes zu leugnen. Beziehungsweise die Menschen bewußt in die Ihre zu führen, und sie zu belügen, was anderes ist es nicht. Um für ihre zwecke  füge zu machen. Und jede Lüge ist Teuflisch!

Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. (Schl: Johannes 8,44)

Ein weiteres Beispiel für Fehlübersetzungen in der NWÜ ist Johannes 8,58. Dieser Vers ist ein sicherer Beweis, daß Jesus sagte, Er sei Gott. Die ZJ glauben nicht daran, und so haben sie vorsätzlich und auf unehrliche Weise die Worte Jesu geändert. Anstatt zu übersetzen <<… Ehe Abraham wurde, bin ich …>> haben die ZJ diese Worte so wiedergegeben: <<Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich gewesen>> (NWÜ). Die tatsächliche Aussage Christi, Er sei der <<Ich bin>>, wurde von den Juden durchaus verstanden, und zwar als Anwendung des alttestamentlichen Gottesname auf Seine Person (vgl. 2. Buch Mose 3,14; Jesaja 43,10). Aus diesem Grund wollten sie Ihn wegen angeblicher Gotteslästerung steinigen (vgl. Johannes 8,59).

Die ZJ haben die Worte Jesu bewußt verändert in <<… bin ich gewesen>>, um Seinen Anspruch auf Göttlichkeit zu negieren. Indem sie diese Worte falsch übersetzen, wollen sie Ihm unterstellen, Er hätte vorher lediglich als Engel Michael existiert. Die Wachtturmgesellschaft hat ihre Wiedergabe der griechischen Worte ego eimi (ICH BIN) mit <<ich bin gewesen>> in Johannes 8,58 begründet, indem sie behauptet, das Verb eimi stehe im Griechischen im <<unbestimmte Perfekt>>. Aber als Sprachwissenschaftler möchten wir sie darauf hinweisen, daß es in der griechischen Sprache eine Zeitform wie das <<unbestimmte Perfekt>> nie gegeben habe und eimi nach jeder griechischen Grammatik die erste Person Singular, Indikativ Präsens und Aktiv von einai (<<sein>>) ist und deshalb mit <<ich bin>> und nicht mit <<ich bin gewesen>> übersetzt werden muß, hat die Wachtturmgesellschaft ihre Meinung geändert und sich eine neue Begründung für diesen Übersetzungsfehler ausgedacht. Auch dieses Argument erwies sich als falsch, aber wenigstens hat die Wachtturmgesellschaft zugegeben müssen, daß das Verb im Indikativ Präsens steht.37aber in ihrer Bibelübersetzung ist sie bei ihrem ursprünglichen Fehler geblieben. Allein ihre vorgefaßte Meinung auf theologischem Gebiet ist eine Erklärung für diesen groben Übersetzungsfehler. Interessanterweise widerlegt die eigene, von der Wachtturm- gesellschaft herausgegebene Interlinear- Übersetzung des griechischen Neuen Testaments die Wiedergabe in der NWÜ, denn dort steht unter den Worten ego eimi die korrekte Übersetzung mit <<ich bin>>. Leider wird kein ZJ jemals die Wahrheit dieser Worte annehmen, denn die Übersetzer der Wachtturmgesellschaft führen diese Farce weiter, indem sie ihre Version (<<ich bin gewesen>>) in die Spalte am rechten Rand schreiben.38

37 Die Wachtturmgesellschaft hat sich vier verschiedene grammatische Konstruktionen für ego eimi ausgedacht. Siehe dazu Michael Van Buskirk, The Scholastic Dishonesty of the Watchtower, Santa Ana, 1976, Seite 20.

38 The Kingdom Interlinear Translation of the Greek Scriptures, a.a.O., Seite 467.

Beispiel Nr. 3: Matthäus 25, 46

a) Vergleich der Übersetzung von Matthäus 25, 46.

Die Wiedergabe der NWÜ lautet:

<<Und diese werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben. >>

Die Schlachter Version 2000 (Grundtext) gibt den Vers jedoch wie folgt wieder:

Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.

b) Die ZJ haben diesen Text falsch übersetzt, weil sie die biblische Lehre der ewigen Strafe leugnen und diese durch ihre Auffassung über die Vernichtung der Gottlosen ersetzen.

c) Beweise und Dokumentation über die Fehlübersetzung der NWÜ:

Alle Standard- Wörterbücher definieren das fragliche griechische Wort in Matthäus 25,46 (kolasin) als <<Strafe>> und nicht als <<Abschneidung>>, wie die ZJ behaupten. Die Wachtturmgesellschaft befindet sich somit im Widerspruch zu maßgeblichen Quellen wie dem Wörterbuch von Moulton und Milligan (The Vocabulary of the Greek New Testament, Grand Rapids, 1980, S. 352), von Thayer (Greek-English Lexicon of the New Testament, Grand Rapids, 1983, S. 353), von Walter Bauer (Greek- English Lexicon of the New Testament and Other Early Christian Literature (2. Aufl., Chicago, 1979, S. 441) und von Gerhard Kittel (Theological Dictionary of the New Testament, Grand Rapids, 1978, Bd. 3, S. 816).

Diesen Autoritäten zufolge muß das Wort kolasin mit <<Strafe>> übersetzt werden, und diese Definition wird eindeutig unterstützt durch den Gebrauch dieses Wortes in der Zeit des Neuen Testaments. In einer frühchristlichen Schrift heißt es beispielsweise: <<Übeltäter unter den Menschen empfangen nicht nur ihren Lohn unter den Lebenden, sondern auf sie wartet ihre Strafe (kolasin) und viel Qual (basanon). >>39 sie könnten wohl kaum <<Qual leiden, wenn sie vernichtet würden, wie die Wachtturmgesellschaft glaubt, und falsch Lehrt.

Der Griechisch-Experte Julius Mantey erwähnt, er habe <<dieses Wort in griechischen Schriften aus dem ersten Jahrhundert in 107 verschiedenen Zusammenhängen gefunden. Überall bedeutet es <<Strafe>>, und nirgends <<Abschneidung>>.40

Ein weiterer, von der Wachtturmgesellschaft falsch übersetzter Text, mit dem sie ihre ablehnende Haltung gegenüber der biblischen Lehre von der ewigen Strafe begründet, ist Hebräer 9,27. Das reguläre Verständnis über diesen Text wird in der Schlachter Version 2000 deutlich: Und so gewiß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, …  (Hebräer 9,27)

Liebe Leser, liebe Leserin, bitte beachten Sie, wie die NWÜ Wörter einfügt, die nicht im griechischen Grundtext stehen, um die Lehre der ZJ zu rechtfertigen:

<<Und wie es Menschen bestimmt ist, ein für allemal (d. h. um vernichtet zu werden; d. Autoren) zu sterben, doch danach ein Gericht. >> Die Wörter <<für allemal>> stehen nicht im griechischen Text, wie es auch die eigene Interlinear- Übersetzung der Wachtturmgesellschaft zeigt (S. 988). Dr. Mantey bemerkt dazu: <<Kein intellektuell redlicher Wissenschaftler würde einen derartigen Versuch wagen, das Wort Gottes zu pervertieren. >>41

39 James Hope Moulton & William Milligan, the Vocabulary of the Greek Testament, Grand Rapids, 1976, S. 352; Zitat aus B. P. Grenfell & A. S. Hunt (Hrsg.), the Oxyrhynchus Papyre, London, 1898-1927, Bd. 5, S. 840.

40 Mantey, Depth Exploration in the New Testament, a.a.O., S. 142.

In der Bibel warnt uns Gott selbst alle Übersetzer: Tue nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht bestraft und du als Lügner dastehst!  (Sprüche 30,6; Schl:) Vgl. auch Offenbarung 22,18-19.

Es würde den Rahmen dieser Informationsschrift sprengen, wenn wir die folgenden Verse genauer betrachten würden. Wenn man aber maßgebliche Literatur über den griechischen Text des Neuen Testaments konsultiert, wird man in jedem der unten aufgeführten Fälle feststellen, daß die NWÜ auf unlautere Weise die wahre Bedeutung der Worte verändert hat.

1. In Apostelgeschichte 20, 28: hat die Wachtturm- gesellschaft die Worte <<Sein eigenes Blut>> falsch wiedergegeben mit <<das Blut Seines eigenen (Sohnes)>>, um die Lehre von der Gottheit Christi zu umgehen.

2. In Hebräerbrief 1,8: wird die richtige Übersetzung mit <<Dein Thron, o Gott>> (Schl:) von der Wachtturm- gesellschaft umformuliert, so daß sie lautet <<Gott ist dein Thron>>. Auch hier soll und wird die Gottheit Christi geleugnet.

3. In Kolosser 2,9: wird das Wort <<Gottheit>> von der Wachtturmgesellschaft falsch wiedergegeben mit <<göttlicher Wesensart>>, um die Gottheit Christi zu leugnen.

4. In Johannes 1,1: wird der Satzteil <<das Wort war Gott>> von der Wachtturmgesellschaft falsch übersetzt mit <<das Wort war ein Gott>>, um wiederum die Gottheit Christi abzustreiten.

Diese Beispiele zeigen, ganz deutlich, daß die Wachturm- gesellschaft ihren Anspruch, sie habe die Bibel genau übersetzt, nicht erfüllen kann. Da die NWÜ von allen Seiten als parteiische und ungenaue Übersetzung kritisiert wird, kann die Wachtturmgesellschaft nicht behaupten, daß diese das Wort Gottes zuverlässig wiedergibt. Wenn sie aber keine korrekte Übersetzung des Wortes Gottes ist, kann die Wachtturmgesellschaft nicht das alleinige Sprachrohr Gottes für die Menschheit sein. Wenn man das Wort Gottes verdreht, ist das an sich schon ein schlimmes Vergehen (vgl. Jeremia 23, 36; 2.Petrus 3,16). Aber wenn man Gott als Lügner hinstellt (1.Johannes 5,10), indem man in Seinem Namen falsche Prophezeiungen ausspricht, dann ist das ein Verbrechen, das schon im Alten Testament die Todesstrafe verdiente (vgl. 5.Buch Mose 13,1-11).

Testfrage 2: Wenn die Wachtturmgesellschaft das alleinige Sprachrohr Gottes auf Erden ist, müssen biblischen Prinzipien zufolge deren prophetische Aussagen eintreffen. Wie zuverlässig sind die prophetischen Aussagen der Wachtturmgesellschaft?

15. Was lehrt und behauptet die Wachtturmgesellschaft über Prophetie?

In der Zeitschrift The Watchtower (Der Wachtturm) vom 1. März 1975 veröffentlichte die Leitung der Wachtturm- gesellschaft die folgende Erklärung: <<Die Bibel selbst legt in 5. Buch Mose 18,20-22 & 13,1-19 (Schl:) die Regeln für die Überprüfung einer Prophezeiung fest>> (Seite 151). Diese Regeln sind biblisch, und auch wir halten uns daran. Gefordert wird darin eine hundertprozentige Genauigkeit bei jeder Prophezeiung. In einem von der Wachtturmgesellschaft veröffentlichten Buch werden alle Zeugen Jehovas belehrt, daß zur Prophetie <<eine Erklärung über etwas Zukünftiges>> gehöre und <<die Quelle aller wahren Prophetie Jehova ist>>42.

42 Aid to Bible Understanding, a.a.O., S. 1344.

In dieser Veröffentlichung heißt es weiter: <<… das richtige Verständnis über Prophetie wird von Gott noch gegeben … besonders in der prophezeiten <<Zeit des Endes> … (S. 1346). Aus dem Zusammenhang geht hervor, daß mit <<Zeit des Endes>> hier die Entstehung der Wachtturmgesellschaft gemeint ist. In dem Werk Aid to Bible Understanding wird ein <<Prophet>> als jemand bezeichnet, <<durch den der göttliche Wille und Plan bekannt gemacht wird>> (S. 1347). Die Wachtturmgesellschaft erhebt den erstaunlichen Anspruch, sie sei in dieser Zeit das wahre prophetische Sprachrohr Gottes auf Erden.43

Die Wachtturmgesellschaft belehrt alle ZJ über <<die drei wesentlichen Punkte für die Glaubwürdigkeit eines wahren Propheten>>:

1. Ein Reden im Namen Jehovas,

2. Das Vorhergesagte trifft ein,

3. Diese Prophezeiungen fördern die wahre Anbetung, weil sie sich im Einklang mit dem bereits offenbarten Wort Gottes befände.

Es wird weiter behauptet, daß der wahre Prophet <<die Gedanken Gottes über die Dinge zum Ausdruck bringt … (und) jede Voraussage in Beziehung stehen (wird)  zum göttlichen Willen, Plan, Maßstab und Urteil. >>44

Auf diese hohen Ansprüche stützt die Wachtturmgesellschaft ihre Position und Autorität. Sie behauptet, im Namen Jehovas zu sprechen, als prophetische Einrichtung zukünftige Ereignisse vorherzusagen und sich im Einklang mit Gottes Wort zu befinden. Voller Zuversicht sagt sie voraus, daß das, was sie sagt, eintreffen muß,

(Eintreffen tut aber nur das was Gott der Vater in seiner Heiligen Schrift vorausgesagt hat, aber es wird nicht das eintreffen, was Er nicht geredet hat)!

In der Zeitschrift der Wachtturm vom 01.10.1979 heißt es: <<Seit nunmehr fast 60 Jahren hat die Jeremia-Klasse (die Zeugen Jehovas) treu das Wort Jehovas verkündet>>??? (Seite 29).

43 The Watchtower, 1.Juli 1943, S. 203; 15.März 1971, S. 189; 1. April 1972, S. 197; 15. Januar 1959, S. 40f.

44 Aid to Bible Understanding, a.a.O., S. 1348.

Daraus geht eindeutig hervor, daß die Wachtturmgesellschaft den Anspruch vertritt, im Namen Gottes prophetische Aussagen zu machen. Im Folgenden werden wir die Auswirkungen dieses Anspruchs analysieren.

Am Rande bemerkt: Im übrigen bedarf es keine Prophezeiungen, von seiten des Menscher her, die Gott durch den Menschen übermittelt hatte, weil alles in der Heiligen Schrift schon steht, was das Schicksal des Menschen und die Zukunft der Erde betrifft. Deshalb erübrigt es sich, was angeblich die ZJ von der Wachtturmgesellschaft voraussagen. Alles was Gott durch den Menschen geredet hatte, ist längst bekannt. Und was Gott nicht geredet hat, ist Lüge und steht nicht in der Wahrheit. Gott der JAHWE, beschreibt in seiner Bibel, kein Datum.

Was sagt Gott der JAHWE, über falsche Propheten:

Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. (1.Timotheus 4,1-2; Schl:)  Vergleiche auch, 1.Timotheus 5,15; 6,3-5.

16. Hat die Wachtturmgesellschaft falsche Prophezeiungen verkündet?

Haben sich die Voraussagen der Wachtturmgesellschaft im Laufe der Geschichte bewahrheitet? Wir wollen uns ein paar ihrer Prophezeiungen näher ansehen. Häufig hat die Wachtturmgesellschaft versucht, den Beginn der Schlacht von Harmageddon (das Ende der Welt) vorauszusagen.

Wenn nicht anders vermerkt, stammen alle Zitate aus der Zeitschrift <<der Wachtturm>>. Das Datum der jeweiligen Aussage erscheint auf der linken Seite.45

Nachfolgend betrachten wir „Voraussagen“, die die Wachtturmgesellschaft im „Namen Gottes“ über das Ende der Welt gemacht hat. Die ZJ bezeichnen dieses Ereignis oft als <<Harmageddon>>. Weil nach ihrer Auffassung Jesus bereits unsichtbar wiedergekommen ist, warten sie auf die Schlacht von Harmageddon, die ihrer Meinung nach paradiesische Zustände auf Erden und nicht die Wiederkunft Christi einleiten wird.

Lieber Leser, liebe Leserin wenn Sie diese Prophezeiungen durchlesen, werden Sie sich fragen, ob Gott wirklich gesprochen und der Welt die Wahrheit gebracht hat. Es folgen nun ein paar „Voraussagen“, die im Laufe der Jahre gemacht wurden, von der Wachtturmgesellschaft.

45 Neudrucke früher Ausgaben der Zeitschrift der Wachtturm sind erschienen in Reprints of the Original Watchtower and Herald of Christ’s Presence, 1879-1916, Bd. 1-12, Chicago, ohne Datum.

Im Jahr 1877: <<DAS ENDE DIESER WELT… ist näher als die meisten Menschen annehmen…>>46

Im Jahr 1886: <<Die Zeit ist gekommen, daß der Messias die Herrschaft über die Erde antritt …>>47

Im Jahr 1889: <<… wir legen Beweise vor, daß die Aufrichtung des Reiches Gottes bereits begonnen hat … und <<der Kampf am großen Tag Gottes, des Allmächtigen>> (Offenbarung 16,14), der 1914 mit der vollständigen Niederwerfung der Regierenden auf Erden enden wird, bereits angefangen hat>>.48 In der 1915 erschienen en Ausgabe des in der Anmerkung erwähnten Buches wurde das Datum von 1914 auf 1915 abgeändert.

Am 15. Juli 1894: <<Für uns gibt es keinen Grund, die (Jahreszahlen) zu ändern. Wir könnten sie auch nicht verändern, selbst wenn wir das wollten. Sie sind unserer Meinung nach die Daten Gottes, nicht die unseren (Hervorhebungen von den Autoren). Aber beachten Sie, daß das Ende von 1914 nicht das Datum für den Beginn, sondern für das Ende der Drangsalzeit ist>> (s. 1677 in Reprints, s. Anm. 45).

Im Jahr 1904: <<Der Druck der großen Zeit der Drangsal wird bald auf uns liegen. Sie wird irgendwann zwischen 1910 und 1912 beginnen und mit dem Ende der <<Zeit der Nationen>> im Oktober 1914 zum Höhepunkt kommen>>. 49

Am 01. Mai 1914: <<Für Bibelleser gibt es überhaupt keinen Grund, es in Frage zu stellen, daß die Vollendung dieses Evangeliumszeitalter jetzt vor der Tür steht … Die große Krise … die den kirchlichen Himmel und die gesellschaftliche Erde verzehren wird, ist sehr nahe>>.50

46 N. H. Barbour, C. T. Russell, Three Worlds and the Harvest of This World, Rochester, 1877, Seite 17.

47 Zion’s Watchtower and Herald of Christ’s Presence, Janur 1886, Seite 1 (Reprints, Bd. 2, S. 817. S. Anm. 44).

48 C. T. Russell, The Time Is at Hand, Allegheny, 1889, S. 101.

49 C. T. Russell, The New Creation, WBTS, 1904, S. 101.

Aber das Jahr 1914 ging vorbei, ohne daß auch nur eine dieser Voraussagen eintraf.51

In einem Buch mit Predigen (Pastor Russell’s Sermons, 1917, S. 676) machte Charles Taze Russell, der Gründer und erste Präsident der Zeugen Jehovas, über den Ersten Weltkrieg die folgende Aussage: <<Der gegenwärtige große Krieg in Europa ist der Beginn des biblischen Harmageddon>>.

Nach dem Tod von Russell, der jetzt im Totenreich (Hölle) auf sein Gericht wartet, führte der <<Richter>> Rutherford die Traditionen der im Namen und in der Autorität Gottes verkündeten die falschen Prophezeiungen weiter. Seiner Meinung nach sollte im Jahr 1925 das Reich Christi beginnen. Er hatte Unrecht.52 In der Zeitschrift der Wachtturm vom 01. September 1922 finden wir die Aussage: <<Das Datum 1925 ist in der Bibel sogar noch deutlicher angegeben, weil es durch das Gesetz Gottes an Israel festgelegt ist … (Man kann sehen, wie) sogar vor 1925 die große Krise ihren Höhepunkt erreicht und möglicherweise ablaufen wird>> (S. 262).  

In der Ausgabe vom 01. April 1923 von der Wachtturm steht: <<Wir denken, daß 1925 durch die Bibel definitiv festgelegt ist>> (S. 106). Aber diese und alle anderen Vorhersagen stellten sich als falsch heraus.

Nachdem sie mit ihren Prophezeiungen über 1914 und 1925 kläglich versagt hatte und dadurch viele Mitglieder verloren, wurde die Leitung der Wachtturmgesellschaft vorsichtiger mit Datierungen. Dennoch verkündete sie weiter die unmittelbare Nähe von Harmageddon und dem darauf folgenden Millennium.

50 The Watchtower, 1. Mai 1914, S. 134 (Reprints, S. 5450).

51 ebd., S. 23-26.

52 J. F. Rutherford, Millions Now Living Will Never Die, WTBS, 1920, S. 97, 105, 140.

Von 1930 bis 1939 gab e seine Vielzahl von Ausführungen über die Zukunft. Es folgt eine kleine Auswahl.

1930: <<Der große Höhepunkt steht kurz bevor>>.53

1931: << Harmageddon steht kurz bevor>>.54

1933: <<Der Beweis, daß die Zeit der Errettung nahe ist, ist unbestritten>>.55

1933: <<Das (Jehova) jetzt diese Prophezeiungen Seinen Gesalbten eröffnet hat, ist ein Beweis für die Nähe der Schlacht; daher ist die Prophetie für die Gesalbten von größtem Interesse>>.57

Allein in den drei Jahren von Mai 1940 bis zum 15. April 1943 machte die Wachtturmgesellschaft mindestens 44 Voraussagen über die kurz bevorstehende Schlacht von Harmagedon.58 Es folgen ein paar Beispiele aus dieser Zeit und den Jahren danach.

September 1940: <<Das Reich Gottes ist da, der König ist inthronisiert. Harmageddon steht vor der Tür … Der große Höhepunkt ist erreicht>> (The Messenger, Sept. 1940, S. 6).

15. September 1941: <<Das ENDE ist sehr nahe>> (The Watchtower, S. 276). <<Die verbleibenden Monate vor Harmageddon …>> (The Watchtower, S. 288).

53 J. F. Rutherford, Light, WTBS, 1939, S. 310.

54 J. F. Rutherford, Vindication, WBTS, 1931, Bd. 1, S. 147.

55 J. F. Rutherford, Preparation, WBTS, 1933, S. 11.

56 ebd., S. 16ff.

57 J. F. Rutherford, Salvation, WBTS, 1939, S. 310.

58 Kopien wurden uns freundlicherweise von Prof. Edmond C. Gruss zur Verfügung gestellt.

15. Januar 1942: <<Jetzt, da Harmageddon kurz bevorsteht …>> Seite 139.

1.Mai 1943: <<Das Ende alles Dinge ist nahe>> (S. 139).

1.September 1944: <<Harmageddon steht unmittelbar bevor>> (S. 264).

1946: <<Die Katastrophe von Harmageddon … steht vor der Tür>>.59

1950: <<Wir marschieren los! Wohin? Zum Schlachtfeld von Harmageddon, zum <<Krieg am großen Tage des Allmächtigen>>.60

1953: <<Harmageddon steht so kurz bevor, daß es die heutige Generation treffen wird>>.61

1955: <<Es wird deutlich, daß der Krieg von Harmageddon bald ausbrechen wird. >>62

1958: <<Wann wird die Schlacht von Harmageddon geführt werden? … Das wird sehr bald geschehen. >>63

Dies sind nur ein paar von vielen falschen Prophezeiungen, die im Laufe der Jahre von der Zeitschrift - der Wachtturm – verbreitet worden sind. Ist es dann noch verwunderlich, daß die Leitung der ZJ in ihrem Magazin Awake! (Erwachet!; d. Übers, vom 08.10. 1968)  zugeben mußten, <<bestimmte Personen>> hätten in den Jahren zuvor falsche Voraussagen über das Ende der Welt gemacht? In einem Artikel fragten sich Leiter der ZJ, warum diese falschen Prophezeiungen verkündet wurden. Jeder ZJ sollte ihre Ausführungen aufmerksam lesen, denn die Autoren führten diesen Sachverhalt darauf zurück, daß es an der Führung „Gottes“ mangelte.

59 Let God Be True, WBTS, 1946, S. 194.

60 This Means Everlasting Life, WBTS, 1950, S. 311.

61 You May Survive Armageddon Into God’s New World, WBTS, 1955, S. 11; vgl. S. 362. Diese Aussage stammt au seiner Rede aus dem Jahr 1953.

62 ebd., S. 331.

63 From Paradise Lost to Paradise Regained, WBTS, 1958, S. 205.

Sicher hat es in der Vergangenheit jene gegeben, die ein <<Ende der Welt>> voraussagten und sogar ein festes Datum angaben. Das <<Ende>> kam aber nicht. Diese Personen machten sich der falschen Prophetie schuldig. Warum? Was fehlte ihnen? … Ihnen fehlten die Wahrheiten Gottes und die Beweise, daß Er sie führte und gebrauchte. Aber wie ist es heute? Heute haben wir die erforderlichen Beweise, und sie sind überwältigend!

Hier haben die Leiter der Wachtturmgesellschaft ihr eigenes Urteil gesprochen und sich als falsche Propheten bezeichnet. Sie geben zu, daß sie im Laufe vieler Jahre im Namen und der Autorität Gottes gesprochen, in Wirklichkeit aber gelogen und falsche Prophezeiungen verkündet haben. Wenn wir diese Tatsache akzeptieren, dann gilt das Wort Gottes in 5.Buch Mose 18,20-22. wir zitieren die NWÜ:

<< Der Prophet jedoch, der sich anmaßt, in meinem Namen ein Wort zu reden, das zu reden ich ihm nicht geboten habe, oder der im Namen anderer Götter redet, dieser Prophet soll sterben.  Und falls du in deinem Herzen sagen solltest: „Wie werden wir das Wort erkennen, das Jehova nicht geredet hat?“ — Wenn der Prophet im Namen Jehovas redet, und das Wort trifft nicht ein oder bewahrheitet sich nicht, so ist dieses das Wort, das Jehova nicht geredet hat. Mit Vermessenheit hat der Prophet es geredet. Du sollst vor ihm nicht erschrecken. ‘ >>

5. Buch Mose 18,20-22, ich zitiere die Schlachter Version 2000 (Grundtext): Doch der Prophet, der so vermessen ist, in meinem Namen zu reden, was ich ihm nicht zu reden geboten habe, oder der im Namen anderer Götter redet, jener Prophet soll sterben! Wenn du aber in deinem Herzen sprichst: »Woran können wir das Wort erkennen, das der Jahwe nicht geredet hat?«, Wenn der Prophet im Namen des Jahwe redet, und jenes Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist es ein Wort, das der Jahwe nicht geredet hat; der Prophet hat aus Vermessenheit geredet, du sollst dich vor ihm nicht fürchten!

Aber trotz der tragischen Serie von Vorhersagen, die nicht eintrafen, mißachteten die Leiter der ZJ das Wort Gottes in 5. Buch Mose 18 sowie die oben zitierten Aussage und verlangten von ihren Mitgliedern, ihnen zu glauben, daß sie jetzt im Namen Gottessprachen, wenn sie die Zukunft voraussagten. Sie begannen von da an deutlich darauf hinzuweisen, daß Harmageddon im Jahr 1975 stattfinden würde.64 Und die Zeit verging und was die Leiter der ZJ behaupteten kam nicht.

Im Jahr 1973 behaupteten sie: <<Die Große Trübsal ist sehr nahe. >>65

Im selben Jahr schrieben sie: <<Nach dem Zeitplan der Bibel steht der Beginn des siebten Jahrtausends der Existenz der Menschheit auf Erden bevor, in dieser Generation. >>66

In ihrer Veröffentlichung Kingdom Ministry vom Mai 1974 wurde das Weltende als so nahe dargestellt, daß man sich lobend äußerte über ZJ, die <<ihre Häuser und ihr Eigentum>> verkauften, um sich dem vollzeitlichen Dienst zu widmen in <<der kurzen, noch verbleibenden Zeit vor dem Ende dieser bösen Welt>> (S. 3).

Im Jahr 1975 schrieben sie in einer weiteren Veröffentlichung: <<Die Erfüllung … steht kurz bevor. >>67

<<Sehr kurz muß die verbleibende Zeit sein …>>68

Viele ZJ können sich noch gut daran erinnern, wie das Jahr 1975 kam und ging. Die Enttäuschung unter den treuen Mitgliedern war groß, und die Wachtturmgesellschaft war wieder einmal in Verlegenheit. Aber die Farce ging dennoch weiter. Von 1976 bis 1981 behauptete die Wachtturm- gesellschaft wiederholt, Harmageddon sei <<sehr nahe>>. Von 1981 bis heute vertritt sie noch immer den Standpunkt, daß das Ende der Welt kurz bevorsteht.

64 siehe dazu die mit Fotos dokumentierte Diskussion in: Magnani, Dialogue with a Jehovah’s Witness, a.a.O., Bd. 2, S. 53ff.; Gruss, The Jehovah’s Witnesses and Prophetic Speculation, a.a.O., S. 13ff.

65 True Peace and Security – From What Sources?, WBTS, 1973, S. 83.

66 God’s Kingdom of a Thousand Years Has Approached, WBTS, 1973, S. 44.

67 Man’s Salvation Out of World Distress at Hand!, WBTS, 1975, S. 312.

68 ebd., S. 349.

Angeblich glauben ZJ, daß die autoritativen Aussagen der Wachtturmgesellschaft wahr und tatsächlich ein Produkt göttlicher Führung sind. Aber wenn die Wachtturm-gesellschaft zu jeder Zeit ihres Bestehens Unrecht hatte, wie können heute ZJ ihr noch vertrauen? Würde ein Arbeitgeber ein zehntes Mal jemanden einstellen, wenn dieser Angestellte neunmal beim Diebstahl ertappt wurde? Die Antwort auf diese Frage lautet Nein. Tausende ZJ haben die Wachtturmgesellschaft verlassen, nachdem durch diese falschen Prophezeiungen ihre hohen Erwartungen enttäuscht worden waren. Viele Tausend weitere haben sich zu einem Austritt entschlossen, nachdem sie diese falschen Prophezeiungen in der Literatur der Wachtturmgesellschaft nachgeprüft haben.

Noch immer behauptet die Wachtturmgesellschaft, daß ihre Mitglieder wegen <<ihrer unerschütterlichen Aufmerksamkeit gegenüber diesen inspirierten Prophezeiungen bis heute auf dem rechten Kurs geblieben sind. >>69

Liebe Leser, liebe Leserin, was halten Sie davon, nachdem Sie die im Laufe vieler Jahre ausgesprochenen falschen Prophezeiungen und das eigene Eingeständnis der Wachtturm- gesellschaft über ihre Lügen gelesen haben? Die Wachtturm- gesellschaft bleibt bei ihrer Behauptung über Harmageddon, daß <<Jehova das Datum seines Beginnes festgelegt hat >>.70 allerdings hat sie sich jedes Mal vertan, wenn sie dieses Datum vorhergesagt hat.

Was sagt aber Gott der Vater, zu dem Thema: die Wiederkunft seines Sohnes, die Bibel offenbart es uns: Matthäus 24, 36-42: Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater. Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. Dann werden zwei auf dem Feld sein; der eine wird genommen, und der andere wird zurückgelassen. Zwei werden auf der Mühle mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen. So wacht nun, da ihr nicht wißt, in welcher Stunde euer Jahwe kommt!  (vgl. Mt 25,13; Sach 14,7; Apg 1,7)

Im übrigen kommt der Name <<Harmageddon>> in den Heiligen Büchern, nur einmal vor (vgl. Offb 16,16). C (16,16) bed. >>Berg von Megiddo<< einer Stadt in der Jesreel-Ebene; vgl. Richter 5,19; 2Kö 23,29; 2Chr 35,22; Sach 12,11.

69 ebd., Seite 283f.

70 ebd., Seite 309.

17. Ist die Wachtturmgesellschaft bereit, ihre falschen Prophezeiungen zuzugeben?

Die ZJ haben ernsthafte Irrtümer zugegeben. In einer ihrer offiziellen Publikationen gestehen sie ein, daß Charles Taze Russell mit seiner Voraussage über die Wiederkunft Christie im Jahr 1874 Unrecht hatte.71 Sie geben auch zu, mit ihren Voraussagen über 1914 und 1925 im Irrtum gewesen zu sein.72 Den gleichen Fehler gestehen sie auch im Hinblick auf ihre Voraussage über 1975 ein.73 dennoch behaupten sie in ihrem Jahrbuch von 1975, daß seit mehr als einem Jahrhundert <<die Diener Jehovas geistliche Erleuchtung und Führung erlebt zu haben>>74.

Liebe Leser, liebe Leserin, was halten Sie davon? Zeigen die zuvor angeführten Beweise, daß die ZJ den zweiten, von ihnen selbst niedergelegten Test bestanden haben, nämlich daß jede Prophezeiung, die im Namen Gottes ausgesprochen wird, eintreffen muß? Haben sich ihre Prophezeiungen zu 100% erfüllt?75

71 ebd., S. 287. Unter Eid sagte Halden C. Covington, der Rechtsberater der Wachtturmgesellschaft, aus, die Prophezeiung sei falsch gewesen, hätte aber dennoch von den Zeugen Jehovas akzeptiert werden müssen, um die <<Einheit um jeden Preis>> aufrechtzuerhalten. Siehe Mitschrift in: Gruss, The Jehovah’s Witnesses and Prophetic Speculation, a.a.O., S. 99ff.

72 1975 Yearbook of Jehovah’s Witnesses, WBTS, 1975, S. 76; S. 145f.

73 1980 Yearbook of Jehovah’s Witnesses, WBTS, 1979, S. 30f.

74 1975 Yearbook of Jehovah’s Witnesses, a.a.O., 245.

75 Weitere Dokumentation über die Unterdrückung von wichtigen Informationen durch die Wachtturmgesellsachaft in: Gruss, The Jehovah’s Witnesses and Prophetic Speculation, a.a.O., und im Buch des ehemaligen Mitglieds Carl Olof Johnsson, The Gentile Times Reconsidered, La Jolla, 1983.

Wenn nicht, kann dann die Wachtturmgesellschaft zu Recht behaupten, in der heutigen Zeit für die Menschen auf Erden das einzige Sprachrohr Gottes zu sein?

Testfrage 3: Wenn die Wachtturmgesellschaft das einzige Sprachrohr Gottes auf Erden ist, sollte ihre Lehrautorität vertrauenswürdig sein. Ist das der Fall?

18. Hat die Wachtturmgesellschaft jemals gelogen bzw. wichtige Lehren, Daten und Bibelauslegungen vertuscht und abgeändert?

Wenn Gott wirklich durch die Wachtturmgesellschaft zu allen Menschen spricht, indem Er ihr prophetische Aussagen, Bibelauslegungen und andere Anweisungen gibt, dann lässt eine Lektüre der von der Wachtturmgesellschaft veröffentlichten Literatur vermuten, daß Er sehr häufig Seine Meinung ändert. Diese Worte und auch unsere Frage mögen schonungslos klingen, aber wir handeln damit im Einklang mit der unten zitierten Empfehlung von <<Richter>> Rutherford.

Wenn die Botschaft, die die ZJ den Menschen bringen, wahr ist, dann ist sie für die Menschheit von größter Bedeutung! Wenn sie falsch ist, dann ist es die Pflicht der Leiter der Wachtturmgesellschaft und anderer, die sie unterstützen, mutig vorzutreten und den Menschen offen zu sagen, wo ihre Irrtümer liegen (The Golden Age, 18. Januar 1933, Seite 252).

Tatsächlich haben die Leiter der Wachtturmgesellschaft gelogen und wichtiges Material unterdrückt. Sogar in der Zeitschrift – The Watchtower – werden die Leser ermutigt, <<die Wahrheit vor den Feinden „Gottes“ zu verbergen>> (01. Juni 1960, S. 352). Demnach ist es rechtens, Menschen die <<Feinde „Gottes“>> zu täuschen, aber ein solches Verhalten wird nicht als Lüge bezeichnet. Diese Haltung erklärt sich aus einer anderen Definition des Begriffs Lüge, und zwar, wenn man <<etwas Falsches sagt zu einer Person, die berechtigt ist, die Wahrheit zu wissen …>>76. In Wirklichkeit hat jedoch die Wachtturmgesellschaft nicht nur die <<Feinde „Gottes“ angelogen, sondern auch ihre eigenen Mitglieder.

Nachfolgend führen wir einige der Änderungen bei Daten, Prophezeiungen und Lehren ihres Bestehens vorgenommen hat.

1. Die Wachtturmgesellschaft hat den Termin für den Beginn der <<Endzeit>> von 1799 auf 1914 verlegt.

2. Das Datum der Wiederkunft Christi wurde von 1874 auf 1914 abgeändert.

3. Der Charakter der Wiederkunft Christi als sichtbare Rückkehr zur Erde wurde geändert in eine himmlische und unsichtbare Rückkehr.

4. Der Zeitpunkt der <<ersten Auferstehung>> wurde von 1878 auf 1914 verlegt.

5. Der Termin für das Ende der ~ 6000 Jahr seit der Schöpfung wurde vom Jahr 1872 auf 1972 und dann noch einmal auf 1975 angeändert.77

Warum kam es zu so vielen Änderungen? Die Antwort darauf ist einfach: Weil die vorhergesagten Ereignisse nicht eintrafen. Die Änderungen waren erforderlich, um die faschen Prophezeiungen der Wachtturmgesellschaft zu vertuschen und um zu verdrängen, daß sie in Wahrheit nicht das Sprachrohr Gottes war, sonder geleitet von Dämonen.

Ich muß es ganz deutlich sagen, das betrifft alle Wachtturm Anhänger, wenn Ihr nicht austretet, von den Zeugen Jehovas, dann ist euer sicherer Aufenthalt schon jetzt bestimmt. Dort hinzukommen wo Satan euch haben will, im Totenreich und danach das Gericht (vgl. 2.Timotheus 2,26; Jakobus 4,7; 2.Petrus 2,2; Hebräer 9,27). Denn der wahre und einzige Gott, der Vater, sagt zu euch: … »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung«. (Hebräer 3,15)

76 Aid to Bible Understanding, a.a.O., S. 1060.

77 Gruss, Apostles of Denial, a.a.O., S. 232ff. (Zitate aus Originaldokumenten).

Als nächstes wollen wir uns ein paar Änderungen ansehen, die die Wachtturmgesellschaft bei wichtigen Lehren vorgenommen hat.

1. Die Wachtturmgesellschaft hat ihre Lehre über lebensrettende Impfungen von einer völligen Ablehnung in eine Erlaubnis umgewandelt.

2. Die Wachtturmgesellschaft hat die Identität des <<treuen und klugen Knechts>> von Charles Taze Russell, ihrem ersten Präsidenten, auf die Wachtturmgesellschaft selbst übertragen.

3. Die Wachtturmgesellschaft deutete das Buch Ruth zunächst als reines Geschichtswerk, aber später sollte es als prophetisches Buch gelesen werden.

4. Die Wachtturmgesellschaft änderte ihre Meinung über die Identität von <<Abaddon>> in Offenbarung 11. Zunächst war dieser Engel Satan, dann Jesus Christus.

5. In ihren frühen Jahren akzeptierte die Wachtturm-gesellschaft Bluttransfusionen, aber später machte sie die Ablehnung dieser medizinischen Maßnahme zu einer wichtigen Lehre.

6. Die Wachtturmgesellschaft akzeptierte zunächst die Anbetung Jesu, aber heute lehnt sie diese ab.

7. Die Wachtturmgesellschaft änderte die Lehre über die Auferstehung der Toten. Zunächst sollten alle Menschen auferstehen, heute nur noch einige.

8. Auch ihre Sicht über Israel änderte sich, und zwar von einer wörtlichen (Israel als Nation) zu einer geistlichen (alle Gläubigen sind Israel).

9. Die Wachtturmgesellschaft änderte die Definition des Begriffs <<Obrigkeiten>> aus Römer 13. zuerst waren es politische Herrscher auf Erden, dann Gott und Jesus im Himmel, und jetzt sind es wieder politische Machthaber auf erden.78

Angesichts dieser vielen Änderungen fragt man sich: <<Kann der durchschnittliche Zeuge Jehovas wissen, ob das, was heute als Wahrheit verkündet wird, nicht morgen zum Irrtum erklärt wird? >> Der ehemalige Zeuge Jehovas Edmond Gruss zeigt in seinem Standardwerk auf, daß nach Russells Tod <<Tausende Umdeutungen der Schrift>> und viele neue Lehrpunkte entstanden; er belegt das anhand vieler Beweise.79

William J. Schnell, ebenfalls ein früherer ZJ, merkt dazu an: <<Ich hatte bemerkt, wie die Zeitschrift (Der Wachtturm) zwischen 1917 und 1928 unsere Lehren nicht weniger als 148-mal veränderte …>>.80 Ein Beispiel ist der Text in Lukas 16,19-31, der auf fünf verschiedene Weisen ausgelegt wurde.81 Wie kann dann ein durchnittlicher ZJ wissen, was Gott mit einem Bibelwort wirklich sagen wollte?82

Die oben angeführten Beispiele sind nur eine kleine Auswahl der Änderungen, die die Wachtturmgesellschaft im „Namen Gottes“ bei ihrer Bibelauslegung, ihrer Lehre und ihrem prophetischen Zeitangaben gemacht hat.

78 Bis auf das erste stammen alle Beispiele aus: Gruss, We Left Jehovah’s Witnesses, a Non-Prophet-Organization, a.a.O., S. 156-159, Zitate aus Originaldokumenten.

79 Gruss, Apostles of Denial, a.a.O., S. 10, vgl. S. 55-66, 76.

80 William J. Schnell, Jehovah’s Witnesses Errors Exposed, Grand Rapids, 1975, S. 13.

81vgl. Dazu die Russell-White-Debatte von 1908; J. F. Rutherford, Reconciliation, WBTS, 1928, S. 175f., The New World, WBTS, 1942, S. 360f., Let God Be True, WBTS, 1946, S. 79; 1952, S. 98.

82 Selbst die offizielle Darstellung ihrer Entstehungsgeschichte wurde abgeändert; siehe dazu Gruss, Apostels of Denial, a.a.O., S. 19-37.

Stützen ihre Aussagen den Anspruch, daß die Wachtturm- gesellschaft <<seit ihrer Entstehung bis heute>> „Gottes“ einziges <<kollektives Sprachrohr für die Vermittlung der biblischen Wahrheit an die Menschen auf Erden>> ist? Bestätigen ihre falschen Prophezeiungen die Behauptung, seit mehr als einem Jahrhundert hätten sich die Diener Jehovas <<der geistlichen Erleuchtung und Führung erfreut>>?83

Man fragt sich, wie die Wachtturmgesellschaft behaupten kann, daß <<Jehova keine Fehler macht>>84, wenn sie gleichzeitig für sich in Anspruch nimmt, daß Jehova durch sie spricht? In der Bibel sagt Gott selbst, Er sei ein Gott der Wahrheit, der nicht lügen kann (vgl. Hebräer 6,18; Titus 1,2; 4.Mose 23,19). Es ist Gott sogar unmöglich zu lügen, weil keine Lüge aus der Wahrheit ist (vgl. 1.Johannes 2,21). Gott macht keine Fehler bei Terminen, und Er ändert auch nicht Seine Meinung bei Lehrpunkten.

Wir müssen deshalb zur Schlußfolgerung kommen, daß die Wachtturmgesellschaft Millionen Menschen in die Irre geführt und Sie bewußt belogen hat, mit ihrer Behauptung, sie allein sei in der heutigen Zeit das Sprachrohr Gottes auf Erden zu sein.

Testfrage 4: Wenn die Wachtturmgesellschaft zugibt, daß sie viele ihrer Lehren von Engeln oder Geistwesen empfangen hat, diese Lehrpunkte sich jedoch als falsch erwiesen haben, ist eine solche Quelle dann vertrauenswürdig?

83 1975 Yearbook of Jehovah’s Witnesses, a.a.O., S. 245.

84 J. F. Rutherford, Prophecy, WBTS, 1929, S. 67f., Awake!, 22. März 1963.

19. Hat die Wachtturmgesellschaft jemals behauptet, sie hätte ihre Informationen von Engeln oder Geistwesen erhalten?

Es kann nachgewiesen werden, daß die Wachtturm-gesellschaft in ihren frühen Jahren Berührung mit dem Okkultismus hatte,85 obwohl sich ihre offizielle Position über okkulte Aktivitäten scheinbar in Einklang befindet mit dem Verbot in 5.Buch Mose 18,9-12. Dennoch scheint die Wachtturmgesellschaft auch heute unbeabsichtigt im Okkulten verstrickt zu sein, und zwar auf eine ganz bestimmte Weise: Sie scheint die Führung und Offenbarungen von Dämonen zu tolerieren, die sich als Engel oder Geistwesen tarnen (2.Korinther 11,14). In der Vergangenheit hat die Wachtturmgesellschaft behauptet, die Arbeit ihrer Bibelübersetzer und die Ausführung über Lehre und Praxis der ZJ seien unter der <<Führung von Engeln>> erfolgt. Wenn das tatsächlich geschehen ist und die Bibelübersetzung, Lehren und Praxis der Wachtturm-gesellschaft jedoch nicht biblischen, moralischen und akademischen Maßstäben entsprechen, ist es unwahrscheinlich, daß diese übernatürliche Hilfe von Gott kam. Engel Gottes würden niemals einer Organisation helfen, die das wahre Wesen Gottes leugnet, Sein Wort absichtlich entstellt und Seinen Sohn ablehnt. Aber  Gottes Wort sagt auch, daß gefallene Engel – Dämonen – so etwas tun würden, und zwar in Gestalt von <<Engel des Lichts>> (vgl. 2.Korinther 11,14; 2.Petrus 2,1; Judas 5-6; Offenbarung 9,11).

Neben dem eindeutigen Anspruch der Wachtturm-gesellschaft, <<Engel>> hätten ihre Übersetzer bei der Erstellung der Neue- Welt- Bibelübersetzung geleitet, erfuhr Bill Cetnar, ein früherer Mitarbeiter in der Service- Abteilung im Hauptquartier der Zeugen Jehovas in Brooklyn, New York, daß viele Auffassungen der Wachtturmgesellschaft auch von einem Medium vertreten wurden.

85 siehe dazu die Fußnote 86, und dort den Vermerk über Roy Goodrich.

Die Aussagen dieses Mediums wurden sogar von der Wachtturmgesellschaft zitiert.86

<<Richter>> Rutherford sagte offen, daß die Zeitschrift the Watchtower mit Hilfe von Engeln zustande kam: <<… durch Seinen Engel sorgt der Herr dafür, daß die Informationen Seinem Volk zur rechten Zeit gegeben werden …>>87 Der ehemalige Weltpräsident F. W. Franz erwähnt ebenfalls die Führung von Engeln in der Wachtturmgesellschaft. Er sagte: <<Wir glauben, daß die Engel Gottes gebraucht werden, um die Zeugen Jehovas zu leiten.>>88

Unter anderem wird in der Zeitschrift der Wachtturm behauptet, daß Engel Erleuchtung und Trost bringen, erfrischende Wahrheiten und Informationen für <<das gesalbte Volk Gottes>>89.

Eine andere deutliche Aussage über ihre Auffassung, die Leitung der ZJ befindet sich unter der Führung von Engeln, lesen wir in der Zeitschrift – The Watchtower: <<Heute verkünden ZJ die gute Nachricht über das Königreich unter der Führung und mit Hilfe von Engeln>>.90

86 William & Joan Cetnar, Questions For Jehovah’s Witnesses, a.a.O., S. 53 (vgl. S. 48-55). Die Übersetzung von Johannes Greber wird u. a. zitiert in Make Sure of All Things, S. 489. Greber war ein spiritistisches Medium, und er behauptete, daß seine Übersetzung aus der Geisterwelt stamme. Johannes 1,1, Hebräer 1,8 und andere Texte werden bei ihm genauso übersetzt wie in der NWÜ. Roy Goodrich, der Leiter der Splittergruppe <<Back to the Bible Way>>, behandelt in seinem Artikel <<Demonism and the Watchtower>> die Verstrickung der Wachtturmgesellschaft in Psychometrie und Radionik. Es handelt sich dabei um spiritistische Diagnosemethoden in der Medizin.

 

87 Rutherford, Richter, WBTS, 1936, S. 316 und Vindication, WBTS, 1932, Bd. 3, S. 250.

88 William & Joan Cetnar, a.a.O., S. 55.

89 Rutherford, Preparation, a.a.O., S. 35-38,67.

90 The Watchtower, 01. April 1972, S. 200; vgl. 01. September 1932, S. 263.

In der Zeitschrift The Watchtower vom 01.12. 1981 (S. 27) und vom 15.07. 1960 (S. 439) behauptet die Leitung der ZJ, sie sei Gottes <<Kanal der Kommunikation>>, und sie würde diese Funktion des <<Kanalisierens>>91 seit den Tagen von Rutherford aktiv ausüben.

In der Ausgabe vom 01. April 1972 (S. 200) wird die Behauptung aufgestellt, daß jede Art von geistlicher Führung von unsichtbaren Engeln durchgeführt werde. Den Ausführungen in den Ausgaben vom 15. November 1933 (S. 344), vom 01. November 1935 (S. 331) und vom 15. Dezember 1987 (S. 7) zufolge sind der Name <<Zeugen Jehovas>> sowie deren Hauptlehre von der unsichtbaren Wiederkunft Christi im Jahr 1914 von Engeln übermittelt worden.

Unter dem zweiten Weltpräsidenten Rutherford erhielten die ZJ die meisten ihrer Grundlehren. Rutherford war jedoch der Meinung, der Geist Gottes sei nicht mehr sein Lehrer gewesen, sondern an dessen Stelle seinen Engel getreten, die ihn belehrt hätten (The Watchtower, 01. September 1930, S. 263 und 01. Februar 1935, S. 41; Rutherford, Richter, 1936, S. 316).

91 Hier wird der englische Begriff <<channeling>> auf die gleiche Weise verwendet, wie der Ausdruck <<Channeling>> in der New- Age- Bewegung.

Die heutige Leitung der Wachtturmgesellschaft behauptet, daß ihr sowohl vom „Geist Gottes“ als auch von Engeln Informationen übermittelt werden (The Watchtower, 01. März 1972, S. 155; 01. August 1987, S. 19).92

Diese erstaunlichen Eingeständnisse der Wachtturm-gesellschaft, sie empfange Informationen und Leitung von <<Engeln>>, in Verbindung mit ihren falschen Prophezeiungen, ihrer parteiischen Bibelübersetzung sowie ihren unbiblischen Lehren lassen die Schlußfolgerung zu, daß die Wachtturmgesellschaft ihre Informationen nicht von Gott, sondern von Dämonen erhält.

92 Ein Grossteil dieser Fakten stammt von Duane Magnani vom christlichen Sekten- Dienst Witness, Inc. Weitere Informationen über die Behauptung der Wachtturm-gesellschaft, sie empfange richtungsweisende Hinweise aus der Geisterwelt, sind erhältlich bei Witness, Inc., P.O. Box 597, Clayton, CA 94517, USA, oder im Internet unter www.witnessinc.com  

 

20. Woher stammt der Name Jehova (Jehovah’s)?

 

Was sind das für Zeichen auf unserer Hintergrundgrafik?

Die Zeichen auf unserer Hintergrundgrafik sind hebräische Schriftzeichen - und zwar die vier Buchstaben JHWH. Dabei handelt es sich um den Namen JAHWE, mit dem sich Gott gegenüber Israel offenbarte. In der hebräischen Schrift gibt es keine Vokale, so daß der Gottesname Jahweh mit dem sogenannten “Tetragrammaton” JHWH geschrieben wird.

Vielleicht fällt Dir auf, daß in der normalen Leserichtung nicht der zweite und vierte Buchstabe gleich sind, wie man das bei JHWH erwarten sollte, sondern der erste und dritte Buchstabe. Das liegt daran, daß Hebräisch andersherum gelesen wird, also von rechts nach links. Von links nach rechts gelesen bedeuten die vier Buchstaben alsoHWHJ.



Heißt der Name Gottes Jahweh oder Jehova?

»Jahwe ist Jesus Christus, das ist der biblische Beweis«

Um den Text besser verstehen zu können, muss man wissen, dass Luther im Alten Testament das hebräische Wort JHWH mit einem groß geschriebenen HERR übersetzt hat und das selbe im NT, da wurde»Herr« klein geschrieben. Es geht also um Jahwe - um Gott.

Im hebr. Jahweh - Zidkenu

Im deut. Jahwe - Zidkenu

Dieser Gott hat einen Eigennamen, der nur Ihm zugeschrieben wird. Es ist ein Name, der Ihm von niemandem gegeben wurde, sondern den Er sich selbst gegeben hat und der beschreibt, wer Er ist.

Dieser Name heißt: »Jachwe oder Jahwe, je nach Aussprache«.

Das Wort Jehova, können Sie glatt vergessen! Ich verstehe nicht, wie eine gute Bibelübersetzung, wie z.B. die Elberfelderbibel so einen Namen hinein nehmen konnte. Jehova, das ist ein Zwitter-Name, das ist ein selbst erfundener Name im Mittelalter um etwa 1520. Jehova gibt es nicht, absolut nicht! Das ist Götze, aus der Hand von Menschen erdacht. Dahinter stehen aber Dämonen, wie wir heute aus dem Buch – Fakten über die Zeugen Jehovas – wissen.

Jachwe oder Jahwe ist der heilige Name Gottes, indem ein Mensch wenn er Jahwe anruft im gebet gerettet werden kann, wie es geschrieben Steht:

Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: alle haben denselben Jahwe, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Jahwes anruft, wird gerettet werden«. (Römer 10,12-13; vgl. Joel 3,5)

Als Mose nach der ersten Begegnung mit dem Pharao und dessen Anordnungen (2. Buch Mose Kapitel 5) sehr niedergeschlagen war, richtete der Ewige ihn auf mit den Worten: Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der Jahwe; ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als »Gott, der Allmächtige«; aber mit meinem Namen »Jahwe« habe ich mich ihnen nicht geoffenbart. (2.Mo 6,2-3)

Was bedeutet dieser Name?

Der Herr erklärt Mose auf dessen Frage nach Seinem Namen: Gott sprach zu Mose: »Ich bin, der ich bin!« Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: »Ich bin«, der hat mich zu euch gesandt. Und weiter sprach Gott zu Mose: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name ewiglich, ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken sollt von Geschlecht zu Geschlecht. (2.Mo 3,14-15)

Damit unterscheidet sich Gott von allen anderen Göttern, denn Jahwebedeutet: «Ich bin, der ich bin.» Dieser Name beschreibt die ewige Existenz Gottes, das, was Er in Seiner ganzen Person ist.

Abraham Meister schreibt: »Jahwe« ist das absolute »Ich« in seiner höchsten Gottesfülle. Der Eigenname Gottes kann auf neun verschiedene Arten übersetzt werden. Daran sehen wir, wer Gott ist:

Ich bin, der ich bin.

Ich bin, der ich war.

Ich bin, der ich sein werde.

Ich war, der ich bin.

Ich war, der ich war.

Ich war, der ich sein werde.

Ich werde sein, der ich bin.

Ich werde sein, der ich war.

Ich werde sein, der ich sein werde.

Das heißt: »Ich bin der, der nie ins Dasein gekommen ist, der immer schon ist, der aus sich selbst heraus existiert, der Unveränderliche, Selbstseiende und ewig Gegenwärtige.«

Abraham Meister schreibt darüber: »Die Wurzel »hawa«, von welcherJaweh abgeleitet ist, bedeutet »werden«»sein«. Er ist demnach der»Seiende«, der Sich als der »Werdende« bekannt macht. Er zeigt Sich also in einer »beständigen und zunehmenden Selbstoffenbarung«. ... Er ist der eine »Selbstseiende«, der Sich Selbst offenbart. ...»Dieser Name war für die Juden so heilig, gross und unnahbar, daß sie ihn aus einer übertriebenen Ängstlichkeit vor dem dritten Gebot: Du sollst den Namen des Jahwe nicht mißbrauchen, nicht auszusprechen wagten. Sie haben dann statt Jahwe »HERR« (Adonai) gesagt.

Wo immer im AT & NT das Wort HERR anstelle von Jahwe geschrieben steht (das ist die Urtextbedeutung).  Und an stelle Jahwe wurde Jehova mißbräuchlich in manchen Bibel umgedeutet und den Namen Jahwe haben Sie ihrer Bedeutung beraubt. Und so ging der Name in Vergessenheit. Aber Gott wollte doch daß, das man Ihn so nennt. Sie sollten es wissen, und nicht totschweigen!

Denn die Schrift sagt zum Pharao: »Eben dazu habe ich dich aufstehen lassen, daß ich an dir meine Macht erweise, und daß mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde«. (Röm 9,17; vgl. 2Mo 9,16; Neh 9,9-10)

Sicher ist allerdings, daß die Vokalisierung des JHWH als “Jehova” falsch ist.

“Jehova” war vor allem im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gebräuchlich, wird heute allerdings nur noch von der pseudo-christlichen Sekte der Zeugen Jehovas benutzt.
 

Man geht heute davon aus, daß Israel der Name Gottes mit der Aussprache Jahweh offenbart wurde. Daß Jahweh ziemlich korrekt sein muß, konnte unter anderem durch ethymologische Sprachforschung bewiesen werden: Im Laufe der letzten hundert Jahre lernte man die verschiedenen Hieroglyphen alter Völker aus dem alten Orient zu entziffern. Bei manchen dieser Schriften gibt es auch Zeichen für Vokale - und in diesen Sprachen wurde der Name des Gottes Israelsmit Vokalen überliefert. 
 

Diese Fakten sind übrigens unter Zeugen Jehovas weithin unbekannt, da die Wachturmgesellschaft gerade an die Bedeutung des Namens “Jehova” verschiedene Irrlehren geknüpft hat und sich deshalb darüber ausschweigt, daß diese Aussprache mit großer Sicherheit falsch ist.

Angemerkt sei noch, daß in der sog. “Neuen Welt Übersetzung” (NWÜ) der Zeugen Jehovas der Name Jehova auch im Neuen Testament auftaucht, was geradezu eine Textfälschung darstellt, da das Neue Testament in griechischer Sprache verfaßt wurde und daher im Originaltext an keiner einzigen Stelle das hebräische Wort JHWH enthält. Das JHWH steht ausschließlich im hebräischen Alten Testament. An den Stellen im Neuen Testament, die die Übersetzung der Zeugen Jehovas fälschlicherweise mit “Jehova” übersetzt, steht im Originaltext “kyrios” (= Herr). Durch die Einfügung von Jehova statt kyrios = “Herr” entsteht häufig auch eine (durchaus gewollte) Verdrehung der Bedeutung, da “kyrios” an vielen Stellen des Neuen Testaments nicht den Vater, sondern Jesus meint. Jedenfalls ist es in meinen Augen so etwas wie tragische Ironie, daß die Zeugen Jehovas auch vom Namen her nicht den wahren Namen Gottes bezeugen, sondern nur eine künstliche Verfremdung - wie die Lehre der Wachturmgesellschaft, so auch der Name. Es gelten aber nicht diese menschlichen Lehren, sondern allein das Wort der Bibel:

Apostelgeschichte 4,12:
Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!

Ich grüße alle, die bis hierhin gelesen haben, in diesem wunderbaren Namen, in dem allein das Heil ist: = JAHWE = JESUS Christus!

21. Schlußbemerkung

Lieber Leser, liebe Leserin, was können Sie tun, wenn Sie ein Zeuge oder eine Zeugin Jehovas sind und den aufrichtigen Wusch haben, für Gott und Jesus Christus zu leben, sich aber unsicher sind über das, was man Sie gelehrt hat?

Wenn Sie Zeuge Jehovas sind, möchten wir Sie erstens bitten, nicht den Mut zu verlieren. Nehmen Sie nicht Abstand von den wahren Gott, nur weil jemand Sie angelogen hat. Vielleicht haben Sie die Behauptung der Wachtturmgesellschaft ungeprüft übernommen. Vielleicht wird Gott Ihre Zweifel und Ihre Ernüchterung benutzen, um Sie zur Wahrheit und zu einer persönlichen Beziehung zu Ihm zu führen.

Ich (P. R.) selbst war in meinen jungen Jahren, auch mal bei den Zeugen Jehovas. Aber es hat mir irgendwie, nichts gebracht. Irgendwie mußte ich, daß das nicht das richtige ist. Und mir kamen oft viele Zweifel an die Aussagen von damaligem Mitarbeiter der mich leitete.

Zweitens möchten wir, daß Sie eines begreifen: Sie sind nicht allein. Nach Schätzungen von Raymond Franz, einem ehemaligen Mitglied der weltweiten Leitenden Körperschaft, sind zwischen 1970 und 1979 etwa 750 000 Zeugen Jehovas aus der Wachtturmgesellschaft entweder ausgeschlossen worden oder ausgetreten.93

Drittens möchten wir Sie bitten, selbst die Initiative zu ergreifen und sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen. Der Wachtturm hat Ihnen früher gesagt, daß <<aufrichtige nach der Wahrheit Suchende wissen wollen, was richtig ist>>94. Wenn Sie die Bibel selbst studieren und sich in Demut an Gott wenden, dann wird Er Ihnen die Wahrheit zeigen: << Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid! >> (Jakobus 1,5; 4,8)

Bitten Sie Ihn, und Er wird Ihnen helfen. Glauben und gehorchen Sie Seinem Wort, ohne es verändern zu wollen, dann werden Sie die Wahrheit erkennen. Dann wird das geschehen, was Jesus versprochen hat: Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!  (Johannes 8,31-32)

Viertens möchten wir Sie bitten, die freie Gnadengabe der Erlösung in Jesus Christus anzunehmen. Sie können dieses Geschenk Gottes nicht mit Werken verdienen! Gott will nicht, daß Sie Ihr Leben in einem hoffnungslosen, nie endenden Ringen verbringen, Ihre Erlösung zu verdienen, indem Sie Seinen Maßstäben der Vollkommenheit gerecht werden wollen. Er hat uns bereits gesagt, daß das kein Mensch schaffen kann. Wegen Ihres sündhaften, gefallenen Wesens wird Ihnen das nie gelingen (vgl. Römer 8,3-4).

Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet!  (Epheser 2,4-5; vgl. Römer 8,3-4)

93 Raymond Franz, Crisis of Conscience, a.a.O., S. 31.

94 Is This Life All There Is?, WBTS, 1974, S. 39.

Die frohe Botschaft, die Gott uns allen verkündet, lautet:

So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.  (Römer 8,1)

Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. (Römer 5,6)

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Jahwe.  (Römer 6,23)

Wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. (Römer 4,5)

Weil wir erkannt haben, daß der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Werken des Gesetzes, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird. Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit, so ist Christus vergeblich gestorben. (Galater 2,16.21)

Fünftens will Gott, daß Sie Ihm Ihre Sünden bekennen und die Vergebung, die Er durch das vergossene Blut Christi bewirkt hat, annehmen. Lesen Sie bitte Jesaja 55, 1-3 und erkennen Sie, wie sehr sich Gott danach sehnt, daß Sie in Ihm Ruhr finden. Haben Sie Sehnsucht nach ewigen Leben? Aus dem Wort Gottes können Sie wissen, daß Sie es haben:

Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Zeugnis in sich selbst; wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott von seinem Sohn abgelegt hat. Und darin besteht das Zeugnis, daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wißt, daß ihr ewiges Leben habt, und damit ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. (1.Johannes 5,10-13)

Sie können jetzt, in diesem Moment, das Geschenk der Erlösung empfangen und wissen, daß Sie ewiges Leben haben, wenn Sie aufrichtigen Herzens dieses Gebet sprechen:

Allmächtiger Vater, der du bist im Himmel, im Namen Jesus Christus, ich bin verwirrt, aber ich sehne mich danach, Dich zu kennen und Dir zu dienen als Dem, der Du wirklich bist. Bitte offenbare Dich mir. Ich bekenne, daß ich ein Sünder bin und das ich mir Deine Gnade nicht verdienen kann. Ich glaube an die Worte Jesu, wenn Er sagte: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, daß ich dir gesagt habe: Ihr müßt von neuem geboren werden!  (Johannes 3, 3.5-7)

Ich nehme jetzt Jesus Christus als meinen Jahwe und Erlöser in mein Leben auf. Er ist mein Gott, und ich will Ihm und Deinem Wort treu sein. Bitte hilf mir, es richtig zu verstehen und anzuwenden. Amen.

 Überarbeitet von P.R. = Petto, Ricardo.

Literaturempfehlung: Monika Deppe, die Zeugen Jehovas – auch ich habe ihnen geglaubt, Brunnen Verlag, Giessen, 1996. Dr. Lothar Gassmann, Zeugen Jehovas, Hänssler-Verlag, Holzgerlingen, 1996. Raymond Franz, der Gewissenskonflikt, Claudius-Verlag, München, 1996.

Anhang:

Ich habe noch keine Übersetzung gelesen, die so teuflisch und so sehr zu verurteilen ist wie die so genannte Übersetzung der Zeugen Jehovas. … Sie (die Wachtturmgesellschaft) hassen Jesus Christus>> (Dr. Julius Mantey, <<Distortions of the New Testament>>, Audiokassette T-2, erhältlich bei Witness Inc.).

 Schreiben vom 11. Juli 1974 (siehe dazu den Vermerk auf Seite 37 dieser Informationsschrift). Unter dem Kapitel 13. Was sagen anerkannte Sprachwissenschaftler über die Genauigkeit der NWÜ?

 An die Watchtower Bible & Tract Society (Wachtturm-gesellschaft) 117 Adams St. Brooklyn, New York 11201

 Sehr geehrte Damen und Herren,

mir liegt eine Kopie Ihres Schreibens an CARIS, Santa Ana, Kalifornien, vor. Ich möchte Ihnen mitteilen, daß ich nicht einverstanden bin mit Aussagen, die in diesem Brief gemacht wurden und mit Ihrer Art, aus der griechischen Grammatik von Dana und Mantey zu zitieren.

 1. Zu Ihrer Aussage <<ihr Werk erlaubt die Wiedergabe von Johannes 1,1, wie sie in der Interlinear- Übersetzung des griechischen Neuen Testaments steht.>> In unserer Grammatik haben wir nicht angedeutet, daß <<ein Gott>> eine zulässige Übersetzung von Johannes 1,1 ist.

A. Wir hatten keine <<Regeln>> aufgestellt, welche die Trinität unterstützt.

B. Auch haben wir nicht festgestellt, daß wir jemals diese Absicht hatten. Wir haben nur die Fakten beschrieben, die sich aus der biblischen Sprache ergeben.

C. Ihr Zitat aus Seite 148 (3) stammte aus einem Absatz mit der Überschrift: <<Mit dem Subjekt in einem verbindenden Satz>>. Dort wird an zwei Beispielen veranschaulicht, wie <<der Artikel auf das Subjekt verweist>>. Aber in diesem Absatz haben wir nichts über das Prädikat gesagt, bis auf die folgende Aussage: <<… wie es da steht, könnte die andere PERSON DER Trinität in theos beinhaltet sein.>> Ist das nicht das genaue Gegenteil von dem, was Ihre Übersetzung mit <<ein Gott>> andeutet? Sie haben mein Zitat aus dem Zusammenhang gerissen. Auf den Seiten 139 und 149 (VI) in unserer Grammatik haben wir erwähnt: <<… ohne den Artikel bedeutet theos das göttliche Wesen … theos en ho logos hebt den Artikel Christi am göttlichen Wesen hervor. >> Unsere Deutung befindet sich im Einklang mit der in der NEB (New English Bible; d. Übers.): <<Was Gott war, das war das Wort>> sowie mit der von Barclay: <<Das Wesen des Wortes war dasselbe wie das Wesen Gottes>>, die Sie in Ihrem Brief an CARIS zitiert haben.

2. Seit der Veröffentlichung von Colwells und Harners Artikeln in JBL. (Journal of Biblical Literature), insbesondere des Beitrags von Harner, ist es weder wissenschaftlich noch vernünftig, Johannes 1,1 mit <<das Wort war ein Gott>> zu übersetzen. Die Wortstellung hat eine solche Wiedergabe veraltet und unkorrekt werden lassen.

3. Ihr Zitat von der Regel Colwells ist unangemessen, weil darin nur ein Teil seiner Erkenntnisse wiedergegeben wird. Weggelassen haben Sie die starke Einschränkung: <<Ein Prädikatsnomen, das dem Verb vorangeht, kann nicht als unbestimmtes oder <<qualitatives>> Subjekt übersetzt werden, nur weil der Artikel fehlt.>>

4. Prof. Harner (in: JBL, Bd. 92,1, 1973) ist über die Forschung von Colwell hinaus gegangen und hat entdeckt, daß Prädikatsnomen ohne Artikel vor dem Verb hauptsächlich dazu dienen, das Wesen oder den Charakter des Subjekts ausdrücken. Er konnte das bei 53 Texten im Johannesevangelium und bei acht im Markusevangelium nachweisen. Beiden Wissenschaft-ler zufolge setzten die Schreiber der Evangelien das Prädikatsnomen regelmäßig hinter das Verb, wenn sie eine Unbestimmtheit ausdrücken wollten. Für Colwell und Harner ist theos in Johannes 1,1 nicht unbestimmt und sollte deshalb nicht übersetzt werden mit <<ein Gott>>. Heute scheinen allein die Autoren der Wachtturmgesellschaft eine solche Übersetzung zu befürworten. Die Beweise sprechen offenbar zu 99 Prozent gegen sie.

5. In Ihrem Brief schreiben Sie, daß der heilige Text  selbst die Richtschnur sein solle und <<nicht ein Handbuch mit Regeln>>. Wir sind Ihrer Meinung. Aber unsere Studien beweisen, daß die Zeugen Jehovas das genaue Gegenteil tun, wenn der <<heilige Text>> nicht mit ihren eigenen häretischen Auffassungen übereinstimmt, wie zum Beispiel die Übersetzung von kolasis mit Abschneidung, obwohl die Lexika als einzige Bedeutung dieses Wortes <<Strafe>> angeben. Die Fehlübersetzung von ego eimi mit <<ich bin gewesen>> in Johannes 8,58 ist ein weiteres Beispiel, oder die Hinzufügung von <<für alle Zeit>> in Hebräer 9,27, obwohl im griechischen Neuen Testament nichts Wiedergabe unterstützt, oder der Versuch, Christus herabzusetzen, indem arche tes ktiseos fehlerhaft mit <<Beginn der Schöpfung>> übersetzt wird, obwohl Christus gepriesen wird als <<der Schöpfer aller Dinge (Johannes 1,2) und als <<Gott gleich>> (Philipper 2,6), bevor Er sich erniedrigte und hier auf Erden in einem menschlichen Körper lebte. Mit Ihrem Zitat <<der Vater ist größer als ich>> (Johannes 14,28) wollen Sie beweisen, daß Christus nicht Gott gleich war, aber Sie übersehen dabei die Tatsache aus Philipper 2,6-8, denn zum Zeitpunkt, als Er diese Worte aussprach, befand Er sich noch im Zustand der freiwilligen Erniedrigung. Dieser Zustand endete, als Er in den Himmel auffuhr. Warum versuchen Sie, die Menschen bewußt zu täuschen, indem Sie in Lukas 23, 43 nach <<heute>> absichtlich ein Komma setzen, obwohl in den griechischen, lateinischen, deutschen und allein englischen Übersetzungen mit Ausnahme der Ihrigen und sogar im griechischen Text Ihrer Interlinear- Übersetzung das Komma nach lego (ich sage) steht und der Satz demnach heißen muß: <<Heute wirst du mit mir im Paradies sein>>, wie auch in 2.Korinther 5,8: <<den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn>>. Diesen Texten zufolge geht der erlöste Mensch nach dem Tod direkt in den Himmel, aber diese Lehre stimmt nicht überein mit Ihrer Auffassung, daß der Tod bis zur Aufstehung alles Leben beendet (vgl. Psalm 23,6 und Hebräer 1,10).

Das sind nur wenige Beispiele für Fehlübersetzungen und Pervertierungen des Wortes Gottes durch die Wachtturm-gesellschaft. Angesichts der oben angeführten Tatsachen und weil Sie in Ihren Zitaten meine Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen haben, fordere ich Sie hiermit auf, das Grammatikhandbuch des griechischen Neuen Testaments nicht mehr zu zitieren, so wie Sie es 24 Jahre lang getan haben. Weiter fordere ich Sie auf, von nun an dieses Werk oder mich in Ihren Publikationen nicht mehr zu zitieren. Außerdem verlange ich von Ihnen eine sofortige und öffentliche Entschuldigung in Ihrer Zeitschrift – Der Wachtturm –, weil meine Worte für das Fehlen des Artikels vor theos in Johannes 1,1 nicht relevant waren. Ich bitte Sie ferner, in einem Schreiben an CARIS zu erklären, daß Sie meine <<Regeln>> mißbraucht und falsch zitiert haben. Auf der Seite vor der Einleitung zu der Grammatik stehen die Worte: Alle Rechte vorbehalten – Reproduktionen dieses Werkes sind nicht zulässig ohne die Genehmigung des Verlags.>> Wenn Sie eine solche Genehmigung haben, schicken Sie mir bitte eine Fotokopie. Wenn Sie meinen Forderungen nicht nachkommen, werden Sie die Folgen zu tragen haben.

 Hochachtungsvoll

Julius R. Mantey

(Anmerkung der Autoren: Im Text dieses Briefes wurde eine leichte grammatische Korrektur vorgenommen.)

 Über die Verfasser:

John Ankerberg

Ist Moderator der überall in den USA bekannten, preisgekrönten <<John Ankerberg Show>>. Diese Fernsehsendung bietet ein Forum für Diskussionen über eine Vielfalt von Themen mit führenden Persönlichkeiten aus Christentum, anderen Religionen und Experten aus säkularen Bereichen. Ankerberg hat sein Studium in den Fächern Theologie, Kirchengeschichte und christliche Philosophie abgeschlossen und hält Vorträge in vielen Ländern.

John Weldon

Ist ans Buchautor und Mitverfasser zahlreicher Bücher bekannt. Er hat ein abgeschlossenes Studium in Soziologie, Theologie und christlicher Apologetik sowie ein Doktorat in vergleichenden Religionswissenschaften.

Alle 24 Bücher der Faktenreihe im Überblick:

18750 Fakten über die New- Age- Bewegung.

18751 Fakten über ganzheitliche Medizin und alternative Heilmethoden.

18752 Fakten über Psychologie, Selbstverwirklichung und Selbsthilfe.

18753 Fakten über Okkultismus.

18754 Fakten über das Leben nach dem Tod.

18755 Fakten über Sterbeerlebnisse.

18756 Fakten über Hellsehen.

18757 Fakten über Astrologie.

18758 Fakten über falsche Lehren in der Gemeinde Jesu.

18759 Fakten über Glaubensbewegung.

18760 Fakten über Geistwesen.

18761 Fakten über Engel.

18762 Fakten über Homosexualität.

18763 Fakten über Abtreibung.

18764 Fakten über die Freimaurer.

18765 Fakten über den Islam.

18766 Fakten über die Zeugen Jehovas.

18767 Fakten über die Mormonen.

18768 Fakten über den Katholizismus.

18769 Fakten über Schöpfung und Evolution.

18770 Fakten über Halloween.

18771 Fakten über Rockmusik.

18772 Fakten über UFOs.

18773 Fakten über Bibelübersetzung.

Informationen über Erscheinungstermine:

Tel. +41 44 952 14 15

Verlag Mitternachtsruf, Eichholzstrasse 38, CH-8330 Pfäffikon ZH. Tel: 044-952 14 15, Fax: 044-952 14 11, E-Mail:verlag@mitternachtsruf.ch

Verlag Mitternachtsruf, Kaltenbrunnenstrasse 7, D-79807 Lottstetten. Tel: (07745)8001, Fax: (07745)201, E-Mail: z.B.norbert.lieth@mitternachtsruf.ch

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