Der gedeckte Tisch - und das Erntedankfest.

Eine Predigt von Norbert Lieth. Hervorhebungen in fetter Schrift, sind vom Textautor. Ich zitiere die Schlachter Version, überarbeitete Fassung.

Thema: Der gedeckte Tisch – und das Erntedankfest.

Der Apostel Petrus schreibt, vollkende Zeilen. 

Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch  Herrlichkeit und Tugend, durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht, setzt eben deshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht, in der Gottesfurcht aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe. Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, so lassen sie euch nicht träge noch unfruchtbar sein für die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. (2.Petrus Kap. 1, Verse 3-8)

1. Die Gabe der Göttlichen Kraft

   Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns. (2Kor 4,7; vgl. 2Kor 12,9; Eph 3,20; Kol 1,29; Jak 1,21, 2Pt 1,3)

   Was ist einmal von großer Notwendigkeit, um sich in der Gottesfurcht zu bewähren? Um in der Gottesfurcht zu Wandeln, ist zunächst der Gehorsam sehr wichtig, aber auch Anstrengungen von Nöten, im Wachstum. Einerseits müssen wir zunehmen in der Heiligung, in der Hingabe, und in der Selbstaufgabe. Und immer wieder müssen wir uns neu ausliefern. Dann haben wir uns nun ausgeliefert, und die nächsten Tage ebenso, und so weiter. Wie wäre es denn, wenn wir einfach Antworten würden, sich beschenken lassen!

   Was ist zunächst einmal sehr wichtig, um in der Gottesfurcht zu leben? Was ist überhaupt das aller erste? Sich von Gott beschenken lassen, sich an einem gedeckten Tisch setzen. Statt uns mit unserer menschlichen Kraft abzumühen. Sondern mit Seiner Göttlichen Kraft, uns beschenken lassen. Gottesfürchtig zu leben, können wir nämlich nur durch die Kraft Gottes, anders ist es nicht möglich! Und da haben viele Christen ein falsches Verständnis, von Gottesfurcht. Sie meinen nämlich, das man sich dabei in furcht zu Gott hin dienen müßte. Das verstehen die meisten Christen, unter Gottesfurcht. Sich in furcht, bzw. in Erfurcht zu Gott hin dienen zu müssen. Aber wahre Gottesfurcht ist und besteht darin, sich eben beschenken lassen, damit man Gottesfürchtig leben kann. Die Gottesfurcht ist die Voraussetzung, die Gott einem mitteilt. Gott beschreibt in Hiob, die Gottesfurcht, die uns den richtigen Weg zeigt: Ist nicht deine Gottesfurcht deine Zuversicht, und die Tadellosigkeit deines Weges deine Hoffnung? (Hiob 4,6) Und noch ein Wort aus dem 2.Korintherbrief: Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht! (2.Kor 7,1) Nicht die Taten führen uns zur Gnade, sondern, die Gnade führt uns zu den Taten (Taten = Werke; vgl. Jak 2,14.17.20-26).

   Denken wir an Abraham, denn Gott hatte ihn durch den Gehorsam geprüft. Hier kommt der Glaube zur Prüfung. Das heißt, er hatte die Stimme Gottes gehört, und er solle seinen einzigen Sohn auf dem Altar opfern. Aber bitte lesen Sie selber: Und es geschah nach diesen Begebenheiten, da prüfte Gott den Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh hin in das Land Morija und bringe ihn dort zum Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir nennen werde!

   Und Abraham gehorchte Gott, das ist sehr wichtig! Und Abraham tat wie Gott ihm gebot. Als Abraham, seinen Sohn nun opfern wollte, kam ein Engel des Jachwehs vom Himmel, und er sprach:

   Da rief ihm der Engel des Jachwehs vom Himmel her zu und sprach: Abraham! Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich! Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts; denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen! Da erhob Abraham seine Augen und schaute, und siehe, da war hinter ihm ein Widder, der sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte. Und Abraham ging hin und nahm den Widder und brachte ihn als Brandopfer dar an Stelle seines Sohnes. Und Abraham nannte den Ort: »Der Jachweh wird dafür sorgen«, so daß man noch heute sagt: Auf dem Berg wird der Jachweh dafür sorgen! Und der Engel des Jachwehs rief Abraham zum zweitenmal vom Himmel her zu, und er sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der Jachweh: Weil du dies getan und deinen Sohn, deinen einzigen, nicht verschont hast, darum will ich dich reichlich segnen und deinen Samen mächtig mehren, wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen, und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorsam warst! (1.Buch Mose 22,1-2.11-12.15-18)

Anmerkung: Was Abraham tun wollte, war eine vorschattung, auf Jesus Christus, den Gott der Vater Ihn für uns geopfert hatte, damit wir leben können. Denn Jesus sagte von sich: Ich lebe und ihr sollt auch leben.

   Hier kommt der glaube mit dem Gehorsam und dem Werk in Berührung zur Prüfung, und Abraham war Gott Gehorsam, sonst hätte er nicht seinen Sohn opfern wollen. Haben Sie bis jetzt alles verstanden? Als erstes ist der Glaube, das zweite ist der Gehorsam, dem Wort Gottes gegenüber. Und drittens die Werke, die Gott zufuhr für uns geschaffen hat (Eph 2,10; vgl. 2,14; Kol 1,9-14), damit wir diese Werke in der Praxis vollenden. Und Gott läßt im Hebräerbrief noch vollkendes beschreiben, nämlich den Glaubensweg Abrahams. Und da heißt es: Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach dem Ort auszuziehen, den er als Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde. Durch Glauben hielt er sich in dem Land der Verheißung auf wie in einem fremden, und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung; denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Durch Glauben erhielt auch Sarah selbst die Kraft, schwanger zu werden, und sie gebar, obwohl sie über das geeignete Alter hinaus war, weil sie den für treu achtete, der es verheißen hatte. Darum sind auch von einem Einzigen, der doch erstorben war, Nachkommen hervorgebracht worden, so zahlreich wie die Sterne des Himmels und wie der Sand am Ufer des Meeres, der nicht zu zählen ist. (Hebr 11,8-12)

   Durch Glauben brachte Abraham den Isaak dar, als er geprüft wurde, und opferte den Eingeborenen, er, der die Verheißungen empfangen hatte, zu dem gesagt worden war: »In Isaak soll dir ein Same berufen werden«. Er zählte darauf, daß Gott imstande ist, auch aus den Toten aufzuerwecken, weshalb er ihn auch als ein Gleichnis wieder erhielt. (Hebräer 11,17-19)

   Und Abraham glaubte dem JACHWEH, und das rechnete Er ihm als Gerechtigkeit an. (1.Buch Mose Kap. 15, Vers 6)

Machen wir nun weiter im Petrusbrief:

   Darum, Brüder, seid um so eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen; denn auf diese Weise wird euch der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus reichlich gewährt werden. (2.Pt 1,10-11) Und erst nachdem der Petrus das gesagt hatte (2Pt 1,3-8), und in seinem ersten Versen des 2 Petrusbriefes an diesem gedeckten Tisch setzt, erst danach ruft er dazu auf, das wir diese Dinge in der Praxis umsetzen sollen. Das geht dann in Vers 5-7 weiter. Es ist wie im Epheserbrief, die ersten drei Kapitel stellen uns die unendliche Größe Gottes dar, und alles was Er uns gibt, und die Himmlischen Ratschlüsse usw. dar. Und erst ab Kapitel 4-6 lehrt uns Gott, durch Paulus, Theoretisch haben wir es gelesen, und nun setzt das um in die Praxis, und wendet das auf euer leben an im Alltag, da ist kein Tag ausgenommen. Damit ihr immer mehr zunehmt in Erkenntnis. Aber nie umgekehrt!

   Im 1.Chronik 29,14-17 spricht David vollkende Worte: Denn was bin ich, und was ist mein Volk, daß wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von dir kommt alles, und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben. Denn wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir, wie alle unsere Väter. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen. Jachweh, unser Gott, dieser ganze Reichtum, den wir bereitgestellt haben, um dir ein Haus zu bauen für deinen heiligen Namen, kommt von deiner Hand, und alles gehört dir. Ich weiß, mein Gott, daß du das Herz prüfst, und an Aufrichtigkeit hast du Wohlgefallen; darum habe ich dies alles in Aufrichtigkeit meines Herzens freiwillig gegeben; und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk, das sich hier befindet, dir bereitwillig gegeben hat.

   Was wollen uns diese Verse vermitteln? David sagt, das alles was wir zum leben haben und brauchen, alles aus der Hand Gottes kommt. Und da ist nichts ausgenommen! Viele Christen meinen immer noch, irgend etwas zu der Gnade hinzuzufügen. Sie meinen jetzt muß ich das noch tun, und das noch, um Gott gnädig zu stimmen, bis Er mich segnet, und wenn ich dieses und jenes nicht tue, dann stehe ich vielleicht unter seinem Fluch, oder unter seinem Zorn. Eigene Leistungen oder Anstrengungen bringen uns nicht weiter, sonder auf die Lehrbriefe müssen wir, mehr und mehr eingehen, das bringt uns weiter wenn ich mitarbeite an meinem geistlichen leben. An den neuen wiedergeborenen innerlichen Menschen, der ich vorher nicht war, dann geschieht geistlicher Wachstum. Dann komme ich im leben geistlich weiter: Darum lassen wir uns nicht entmutigen; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrundegeht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. (2Kor 4,16; vgl. Eph 3,16; Röm 6,4; Kol 3,10; Jes 40,31)

   Der Apostel Paulus sagt uns das, wie der neue Mensch entsteht: Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. (Röm 6,4) Haben Sie es verstanden? Das ist die Wiedergeburt! Wenn ich mich bekehre, und aufrichtig zu Gott, buße tue.

Taufe, bitte vergleichen: Kol 2,12; 1Pt 3,21.

Gott wird uns auferwecken, aus den Toten: Eph 1,20; 2Kor 13,4-5; Röm 7,6.

Das neue Leben aus Gott, der Mensch wird eine neue Schöpfung: 2Kor 5,17; Gal 6,15; Kol 3,9-10; 1Joh 2,6; Eph 4,24. 

   Die ganze Bibel ist das Wort Gottes, das Alte Testament ist uns zur Belehrung gegeben. Es steht doch geschrieben, im 2.Timotheusbrief 3,16-17:

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

Das Neue Testament ist uns zur lehre gegeben. Es steht doch geschrieben, im Römerbrief 6,17: Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist.

Und wenn ich die Lehrbriefe lese, im NT und das anwende, dann geschieht geistlicher Wachstum in meinem leben, und nur so und nicht anders. Sondern Gott setzt uns an einem gedeckten Tisch, und wir können und sollen, in der ganzen Fülle von Ihm nehmen: Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. (Joh 1,16; vgl. Eph 3,14-21; Kol 2,10; 4,12). Gott hat uns alles geschenkt, und das ist der Knackpunkt.

   Das erinnert uns an die Stiftshütte (2Mo 25,1-9). Wo der Herr Jesus zu Mose spricht: Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen. (2.Buch Mose 25,8-9)

Anmerkung Vorbild: od. Urbild / Muster, Vergleich (vgl. Hebr 8,1-5; Offb 15,5). Gott der Herr Jesus Christus, zeigte den Mose ein Himmlisches Bild, und so sollte er es machen, wie Gott es ihm zeigte.

   Ein weiteres Beispiel haben wir mit dem Mephiboset, denn er durfte alle Tage seines Lebens wie ein König essen, und wurde so auch behandelt: Und der König rief Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul und seinem ganzen Haus gehört hat, das habe ich dem Sohn deines Herrn gegeben. So bestelle ihm nun sein Land, du und deine Söhne und deine Knechte, und bring ein, damit der Sohn deines Herrn Brot zu essen hat; Mephiboset aber, der Sohn deines Herrn, soll täglich Brot an meinem Tisch essen! Ziba aber hatte 15 Söhne und 20 Knechte. Und Ziba sprach zum König: Ganz so, wie mein Herr, der König, seinem Knecht gebietet, wird dein Knecht es machen! Und Mephiboset wird an meinem Tisch essen wie einer der Königssöhne! Und Mephiboset hatte einen kleinen Sohn, der hieß Micha. Und alle, die im Haus Zibas wohnten, dienten Mephiboset. Mephiboset aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich am Tisch des Königs. Er war aber lahm an beiden Füßen. (1.Chronik 29,9-13)

   Jemand meinte einmal, zur Göttlichen Kraft, die wir bekommen haben, damit wir darin leben, wie es Gott gefällt; daß Christen nie einem Stromausfall erleben werden. Wir werden ständig aus seiner Kraftquelle versorgt, so daß uns nie der Strom abgestellt werden kann. Denn die Rechnung, hat Jesus zufuhr schon bezahlt, am Kreuz! Selbst wenn wir schwach sind, ist Seine Kraft da, selbst dann wenn wir es nicht bemerken, ist Sie immer noch da.

   Dazu einen Vers aus dem 2.Korintherbrief: Denn wenn er auch aus Schwachheit gekreuzigt wurde, so lebt er doch aus der Kraft Gottes; so sind auch wir zwar schwach in ihm, doch werden wir mit ihm leben aus der Kraft Gottes für euch. (2.Korinther 13,4)

2. Die Gabe seiner Herrlichkeit & Tugend

   Damit wir so leben können wie es Ihm gefällt. Er fragt uns nicht nach unserer Tugend, sondern wir sind alle untauglich, du und ich und sie, wir sind Taugenichts, oder untauglich. 

Was bedeutet ein Taugenichts?

Synonyme zu Taugenichts

Tunichtgut; (bayrisch, österreichisch umgangssprachlich) Hallodri; (abwertend) Faulenzer, Strolch; (österreichisch abwertend) Haderlump; (umgangssprachlich abwertend) Früchtchen, Galgenvogel, Herumtreiber; (veraltend abwertend) Nichtsnutz; (umgangssprachlich veraltend oder abwertend) Galgenstrick.

   Der uns berufen hat, durch seine Herrlichkeit und Tugend. Herrlichkeit bedeutet auch: Ansehen, auch Ehre, Vortrefflichkeit, das ist Herrlichkeit! Und das ganze leben des Herrn Jesus Christus, war geprägt von dieser Seiner Herrlichkeit. Und das schöne ist, das der Herr Jesus dann seinen Jüngern versprochen hatte, diese Seiner Herrlichkeit mit ihnen teilen zu wollen. Es sagte im hohen Priesterlichen gebet in Johannes 17,22-23:  Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.

   Seine Herrlichkeit und seine Tugend, nun Herrlichkeit bedeutet auch: Ansehen, Ehre, Vortrefflichkeit, Tugend. Das Wort Tugend, kommt von Taugen, Du Taugst etwas, Du bis Tauglich für das Militär. Tauglich für eine bestimmte Arbeit, das beinhaltet auch, Tüchtigkeit und Vorzüglichkeit einer Person. Ich sagte schon, wir sind alle Taugenichtse, wir sind in uns untauglich. Und alles andere als Herrlich. Aber die Berufung besteht darin, das Gott der Vater, uns die Herrlichkeit und die Tugend unseres Herrn Jesus Christus anrechnet. Seine Güte, Seine liebe, Sein schuldloses leben, Seine  Barmherzigkeit, Sein gehorsam dem Vater gegenüber, und Seine Disziplin, alles was Jesus ist und war. Und wie Er gelebt hatte, bzw. Er hat alles vorgelebt, bzw. vorgemacht, wie ein Mensch leben sollte. Schlußendlich, Sein tot an unserer Stelle, Seine Auferstehung und Himmelfahrt, all das wurde uns angerechnet. Seine Herrlichkeit und Seine Tugend für uns, darin sieht uns Gott. Und wenn wir den Tag so beginnen, und dann aufstehen, und sagen, Herr es ist ja alles dar, ich muß mich nicht hinarbeiten. Nein, ich Arbeite von dem aus, was Du mir gibst. Das was ich vor Dir bin, das soll mir jetzt bewußt sein. Dann fällt uns vieles leichter.

3. Die Gabe Seiner Verheißung

   Durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht, ... (2Pt 1,4; vgl. 2Kor 1,20; Eph 3,6; Joh 1,12-13; 1Joh 3,1-2)

   Die übergroßen und kostbaren Verheißungen, die Er uns gegeben hat. Aus der Verheißungen leben, darauf kommt es an. Eine Verheißung, muß man nicht erst erbitten, wenn sie schon da ist. Abraham hatte wundervolle Verheißungen bekommen. Abraham hatte oft in seinem leben "versagt", da war manches "Mißgeschick", aber er hatte geglaubt. Und dann hatte er sich wieder öfters "dumm" angestellt, aber er hatte geglaubt. Und dann hatte er wieder etwas "vergehrtes" getan, aber er hatte geglaubt. Und dieser Glaube wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet, der Glaube an die Verheißungen Gottes (1.Buch Mose 15,6). Er hatte vom Seinem Tisch gelebt.

   Stellen Sie sich das mal vor, Sie sitzen an einem Tisch in einer Gaststätte, und würden jeden neuen bissen den Sie essen, den Gastgeber immer wieder neu bitten, darf ich noch etwas haben? Was würde wohl der Gastgeber von ihnen denken, oder sagen? Würde nicht der Gastgeber sagen, ist alles bei Ihnen in Ordnung? Sie haben doch schon gedankt, Sie sind doch eingeladen worden, dann nimm doch, greift doch zu! Es ist alles reichlich da! Sie brauchen nicht zu fragen, essen Sie nach Herzenslust. Einer sagte mal: Der Pfad des Lebens, ist so reichlich mit den Verheißungen Gottes bestreut, das es unmöglich ist einen Schritt zu tun, ohne auf eine von ihnen zu treten.

4. Die Gabe der Göttlichen Natur

Im Apostelgeschichte wird schon erwähnt, das wir göttlichem Geschlecht sind: Da wir nun von göttlichem Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Gold oder Silber oder Stein gleich, einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. (Apg 17,29; vgl. Ps 82,6; Joh 10,34-36)

   Jesus Christus gibt uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen damit wir der göttlicher Natur teilhaftig werden (2Petrus 1,4). Und wir sind es schon, das bekann mit der Erlösung.

   Das müssen wir uns mal vergegenwärtigen, oder uns mal bewußt werden, was das eigentlich heißt. Also durch Seine Kraft, durch Seine Herrlichkeit, durch Seine Tugend, durch Seine Verheißungen, werden wir der Göttlichen Natur teilhaftig. Ich elender Mensch, werde Göttlicher Natur teilhaftig! Ja, so ist es. Das getraut man sich ja, kaum zudenken, geschweige das auszusprechen. Wir werden Engel gleich sein! Wir werden leben und Wohnen, wo Gott wohnt und lebt! Wir sind seine Söhne und Töchter, sein zuhause ist unser zuhause: Wißt ihr nicht, daß wir Engel richten werden? Wieviel mehr die Angelegenheiten dieses Lebens? (1.Korinther Kap. 6, Vers 3)

   Das sagt Gott durch sein Wort in der Bibel, das heißt: Gott spricht durch seine Heilige Schrift (Bibel) zu uns, wir sind Göttlicher Natur teilhaftig geworden. Wo durch werde ich teilhaftig? Indem man frömmelt, und wie weis wie man sich präsentiert als Superheilig. Göttlicher Natur wird man nur, indem Moment teilhaftig, indem der Heilige Geist, in unser leben hineinkommt. Das ist die Wiedergeburt, und die Auferweckung aus den toten, denn bevor der Heilige Geist Wohnung in uns genommen hat, waren wir geistlich tot (Jak 4,26; vgl. Hi 34,14-15; Hebr Kap. 11).

   Dann ist Göttliche Natur in uns, und wir sind dann dadurch Göttliche Natur teilhaftig geworden. Und das geschieht aufgrund Seiner Verheißung. Wir erlangen eigentlich menschliches unmögliches, weil Gott es möglich macht. Aber den Weg um diese Dinge zu erlangen, das ist die Erkenntnis Jesu. Sehn Sie, Petrus fährt fort und sagt: Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch Herrlichkeit und Tugend, (2Pt 1,3) Seine göttliche Kraft, hat uns alles geschenkt, durch die Erkenntnis Jesu, und Seine Herrlichkeit und Tugend. Manche raddern sich eine leben lang ab, und kommt keinen Millimeter weiter, Geistlich gesehen. Und sie kommen nicht zur Ruhe, weil sie es nicht erkannt (begriffen) haben, was Gott ihnen geschenkt hat. Was Jesus ihnen gegeben hat, sie haben es nicht erkannt und deshalb können sie es nicht akzeptieren. Darum geht es bei ihnen nicht weiter. Sie meinen immer noch eigene Leistungen zu vollbringen, weil sie denken, das bringt sie näher zu Gott. Das ist aber der falsche Weg. Aber Gott sagt, daß sogar unsere „weise Weste“ unflätig ist, wie ein Schmutziges Kleid. Weiter sagt Gott der Vater, durch Sein Wort, das in der Bibel steht; durch die Erkenntnis, dessen der uns berufen hat, durch Seine Herrlichkeit und Tugend! Mit der Erkenntnis des Herrn Jesu, fällt uns alles zu, was wir zum leben und in der Erkenntnis brauchen, das ist die Göttliche Kraft. Und diese Erkenntnis übrigens, im 2. Petrusbrief nimmt einen großen Raum ein, es geht eigentlich im Petrusbrief immer und immer wieder um die Erkenntnis, um die Erkenntnis Jesu. Ich habe mal gezählt, 7 mal kommt das Wort Erkenntnis in der Schlachter vor.

Anmerkung: Das hebräische Wort für Erkenntnis meint nicht durch Nachdenken – mit dem Verstand – gewonnene Erkenntnis, sondern durch Umgang und Erfahrung gewonnene Einsicht. Nach dieser Lehre nicht durch den Glauben an Christus, sondern durch die »Erkenntnis« der vermeintlich wahren Zusammenhänge von Herkunft und Bestimmung des Wortes Gottes, das in der Heiligen Schrift steht.

   Im Psalm wird das Wort »Erkenntnis« beschrieben: Lehre mich rechte Einsicht und Erkenntnis; Denn ich habe deinen Geboten geglaubt. (Ps 119,66; vgl. Ps 119,34.144.151)

In der Schlachter Version 2000, habe ich gezählt, im AT-NT gibt es 117 Treffer für das Wort »Erkenntnis«, am Rande bemerkt.

   Was soll ich denn Erkennen? Das uns im Herrn Jesus Christus, alles zufällt, und uns alles gegeben worden ist. Was Notwendig ist, zum leben und in der Geistlichen Erkenntnis, die ich in der Bibel finde eben diese Erkenntnis!

Dazu ein paar Worte aus der Bibel, die Petrus sagte:                                      

   Da tat Petrus den Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansieht, sondern daß in jedem Volk derjenige ihm angenehm ist, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt! Das Wort, das er den Kindern Israels gesandt hat, indem er Frieden verkünden ließ durch Jesus Christus – welcher Herr über alle ist –,  ihr kennt es; das Zeugnis, das sich durch ganz Judäa verbreitet hat und in Galiläa anfing nach der Taufe, die Johannes verkündigte: wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles dessen, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie getötet, indem sie ihn ans Holz hängten. Diesen hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn offenbar werden lassen, nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner Auferstehung aus den Toten. Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen, daß Er der von Gott bestimmte Richter der Lebendigen und der Toten ist. Von diesem legen alle Propheten Zeugnis ab, daß jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden empfängt. (Apg 10,34-43)

   Und dann im 2.Petrusbrief, beginnt so mit dieser Erkenntnis, und mit diesen kostbaren Verheißungen, das wir aus Seiner Kraft und Herrlichkeit und Tugend leben können, mit dieser Erkenntnis. Und dann endet der 2. Petrusbrief, auch so 3,18 wie als, würde sich ein Kreis sich schließen, innerhalb dieses Kreises, dann auch alle Anforderungen die gestellt werden an uns, innerhalb dieses Kreises, mit seinen Verheißungen. Der letzte Vers 3,18 im 2.Petrusbrief: Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.

   Bitte, worin soll ich wachsen? Natürlich im Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber, in der Heiligung, in der Disziplin, und in der Hingabe, ja, das steht hier aber nicht so, aber wachst in der Gnade! Wir können uns alles vorstellen, in allem möglichen Dingen zu wachsen, wie soll ich denn in der Gnade wachsen? Das ist der Weg, durch den wir weiter kommen, wenn ich das verstehe, was Gott mir sagen will. Und das beinhaltet auch eine Warnung, vor der Gesetzlichkeit! Wenn Gottes Wort uns so herausfordert, und uns sagt, wachst in der Gnade. Weil wir durch die Erkenntnis, durch das lesen in der Bibel, erlange ich ja diese Erkenntnis, und in der Erkenntnis Jesu, komme ich im leben weiter. Sondern wir werden nicht durch die Werke des Gesetzes gerettet, sonder durch die Gnade wurden wir erlöst, durch die Göttliche Gnade die Er uns gewährt, durch seinen tot am Kreuz. Wir hätten eigentlich am Kreuz hängen müssen, daß das mal für uns bewußt wird, aber das tat im voraus Gottes Sohn, Jesus Christus, der Schöpfer für uns. Nicht durch die Werke des Gesetzes, werden wir weitergeführt, sondern nur durch die Gnade Gottes, es ist immer die Gnade! Aber dann werden wir herausgefordert, selbstverständlich können wir da nicht unsere Hände in den Schuß legen, das ist wohl klar, aber die Reihenvolke ist wichtig. Die Frage ist jetzt nun, wie kann ich in der Gnade wachsen? Zu der Gnade kann ich doch gar nichts hinzufügen, das ist doch unmöglich! Denn das komme ja von Ihm, wie soll ich denn darin wachsen?

   Ja, das ist wie mit einem Kind, ein Kind wächst ja nicht durch eigene Anstrengungen, jetzt will ich mal 15 Zentimeter wachsen sondern, ein Kind bekommt vornehmlich von der Mutter Nahrung (Speise), und diese lebenswichtigen Nahrungen, muß ein Kind essen. Dadurch geschieht Wachstum, und so ist es auch mit einem Christen, ein Christ wächst nicht durch eigene Anstrengungen, sondern das ist ein Christ der von Gott bekommende Speise in sich aufnimmt, das ist das lesen der Heiligen Schrift, ist die Nahrung um zu Wachsen, wenn er es ließt. Das ist das Brot des Lebens, das er in sich aufnimmt. Jesus sagte doch, das der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern auch aus dem Wort Gottes, wie es geschrieben steht: Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, das weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dich erkennen zu lassen, daß der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern daß er von all dem lebt, was aus dem Mund des Jachwehs hervorgeht. (5.Buch Mose 8,3)

   Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht! « (Mt 4,4) Und dieses Wort das aus dem Mund Gottes gam, steht in der Bibel.

   Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes«. (Lukas 4,4)

   Und dieses Wort steht in der Bibel, wenn ich es lese, und in mich aufnehme, und es im Gedanken behalte, was ich lese (Offb 1,3), haben Sie es Verstanden?

   Wachst in der Gnade, und in der Erkenntnis Jesus Christus. Bitte, wo erkenne ich Ihn? Mehr und mehr in der Bibel, im Wort Gottes, das Sein Wort ist, denn der Vater spricht zu uns durch seine Bibel.

   Ich habe es schon mehrmals gesagt, sagt Norbert Lieth. Die ganze Bibel ist das Wort Gottes, das Alte Testament ist uns zur Belehrung gegeben. Das Neue Testament ist uns zur lehre gegeben. Und wenn ich die Lehrbriefe lese, im NT und das anwende, dann geschieht geistlicher Wachstum in meinem leben, und nur so und nicht anders. Aber die Lehre zum Wachstum wodurch Sie weiter kommen kann, im geistlichem leben, steht in den Lehrbriefen. Das steht im NT in den lehrbriefen des Apostels. Und wenn wir das hinten anhängen, werden Sie nicht wachsen. Oder wenn Sie es ignorieren, oder zu wenig es lesen. Das ist die rechte Speise die wir in uns aufnehmen müssen. In der Bibel gibt es acht Göttliche Wahrheiten, auf seinem gedeckten Tisch, die uns dargereicht werden.

  1. Die Göttliche Kraft.
  2. Die Göttliche Erkenntnis.
  3. Die Göttliche Berufung.
  4. Die Göttliche Herrlichkeit.
  5. Die Göttliche Tugend.
  6. Die Göttlichen Verheißungen.
  7. Die Göttliche Natur.
  8. Die Göttliche Errettung, aus dem Verderben der Welt.

   Immer von Ihm und dann wenn man weiter lesen würde, dann kommen die Voraussetzungen das uns Petrus offenbart, und setzt nun das in der Praxis um. Ich lebe aus seiner Tugend, jetzt kann ich auch Tugendlich sein. Die Reihenfolge ist überaus wichtig, manchmal denke ich, wir haben das alles aus dem Auge verloren. Es ist wie mit dem gedeckten Tisch, deshalb feiern wir auch das Erntedankfest. Warum, weil  wir gar keinen Blick mehr dafür haben. Für die Fülle, die wir bekommen haben, und das umsonst! Alles kostenlos! Wir bekommen den Sonnenschein, Regen, all die Früchte und Gemüse, und die Vitamine pur und so, und man nimmt es einfach, und lebt davon, und man vergißt das. Manche Menschen, ob Christ oder nicht, können nicht einmal dafür danken, für all seine guten gaben, obwohl Gott es sagt, in seinem Wort (Eph 5,20), wo wir mal wieder daran erinnert werden. Wachst in der Erkenntnis, erinnert euch daran, werde Deiner mal wieder bewußt was Du hast!

   Jetzt möchte ich abschließen, und erinnern wir uns, an die Vorzüglichkeiten, die Gott uns gibt, materiell (Speise) für unserem Leib, und auch geistlich. Wir nehmen aus seiner Fülle, gnade um gnade, wie es im Apostelgeschichte geschrieben steht: Er ließ in den vergangenen Generationen alle Heiden ihre eigenen Wege gehen; und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen; er hat uns Gutes getan, uns vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude. (Apg 14,16-17; vgl. Ps 145,15-16; Ps 4,8)

Amen!

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen, noch einen schön Tag, und denken Sie darüber nach, was Gott Ihnen sagt.

Überarbeitete Text, Mai 2017

 

 

 

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