Die Weihnachtsgeschichte

Anmerkung zu Weihnachten, spricht Rene Malgo über das Thema: Gott, Baal, Weihnachten & wir. Auf www.youtube.de. 

Veröffentlicht am 20.12.2015 - Zionshalle, Dübendorf.

Eine sehr gute & aufschlussreiche Predigt.

Eine Wahrheitsgetreue Geschichte, über Jesus Christus

Die Weihnachtsgeschichte Jesus Christus des Messias

Da kamen die Weisen aus dem Morgenland

Matthäus 2,1-6: Als nun Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa, [1] in den Tagen des Königs Herodes, [2] siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten! Als das der König Herodes hörte, erschrak er, und ganz Jerusalem mit ihm. Und er rief alle obersten Priester [3] und Schriftgelehrten [4] des Volkes zusammen und erfragte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Sie aber sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben durch den Propheten: »Und du, Bethlehem im Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Judas; denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel weiden soll«. [5]

Aber warum erschrak Herodes und das Volk?

Wer kann diese Frage beantworten?

Die Bedeutung der Zahlen in Klammern:

[1] »Judäa« war die Bezeichnung für die Gegend um Jerusalem, die sich ungefähr mit dem alten Stammesgebiet von Juda deckt. Politisch war Judäa damals ein unter römischer Vorherrschaft stehendes Königreich mit Jerusalem als Hauptstadt, später stand es zeitweise unter direkter römischer Verwaltung.

[2] Gemeint ist Herodes d. Gr. (ca. 37 - 4 v. Chr.), ein Idumäer (Edomiter, vgl. 1Mo 36,1), der damals unter römischer Oberhoheit als König über Judäa herrschte. Jesus Christus wurde also ca. 5 v. Chr. geboren.

[3] Andere Übersetzung: Hohenpriester. Der Begriff bezeichnet den kleinen Kreis von führenden Priestern, die einen bestimmenden Einfluß im Hohen Rat hatten. Zu ihnen gehörten auch ehemalige Hohepriester, die abgesetzt worden waren, aber noch Einfluß hatten.

[4] Die Schriftgelehrten waren mit der Abschrift, Erforschung und Auslegung der heiligen Schriften des AT betraut.

[5] Alte Testament: Micha 5,1.3.

Matthäus 2,7-8: Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern erschienen war; und er sandte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht genau nach dem Kind. Und wenn ihr es gefunden habt, so laßt es mich wissen, damit auch ich komme und es anbete!

Anmerkung: Herodes hatte keineswegs die Absicht Jesus anzubeten, wie er sagte, denn das war eine Lüge. Denn Gott wußte die Absichten des Herodes bevor er es im Sinn hatte. Wenn das möglich gewesen wäre, dann hätte er Ihn auch töten lassen, wie die anderen Kinder, später wo er es vollstrecken ließ (Mt 2,13). Aber über Jesus hielt Gott seine Schützenten Hände, darum war es ihm auch nicht möglich, Ihn zu töten vor seiner Zeit.

Matthäus 2,9-12: Und als sie den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er ankam und über dem Ort stillstand, wo das Kind war. Als sie nun den Stern sahen, wurden sie sehr hoch erfreut; und sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind samt Maria, seiner Mutter. Da fielen sie nieder und beteten es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und da sie im Traum angewiesen wurden, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg zurück in ihr Land.

Anmerkung: Die Weisen aus dem Morgenland (mit Morgenland oder Orient werden jene Erdteile bezeichnet, die von Europa betrachtet im Osten bis Südosten und damit in Richtung der aufgehenden Sonne liegen. Gemeint ist speziell der Nahe Osten, obwohl ältere Definitionen auch den Fernen Osten einschließen. Der Gegensatz ist das Abendland). Wie viele es genau waren sagt uns Gott nicht, wie es in den Medien immer wieder falsch dargestellt wird. Und die weisen aus dem Morgenland, fanden das Kindlein im Haus und nicht im Stall und dort beteten sie es an und brachten ihre gaben dar.

Die Flucht nach Ägypten

Matthäus 2,13-15: Als sie aber weggezogen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten und bleibe dort, bis ich es dir sage; denn Herodes will das Kind suchen, um es umzubringen! Da stand er auf, nahm das Kind und seine Mutter bei Nacht mit sich und entfloh nach Ägypten. Und er blieb dort bis zum Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten geredet hat, der spricht: »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen«. (vgl. Hosea 11,1)

Anmerkung: Auch hier haben wir die Voraussicht Gottes, denn Er weis es bevor der Mensch es weis. Deshalb kann Er rechtzeitig Boten senden, die seine Anweisungen ausführen, und dann kann der Mensch das richtige tun. Damit sich das erfüllt, was zuvor Prophezeit worden ist, und das schon von mehreren Hunderten von Jahren.

Der Kindermord in Bethlehem

Matthäus 2,16-17: Als sich nun Herodes von den Weisen betrogen sah, wurde er sehr zornig, sandte hin und ließ alle Knaben töten, die in Bethlehem und in seinem ganzen Gebiet waren, von zwei Jahren und darunter, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erforscht hatte. Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist, der spricht: »Eine Stimme ist in Rama gehört worden, viel Jammern, Weinen und Klagen; Rahel beweint ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind«.   

Anmerkung: Nun erfüllte sich das schreckliche, was Gott zuvor schon wußte. Alle Kinder ließ Herodes töten, die in diesem Gebiet lebten. Nun könnte jemand fragen, wieso ließ Gott diese schreckliche tat zu? Dieser Kindermord geschah schon einmal, als Moses geboren wurde. Da ließ der Pharao alle neu geborene Kinder töten (2.Buch Mose 1,22). Hier können wir die beschränkte Macht Satans spüren, er ist es der die Pläne Gottes vereiteln will, aber darin hat er kein gelingen. Denn Gott ist übermächtig, an Wort und tat. Und deshalb kann Gott das eine und andere verhindern, bevor es geschieht. Wir können nicht immer verstehen, warum läßt Gott das zu, aber wir wissen heute am Ende der Tage, warum Gott das zuläßt, denn wenn wir im Himmel angekommen sind, werden wir Ihm nichts Fragen, weil das alles uns offenbart wird, wie es geschrieben steht in Johannes 16,23: Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was auch immer ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben! (vgl. Joh 16,13.25)

Die Rückkehr nach Nazareth

→ Lukas Kap. 2, Verse 39-40

Matthäus 2,19-23: Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph in Ägypten im Traum und spricht: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter zu dir und zieh in das Land Israel; denn die dem Kind nach dem Leben trachteten, sind gestorben! Da stand er auf, nahm das Kind und seine Mutter zu sich und ging in das Land Israel. Als er aber hörte, daß Archelaus [8] anstatt seines Vaters Herodes über Judäa regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und auf eine Anweisung hin, die er im Traum erhielt, zog er weg in das Gebiet Galiläas.[9] Und dort angekommen, ließ er sich in einer Stadt namens Nazareth nieder, damit erfüllt würde, was durch die Propheten gesagt ist, daß er ein Nazarener [10] genannt werden wird.

Anmerkung: [8] Archelaus:  Herodes Archelaos (lateinische Namensform Archelaus; * um 23 v. Chr.; † um 18 n. Chr.) war Ethnarch von Judäa.

Herodes Archelaos war wie ein Sohn von und dessen 4. Ehefrau, der Samaritanerin. Er wurde zusammen mit seinem Bruder in Rom erzogen.

Nach der Hinrichtung seiner Halbbrüder  und, die aus Herodes’ Ehe mit  stammten, durch den eigenen Vater im Jahr 7. v. Chr., wurde Archelaus zunächst von seinem ältesten Halbbruder aus erster Ehe verleumdet, die Hinrichtung betrieben zu haben. Antipater, der nach dem Tod der beliebten Mariamne-Söhne endlich zum Thronfolger ernannt worden war, wollte damit den jüngeren Konkurrenten aus dem Weg räumen. Es war jedoch bekannt, dass die Behauptung nicht stimmte.

Sein Vater, Herodes der Große, hatte ihn in der letzten Fassung seines Testaments zu seinem Nachfolger als König bestimmt. Nachdem sein Vater im Jahr 4 v. Chr., wenige Tage nach der Hinrichtung des Antipaters, gestorben war und Archelaos einen Aufruhr der Pharisäer im Tempel - bei dem 3000 Juden ums Leben kamen - brutal niedergeschlagen hatte, begab er sich nach Rom, um von Kaiser Augustus seinen Herrschaftsanspruch bestätigt zu bekommen. Gleichzeitig trat jedoch sein Bruder, Herodes Antipas, als sein Rivale in Rom auf. Augustus ernannte daraufhin Archelaos, trotz der Proteste von Antipas und vornehmer Juden, die seine Grausamkeit fürchteten, zum Ethnarchen über Judäa, Samaria und Idumäa. Er versprach ihm aber den Königstitel, sollte er gut regieren.

Archelaos war ein tyrannischer und launischer Regent, der Samariter und Juden gleichermaßen schlecht behandelte. Nach seiner Rückkehr ernannte er an Stelle des Joazar ben Boethos dessen Bruder Eleazar zum Hohepriester, doch dieser blieb nicht lange im Amt. An dessen Stelle trat bald Josua ben Sie, doch ihn ersetzte Archelaus kurz darauf durch Joazar ben Boethos. Bei den Juden erregte besonderen Anstoß, dass er seine erste Frau Mariamne - möglicherweise Antipaters Witwe - verstieß, um die Frau seines hingerichteten Halbbruders Alexander, Glaphyra, zu heiraten, obwohl diese seit Alexanders Tod mit dem afrikanisch-berbischen König Juba II. verheiratet war. Dies war nach jüdischen Gesetzen eine sündhafte Verbindung.

Archelaos hatte ein Jahreseinkommen von 600 Talenten aus Steuern und eigenem Besitz. In Jericho stellte er den Königspalast prächtig wieder her. Zudem leitete er die Hälfte des Wassers, das den Ort Neara versorgte, auf ein mit Palmbäumen bepflanztes Feld. Weiterhin baute er einen Ort namens Archelaïs.

Im Jahr 6 n. Chr. verklagten ihn die vornehmsten Juden und Samariter bei Augustus, der ihn auf die Klagen hin durch einen Abgesandten nach Rom berief, ihn in ordentlicher Gerichtsverhandlung seines Amtes enthob, mit der Einziehung seinen Vermögens bestrafte und ihn anschließend nach Vienna in Gallien verbannte. Seine Ethnarchie wurde in eine römische Provinz umgewandelt.

[9] »Galiläa« war die (von dem hebr. galil = Kreis, Gegend abgeleitete) Bezeichnung für das Gebiet um den See Genezareth, nördlich von Judäa und Samaria, wo früher die Stämme Issaschar, Naphtali, Sebulon und Asser siedelten. Diese Stämme vermischten sich früh mit Heidenvölkern (»Gebiet [Galil] der Heiden« - Jesaja 8,23); zur Zeit Jesu Christi war Galiläa wegen dieser Vermischung bei vielen Juden verachtet. Es gehörte zum Reich Herodes des. Großen danach zu dem seines Sohnes Herodes Antipas.

[10] od. Nazoräer (gr. nazoraios). Das Wort hängt sprachlich zusammen mit Nazareth und mit hebr. nezer = »Sproß« (vgl. Jes 11,1).

Die Taufe und die Versuchung Jesu Christi

→ Mt 3,13-17; Mt 4,1-11; Lk 3,21-22; Lk 4,1-13

Markus 1,9-13: Und es geschah in jenen Tagen, daß Jesus von Nazareth in Galiläa kam und sich von Johannes im Jordan taufen ließ. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er den Himmel zerrissen und den Geist wie eine Taube auf ihn herabsteigen. Und eine Stimme ertönte aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe! Und sogleich treibt ihn der Geist in die Wüste hinaus. Und er war 40 Tage dort in der Wüste und wurde von dem Satan versucht; und er war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.

Die Weihnachtsgeschichte Jesus Christus nach dem Lukasevangelium

Die Weihnachtsgeschichte Jesu, läßt Gott durch mehrere Augenzeugen berichten. Daher ist die Erzählung unterschiedlich, in den Evangelien und kein Widerspruch in sich, wie es von den Bibelkritikern behauptet wird. Sie haben nun mal nicht die Wahre biblische Erkenntnis.

Die Geburt Jesu Christi in Bethlehem

→ Mt 1,18-25; Gal 4,4

Lukas 2,1-38: Es begab sich aber in jenen Tagen, daß ein Befehl ausging von dem Kaiser Augustus[1], daß der ganze Erdkreis[2] sich erfassen[3] lassen sollte. Diese Erfassung war die erste und geschah, als Kyrenius Statthalter in Syrien war. Und es zogen alle aus, um sich erfassen zu lassen, jeder in seine eigene Stadt. Es ging aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war, um sich erfassen zu lassen mit Maria, seiner ihm angetrauten Frau, die schwanger war. Es geschah aber, während sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Krippe, weil für sie kein Raum war in der Herberge.

Die Hirten und die Engel

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Feld, die bewachten ihre Herde in der Nacht. Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude,[4] die dem ganzen Volk widerfahren soll. Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus[5], der Herr[6]. Und das sei für euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt, in der Krippe liegend. Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Herrlichkeit bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, unter den Menschen Wohlgefallen![7] Und es geschah, als die Engel von ihnen weg in den Himmel zurückgekehrt waren, da sprachen die Hirten zueinander: Laßt uns doch bis nach Bethlehem gehen und die Sache sehen, die geschehen ist, die der Herr uns verkündet hat! Und sie gingen eilends und fanden Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend. Nachdem sie es aber gesehen hatten, machten sie überall das Wort bekannt, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was ihnen von den Hirten gesagt wurde. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um und priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Die Darstellung Jesu im Tempel von Jerusalem

Und als acht Tage vollendet waren, als man das Kind beschneiden mußte, da wurde ihm der Name Jesus gegeben, den der Engel genannt hatte, ehe er im Mutterleib empfangen worden war. Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses vollendet waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht: »Alle männliche Erstgeburt soll dem Herrn geheiligt heißen«, und um ein Opfer darzubringen, wie es im Gesetz des Herrn geboten ist, ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

Der Lobpreis Simeons. Die Prophetin Hanna

Und siehe, es war ein Mensch namens Simeon in Jerusalem; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war auf ihm. Und er hatte vom Heiligen Geist die Zusage empfangen, daß er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen habe. Und er kam auf Antrieb des Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus hineinbrachten, um für ihn zu tun, was der Brauch des Gesetzes verlangte, da nahm er es auf seine Arme, lobte Gott und sprach: Nun, Herrn, entläßt du deinen Knecht in Frieden nach deinem Wort! Denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht zur Offenbarung für die Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel! Und Joseph und seine Mutter verwunderten sich über das, was über ihn gesagt wurde. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – aber auch dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen –, damit aus vielen Herzen die Gedanken geoffenbart werden. Und da war auch Hanna, eine Prophetin, die Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser, die war hochbetagt und hatte nach ihrer Jungfrauschaft mit ihrem Mann sieben Jahre gelebt; und sie war eine Witwe von etwa 84 Jahren; die wich nicht vom Tempel, sondern diente mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Auch diese trat zu derselben Stunde hinzu und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung warteten in Jerusalem.

Die Rückkehr nach Nazareth

→ Matthäus 2,22-23.

Lukas 2,39-52: Und nachdem sie alles vollbracht hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie zurück nach Galiläa, in ihre Stadt Nazareth. Das Kind aber wuchs und wurde stark im Geist, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

Und seine Eltern reisten jährlich am Passahfest nach Jerusalem. Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie nach dem Brauch des Festes hinauf nach Jerusalem. Und als sie die Tage vollendet hatten und wieder heimkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem; und Joseph und seine Mutter wußten es nicht. Da sie aber meinten, er wäre bei den Reisegefährten, zogen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und unter den Bekannten. Und weil sie ihn nicht fanden, kehrten sie wieder nach Jerusalem zurück und suchten ihn. Und es geschah, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzend mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie befragte. Es erstaunten aber alle, die ihn hörten, über sein Verständnis und seine Antworten. Und als sie ihn sahen, waren sie bestürzt; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht! Und er sprach zu ihnen: Weshalb habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und ordnete sich ihnen unter. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

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Anmerkung: [1] »Augustus« war der Titel der römischen Kaiser; gemeint ist Gajus Julius Caesar Octavianus (27 v. - 14 n. Chr.).

[2] Das gr. oikoumene bezeichnet hier das Gebiet des Römischen Reiches.

[3] d.h. die Bevölkerung des römischen Reiches wurde in Listen registriert.

[4] w. ich evangelisiere euch (= verkündige euch als Heilsbotschaft) große Freude.

[5] d.h. der Messias, der gesalbte Retter-König für Israel (vgl. Fn. zu Mt 1,16).

[6] »Herr« (gr. kyrios) ist ein wichtiger Titel Jesu Christi, gleichbedeutend mit dem at. Titel adon, und umfaßt die Bedeutungen »Herrscher / Gebieter / Besitzer / oberster Machthaber«.

[7] Andere Übersetzung: das Wohlwollen [Gottes] den Menschen gegenüber; gemeint ist Jesus Christus. Luther übersetzte: und den Menschen ein Wohlgefallen.

Alle angeführten Bibelstellen sind aus der Schlachter Version 2000 (Grundtext) entnommen.

 

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