Der Tod des Christen

Die Zukunft des Christen – Der Tod

   Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? (Johannes Kap. 11, Verse 25-26)

   Das ist die Frage, die Jesus an Maria richtet, als ihr Bruder gestorben war. Es ist interessant, daß das Neue Testament sehr wenig über den Tod spricht. Dafür spricht es um so mehr über die Wiederkunft Jesus Christus und über die Entrückung. Wir wollen uns mit dem Tod des Christen beschäftigen, dürfen dabei aber auch den Tod des Ungläubigen nicht unterschlagen.

Wann beginnt das ewige Leben?

Der Apostel Petrus wurde gefragt, was ich persönlich tun kann, damit ich persönlich gerettet werden kann? Die Antwort finden wir, in den unteren Versen.

Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. (Apg 2,38)

So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sende, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus, den der Himmel aufnehmen muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat. (Apg 3,19-21)

Das ewige, göttliche Leben eines Menschen beginnt in dem Moment, wo er oder sie den Herrn Jesus Christus in sein Leben aufnimmt, das heißt bei der Wiedergeburt. Da empfängt er das ewige leben.

Zusatz: Jesus sagte doch: Ihr müßt vom neuem geboren werden (Joh 3,7), denn vielen Christen wissen nicht, das ich ohne eine Neugeburt nicht in den Himmel komme! Weil es in der Kirche, verschwiegen wird! Denn mit einer Kindstaufe, wie es in der Kirche, gang und gäbe ist, kommt niemand in den Himmel, das ist ein Irrweg! Sondern jeder Mensch, muß sich selbst entscheiden, werde ich mich bekehren, oder nicht. Wir können ein Baby oder Säugling, nichts aufzwingen, wie es in der Kirche und Gemeinden der fall ist! Sondern er muß sich freiwillig entscheiden. Gehe ich den Weg, mit Jesus, oder nicht?! Auch eine sogenannte Einsegnung, ist auch ein falscher weg, es ist gleichzusetzen, mit der Kindstaufe, denn sie sind ja noch gar nicht entscheidungsfähig, das sollten wir immer im Auge behalten. Und uns nicht der Welt gleich setzen (1Joh 2,15). Das heißt: wir sollen nicht so handeln, wie die Welt handelt.

Jesus sagt: Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; (Joh 11,25; vgl. Joh 6,40.44; 1,4; 5,21.24-26; 1Kor 15,45; Kol 3,3; 1Joh 1,2; 5,11-13; 1Th 4,14)

Darum ist in der Bibel immer wieder die Rede von den Toten in Christus (1Th 4,16) beziehungsweise solchen, die in dem Herrn sterben (Offb 14,13). Da Gott kein Gott der Toten ist (Mt 22,32), leben diejenigen, die in Jesus sterben, es stirbt ja nur der Leib, aber nicht das, was im Leib ist. Seele und Geist können nicht sterben, denn sie sind ja ewig. Denn wer Jesus hat, der hat das ewige Leben, in sich (Joh 5,24). Dem Leib nach bleibt dieser Mensch allerdings weiterhin dem Tod unterworfen, aber der Geist ist auferweckt und bereits zum ewigen Leben auferstanden.

Gottes Wort sagt: Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt; wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist nicht sein. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. (Römer 8,9-11)

Das ewige Leben besteht darin, daß die Trennung des Menschen von Gott, die durch die Sünde entstand, von Gottes wegen durch die von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha erwirkte Vergebung aufgehoben ist. Die Verbindung beziehungsweise die Gemeinschaft mit Gott wird durch die Wiedergeburt wiederhergestellt. Der geistliche Tod (Jak 2,26; Hi 34,14-15) existiert für einen Menschen, in dessen Herz der Herr Jesus Christus eingezogen ist, nicht mehr, denn es ist, wie im Paradies, wieder Leben aus Gott in ihm. Mit anderen Worten: der Geist des Gläubigen – und das ist wichtig und tröstlich für alle, die sich mit dem eigenen oder dem Tod eines gläubigen Menschen beschäftigen –, ist schon aus dem Zustand des Todes auferweckt, und das ewige Leben ist bereits in ihm. Sein Geist ist lebendig und auferstanden. Darum sagt die Bibel: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit! (Joh 8,51; vgl. Joh 11,25-26)

Warum? Weil jeder, der an Jesus glaubt, schon gestorben ist, denn Jesus aufnehmen, bedeutet Preisgabe des eigenen Lebens.

   Ein passendes Beispiel, aus der Bibel: Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. (1Joh 3,9) Es mag wie schwarzer Humor klingen, aber Gott meint das so. Dieser Vers besagt, wer gestorben ist, kann nicht mehr sündigen! Oder haben Sie schon einmal, einen Toten auf dem Friedhof gesehen, das dieser aufsteht und sündigen kann? Wohl kaum, denn dieser eibt bleibt tot, dieser Leib hat kein leben mehr in sich, er hat seine Seele und Geist, ausgehaucht. Denn wir sind ja leiblich schon gestorben, und was wir jetzt leben, leben wir durch Jesus Geist, der in uns Wohnt (Gal 2,20; vgl. Joh 15,4; Eph 3,17; Phil 1,21; 1Joh 5,12).

Darum sagt Paulus: Ich bin mit Christus gekreuzigt;  (Gal 2,20) Anders ausgedrückt: Ich bin mit Christus gestorben, ich bin mit Christus begraben, und durch die Wiedergeburt aus den Toten, lebe ich wieder, durch die Allmacht Gottes. Der Mensch kann ja nur einmal körperlich sterben. Christus starb für Dich, im Voraus. Und wenn Du in Christus bist, bist Du mit Ihm gestorben. Deshalb mußt Du Seelisch nicht mehr sterben, denn der Herr spricht: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit! (Joh 8,51)

Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? (Joh 11,25-26) Wenn jemand mein Wort bewahrt (das Wort ist die Bibel), so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit! Denn unsere Nahrung ist eine Geistliche, und das steht in der Bibel, dieses Wort. Welch ein Wunder! Der körperliche Tod hat keine Macht mehr über die Seele des Gläubigen und dessen Persönlichkeit = Seele. Marta dachte alttestamentlich, vom jüdischen Standpunkt aus. Sie wußte manches noch gar nicht, weil es ja noch nicht geschrieben war. Wir haben heute die ganze offenbarte Schrift. Sie dachte immer noch wie die Propheten im Alten Testament, daß einmal der Jüngste Tag kommen werde und dann alle auferstehen würden. Denn alle Menschen, müssen, ob sie es wollen oder nicht, auferstehen. Auch wenn sie sich verbrennen ließen, war ja nur der Leib, spiel bei Gott keine rolle? Und wenn jemand nicht gefunden wurde, so bleibt er für immer Tod.

Denn Er sagt es ja, in Seiner Schrift: Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.(Offb 20,12-13; vgl. → 2Pt 3,7-12; Joh 5,26-29; Apg 17,30-31; Mt 13,38-43)

Sie spricht dies ja auch aus: Martha spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag. (Joh 11,24) Und Jesus könnte das gesagt haben: Nein Marta, du irrst dich. Es ist nicht so, daß die Verstorbenen jetzt irgendwo ruhen und schlafen und am letzten beziehungsweise am Jüngsten Tag auferweckt werden und dann leben. Später hat Er durch die Apostel noch mehr geoffenbart, nämlich: daß es eine erste und eine zweite Auferstehung gibt (Offb 20,14-15). Das ist das Wunderbare, kaum Faßbare und doch Wahre: Wenn wir am Grab eines lieben gläubigen Menschen stehen und weinen, weil wir ihn verloren haben, ist dieser Mensch schon beim Herrn und möchte nie mehr zurück. Die Gemeinschaft eines Gläubigen mit Gott bleibt auch im Augenblick des körperlichen Todes bestehen.

Darum ruft Paulus triumphierend aus: Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Röm 8,38-39) Den Gläubigen kann nichts mehr von Gott trennen, auch nicht der Tod (Röm 8,10)! Das ist der Sieg und der Triumph Jesu über den Tod, den Er am Kreuz von Golgatha errungen hat. Dafür werden wir Gott in alle Ewigkeit preisen. Jesus hat uns das erwirkt! Er ist die Auferstehung, und Er ist das ewige leben.

Schon jetzt dürfen wir einen Vorgeschmack von der Tatsache haben, deren sich Paulus gerühmt hat: Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! (1Kor 15,54-57)

   Natürlich haben wir alle irgendwie Angst vor dem Tod! Das liegt in unserer Natur, in unserem Fleisch, weil wir darin auch gesündigt haben. Wir sollten uns da nichts vormachen. Aber wir haben einen kostbaren, biblischen Trost! Die lebendige Hoffnung des Gläubigen besteht also auch darin, daß er sich während seines Erdenlebens nach der vollkommenden Erlösung seines Leibes sehnt. Natur- und verstandesgemäß möchten wir nicht entkleidet werden (sterben), sondern viel lieber überkleidet, das heißt entrückt werden (vgl. 2.Kor 5,4; 1Kor 15,51-52). Aber wie es auch kommen mag, der Gläubige weiß, daß sein Leib einmal am ewigen Leben teilhat, und bei der Auferstehung in einen Herrlichkeitsleib verwandelt werden wird. Auch das ist ein Grund, warum Christen Ihren Herrn so sehnlich erwarten.

Paulus schreibt an die Römer: Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt; und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes. (Röm 8, 22-23) Und an die Korinther schreibt er: Denn wir wissen: Wenn unsere irdische Zeltwohnung abgebrochen wird, haben wir im Himmel einen Bau von Gott, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist. Denn in diesem seufzen wir vor Sehnsucht danach, mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet zu werden – sofern wir bekleidet und nicht unbekleidet erfunden werden. Denn wir, die wir in dem Zelt sind, seufzen und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, so daß das Sterbliche verschlungen wird vom Leben. Der uns aber hierzu bereitet hat, ist Gott, der uns auch das Unterpfand des Geistes gegeben hat. (2Kor 5,1-5)

Das ist es, wonach der gläubige Mensch sich sehnt (vgl. 2Kor 5,6-10)!

Was geschieht im Moment des Todes bei einem Gläubigen?

Aber der Geist ist es im Menschen, und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht. (Hiob 32,8)

Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmächtigen erhält mich am Leben. (Hiob 33,4)

Wir haben gesagt, der Mensch bestehe aus Leib, Seele und Geist. Im Moment des körperlichen Todes trennen sich Seele und Geist vom Leib; sie verlassen den Menschlichen Körper. Der Leib des Gläubigen ruht im Grab, aber die Seele und Geist sind im selben Moment bei dem Herrn, im Himmel (vgl. Ps 146,4; Pred 3,21; 12,7; Röm 8,9-10). Darum sagen wir zu Recht, dieser oder jener sei heimgegangen. In Prediger 12,7 steht diesbezüglich: und der Staub wieder zur Erde zurückkehrt, wie er gewesen ist, und der Geist zurückkehrt zu Gott, der ihn gegeben hat.

   Der Herr Jesus sagt dem Schächer am Kreuz: Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein! (Lk 23,43; vgl. Mt 10,32; 2Kor 12,4) Das betraf den Schächer als Persönlichkeit, nicht aber seinen Leib. Paulus wußte auch, daß er nach seinem Ableben sofort beim Herrn sein würde: Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; (Phil 1,23) Und in 2.Korinther 5,8 schreibt er: Wir sind aber getrost und wünschen vielmehr, aus dem Leib auszuwandern und daheim zu sein bei dem Herrn.

Der Moment des Todes des Gläubigen = die Trennung des Leibes von Geist und Seele.

Jesus Christus betete im hohenpriesterlichen Gebet: Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. (Joh 17,24) Der Gläubige, der stirbt, sieht sogleich die Herrlichkeit Jesu Christi! Der erste Märtyrer, Stephanus, sah Gott den Vater und Jesus Christus zur rechten Gottes stehen, als er im Sterben lag (Apg 7,55-56.59-60). Lazarus, das heißt seine Persönlichkeit, befand sich direkt nach seinem Tod im Schoße Abrahams (Lk 16,22-23), nicht aber sein Leib. Wenn Jesus Christus sagte: Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? Sie spricht zu ihm: Ja, Herr! Ich glaube, daß du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. (Joh 11,25-27)

Dann besagt das ganz klar, daß der wiedergeborene Christ den Tod im Grab nicht sieht, sondern tatsächlich sogleich beim Herrn im Paradies ist. Ich betone es noch einmal: Es ist seine Persönlichkeit – seine Seele und sein Geist –, die sofort beim Herrn Jesus ist. Der Geist ist die eigentliche Verbindung zu Gott. Die Seele aber, das ICH, das denken, fühlen und wollen (Wille) kann, bleibt mit dem Geist verbunden und geht zu Jesus Christus. Die Märtyrer aus der großen Trübsal befinden sich bei vollem Bewußtsein unter dem Altar und reden mit dem Herrn (Offb 6,9-11). Und  in Offenbarung 7,9-17 werden die beschrieben, als eine große Schar aus allen Völkern vor dem Thron Gottes, alle geretteten Gläubigen, die dann entrück worden sind, zu erst die Toten, und dann alle gläubigen, die das Heil Gottes annahmen und noch leben und lebten. Die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, und sie waren bekleidet mit weißen Kleidern, und hatten Palmzweige in ihren Händen.

   Mose und Elia erschienen dem Herrn und Seinen Jüngern auf dem Berg der Verklärung und waren in der Lage, mit Ihm zu sprechen, als Jesu in den Himmel, aufgenommen wurde (Mt 17,3). Fassen wir zusammen: Beim Tod des Gläubigen schläft sein Leib im Grab, sein Geist und seine ganze Persönlichkeit aber lebt bei dem Herrn und ist bei vollem Bewußtsein. So bedeutet der Tod, so paradox dies auch klingt, Gewinn. Warum Gewinn? Weil wir dann «ausheimisch» vom Leib sind, aber «einheimisch» bei dem Herrn (2Kor 5,8). Jetzt sehen wir alles undeutlich durch wie einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht (1Kor 13,12), weil wir dann von dem sündigen Leib befreit sind (Röm 7,24-25). Das ist die wunderbare Perspektive, die ein gläubiger Mensch in Jesus hat!

Bevor wir uns fragen, was beim Tod eines Ungläubigen  geschieht, denn sie glauben nicht an Gott, müssen wir uns mit dem Totenreich auseinandersetzen.

Das Totenreich

Der Begriff «Totenreich» ist eine allgemeine Bezeichnung für den Ort, an den die Verstorbenen nach dem Körperlichen Tod gelangen. Es ist der Aufenthaltsort sowohl der Gläubigen als auch der Ungläubigen, nur mit einem unterschied, das die Gläubigen und ungläubigen sie trennt, mit einer riesigen Kluft, die einen und die anderen, können weder ihren bereich verlassen, noch die anderen (Lk 16,26; vgl. 1Sam 13,6; Jes 2,19; Offb 6,15), in der Zeit zwischen Tod und Auferstehung ihres Leibes.

Die Bibel sagt uns, wie groß das Totenreich ist. Das Totenreich, ist größer als alles andere:Ihre Ausdehnung ist größer als die Erde und breiter als das Meer. Wenn Er einherfährt, kann er verhaften und vor Gericht stellen – wer will es ihm wehren? Denn er kennt die nichtswürdigen Leute und sieht auch die Schuld, ohne daß er achthaben muß. (Hi 11, 9-11; vgl. Hi 28, 23-27; Ps 65,6-9)

Die Bibel gibt uns vier Aufenthaltsorte, wo sich die Toten befinden, z.B.:

1) 4.Buch Mose 16,33 wo sie lebendig ins Totenreich fuhren, die Rotte Korah.

2) Lukas 23,43; 2Korinther 12,4 wo die Gläubigen, die gerettet sind im Paradies.

3) Offenbarung 6,9 wo sich die Märtyrer sich unter dem Altar Gottes befinden.

4) Mt 5,29-30; 10,28; 23,15; 23,33; Lk 12,5, Jak 3,6. Wo all die hinkommen die Verlorengehen, weil sie nicht an Gott glaubten. Das sind die Ungläubigen, nicht geretteten.

Das Alte und das Neue Testament nennen das Totenreich das ein großes Reich ist, wie oben beschrieben. Das Daseins, wo alle Toten sind. Mehr zum Thema – Totenreich, können Sie auf meiner Homepage (Das Wort Gottes richtig gelehrt) ausführlich nachlesen. Im Alten Testament heißt es Scheol, im Neuen wird es als Hades genannt. Martin Luther hat dies fälschlicherweise leider mit Hölle übersetzt, an vielen Bibelstellen, aber nur im Alten Testament von 1912. Denn im Neuen Testament, wird die Hölle beschrieben, z.B. Mt 5,29-30; 10,28; 23,15; 23,33; Mk 9,43.45; Lk 12,5, Jak 3,6.

Aber das ist schon die Hölle, die Gehenna, in die die Verlorenen (ungerettet) gelangen, und am Ende der tausend Jahre beim Jüngsten Gericht wieder geworfen werden, in den zweiten tot. Denn jeder Mensch, ist solange Verloren, bis er das Heil Gottes annimmt, in seinem leben, wie es die Bibel beschreibt:  Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; und er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. (Lk 15,24) Hier wird der zustand beschrieben, von Verloren sein und Wiedergeburt. Innerhalb des Totenreiches gibt es zwei verschiedene, absolut getrennte Aufenthaltsorte. In Epheser 4,8-10 heißt es:  Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus. Darum heißt es: »Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben«. Das aber: »Er ist hinaufgestiegen«, was bedeutet es anderes, als daß er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde? Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.

Manche nehmen daher an, daß Jesus bei Seiner Himmelfahrt das Totenreich (Paradies) der Gläubigen in das Himmlische verlegt hat. Wie dem auch sei, eines ist klar: das Totenreich der Gläubigen, das Paradies, ist völlig von dem der Ungläubigen getrennt (Lk 23,43).

Das Totenreich = Hades

Im Ort der Glückseligen, wo der Gläubige im Paradies ist, da ist seine Seele und mit einem lebendigen Geist.

Im Ort wo die Verlorenen (Ungläubigen) sind, da ist auch seine Seele.

Im Grab, liegt der Leib, des Gläubigen.

Im Grab, liegt der Leib, des Ungläubigen oder die Urne.

Wir rekapitulieren:

Die Gläubigen kommen also zunächst in den Bereich des Totenreiches, den man auch Paradies nennt. Sie sind im Himmel, in der Herrlichkeit zu Hause. Sie sind in der Gegenwart des Herrn und leben dort schon in direkter Verbindung mit Ihm, sprich Gott der Vater & Jesus Christus, und alle geretteten. Und warten auf die Auferstehung des Leibes, beziehungsweise auf den Herrlichkeitsleib, der unverweslich ist. Wir können das Totenreich der Gläubigen mit einem wunderschönen Zimmer oder Schloß vergleichen. Man ist in dieses Schloß eingetreten und lebt bereits in der Gegenwart des Königs und hat teil an Seiner Herrlichkeit, die eigentlich unbeschreiblich ist. Aber man wartet noch darauf, mit dem herrlichen Festkleid, dem neuen Leib, bekleidet zu werden, um am Hochzeitsmahl teilzunehmen, aber was noch nicht ist, das kann ja noch werden.

Der Ungläubige, Gott, nennt sie, die Gottlosen, dagegen geht in den Bereich des Totenreiches (Hölle), der ein Ort der Qual und Pein ist (Lk 16,23-24), und wartet dort auf das Gericht. Er wird erst später, am Jüngsten Tag, auferweckt und dann gerichtet, was er zu Lebzeiten getan hat, es sei gutes oder böses (Prediger 12,14; vgl. Ps 62,12-13; Mt 12,36-37; Röm 2,16; Offb 20,11-15).

Man könnte das Totenreich der Ungläubigen – im Gegensatz zum Zimmer im Schloß – mit einer Todeszelle oder Folterkammer vergleichen, in der jemand auf seine definitive Aburteilung, auf die Vollstreckung des Gerichts wartet. Welch ein krasser Unterschied zwischen den gläubigen und den ungläubigen Verstorbenen!

Wie wichtig ist es daher, daß wir – aber auch unsere Angehörigen, Freunde und Bekannten, diese Tatsache bewußt machen – und uns für Jesus Christus zu entscheiden! Damit auch sie nicht an diesem schrecklichen Ort kommen. Der Ernst einer Willens Entscheidung für das ewige leben oder den ewigen Tod muß unser ganzes leben erschüttern! Mose rief einst dem Volk Israel zu: Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same, indem du den Herrn, deinen Gott, liebst, seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst; denn das ist dein Leben und bedeutet Verlängerung deiner Tage, die du zubringen darfst in dem Land, das der Herr deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, zu geben geschworen hat. (5Mo 30,19-20)

Es gibt in den Evangelien eine Erzählung, die das oben dargelegte eindrücklich veranschaulichen: es ist die Geschichte vom Reichen Mann und dem armen Lazarus: Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbare Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer namens Lazarus, der lag vor dessen Tür voller Geschwüre und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die vom Tisch des Reichen fielen; und es kamen sogar Hunde und leckten seine Geschwüre. Es geschah aber, daß der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme! Abraham aber sprach: Sohn, bedenke, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse; nun wird er getröstet, du aber wirst gepeinigt. Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, so daß die, welche von hier zu euch hinübersteigen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn in das Haus meines Vaters sendest – denn ich habe fünf Brüder –, daß er sie warnt, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen! Abraham spricht zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören! Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun! Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer aus den Toten auferstände! (Lk 16, 19-31)

Ich habe bewußt den Ausdruck Erzählung verwendet, weil nirgends geschrieben steht, daß es sich um ein Gleichnis handelt. Immer wenn Jesus ein Gleichnis erzählte, wies Er ausdrücklich darauf hin, so zum Beispiel: das Himmelreich ist gleich einem verborgenen Schatz… (Mt 13,44). Hier aber sagt Er: Es war aber ein reicher Mann… In einem Gleichnis werden auch keine Namen, sondern nur Personen genannt. Hier aber werden Namen erwähnt. Somit handelt es sich also um mehr als um ein Gleichnis: Jesus schildert das, was Er in der Ewigkeit geschaut hat.

Wir lernen daraus: a) Lazarus ist im Himmel bekannt, denn er hat dort einen Namen. Das zeigt, daß er ein Kind Gottes ist. Sein Name stand im Buch des Lebens geschrieben (Offb 3,5; Phil 4,3). Lazarus heißt übersetzt: »Mein Gott ist Hilfe«. Daraus ersehen wir, daß Lazarus den Namen des Herrn einmal angerufen hat, um gerettet zu werden, damit er nicht verloren geht! Er konnte sagen, mein Gott. Er wußte, daß er in Ihm Hilfe, Vergebung, Geborgenheit, Rettung und Leben hatte. Demgegenüber ist der Name des reichen Mannes nicht bekannt, und er steht nicht im Buch des Lebens, denn er ist verloren.

Die Frage ist nun: Ist dein Name im Himmel bekannt, und steht dein Name im Buch des Lebens? Jesu hat gesagt: Doch nicht darüber freut euch, daß euch die Geister untertan sind; freut euch aber lieber darüber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind.(Lk 10,20) Und für die Ungläubigen, steht geschrieben: Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch, den fürchtet! (Lk 12,5) Wen müßt ihr Den fürchten? Natürlich, Gott – Jesus Christus!

b) Lazarus befindet sich direkt nach seinem Tod im Paradies, das heißt in Abrahams Schoß:  Es geschah aber, daß der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde… (Lk 16,22) Dabei fällt uns etwas Herrliches auf: Hier fehlt das Grab. Das ist ein wunderschönes Bild dafür, daß ein an Jesus Christus gläubiger Mensch den ewigen Tod nicht sieht (Joh 11,25).

c) Der reiche Mann aber, dessen Name im Himmel nicht bekannt ist, wird begraben: …Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. (Lk 16,22) Er erlebt also den Schmerz des ewigen Todes, weil er kein Leben aus Gott mehr hat.

d) Dieser namenlose Mann erwacht im Hades, im Totenreich – an einem Ort der Qual: Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme! (Lk 16,24) Wir erkennen daraus, daß es an diesem Ort keine Linderung der Qual, kein Entkommen gibt. Eine unüberbrückbare Kluft liegt zwischen seinem und Lazarus Aufenthaltsort.

e) Obwohl er Lazarus in der Ferne in Abrahams Schoß sehen kann, kann Lazarus den reichen Mann in seiner Qual nicht sehen. Er ist völlig von ihm getrennt an einem Ort, wo lauter Herrlichkeit ist.

f) Den Wunsch, Verstobene aus dem Totenreich zu lebenden Menschen zu schicken, kommt aus der Hölle, aber dies ist unmöglich! Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn in das Haus meines Vaters sendest – denn ich habe fünf Brüder –, daß er sie warnt, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen! Abraham spricht zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören! (Lk 16,27-29)

Und weiter sagt Abraham:  Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun! Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer aus den Toten auferstände! (Lk 16,30-31)

Lassen wir uns nicht täuschen von Berichten über angebliche erschienene Toten. Das sind Dämonen, die sich verstellen, um die Menschen auf einen falschen Weg, zu bringen. Die Bibel (Gott) erlaubt es nicht, daß verstorbene Gläubige ihren Angehörigen noch einmal erscheinen. Sie befinden sich in der ewigen Herrlichkeit des Herrn und ruhen dort. Wenn jemanden ein Verstorbener erscheint, dann sollte er sogleich sagen: Weiche hinter mich, Satan! Denn diese Erscheinung ist nicht jene Person, für das er sich ausgibt, sondern ein Dämon, der diese Gestalt angenommen hat, um den zu verführen, dem er erscheint. Es gibt nur ein einziges Beispiel im Alten Testament: Samuel & Saul (1Sam 28,7-19). Aber da sieht man aus dem Zusammenhang, daß dies eine exklusive, sich nicht wiederholte Begebenheit ist. Was die Menschen hier auf Erden angeht, müssen sie dem Wort Gottes glauben. Glauben sie dem Wort nicht, in dem die Kraft zur Wiedergeburt liegt, dann würden sie auch nicht glauben, wenn ihnen einer aus den Toten erscheinen würde,

Was geschieht im Moment des Todes bei einem Ungläubigen?

Beim Tod, ist immer nur der körperliche Tod gemeint, eines Ungläubigen geschieht eigentlich zunächst das gleiche wie bei einem Gläubigen. Man darf sich deshalb durch die Art des Sterbens eines Menschen nie verführen lassen. So ist es zum Beispiel möglich, daß ein absolut gottloser Mensch sanft einschläft, während ein gläubiger Mensch einen fürchterlichen Todeskampf durchstehen hat oder auch umgegehrt. Das sterben an sich gibt keinen Aufschluß über den Zustand in der Ewigkeit, sondern vielmehr das, was im Sterben selbst geschieht.

Es steht geschrieben, das der Geist, im Menschen, sie verständig macht, um eben mit Gott oder ohne Ihn zu leben, dafür hat er den Geist, ob er ihn lebendig macht, liegt an den Menschen selber. Und das wird sein Schicksal! Und der Odem ist seine Seele.

Aber der Geist ist es im Menschen, und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht. (Hiob 32,8; vgl. Hi 35,10-11; 38,36; 1Kö 4,29; Spr 2,6; 20,27; Pred 2,26; Dan 1,17; 2,20-21; Jak 1,5)

Im Moment des Todes trennen sich beim ungläubigen Menschen ebenfalls Seele und Geist vom Leib. Der Leib geht in die Erde (Grab), Seele geht an einen anderen Ort (Totenreich = Hölle). Und der Geist, geht wieder zurück in den Himmel, von wo er auch kam (vgl. Pred 12,7; Ps 31,6; Lk 23,46; Apg 7,59). Wir können hier aber leider nicht sagen, daß Seele zum Herrn in den Himmel geht. Als Ungläubiger geht es als Verlorener in die Ewigkeit des Todes. Ist Ihnen das eigentlich bewußt, was auf Sie wartet? Wenn Sie sich nicht bekehren! Sie leben getrennt von Gott, außerhalb des Lebens der Herrlichkeit Jesu Christi. Aber er lebt dennoch in vollkommenem Bewußtsein in seiner ganzen Persönlichkeit weiter. – Solch ein Mensch stirbt in alle Ewigkeit. Auch er kann denken, fühlen, und reden, aber er befindet sich im Totenreich an einem ganz anderen Ort als ein gläubiger. Er ist getrennt von Gott und Seiner Herrlichkeit und Liebe in einem Gefängnis, einem Ort der Qual, den die Bibel so beschreibt: Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird. (Hebr 10,26-27) Da bestätigt sich das Wort Gottes:  Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! (Hebr 10,31)

Der Moment des Todes des Ungläubigen = Trennung des Leibes von Seele und Geist.

Von Jesus Christus steht geschrieben:

Das Vorbild Jesu Christi als Ansporn für einen heiligen Wandel

→ 1Pt 2,19-24; Phil 1,27-2,15.

Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte, die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durch das Wasser, welches jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet in der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi. Dieser ist seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes; und Engel und Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen. (1Petrus 3,18-22)

Jesus Hat diesen Geistern nicht das Evangelium gepredigt, sondern den Sieg von Golgatha proklamiert. Er hat ihnen bestätigt, weil das alles ungläubige sind, sie haben ein leben ohne Gott geführt, und sie wollten nicht akzeptieren, das es einen lebendigen, und wahrhaftigen Gott gibt. Deshalb sind sie verloren, denn sie haben der Botschaft Noahs nicht geglaubt. Hingegen wurde der Glaube Noahs bestätigt. All denen, die im Alten Testament im Glauben an Gott gestorben sind, hat der Herr den Sieg verkündigt.

Der Weg ins Paradies heißt, Jesus Christus

Jeder Mensch ist für seinen zukünftigen Aufenthaltsort selbst verantwortlich. Denn jedem Menschen ist durch Jesus Christus die Möglichkeit gegeben, in das Himmelreich einzugehen. Kein Mensch wird je eine Entschuldigung oder Ausrede haben (Röm 1,20). Alle werden sie dem Herrn ohne Ausnahme, Recht geben. Es hat einmal jemand gesagt, es werde in der Hölle nur Freiwillige geben, ebenso auch im Himmel. Ein anderes treffendes Zitat lautet: Die Sünde kann nur an zwei Orten liegen, entweder auf dem Lamm Gottes am Kreuz von Golgatha oder aber auf dir selbst. Die Bibel sagt: Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen! (Ps 90,12) Was muß der Mensch tun, um gerettet zu werden? Glauben! Glauben heißt: Nehmen! Wie entscheidest Du dich?

Die Auferstehung

Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat. Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod beseitigt. Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt, daß ihm alles unterworfen ist, so ist offenbar, daß derjenige ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. (1Kor 15,20-27)

   Es wird uns hier deutlich, daß die Auferstehung eines »Schlüssels« bedarf. Folglich muß jemand da sein, der die Schlüsselgewalt hat, der also Macht hat, die Tür überhaupt aufzuschließen, damit die Auferstehung erfolgen kann. Diese Schlüsselgewalt hat Jesus Christus. Es steht ja geschrieben, daß das Jesus Christus ist, der aufschließt und zuschließen kann: Ich will ihm auch den Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen, so daß, wenn er öffnet, niemand zuschließen kann, und wenn er zuschließt, niemand öffnen  kann. (Jes 22,22; vgl. Jes 9,5; Mt 16,18-19; Offb 1,17-18; Hi 12,14; Offb 3,7)

Er selber in Seiner Person ist der Erstling, der aus den Toten auferstanden ist. Da mag jemand einwenden: Aber es gab doch schon im Alten Testament und auch in den Evangelien Totenauferstehungen. Ja, aber eben nur Auferweckungen. Auferweckungen sind keine Totenauferstehungen. Elia und Elisa (1Kön 17,22-23; 2Kön 8,1.5; 13,21) haben zum Beispiel im Alten Testament Tote auferweckt, indem sie Menschen wieder ins Leben zurückbrachten. Durch die Kraft Gottes konnten sie die Seele, der den Körper schon verlassen hatte, wieder für eine gewisse Anzahl von Jahren in den toten Körper zurückrufen. Jesus aber ist wirklich und wahrhaftig und ewig von den Toten auferstanden (Offb 1,18), und die Kraft der Auferstehung aller Menschen liegt in der unendlichen Kraft Seiner Auferstehung. Er hat den Tod bezwungen wie kein anderer.

Der Tod konnte Ihn nicht halten, wie es geschrieben steht: Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, daß Er von ihm festgehalten würde. (Apg 2,24; 1Pt 1,21; Joh 1,4; 1Joh 1,2) Für einen Christen ist die Hoffnung der Auferstehung nicht eine Hoffnung auf ferne Zeiten. Vielmehr ist sie von dem Tag an, wo er wiedergeboren wurde, eine sofortige Realität (1Pt 1,3-9). Diese lebendige Hoffnung der Auferstehung beginnt also dann, wenn ein Mensch in eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus kommt:

Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist. In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden, in der Beschneidung des Christus, da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. (Kol 2,9-14)

Der Tod wird in der Bibel wie eine Person angesprochen. Zum Beispiel heißt es, daß der Tod Macht und Gewalt hat, aber schließlich in den Feuersee geworfen wird (Offb 20,14), weil Jesus Christus ihn überwunden hat, als Er nach drei Tagen auferstand. Sein Todeskampf begann bereits im Garten Gethsemane, dort wollte Ihn der Tod ergreifen, weil Gott der Vater begann, die Sünde aller Welt auf Seinen Sohn zu legen. Jesus schwitzte Blut; Er wollte nicht im Garten Gethsemane sterben. Darum betete Er: Dein Wille geschehe! (Lk 22,42) Mit anderen Worten: Dein Wille soll geschehen. Aber bitte, laß mich jetzt nicht sterben. Der Hebräerbrief sagt, daß Er auch erhört worden ist. Er hat dann am Kreuz das Werk vollendet und durch Seinen Tod den Tod besiegt.

Diese gewaltige Kraft Seines unendlichen Lebens wurde im Moment Seines Todes und Seiner Auferstehung bereits spürbar. Es ist ergreifend, wenn man versucht, sich in diese Tatsache hineinzudenken. Die Bibel sagt nur, was notwendig ist, aber sie berichtet, daß, als Jesus Christus starb und nach drei Tagen auferstand, sich in Jerusalem die Gräber auftaten und die verstorbenen Heiligen auferstanden sind, und sind vielen erschienen (Mt 27,52-53). Wahrscheinlich waren es Heilige des Alten Testaments oder solche, die an den Messias glaubten oder zur Zeit Jesu gestorben sind und an Ihn geglaubt hatten.

Und siehe, der Vorhang im Tempel riß von oben bis unten entzwei, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich. Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und was da geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn! (Mt 27, 51-54)

Was muß das für ein Erstaunen gewesen sein! Jesu Auferstehung ist die Ursache der Auferstehung aller Toten, der Gläubigen und der Ungläubigen. Kein Mensch wird sich dann verstecken können, auch nicht, wenn er sich kremieren (Verbrennen) oder ins Meer versenken ließ. Der Herr Jesus selber hat es gesagt:  Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. (Joh 5,28-29)

Jesus wird sich eines Tages von Seinem Thron erheben und Seine Stimme erschallen lassen und alle Toten in Christus und auch die, die nicht in Christus gewesen sind, werden auferstehen (Offb 20,13-14).

 

Die prophetische Perspektive der Auferstehung

      

a.     Wann findet die Auferstehung statt? Ich glaube, daß in der Bibel prophetisch aufgeschlüsselt ist, wann die Auferstehung stattfinden wird. Dazu wollen wir sechs Bibelstellen aus dem Johannesevangelium betrachten. Dieses Evangelium spricht besonders viel über die Auferstehung.

1.     Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tag. (Joh 6,39)

2.     Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. (Joh 6,40)

3.     Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, daß ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. (Joh 6,44)

4.     Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. (Joh 6,54; vgl. damit das nicht falsch verstanden wird; 3Mo 17,11; 1Joh 1,7)

5.      Martha spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag. (Joh 11,24)

6.     Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag.(Joh 12,48)

Welches ist der »letzte Tag«? Der letzte Tag ist immer der siebte Tag, das ist der Sabbat. Es gibt nicht mehr als sieben Tage. Der achte Tag ist bereits wieder der erste Tag einer neuen Woche. Unsere Weltgeschichte ist heute sechs Gottestage alt, das heißt ~ 6000 Jahre, und wir stehen vor dem siebten Gottestag. Da fragen wir uns: könnte das siebte Jahrtausend das Jahrtausend der Auferstehung, der letzte Tag der Heilsgeschichte Gottes mit der Menschheit sein? Der 90. Psalm – der einzige Psalm, den Mose geschrieben hat – spricht am eindrücklichsten über den Tod. Zum Beispiel: Du läßt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder! (Psalm 90,3)

Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind's achtzig Jahre; und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es, und wir fliegen dahin. (Psalm 90,10)

Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen! (Psalm 90,12)

Ist es nicht interessant, daß es ausgerechnet in diesem Psalm, wo so viel vom Tod die Rede ist, heißt? Denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der vergangen ist, und wie eine Nachtwache. (Psalm 90,4)

Da drängt sich doch der Gedanke auf, ob es sich hier nicht um einen prophetischen Hinweis auf die Auferstehung am letzten Tag, das heißt dem siebten Gottestag, handelt. Das wäre das siebte Jahrtausend unserer Heilsgeschichte. Ich möchte diesbezüglich gerne noch zwei Bibelstellen einer Auferweckung im Alten Testament erwähnen, die nach meiner Erkenntnis auch prophetisch darauf hinweisen.

Die erste Stelle finden wir dort, wo Elisa den Sohn der Schunamitin auferweckte (2Kön 4,32-37). Elisa war der Nachfolger des Elia, und er hatte vor dessen Wegnahme folgende Bitte: Und es geschah, als sie hinübergegangen waren, da sprach Elia zu Elisa: Erbitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde! Und Elisa sprach: Möchte mir doch ein zweifacher Anteil an deinem Geist gegeben werden! (2Kön 2,9) Diese Bitte wurde erhört. Manche meinen, dieser Wunsch sei fast ein bißchen anmaßend. Aber das war er nicht, sondern er war geistlich, denn Elisa trachtete dabei nach dem Reiche Gottes. Doch wir bleiben bei der Zahl sieben. In 2. Könige 4,35 heißt es: Danach stand er auf und ging im Haus einmal hierhin, einmal dorthin; dann stieg er wieder hinauf und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe siebenmal; danach tat der Knabe die Augen auf.

Das scheint mir etwas zu bedeuten. Die zweite Stelle ist die Heilung des syrischen Hauptmanns Naeman: Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Geh hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiederhergestellt, und du wirst rein werden! (2Kön 5,10)

Und in Vers 14: Da stieg er hinab und tauchte sich siebenmal im Jordan unter, nach dem Wort des Mannes Gottes; und sein Fleisch wurde wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein.

Das ist ein wunderschönes Bild für die Auferstehung, über die 1.Korinther 15,53 sagt: Denn dieses Verwesliche muß Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muß Unsterblichkeit anziehen.

Das hat dieser Naeman förmlich prophetisch erlebt. Sein verwesliches Fleisch wurde durch ein Wunder Gottes erneuert und wurde wie das Fleisch eines jungen Knaben. Er wurde rein. Dieser Mann ist später auch gestorben, das ist klar, aber es ist ein wunderschönes Bild (geistlich gesehen). Der siebte Tag, das siebte Jahrtausend, könnte demnach gut der letzte Tag der Heilsgeschichte sein und mit der Auferstehung abschließen.

Der siebte Tag ist nach meiner Erkenntnis auch der Tag, an dem Israel in die Sabbatruhe eingeführt wird. Die Sabbatruhe ist das Tausendjährige Reich. Der siebte Tag = das siebentausendste Jahr, das Sabbatjahrtausend? Das steht Israel noch bevor, denn der Herr hat es versprochen. In dieser Sabbatruhe von tausend Jahren wird Israel geistlich auferweckt. Als Nation ist es schon wiederhergestellt (1948). Das Fleisch ist wieder da, aber der Geist noch nicht (vgl. Hes Kapitel 36-37). Der Hebräerbrief sagt: Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, so würde nicht danach von einem anderen Tag gesprochen. Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten; denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinen. (Hebr 4,8-10)

Eine Sabbatruhe, wohlgemerkt. Das ist der siebte Tag, Josua wußte, ich führe das Volk jetzt über den Jordan in das verheißene Land, in das Land, von dem Gott gesagt hat, daß dort Milch und Honig fließen. Aber er wußte auch, daß das noch nicht die eigentliche Erfüllung war, daß es noch einen anderen Tag, eine Sabbatruhe, für das Volk Israel gibt. Diese Sabbatruhe steht ganz nahe bevor, sonst wäre Israel nicht bereits in seinem Land. Bedenken wir hier, daß mit der bevorstehenden Jahrtausendwende auch ungefähr das siebte Jahrtausend anbricht.

Die erste und zweite Auferstehung

Bezüglich des letzten, des jüngsten Tages, hat Jesus Christus ein Geheimnis angesprochen, das bis dahin noch verborgen war. Erst später hat Er dieses Geheimnis dann durch Johannes in der Offenbarung vollkommen enthüllt. Aber mit dem, was Jesus sagte, hat Er die Juden in großes Erstaunen versetzt. Denn, wie schon erwähnt, wußten die Juden nicht, daß es eine erste und eine zweite Auferstehung gibt. Ihr Denken war vom alttestamentlichen Glauben an eine einzige Auferstehung geprägt. Die Gläubigen, wie zum Beispiel Hiob oder Daniel (Hiob 19,25-26; Dan 12,2), wußten, daß es am letzten Tag eine Auferstehung gibt, aber sie glaubten, daß dann alle miteinander auferstehen würden und diejenigen, die zum ewigen leben eingehen und diejenigen, die zur ewigen Verdammnis fahren, geschieden werden. Sie dachten also, dies geschähe am letzten Tag als eine gesamte Auferstehung: Martha spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag. (Joh 11,24)

Als die Jünger dann bei der Verklärung Jesu zum ersten mal die Andeutung auf eine erste und eine zweite Auferstehung hörten, die tausend Jahre voneinander getrennt sind, wunderten sie sich, sicherlich. Was war die Verklärung? Petrus erklärt es: Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus wissen ließen, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen. (1Pt 1,16)

Die Verklärung war somit bereits ein Hinweis auf Seiner Wiederkunft in sehr großer Kraft und Herrlichkeit und Majestät. Aber das durften sie niemand erzählen: Als sie aber vom Berg herabgingen, gebot er ihnen, niemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden sei. Und sie behielten das Wort bei sich und besprachen sich untereinander, was das Auferstehen aus den Toten bedeute. (Mk 9,9-10)

Sie merkten, daß ihr diesbezügliches Denken über den Haufen geworfen wurde. Hieß das nun, daß es eine Auferstehung aus den Toten heraus gibt, während andere tot bleiben und irgendwann später auferstehen? Ja, es ist interessant und sicherlich kein Zufall, daß die Bibel sagt, daß die Verklärung, der Hinweis auf Jesu Wiederkunft in großer Kraft und Herrlichkeit, sechs Tage nach Seiner ersten Leidensankündigung geschah (Mk 9,2). Im Matthäus steht ebenfalls: nach sechs Tagen – also zu Beginn des siebten Tages. Und in Lukas: nach ungefähr acht Tagen. Er hat es nicht so ganz genau festgehalten. Man kann also davon ausgehen, daß die Verklärung Jesu am siebten Tag geschah.

Die Tatsache, daß es eine erste und zweite Auferstehung gibt, wird in evangelischen und katholischen Kreisen mehrheitlich unterschlagen. Leider! Sie sprechen fast immer von der Auferstehung am Jüngsten Tag. In Offenbarung 20,5-6 aber steht unmißverständlich:Die übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1 000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1 000 Jahre.

Das ist die Auferstehung aus den Toten. Nur diese Toten, das muß betont werden, gehen in die Herrlichkeit ein. Wer an dieser Auferstehung teilhat, ist gerettet. Er gehört zu dem Lamm, denn er ist im Lebensbuch des Lammes eingeschrieben.

Zu dieser ersten Auferstehung gehört aber mehr, nämlich:

1. Der Herr Jesus Christus selbst, der der Erstling aus den Toten ist (1Kor 15,23).

2. Die Auferstehung der Heiligen nach Seiner Auferstehung (Mt 27,53).

3. Die Auferstehung der Toten in Christus im Zusammenhang mit der Entrückung (1Th 4,16).

4. Die Entrückung selbst (1Th 4,17).

5. Die zwei Zeugen, die während der  großen Trübsal sterben (Offb 11, 11-12).

6. Die Märtyrer, die aus der großen Trübsal kommen (Offb 20,4).

7. Die alttestamentlichen Gläubigen, die am Ende der großen Trübsal und zur Aufrichtung des Tausendjährigen Friedensreich auferstehen (Dan 12,1-2).

Diese sieben Auferstehungen sind in der sogenannten ersten Auferstehung zusammengefaßt. Alle darin einbezogenen Seelen gehen mit Jesus Christus in das Tausendjährige Friedensreich ein und werden tausend Jahre mit Ihm regieren (Juden), Norbert Lieth, hat das, in seiner Neujahrstagung 01.01.2014 (Die etwas andere Offenbarung) geschildert. Während dieser tausend Jahre, wo der Herr Jesus auf der Erde regiert, wird der Teufel (alte Schlange, Satan, Teufel, Verführer, Luzifer), gefangen sein, das heißt, er hat keine Möglichkeit mehr (Macht), die Menschen zu verführen. Aber nach diesen tausend Jahren wird Satan nochmals für eine kurze Zeit (Offb 20,7-10) losgelassen und die Menschen erneut zu Fall bringen, die dafür bestimmt sind. Es werden ja während der tausend Jahre viele Menschen geboren, und obwohl sie Jesus Christus (Gott) sehen, werden doch viele am Ende auf die tückische Verführung Satans hereinfallen und sich von Jesus abwenden. Dann, nach Ablauf der tausend Jahre, findet das Endgericht statt (Offb 20, 11-15).

Über die zweite Auferstehung im Zusammenhang mit dem Endgericht lesen wir in der Offenbarung 20,11-15:

    Das Endgericht vor dem großen weißen Thron

→ 2Pt 3,7-12; Joh 5,26-29; Apg 17,30-31; Mt 13,38-43.

Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden. Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen. (Offb 20,11-15)

Und in Kapitel Offenbarung 21,27 heißt es: Und es wird niemals jemand in sie hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Greuel und Lüge verübt, sondern nur die, welche geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes.

Bei der zweiten Auferstehung, aus den toten, werden alle aus dem Totenreich gerufen, die nicht durch den Wahren Glauben, an Gott, Jesus Christus wiedergeboren wurden, die nicht durch Ihn gerecht geworden sind. Sie kommen nun aus ihrem Aufenthaltsort, dem Hades, zum Endgericht, werden abgeurteilt, für das was sie zu Lebzeiten vollbracht haben, es sei gut oder böse gewesen, und gehen in die ewige Verdammnis, das war aber nicht der Wille Gottes, dafür hat Er den Menschen nicht geschaffen (Prediger 12,14): der Antichrist, der falsche lügenhafte Prophet, Satan, und alle gefallenen Engeln, die zu Dämonen wurden, und alle, die nicht im Buch des Lebens geschrieben stehen (Offb 13,8; 17,8). Diese alle erleben dann den zweiten Tod: Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen. (Offb 20,14-15)

Mit den Heiligen aber, die bei der ersten Auferstehung auferweckt worden sind und nun aus dem Tausendjährigen Reich kommen, geht der Herr Jesus in den neuen Himmel und die neue Erde ein (Offb 21,1-7). Für diese alle wird die Herrlichkeit immer größer. Die Bibel (Gottes Wort) berichtet nicht viel darüber, Sie sagt nur, daß der Herr  Jesus alles dem Vater übergeben wird (1Kor 15,24), und daß Gott alles in allem sein wird. Und das bedeutet ewige Herrlichkeit & Glückseligkeit.

Die anderen aber, die nicht Erlösten, sind in der ewigen Verdammnis.

Die heilige Konsequenz und gewaltige Tragweite einer Entscheidung für Jesus Christus.

In 1.Korintherbrief 15,23-24 steht geschrieben: Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat.

Das heißt also ganz praktisch: Ich muß, wenn ich nicht verloren gehen möchte, Jesus Christus Eigentum sein (Ihm angehören). Denn Jesus sagte doch: Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. Ich und der Vater sind eins. (Joh 10,27-30.4)

Wenn Jesus sagt, meine Schafe (gerettete Menschen) hören Meine Stimme, dann ist das auch wörtlich zu nehmen, denn ich selber, hörte die Stimme Jesu. Und wer hörte noch seine Stimme, von den geretteten, an welchen tag auch immer?

Und Er ruft die eigenen Schafe mit Namen: Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirte der Schafe. Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. (Joh 10,2-4)

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt, gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. (Joh 10,14-15)

Hier kommen wir zu einem wichtigen Punkt: Das Zu-jemandem-Gehören ergibt sich nicht automatisch. Das kommt nur zustande, wenn ich mich jemandem verschreibe (es ist so ähnlich, wie bei einer Ehe, die Bibel beschreibt es ja, Jesus ist der Bräutigam und wir sind die Braut; Joh 3,29). Mit anderen Worten: Ich muß einen Bund eingehen, wenn ich jemandem gehören will. Wir können es mit einer Eheschließung vergleichen. Ein Ehebund bedeutet, sich als Mann bewußt an eine Frau zu binden und fortan ihr zu gehören, ohne Seitensprünge – und umgekehrt.

Kein anderer Mensch hat in diesem Ehebund etwas zu suchen, denn da gilt: Mein Geliebter ist mein, und ich bin sein, der unter den Lilien weidet. (Hohelied 2,16) und die Schafe, die Eigentum des guten Hirten geworden sind, bekommen ein Brandzeichen, das heißt, sie sind Sein Eigentum. Sie bekommen geistlich gesehen das Siegel des heiligen Geistes (Eph 1,13).

Es genügt also nicht, einer religiösen Organisation oder einer Kirche anzugehören, getauft und konfirmiert zu sein. Du mußt dich entscheiden, entweder für Christus, oder gegen Ihm (Lk 11,23): Ich will Jesus gehören. Vielleicht bist Du gleichgültig. Gleichgültigkeit ist aber etwas ganz Schreckliches. Das Gegenteil von liebe ist nicht Haß, sondern Gleichgültigkeit. Das ist noch schlimmer als Haß.

Darum sagt Jesus der Gemeinde in Laodizea: Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch heiß bist. Ach, daß du kalt oder heiß wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß, und mir mangelt es an nichts! – und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt. Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! (Offb 3,14-22)

Du mußt Christus gehören, das Du das tust, will keiner inniglicher als Gott der Vater selbst! Die Bibel lehrt auch, daß wir nur mit dem Kleid der Gerechtigkeit im Reich Gottes Einlaß finden (Offb 3,4-5.18). dieses Kleid der Gerechtigkeit ist das Blut des Herrn Jesus Christus, die Vergebung, meiner Sünden, und Sein Werk für mich. Aber ein Kleid muß man anziehen. Gott hat in Jesus alles zur Errettung des Menschen getan. Es gibt Leute, die sagen, Gott sei ungerecht. Das ist aber nicht wahr. Der Mensch ist ungerecht, denn wir stehen unter dem Einfluß der Sünde, Erbsünde. Sogar unser Gerechtigkeitsempfinden ist durch die Sünde beeinträchtigt. Wir leben heute in einer Zeit, wo gerecht nicht mehr gerecht ist. Jesus hat gesagt: Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. (Mt 24,12; vgl. Lk 18,8; 2Th 2,7-10; 2Tim 3,1-5) Das ist die bittere Wahrheit, nur Gott ist in jeder Hinsicht absolut gerecht.

Wim Malgo hat einmal ein Traktat geschrieben mit dem Titel: Wer zweimal geboren wird, der stirbt nur einmal – wer einmal geboren wird, stirbt zweimal.

Diejenigen, die bei der zweiten Auferstehung zum Gericht auferstehen werden, können den Anforderungen Gottes in zweierlei Hinsicht nicht gerecht werden: Erstens, sind ihre Werke nicht nach dem Willen Gottes und zweitens, haben sie nicht das Leben des Lammes. Darum stehen sie nicht in Seinem Lebensbuch.

Es muß nochmals ganz deutlich gesagt werden, die Menschen, die nicht Jesus Eigentum sind, bleiben mit all ihren Sünden beladen oder behaftet. Sie haben keine Sündenvergebung erlangt! Über ihnen steht geschrieben: Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner – ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. (Offb 21,8)

 Weiter heißt es, über ihnen: Und es wird niemals jemand in sie hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Greuel und Lüge verübt, sondern nur die, welche geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes. (Offb 21,27) So hart es auch scheinen mag, das ist die Konsequenz eines gerechten und heiligen Gottes, der dem Menschen die freie Wahl gewährt, sich für oder gegen das Erlösungswerk Seines Sohnes zu entscheiden.

   Das Werk Jesu am Kreuz von Golgatha, Seine Liebe und Hingabe um unsretwillen, Seine Aufopferung im Werk der Erlösung für uns, kann als Konsequenz nur vollkommene Errettung aus Gnaden, oder aber vollkommene Verlorenheit haben. Wenn ich die Gnade nicht annehme, gehe lehr aus. Alles andere würde Sein Werk schmälern. Diese Konsequenz sehen wir darin, daß beim Endgericht neben den Büchern (Mehrzahl) nochmals das Buch des Lammes aufgeschlagen wird (Offb 20,12). Das versinnbildlicht, daß diesen Menschen alle ihre Werke hätten vergeben werden können, wenn sie in dem Buch des Lammes geschrieben stünden. Alles, was in den Büchern geschrieben steht, kann dir vergeben und daraus getilgt werden, so daß es für Gott nicht mehr existiert, wenn Du dich in das andere Buch, in das Buch des Lammes, eingetragen läßt. Dann hast Du Teil an der ersten Auferstehung und Du wirst zunächst mit Jesus Christus im Tausendjährigen Reich sein und dann mit Ihm von Ewigkeit zu Ewigkeit im Himmel. Gottes Gnade wurde einmal so beschrieben: Gnade ist, wenn wir nicht ernten, was wir gesät haben, und erhalten, was wir nicht verdient haben.

Die Verwandlung

Die Verwandlung der Gläubigen. Der Sieg über den Tod

→ 1Th 4,13-18; Phil 3,20-21; 2Tim 1,10.

Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muß Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muß Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wißt, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! (1Korinther 15,50-58)

Trost für die Gläubigen

In der Auferstehung sehen wir die alles überragende, göttliche Erlösungskraft unseres Herrn Jesus Christus. Was Er am Kreuz vollbracht hat, ist so gewaltig, daß man kaum Worte dafür findet. Einerseits steht in der Bibel viel darüber geschrieben, andererseits ist es schwer, in die ganze Tiefe einzudringen. Die Auferstehung Jesu war ebenfalls ein herausragendes Thema der Apostel. Das sehen wir in der Apostelgeschichte. Immer und immer wieder haben die Apostel verkündigt: Jesus ist gestorben! Jesus ist auferstanden, aus den Toten (vgl. Mt 17,9; Joh 2,22; 2Tim 2,8)!

Und das Gebet des Apostel Paulus für die Gemeinde war:         

Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet; ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens, um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde, damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange. ( Phil 3,7-11)

Das war dem Apostel Paulus so wichtig, daß er angesichts dieser Kraft der Auferstehung seine ganze Religiosität über Bord geworfen hat. Er sagt mit anderen Worten, in Kapitel 3: Ich achte alles, was ich früher befolgt habe, alle religiösen Gesetze, die die Pharisäer und Schriftgelehrten aufgesetzt haben, für Dreck, für Schaden. Das alles ist nichts gegenüber der alles überragenden Kraft und Erkenntnis Jesu Christi. Paulus sagt damit, daß es für ihn nur noch das eine gibt: Jesus – Ihn und nochmals Ihn – und die Kraft Seiner Auferstehung und die Gemeinschaft Seiner Leiden tiefer zu erkennen. Die Kraft und Autorität Seiner Auferstehung sehen wir unter anderem darin, daß, als Gott Seinen Engel sandte, um den Stein vom Grab Seines Sohnes zu wälzen, dieser nicht erst die davorstehenden Wächter fragen mußte, ob sie bitte Platz machen würden, weil er den Stein vom Grabeingang wegzuwälzen wolle, da die Auferstehung des Sohnes Gottes gleich stattfinden werde.

Er ging auch nicht zuerst zu den religiösen Juden (Führer), um sie über das bevorstehende Ereignis zu unterrichten oder zu befragen, ob er dies tun dürfe. Ebensowenig flog ein Engel zum damaligen Kaiser nach Rom, um zuerst seine kaiserliche Erlaubnis zu bekommen, den Stein vom Grab wegzuwälzen zu dürfen.

Nein! Statt dessen steht geschrieben: Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wächter und wurden wie tot. Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Fürchtet ihr euch nicht! Ich weiß wohl, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat! Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, daß er aus den Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt! (Mt 28,1-7)

 Für die Welt war dies ein Schrecken, denn die Auferstehung bedeutete für sie den Tod. Für die Frauen am Grab – und für die Gläubigen überhaupt – bedeutet dieser selbe Akt tiefen Trost. Gott der Vater, braucht niemanden zu befragen, als Er den Befehl gab, den Stein vom Grab Seines Sohnes wegzuwälzen, und Er wird niemanden fragen, wenn Er (Jesus) die Toten aus den Gräbern ruft, auch wenn die ganze Welt kopfsteht und sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt und alle Großen dieser Welt einmütig schreien: Das darf nicht sein! Selbst wenn sich alle Ideologien dieser Welt dagegen zur Wehr setzen und immer neue wissenschaftliche Forschungen die Glaubwürdigkeit des Wortes Gottes in Zweifel ziehen, wird Gott niemanden fragen, ob Sein Sohn Seine Stimme erheben und den Befehl geben darf, daß alle Toten auferstehen sollen. Gott wird, über alles erhaben sein! Er kann mit Seiner Schöpfung machen was Er will, mehr oder weniger. Dann werden ausnahmslos alle erscheinen müssen und keiner wird sich verstecken können oder sagen, er wolle das nicht. Der Tod wird die Toten hergeben, der Hades wird die Toten geben, das Meer wird die Toten geben, die Krematorien werden die Toten geben müssen.

Was uns und unsere Auferstehung betrifft, lesen wir in Phillipperbrief 3,20-21: Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, so daß er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.

Das ist dieselbe Kraft wie damals, als Gott das Wort sprach: „Mein lieber Sohn, stehe auf“. Da stand Er auf, da konnte der Tod noch so mit den Zähnen flechten, als Gott Seinem Engel befahl, er solle den Stein vom Grab wegwälzen, da wurde er weggewälzt. Und alles, was sich dem in den Weg stellen wollte, fiel wie tot um.

Nach dieser selben wirksamen Kraft, mit der Er sich alle Dinge zu unterwerfen vermag, wird Er den Leib unserer Niedrigkeit zum Leib Seiner Herrlichkeit umgestalten: Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist. (1Joh 3,1-3)

Stellen wir uns einmal vor, was Jesus am Kreuz von Golgatha vollbracht hatte! Und in der Kraft Seiner Auferstehung liegt die ganze Dynamik Seines ewigen, göttlichen Lebens. Dieses leben ist in uns, wenn wir wiedergeboren sind.

*Auferstehung und Verwandlung der Gläubigen*

a) Der Herr wird wenn der Befehlsruf, vom Erzengel gegeben wird, wird Er die Toten in Christus rufen, und dann geschieht das, was ausdrücklich verheißen und geschrieben steht:Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. (1Th 4,15-16)

Warum werden wohl die Toten in Christus (die schon lange im Grab Schlafen) zuerst auferstehen? Ganz einfach deshalb, weil der in Christus Verstorbene Gläubige, als Persönlichkeit bereits bei Jesus ist. Nur sein Leib liegt noch im Grab. Und weil diese Persönlichkeiten schon bei Ihm im Himmel sind, bringt Er sie bei der Auferstehung mit und weckt dann diese toten Körper auf. Diese werden im gleichen Moment mit ihrem Geist und ihrer Seele zusammengeführt werden.

Dann heißt es für uns, die dann noch leiblich leben: Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten! (1Th 4,17-18) Hier erweist sich der vollbrachte Sieg Jesus über Geist, Seele und Leib. Das ist es, was Er am Kreuz von Golgatha bewerkstelligt hat. Jesus hat ein überaus herrliches Werk vollbracht, wozu nur Er in der Lage war, denn Er hat alles erlöst: den Geist, die Seele und letztlich sogar den Leib. Wir sind durch Jesus Christus so vollkommen befreit und errettet, daß auch unser Leib auferweckt und zu einem Herrlichkeitsleib verwandelt wird. Alles andere wäre nur eine Teilerlösung.

b) Unmittelbar anschließend an die Auferstehung wird der Leib verwandelt. Die Auferstehung besteht bildlich gesprochen darin, daß das Samenkorn (unser Leib), das in die Erde gelegt ist, zu einer herrlichen Pflanze verwandelt wird. Die Bibel gibt uns da sogar ein sehr anschauliches Beispiel aus der Botanik, denn Paulus sagt:

Der geistliche Leib in der Auferstehung

→ Phil 3,20-21; 1Joh 3,2-3; 2Kor 5,1-9.

Aber jemand könnte einwenden: Wie sollen die Toten auferstehen? Und mit was für einem Leib sollen sie kommen? Du Gedankenloser, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt! Und was du säst, das ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, etwa vom Weizen, oder von einer anderen Saat. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie Er es gewollt hat, und zwar jedem Samen seinen besonderen Leib. (1Kor 15,35-38)

Daraus lernen wir unter anderem, daß der Same, der gesät wird, also unser Leib, sich von der Pflanze, die aus Samen entsteht, grundsätzlich total unterscheidet. Der Auferstehungsleib wird also keinesfalls dem jetzigen leib gleich sein, so wie wir ihn kennen. Gott gibt uns dann einen ganz neuen leib, so wie Er es geplant hat. Jeder bekommt seinen eigenen leib und wird als ursprüngliches Wesen im Himmel erkennbar sein, die uns von früher her kennen, und eine individuelle Persönlichkeit bleiben, obwohl wir unseren neuen leib im Himmel nicht mehr mit unseren jetzigen leib vergleichen können. Das sieht man zum Beispiel bei Mose und Elia, als sie dem Herrn Jesus Christus und den Jüngern auf dem Berg der Verklärung erschienen (Mt 17,1-3; Mk 9,2-3).

Petrus, Johannes und Jakobus hatten Mose und Elia nie zuvor in ihrem leben gesehen, denn sie hatten ja Jahrhunderte früher gelebt, und doch erkannten sie sie sofort, aber wie ist das möglich? Das ist eben die Wunderbare Macht Gottes, nur Er ist in der Lage, daß ich jemand wiedererkenne obwohl ich ihn nie zuvor sah. 

Verwandlung des Verweslichen ins Unverweslichen:

So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Es gibt einen natürlichen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib. (1Kor 15,42-44)

Wir sind der Vergänglichkeit unterworfen, dem totalen Zerfall, des menschlichen Organismus. Das ist die Folge der Erbsünde, die in uns wohnt. Da soll noch jemand sagen, die Sünde sei nicht fatal! Der Tod, des menschlichen Körpers, ist der Sünde Sold (Röm 6,23). Aber in der Auferstehung wird das Verwesliche unverweslich. Das heißt, daß wir nach unserer Auferstehung, wenn wir im Besitz des neuen Leibes sind, nicht mehr der Vergänglichkeit unterworfen sind. Der neue leib wird nie wieder einem Zerfall ausgesetzt sein. Sein ursprünglicher, vollkommener Zustand und seine Schönheit werden von Ewigkeit zu Ewigkeit vollkommen bleiben. Es wird keine Krankheit, keine körperlichen Beschwerden und keine Schmerzen mehr geben. Er wird weder müde noch matt, weder schwach noch alt werden. Er wird seine Frische und Lebensqualität nie mehr verlieren.

In der Offenbarung 21,4 steht es so geschrieben: Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. (vgl. Offb 7,17; Jes 25,8; 65,19) Das bezieht sich, sowohl auf gläubige und Juden. Es wird gesät in Vergänglichkeit, es wird auferweckt in Unvergänglichkeit.

Die Verwandlung von Unehre in Herrlichkeit (1Kor 15,43). Unser jetziger leib wird als leib der Niedrigkeit bezeichnet. Warum? Weil er die Wohnstätte der Sünde ist. Durch das Praktizieren von Sünde wird er verunehrt, bzw. erniedrigt. Wie oft werden wir beschämt, und schämen uns, wenn wir erkennen, was die Sünde in unserem eigenen leben fertig gebracht hat, weil wir ihr Raum gaben. Unser leib ist das Mittel, das Werkzeug, durch das die Sünde wirksam werden kann. In ihm setzt sich die Sünde fest. Wer ihr Raum gibt, der wird ein Gefangener der Sünde. Mann kann es auch so sagen, was ich ansehe und bekehre, das gewinnt macht über mich. Denn wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht, oder Sklave (Röm 6,15-23) und steht nicht unter der Herrschaft des Heiligen Geistes, und ein nicht wiedergeborener, sowieso nicht! Wenn wir nicht den Geist Gottes regieren lassen, wird unser leib wie eine Marionette von der Sünde dirigiert.

Aber in der Auferstehung geschieht das, was Philipper 3,21 sagt. Wir werden auferstehen in Herrlichkeit und in Seinem Glanz erstrahlen und in Seinem Licht leuchten, wenn ich etwas für Gott tue: Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich. (Dan 12,3)

Wir werden frei sein von der Macht der Sünde und von einem leib, der nach böser, schändlicher Befriedigung strebt. Wir werden frei sein von jeder Leidenschaft und allen sündigen Wünschen, frei auch von unserer Zunge, dem unruhigen Übel, durch das so viel Unheil angerichtet hat, und was des Bösen mehr ist.

Die Bibel beschreibt es so: Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt. (Jak 3,6)

All diese Dinge sind Prüfsteine, ob wir als Christen noch im Fleisch wandeln oder aber voll des heiligen Geistes wandeln. Stelle Dir selbst einmal die Frage: wie steht es denn bei mir? Herrschen Leidenschaften und Sünden über mich? Ist mein Herz voller Hab- und Machtgier, meine Zunge ein Werkzeug des Feindes oder des Friedens? Sind Neid und Eifersucht in mir? Ist da sonst etwas, was mich von Gott trennt, oder beeinträchtigt?

Die Verwandlung von Schwachheit in Kraft (1Kor 15,43). Unser leib ist bestenfalls ein zerbrechliches Tongefäß, das Kleidung und Schutz braucht, um vor der Wut der Elemente bewahrt zu bleiben, hat einmal jemand gesagt. Unser Körper kann zu Beispiel nur unter ganz bestimmten Umständen und Temperaturen existieren. Wir müssen unseren Körper dauernd schützen und auf der Hut sein vor Krankheiten und dergleichen. Man könnte über unseren leib auch Vorsicht zerbrechlich schreiben! Aber der Körper eines Wiedergeborenen wird auferstehen in Kraft. Bei der Auferstehung ist dieser neue leib keiner Beschränkung mehr unterworfen. Er wird auferstehen in Seiner Kraft als in der Kraft Gottes, mit der Er sich alle Dinge – das ganze Universum – unterwerfen kann. Unser neuer leib wird dann ganz andere Fähigkeiten haben. Er kann dann weder durch Elemente noch durch Zeit oder Raum gebremst werden. Auch wird er die drei Dimensionen, in denen wir heute leben, durchbrechen. Jesus konnte nach Seiner Verwandlung auch durch geschlossene Türen gehen (Joh 20,19.26). Schwachheit kennzeichnet den alten leib, Kraft den neuen leib. Jesaja 40,30-31 wird sich buchstäblich erfüllen: Knaben werden müde und matt, und junge Männer straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.

Wir werden laufen, ohne müde zu werden, wir werden wandeln, ohne matt zu werden. Wir werden in einem leib wandeln, der von der innewohnenden göttlichen Energie und Kraft geprägt ist. Gottes Kraft in uns! Wir werden im Himmel sein und mit Christus im Paradies uns gut gehen lassen. Jesus sagte, als er mit den Sadduzäern, die nicht an ein leben nach dem Tod glaubten, über die Auferstehung sprach:

Diejenigen aber, die gewürdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen, denn sie können nicht mehr sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind. (Lk 20,35-36)  Das ist der neue Leib!

Die Verwandlung von natürlichen leib in geistlichen leib (1Kor 15,44). Unser natürlicher leib ist unserer natürlichen Umgebung angepaßt, oder geprägt. Unsere fünf Sinne sind ideal, um in dieser Welt zu leben: Die fünf Sinne, Tastsinn, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken. Der natürliche leib wird von der Seele regiert und ist ihren Schwankungen unterworfen.

Darum heißt es auch: So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele«; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geist. Aber nicht das Geistliche ist das erste, sondern das Natürliche, danach das Geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel. Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. (1Kor 15,45-49)

Der geistliche leib ist dem Himmlischen angepaßt und wird vom Geist regiert, der natürliche leib dieser Erde und ihren Gegebenheiten. Wir sind in diese drei Dimensionen eingebettet und können nicht heraus. Der himmlische leib wird ein leib sein, der den Geist zum Ausdruck bringt, der himmlische ist, der Geist aus Gott (1Kor 15,47-49). Es wird sich alles erfüllen, was in 1.Johannes 3,1-3 geschrieben steht: Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist.

Darum fordert uns Gott auf, schon jetzt nach diesem Himmlischen zu trachten und ein leben im Geist zu führen. Wir sollen also von ganzem Herzen danach trachten, schon jetzt dem Zustand nach so zu wandeln, wie wir es der Stellung nach in Christus bereits sind, nämlich heilig und makellos. Das ist der Grund, weshalb wir noch auf dieser Erde sind. Denn wir alle werden vor dem Preisrichterthron Jesus Christus offenbar werden müssen. Dort wird unser irdisches Tun und lassen beurteilt, und dann werden wir dementsprechend lohn oder schaden erleiden. Und auch in die ewige Stellung versetzt. Laßt uns darum Gott mit unserem leib ehren und voll Geistes vor Ihm wandeln. Unser leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes, und als solchen sollen wir ihn auch sehen und nichts tun, dessen wir uns schämen müßten, wenn unser Herr uns anschaut beziehungsweise plötzlich kommt. Wir sollen uns selbst reinigen, sagt Gott, durch den Mund Johannes. Das heißt, daß wir die Sünde ablegen und die Kraft des Heiligen Geistes anziehen und darin zu wandeln sollen.

Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so daß ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. (Galater 5,16-18)

Auswirkung der Auferstehung für die Ungläubigen

Wir haben dieses Thema schon behandelt, kommen aber nicht darum, es hier im Kontext nochmals kurz zu tun. Die Toten, die nicht gerettet sind, werden mit einem Leib der Schande zum Gericht auferstehen, aber erst tausend Jahre später. Jesus selber hat es gesagt:Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. (Joh 5,28-29)

Diese Menschen, die das Böse verübt haben, werden aus dem Hades kommen. Ihre Leiber werden aus dem Grab gerufen und mit ihrer Seele und dem toten Geist zusammengeführt, und dann müssen sie vor dem Gerichtsthron Gottes erscheinen.

********

Zusatz: Dort werden sie, weil sie Jesus nicht haben, und nicht an Ihm glaubten (Joh 6,64; 16,8-9), entsprechend ihren Werken, zu ihren Lebzeiten gerichtet, vor dem großen weißen Thron (Offb 20,11-15)  und dann, so schrecklich es ist, aber es ist die Wahrheit, „in den Feuersee“ in die Gehenna geworfen. Aber Gott sagt, das sie, was sie zu Lebzeiten getan haben, dafür gerichtet werden, es sei gut oder böse. Natürlich muß das Gute mehr wiegen, als das böse, und da werden ihre Herzen gewogen.

Dazu haben wir ein sehr gutes Beispiel, aus dem Danielbuch 5,5.18-20.22-30: da war ein König Belsazars Vermessenheit, und er pries die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein. Die gab er seine Ehre, da sich aber sein Herz erhob und sein Geist übermütig wurde bis zur Vermessenheit, wurde er von seinem königlichen Thron gestürzt, und seine Würde ihm von Gott genommen; er nahm die Heiligen Geräte, aus dem Tempel Gottes, die damals sein Vater der König Nebukadnezar erbeutet hatte. Weil er aus den Heiligen Geräte und seine gefolgschaft getrunken hatte. Und Belsazars wurde, durch die Macht Gottes, zu einem Tier (V.21) bis er erkannte, daß Gott, der Allerhöchste, Macht hat über das Königtum der Menschen und darüber setzt, wen Er will. Und obwohl, Belsazar, sein Herz nicht gedemütigt, obwohl er das alles wußte, sondern er hat sich über den Herrn des Himmels erhoben, indem er tote Götter verehrte. Die weder sehen noch hören noch verstehen können; aber den einzigen wahren und lebendigen Gott, in dessen Hand sein Odem und alle seine Wege sind, hat er nicht geehrt! Infolge wurde von Ihm (Gott) diese Hand gesandt und diese Schrift geschrieben. »Mene, mene, tekel upharsin!«

»Mene« bedeutet: Gott hat die Tage deines Königtums (Lebenszeit) gezählt und ihm ein Ende bereitet!

»Tekel« bedeutet: Du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden!

»Peres« bedeutet: Dein Königreich (deine Existenz) wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden! Und in derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, umgebracht (Getötet).

Und so ist es bei vielen Menschen, auch so. Sie geben dem Teufel, die Ehre, und lassen sich von ihm betrügen und verführen, und sie verehren tote Götter. Sie werden Hochmütig, gierig nach Dingen, die sie bekehren, lieblos, und überheblich. Sie haben steinerne Herzen (Hes 11,19; 36,26), sie lieben das Böse mehr als das gute (Joh 12,43), und am Ende werden sie gewogen, und zu leicht befunden. Weil sie dem Satan, mehr Raum gaben, als Gott. Und darum ist es nicht verwunderlich, das gute Herzen aus Fleisch, es einmal besser haben werden, als Herzen aus Stein, die zu schwer sind, und sie singen hinab in das Totenreich. Aufgrund ihrer Verstocktheit, ihrer Herzen, weil sie mehr Raum gaben, für das Böse, als das Gute. Quelle: Ricardo Petto

********

Sie erleben den zweiten Tod, der nicht tötet (Offb 20,14). Das erkennt man auch daran, daß der Antichrist und der falsche lügenhafte Prophet zu diesem Zeitpunkt immer noch existieren, obwohl sie sich schon tausend Jahre im Feuersee befinden (Offb 20,10). Sie waren die ersten, die in den Feuersee geworfen wurden. Der Feuersee wäre eigentlich nur für die Dämonen und für den Teufel bestimmt, aber letztlich kommen alle diejenigen hinein, die nicht an Jesus geglaubt haben, und was Gott der Vater, durch Sein Wort sagte – die Unerlösten. Das wird in Judasbrief Verse 10-13 packend beschrieben: Diese aber lästern alles, was sie nicht verstehen; was sie aber von Natur wie die unvernünftigen Tiere wissen, darin verderben sie sich. Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich um Gewinnes willen völlig dem Betrug Bileams hingegeben und sind durch die Widersetzlichkeit Korahs ins Verderben geraten! Diese sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen und schmausen mit, indem sie ohne Scheu sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt, wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist.

Das sind nicht Worte eines Menschen, sondern untrügliche Worte Gottes des Vaters!Drei Dinge sind hier erschütternd: Weg, Irrtum, Widerspruch. Das war ihr Leben, sie sind den Weg Kains gegangen, statt des Wegs Jesu Christi. Sie sind dem Irrtum Bileams verfallen, statt der Wahrheit – Jesus Christus – zu glauben. Sie haben dem Herrn widersprochen, statt Ihm recht zu geben. Fruchtlos, und zweimal gestorben, entwurzelt, wilde Meereswogen! Sieh, darum brauchst Du Jesus Christus, und Sein Vergebung, für deine Sünden. Jesus ist die Wahrheit, denn sein Wort (des Vater), ist die Wahrheit (Joh 17,17), und während Seines ganzen Lebens bis ans Kreuz hat Er diese Wahrheit bewiesen und Verkündigt. Sein Kreuz ist die einzige Stelle, wo deine Sünden vergeben werden können und Dein leben mit Gott in Ordnung gebracht werden kann. Nur bei Jesus empfängst Du ewiges leben, wenn Du Ihn in dein Herz aufnimmst, sonst gehst Du lehr aus. Keiner hat mehr über Liebe, Vergebung und Hoffnung gesprochen als Jesus Christus, aber keiner hat auch mehr über die Hölle gesprochen als Er. Du kannst das Wort Hölle als altmodisch abtun, Du kannst Gottes Liebe und Seine Barmherzigkeit und Gericht in Zweifel stellen, aber das ändert nichts an der Wahrheit.

Ich sage es mal so, Du hast vor Dir eine Tasse Kaffee stehen, oben schwimmt die Evolution und dein Atheistisches denken, aber und im Kaffeesatz wartet Gott, mit Seinem Gericht. Quelle: Ricardo Petto

Jeder Mensch wird auferweckt, und wer Jesus nicht hat, kommt in den Feuersee.  Hölle bedeutet, bis in die letzte Konsequenz von Gott getrennt zu sein. Dort wirst Du nichts mehr von Gott erhalten. Weder Nahrung, Getränke, Sonne, Liebe und Barmherzigkeit, Freude etc. alles, was Gott ist, gibt es in der Hölle nicht mehr. Gott ist die Liebe in Person. In der Hölle gibt es keine Liebe mehr, weil Gott nicht mehr für Dich da ist, und Gott ist Licht, und Gott ist das Leben, usw. doch all das gibt es in der Hölle nicht. Einen Richter, der Dich um der Gerechtigkeit willen verurteilen muß, weil Du das Gesetz übertreten, und gebrochen hast, denn Du gabst das Böse, in deinem leben mehr Raum, als das Gute, der Dir aber Freispruch anbietet, indem Er selbst die Schuld auf sich nimmt beziehungsweise für Dich bezahlt, kannst Du nicht rügen und behaupten, Er sei ungerecht. Denn wenn Du seinen Freispruch – die Erlösung Jesu Christi – aus Gleichgültigkeit nicht annimmst oder ausschlägst, trägst Du die ganze Verantwortung für Dich. Denn Sünde muß gesühnt werden. Wo dies nicht geschieht, bleibt nur noch das Gericht, die Verdammnis. Darum laß Dich retten, bevor Dein leben zu Ende geht, damit auch über Deinem leben wahr wird, was in Jesaja 26,19 geschrieben steht: Aber deine Toten werden leben, mein Leichnam; sie werden auferstehen! Wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes! Denn dein Tau ist ein Morgentau, und die Erde wird die Toten wiedergeben.

Die Entrückung

lesen Sie im Teil 3. Die Zukunft des Chridten

Überarbeitete Text, April 2017

 

 

Nach oben