Dein Brief – Trost & Ermunterung

Dein Brief – Trost & Ermunterung

Ich aber vertraue auf deine Gnade; mein Herz soll frohlocken in deinem Heil. Ich will dem Jachweh singen, weil er mir wohlgetan hat! (Psalm 13,6)

 

Liebe Geschwister und Freunde!

Die Psalmen sind reich an Trost für bekümmerte Seelen.

Kennen wir nicht alle solche Zeiten, wo wir niedergeschlagen waren und nicht wussten, wie es weitergehen soll?

Wir wissen, dass David, dieser Mann nach dem Herzen Gottes (Apg 13,22), jahrelang in Bedrängnis und sogar oft in Todesnot war wegen der Nachstellung des Königs Saul, der ihm nach dem Leben trachtete.   

Wenn nun im Leben Davids alles ohne Probleme verlaufen und er sofort König geworden wäre, wo wären die vielen trostreichen Psalmen, die im Lauf der Jahrhunderte unzählige Herzen aufrichten konnten? Zutreffend heißt es in einem alten Lied: Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versucht wär.

Ihr Lieben – und wo ständen wir heute, wenn unser Gott und Vater in seiner Weisheit nicht auch uns in die eine oder andere Trübsal geführt hätte? Gerade in Tagen von Kummer und Sorgen durften wir besondere Erfahrungen mit unserem Gott dem Herrn Jesus Christus machen und den Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt in unseren Herzen erleben.

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus! (Philipper 4,7)

Wie hat der treue Gott immer wieder unseren so schwachen Glauben gestärkt, sodass wir wie David in freudiger Zuversicht sagen konnten:

Ich aber vertraue auf deine Gnade; mein Herz soll frohlocken in deinem Heil. Ich will dem Jachweh singen, weil er mir wohlgetan hat! (Psalm 13,6)

Vielleicht ist jemand unter unseren Lesern gerade in einer besonders schwierigen Situation. Denke daran: Dein Gott und Vater & Jesus Christus verfolgt immer ein gutes Ziel, auch mit Dir. – Vielleicht sollen wir vor Übermut bewahrt bleiben, damit wir nicht in eine vom Satan gestellte Falle tappen. Mehr als sonst fühlen wir unsere Abhängigkeit von Gott, und in der Not klammern wir uns an IHM (Jesus Christus) in ernstem Flehen:

Schau her und erhöre mich, o Jachweh, mein Gott! Erleuchte meine Augen, daß ich nicht in den Todesschlaf versinke, daß mein Feind nicht sagen kann: »Ich habe ihn überwältigt«, und meine Widersacher nicht frohlocken, weil ich wanke! (Psalm 13,4-5)

Führt Dein Lebensweg zurzeit durchs Dunkel? Sei guten Mutes: Das bleibt nicht so! es wird wieder Licht, wenn Du auch wie David noch zweifelnd fragst: Wie lange, o Jachweh, willst du mich ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Angesicht vor mir? (Psalm 13,2)

Auch wenn Du es manchmal meinst, wird doch Dein Gott und Vater Dich niemals vergessen! Lies einmal Jesaja 49,14-16: Da waren es Bewohner Jerusalems, die sprachen: Zion sprach: »Der Jachweh hat mich verlassen, und der Herrscher hat mich vergessen.« Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, daß sie sich nicht erbarmt über ihren leiblichen Sohn? Selbst wenn sie vergessen sollte – ich will dich nicht vergessen! Siehe, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind allezeit vor mir.

Weitere verzweifelte Fragen legt David im 13. Psalm Gott vor: Wie lange verbirgst du dein Angesicht vor mir? (Vers 2)

Hatte Gott wirklich Sein Angesicht verborgen? Niemals! Gottes Auge wachte bei Tag und Nacht über Seinen Knecht. So ist auch Sein Auge auf Dich gerichtet, denn die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten (vgl. 1.Petrus 3,12).

Wie lange soll ich Sorgen hegen in meiner Seele, Kummer in meinem Herzen tragen Tag für Tag? Wie lange soll mein Feind sich über mich erheben? (Psalm 13,3)

Alle Sorgen und den Kummer des Herzens, der unsere Seele schmerzt, dürfen wir auf unseren  Gott und Heiland, Jesus Christus werfen, wie es geschrieben steht:

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1.Petrus 5,7; vgl. Mt 6,31-33; Phil 4,6; Ps 37,5)

Wenn Er sich Sorgen um mich macht, sind dann meine Sorgen nicht überflüssig? Und wenn wir die Sorgenlast auf IHN geworfen haben, sollten wir sie da auch liegenlassen – und nicht wieder aufnehmen!

Schließlich endet der 13. Psalm mit einem Jubelgesang!

Der Augenblick kam, wo David sich über die Rettung des JACHWEHS aus aller Bedrängnis freuen konnte: Er wurde König über Israel. Nun war sein Wunsch:  

Ich aber vertraue auf deine Gnade; mein Herz soll frohlocken in deinem Heil. Ich will dem Jachweh singen, weil er mir wohlgetan hat! (Psalm 13,6)

Der Zeitpunkt kommt, wo auch Du IHN preisen wirst:

Hallelujah! Dankt dem Jachweh, denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewiglich! Wer kann die Machttaten des Jachwehs beschreiben und all seinen Ruhm verkünden? Wohl denen, die das Recht beachten, die Gerechtigkeit üben allezeit! (Psalm Kap. 106, Verse 1-3)

Stehen wir einmal still und erinnern uns an Seine Wohltaten an uns! Dazu fordert uns Gottes Wort auf:

Lobe den Jachweh, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! (Psalm 103,2)

Kannst Du nicht im Rückblick auf die Stationen in Deinem Leben heute schon sagen: Jesus Christus hat wohlgetan an mir? Das lenkt den Blick nach oben und bewegt unsere Herzen zum Dank! Denn danken schützt vor wanken, loben zieht nach oben und ist ein entscheidender Schritt zu einem wieder frohen Herzen.

Lobt den Herrn Jesus Christus! Er ist die Liebe, Er verlässt die Seinen nicht. Scheint es um uns her auch trübe, freundlich strahlt sein Angesicht!

Die Gnade des Herrn Jesus Christus & die Liebe Gottes des Vaters sei mit Euch allen!

Es grüßen ganz herzlich

Eure Brüder!

Überarbeitete Text, Mai 2017

 

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