Die tägliche Reinigung und tägliche Erneuerung

Bild-Quelle: www.gottesbotschaft.de

Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Textautor. Ich verwende die Schlachter Version 2000 (Grundtext).

Die tägliche Reinigung und tägliche Erneuerung der Hingabe.

Paulus hat es in Römer Kap.7, Verse 4-6 eindeutig noch einmal festgestellt: Auch der wiedergeborene Christ ist noch Sünder und fällt täglich vielfach in Sünde, wenn er nicht aufpaßt, aber die Bibel, bricht ein anderes Wort: Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, damit ihr einem anderen zu eigen seid, nämlich dem, der aus den Toten auferweckt worden ist, damit wir Gott Frucht bringen. Denn als wir im Fleisch waren, da wirkten in unseren Gliedern die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind, um dem Tod Frucht zu bringen. Jetzt aber sind wir vom Gesetz frei geworden, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so daß wir im neuen Wesen des Geistes dienen und nicht im alten Wesen des Buchstabens.

Das unterstreicht auch Johannes, wenn er im ersten Kapitel seines ersten Briefes darauf hinweist, daß derjenige, der sagt, daß er keine Sünde habe, ein Lügner sei und daher vor Gott nicht bestehen könne. Darum ist es so notwendig, daß wir täglich uns auch wieder reinigen lassen, durch die Bibel, durch das Lesen Seines Wortes, oder es ließt jemand aus der Bibel, auch das reinigt uns!

Johannes lädt uns dazu ein, wenn er sagt: Wenn wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit; wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. (1.Johannes Kap. 1, Verse 6-10)

d.h. in unserem praktischen Lebenswandel in der Finsternis, in Sünde, Unaufrichtigkeit und Unbußfertigkeit leben.

Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. (1.Joh 2,1-2; vgl. Wasserbad im Wort: Eph 5,26; Joh 15,3)

[1] w. Kindlein / kleine Kinder; ein Ausdruck der Zuneigung. So auch 1.Joh 2,12.28; 3,7.18; 4,4; 5,21.

[2] od. Beistand / Sachwalter (gr. parakletos; dasselbe Wort wie in Joh 14,16).

[3] Andere übersetzen: sondern auch für die ganze Welt.

Der Apostel ermutigt uns, nicht in der Sünde liegen zu bleiben, nicht die Sünde fest zu halten, sondern ins Licht Gottes zu kommen, damit Jesu Blut, das Er für uns auf Golgatha zu unserem Heil vergossen hat.

Der Teufel macht uns die Sünde groß, wenn wir sie nur erst einmal getan haben, um uns so zu verzagen. Wir sollen die Sünde allerdings ernst nehmen, denn es ist traurig, wenn wir immer wieder gegen Gottes Wort und Willen verstoßen. Aber wenn es uns wahrhaft von Herzen leid ist, so sollen wir zu unserem Heiland Jesus Christus eilen, ihm alles bekennen und gewiß sein, daß er die Sünden vergeben hat, wie er es zugesagt hat. Immer wieder sollen und dürfen wir uns vor Augen halten, daß Er unser Fürsprecher bleibt, gerade dann, wenn wir in Sünde gefallen sind, und Ihn so nötig brauchen. Und gerade dann dürfen wir es neu in Anspruch nehmen, daß Er auch um dieser Sünden willen unsere Versöhnung geworden ist.

Darum lehrt unser Heiland Jesus Christus ja auch im Vaterunser die fünfte Bitte: Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. (Mt 6,12; vgl. Mk 11,25-26)

Schon da macht Er deutlich, wie sehr wir das täglich brauchen. Ebenso bei der Fußwaschung (Joh 13,4-10) seiner Jünger am Abend vor seiner Gefangennahme. Wir müssen einmal grundsätzlich gereinigt werden, sonst haben wir gar keinen Anteil an Ihm, das geschieht in der Geistestaufe und Wiedergeburt (vgl.1.Pt 5,5). Allein, im täglichen lesen in der Bibel oder beim zuhören, des Wortes Gottes, werde ich gereinigt, durch den Schmutz, das ich durch die Zeitgenossen aufnehme, wie auch durch den TV, Medien, und durch ihre Schlechten Wörter, z.B. die Fäkalien  Sprache. Hat nicht Gott gesagt, daß aus unserem Mund, kein schlechtes Wort, kommen soll? Es steht ja geschrieben: Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe. (Eph 4,29)

Was sind schlechter Wörter, könnte jemand Fragen?

z.B. wenn ich über andere Menschen, schlecht rede, wenn sie selber nicht anwesend sind, und wenn es noch dazu gelogen ist, das ist am schlimmsten. Die Bibel sagt, daß das Wort, wie ein Krebsgeschwür um sich greift, wenn ich es in meinen Gedanken aufnehme, und ausspreche (2Tim 2,16-17; vgl. 1Kor 15,33; Hebr 12,15; 1Tim 4,7).

Dazu gehören auch, die üble Nachrede, ob Christ oder nicht. Und wir sollen nicht voreilig, über einen richten, noch dazu, wenn ich, das was ich richte, selber verübe (Mt 12,36-37). Und auch keine, unnützen Worte aussprechen.   

Die Bibel gibt uns, darüber Auskunft:

1. Trübe Worte:

Was haben unser Reden und der Heilige Geist miteinander zu tun? Der Bibeltext zeigt auf, daß der Heilige Geist durch schlechtes Reden betrübt wird. Der Heilige Geist sucht und fördert das Gute und Heilige. Negative Gedanken, Worte und Taten trüben unsere Beziehung zu Gott. Der Geist Gottes läßt uns Christen die Freiheit zum Guten. Er zwingt uns nicht. Daß der Heilige Geist betrübt werden kann, zeigt an, daß er eine Person Gottes ist. Er ist nicht einfach eine unpersönliche Kraft. Der Heilige Geist kann traurig werden und sich gewissermaßen zurück ziehen.

Wo beobachtest du negatives Reden? Bei dir, in deiner Umgebung und in den Medien?

Wie wirkt sich das aus? Auf deine Stimmung und auf deine Gedanken?

Wie werden dein Handeln und dein Alltag davon geprägt?

Wir dürfen Jesus alle unsere Sorgen sagen (Matthäus 11,28) und sollen die Lasten voneinander tragen (Galater 6,2). Wir dürfen auch Kritik üben, wo es angebracht ist. Und wichtig: auch Lachen und Humor ist eine gute Gabe Gottes (Jeremia 30,19; Lukas 6,21). Wichtig bei allem: es soll niemandem schaden, sondern aufbauen und ermutigen (Matthäus 7,12+16 – Goldene Regel und Früchte).

2. Worte der Gnade

Wie soll unser Reden sein? Was baut auf? Von Jesus heißt es in Lukas 4,22: Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund kamen, und sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs?

Worte der Gnade sind Worte, die als eine Wohltat empfunden werden, Wohlbehagen auslösen und ein Liebesdienst sind. Es sind Worte der Freundlichkeit, Barmherzigkeit und Vergebung (Epheser 4,32).

Im Gegensatz dazu stehen Worte des Richtens und des Urteilens. Hier werden wir gewarnt, sehr vorsichtig zu sein (Matthäus 7,1). Richten und urteilen ist uns nur in eng begrenzten Fällen gestattet, wo wir eine spezifische

Leitungsaufgabe und Verantwortung haben (1. Korinther 5,12 – 6,4).

Sprich Gutes aus über dem Leben anderer. Schöpfe aus Gottes Quelle und laß seine Worte durch dich sprechen. Laß dich von Gottes Gnade inspirieren und erfüllen. Gib dem Heiligen Geist Raum, indem du lernst, dich selbst und andere Menschen mit Gottes Augen zu sehen und entsprechend mit Worten zu ermutigen.

Was sagt die Bibel über Worte, die ich sagen oder nicht sagen sollte, auch nicht in den Gedanken? Mehr zum Thema, am Ende des Schreibens.

Aber damit ist nicht einfach alles getan. So, wie derjenige, der sich einmal gründlich gewaschen hat, sich doch immer wieder waschen muß, so bedürfen auch wir Christen, daß wir täglich den Schmutz der Sünde, der sich angesammelt hat von Alltag, wieder durch Jesus Christus abwaschen lassen, wie Er es in der Fußwaschung so klar hervorhebt: Und wir sollen immer daran denken, rein werde ich nur  durch das Lesen der Heiligen Schrift, wie es ja Jesus sagte: Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei. (Eph 5, 25-27)

Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde. (Epheser Kap. 5, Vers 29)

Buße und Umkehr ist täglich nötig. Täglich, spätestens bevor wir zu Bett gehen, sollen wir den Tag vor unserem dreieinigen Gott bereinigen und ihm unsere Schuld bringen, wenn was vorhanden ist! Um Vergebung bitten und die Vergebung ergreifen. Vor Gott und mit Gott müssen wir ins Reine kommen – und soweit wir Menschen gegenüber gesündigt haben, sollen wir es, soweit es möglich ist, auch ihnen gegenüber in Ordnung bringen, ihnen gegenüber bekennen, wo nötig, sie auch entschädigen.

Aber, wir sollen alles daran setzten, das ich überhaupt nicht Sündige, ob dies Wirklichkeit wird, liegt an uns selbst! Jesus könnte dann einmal zu dir sprechen: wenn Du mir treu bleibst, dann werde ich Dich über vieles setzen. Und ich habe dem Satan befohlen, daß er Dich nicht mehr antaste! Von nun an hast Du ruhe, vor ihm = Satan (Matthäus 25,21).

Und was Gott sagt, das muß Satan tun, er kann nicht machen was er will. Viele Menschen haben von daher eine falsche Auffassung, von Gott, Jesus Christus, und Satan. Jesus sagte doch, in  Joh 14,20-24: An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Da spricht Judas – nicht der Ischariot – zu ihm: Herr, wie kommt es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. (vgl. Apg 26,16; Phil 3,15)

Wenn Jesus das sagen würde zu einem anderen Menschen, dann kann Er Glückselig sein. Und vieles mehr, aber man muß sehr hart Arbeiten an mich, um dieses Ziel mit Gott zu erreichen! Daß ist möglich!  

Da, wo Sünden jemanden besonders drücken, belasten, da hat die Gemeinde Jesu, als seine Gemeinde die Möglichkeit der Vergebung. Sie ist eine Einsetzung Jesu Christi, beruht aber darauf, daß Jesus Christus seiner Gemeinde die Schlüsselgewalt, gegeben hat. Zu binden und zu lösen, die Er uns anvertraut hat:  Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. (Joh. 20,22-23)

Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. (Matthäus 16,18)

Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. (Mt 16, 19; Schlüssel: vgl. Offb 3,7; Jes 22,22; Mt 23, 13; binden: Joh 20,23; Apg 3,6-7)

Und dies gilt bis heute, egal wer das ist, aber er muß wiedergeboren sein.

Jesus sagte auch zu den Gesetzesgelehrten (Pharisäer): Wehe euch Gesetzesgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen! Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, welche hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert! (Lk 11,52; vgl. Je 8,8-9; Mal 2,7; Mt 15,14; Joh 9,22)  

Das waren oder sind die Leute, die von der Wahrheit nichts wissen wollen (Atheisten & Namenschristen, die ein religiöses leben vorspiegeln, und nur so tun als wären sie wiedergeboren), über Rettung, Sündervergebung, ewiges Leben, den wahren Gott,  den Vater & Jesus Christus.

Diese Schlüssel gebraucht die Gemeinde auf vielfältige Weise. Sie wendet sie an, in der Predigt, von Gesetz und Evangelium, das ist die Allgemeinste Form; sie übt sie im Gottesdienst, wo auch ein direkter Zuspruch der Vergebung geschehen kann. Und sie dient damit in besonderer Weise in der Privatbeichte (Kämmerlein), in der der Sünder vor Gott tritt, seine Schuld bekennt und dann aus dem Munde Gottes Vergebung, die Jesus Christus auf Golgatha erworben hat, dargereicht bekommt, um sie im Glauben zu ergreifen (denn nur im Glauben hat er wirklich auch die Lossprechung und die absolute Gewißheit, was die Bibel bezeugt).

Jesus spricht schon im AT: Vielleicht werden die vom Haus Juda auf all das Unheil hören, das ich ihnen anzutun gedenke, und umkehren, jeder von seinem bösen Weg, so daß ich ihnen ihre Missetaten und ihre Sünden vergeben kann! (Jesaja 36,3)

Kann denn ein Kind Gottes –, in dessen Gegenwart gebeichtet wird – die Sünden vergeben? Ja! Der Mensch oder jeder der wiedergeboren ist, kann Sünden erlassen, wenn der betreffende aufrichtig zu ihm kommt und um Gnade bittet.  Als Gesandter, als Bote Jesu Christi, der im Auftrag der Gemeinde die Schlüsselgewalt gebraucht, die Jesus Christus seiner Gemeinde verliehen hat. Darum kann und soll ein reuiger Sünder, der seine Sünden bekannt hat, auch die ihm zugesprochene Vergebung wahrhaft in dem gewissen Glauben annehmen, daß sie so recht und gewiß sei, als hätte Jesus Christus sie ihm persönlich zugesprochen.

Wir lesen dazu in 2.Korintherbrief 5,20-21: So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, daß Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.

[1] d.h. zu der Gerechtigkeit, die von Gott gewirkt wird bzw. vor Gott gilt.

(vgl. Botschafter, Eph 6,20; Hag 1,13; Ermahnen: Apg 20,31; Jes 53,4-6; Gal 3,13; 1Joh 3,5; Gerechtigkeit: Röm 4,25; 5,19)

Es werden Anstöße zur Sünde kommen  

Aber es gibt Vergebung

Und die Kraft des Glaubens, die alles löschen kann

Jesus sprach auch, wie oft ich einen Sünder Vergeben sollte!

→ vgl. Mt 18,6-9.21-35: Mk 11,22-26

Er sprach aber zu den Jüngern: Es ist unvermeidlich, daß Anstöße kommen; wehe aber dem, durch welchen sie kommen! Es wäre für ihn besser, wenn ein großer Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde, als daß er einem dieser Kleinen einen Anstoß gibt. Habt acht auf euch selbst! Wenn aber dein Bruder gegen dich sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn es ihn reut, so vergib ihm. Und wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigte und siebenmal am Tag wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben. (Lukas 17,1-4)

Anstöße, damit ist die Sünde gemeint, wer ein Kind Gottes verführen will, zur Sünde.

Und damit ist wohl alles gesagt, wenn jemand, an uns Sündigt! Wenn es ihm reut oder wenn er Buße tut, dann soll ich ihm vergeben.

Wer Buße, Umkehr, Ergreifen möchte, der muß die Vergebung im Glauben, dann aber auch, in das münden, wo die Nachfolge, und die Aufrichtige Hingabe geschehen werden. Das neue Leben, in Christus neu zu weihen. Nur so wird unser Leben völlig ausgerichtet, auf die Bahn, die Jesus Christus für uns vorgesehen hat.

Ja, da wir ständig angefochten werden, und im geistlichen Kampf stehen, ist es sogar gut, wenn wir jeden Tag damit beginnen, daß wir den Bund unserer Taufe erneuern und uns für den Tag neu unserem Heiland weihen, und Ihm hingeben. Von daher ist es auch sehr wichtig, jeden Tag, neu zu Beten:

Das Vater unser: Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. (Mt 6,5-15; vgl. Lk 11,1-4) 

Darum weist auch Paulus etwa in Römer 12,1 so deutlich darauf hin, einem Schreiben, das ja an Christen gerichtet ist: Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

Darum auch der Aufruf in Epheser  4, 20-24: Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt; wenn ihr wirklich auf Ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid – wie es auch Wahrheit ist in Jesus –, daß ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte, dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit.

[10] Andere übersetzen: daß ihr… den alten Menschen ablegen sollt… und den neuen Menschen anziehen sollt…

Die Sünde, den alten Menschen abzulegen, und den neuen Menschen anzuziehen (Eph 2,15; 4,24; Kol 3,10). Das ist nicht mit dem einmaligen Akt, der grundlegenden Bekehrung geschehen, sondern muß sich in täglicher Buße und Umkehr fortsetzen und so zu wandeln, wie es Gott wohlgefällig wäre – und darin, daß wir täglich uns grundsätzlich dem Herrn weihen, jeden Tag, aus seiner Hand nehmen, um Ihn für Ihn zu leben.

In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen, ein gutes schaffen, mit Gottes Hilfe, durch den Heiligen Geist, der dies ermöglichen kann, wenn ich mitarbeite, an den inwendigen Menschen: Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat; (Kol 3,9-10)

Darum lassen wir uns nicht entmutigen; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrundegeht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. (2Kor 4,16-18)

Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt; wenn ihr wirklich auf Ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid – wie es auch Wahrheit ist in Jesus –, daß ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte, dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit. (Eph 4,20-24)

********

Was sagt die Bibel über Worte, die ich sagen oder nicht sagen sollte, auch nicht in den Gedanken?

Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit! Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten! (Jak 1,19-21)

Das heißt im Klartext: Liebe Freunde, seid schnell bereit, zuzuhören, aber laßt euch Zeit, ehe ihr redet oder zornig werdet. Zorn kann niemals etwas bewirken, das in Gottes Augen gerecht ist. Trennt euch deshalb von allem Schlechten und Bösen in eurem Leben und nehmt die Botschaft Gottes, die er euch gegeben hat, demütig an, denn sie hat die Kraft, eure Seelen zu retten.

***

Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulaßt, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung. (1Kor 1,10)

Das heißt im Klartext: Liebe Brüder und Schwestern, im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus möchte ich euch aber bitten: Hört auf, euch zu streiten! Duldet keine Spaltungen in der Gemeinde, sondern steht fest zusammen, seid einig in allem, was ihr glaubt und entscheidet richtig!

***

Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung. (Eph 5,3-4)

Das heißt im Klartext: Ihr seid Gottes geliebte Kinder, daher sollt ihr in allem seinem Vorbild folgen. Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat. Aus Liebe hat er sein Leben für uns gegeben. Und Gott hat dieses Opfer angenommen. Ihr gehört zu Gott. Da paßt es selbstverständlich nicht mehr, sexuell zügellos zu leben, über die Stränge zu schlagen oder alles haben zu wollen. Ihr sollt nicht einmal darüber reden! Genauso wenig ist Platz für Klatsch, Sticheleien und zweideutiges Gerede. Vielmehr sollt ihr Gott danken und ihn loben. Denn eins ist klar: Wer ein ausschweifendes, schamloses Leben führt, für den ist kein Platz in der neuen Welt, in der Gott und Christus herrschen werden. Das gilt auch für alle, die von Habgier besessen sind; denn solche Menschen beten ihre eigenen Götzen an.

***

Wandelt in Weisheit denen gegenüber, die außerhalb sind, und kauft die Zeit aus! Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wißt, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt. (Kol 4,5-6)

Das heißt im Klartext: Verhaltet euch klug und besonnen denen gegenüber, die keine Christen sind. Nutzt die wenige Zeit, die euch noch bleibt! Redet mit jedem Menschen freundlich; alles, was ihr sagt, soll gut und hilfreich sein. Bemüht euch darum, für jeden die richtigen Worte zu finden.

***

Wer seinen Nächsten verächtlich behandelt, ist ein herzloser Mensch, aber ein verständiger Mann nimmt es schweigend an. Ein umhergehender Verleumder plaudert Geheimnisse aus, aber eine treue Seele hält geheim, was man ihr sagt. (Sprüche 11,12-13)

Das heißt im Klartext:  Wer verächtlich über seinen Mitmenschen herzieht, hat den Verstand verloren. Ein vernünftiger Mensch hält seine Zunge im Zaum. Wer klatschsüchtig ist, wird auch anvertraute Geheimnisse ausplaudern; ein zuverlässiger Mensch schweigt.      (vgl. Spr 13,3; 14,23; 15,1.26; 16,24; 18,20-21; 20,15)

Text, April 2017

********

Nach oben