Die Notwendigkeit der Taufe.

Hinweis auf die verwendeten Bibelübersetzungen: Wenn nichts anderes vermerkt wurde, zitiere ich die Schlachter Version 2000 [Textus-Receptus].

Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Textautor.

Die Notwendigkeit der Taufe

Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz in der Offenbarung Jesu Christi. (1.Petrus 1, 13)

Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. (Markus16,16)

Dieser kurze, aber prägnante Satz besagt zunächst, was die Taufe nicht ist: Sie ist nicht ein Akt, durch den man  besser wird. Sie ist auch nicht eine Handlung, durch den man für Zeit und Ewigkeit gerettet wird. Sie hat also keine selig machende Kraft, denn es steht ja ausdrücklich geschrieben: Wer da glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden...

Und dann lesen wir weiter: ... wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Es heißt also nicht: wer nicht getauft ist, der wird verdammt werden *sondern* ...wer nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Der Glaube an Jesus Christus ist die Bedingung um Gerettet zu werden, nicht die Taufe!

Was ist denn die Taufe? Es ist das Ablegen des sündigen Fleisches, des alten Wesens oder auch des alten Menschen. Das sagt Kolosser 2,11-12: In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden, in der Beschneidung des Christus, da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.

Somit ist das Taufbecken ein Grab. In Römer 6,3-4. steht: Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Durch die Taufe - also durch das Untertauchen und das Wieder – aus dem - Wasser - Heraussteigen - bezeugt ein Getaufter, daß er mit Christus gestorben, begraben und auferweckt ist. Das ist aber nur geistlich zu verstehen, diese Taufe! Und beinhaltet die Geistliche Wiedergeburt.

Das besagt auch Römer 6,4. Aus diesem Schriftwort geht deutlich hervor, daß die schriftgemäße Taufe eine Folge des persönlichen Glaubens an Jesus Christus und dessen Erlösungswerk ist. Und dies wiederum beweist, daß die Kindertaufe (in der Kirche) - die in Wirklichkeit keine Taufe, sondern eine Besprengung ist – und deshalb unbiblisch ist, denn die Reihenfolge ist nicht Taufe und dann Glaube, sondern Glaube und dann Taufe.

Und somit kommt kein Mensch, mit einer Kindertaufe, in den Himmel, sie ist nichtig.

Wer die Bibel ohne vorgefasste Meinung liest, wird ohnehin feststellen, daß sie nirgends etwas von Kinderbesprengung sagt. Man findet darin zwar die Anweisung, daß jedes israelitische Knäblein am achten Tag beschnitten werden soll (das ist aber Gesetzlich), aber das hat nichts mit der christlichen Kinderbesprengung zu tun.

Geistliches Leben und Taufe gehören also untrennbar zusammen. Wer sich aber Taufen lässt, ohne willig zu sein, sein Leben in den Tod Jesu preiszugeben, dessen Taufe ist bedeutungslos, und so wird das auch in Christlichen Gemeinden falsch gelehrt und angewendet. Das muß ich kann’s klar herausstellen.

Und das wird seid Jahrhunderten von Jahren, in den Kirchen und Gemeinden ausgeführt und gelehrt und das widerspricht absolut der Heiligen Schrift Gottes! Und dieser große Irrtum, die viele Menschen glauben, oder glauben zu wissen, daß man dadurch in den Himmel mit einer Kindstaufe kommen könnte, ist ein Irrweg! Weil man mit diesem Irrglaube nicht in den Himmel sondern auf den weg in die Hölle ist! Und die Kinder werden auch nicht gefragt, ob sie das überhaupt wollen! Das entscheiden einfach nur die Eltern.

Die verwandelnde Kraft liegt nicht im Taufwasser, sondern in der Wahrhaftigkeit des Zeugnisses. Das erkennen wir auch aus Hebräer 9,9-12. Nicht die alttestamentlichen Kulthandlungen, sondern das Blut Jesu Christi hat verwandelnde Kraft.

Die Befürworter der so genannten Kindertaufe, oder Säuglingstaufe, zitieren häufig Apostelgeschichte 16,15. Dort lesen wir von der Purpurhändlerin Lydia: Als sie aber getauft worden war und auch ihr Haus, bat sie und sprach: Wenn ihr davon überzeugt seid, daß ich an den Herrn gläubig bin, so kommt in mein Haus und bleibt dort! Und sie nötigte uns.

Manche Menschen argumentieren, da seien gewiß auch Kinder dabei gewesen. Sollte Paulus, der in Römer Kapitel 6 so klar lehrt was die Taufe ist, hier so ganz anders gehandelt und kleine Kinder getauft haben, die noch gar nicht verstehen konnten, was die Taufe bedeutet? Mitnichten! Paulus wußte nur zu gut: Erst Glaube, dann Taufe. Die Taufe ist - ich betone es noch einmal - ein Zeugnis dessen, was mit einem Menschen geschehen ist. Wie dürfen keine Menschen besonders Kinder dazu zwingen.

Die Taufe ist ein Akt des Gehorsams

Manch einer sagte schon: Ich habe nicht das Gefühl, daß ich mich taufen lassen sollte. Das ist fehl am Platz, denn es geht hier nicht um eine Frage des Gefühls, sondern darum, ob man dem Worte Gottes gehorsam ist. Gerade im Gehorsam liegt auch schon der Anfang des Segens der Taufe! Im 1. Samuel 15, 22-23. heißt es:

Samuel aber sprach zu Saul: Hat der JACHWEH dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, daß man der Stimme des JACHWEHS gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern! Denn Ungehorsam ist  die Sünde der Wahrsagerei, und Widerspenstigkeit ist Abgötterei und Götzendienst. Weil du nun das Wort des JACHWEHS verworfen hast, so hat er dich verworfen, daß du nicht mehr König sein sollst! (Vergleiche auch dazu; Matthäus 7,22-24.26-27)

Lesen wir: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! Wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. (Mt 7,21)

Wer sich entsprechend dem Willen des Jahwes taufen lässt, wird gesegnet. Wer sich nicht taufen lässt, wird einst entdecken, daß er einen großen Segen verlustig ging. Da mag nun jemand einwenden: Meine Eltern waren ''gottesfürchtig'' und haben mich als Säugling taufen lassen. Ich sehe deshalb nicht ein, weshalb ich mich nochmals taufen lassen sollte. Wirklich nicht? Dann bedenke nochmals die schriftgemässe Reihenfolge, die zum Beispiel auch in Apostelgeschichte 8,36-38. zu lesen ist:

Als sie aber auf dem Weg weiterzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer sprach: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist! Und er ließ den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. (vgl. auch Apostelgeschichte 8,12)

Eindrücklicher kann es nicht gesagt werden. Gleichzeitig wird auch hier der Beweis geliefert, daß eine Besprengung mit Wasser nichts mit einer wirklichen Taufe zu tun hat. Die Taufe ist ein Ausdruck der Demütigung und das Bekennens: Mein altes Wesen taugt nichts; ich gebe es in den Tod Jesu. Des Öfteren wird auch die Frage gestellt: Soll die Taufe auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes erfolgen, oder soll auf den Namen des Herrn Jesus getauft werden? In Matthäus 28,19.20 steht: So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.

Während es in Apostelgeschichte 10,48 heißt: Und er befahl, daß sie getauft würden im Namen des Herrn. Da baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben. (vgl. auch Apostelgeschichte 8,16)

Aber in Galater 3,26.27. steht geschrieben: Denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus; denn ihr alle, die ihr in Christus hinein getauft seid, ihr habt Christus angezogen. (vgl. auch in Römer 6,3 und 13,14) Es ist eine geistliche Taufe!

Anders ausgedrückt: Wer sich im Namen Jesu taufen lässt, wird gleichzeitig auch im Namen des Vaters und des Heiligen Geistes getauft. Deshalb werden in der Schrift beide Formen erwähnt. Darum, wenn du dich noch nicht hast taufen lassen, zögere nicht länger, diesen Gehorsamsschritt zu vollziehen und so vor Gott und Menschen zu bezeugen: Ich bin mit Christus gestorben, begraben und auferweckt. Mein Leben gehört Ihm, dem Herrn aller Herren und König aller Könige! (vgl. Offb 19,16)

Die Anwendung der Taufe im Alltag

Nach der Wassertaufe wird unser Zeugnis, daß wir Jesus nachfolgen, glaubwürdiger, denn wir gehen den Weg, den Jesus uns vorangegangen ist. Er, der Gerechte und Heilige, ließ sich durch Untertauchen im Jordan taufen (Matthäus 3,13-17), um - wie Er bezeugte - alle Gerechtigkeit zu erfüllen (Matthäus 3,15). Weshalb sollte ein Kind Gottes dem Herrn nicht auch in diesem Stück folgen?

Wer sich nicht Taufen lässt, macht Halt bei Römer 5,6: Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Wer sich aber Taufen lässt, schreitet in Römer 6,5 hinein: Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein; (vgl. auch Römer 6, 6-23)

Achte doch darauf, wie unser Herr Jesus Christus, der auch in diesem Punkt gehorsam war, sofort nach der Taufe optisch wahrnehmbar die Kraft des Heiligen Geistes empfing (Matthäus 3,16), um damit dasjenige, was Er in Seiner Taufe bezeugte (alle Gerechtigkeit zu erfüllen), auch zu vollbringen. Denn unmittelbar anschließend besteht Er in der Wüste siegreich die satanischen Versuchungen (vgl. Matthäus 4,1-11). Und dann folgt die Anwendung der Taufe. Beachte sorgfältig Lukas 12,50, wo der Herr Jesus sagte: Aber ich muß mich taufen lassen mit einer Taufe, und wie drängt es mich, bis sie vollbracht ist!

Er hat sich dieser Taufe nicht entzogen! Er gab Sein Leben in den Tod! Weil Er das alles getan und vollbracht hat, durften wir, die wir gläubig sind, den umgekehrten Weg gehen: Wir kamen zum Kreuz und gaben unser altes, sündiges Leben dem Herrn Jesus preis, starben mit Ihm und wurden mit Ihm auferweckt zu einem neuen Leben. Und dann stiegen wir, die wir uns haben taufen lassen, ins Wasser hinab und bezeugten vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt, daß dies tatsächlich an uns und mit uns geschehen ist.

Deswegen hatten es die ersten Gläubigen auch so eilig, sich nach ihrer Wiedergeburt taufen zu lassen. Petrus sagte an Pfingsten zu den Tausenden seiner Zuhörer: Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. (Apostelgeschichte 2,38)

Und ohne Verzug gingen die vielen, die gläubig wurden, darauf ein: Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen, und alles geschah nach dem Willen des Herrn Jesus Christus! (Vergleiche Apostelgeschichte 2,41.47)

Was lernen wir aus diesen Tatsachen?

Wir lernen daraus, a) daß der altböse Feind der Gemeinde (Satan, Teufel, die alte Schlage und Widersacher) durch allerlei fromme Ränke, Traditionen und Vorurteile vielfach den tiefen, wunderbaren Sinn der Taufe verdunkelt und geraubt hat.

b) Daß er den Sinn der Taufe in diabolischer Weise umgedeutet hat, so daß heute zumeist die so genannte Säuglingstaufe praktiziert wird, die nichts mit dem Gehorsam gegenüber dem Taufbefehl zu tun hat.

Der Herr Jesus Christus aber drängt in dieser Endzeit alle, die Ihm in Wahrheit nachfolgen wollen, sich taufen zu lassen. Es gibt im Alten Testament drei wunderbare prophetische Hinweise auf die Bedeutung und Auswirkung der Taufe.

Erstens im Blick auf die Errettung vor dem weltweiten Gericht: Vergleiche, 1.Petrus 3,20-22. Die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durch das Wasser, welches jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet in der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi.

Dieser ist seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes; und Engel und Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.

Der Herr Jesus sagt in Johannes 10,9 von sich selber:  Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Jesus meint die Geistliche Wiedergeburt, das ist die Tür zum ewigen Lebens. Und die Tür ist Jesus Christus. Acht Menschen wurden zu Noahs Zeit durch die Fluten hindurchgerettet; alle andern kamen ins Gericht (bzw. ins Totenreich). Die acht Menschen aber kamen wieder aus den Fluten heraus und waren gerettet.

Behaupten wir damit nicht doch, die Taufe habe letztlich eben doch eine rettende Kraft? Aber für Petrus waren Glaube und Taufe untrennbar.

Ein zweiter prophetischer Hinweis ist die Geschichte in 2.Könige Kapitel 6 wo der Prophet Elisa einem seiner Prophetensöhne wunderbar hilft.

Dieser fällte am Jordan Holz, wobei sich plötzlich das Eisen vom Stiel löste und ins Wasser flog, sodaß er entsetzt ausrief: Und es geschah, als einer einen Stamm fällte, da fiel das Eisen ins Wasser. Da schrie er und sprach: O weh, mein JACHWEH! Und dazu ist's noch entliehen! (Geborgt V.5)

Elias prophetische Handlung besteht darin, daß er zunächst fragt: Aber der Mann Gottes sprach: Wohin ist es gefallen? Und als er ihm die Stelle zeigte, schnitt er ein Holz ab und warf es dort hinein. Da brachte er das Eisen zum Schwimmen. (V.6) Und er sprach: Hole es dir heraus! Da streckte er seine Hand aus und nahm es. (V. 7)

Überarbeiteter Text, April 2017

 

 

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