Die Königin von Saba

Bibelzitate wurden aus der Schlachter Version 2000 entnommen. Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Textautor. Diesen umfangreichen text ist aus einem Videovortrag.

Aus der Vortragsreihe mit Prof. Dr. Werner Gitt

Nicht die Hälfte hat man mir gesagt!

– Die Königin von Saba –

Ja, einen schönen guten Tag, ich möchte sie ganz Herzlich begrüßen, zu diesem Gottesdienst. Und ich freue mich, das sie gekommen sind, von nah und fern!

Gestern sagte mir jemand, daß er 150 Kilometer gefahren ist, um hier her zu kommen. Das macht große Freude, wenn man sieht, es besteht ein so großes Interesse, an dem was hier gesagt wird.

Es sagte mal jemand der eine lange Autofahrt von der Schweiz bis zur Ukraine gefahren ist, und das sind ca. über 1000 Kilometer, die er zu fahren hatte. Und er hat gut vorgesorgt und hatte mehrere CDs mitgenommen, die er irgendwo sich gekauft hatte. Und er sagte, während der Autofahrt, habe ich eine CD nach der anderen in meinem CD Rekorder reingeschoben, und er sagte, nach der dritten CD konnte ich nicht anders, als rechts ranfahren und da habe ich mich erst einmal bekehrt. Denn es wurde immer wieder von den Sprechern auf der CD gesagt, bekehre dich, damit du in den Himmel kommst. Und das mußte ich erst einmal tun.

Und das war ein schöner Bericht, eine gute Rückmeldung, was so eine CD bewirken kann. Also, auf diese weise geht der Vortrag weiter, und ich möchte noch betonen: wenn jemand nicht hierher kommen konnte, aus welchen Gründen auch immer, man kann sich solche vorträge, von einer CD auch anhören und Gott kann das auch benutzen, um Menschen in den Himmel zu retten.

Wenn wir uns die Bibel anschauen, stellen wir fest, daß es dort vier Reiseberichte gibt. Die damals weit her aus dem Ausland, bezüglich nach Israel gereist sind. In der Bibel finden wir vier große Reiseberichte, von Ausländern, die Israel als Reiseziel hatten.

Es gibt zwei Berichte im Neuen und zwei weitere im Alten Testament.

Matthäus 2,1-12: Die Weisen aus dem Morgenland kamen aus Babylon. Sie suchten den neugeborenen König der Juden. Ihre Informationsquelle war ein neuer Stern, der vorher nie gesehen worden war. Sie folgten dem Stern und fanden Jesus, den Messias in Israel, und sie brachten drei Gaben mit (Gold, Weihrauch und Myrrhe; Mt 2,11).

Apostelgeschichte 8,26-40: Der Finanzminister aus Äthiopien wollte Gott in Jerusalem suchen und ihn anbeten. Er fand Jesus als seinen Heiland in der Wüste – auf der Rückreise.

Und im Alten Testament haben wir den Bericht eines syrischen Hauptmann, der in Israel Heilung suchte, und auch fand. Und die Reise, der Königin von Saba.

2. Könige 5,1-17: Der syrische Hauptmann war voller Aussatz; er suchte Heilung in Israel und fand sie. Seine Informationsquelle war ein jüdisches Mädchen, das im Haushalt des Hauptmanns diente.

2. Chronik 9,1-9.12: Die Königin von Saba kam von Süden her und wollte sehen, ob Salomo wirklich so weise war, wie man es ihr gesagt hatte. Sie kam aufgrund eines Gerüchtes und war erstaunt über das, was sie fand.

Wenn wir uns alle vier Reiseberichte ansehen, stellen wir fest, das alle vier Reisenden, genau das fanden was sie suchten. Sie hatten alle sehr aufwendige Reisevorbereitungen getroffen. Denn sie kamen alle von weit her, außer dem syrischen Hauptmann, er hatte es nicht ganz so weit. Aber, die anderen kamen von sehr weit her, vermutlich mit  einer Karawane wohl, denn Autos, und der gleichen, gab es damals noch nicht, um den Zielort zu erreichen. Keiner von ihnen hatte eine Einladung aus Israel erhalten. Alle reisten auf eigenen Wunsch. Bis auf den Finanzminister hatten sie alle großartige Geschenk mitgebracht.

Heute wollen wir uns mit einer dieser vier Reisen besonders, beschäftigen. Es ist die Reise der Königin von Saba.

Hören wir zunächst den biblischen Text, wie wir ihn in 2. Chronik 9,1-9.12 vorfinden (Paralleltext: 1. Könige 10,1-13; vgl. auch → Mt 12,42; Lk 11,31): Und die Königin von Saba hörte von dem Ruhm Salomos; und sie kam nach Jerusalem, um Salomo mit Rätseln zu prüfen, mit einem sehr großen Gefolge und mit Kamelen, die Gewürze und viel Gold und Edelsteine trugen. Und als sie zu Salomo kam, sagte sie ihm alles, was sie auf dem Herzen hatte. Und Salomo gab ihr Antwort auf alle ihre Fragen; es war Salomo nichts verborgen, daß er es ihr nicht hätte erklären können. Als nun die Königin von Saba die Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, und die Speise auf seinem Tisch, die Wohnung seiner Knechte und das Auftreten seiner Dienerschaft und ihre Kleidung, auch seine Mundschenken und ihre Kleidung und auch seinen Aufgang, auf dem er zum Haus des Jachwehs hinaufzugehen pflegte, da geriet sie außer sich vor Staunen; und sie sprach zum König: Das Wort ist wahr, das ich in meinem Land über deine Taten und über deine Weisheit gehört habe! Ich aber habe ihren Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, es ist mir nicht die Hälfte gesagt worden von der Größe deiner Weisheit; du hast das Gerücht übertroffen, das ich vernommen habe! Glücklich sind deine Leute, ja, glücklich diese deine Knechte, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören! Gepriesen sei der Jachweh, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat, so daß er dich auf seinen Thron setzte als König vor dem Jachweh deinem Gott! Weil dein Gott Israel liebt und es ewiglich erhalten will, deshalb hat er dich zum König über sie eingesetzt, damit du Recht und Gerechtigkeit übst! Und sie gab dem König 120 Talente Gold und sehr viel Gewürze und Edelsteine; es gab sonst kein solches Gewürz wie das, welches die Königin von Saba dem König Salomo schenkte. Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was sie wünschte und erbat, viel mehr als das, was sie selbst dem König gebracht hatte. Dann kehrte sie in ihr Land zurück samt ihren Knechten.

Vor einiger Zeit viel mir ein dickes Buch in die Hände, von Rolf Beyer.

Rolf Beyer, ist ein freier Schriftsteller und Hochschullehrer, hat ein über 300 Seiten starkes Buch mit dem Titel "Die Königin von Saba" geschrieben. Der Umfang dieses Buches ist insofern erstaunlich, als die einzige Quelle über diese Königin die Bibel ist, und dort stehen gerade mal 12 Verse. Wir Menschen sind offensichtlich sehr erfinderisch, wenn es darum geht, eine Geschichte zu erweitern. Auf den Buchrücken schreibt Beyer folgenden Text: "Sie ist eine der berühmtesten Gestalten der Weltgeschichte, und doch weiß niemand, wer sie wirklich war. Die geheimnisvolle Königin aus dem sagenumwobenen Reich der Sabäer lebt seit fast 3000 Jahren in verschiedenen Kulturen fort, in der jüdischen Legende wie in der islamischen Mythologie."

Dazu einige Beispiele, wo die Königin von Saba erzählt wird:

Romane wurden über sie geschrieben (J. Dos Passos: Three Soldiers. New York 1932; R. Kipling: The Butterfly That Stamped; Ph. A. Crutch: The Queen of Sheba. Her Life and Times. 1922; A. Colin-Simard: Au Nome la Reine de Saba. Paris 1986).

Komponisten ließen sich von ihr zu Musik inspirieren (G. F. Händel: Salomo, 1749; Ch Gounod: La Reine de Saba, 1862; K. Goldmark: Die Königin von Saba, 1875).

Filme wurden gedreht (z.B. Taurus Film, La Reine de Saba, München 1975 mit der italienischen Schauspielerin Gina Lollobridgida).

Beyer schreibt: Die faszinierende, fast dreitausend Jahre alte Geschichte der Königin von Saba ist ein auf den ersten Blick geradezu spröder und knapper Bericht, der mehr Fragen aufwirft als Fakten bietet. Er handelt vom Besuch der Königin bei Salomo und ist bis heute die einzige antike Quelle, die von der Königin weiß.

Das alles klingt gerade so, als sei mit diesem Text kaum etwas anzufangen. In der Tat – der Text wirft eine ganze Reihe von Fragen auf, die uns nicht beantwortet werden: Der Name der Königin wird überhaupt nicht erwähnt; sie bleibt somit die namenlose Königin. Das erscheint uns insofern merkwürdig als doch Namen in der Bibel immer wieder eine besonders herausgehobene Rolle spielen. Selbst Namensänderungen nach besonderen Erlebnissen mit Gott, werden deutlich hervorgehoben:

- Aus einem Jakob wurde ein Israel.

- Aus einem Abram wurde Abraham.

- Aus einem Petrus wurde Kephas, der Fels.

Ungeklärt bleibt auch, in welcher Sprache sich der König Salomo und die Königin unterhielten.

Das Herkunftsland der Königin bleibt ebenso unbeschrieben, wie ihr Reiseweg.

Nicht einmal die Rätselfragen der Königin, geschweige denn die von Salomo gegebenen Antworten, werden uns mitgeteilt.

Spätere Erzähler haben sich da ans Werk gemacht und je nach Beweggrund phantasiert. Nach diesen kritischen Anmerkungen fragen wir uns, wie wir wohl an die Bedeutung dieses biblischen Textes gelangen können!?

Wir können schon einmal festhalten, sie kam vom Süden, und sie kam mit einer Karawane und sicherlich von sehr weit her. Da sprach man offensichtlich eine andere Sprache, als wie bei Salomo.

Konnte sie Hebräisch?

Oder hat sie das in der Schule gelernt?

Wie hat sich die Königin mit Salomo unterhalten? 

Das alles, wird uns nicht berichtet, wir kennen noch nicht einmal das Land, von wo sie herkam! Sie kam aus dem Süden, das ist aber sehr allgemein gehalten, aber auch das ist eine offene Frage, die uns nicht beantwortet wird. Und da haben wir gehört, in diesem Text, daß die Königin, dem König Salomo Rätselfragen gestellt hatte, die sie sich fein säuberlich vorher überlegt hatte. Jetzt würden wir kerne wissen, was das für Rätselfragen waren? Die könnten wir uns auch gegeneinander stellen, aber auch das wird uns verschwiegen. Merkwürdig, merkwürdig! Wir sehen also, die meisten Fragen die wir aus dem Text entnehmen können, bleiben für uns offensichtlich unbeantwortet! Eigentlich könnte ich jetzt aufhören zu predigen. Denn offensichtlich fehlt uns sehr viel Information, über diese Königin.

Aber eins können wir schon mal festhalten, es war hier ein Staatsbesuch. Eine Königin besucht einen König. Das können wir aus diesem Text, schon einmal entnehmen. Nun, Staatsbesuche kennen wir auch in unseren Tagen. 

Ein Staatsbesuch

Zunächst stellen wir fest, das Alte Testament führt uns hier einen Staatsbesuch vor Augen. Von Staatsbesuchen wird uns ständig, auch in unserer Zeit berichtet. In den Zeitungen unserer Tage lesen wir, wie die Staatsoberhäupter, verschiedener Länder, sich einen Besuch abstatten. Es geht dabei um Freundschaftsbesuche, um die guten Beziehungen zu einem anderen Staat zu festigen und zu bekräftigen.

Oder aber um einen Arbeitsbesuch, um anstehende wirtschaftliche Fragen, zu erörtern oder gemeinsame Probleme zu besprechen.

Oder denken wir an den G8-Gipfel vom 6. bis 8. Juni 2007, bei dem sich sogar acht Staatsoberhäupter, in Heiligendamm, an der Ostsee trafen, um über Welt Probleme nachzudenken. Es wurde sogar ein extragroßer Strandkorb angefertigt, in dem alle acht Großen, dieser Welt Platz fanden. Und da runter war auch unsere Bundeskanzlerin Frau Angelika Merkel, Journalisten fotografierten die Staatsoberhäupter, und die Bilder gingen um die Welt.

Als Student in Hannover: Nur am Rande – sozusagen als Zaungast – habe ich auch einmal den Staatsbesuch einer Königin miterlebt. Es liegt schon Jahre zurück, als die Königin von England der Bundesrepublik einen Besuch abstattete. Ich war damals noch Student in Hannover. Allen war bekannt, daß die Königin am Samstagabend um 20 Uhr mit ihrem Rolls Roys durch die Herrenhäuserallee fährt und dann im Schloß einen Empfang gibt. Die Menschen säumten schon stundenlang vorher die Allee, um nur einen kurzen Blick von ihr beim Vorbeifahren zu erhaschen. Aber ich kann sagen, ich war auch einmal, bei einem Staatsbesuch, dabei gewesen.

Der Grund der Reise

Der Grund der Reise, wird uns hier genannt, und zwar heißt es da: Und die Königin von Saba hörte von dem Ruhm Salomos; und sie kam nach Jerusalem, um Salomo mit Rätseln zu prüfen, mit einem sehr großen Gefolge und mit Kamelen, die Gewürze und viel Gold und Edelsteine trugen. Und als sie zu Salomo kam, sagte sie ihm alles, was sie auf dem Herzen hatte. Und Salomo gab ihr Antwort auf alle ihre Fragen; es war Salomo nichts verborgen, daß er es ihr nicht hätte erklären können. (2.Chronik 9,1-2)

Nun sie hat sich wahrscheinlich, sehr schwierige Rätselfragen ausgedacht, um Salomo zu prüfen. Der König antwortete ihr auf alles was sie auf dem Herzen trug. Was mögen das wohl für Rätsel gewesen sein? Diese Rätsel wurden in einigen Jahrhunderten später, nachträglich erfunden, und in einer Jüdischen Sammlung, sind einige davon verzeichnet. Aber das hilft uns auch nicht weiter, das sind ja nicht einmal die Originalen Rätsel. Sonst würden wir sie heute morgen, noch einmal überdenken!

Die Weisheit Salomos, die er von Gott bekam.

Nun wenn wir über diese Geschichte, von dieser Reise nachdenken, der Kernpunkt dieser Geschichte, ist nicht diese Rätselfragen, mit dem wir uns heute beschäftigen, nein,  sondern, der Salomo war ein sehr weiser Mann, das wird uns in der Bibel beschrieben, wie er zu dieser Weisheit gelangt ist. Dazu lesen wir im 1.Könige 3,5-13 wo es heißt:

In Gibeon erschien der Jachweh dem Salomo bei Nacht im Traum. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll! Und Salomo sprach: Du hast deinem Knecht, meinem Vater David, große Gnade erwiesen, wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen dir gegenüber, und du hast ihm diese große Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie es an diesem Tag ist. Weil du nun, o Jachweh, mein Gott, deinen Knecht zum König gemacht hast an Stelle meines Vaters David, ich aber ein junger Bursche bin, der weder aus- noch einzuziehen weiß; und weil dein Knecht mitten unter deinem Volk ist, das du erwählt hast, einem Volk, das so groß ist, daß es vor Menge niemand zählen noch berechnen kann – so gib du deinem Knecht doch ein verständiges Herz, daß er dein Volk zu richten versteht und unterscheiden kann, was gut und böse ist. Denn wer kann dieses dein großes Volk richten? Und es war dem Jachweh wohlgefällig, daß Salomo um dies bat. Und Gott sprach zu ihm: Weil du um dies bittest, und nicht um langes Leben und um Reichtum und um den Tod deiner Feinde bittest, sondern um Einsicht zum Verständnis des Rechts, siehe, so habe ich nach deinen Worten gehandelt. Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges Herz gegeben, daß deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und deinesgleichen auch nach dir nicht aufkommen wird. Dazu habe ich dir auch gegeben, was du nicht erbeten hast, Reichtum und Ehre, so daß deinesgleichen nicht sein soll unter den Königen dein ganzes Leben lang.

Das ist gewaltig, er war weiser, als alle anderen Könige bzw. Menschen. Wenn es damals schon, das Buch der Rekorde gegeben hätte, er wäre auf Platz 1 gewesen, wegen seiner Weisheit. Nur ein Bruchteil davon, ist uns im Buch der Sprüche, dem Hohelied und im Prediger Salomo überliefert. Wir sehen hier, wie Gott die Fülle schenkt, wenn er/sie darum gebeten wird. Hätte es damals schon das "Guinness-Buch der Rekorde" gegeben, Salomo hätte unter der Rubrik Weisheit, einen sicheren Rekordplatz erhalten. Das ist eine ganze menge, an Lieder und Gedichte, die er damals gedichtet hatte, das ist mehr als ein Kirchgesangsbuch. Das ist gewaltig, was er zur damaligen Zeit erdacht hatte!

Was ist Weisheit?

War es Weisheit, als die Ägypter die Pyramiden bauten?

War es Weisheit, als die Griechen in der Antike ihre Philosophie entwickelten?

War es Weisheit, als Karl Marx sagte "Religion ist Opium des Volkes"?

Ist es Weisheit, wenn die Menschen heute zum Mond fliegen können?

Ist es Weisheit, wenn Biologen heute damit protzen, sie seien kurz davor, Leben zu schaffen?

War es Weisheit, als Kant und Lessing ihre aufklärerischen Gedanken in die Welt setzten?

War es Weisheit, als Lessing die Ringparabel schrieb, mit der er sagen wollte, es ist doch egal, welcher Religion man folgt? Diese Aussprache ist sehr gefährlich!

Ist es Weisheit, wenn moderne Theologie die Bibel zerpflückt, so daß man der Bibelkritik mehr glaubt als der Bibel?

Bei der Gelegenheit fragen wir uns, was ist biblische Weisheit? Diese Weisheit finden wir z.B. in dem Buch der Sprüche, Kapitel 2-4 da wird die Weisheit für uns beschrieben, wenn das ein Mensch, für sich persönlich anwendet, für sein leben. Dann ist er mehr als Weise, es ist die Weisheit Gottes, die Er den Menschen schenkt! Wenn er danach handelt, dann ist er auch reich gesegnet, über sein leben hinweg!

Weisheit ist das, nicht in der Theorie zu wandeln, nein, sondern in der Praxis zu wandeln so wie es Gottes Wort es sagt! Das ist von allergrößter Bedeutung, für mein Persönliches leben. Das was ich in der Bibel lese muß im Alltag zur Praxis werden, und nur so komme ich im geistlichen leben werter.   

Die Bibel lehrt uns, daß die Weisheit eine Quelle hat und diese besondere Quelle ist Jesus Christus: Ich will aber, daß ihr wißt, welch großen Kampf ich habe um euch und um die in Laodizea und um alle, die mich nicht von Angesicht gesehen haben, damit ihre Herzen ermutigt werden, in Liebe zusammengeschlossen und mit völliger Gewißheit im Verständnis bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, des Vaters, und des Christus, in welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind.  (Kolosser 2,3; vgl. Hiob 28,12-21)

Wie können wir die Reisegeschichte der Königin von Saba auslegen?

Es stellt sich nun für uns die Frage, wie können wir an dieser Geschichte herangehen die dort so in der Bibel aufgeschrieben steht? Wir haben schon festgestellt, das viele punkte der Information, die uns Interessieren würden, die aber überhaupt nicht erwähnt werden. Das macht uns neugierig, und die werden aber überhaupt nicht genannt! Was bleibt da noch übrig, von dieser Reisegeschichte? Und ich habe mir überlegt, wie ich am besten, an den Kern der Geschichte komme. Und dann stieß ich auf einen Satz, im Neuen Testament, und das war für mich der Schlüssel, zu diesem Text. Denn der Herr Jesus hatte gesagt, im Johannes 5,39 wo es heißt: Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.

In der damaligen Zeit wo diese Bücher geschrieben wurden gab es nur die Alttestamentlichen Schriften. Das bedeutet für uns: Den rechten Zugang zu der Reisegeschichte haben wir erst dann gefunden wenn wir Jesus darin entdeckt und den Hinweis auf das ewige Leben erkannt haben. Nur sehr selten liefert uns das NT zu einem berichteten alttestamentlichen Geschehen die Deutung auf Jesus hin. In den meisten Fällen müssen wir es uns selbst erarbeiten. Wenn ihr dort sucht, im AT, da werdet IHR MICH FINDEN und ihr werdet dort auch das ewige leben finden. Nun wenn Jesus das so sagte, gilt das auch für diese Reiseberichte.

Wir müssen also suchen, wo ist hier Jesus Christus zu finden. Und wo ist in dieser Geschichte, das ewige leben zu finden? Obwohl es mit Worten, überhaupt nicht erwähnt wird? Die Bibel gibt uns, nur sehr selten, eine Erklärung, im Neuen Testament, wie wir einen Alttestamentlichen Text, so zu lesen haben, das wir Jesus, im dem Text finden. Das gilt auch für das Neue Testament.

Ein Beispiel: Wir kennen alle die Reisegeschichte, des Volkes Israels, als es 40 Jahre durch die Wüste mußte (4.Buch Mose ab Kapitel 11-25). Als bei der Wüstenwanderung des Volkes Israel Wassermangel herrschte, sagte Gott zu Mose, er solle den Fels schlagen (2.Buch Mose 17,6). Im NT wird der geschlagene Fels in 1. Korinther 10,4 auf Jesus gedeutet:  Denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus.

Hier lernen wir etwas sehr Bemerkenswertes: Der alttestamentliche Text, spricht über eine geradezu alltägliche Sache, nämlich wie hier, vom Wandern in der Wüste, und dort tritt Wassermangel auf. Und Gott bietet Abhilfe, indem Mose den Felsen schlagen soll. Wer würde hier auch nur ansatzweise vermuten, daß dieser Text, von Jesus spricht? Bei einer späteren Situation, in der Wüste, mangelte es immer wieder an Wasser. Mose wandte sich zu Gott und erbat Hilfe. Nun sagte Gott zu Mose: Rede zu dem Felsen, vor ihren Augen (4.Buch Mose 20,8; vgl. 2.Mose 17,6). Mose dachte wohl, mit dem Schlagen habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht, und so schlug er zweimal, erneut den Felsen (4.Mose 20,11), was aber Gott nicht gebot! Das aber ist Ungehorsam, und darum durfte Mose das verheißene Land, nur aus der Ferne sehen, aber nicht betreten (4Mo 20,12; vgl. 5Mo 1,37; 3,23-28; 32,49-52).

Was wollte Gott, mit der Geschichte, uns sagen?

Der Fels steht hier bildhaft für Jesus! Er wird nur ein einziges Mal, aber sehr heftig, wegen unseren Sünden, geschlagen (am Kreuz von Golgatha); nun redet man heute, mit Jesus Christus, wegen unseren Sünden. Und deshalb gehen wir hin, zu Jesus, und wir reden mit dem Herrn, im Gebet, ich habe gegen das und das gesündigt, bitte vergebe es mir. Aber kommt etwas sehr wesentliches im bezug zum gebet. Jesus wird mich aber nur erhören, wenn ich mich Bekehre, das ist die Voraussetzung, zum ewigen leben hin. Dieses Prinzip wollte Gott, an dem Geschehnis, in der Wüste, diese bildhafte lehre, uns erteilen bzw. verdeutlichen, denn Jesu ist der Fels. Und Mose machte eigenmächtig, diese Deutung kaputt, weil er im Zorn gehandelt hatte, aufgrund des Unglaubens, und das ständige Murren der Gemeinde Israels, denn sie hatten immer was zu nörgeln. 

Wir sehen also, alle diese Geschichten im AT, haben eine Bedeutung, auf Christus hin! Und das müssen wir ganz gründlich überlegen, was ist der Kernpunkt, dieser Geschichte, der auf Christus Jesus hindeutet, und auch auf das ewige leben? Und wir haben schon den Schlüsselvers gefunden, wo Jesus sagt: Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. (Joh 5,39; vgl. Lk 24,27.45; Hes 20,11; 1Pt 1,10; Offb 19,10)

Wo finden wir wohl Christus in dieser Reisegeschichte?

Wer oder was deutet nun in dieser Reisegeschichte, auf die Königin von Saba, auf Jesus hin?

Wenn Salomo, als der weiseste, aller Menschen (1. Könige 5,11) bezeichnet wird, und Jesus die Quelle der Weisheit (Kolosser 2,3) ist, ist es naheliegend, in Salomo Jesus zu sehen. Ist eigentlich einleuchtend. Aber jetzt kommt, die zweite Frage, wer ist eigentlich die Königin von Saba? Wer ist das?

Warum wohl, werden uns, der Name der Königin nicht genannt, warum nicht Herkunftsland, und warum nicht ihre Sprache? Was könnte der Grund sein, des Verschleierns? Warum verschweigt Gott, uns das? Nun, ich bin darauf gekommen, weil der Name der Königin nicht genannt wird, können wir absofort unseren Namen einsetzen, ja! Das heißt: jetzt von nun an, sind wir König oder Königin von Saba! Nicht nur die Männer auch die Frauen und Kinder, werden absofort befördert, zum König oder zur Königin, das gilt nicht nur für den Zeitraum, der jetzigen Predigt; sondern, unser Leben lang, können wir das beibehalten!

Und so gehen wir an dieser Geschichte heran, daß wir Salomo mit Jesus identifizieren können! Wenn wir in 4 Wochen noch einmal zurückdenken, an diesem Gottesdienst. Fragen wir uns, wer bin ich? Antwort: Ich bin ein oder eine Königin von Saba geworden. Wir werden sehen, ob wir das halten können, oder nicht! Und wir wollen nun überprüfen, ob das so stimmt! Im 2.Chromik 9,12 lesen wir:  Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was sie wünschte und erbat, viel mehr als das, was sie selbst dem König gebracht hatte. Dann kehrte sie in ihr Land zurück samt ihren Knechten.

Der König Salomo, gab ihr alles, was sie erbat! Wenn das Salomo, das mit der Königin tat, wieviel mehr tut das, Jesus Christus, mit uns! Denn im Johannes 15,7 steht geschrieben: Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden.

Das ist die Weiteste Verheißung, die Er uns gegeben hat! Manchmal staune ich darüber, das ist aber eine ganze menge, die Er uns Verheißen hat! Alles was wir bitten, im Gebet, werden wir im ganzen Umfang bekommen, ohne wenn und aber! Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben.

Das prüfen wir erst einmal nach, bin ich in Jesus, bin ich in seinem Wort? Und dann können wir bitten, was wir wollen, und es geht in Erfüllung. Die Voraussetzung ist aber, ich darf nicht daran zweifeln, für das was ich erbitten habe! Sonst geht das nicht  in Erfüllung!

Und Er wird es geben, und das ist das gewaltige, was wir in Jesus Christus haben! Im Markus 9,22-23 ist die rede, von einer Heilung, eines besessenen Knaben, der aber schon seit seiner Kindheit, besessen ist, und da lesen wir: Und er fragte seinen Vater: Wie lange geht es ihm schon so? Er sprach: Von Kindheit an; und er hat ihn oft ins Feuer und ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen; doch wenn du etwas kannst, so erbarme dich über uns und hilf uns! Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du glauben kannst – alles ist möglich dem, der glaubt!

Alle dinge sind dem möglich, wenn ich echten glauben habe, und nicht zweifle! Und das hat auch der Vater, des Knaben, erfahren. Ich kann mir das vorstellen, er hat wahrscheinlich, alle möglichen Ärzte aufgesucht, aber keiner konnte helfen, nur Jesus Christus konnte den Knaben heilen!

In Sibirien: Ich hörte neulich von meinem Schweizer Gideon-Freund Paul Koch eine bemerkenswerte Geschichte, die sich in Sibirien abspielte. Er ist viel, in der ehemaligen Sowjetunion unterwegs, und da ist folgendes passiert, die sich in Sibirien, zugetragen hat.

In einem Dorf lebt ein bekennender Atheist (Gottlos bzw. er glaubt nicht an einer Existenz Gottes), das war seine Meinung, und das wußten alle Dorfbewohner. Manchmal ist er sich seiner Sache allerdings doch nicht so gewiß, was er so felsenfest, behauptet. Und eines Tages, war er auf dem Weg, in den Wald, und als er in der Taiga unterwegs ist, und plötzlich kommt da eine große Waldlichtung, wo es dort keine Bäume gibt, nur ein paar Tiere, wie Bären, Vögel und was da sonst noch so herum krabbelt, da kommt ihm die Frage nach Gott, wieder in den Sinn, ob es wohl einen Gott gibt? Und er macht folgendes, er dängt, hier ist kein Mensch, weit und breit, außer ein paar Tiere, und dann Schreit er, ganz laut zum Himmel hinauf, und sagt: Gott, wenn es Dich gibt, dann zeige mir das, aber bitte sofort! Das ist ein Tolles gebet! Schreit dort in der Lichtung herum, wenn es Dich gibt? Und was macht Gott? In der Sekunde, er hatte das kaum ausgesprochen, da fällt vom Himmel ein Buch vor seinen Füßen herunter. Er ist nicht wenig erstaunt, ja geradezu erschrocken, über dieses prompte Geschehen, und hebt das Buch auf, auf dem in russischer Sprache "Biblja" (das russische Wort für Bibel), geschrieben steht. Und er denkt, das ist aber gewaltig! Und da überlegt er so, es muß doch, einen Gott geben! Hat  das Gott, wahrscheinlich in seiner Himmelsdruckerei, ganz schnell, eine Bibel gedruckt, oder sie war schon fertig, und ab damit zum Empfänger, und dann per Flugpost zu ihm, der gerade nach Gott fragte. Und dieses Buch, fliegt vor seinen Füßen. Und er ist total erschrocken, über dieses Ereignis. Er rennt mit diesem Buch, wie von Sinnen ins Dorf zurück, und erzählt die wundersame Geschichte, den Bewohnern. Und er spricht zu den Leuten, und sagt. Leute was ich heute erlebt hab im Wald, das ist nicht zufassen. Stellt euch vor, ich bin im Wald, und komme zu einer Waldlichtung, und da Schreie ich zu Gott, und sage: Wenn es dich gibt, und in derselben Sekunde, fällt diese Buch, direkt vor meinen Füßen. Die Leute können das auch kaum fassen, das gibt es doch gar nicht, sagen sie, und sie sagen, zeige doch mal her, was da drin geschrieben steht. Und sie haben es gelesen, was in der russischen Bibel steht. Und dann ist genau das passiert, was Jesus sagte:  

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. (Johannes Kap. 5, Vers 39)

Und das Wort Gottes, breitete sich aus. Es ist bekannt geworden, daß 30 Personen, durch diese Bibel, zum Glauben gekommen sind; darunter auch der Mann in der Tundra. Und sie haben alle zu Christus gefunden! Das ist sehr bemerkenswert! Natürlich könnte Gott eine Bibel vom Himmel werfen – sozusagen frisch aus der Himmelsdruckerei, das wäre für Ihn kein Problem.

Jetzt interessiert uns eine weitere Frage, wie hat Gott das wohl gemacht?  Dazu müssen wir etwas ganz grundlegendes wissen, was für uns sehr wichtig ist! Auch in unserer Zeit, müssen wir das wissen. "Gott tut im allgemeinen nichts selbst", sondern Er benutzt uns Menschen, das will Er so. Er will immer, daß wir mit hineingespannt werden, in sein Werk, für die Errettung von Menschen, dazu braucht Er uns. Gott hat ein ganzes Universum gemacht, durch ein Allmachtswort und so stand es da, wie wir es heute kennen.

Das ist für uns nicht vorstellbar, aber Gott kann das, weil Er Allmächtig ist! Und der Noah sollte eine Arche (Schiff) bauen, Gott hätte natürlich auch sagen können, ich brauch eine Arche, und es steht sofort da, ist kein Problem für Ihn, und im nu wäre sie fertig gewesen. Tut aber Gott nicht. Sondern Er gibt dem Noah, den Auftrag dazu, baue du mir eine Arche, weil nun Noah kein Computer hatte, das er nicht berechnen konnte, hat Er (Gott) die Maße gegeben, wie er das bauen soll. So und so mußt du das bauen, und Gott hat ihm die genauen Bauanweisung gegeben. Und dann hat Noah, das so gemacht, bis zur Vollendung. Und die Handarbeit verrichtete er mit seinen drei Söhnen. Und sie haben das gebaut in ca. 100 Jahren (1Mo 7,6; Noah war der letzte Mensch, der 950 Jahre lebte, nach der Sintflut; vgl. 1Mo 1,29) und während dieser Zeit, predigte er auch noch, bis die Arche fertig wurde. Das sollen wir nicht vergessen, denn am ende, wurden nur acht Personen gerettet. Und dann kam die Sintflut, über die ganze Erde, wie wir es lesen können. Und so macht Gott das immer, Er spannt die Menschen, mit ein für sein Werk.

Es wäre viel einfacher für Gott gewesen, wenn Er jetzt heute Morgen, einen Engel vom Himmel, senden würde, der uns das Evangelium verkündigt. Ein solcher Bote, der gerade eben noch Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen hat, könnte das viel besser, vollmächtiger und authentischer tun, als wir, das in unserer Schwachheit versuchen. Und die Leute würden in scharren kommen, wegen des Engels, denn wer hat schon einmal ein Engel gesehen? Das wäre so gewaltig, und ich würde da gerne zuhören, was er zu sagen hätte. Und wir alle würden gut zuhören, und staunen über das, was er zusagen hätte.

Tut das Gott, nein? Er tut das nicht! Sondern Gott sucht sich irgendwo Menschen, hier in diesem Fall mich (Werner Gitt), der ganz am ende von Ostpreußen, irgendwo, im einem ganz abgelegenen Dorf, wo ich Wohnte und geboren wurden bin. Und Gott zieht mit ihm, durch sein leben, durch alle Schwierigkeiten und Nöten, und irgendwann sagt Gott, gehe hin, und predige das Evangelium. Ohne Bibelausbildung, und keine Bibelschule, habe ich alles nicht gehabt, nur die Bibel gelesen. Und so macht Gott das, wer auch immer für Ihn Arbeitet, denn das sollten wir auch wissen, das Gott  unsere Arbeit, und den glauben an Ihm, belohnen wird (vgl. Hes 29,19-20; Jes 45,3; Hebr 11,6; Ps 18,21; Spr 11,18; 13,13). Und Gott will, uns mit, in seinem Werk haben. Und das gilt nicht nur für mich, sondern für alle, die heute mit in diesem Gottesdienst sind, und wo auch immer. Gott will uns alle, mit in Seinem großen Werk, der Errettung, von Menschen haben. Damit Menschen, nicht in die schreckliche Hölle kommen, das ist sein Wille, das niemand dort hin muß, sondern Er will, das die Menschen in den Himmel gerettet werden. Und dazu benutz Er uns alle, mehr oder weniger. Alle sind irgendwie für Gott beschäftigt, und Er  belohnt uns, wie ich oben schon erwähnt hatte. Und tun das, ohne groß darüber nachzudenken, und am ende, sind Menschen Gerettet, die im Himmel kommen. Ist das nicht gewaltig? So macht Gott das, er spannt uns ein, Er will daß wir mit von der Partie sind, an dem was Gott tut. Das ist einmal ganz wichtig, durch die ganze Bibel hindurch, Gott spannt uns ein.

Jetzt ist die Frage, wie hat Gott, das im diesem Fall (der Mann in der Waldlichtung in der Taiga) getan, wie hat Er Menschen dazugebracht, und eingeplant, für sein Werk?

Es ist bekannt geworden, das dort ein Hubschrauber unterwegs war, und in dem Hubschrauber, waren einige Hilfsgüter (Kleidung, Lebensmittel und Medikamente), und da ist ein russe, er macht die Pakete auf, und kuckt, oh prima, Kleidungsstücke, können wir gut gebrauchen. Im Rußland, kommt der Winter, immer sehr Kalt daher, und wird bestimmt, wieder sehr kalt, alles okay, macht das nächste Paket auf. Ah, eine richtige Wurst, und ich habe eh gerade Hunger, und beiß da hinein. Und so kuckt er alles durch, und schnüffelt alles durch, und plötzlich, kommt da eine Kiste zum Vorschein; und darin sind Bibeln enthalten, und da sagt er, Bibel brauchen wir in Rußland nicht, davon haben wir mehr als genug. Dann macht er die Luge auf, und schmeißt eine Bibel nach der andern hinaus, und eine Bibel davon, fällt dem Mann, auf der Waldlichtung, vor den Füßen, ist das nicht toll, wie Gott das macht? Eines habe ich aus dieser Geschichte gelernt. Gott kann unglaublich sehr genau und präzise Zielen! Auch Zeitgenau, nicht etwa drei Minuten später, nein, das macht Gott sehr, sehr genau. Wir kennen viele Eigenschaften Gottes; nun kommt noch eine weitere hinzu, Gott kann auch sehr gut zielen.

Und das wissen wir auch, aus der Biblischen Geschichte, wo David und Goliath sich gegenüberstehen. Goliath war ein Riese, gepanzert von oben bis unten, weis nicht wieviel Kilo er trug, damit ja kein Speer, ihn treffen kann, und er höhnt dort herum, und verhöhnt das Herr Israels, und da ist der Knabe David, er war nicht gepanzert, und hatte auch keine Waffen bei sich, außer ein Steinschleuder, mit fünf glatten Steinen, in der Hand. Und sie stehen gegenüber, und er schleudert, einen Stein zu Goliath und trifft ihm, ganz genau auf der Stirn, wo er nicht gepanzert ist, und er fällt zu Boden, und dann nimmt David sein Schwert, und schlägt ihm den Kopf ab, und so ist er tot, tot für immer (vgl. 1Sam 17,48-51). Weil hier eben Gott zielt, er zielt sehr und präzise genau. Auch im übertragenden Sinne, daß können wir mit Gott alles tun.

Ich komme zu einem weiteren Vers, der hier steht: 

Auf dem Thron Davids       

Gepriesen sei der Jachweh, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat, so daß er dich auf seinen Thron setzte als König vor dem Jachweh, deinem Gott! Weil dein Gott Israel liebt und es ewiglich erhalten will, deshalb hat er dich zum König über sie eingesetzt, damit du Recht und Gerechtigkeit übst! (2.Chronik 9,8)  

Ich staune über diesem Satz, was da die Königin, von Saba, zu Salomo sagte. Die wahrscheinlich, keine Bibel in der Hand hatte, und sagt so etwas, in voller Weisheit! Merkwürdig, diese Königin, äußert eine sehr treffende Beschreibung, die auf das Königtum Jesu zutrifft. Es paßt zu dem, was wir in Hebräer 1,8-9 über Jesus lesen: »Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts. Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten!«

Und das ist genau das, was sie sagte. Und im Psalm 45,7-8 heißt es: Dein Thron, o Gott, bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts! Du liebst die Gerechtigkeit und haßt die Gesetzlosigkeit, darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten.

Und im Jesajabuch 9,5-6 lesen wir auch noch folgenden Verse: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst. Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, daß er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des Jachwehs der Heerscharen wird dies tun!

Und das sagte die Königin von Saba (2Chronik 9,8). Salomo war der erste König nach David, und Jesus Christus, ist der letzte König, wenn alle anderen Könige auf erden verschwunden sind, denn die Bibel sagt über Ihn: Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: »König der Könige und Herr der Herren«. (Offb 19,16; vgl. Offb 1,5; 17,14; Dan 2,47; 5Mo 10,17; Ps 102,16)

Er ist der ewige König, Sein Königreich wird kein ende haben, immer und ewiglich! Das sagte diese Königin, wir sehen, sie hat eine ganz große Weisheit gehabt, als Mensch, sagte diese Königin. Im 2.Chronik Vers 2 lesen wir: Und Salomo gab ihr Antwort auf alle ihre Fragen; es war Salomo nichts verborgen, daß er es ihr nicht hätte erklären können.

Das tut Jesus auch, Er gibt uns Antwort, auf alle Fragen die wir haben, auch schon zu Lebzeiten, das sehen wir wieder, das paßt wieder. Fragen die wir haben, zur Bibel. Und wir haben viele Fragen, bezüglich unseres Lebens. Warum ist manches in mein leben, so gekommen, wie es ist, oder warum muß bzw. ist das Schicksal so? Und warum handelt Gott nicht? Es gibt ganz viele fragen, die wir mit uns herumschleppen. Ich nenne mal eine biblische frage, die mir auch völlig verschlossen ist. Wo ich (Werner Gitt) das überhaupt nicht verstehen kann.

In der Geschichte von Hiob heißt es; das der Satan im Himmel ist, und mit Gott verhandelt. Der gehört doch schon lange in die Hölle, warum ist der im Himmel? Warum darf er, mit Gott verhandeln, über den Hiob, wer ist das? Und wo der Satan sagt, den Hiob geht es doch gut, deswegen folgt er dir! Wenn es im schlecht geht, wirst Du sehen, wie er sich von dir abwendet! Und Gott sagt, bitte, pack ihn an, nur sein leben darfst du ihn nicht nehmen! Wir sehen auch hier, Gott setzt grenzen! Er darf nicht beliebig  Menschen töten. ABER, ER DARF IHN IN DEN RUIN SCHICKEN, alles darf er ihm nehmen, die Familie wird ihm genommen, den ganzen besitz, einfach alles. Am ende ist Hiob mit seiner  Frau allein. Und nachher sitzt er dort, mit Geschwüren, und andere gräßliche Krankheiten. Und mit einer Scherbe kratz er sich, die wunden auf, müssen ganz schlimme schmerzen gewesen sein, die er hatte, aber Hiob sagte Gott nicht ab! Er glaubte weiterhin an Gott, und an seinen Verheißungen, hielt er fest! Und er durchleitete das, und Hiob hat zu Lebzeiten nie erfahren, warum er so ein schreckliches Schicksal hatte, für die Zeit, wo Satan ihm Heimsuchte. Und was der Hintergrund war. Und ich verstehe es auch nicht, warum läßt Gott so etwas zu, warum? Das der Satan, so ein spiel, mit dem Menschen, treiben darf. Ist mir unverständlich, sagte Werner Gitt!

Jetzt lesen wir mal, aus biblischer sicht, warum Hiob das erleiden mußte?   

Das Buch Hiob

Einführung

Mit dem Buch Hiob (hebr. Ijob = »Der Angefeindete«) beginnen die in dichterischer Form niedergeschriebenen Weisheitsschriften des AT; es nimmt in verschiedener Hinsicht eine besondere Stellung ein. Der Verfasser bleibt ungenannt, und die Entstehungszeit ist nicht genau bekannt, auch wenn viele Umstände darauf hinweisen, daß sich die Geschichte Hiobs zur Zeit der Patriarchen abgespielt hat. Das Thema des Buches ist der Sinn des Leidens bei den Gläubigen. Hiob, ein gottesfürchtiger und gerechter Mann von großem Wohlstand und Ansehen, wird von Gott einer Prüfung unterworfen: der Widersacher (Satan) darf ihm seinen Wohlstand, seine Kinder und seine Gesundheit rauben (Hiob Kap. 1-2). Nun entwickelt sich ein Streitgespräch zwischen dem leidenden Hiob und seinen drei Freunden, die ihn trösten wollen, aber schließlich zu seinen Anklägern werden (Hiob Kap. 3-31). Hiob behauptet seine Unschuld und wirft Gott Willkür vor; seine Freunde dagegen wollen Gott verteidigen und werfen Hiob vor, er habe sein Leiden selbst verschuldet. Am Ende dieses Streites tritt ein vierter Redner auf, Elihu, der besonders auf Gottes Souveränität hinweist (Hiob Kap. 32-37). Unmittelbar anschließend redet Gott selbst Hiob an und weist ihn zurecht, indem er auf seine Selbstoffenbarung in der Schöpfung verweist (Hiob Kap. 38-41). Schließlich tut Hiob Buße und wird wiederhergestellt (Hiob Kap. 42). Das Buch ist über die Jahrhunderte ein großer Trost für leidende Gläubige gewesen und zeigt ihnen, daß Gott manchmal Leiden zur Läuterung und Zubereitung zuläßt und in seinem souveränen Handeln immer gerecht bleibt. Es enthält wichtige Hinweise auf Gottes Erlösungsplan: Um vor Gott gerecht dazustehen, braucht der sündige Mensch einen Mittler (Hiob 9,33), einen Bürger (Hiob 16,19) und einen Erlöser (Hiob 19,25), und das alles findet er allein in Christus.

Anmerkung: Es gibt unselige weitere Beispiele, aber nur eines möchte ich nennen, aus dem Buch Hiob 1,6-22; 2,1-10; 42,10-17: Eines Tages kam Satan zu Gott, und er stellt den Glauben Hiob an Gott, in Zweifel. Und Satan reizte Gott, durch seine Frage! Um Hiob zuprüfen. Und Satan sprach zu Gott, ist Hiob umsonst gottesfürchtig? Und Gott, sprach zu Satan, obwohl du mich gereizt hast, ihn ohne Ursache zu verderben! Aber der Satan sprach zu Gott: Haut für Haut! Ja, alles, was der Mensch hat, gibt er hin für sein Leben; aber strecke doch deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, so wird er dir sicher ins Angesicht absagen! Das heißt, er würde Gottlos werden. Und Gott ging in dieser Angelegenheit ein, und Gott sprach zu Satan, bitte, taste ihn an, aber sein leben darfst du ihn nicht nehmen. Darauf hin, ging Satan auf die Erde, und er benutzte die Menschen dazu, um seine Diener, Söhne und Töchter von seiner Familie und das ganze Vieh zu töten. Dann sprach seine Frau zu Hiob: Hältst du immer noch fest an deiner Tadellosigkeit? Sage dich los von Gott  und stirb! Aber Hiob sprach zu seiner Frau, du redest so, wie eine törichte Frau redet! Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen?

Haben Sie etwas bemerkt? Satan reizte Gott, & Satan, benutze die Frau von Hiob, um ihn von dem glauben an Gott abzubringen, nur Satan hatte keinen erfolg! – Bei alledem versündigt sich Hiob nicht mit seinen Lippen.

Das ist die Taktik des Satans und auf dieser weise macht er es bis heute, das ist seine Strategie! Er benutzt die Menschen für seinen Willen. Mehr zu diesem Thema, finden sie auf der Seite – Gibt es einen Teufel?

Aber, die Bibel gibt eine Lösung dazu, wenn man Bibelbewandert ist, kann man die Schlüssel finden! Damit ich mein leben besser verstehen kann, warum das eine so, und das andere so ist! Ricardo P.

Wir haben fragen, auf die wir noch keine Antwort erhalten haben! Und wenn wir unser leben betrachten, stellen wir fest, das auch in unserem leben, eine ganze reihe von fragen sind, die wir noch nicht beantwortet bekommen haben!

Wir verstehen auch nicht, warum ein Mann wie Hitler Deutschland so zugrunde richten, und einen Weltkrieg auslösen durfte, der in der Summe 50 Millionen Tote forderte, und darunter waren auch über fünf Millionen Juden, die ermordet worden sind. Warum sind alle dokumentierten, 39 Attentate, auf Adolf Hitler fehlgeschlagen (die Dunkelziffer ist noch erheblich größer)?

Anmerkung: Nun, Adolf Hitler konnte nur deshalb ein Weltkrieg entfesseln, weil er von Satan als Werkzeug benutzt wurde. Das ist der erst punkt, und Satan hatte die Absicht, die Juden vollkommen auszurotten, weil er der Gegenspieler von Gott ist. Es ist seine Absicht, die Pläne Gottes zu vereiteln, damit Jesus nicht sein Reich aufrichten kann. Übernimmt er alles, daß Gott nicht an sein Ziel kommt. Aber bei dieser Absicht, muß Satan am ende doch den kürzeren ziehen, sein ende wird ja, in der Offenbarung beschrieben. Über die Endlösung, wurde ja im Wannsee beschlossen (Auf der Wannseekonferenz kamen am 20. Januar 1942 in einer Villa am Wannsee in Berlin 15 hochrangige Vertreter der nationalsozialistischen Reichsregierung und SS-Behörden zusammen, um unter dem Vorsitz von SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich den begonnenen Holocaust an den Juden im Detail zu organisieren und die Zusammenarbeit der beteiligten Instanzen zu koordinieren. Dies war das Hauptanliegen Heydrichs, den Hermann Göring am 31. Juli 1941 mit der Gesamtorganisation der "Endlösung der Judenfrage" beauftragt hatte. Daraufhin hatte Heydrich im Dezember 1941 zu der streng geheimen Konferenz eingeladen, an der Staatssekretäre aus verschiedenen Reichsministerien und dem Generalgouvernement, ein Ministerialdirektor der Reichskanzlei sowie leitende Beamte der Sicherheitspolizei (SiPo), des Sicherheitsdienstes (SD) und der Parteikanzlei teilnahmen. Protokollant war der SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, Heydrichs Referent für "Judenangelegenheiten").

Ich (Werner Gitt) habe schon gesagt, ich komme aus Ostpreußen, ganz am ende, einem endlegenden Dorf, an der östlichsten Grenze, von Ostpreußen, ganz dicht an Litauen, auf einem Bauernhof, da wurde ich geboren, und dann mußten wir flüchten, weil die Rote Armee kamen 1945. Mein Bruder war damals gerade 15 Jahre alt, meine Mutter, und mein Großvater waren mit auf dem Fluchtwagen, und wir waren unterwegs, und dann ging das los: zuerst wurde mein Bruder vom Wagen geholt, von den Russen, höchst wahrscheinlich sofort erschossen, weil die da kurzen Prozeß gemacht hatten. Er kam nie wieder, wir haben ihn nie wiedergesehen! Als wir dann wieder in einem Dorf waren, wurden alle Frauen, die noch irgendwie Arbeitsfähig waren verschleppt, von den Russen, und auch sie sind nie wieder gekommen. Und meine Mutter ist schon im zweiten Monat gestorben. Wie wir später, von einer Zeugin erfahren hatten, ist sie vielleicht an Tifuss, oder irgendeine andere schwere Krankheit, ich weis es nicht. Und mein Großvater, als wir von Polen ausgewiesen wurden, auch er starb, draußen vor dem Bahnhof, wo er abgeholt werden sollte, wo der Abtransport gewesen war. Und dann war ich ganz allein, übriggeblieben.

Anmerkung: Werner Gitt war im Jahre 1944-1945 ungefähr zwischen 7-8 Jahre alt, als seine Familie ausgerottet wurden ist. Das müssen wir uns einmal durch den Kopf gehen lassen, was er erlebt hatte, wie schrecklich das war, was er erleben mußte! Es war eine furchtbare Zeit.

Wenn ich heute zurückdenke, wie kommt das eigentlich, das ich leben darf! Viele Menschen haben die frage, warum muß ich soviel leid ertragen? Ich (Werner Gitt) muß umgekehrt fragen, warum ist es mir so gut ergangen?  Warum bin ich durch alle diese vieren des Krieges, mit der Front, und darüber hinaus, was es da gab, bin ich unbeschadet durchgekommen, unversehrt, und hatte auch keinen Splitter abbekommen. Mir geht es gut, warum geht es mir gut? Ich habe die Frage, warum geht es mir gut? Auch diese frage bleibt offen, und warum wurde der Rest von meiner Familie ausgerottet?  So kann man das sagen. Das sind fragen, die wir haben, auf die wir keine Antwort erhalten!             

Jetzt kommt dieser Text, in 2Chr 9,2 wo steht: Und Salomo gab ihr Antwort auf alle ihre Fragen; es war Salomo nichts verborgen, daß er es ihr nicht hätte erklären können.

Wenn wir bei Jesus angekommen sind, werden wir auf jede unserer Fragen, eine klare Antwort erhalten, wie es im Johannes 16,23; vgl. Vers 25 geschrieben steht: Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was auch immer ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben!

Und genau das sagte Jesus, wir sind die Könige und König, von Saba. Und an jenem Tag, werdet ihr mich nichts fragen, sagte Er, aber wann ist das? Das ist, wenn wir im Himmel angekommen sind, so lange müssen wir ausharren. Fällt uns die Ähnlichkeit des Textes, von 2Chr 9,2 auf? Dann werden wir keine fragen mehr haben, und wir werden alle Dinge, auch die schweren unverständlichen des Lebens, wir Gott uns erklären. Und Er wird dabei auch unsere Tränen von den Augen abwischen, für alle Ewigkeit! Und es wird die Freude in Ewigkeit uns durchdringen. Auch werden wir alles verstanden haben, warum die Wege unseres Lebens so waren. So merkwürdig und unverständlich die waren. Wenn jetzt, jeder Mensch, in diesem Moment eine persönliche Geschichte erzählen würde, dann würde er eine ganze reihe von fragen haben, die er stellen könnte, wo er sagen würde, das verstehe ich nicht, wie Gott hier gehandelt hat. Solche fragen haben wir, aber wir dürfen wissen, vom Text, wir werden jede einzelne frage unseres Lebens und auch jede schwierige stelle in der Bibel, werden wir 100ig erklärt bekommen, und wir werden es verstehen, alle diese Verheißungen haben wir. Denn wir sind die Könige von Saba, und Er sagt uns alles, was wir wissen wollen.

Geschenke für den König

Im 2.Chronik 9,9 heißt es: Und sie gab dem König 120 Talente Gold und sehr viel Gewürze und Edelsteine; es gab sonst kein solches Gewürz wie das, welches die Königin von Saba dem König Salomo schenkte.

Salomo war ein sehr reicher König. Hätten wir seine Goldvorräte und Kleiderkammern gesehen, uns würde den Atem verschlagen. Diesem reichen König, bringt die Königin, noch mehr Gold dazu. 120 Zentner, das sind 6000 kg oder 120.000 Goldbarren zu je 50 Gramm – wie sie heute bei den Banken handelsüblich sind. Das ist auch so ein Satz, den wir eigentlich nicht verstehen. Und das bringt sie so locker mit. Es gab in Israel, nie wieder so einen Reichen König, wie Salomo, der mit Gold gesegnet war, kann man sagen. Unglaublich und doch wahr! 

Jesus lehrt uns, daß wir nicht mit leeren Händen, zu ihm kommen sollen. Er erwartet nicht 120.000 Barren Gold oder Silber von uns. Das wertvollste, was wir unserm König mitbringen, ist "Frucht". Er sucht nicht die Erfolge unseres Lebens, sondern die Frucht, wie es im Johannes 15,16 heißt: Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen.

In der Bergpredigt, von Matthäus 6,20-21 sagte Jesus: Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

Es ist also ein Auftrag Jesu, Schätze im Himmel zu sammeln, und sie Ihm bei der Ankunft, im Himmel zu übergeben – so wie die Königin von Saba, ihre Schätze, dem Salomo übergab. Das ist keine Werkgerechtigkeit, sondern unser Ausdruck dafür, daß wir unsern König lieben und Ihm dankbar sind. Kinder, sind uns in ihrer Unmittelbarkeit, und in ihrem freudigen Handeln, oft ein Vorbild.

Wie entsteht Frucht? Nun dadurch, das wir Gott gehorsam sind.

Ich will das mit einer Geschichte aus der Schweiz erzählen, das was das Mädchen schildert, hat mich sehr beeindruckt.

Das Glas Wasser:

Ein kleines Mädchen, konnte gerade in der Bibel lesen, und fand das Wort Jesu: Und wer einem dieser Geringen auch nur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch, der wird seinen Lohn nicht verlieren! (Matthäus 10,42)

Daraufhin geht das Mädchen in die Küche, füllt ein Glas mit Wasser, und rennt damit auf die Straße, um es jemandem zu geben. Aber dort war gerade niemand, und so rennt es weiter, bis an den Waldrand. Dort trifft sie, einen jungen Mann, und bietet ihm das Glas, mit den Worten: "Trink das Wasser im Namen Jesu!" Der war total erstaunt, über diese ungewöhnliche Begebenheit. Weil er aber gerade Durst hatte, trank er das Wasser. Das Mädchen rennt mit dem leeren Glas nach Hause, und stellt es in der Küche ab.

Es vergingen etliche Jahre. Das kleine Mädchen war inzwischen erwachsen geworden, und hatte den Beruf einer Krankenschwester erlernt. Eines Tages wird in ihrer Abteilung des Krankenhauses ein Mann eingeliefert, und als erstes packt er seine Bibel aus, und legt sie auf den Beistelltisch. Da das nicht alle Tage vorkommt, spricht die Krankenschwester den Mann an, ob er gläubig sei. Nachdem er das bejaht, fragt sie weiter, wie er denn zum Glauben gekommen sei. Der Mann erklärt: „Es war noch in meiner Jugend. Ich sah keinen Sinn in meinem Leben und machte mich auf  und ich hatte mir auch einen Strick eingesteckt und lief zum Wald, um mir dort das Leben zu nehmen. Aber am Waldesrand kam ein kleines Mädchen mit einem Glas Wasser auf mich zu und sagte: "Trink das Wasser im Namen Jesu!" Das hat mich dermaßen beeindruckt, daß ich von meinem Vorhaben abließ, und mir eine Bibel kaufte, und bald danach zum Glauben kam. Darauf sagte die Krankenschwester: "Das kleine Mädchen von damals – das war ich!"

Durch das Umsetzen eines einzigen Bibelverses, hat das Mädchen eine Seele für den Himmel gewonnen. Wenn Jesus auf der Hochzeit zu Kana Wasser in Wein umgewandelt hat, dann wird Er dieses Wasser, in jenem Glas, in der Ewigkeit, in Gold umwandeln. Und das gilt für alle Frucht, die wir in diesem Leben mit Gottes Hilfe erwirken, der Herr wird es bei unserer Ankunft im Himmel, in Gold umwandeln. Das sind die "Schätze des Himmels", von der Jesus in der Bergpredigt sprach. Das ist Gold, für die Ewigkeit!

Auch er macht das was in der Bibel steht, was Jesus sagte – wer mich sucht in der Schrift wird mich finden – wo finde ich Jesus in der Schrift? Es steht geschrieben, in der Apostelgeschichte 3,19-21: So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sende, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus, den der Himmel aufnehmen muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat.

Wenn ich das gemacht habe, was in der Apostelgeschichte 3,19 geschrieben steht, dann habe ich Jesus gefunden, und ich nehme Ihn mit Freuden in mich auf. Das ist die Wiedergeburt, der alte Mensch muß weichen, weil eine Neue Schöpfung in mir Wohnt (vgl. 2Kor 5,17; Gal 6,15; Röm 7,6; Eph 2,10).

Nicht daß hier ein falscher Eindruck entsteht: Den Himmel können wir uns durch nichts verdienen, den hat Jesus uns sehr, sehr teuer am Kreuz erworben.

Es gibt ein Lied, von dem ich schon mehrfach gehört habe. Nun dieses Lied, sagte jemand, kann man eigentlich heute nicht mehr Singen, im 21 Jahrhundert. Und ich sage doch! Es paßt genau zu dem, was in der Bibel steht. Und in diesem Lied heißt es:

Muß ich geh’n mit leeren Händen?

Muß ich geh’n mit leeren Händen,

so vor meinem Herrn zu steh’n?

Kann ich keine Seel’ im bringen,

keine einz’ge Garbe seh’n?

 

Jesus hat mich ja erlöset,

mich schreckt nicht die Todesnacht;

aber leer vor Ihm erscheinen,

das ist’s, was mich traurig macht.

 

Kehrten die verlor’nen Jahre

nur noch einmal mir zurück.

Für den Heiland froh zu wirken,

wäre dann mein ganzes Glück.

 

Oh, ihr Christen, wirket emsig,

wirket, weil der Tag noch winkt!

Werbet Seelen für den Heiland,

eh’ auch euch die Sonne sinkt!

Erweckungslied, Autor: C.C. Luther: Lebenszeit unbekannt.

Ein schönes Lied, finde ich, das ermutigt Seelen zu gewinnen, für den Herrn Jesus Christus. Das ist gewaltig, was das bewirken kann!

Der kleine Mann von der George Street

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was das Verteilen von Traktaten bewirken kann?

Der folgende Bericht von Pastor Dave Smethurst (London) gibt eine zeugnishafte Antwort darauf.

Es ist eine sehr außergewöhnliche Geschichte, von der ich Ihnen jetzt erzähle. All das begann vor ein paar Jahren in einer Baptistengemeinde im Kristallpalast im Süden von London. Wir waren schon am Ende des Sonntagsgottesdienstes angelangt, da stand ein Mann in den hinteren Reihen auf, hob seine Hand und fragte: "Entschuldigen Sie, Herr Pastor, darf ich noch ein kurzes Zeugnis geben?" Ich schaute auf meine Uhr und willigte einschränkend ein: "Ich gebe Ihnen drei Minuten."

Sogleich begann der Mann mit seiner Geschichte:

"Ich bin erst vor kurzem hierher gezogen. Vorher lebte ich in Sydney in Australien. Vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Verwandte und spazierte auf der George Street entlang. Sie erstreckt sich vom Geschäftsviertel von Sydney bis hin zu den Wohnvierteln, dem so genannten Rock. Ein etwas seltsam wirkender, kleiner, weißhaariger Mann trat aus einem Ladeneingang heraus. Er drückte mir ein Traktat in die Hand und fragte: "Entschuldigung, mein Herr, sind Sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?" - Ich war verblüfft über diese Worte, denn noch nie hatte mich jemand so etwas gefragt. Ich dankte ihm höflich, aber während der langen Heimreise nach London war ich darüber ziemlich verwirrt. Ich nahm daraufhin Kontakt mit einem Freund auf, der Gott sei Dank Christ ist, und er führte mich zu Christus."

Alle applaudierten und begrüßten ihn herzlich in ihrer Gemeinschaft, denn die Baptisten mögen Zeugnisse dieser Art.

Eine Woche darauf flog ich nach Adelaide im Süden Australiens. Zehn Tage später, es war gerade in der Mitte einer dreitägigen Vortragsreihe in einer der dortigen Baptistengemeinden, kam eine Frau auf mich zu und ersuchte mich wegen einiger Ratschläge. Ich fragte sie zunächst nach ihrer Stellung zu Christus. Sie antwortete darauf wie folgt:

"Ich habe einmal in Sydney gewohnt und vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Freunde. Auf der George Street erledigte ich noch einige Einkäufe, als ein seltsamer, kleiner, weißhaariger Mann aus einem Geschäftseingang auf mich zukam und mir ein Traktat anbot mit den Worten: Entschuldigung, meine Dame, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben? Ich war durch diese Worte beunruhigt. Wieder zu Hause in Adelaide, wo ich von einer Baptistengemeinde ganz in meiner Nähe wußte, suchte ich den dortigen Pastor auf. Nach dem Gespräch führte er mich zu Christus. So kann ich Ihnen sagen, daß ich jetzt Christ bin."

Ich war jetzt doch sehr erstaunt. Zweimal innerhalb von nur zwei Wochen und in so weit voneinander entfernten Orten hatte ich dasselbe Zeugnis gehört. Dann flog ich zu einem weiteren Dienst in der Mount Pleasant Church nach Perth im Westen von Australien. Als meine Vorträge dort beendet waren, lud mich der Gemeindeälteste zum Essen ein. Dabei erkundigte ich mich, wie er denn Christ geworden sei. Er erklärte mir:

"Mit 15 Jahren kam ich in diese Gemeinde, ohne jedoch eine wirkliche Beziehung zu Jesus zu haben. Ich machte einfach alles nur so mit, wie alle anderen auch. Aufgrund meiner geschäftlichen Fähigkeiten und Erfolge wuchs auch mein Einfluß in der Gemeinde. Vor drei Jahren war ich dann auf einer Geschäftsreise in Sydney. Ein widerlich und geradezu boshaft aussehender kleiner Mann trat aus einem Ladeneingang heraus und hielt mir eine religiöse Schrift hin - billiger Ramsch – und konfrontierte mich mit der Frage: Entschuldigung, mein Herr, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben? - Ich versuchte ihm zu erklären, daß ich ein Ältester bei den Baptisten sei. Er aber wollte mir gar nicht zuhören. Den ganzen Weg nach Hause von Sydney nach Perth kochte ich vor Zorn. Auf sein Mitgefühl hoffend, erzählte ich meinem Pastor von dieser merkwürdigen Begebenheit. Doch dieser wollte mir nicht zustimmen. Er hatte mich schon vor Jahren damit beunruhigt, daß ich keine Beziehung zu Jesus haben könnte, und er hatte Recht damit. So führte mich mein Pastor vor drei Jahren zu Jesus."

Ich flog wieder zurück nach London und bald darauf sprach ich auf der Keswick-Versammlung im Lake-District. Dort berichtete ich von diesen drei sonderbaren Zeugnissen. Am Ende dieser Vortragsreihe kamen vier ältere Pastoren nach vorn und erzählten, daß auch sie, inzwischen 25 bis 30 Jahre zurückliegend, durch dieselbe Frage bei gleichzeitiger Übergabe einer kleinen Schrift auf der George Street gerettet wurden.

In der folgenden Woche flog ich zu einer ähnlichen Versammlung wie jener in Keswick und sprach vor Missionaren in der Karibik. Auch dort erzählte ich dieselben Zeugnisse. Am Ende meines Vortrags kamen drei Missionare nach vorn und erklärten, daß auch sie 15 bis 25 Jahre zuvor durch das Zeugnis und genau diese Frage eben jenes kleinen Mannes auf der George Street in Sydney gerettet wurden.

Meine nächste Vortragsreise führte mich war Atlanta, Georgia (USA). Dort hatte ich auf einer Versammlung von Schiffskaplanen zu reden. Drei Tage lang referierte ich hier zu über 1000 Schiffskaplanen. Danach lud mich der Hauptkaplan zu einem Essen ein. Bei der Gelegenheit fragte ich ihn, wie er einmal Christ geworden sei.

"Es war wie ein Wunder. Ich war Matrose auf einem Kriegsschiff und führte ein verwerfliches Leben. Wir führten Flottenübungen im Südpazifik durch und erneuerten im Hafen von Sydney unsere Vorräte. Wir ließen uns total gehen. Ich war völlig betrunken, stieg in einen falschen Bus ein und in der George Street wieder aus. Beim Aussteigen dachte ich, ein Gespenst zu sehen, als da ein Mann vor mir auftauchte, mir ein Traktat in die Hand drückte und sagte: Seemann, bist du gerettet? Kommst du in den Himmel, wenn du heute Nacht stirbst? - Die Furcht vor Gott ergriff mich unmittelbar. Ich war sofort nüchtern, rannte zurück zum Schiff und suchte den Kaplan auf. Er führte mich zu Christus. Bald begann ich mich unter seiner Anleitung für den Dienst vorzubereiten. Nun habe ich die Verantwortung über 1000 Schiffsgeistliche, die heute Seelen zu gewinnen suchen."

Sechs Monate später flog ich zu einer Konferenz, zu der sich 5000 indische Missionare in einem abgelegenen Teil Nord-Ost-Indiens eingefunden hatten. Am Ende lud ihn der Missionsleiter zu einem einfachen Essen in sein kleines, bescheidenes Haus ein. Auch ihn fragte ich, wie er denn als Hindu zu Christus gekommen sei.

"Ich wuchs in einer sehr privilegierten Position auf. Im Auftrag der diplomatischen Vertretung Indiens bereiste ich die Welt. Ich bin sehr froh über die Vergebung und daß meine Sünde durch das Blut Christi abgewaschen wurde. Ich müßte mich sehr schämen, wenn man herausfinden würde, was ich so alles getrieben habe. Eine Zeit lang führte mich der diplomatische Dienst nach Sydney. Ich erledigte noch ein paar Einkäufe und war beladen mit Spielzeug und Kleidung für meine Kinder. Ich ging gerade die George Street hinunter, als ein höflicher, weißhaariger, kleiner Mann vor mich hintrat, mir ein Traktat anbot und mir eine persönliche Frage stellte: Entschuldigung, mein Herr, sind sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?  - Ich bedankte mich sehr, aber diese Sache ließ mir keine Ruhe. Zurück in meiner Heimatstadt, suchte ich unseren Hindupriester auf. Er konnte mir nicht helfen, aber er gab mir den Rat, zu einem Missionar im Missionshaus am Ende der Straße zu gehen, um meine Neugier zu befriedigen. Das war ein guter Rat, denn an diesem Tag führte mich der Missionar zu Christus. Ich gab den Hinduismus sofort auf und begann, mich für den Missionsdienst vorzubereiten. Ich verließ den diplomatischen Dienst und bin nun heute durch Gottes Gnade in der Verantwortung über all diese Missionare, die zusammen schon 100 000 Menschen zu Christus geführt haben."

Acht Monate später predigte ich in Sydney. Ich erkundigte mich bei dem dortigen Baptistenpastor, ob er wohl einen kleinen, älteren, weißhaarigen Mann kenne, der Traktate auf der George Street verteilt. Er bestätigte mir: "Ja, ich kenne ihn, sein Name ist Mr. Genor, aber ich glaube nicht, daß er immer noch diesen Dienst tut, denn er ist schon ziemlich alt und gebrechlich." Zwei Tage später machten wir uns auf den Weg zu seiner kleinen Wohnung. Wir klopften an die Tür, und ein winziger, gebrechlicher, alter Mann begrüßte uns. Er bat uns, Platz zu nehmen und bereitete uns einen Tee zu. Er war schon so gebrechlich und die Hände zitterten ihm derartig, daß er ständig Tee in die Untertasse verschüttete. Ich erzählte ihm von all den Zeugnissen der vergangenen drei Jahre. Dem kleinen Mann rollten die Tränen über die Wangen. Dann begann er mit seiner eigenen Geschichte:

"Ich war Matrose auf einem Australischen Kriegsschiff. Ich führte ein verwerfliches Leben. In einer Krise kam es zum Zusammenbruch. Einer meiner Kollegen, dem ich übel mitgespielt hatte, ließ mich nicht allein und half mir wieder auf. Er führte mich zu Jesus, und mein Leben änderte sich von heute auf morgen vollständig. Ich war Gott so dankbar, daß ich Ihm versprach, jeden Tag mindestens zehn Menschen ein einfaches Zeugnis von Jesus zu geben. Als Gott mir wieder Kraft gab, fing ich damit an. Manchmal war ich krank und konnte den Dienst nicht tun, doch holte ich all meinen Rückstand auf, wenn es mir wieder gut ging. Nach meiner Pensionierung war dann mein Stammplatz auf der St. George Street, wo ich jeden Tag Hunderten Menschen begegnete. Ich erfuhr dort zwar eine Menge Ablehnung, aber es gab auch viele Leute, die meine Traktate höflich annahmen. In den vierzig Jahren seitdem ich dies tue, habe ich bis zum heutigen Tag noch von keinem einzigen Menschen gehört, der dadurch zu Jesus gekommen wäre."

Wir sehen hier, was wirkliche Hingabe ist: 40 Jahre Dankbarkeit und Liebe für Jesus zu zeigen, ohne je von irgendeinem Erfolg zu hören. Dieser einfache, kleine Mann ohne besondere Gaben hat sein Zeugnis zu etwa 150 000 Menschen gegeben. Ich denke, was Gott dem Pastor aus London gezeigt hat, war nur die Spitze von der Spitze von der Spitze des Eisbergs.

Nur Gott weiß, wie viele Menschen sonst noch für Christus gewonnen wurden. Mr. Genor, der eine riesige Arbeit auf den Missionsfeldern geleistet hatte, ist zwei Wochen nach diesem Besuch gestorben. Können Sie sich den Lohn vorstellen, den er im Himmel empfangen wird? Ich zweifle, daß sein Gesicht jemals in einer christlichen Zeitschrift erschienen wäre. Ich bezweifle auch, daß jemals sein Foto mit Text in Billy Gra4hams “Entscheidung” aufgetaucht wäre. Niemand außer einer kleinen Gruppe von Baptisten in Sydney kannte Mr.Genor, aber ich sage Ihnen, im Himmel ist sein Name berühmt.

Der Himmel kennt Mr. Genor und Sie können sich das Willkommen und den roten Teppich und die Fanfaren für seinen Empfang vorstellen, als er heimging in die Herrlichkeit.

Und ich möchte das, für uns als Ermutigung sagen, wir werden einen dienst finden, die wir ganz allein bewerkstelligen müssen. Aber das wird gold wert sein. Gold, gold, gold wert sein! Die arbeit die wir für Jesus tun, wird umgewandelt in gold. Und 120 Zentner gold wollen wir dem Herrn Jesus mitbringen, wenn wir angekommen sind, wenn wir diese Erde verlassen müssen.

Das wir unser leben nicht sinnlos vergeuden, verschleudern, vergammeln und sinnlos zubringen, mit allem möglichen Blödsinn, was wir tun können. In der Schrift heißt es: Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. (Eph 5,15-16; vgl. Kol 4,5)

Das heißt im Übertragenden sinn: Wir sollen unser leben, nicht mit nichtigen dingen zubringen. Manche würden auch sagen, sie leben so in den tag hinein. Den ganzen tag mit nichtigen dingen vergammeln, bis der tag zu ende geht.

Sondern das wir unser leben einsetzen, um gold zu gewinnen, für die Ewigkeit, was Bleibendes. Dazu möchte ich sie ermutigen!  Diese Geschichten bringen das so deutlich zum Ausdruck. Es kommt überhaupt nicht an, das wir hier, im Raum und Zeit, etwas davon sehen, was wir gesät und getan haben. Sein Tag wird das alles offenbaren, wenn wir hier die Reise auf Erden beendet haben und bei Jesus angekommen sind, dann werden wir die Menge an gold sehen, die unser leben bewirkt hat. Das will uns hier dieser Text sagen.

Aber jetzt geht das weiter, an dem wir unser gold als Gastgeschenk, sozusagen abgegeben haben, bei unserem König, Jesus Christus.

Der König gab überreichlich!

Jetzt kommt der König und was macht Er?  Im 2Chronik 9,12 heißt es: Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was sie wünschte und erbat, viel mehr als das, was sie selbst dem König gebracht hatte. Dann kehrte sie in ihr Land zurück samt ihren Knechten.

Was auch immer wir dem Herrn mitbringen, seine Gabe an uns, wird alles nur Erdenkliche weit übertreffen. An der Ausdrucksweise von Lukas 6,38 spürt man die Unfähigkeit der menschlichen Sprache, den überfließenden Reichtum der Gabe Gottes beschreiben zu können. Im Lukas 6,38 heißt es dazu passend: Gebt, so wird euch gegeben werden; ein gutes, vollgedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß schütten. Denn mit demselben Maß, mit dem ihr zumeßt, wird euch wieder zugemessen werden.

Ja, unser König, Jesus Christus schenkt uns alles - den ganzen Himmel! Denn Er ist ja reich, überreich sogar. Er gibt uns alles. Wenn wir sehen, wie die Bibel spricht, dann fehlen und die Menschlichen Worte. Das wird uns hier in dieser Reisegeschichte übermittelt. Ich mußte staunen, über diesen Text, was alles darin an Information steckt.

Nicht die Hälfte hat man mir gesagt!

Jetzt kommen wir noch zum 2Chronik 9,3-6 es ist auch eine spannende Reisepassage und da heißt es:  Als nun die Königin von Saba die Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, und die Speise auf seinem Tisch, die Wohnung seiner Knechte und das Auftreten seiner Dienerschaft und ihre Kleidung, auch seine Mundschenken und ihre Kleidung und auch seinen Aufgang, auf dem er zum Haus des Jahwe hinaufzugehen pflegte, da geriet sie außer sich vor Staunen; und sie sprach zum König: Das Wort ist wahr, das ich in meinem Land über deine Taten und über deine Weisheit gehört habe! Ich aber habe ihren Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, es ist mir nicht die Hälfte gesagt worden von der Größe deiner Weisheit; du hast das Gerücht übertroffen, das ich vernommen habe!

Die Königin von Saba verschlug es die Sprache. Im Hebräischen Grundtext heißt es: "Es blieb kein Lebensodem" (hehr. Ruach) in ihr. Sie geriet vor Staunen außer sich. Das hatte sie sich nicht vorstellen können. Und sie konnte es nicht mehr für sich behalten und mußte es Salomo sagen. Und dann rief sie jenen Satz aus, der mich persönlich sehr bewegt hat: Nicht die Hälfte hat man mir gesagt! Diesen Ausruf werden wir wohl auch tun, wenn wir bei Jesus angelangt sind. Nicht die Hälfte hat man uns gesagt, denn die Herrlichkeit des Herrn ist uns jetzt noch unvorstellbar.

Wir kommen im Königreich an, und wir werden staunen, und wir werden sagen: Man hat uns auf der Erde noch nicht einmal die Hälfte gesagt, von dem, was gepredigt wurde, was wir dann sehen können. Nicht einmal die hälfte alles Predigen, die wir hier tun, ist ja nur bruchstücksweise was wir im Augenschein nehmen können. Wenn wir dem König direkt sehen werden, von Angesicht zu Angesicht, und Ihm gegenüberstehen werden, und das in aller Ewigkeit!

Aber um die Herrlichkeit Jesu zu sehen, müssen wir uns aufmachen zu ihm hin – so wie sich einst die Königin von Saba aufgemacht hatte. Erst wenn wir bei ihm sind, werden wir sehen, wie Er ist. Dann werden unsere Augen übergehen, und wir werden staunend vor unserem Herrn stehen, und Ihm bekennen: Nicht die Hälfte haben wir erahnt. Wenn wir den Himmel erreicht haben, werden wir sagen: Wie dürftig waren doch alle unsere Predigten, im Vergleich zu dem, was wir dann sehen werden. Jetzt sind wir noch unterwegs, wie einst die Königin von Saba, bei ihrer Reise durch die Wüste. Sie legte mit ihrer Karawane einen Weg von etwa 3000 km zurück, denn sie kam aus dem Süden.

Vielleicht kam sie aus dem heutigen Äthiopien.

Vielleicht kam sie von der arabischen Halbinsel.

Vielleicht kam sie aus dem heutigen Jemen, dem damaligen Land der Sabäer.

Was will uns dieser Text sagen! Und warum nennt Gott nicht das Land, von wo die Königin von Saba gekommen war? Weil viele Menschen auf der Erde gerettet werden, und sind. Und es spielt keine rolle, aus welchem Land er/sie kommt. Das will uns dieser Text vermitteln.

Der Wüstenweg war sehr beschwerlich – da gab es viele Anstrengungen und mancherlei Beschwernisse –, aber es war der Weg zum König. Wir sind jetzt auch noch unterwegs zu unserem König, es ist unser König Jesus Christus. Wir sind noch nicht bei ihm angekommen, aber wir sind auf jenem Weg, der zum Ziel führt. Dieser

Weg ist oft ein Weg, der durch die Wüste führt.

Zwei Situationen

Sind wir schon unterwegs?

Vielleicht sind wir schon seit langem unterwegs zu unserem himmlischen König, Jesus. Die Königin von Saba, war unterwegs, nach Jerusalem. Als Christen sind wir jetzt noch unterwegs, aber wir sind unterwegs zum himmlischen Jerusalem. Der König des damaligen irdischen Jerusalems war Salomo; der König des himmlischen Jerusalems, ist Jesus Christus. Bei unserem Unterwegssein gibt es eine lange Strecke, durch die Wüste. Da gibt es Feinde, da gibt es Krankheit, da gibt es Lasten. Das kennen auch wir Christen zur Genüge. Da wird uns nicht der Rote Teppich ausgerollt, nein im Gegenteil, der Weg in dem Himmel, kann sehr beschwerlich werden. Der Weg durch diese Welt, führt uns immer wieder auch durch Leid und Mühsal, also durch die Wüste.

In dem bekannten Lied von Zinsendorf  - Jesu geh voran – heißt es darum auch treffend: Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir.

Das aber ist das Entscheidende: Der Weg führt zu Jesus, unserem König. Auch das hat Zinsendorf im letzten Vers zum Ausdruck gebracht: Tu uns nach dem Lauf deine Türe auf.

Jesus sagte den Pharisäern in Matthäus 12,42: Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und wird es verurteilen, denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, hier ist einer, der größer ist als Salomo!

Aus diesem Text können wir etwas entnehmen und zwar, die Königin kam von weit her, um die Weisheit Salomo zu hören. Und diese Weisheit finden wir im Wort Gottes, in seiner heiligen Schrift. Das will uns der Text sagen.

Jesus vergleicht sich mit Salomo: Hier ist mehr als Salomo! Wenn Salomo schon zum Staunen veranlaßte – und die Königin, war Reichtum gewohnt, sonst hätte sie nicht Gold in dieser Fülle mitbringen können – wie viel mehr werden wir dermaleinst staunend vor Jesus stehen. Das wird Überraschung und Freude in höchster Vollendung sein.

Der 1. Korintherbrief 2,6-9 gibt uns die richtige Sichtweise: Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften; aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat – denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt –, sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«.

Viele Menschen sind noch nicht unterwegs.

Es kann aber auch sein, daß wir noch im Palast, unserer eigenen Weltanschauung, und des Wohlseins leben. Dann sind wir gerufen, die alte Behausung zu verlassen, und uns per Karawane in die Wüste zu begeben. So wie es in der realen Wüste, viele Gefahren gibt: Schlangen und Skorpione und mancherlei wilde Tiere; Sandstürme und Wassermangel. In der Wüste kann der Wagen zusammenbrechen, auch die Kamele können zusammenbrechen. So gibt es auch bei unserer Wüstenwanderung zu Jesus hin mancherlei Nöte und Schwierigkeiten: Wir können krank werden, und mancherlei Lebensumstände können uns zur Verzweiflung bringen. Mit der Entscheidung für die Nachfolge Jesu wird nicht der Rote Teppich ausgebreitet.

Aber: Das Ziel ist unvergleichlich! Das Ziel ist der ewige König! Das Ziel ist der Himmel! Mache dich auf, kehre um! Denn jeder Weg ohne Jesus führt in die Irre, in die ewige Wüste, in das ewige Verlorensein. Der Weg mit Jesus führt in das himmlische Jerusalem. Komm und mache dich auf den Weg! Spanne – um im Bild zu bleiben – noch heute die Kamele an und begib dich auf die Reise; dann hast du das größte Ziel vor dir, das je einem Menschen gesetzt wurde! Amen!

Überarbeiteter Text, April 2017

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