Der Ausbruch 23.02.20

Coronavirus-Ausbruch im News-Ticker Italien meldet ersten europäischen Toten durch

Sonntag, 23.02.2020, 09:11Uhr

Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 hat mittlerweile über 2200 Todesopfer gefordert. Die Zahl der nachgewiesenen Krankheitsfälle liegt derzeit bei über 75.000. Am Samstag wurden die ersten Todesfälle von Europäern gemeldet. Alle neuen Entwicklungen zum Virus finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Nach China: Corona-Situation in Südkorea spitzt sich zu

Sonntag, 23. Februar, 8.22 Uhr: Die Situation in Südkorea wird angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus immer besorgniserregender: Am Sonntag meldete das Land zwei weitere Todesfälle durch die Lungenerkrankung Covid-19. Insgesamt starben damit in Südkorea bislang vier Menschen an der Krankheit. Die Zahl der Neuinfizierten stieg um 123 auf 556 Fälle - die zweithöchste Zahl außerhalb Chinas. 

Ausgangspunkt ist die Shincheonji Church of Jesus. Die Verbreitung des Virus in der christlichen Sekte ging nach Behördenangaben von einer 61-jährigen Anhängerin aus, die Virustests zunächst verweigert hatte und weiter zu Gottesdiensten in der südlichen Stadt Daegu ging. 

Italien will Städte abriegeln - 53.000 Menschen betroffen

23.49 Uhr: Die italienische Regierung will die Ausbreitung des Coronavirus im Norden des Landes stoppen und die am stärksten betroffenen Städte abriegeln. Das teilte die italienische Regierung am Samstagabend mit. "Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten", sagte Regierungschef Giuseppe Conte. Betroffen seien zunächst knapp ein Dutzend Orte südöstlich von Mailand mit etwa 50.000 Einwohnern sowie Vo' im benachbarten Venetien mit rund 3000 Bewohnern.

Damit werden Zehntausende in diesen Gebieten lebende Menschen eingesperrt. In Italien waren zuvor 76 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst worden, zwei Menschen starben daran. Damit ist Italien das europäische Land mit den weitaus meisten erfassten Sars-CoV-2-Infizierten. In Deutschland wurden bisher 16 Fälle gemeldet, in Frankreich zwölf, darunter ein Todesfall.

Mehr 60 Infizierte binnen Stunden - viele Fälle gehen auf einen Mann zurück

21.59 Uhr: Es ist der weitaus schlimmste bekannte Ausbruch des neuen Coronavirus in Europa: In Italien ist binnen Stunden bei mehr als 60 Menschen Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, zwei Menschen starben, wie örtliche Behörden mitteilten. 46 Infektionen wurden bis zum Samstagabend allein in der norditalienischen Lombardei erfasst, 12 in Venetien, einer in der Region Piemont. Der große Ausbruch in der Lombardei geht auf einen 38-Jährigen zurück, der schwer erkrankt in der Klinik der Kleinstadt Codogno behandelt und am Donnerstag positiv auf den Erreger getestet wurde. Inzwischen gibt es Überlegungen, den noch bis 25. Februar dauernden Karneval von Venedig eher zu beenden.

Wo sich der schwer erkrankte 38-Jährige in Codogno ansteckte, auf den alle Fälle in der Lombardei zurückgehen, war zunächst unklar. Der Verdacht, er könnte sich bei einem kürzlich aus China zurückgekehrten Freund infiziert haben, bestätigte sich nicht: Tests hätten ergeben, dass dieser Mann nie mit dem Virus infiziert war, hieß es am Abend. Für den Ausbruch in Venetien wurde eine Einschleppung durch dort arbeitende chinesische Geschäftsleute vermutet. Der Fall im Piemont geht auf Kontakte zu Infizierten in der Lombardei zurück. Vor den zwei aktuellen Ausbrüchen waren in Italien erst drei Infektionen erfasst.

Schulen und Großteil der Geschäfte geschlossen

Zwei Todesfälle werden mit dem Virus in Verbindung gebracht. Bei einer am Donnerstag verstorbenen 77-Jährigen aus der Lombardei wurde Sars-CoV-2 posthum nachgewiesen, sie werde nun als Covid-19-Todesopfer geführt, auch wenn unklar sei, woran genau sie starb, teilte der Gesundheitsbeauftragte der Lombardei, Giulio Gallera, mit. Die Lungenerkrankung gilt auch bei einem 78-Jährigen aus Venetien als mutmaßliche Todesursache, wie ein Sprecher des italienischen Zivilschutzes mitteilte. Der Erreger wurde demnach unter anderem bei der Frau und einer Tochter des am Freitag verstorbenen Mannes nachgewiesen.

In einem Dutzend Gemeinden der Lombardei wurden Schulen und ein Großteil der Geschäfte vorübergehend geschlossen. Rund 50 000 Einwohner sind aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben. Großveranstaltungen wie Gottesdienste, Karnevalsfeste und Sportevents wurden verboten. Auch nahe der betroffenen Region liegende Städte wie Cremona und Piacenza schlossen Schulen und sagten Großveranstaltungen ab.

Auch in Venetien - dort ist die Gemeinde Vo nahe Padua betroffen - wurden Maßnahmen ergriffen, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen. Die Universitäten der Region sollten in der kommenden Woche schließen, teilte der Präsident der Region, Luca Zaia, mit. Noch diskutiert werde, ob der eigentlich bis Dienstag dauernde Karneval in Venedig vorzeitig beendet wird. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte kam zu Krisengesprächen mit der Zivilschutzbehörde des Landes zusammen.

Inkubationszeit deutlich länger als gedacht

21.36 Uhr: Die Inkubationszeit des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 könnte nach chinesischen Angaben deutliche länger sein als bislang angenommenen. In der besonders betroffenen Provinz Hubei habe sich ein 70-jähriger Mann mit der Lungenkrankheit infiziert, aber 27 Tage lang keine Symptome gezeigt, teilt die Provinzregierung mit. Bisher waren Gesundheitsbehörden wie das Robert-Koch-Institut davon ausgegangen, dass es nach der Infektion mit dem Virus maximal 14 Tage dauert, bis die Krankheit ausbricht.

Infizierte verließ Schiff mit öffentlichen Verkehrsmitteln

19.58 Uhr: In Japan ist bei einer zunächst negativ auf das neue Coronavirus getesteten Passagierin des Kreuzfahrtschiffs «Diamond Princess» nachträglich das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am späten Samstagabend (Ortszeit). Die Regierung in Tokio hatte der Frau in ihren 60ern erlaubt, das Schiff nach Ende der zweiwöchigen Quarantäne zusammen mit Hunderten anderen negativ getesteten Passagieren am Mittwoch zu verlassen. Sie durften mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren. Diese Entscheidung war unter Experten auf Unverständnis gestoßen.

Deutschland und andere Länder stellten dagegen ihre Landsleute nach Rückholung in ihre Heimat erneut unter Quarantäne. Der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato musste am Samstagabend (Ortszeit) einräumen, dass es sein Ministerium bei 23 Passagieren versäumt hatte, vor ihrer Ausschiffung die nötigen Virustests vorzunehmen. Er bereue den «Fehler», wurde Kato von japanischen Medien zitiert. Man werde dafür sorgen, dass sich so ein Fehler nicht wiederhole.

Corona-Tote in Italien: Schulen, Kirchen, Bars sofort geschlossen - Menschen müssen Züge verlassen

Topmeldung, 16.05 Uhr:  Italien meldet die ersten europäischen Todesopfer durch das neuartige Coronavirus. Eine 75-jährige Frau aus der norditalienischen Region Lombardei starb nach Behördenangaben vom Samstag an der Lungenkrankheit Covid-19. Am Freitag war bereits ein 78-Jähriger aus der Nachbarregion Venetien am Coronavirus gestorben.

Die Verstorbenen waren laut Behörden seit rund zehn Tagen wegen anderer Erkrankungen im Krankenhaus behandelt worden, bei beiden wurde das Virus nachgewiesen. Mit rund 40 Infektionsfällen und den zwei Todesfällen ist Italien nun das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land in Europa. Mindestens 32 Menschen wurden nach Angaben des Fernsehsenders Sky Italia allein in und um die Kleinstadt Codogno in der Lombardei - rund 60 Kilometer von Mailand entfernt - positiv auf das Virus getestet.

"Die große Frage" sei, wie das Virus den Weg in das betroffene Gebiet gefunden habe, sagte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, im italienischen Fernsehsender Rai News 24. Die Infizierten hatten demnach keinen Kontakt zu Chinesen oder Menschen, die kürzlich aus China zurückgekehrt waren.

Aus Furcht vor einer weiteren Ausbreitung der Viruserkrankung hatten die Behörden am Freitag in mindestens zehn norditalienischen Städten die sofortige Schließung von Schulen, Kirchen, Behörden und anderen öffentlichen Gebäuden angeordnet. Auch Lebensmittelgeschäfte, Bars, Diskotheken sowie Sportzentren sollten in den betroffenen Orten mindestens für eine Woche geschlossen bleiben. Rund 50.000 Menschen wurden dazu aufgerufen, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen. In Mailand sowie im süditalienischen Lecce mussten Menschen mit Grippesymptomen Züge verlassen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Freitag, das "Zeitfenster" zur Eindämmung der Epidemie schließe sich.

Wenn die Welt jetzt nicht "hart" gegen das Virus vorgehe, werde sie vor einem "schwerwiegenden Problem" stehen, warnte er. Zuvor waren neue Infektionsherde sowohl aus China als auch aus mehreren anderen Ländern gemeldet worden. Der Iran meldete derweil ein fünftes Todesopfer.

Zweitliga-Spiel in Italien wegen Coronoavirus verschoben

19.00 Uhr: Das Coronavirus sorgt für Beeinträchtigungen im Spielbetrieb der zweiten italienischen Fußball-Liga. Die Begegnung der Serie B zwischen Ascoli Calcio und US Cremonese wurde am Samstag verschoben, nachdem in Cremona ein positiver Coronafall gemeldet worden war, wie die Liga mitteilte. Zunächst wurde kein neuer Termin für das Spiel festgelegt. Auch im Amateur-Fußball wurden in der Lombardei, wo Cremona liegt, zahlreiche Spiele abgesagt.

Erster Europäer an Virus in Italien gestorben

Samstag, 22. Februar, 08.30 Uhr: In Italien ist der erste Europäer an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Bei dem Opfer handele es sich um einen 78-jährigen Italiener, sagte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag.

Der verstorbene Italiener sei zuvor positiv auf das Virus getestet worden, sagte Speranza. Der Mann war dem Minister zufolge wegen einer anderen Krankheit vor etwa zehn Tagen in einem Krankenhaus in der Region Venetien im Norden Italiens behandelt worden. In Venetien waren zuvor zwei Infektionsfälle von örtlichen Behörden bestätigt worden, in der benachbarten Lombardei 15 Fälle. 

Wegen Coronavirus: Zehn italienische Städte schließen Schulen und Behörden

22.37 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben mindestens zehn norditalienische Städte die sofortige Schließung von Schulen, Behörden und sonstigen öffentlichen Gebäuden angeordnet. Auch Lebensmittelgeschäfte, Bars, Diskotheken sowie Sportzentren sollten in den betroffenen Orten mindestens für eine Woche geschlossen bleiben, teilte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza nach einer Krisensitzung mit, die wegen mehr als ein Dutzend neuer Infektionsfälle in Norditalien einberufen worden war.

14 Menschen wurden nach Angaben der Behörden in der Lombardei in und um die Kleinstadt Codogno positiv auf das Virus getestet. Alle hatten offenbar zuvor die selbe Bar besucht und mit den gleichen Menschen Kontakt. In den betroffenen Orten in der Lombardei riefen die Behörden rund 50.000 Menschen auf, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen. Zwei weitere Fälle wurden in der Region Venetien von lokalen Behörden bestätigt. 

Der Bürgermeister der lombardischen Stadt Codogno hatte bereits zuvor angeordnet, dass alle öffentlichen Gebäude des 15.000-Einwohner-Ortes für einen Zeitraum von bis zu fünf Tagen geschlossen bleiben sollen. Mehrere positive Coronavirus-Tests in der Gemeinde hätten "eine Alarmsituation geschaffen", sagte Francesco Passerini.

Die Lungenkrankheit Covid-19 trat laut örtlicher Behörden unter anderem bei einem 38-jährigen Mann in Codogno auf, der mittlerweile auf einer Intensivstation behandelt wird. Zudem steckten sich demnach seine schwangere Frau sowie ein Freund des Erkrankten an.

Peking: Erster Coronavirus-Impfstoff könnte ab April an Menschen getestet werden

14.06 Uhr: Ein erster Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus dürfte nach Einschätzung der chinesischen Behörden ab Ende April bei Menschen getestet werden. Mehrere Forscherteams arbeiteten mit unterschiedlichen Techniken an der Entwicklung eines Impfstoffs, sagte der chinesische Vize-Forschungsminister Xu Nanping am Freitag bei einer Pressekonferenz in Peking. "Der erste dürfte gegen Ende April in klinischen Tests erprobt werden."

Der Vize-Direktor von Chinas Nationaler Gesundheitskommission, Zeng Yixin, erläuterte die unterschiedlichen Methoden bei der Entwicklung eines Impfstoffs. Die chinesischen Forscher verwenden demnach unter anderem deaktivierte Viren oder produzieren mit Gentechnik Proteine, die als Antikörper gegen den Erreger dienen sollen. Ein weiterer Ansatz ist die Modifizierung von bestehenden Grippe-Impfstoffen. Einige der Substanzen würden derzeit an Tieren getestet, sagte Zeng.

Außer chinesischen Wissenschaftlern arbeiten auch Forschungseinrichtungen und Unternehmen in anderen Ländern wie etwa das Institut für Virologie der Philipps-Universität im hessischen Marburg an einem Impfstoff. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Dienstag erklärt, es werde mindestens ein Jahr dauern, bis ein im großen Maßstab einsetzbarer Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus vorliege.

Schlägerei in München nach Spuck-Attacke - was geschah

11.57 Uhr: In München kam es zu einer Schlägerei, nachdem ein Betrunkener zwei Chinesinnen mit dem Wort "Coronavirus" angeschrien und in deren Richtung gespuckt hat. Nach Angaben der Bundespolizei vom Freitag beobachtete dies ein Chinese, der sich mit dem 57 Jahre alten Deutschen zunächst ein Wortgefecht lieferte. Dieses mündete am frühen Donnerstagabend in eine Schlägerei, bei der sich niemand verletzte. Hinzugerufene Bundespolizisten nahmen den renitenten Mann mit auf eine Wache. Ein Alkoholtest ergab 2,66 Promille bei ihm.

Coronavirus verbreitet sich in Chinas Gefängnissen

10.23 Uhr: In chinesischen Gefängnissen in mindestens drei Provinzen des Landes haben sich bislang mehr als 450 Insassen und 7 Aufseher mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Betroffen seien Haftanstalten in der schwer von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina, aber auch in Ostprovinzen Zhejiang und Shandong, wie die Zeitung "Global Times" an Freitag berichtete.

Als Konsequenz seien Verantwortliche der Haftanstalten und Justiz in Zhejiang und Shandong ihrer Posten entbunden worden. Allein in der Provinz Hubei seien 220 Infektionen gemeldet worden - in einem "handschriftlichen Bericht" der Gefängnisverwaltung, weil es kein computerbasiertes Meldesystem gebe, wie die Zeitung berichtete.

Im Rencheng-Gefängnis in Shandong gebe es weitere 207 Infektionen, darunter 7 Polizeibeamte. Der Parteichef des Justizverwaltung der Provinz sei entlassen worden, weil er den Ausbruch nicht verhindert habe, so die Zeitung. Auch in der Provinz Zhejiang seien in der Shilifang-Haftanstalt 34 Insassen infiziert, berichtete das Blatt auf Twitter. Sie seien zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden.

In den engen und überfüllten chinesischen Gefängnis mit schlechter medizischen Versorgung könne sich das Virus leicht ausbreiten, zitierte die "Global Times" einen Beamten, der namentlich nicht genannt werden wollte. "Es ist nicht einfach, mit mangelhaften medizinischen Einrichtungen in Haftanstalten verdächtige Patienten zu entdecken und die Übertragungswege rechtzeitig zu unterbinden."  

Gewaltausbruch in Ukraine wegen Hospitaleinlieferung von aus China Ausgeflogenen

06.32 Uhr: In der Ukraine ist es bei Protesten gegen die Krankenhausunterbringung von aus China wegen des Coronavirus ausgeflogenen Menschen zu Gewaltausbrüchen gekommen. Dutzende Demonstranten lieferten sich am Donnerstag vor dem Hospital in der Kleinstadt Nowi Sanzhary gewalttätige Konfrontationen mit der Polizei. Die Polizei löste  Ansammlungen von Menschen auf, die versucht hatten, die Zufahrt der Busse mit den aus der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan herausgeholten Menschen zu blockieren. 

Die Demonstranten entzündeten mehrere Feuer und zerbrachen mindestens drei Scheiben der Busse. Hunderte von Sicherheitskräften waren im Einsatz, wie ein Anwohner der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die sechs Busse mit den aus Wuhan ausgeflogenen 72 Menschen - 45 ukrainischen Staatsbürgern und 27 Ausländern - kamen trotz der Proteste bei dem Krankenhaus an, wie Videos in ukrainischen Medien zeigten.

Die Ausgeflogenen sollen in dem Hospital zwei Wochen in Quarantäne verbringen. Keiner von ihnen zeigte bei Untersuchungen durch chinesische und ukrainische Ärzte Symptome der Atemwegserkrankung Covid-19, die von dem neuartigen Virus ausgelöst wird. Dennoch fürchten viele Menschen in der 10.000-Einwohner-Stadt Nowi Sanzhary, dass sich der Erreger dort ausbreiten könnte.  

Staatschef Wolodymyr Selenskyj rief zu Solidarität mit den Ausgeflogenen auf. "Wir sind alle Menschen und Ukrainer", sagte er. Innenminister Arsen Awakow begab sich zum Ort der Proteste. "Lasst uns Leute sein, die ein wenig wohlgesonnener und großmütiger sind", sagte er.

Quelle https://www.focus.de/gesundheit/news/coronavirus-ausbruch-im-news-ticker-italien-riegelt-staedte-ab_id_11576018.html


 

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