Die Apokryphen – Gottes Wort?

Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Textautor. Ich zitiere die Schlachter Version 2000.

Richtungsweisende Orientierungshilfe

Die Apokryphen – Gottes Wort? Antwort: Nein!

Was sagt die Heilige Schrift, die Antwort finden wir z.B. in dem Buch der Sprüche 30,6: Tue nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht bestraft und du als Lügner dastehst! (vgl. 5.Mose 4,2; 12,32; Offb 22,18-19)

2. Petrus 1,20: Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist.

Wir sollen diese Worte Gottes, sehr ernst nehmen, damit wir keinen schaden erleiden.

Zusammenfassung von R. Briem – Bibelbund.

Überarbeitet von Ricardo P., April 2017

Das Wort Apokryph stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "verborgen“ oder "untergeschoben“. Die Bezeichnung Aporokryphen geht wahrscheinlich auf Hieronymus (400 nach Christus) zurück. Die Apokryphen findet man in der Bibel in aller Regel zwischen dem Alten und dem Neuen Testament.

Aber nicht im Grundtext (Schlachter Version 2000 - Textus Receptus).

Sie enthalten diverse Bücher und Schriften – zu ihnen gehören die Bücher –

Die Schreibweise ist aus dem Jahr 1845 (Franz Müller).

Das Buch Judith

Die Weisheit Salomos

Das Buch Tobias

Das Buch Jesus Sirach

Das Buch Baruch

Das 1. Buch Makkabäer

Das 2. Buch Makkabäer

Stücke in Esther

Historia von der Susanna und Daniel

Vom Bel zu Babel

Vom Drachen zu Babel

Das Gebet Usarias

Der Gesang der drei Männer im feurigen Ofen

Das Gebet Manasses

Sie enthalten diverse Bücher und Schriften, die teilweise die Lücke zwischen den beiden großen Bibelteilen schließen und einen Einblick in die geistige Lage des Judentums vermitteln sollen.  

Begriff / Entstehung: Die Apokryphen sind seit Martin Luther Sammelbegriff für 14 Bücher, die zwischen Abschluß das AT und Abfassung des NT entstanden sind (420 vor bis 52 nach Christus). Sie gehörten nie zum alttestamentlichen Kanon (Sammlung heiliger Bücher).

Aufwertung: Durch Hyronimus in die Septuaginta und Vulgata übernommen, von Augustinus bestätigt. Die römisch- katholische Kirche erklärte auf dem Konzil zu Trient (um 1546 nach Christus). 11 dieser 14 Apokryphen Schriften zu einem Teil der Heiligen Schriften.

Einwände: Diese Bücher sind weder von Jesus Christus noch von einem der göttlich inspirierten Schreiber des NT jemals als Teile der Heiligen Schrift anerkannt worden.

An keiner Stelle der Apokryphen finden wir Aussagen wie so spricht der Jachweh, der Jachweh sprach oder ähnliches (etwa 3800 mal im AT). Später wurde aus diesem Namen (Jachweh) HERR oder Herr.

Um den Text besser verstehen zu können, muss man wissen, dass Luther im Alten Testament das hebräische Wort JHWH mit einem groß geschriebenen HERR übersetzt hat. Es geht also um Jachweh - um Gott.

Im hebr. Jachweh - Zidkenu

Im deut. Jahweh oder Jachweh je nach Aussprache - Zidkenu

Das Wort Jehova, können Sie glatt vergessen! Ich verstehe nicht, wie eine gute Bibelübersetzung, wie z.B. die Elberfelderbibel so einen Namen hinein nehmen konnte. Jehova, das ist ein Zwitter-Name, das ist ein selbst erfundener Name im Mittelalter um etwa 1520. Jehova gibt es nicht, absolut nicht! Das ist Götze, aus der Hand von Menschen erdacht. Dahinter stehen aber Dämonen, wie wir heute aus dem Buch – Fakten über die Zeugen Jehovas – wissen.

Jachweh oder Jahweh ist der heilige Name Gottes, indem ein Mensch wenn er Jachweh anruft im gebet, gerettet werden kann, wie es geschrieben Steht:

Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: alle haben denselben Jachweh, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. (Römer 10,12-13; vgl. Joel 3,5)

Abraham Meister schreibt darüber: »Die Wurzel »hawa«, von welcher Jaweh abgeleitet ist, bedeutet »werden«, »sein«. Er ist demnach der »Seiende«, der Sich als der »Werdende« bekannt macht. Er zeigt Sich also in einer »beständigen und zunehmenden Selbstoffenbarung«. ... Er ist der eine »Selbstseiende«, der Sich Selbst offenbart. ...»Dieser Name war für die Juden so heilig, gross und unnahbar, daß sie ihn aus einer übertriebenen Ängstlichkeit vor dem dritten Gebot: Du sollst den Namen des Herrn nicht mißbrauchen, nicht auszusprechen wagten. Sie haben dann statt Jachweh »HERR« (Adonai) gesagt.

Wo immer im AT & NT das Wort HERR anstelle von Jachweh geschrieben steht (das ist die Urtextbedeutung).  Und an stelle Jachweh wurde Jehova mißbräuchlich in manchen Bibel umgedeutet und den Namen Jachweh haben Sie ihrer Bedeutung beraubt. Und so ging der Name in Vergessenheit. Aber Gott wollte doch daß, das man Ihn so nennt. Sie sollten es wissen, und nicht totschweigen!

Wer ist dieser Gott?

Meines Erachtens ist diese Ehrfurcht der Juden eine »übertriebene« Ängstlichkeit gewesen, denn Gott wollte, daß man Ihn »Jachweh« nennt. So heißt es zum Beispiel in Joel 3,5: Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Jachwehs anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der Jachweh verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der Jachweh beruft. (vgl. 1.Kor 10,13).

Der Gottesname »Jachweh« steht ausdrücklich mit der Erlösung in Verbindung. Nicht umsonst offenbart sich Gott mit diesem Namen im Hinblick auf die Errettung Israels aus der Knechtschaft in Ägypten. Im weiteren Verlauf der Selbstoffenbarung Gottes durch Seinen Namen Jachweh wird deutlich, daß der Herr in Beziehung auf die Erlösung des Menschen, mit jeder Not des Menschen fertig wird, so zum Beispiel:

Jachweh-Rapha = Jachweh, der heilt

Jachweh-Roi = Jachweh, mein Hirte

Jachweh-Shalom = Jachweh ist Friede

Jachweh-Zidqenu = Jachweh unsere Gerechtigkeit

Die Erlösung des Menschen aber ist personifiziert in der Offenbarung des Sohnes Gottes bei Seiner Menschwerdung.

 

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In 2.Makkabäer 2,24-32 und 15,37-39 wird offen das Menschenwerk des Buches zugegeben:  Einige Texte der Bibel wollen als gute Literatur zunächst einfach nur gut unterhalten, wie das Vorwort des sog. Epitomators in 2Makk 2,24-32  und sein Nachwort 2Makk 15,37-39 zeigt. Zu den Makkabäerbüchern vgl. Projekt HBLA Steyr (Österreich) unter der Leitung von Mag. Ewald Staltner (Linz): Die Makkabäerbücher: Exegese, Auslegungsgeschichte, Kunst, Musik, Literatur.
 

Bibel als Literaturerlebnis und Infotainment (2Makk)

Lit.: Stephanie von Dobbeler, Die Bücher 1/2 Makkabäer (SKK.AT), Stuttgart 1997.

Einige Texte der Bibel wollen als gute Literatur zunächst einfach nur gut unterhalten, wie das Vorwort des sog. Epitomators in 2Makk 2,24-32  und sein Nachwort 2Makk 15,37-39 zeigt.

2Makk 2,24-32:

"Wir bemerkten nämlich die Flut der Zahlen, und wie schwierig es wegen der Menge des Stoffes ist, sich in die geschichtliche Darstellung einzuarbeiten. So nahmen wir uns vor, die, die gern lesen, zu unterhalten, denen, die mit Eifer auswendig lernen, zu helfen, allen aber, die das Buch auf irgendeine Weise in die Hand bekommen, zu nützen. Uns ist es allerdings nicht leicht gefallen, in mühseliger Arbeit diesen Auszug anzufertigen; es hat vielmehr Schweiß und durchwachte Nächte gekostet.  Wer ein Gastmahl anordnet und den Nutzen anderer sucht, hat es ja auch nicht leicht. Dennoch haben wir die Mühe gern auf uns genommen, um uns viele zu Dank zu verpflichten. Die Einzelheiten genau zu untersuchen, überließen wir dem Geschichtsschreiber. Wir haben uns nur darum bemüht, einen ordentlichen Auszug anzufertigen. Wenn man ein neues Haus baut, muß sich der Architekt um das ganze Gebäude kümmern; Dekorateur und Maler dagegen müssen nur das prüfen, was zur Ausschmückung nötig ist. Ähnlich beurteile ich auch unsere Aufgabe. Sich daran zu machen, die überlieferten Nachrichten kritisch zu beurteilen und bis ins einzelne genau zu untersuchen, ist Sache des Historikers. Wer aber nur nacherzählen will, darf die Darstellung straffen, auch wenn die genaue Ausarbeitung nach den Regeln der Geschichtsschreibung dabei zu kurz kommt. Nun aber wollen wir sofort mit unserer Erzählung beginnen; wir haben uns schon allzu lang mit dem Vorwort aufgehalten, und es wäre ja unsinnig, vor der Erzählung viele Worte zu machen, die Erzählung selbst aber zu kürzen."

Der Verfasser des Hauptteils von 2Makk exzerpiert sein Werk aus den fünf Büchern der Geschichte des Jason von Kyrene und stellt es mit diesem hellenistischen Proömion den Lesern vor - als unterhaltsame Lektüre zunächst, die unser Interesse gewinnen soll. Diese aber wird, sobald man sich in die Lektüre hineinziehen hat lassen, ein Zugang zur "Darstellung der Geschichte als Schauplatz des göttlichen Handelns, auf dem Gottes Willen und sein Erbarmen offenbar wird." [Stephanie von Dobbeler, Die Bücher 1/2 Makkabäer (SKK.AT), Stuttgart 1997, 177.]

Zumindest dieser biblische Autor ist auf einer ersten Ebene schon zufrieden, uns gut unterhalten und gut informiert zu haben (Infotainment: Information und Unterhaltung zugleich), natürlich aber raffiniert genug, uns weiter hineinzuziehen:

2Makk 15,37-39:

"Das waren die Ereignisse, die mit Nikanor zusammenhingen. Seit jener Zeit blieb die Stadt im Besitz der Hebräer. Darum höre ich hier mit der Erzählung auf. Ist sie gut und geschickt erzählt, habe ich mein Ziel erreicht; ist sie aber schlecht oder mittelmäßig - ich habe mein Bestes getan. Es ist gleich ungesund, unvermischten Wein oder pures Wasser zu trinken. Wein mit Wasser vermischt hingegen schmeckt vorzüglich. Ähnlich hängt es auch vom Aufbau der Erzählung ab, ob sie den Geist des Lesers erfreut, dem dieses Buch in die Hände kommt. Damit will ich schließen."

Der Autor ist sich bewußt, daß sein griechisch geschriebenes Werk allen möglichen Lesern in und außerhalb Israels in die Hände fallen kann - also auch uns. "Wein mit Wasser vermischt zu trinken", biblische Texte als gute Erzählungen zu präsentieren, sollten wir ausgehend von 2Makk verallgemeinern, sollte folglich auch in der Bibelpastoral ein hohes Ziel sein. Gottfried Bachl hat die "Bibel als Literaturerlebnis" vorgestellt und die theologische Bedeutung des Bibelgenusses aufgezeigt, den wir Leser der Bibel uns gönnen dürfen.  Das entlastet zugleich davor, das Lesen der Bibel sofort  mit zu hohen hermeneutischen Ansprüchen totzuschlagen. Bibellesen kann einfach nur schön sein.


Die Lehre der Heiligen Schrift ist in sich ohne Widerspruch. So lehrte beispielsweise Paulus nichts anderes als Johannes, Petrus und Jakobus.

Reformation:  Martin Luther hat die Bibel ins Deutsche übersetzt und von den Apokryphen gereinigt. Er sammelte sie in einem gesonderten Teil mit der Vorbemerkung "nicht inspiriert, jedoch noch gut zum Lesen".

Namen der Apokryphen Bücher: Tobet, Judith, sind Erweiterungen zum Buch Ester (an sechs Stellen der griechischen Fassung), Weisheit Salomos, Jesus Sirach, 1. und 2. Makkabäer, sind Erweiterungen zum Buch Daniel (an drei Stellen) und die Gebete Manasses.

Gefährliche Irrlehren: Die Apokryphen bilden die philosophisch- theologische Grundlage für katholische Sakramentenlehre und Dogmatik und begründen Irrlehren wie beispielsweise die vom Fegefeuer, von der Gerechtigkeit und durch gute Werke, von Messe und Messstipendien:

 

  1. Erlösung ist "ohne Jesus Christus" [nicht möglich] und göttliche Vergebung möglich (Weisheit 10,2).
  2. Der Zweck heiligt die Mittel (Judith 12,10-13,10).
  3. Abergläubische Praktiken sind erlaubt (Tobit 6,7-8).
  4. Durch gute Werke wir man errettet (Tobit 12,9).
  5. Gebet nimmt Sünde weg (2.Makk 12,43-45).
  6. Gebet für Verstorbene gut und heilsam (2.Makk 12,44).

Anmerkung: In katholischen Bibeln sind die Apokryphen völlig unauffällig mitten unter die Heiligen Schriften gemischt (untergejubelt). Jeder katholische Priester muß schwören, an die göttliche Inspiration des katholischen Kanons zu glauben.

Gegenwart: Immer mehr Bibelübersetzungen (nicht nur ökumenische) enthalten die Apokryphen. Es gibt jetzt einen umfangreichen Kommentar zu den Apokryphen.

Immer häufiger werden in Zeitschriften und Büchern von evangelisch/bibelgläubigen Autoren Zitate aus den Apokryphen gleichwertig neben Zitate aus der Heiligen Schrift gestellt.

Quelle: L. Vogel: Mein Zeugnis; M. F. Unger: Bibel Aktuell, Band 7. 

www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/bibel/rkk_ehesakrament.pdf

Kommentar: Immer mehr versucht der Feind Gottes, Fuß zu fassen und Gottes Wort zu demontieren und zu entkräften. Wie es der Liederdichter schreibt: "Wenn Dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll mein Glaube ruhen?" Darum will der Feind der Heiligen Schriften durch das Einbringen von Gegensätzlichkeiten und Widersprüchen, dem Wort die Kraft nehmen. Aber es wird ihm, mit Nichten gelingen, darüber wacht Gott.

Carsten Kürbis

Willst du über Jesus viel wissen? Forsche in der Bibel ganz befleißigt! Nimm Jesus in dein Herz ganz auf! Er behütet deines Lebens Lauf.

Das kostbare Wort: Darum halte ich alle deine Befehle in allem für recht Und hasse jeden Pfad der Lüge. (Psalm 119,128: Schlachter Version 2000)

Als ein alter Pfarrer nach seinem Lieblingstext gefragt wurde, antwortete er: »Bei der Suche nach meinem Lieblingsvers kommen mir ein halbes Dutzend in den Sinn. An stürmischen Tagen wünsche ich mir einen Mantel, wenn es kalt ist, die Sonnenseite an der Mauer, bei Hitze einen schattigen Weg; mal möchte ich, daß es Manna regnet, mal einen Schluck kühlen frischen Wassers, ein anderes Mal hätte ich gern ein Schwert. Genauso gut könnte ich versuchen, Ihnen zu sagen, welches Auge mir lieber ist. Sollte ich je eins verlieren, wäre es sicher das, was ich am dringendsten brauchte und wünschte.

2.Timotheus 3,16-17: Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.  

Es ist wahr, daß einige Teile der Bibel von größerer literarischer Schönheit sind als andere und deshalb leichter in Erinnerung bleiben, und doch ist alles gleichermaßen vom Geist Gottes beseelt und wertvoll. Es ist ein Fehler, ganz hartnäckig an einigen  »Lieblingsschriftstellen« festzuhalten; dadurch versäumen wir es, uns neue Abschnitte der Bibel zu eigen zu machen, um so Gott besser kennen zu lernen. Wir begnügen uns zu sehr damit, unsere Lieblingsstellen zu zitieren. Infolgedessen vernachlässigen wir die weniger vertrauten, aber gleich wichtigen Abschnitte der Frohen Botschaft und berauben uns so einer Erfahrung, die uns bereichern würde.

Sind Sie ein guter Haushalter, der Altes und Neues vorbringt, oder legen Sie heute mit derselben begrenzten Anzahl von Bibelsprüchen Zeugnis ab wie vor fünfzehn Jahren? Der Heilige Geist ließ keine überflüssigen Worte zu, als er Menschen eingab, die Schrift aufzuzeichnen (vgl. Pred 5,1; Spr 10,19; Mt 6,7; 1Kö 18,26). Er wollte, daß wir sie als Ganzes schätzen. Ja, wir stimmen dem Gedanken zu, daß jeder Abschnitt der Schrift wertvoll ist, aber was die Praxis angeht, können wir da wahrheitsgemäß sagen:

Hebräer 12,25: Habt acht, daß ihr den nicht abweist, der redet! Denn wenn jene nicht entflohen sind, die den abgewiesen haben, der auf der Erde göttliche Weisungen verkündete, wieviel weniger wir, wenn wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel herab tut!

Aus "Brot zum Leben"

Überarbeiteter Text, April 2017

 

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