Die Auferstehung der Toten.

 

Wenn nicht anders vermerkt wurde, zitiere ich die Schlachter Version 2000

[Textus-Receptus].

Die Auferstehung der Toten

 

1. Sie wurde von den Patriarchen geglaubt (vgl. 1.Buch Mose 22,5 mit Hebr 11,19; Hiob 19,25-27); durch die Propheten offenbart (Jes 26,19; Dan 12,2.13; Hos 13,14) und Wunder an den Toten, die wieder zum Leben auferweckt wurden, werden in dem Alten Testament berichtet (2.Könige 4,32-35; 13,21).

2. Jesus Christus gab den Toten das Leben wieder (Mt 9,25; Lk 7,12-15; Joh 11,43-44). Er sagte Seine eigene Auferstehung voraus (Joh 10,18; Lk 24,1-8).

3. Eine Auferstehung von Leibern folgte der Auferstehung Jesus Christus (Mt 27,52-53), und die Apostel konnten durch die Macht Gottes auch Tote auferwecken (Apg 9,36-41; 20,9-10).

4. Zwei Auferstehung sind noch zukünftig und schließen alle ein, die in den Gräbern sind (Joh 5,28). Diese werden voneinander unterschieden und zwar wie folgt: a) Die erste Auferstehung, die eine Auferstehung des Lebens ist, die gutes getan haben, bzw. die das ewige Leben schon jetzt besitzen, die wiedergeboren sind (Joh 5,28; 1.Kor 15,22-23; 1.Thess 4,14-17; Offb 20,4-5).

b) Die zweite Auferstehung der Bösen Menschen, die böses getan haben, bei Lebzeiten. Die eine Auferstehung zum Gericht ist (Joh 5,29; Offb 20,5-6.11-13).

Sie sind durch einen Zeitraum von 1000 Jahren voneinander getrennt

(Offenbarung 20,5).

Die erste Auferstehung zum Leben, die sich retten ließen, wird bei dem zweiten Kommen Jesu Christi geschehen (1.Kor 15,23). Die Wiedergeborenen wahren Gläubigen des Zeitalters der Gemeinde werden Ihm in der Luft begegnen (1.Thess 4,16-18; Joh 12,26; 1.Kor 15,50-54). Die Märtyrer aus allen Zeiten, die um das Wort Gottes willen, den Tod erleiden mußten, werden am Ende dieses Zeitabschnitts auferweckt werden, wenn der Herr Jesus Christus zu der Erde zurückkehrt, um das Tausendjährige Reich aufzurichten (Offb 19,11-16; 20,1-3).

Die Gläubigen des Alten Testamentes werden ebenso an der ersten Auferstehung teilnehmen. Manche nehmen an, daß diese mit der Gemeinde auferweckt werden (1.Thess 4,16-17; 1.Kor 15,51-53), vor der großen Trübsal. Andere meinen, daß es mehr im Einklang mit den Schriften des AT ist, daß man die Gläubigen des NT einschließt in die Auferstehung nach der Zeit der großen Trübsal (Offb 20,4-6), weil beide, Jesaja und Daniel erwähnen, daß die Auferstehung der Heiligen des AT nach einer Zeit großer Trübsal stattfindet (Jes 26,16-21; Dan 12,1-3).

5. Der sterbliche Leib wird sich zu dem Leib der Auferstehung verhalten wie sich ein gesätes Getreidekorn zu der Ähre in der Ernte verhält (1.Kor 15,37-38). Der Leib der Auferstehung wird unverweslich, Herrlichkeit, Kraft, geistlicher Leib sein (1.Kor 15,42-44.49).

6. Die Leiber der lebenden Gläubigen werden zu derselben Zeit in einem Augenblick verwandelt werden (1.Kor 15,50-53; Phil 3,20-21). Diese Verwandlung der Lebenden und die Auferstehung der Toten in Christus wird genannt die Erlösung unseres Leibes (Röm 8,23; vgl. Eph 1,13-14).

7. Nach den 1000 Jahren wird die Auferstehung zum Gericht stattfinden, die Böses getan haben (Joh 5,29; Dan 12,2; Mt 25,46; Offb 20,7-15).

Der zweite Tod

Der zweite Tod und der Feuersee in Offenbarung 20,14 sind Ausdrücke von gleicher Bedeutung und werden gebraucht, um den ewigen Zustand der Bösen zu beschreiben:

1. Er wird der zweite Tod genannt im Unterschied zum vorausgehenden körperlichen Tod der Bösen, die im Unglauben und in der Verwerfung Gottes sterben. Ihr ewiger Zustand ist ein ewiger Tod, d.h. Trennung von Gott in Sünden (Joh 7,34; 8,21.24; 13,33). Weil sie sich vom Teufel verführen ließen und das Malzeichen des Tieres angenommen haben. (vgl. Offb 13,14-18; 14,11)

2. Daß der zweite Tod nicht Vernichtung bedeutet, wird klar durch einen Vergleich von Offenbarung 19,20 mit 20,10 Beschrieben. Nach den 1000 Jahren in dem Feuersee sind das Tier und der falsche Prophet (= religiöse Verführer) noch da und existieren persönlich weiter.

3. Die Worte von Ewigkeit zu Ewigkeit, bis in die Zeitalter der Zeitalter, vgl. Offb 20,10, werden auch gebraucht:

> von Gott (Offb 1,18; 4,9-10; 10,6; 15,7),

> von der Herrlichkeit Gottes (Gal 1,5 usw.) und

> von der Herrschaft, der Regierung Gottes (1.Petrus 4,11; Offb 1,6; 5,13-14; 7,12; 11,15).

Diese Worte bedeuten ganz einfach ewig in dem Sinne von nicht endend.

Fazit: Der Mensch, wird durch die Geburt, zwischen Mann und Frau geboren. Wenn dieser Menschen nicht zum ewigen Lenen findet, auf Grund seiner Verstocktheit seines Herzens, dann stirbt er einen zweifachen Tod. Der Leibliche und der Ewige zweite Tod.

Anmerkung: Eine schwerwiegende Frage blieb noch zu regeln. Etliche Menschen z.B. in Korinth leugneten die Auferstehung, wie es auch heute ebenfalls ist. Paulus zeigt, daß man an dieser Lehre nicht rütteln kann, ohne das ganze Gebäude des christlichen Glaubens umzustürzen. Gott sei Dank, ist es nicht so! Denn der Herr Jesus Christus ist wirklich auferweckt worden (Lk 24,34). Aber angesichts der Wichtigkeit dieser Wahrheit verstehen wir, warum Gott (Lk 24,3-4) sich solche Mühe gegeben hat, sie festzuhalten. In erster Linie durch die Schriften (1Kor 15,3-4). Dann wurde sie von glaubwürdigen Zeugen wie Kephas, Jakobus und Paulus selbst, (obwohl er sich als unwürdig erklärt), die Apostel waren, einwandfrei bestätigt, Ferner durch eine Anzahl von Zeugen. Er war über fünfhundert Brüdern erschienen (Jesus), wovon die meisten noch darüber befragt werden konnten.

Und ohne Zweifel haben die meisten unserer Leser, selbst ohne den Herrn Jesus mit ihren Augen gesehen zu haben, für sich selbst die Erfahrung gemacht, daß ihr «Erlöser lebt» (vgl. Hiob 19,25; 16, 19; Jes 54,5; 59,20; Jer 50,34; Eph 1,7; Offb 1,17-18). Der auferstandene Christus ist den «entschlafenen» Gläubigen vorangegangen. Sie werden bei Seinem zweiten Kommen (vgl. Lk 12,38; Mt 14,25; 24, 27; Sach 9,14; Hebr 9,28; Offb 7,10; 12,10; 19,1) auferstehen. Was die übrigen der Toten betrifft, werden sie erst viel später «lebendig gemacht werden, auch wenn sie sich einmal sich verbrennen ließen», um vor dem Thron des Gerichts zu erscheinen (Offb 20,12). Erst dann wird alles endgültiger Christus Jesus unterworfen sein. Dann verliert sich unser Gedanke in den Unendlichkeiten der glückseligen Ewigkeiten, wo Gott, der Vater, schließlich alles in allem sein wird (1Kor 15,28; vgl. Eph 1,10; Phil 3,21; Röm 11,36; Eph 4,6).

Nachdem der Apostel diese herrliche Einschiebung (1Kor 15,20-28) beendet hat, zeigt er, wie die Tatsache, entweder an das zukünftige Leben zu glauben oder nicht zu glauben, das Verhalten aller Menschen bestimmt – und vorab das Seinige (1Kor 15,30-32). Wie viele Unglückliche gibt es, deren ganze Religion in den Worten enthalten ist: «Laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!» (1.Kor 15,32) Sie reden sich ein, daß jenseits des Grabes nichts existiere, um sich dadurch für den uneingeschränkten Genuß ihres kurzen Daseins zu entschuldigen, «wie unvernünftige, natürliche Tiere» (2.Petrus 2,12).

Den Christen aber sollte sein Glaube wach halten (1Kor 15,34), ihn davor bewahren, sich in gefährliche Gesellschaft zu begeben. Ihn daran hindern, mit den Trinkern dieser Welt zu essen und zu trinken (1Kor 15,33; Mt 24,49). Möchte uns doch die Gesellschaft des Herrn Jesus Christus und der Seinigen bis zu Seiner Wiederkunft genügen!

Überarbeiteter Text, April 2017

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