Das Mosaische Gesetz

Das mosaische Gesetz und seine Bedeutung für uns heute!

Muß ein wiedergeborener Christ das mosaische Gesetz halten oder ist er davon entbunden? In der Gemeinde Jesus Christus werden unter anderem Fragen gestellt wie:

Muß ich das Gesetz noch halten?

Sind die zehn Gebote für uns noch verbindlich?

Muß ich den Sabbat noch heiligen?

Darf ich Schweinefleisch essen?

Es herrscht bezüglich des Gesetzes eine große Unsicherheit!

C. H. Mackintosh (1820-1896) schreibt: Es ist von großer Wichtigkeit, den Charakter und die Absicht des Sittengesetzes zu verstehen. Der Mensch ist nämlich geneigt, die Grundsätze des Gesetzes und die der Gnade durcheinander zu bringen, so daß weder das eine noch das andere richtig verstanden werden kann. Dadurch aber wird das Gesetz seiner strengen, unerbittlichen Majestät Gottes, und die Gnade ihrer göttlichen Vollkommenheit beraubt. Die heiligen Forderungen Gottes bleiben einerseits unbeantwortet, und andererseits findet der Mensch keinen Ausweg aus der Not seiner Sünden. Gesetz und Gnade sind so verschieden voneinander, daß sie niemals in ein einziges System verwoben werden können. Das Gesetz ist der Ausdruck dessen, was der Mensch sein sollte, während die Gnade zeigt, was Gott ist. Deshalb ist es unmöglich für einen Sünder, teils durch Gesetz und teils durch Gnade errettet zu werden.

Woraus besteht das mosaische Gesetz?

Wenn in unseren Kreisen vom mosaischen Gesetz (überliefert zwischen dem 3-6 Jahrhundert nach Christus) gesprochen wird, meinen wir dabei meistens die zehn Gebote. Dies ist jedoch ein Trugschluß, denn das mosaische Gesetz beinhaltet viel mehr, als wir meinen: Es ist ein ganzer Gesetzeskodex, bestehend aus 613 Anordnungen, Geboten und Verboten. Im Hebräischen wird das Gesetz Thora genannt, was sowohl Gesetz als auch Weisung und Lehre bedeutet. Inhaltlich besteht die Thora aus den fünf Büchern Moses. Doch der Begriff Thora wird auch auf das ganze Alte Testament angewandt. Wir werden nun im Folgenden die Thora auf die fünf Büchern Moses anwenden und im Speziellen auf die mosaische Gesetzessammlung, die eben 613 Anordnungen, Gebote und Verbote enthält.

1) Diese lassen sich unterteilen in die zehn Gebote, im Hebräischen schlicht die zehn Worte genannt. Sie regeln die Beziehung des Menschen zu Gott und auch die Beziehung der Menschen untereinander.

2) Des Weiteren finden wir im mosaischen Kodex das Bundesbuch der zivilen und religiösen Verordnungen. Darin wird die religiöse und zivile Bedeutung der zehn Gebote für Israel weiter ausgeführt und erklärt.

3) Als letztes enthält der mosaische Kodex die Zeremonial - Gesetze. Diese regelten den Dienst im Heiligtum der Stiftshütte und später im Heiligen Tempel. Auch das Leben und der Dienst der Priester werden darin behandelt.

Jesus Christus und das mosaische Gesetz

Es ist interessant festzustellen, daß sich Jesus Christus, klar hinter den Gesetzeskodex gestellt hat, sagte Er doch:

Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. (Mt 5,17-18; vgl. Jes 42,21; Röm 3,31; Jes 40,8; Lk 16,17; 21,33)

Er lehnte jedoch die menschlichen Satzungen und Gebote des Talmud, die jüdischen Überlieferungen entschieden ab, indem Er wiederum sagte: Daraufhin fragten ihn die Pharisäer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Alten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Trefflich hat Jesaja von euch Heuchlern geweissagt, wie geschrieben steht:

Daraufhin fragten ihn die Pharisäer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Alten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Trefflich hat Jesaja von euch Heuchlern geweissagt, wie geschrieben steht: »Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.« Denn ihr verlaßt das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen ein, Waschungen von Krügen und Bechern; und viele andere ähnliche Dinge tut ihr. Und er sprach zu ihnen: Trefflich verwerft ihr das Gebot Gottes, um eure Überlieferung festzuhalten. Denn Mose hat gesagt: »Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!« und: »Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben!« Ihr aber lehrt: Wenn jemand zum Vater oder zur Mutter spricht: »Korban«, das heißt zur Weihegabe ist bestimmt, was dir von mir zugute kommen sollte!, dann gestattet ihr ihm auch fortan nicht mehr, irgend etwas für seinen Vater oder seine Mutter zu tun; und so hebt ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf; und viele ähnliche Dinge tut ihr. (Markus 7,5-13)

Jesus stellte sich klar hinter das Wort Gottes. Für Ihn sind die fünf Bücher Mose von Mose geschrieben, aber inspiriert vom HEILIGEN GEIST, denn Mose konnte nur das schreiben, was ihm eingegeben wurde vom heiligen Geist Gottes. Und waren zudem verbindlich für sein Leben und seinen Dienst. Darum sagte Er wiederum: Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen! (Mt 5,19-20)

Wem wurde das mosaische Gesetz gegeben? Wie die folgenden Bibelstellen belegen, wurde das mosaische Gesetz niemand anderem als dem Volk Israel gegeben.

 Israel soll das Gesetz Gottes bewahren und tun!

So bewahrt sie nun und tut sie; denn darin besteht eure Weisheit und euer Verstand vor den Augen der Völker. Wenn sie alle diese Gebote hören, werden sie sagen: Wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk! Denn wo ist ein so großes Volk, zu dem sich die Götter so nahen, wie der JACHWEH, unser Gott, es tut, so oft wir ihn anrufen? Und wo ist ein so großes Volk, das so gerechte Satzungen und Rechtsbestimmungen hätte, wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege? (5.Buch Mose 4,6-8)

Und ich will zu ihren Gunsten an meinen ersten Bund gedenken, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte vor den Augen der Heidenvölker, um ihr Gott zu sein. Ich bin der JACHWEH. Das sind die Satzungen, die Rechtsbestimmungen und Gesetze, die der JACHWEH auf dem Berg Sinai durch die Hand Mose gegeben hat, damit sie zwischen ihm und den Kindern Israels bestehen sollten. (3.Buch Mose 26,45-46)

Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, daß ich große Traurigkeit und unablässigen Schmerz in meinem Herzen habe. Ich wünschte nämlich, selber von Christus verbannt zu sein für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch, die Israeliten sind, denen die Sohnschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse gehören und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen; ihnen gehören auch die Väter an, und von ihnen stammt dem Fleisch nach der Christus, der über alle ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit. Amen! (Römer 9,1-5)

 Das mosaische Gesetz wurde Israel gegeben

Damit wurde Israel zum Sonderfall, aber gleichzeitig zum Maßstab für alle Nationen. Die Bibel sagt es so: Denn ein heiliges Volk bist du für den JACHWEH, deinen Gott; dich hat der JACHWEH, dein Gott, aus allen Völkern erwählt, die auf Erden sind, damit du ein Volk des Eigentums  für ihn seist. Nicht deshalb, weil ihr zahlreicher währt als alle Völker, hat der JACHWEH sein Herz euch zugewandt und euch erwählt - denn ihr seid das geringste unter allen Völkern -, sondern weil der JACHWEH euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen hatte, darum hat der JACHWEH euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. So erkenne nun, daß der JACHWEH, dein Gott, der wahre Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren, auf tausend Generationen; er vergilt aber auch jedem, der ihn haßt, ins Angesicht und bringt ihn um; er zögert nicht, dem zu vergelten, der ihn haßt, sondern vergilt ihm ins Angesicht. (5.Buch Mose 7,6-10)

Denn ich will nicht, meine Brüder, daß euch dieses Geheimnis unbekannt bleibt, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Israel ist zum Teil Verstockung widerfahren, bis die Vollzahl der Heiden eingegangen ist; und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: Denn ich will nicht, meine Brüder, daß euch dieses Geheimnis unbekannt bleibt, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Israel ist zum Teil Verstockung widerfahren, bis die Vollzahl der Heiden eingegangen ist; und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden, und das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde«. Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auserwählung aber Geliebte um der Väter willen. Denn Gottes Gnadengaben und Berufung können ihn nicht reuen. Denn gleichwie auch ihr einst Gott nicht geglaubt habt, jetzt aber Barmherzigkeit erfahren habt um ihres Unglaubens willen, so haben auch sie jetzt nicht geglaubt um der euch erwiesenen Barmherzigkeit willen, damit auch sie Barmherzigkeit erfahren sollen. (Römer 11,25-31)

Demzufolge ist das Israel des Alten Testaments die einzige Nation, deren Rechtsgebung, Rechtssprechung und Rechtsausführung direkt auf den lebendigen Gott zurückzuführen ist. Das ist heute allerdings nicht so, außer den Messianischen Juden. Denn noch ist Israel ungläubig und steht noch nicht unter der Herrschaft des Messias. In Zukunft wird das jedoch wieder der Fall sein, wenn sich Israel zu seinem Messias bekehrt. Dann wird Gott selbst die Regierungsform der Theokratie einführen und Recht definieren, Recht sprechen und auch umsetzen.

In der Offb 7,2-3, lesen wir: Und ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang heraufstieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, und er sprach: Schädige die Erde nicht, noch das Meer noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!  

Was hier in der Offenbarung geschrieben steht, ist natürlich noch Zukunft. Aber auch diese Prophetie für Israel, wird sich ganz genau auch so erfüllen!

Die Theokratie leitet sich aus den griechischen Worten Theos für Gott und kratia für Herrschaft ab. Übersetzt heißt Theokratie also die Herrschaft Gottes. Die Theokratie ist eine Herrschaftsform, der die Staatsgewalt religiösen Ursprungs ist. Das Oberhaupt ist von Gott berufen. Es kann sich daher um einen Priester, einen von Gott begnadeten König oder einem von Gott berufenen Propheten handeln. Ferner kann es sich um eine sakrale Institution handeln, die in der Theokratie die Macht ausübt.

Über diesen zustand unter der Herrschaft des Messias sagt die Bibel: Und es wird ein Zweig hervorgehen aus dem Stumpf Isais und ein Schößling hervorbrechen aus seinen Wurzeln. Und auf ihm wird ruhen der Geist des Jachwehs, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Jachwehs. Und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des Jachwehs. Er wird nicht nach dem Augenschein richten, noch nach dem Hörensagen Recht sprechen, sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und Wahrheit der Gurt seiner Hüften. (Jesaja 11,1-5)

Über den künftigen zustand der Nationen lesen wir: Das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem schaute: Ja, es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des Jahwe festgegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen. Und viele Völker werden hingehen und sagen: »Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berg des Jachwehs, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln!« Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Jachwehs von Jerusalem. (Jesaja 2,1-3)

Und du sollst zu ihnen sagen: So spricht der Jachweh der Heerscharen, der Gott Israels: Trinkt und werdet trunken und speit aus und fallt hin, ohne wieder aufzustehen vor dem Schwert, das ich unter euch senden werde! Und es soll geschehen, wenn sie sich weigern, den Kelch aus deiner Hand zu nehmen und daraus zu trinken, so sollst du zu ihnen sagen: So spricht der Jachweh der Heerscharen: Ihr müßt dennoch trinken! Denn siehe, bei der Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, fange ich an, Unheil zu wirken, und ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr werdet nicht ungestraft bleiben, sondern ich rufe das Schwert über alle Bewohner der Erde! spricht der Jachweh der Heerscharen. Und du sollst ihnen alle diese Worte weissagen und zu ihnen sagen: Der Jachweh wird von der Höhe herab brüllen und seine Stimme erschallen lassen aus seiner heiligen Wohnung; er wird laut brüllen über seine Weide hin, ein Lied wie die Keltertreter wird er anstimmen über alle Bewohner der Erde. Es dringt ein Lärm bis an die Enden der Erde, denn der Jachweh hat einen Rechtsstreit mit den Heidenvölkern, er hält Gericht mit allem Fleisch; die Gottlosen übergibt er dem Schwert, spricht der Jachweh. So spricht der Jachweh der Heerscharen: Siehe, es geht Unheil aus von einem Volk zum anderen, und ein gewaltiger Sturm erhebt sich vom äußersten Ende der Erde her, und an jenem Tag werden die vom Jachweh Erschlagenen daliegen von einem Ende der Erde bis zum anderen; sie werden nicht beklagt, nicht gesammelt und nicht begraben werden; zu Dünger auf dem Erdboden sollen sie werden. Heult, ihr Hirten, und schreit, wälzt euch in Asche, ihr Beherrscher der Herde! Denn nun ist eure Zeit erfüllt, daß man euch schlachte, und ihr sollt zerschmettert werden und zu Boden fallen wie kostbares Geschirr. Da gibt es keine Zuflucht mehr für die Hirten und kein Entkommen für die Beherrscher der Herde. Man hört die Hirten schreien und die Beherrscher der Herde heulen, weil der Jachweh ihre Weide verwüstet hat, ja, weil die Auen des Friedens verwüstet sind vor der Zornglut des Jachwehs. Er hat sein Dickicht verlassen wie ein junger Löwe; so ist nun ihr Land ganz verwüstet geworden durch die Zornglut des Bedrückers, ja, durch seine grimmige Zornglut. (Jeremia 25,27-38)

Weil Gott heute dabei ist, dies in Erfüllung zu bringen, muß man sich nicht wundern, wenn die ganze Herrschaft der Finsternis versucht das zu verhindern, was ihnen aber nicht gewährt wird. Denn es geht letztendlich um Gottes Herrschaft, mit all ihren Konsequenzen! Dann werden Sünde, Unrecht und Lüge wieder beim Namen genannt werden, was ja schon angefangen hat. Ja dann wird das geschehen, was in der Heiligen Schrift Prophezeit wurden ist!

Inwieweit sind die Nationen verpflichtet, sich an das mosaische Gesetz zu halten?

Dazu sagt Sprüche 29,18: Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk zügellos, Aber wohl ihm, wenn es das Gesetz bewahrt!

Der Fluch des JACHWEHS ist im Haus des Gottlosen, Aber die Wohnung der Gerechten segnet er. (Sprüche 3,33)

Jede Nation tut gut daran, sich danach zu richten. Das mosaische Gesetz ist dem Volk Israel gegeben worden, um folgenden Zweck zu erfüllen.

Denn das Gebot ist eine Leuchte Und das Gesetz ist ein Licht; Unterweisung und Ermahnung sind ein Weg des Lebens, (Sprüche 6,23)

Gott wollte, daß Israel mitten in der Dunkelheit der Nationen ein helles Licht ist, ein Kontrapunkt in der Finsternis der Sünde, ja ein Hinweis auf den lebendigen und heiligen Gott. (vgl. 4.Buch Mose 23,9; 24,5; Jos 2,9-11; 2Chr 9,5-8)

Der Name Gottes, war weit über die Grenzen Israels hinaus bekannt. Staunend mußten die Nationen die Einzigartigkeit Israels anerkennen, seinen herrlichen Tempeln bestaunen und seinen Gott preisen. So erfüllte sich auch König Salomos Gebet, das er anläßlich der Einweihung des Tempels sprach, in:1Kön 8,22-61.

Das Gebet Salomos

1Könige 8, 22-61: Und Salomo trat vor den Altar des Jachwehs angesichts der ganzen Gemeinde Israels, und er breitete seine Hände zum Himmel aus und sprach: O Jachweh, du Gott Israels! Es gibt keinen Gott, der dir gleich wäre, weder oben im Himmel noch unten auf Erden, der du den Bund und die Gnade bewahrst deinen Knechten, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln; der du deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten hast, was du ihm verheißen hattest; du hast es mit deinem Mund geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es heute der Fall ist. Und nun, Jachweh, du Gott Israels, halte doch deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm versprochen hast, als du sagtest: »Es soll dir nicht fehlen an einem Mann vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne ihren Weg bewahren, daß sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt bist!« Und nun, du Gott Israels, laß doch dein Wort wahr werden, das du zu deinem Knecht David, meinem Vater, geredet hast!

Aber wohnt Gott wirklich auf der Erde? Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe! Wende dich aber zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, o Jahwe, mein Gott, daß du hörst auf das Rufen und das Gebet, welches dein Knecht heute vor dich bringt! Laß deine Augen Tag und Nacht offenstehen über diesem Haus, über dem Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name soll dort sein, daß du das Gebet erhörst, das dein Knecht zu dieser Stätte gerichtet betet. So höre doch das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu diesem Ort hin richten werden! Ja, höre du es an dem Ort deiner Wohnung, im Himmel, und wenn du es hörst, so vergib!

Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt, und man erlegt ihm einen Eid auf, den er schwören soll, und er kommt und schwört vor deinem Altar in diesem Haus, so höre du es im Himmel und greife ein und schaffe deinen Knechten Recht, indem du den Schuldigen verurteilst und sein Tun auf sein Haupt zurückfallen läßt, den Gerechten aber rechtfertigst und ihm nach seiner Gerechtigkeit vergiltst.

Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren wieder zu dir um und bekennen deinen Namen, beten und flehen zu dir in diesem Haus,  so höre du es im Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel und bringe sie wieder in das Land, das du ihren Vätern gegeben hast!

Wenn der Himmel verschlossen ist und es nicht regnet, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie dann zu diesem Ort hin beten und deinen Namen bekennen und sich von ihrer Sünde abwenden, weil du sie gedemütigt hast, so höre du es im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel, indem du sie den guten Weg lehrst, auf dem sie wandeln sollen; und laß es regnen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast!

Wenn eine Hungersnot im Land herrscht, wenn die Pest ausbricht, wenn Kornbrand, Vergilben, Heuschrecken und Fresser auftreten werden, wenn sein Feind es belagert in den Städten seines Landes, wenn irgend eine Plage, irgend eine Krankheit auftritt, was immer dann irgend ein Mensch von deinem ganzen Volk Israel bittet und fleht, wenn jeder von ihnen die Plage seines Herzens erkennen wird, und sie ihre Hände ausbreiten zu diesem Haus hin, so höre du es im Himmel, in deiner Wohnstätte, und vergib und greife ein und gib jedem einzelnen entsprechend allen seinen Wegen, wie du sein Herz erkennst - denn du allein erkennst das Herz aller Menschenkinder -, damit sie dich fürchten alle Tage, solange sie leben in dem Land, das du unseren Vätern gegeben hast!

Aber auch wenn ein Fremdling, der nicht zu deinem Volk Israel gehört, aus einem fernen Land kommt um deines Namens willen - denn sie werden hören von deinem großen Namen und von deiner mächtigen Hand und von deinem ausgestreckten Arm -, wenn er kommt, um zu diesem Haus hin zu beten,  so höre du es im Himmel, in deiner Wohnstätte, und tue alles, um was dieser Fremdling dich anruft, damit alle Völker auf Erden deinen Namen erkennen und dich fürchten, wie dein Volk Israel, und erfahren, daß dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe!

Wenn dein Volk in den Krieg zieht gegen seine Feinde, auf dem Weg, den du sie senden wirst, und sie zum Jachweh beten, zu der Stadt gewandt, die du erwählt hast, und zu dem Haus, das ich deinem Namen erbaut habe, so höre du im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen und verschaffe ihnen Recht!

Wenn sie gegen dich sündigen - denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt -, und du über sie zornig bist und sie vor dem Feind dahingibst, so daß ihre Bezwinger sie gefangen wegführen in das Land des Feindes, es sei fern oder nah,  und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, in das sie gefangen weggeführt wurden, und sie kehren um und flehen zu dir in dem Land ihrer Gefangenschaft und sprechen: Wir haben gesündigt und Unrecht getan und sind gottlos gewesen! - wenn sie so zu dir umkehren mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, die sie weggeführt haben, und sie beten zu dir, zu ihrem Land hin gewandt, das du ihren Vätern gegeben hast, und zu der Stadt hin, die du erwählt hast, und zu dem Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe, so höre du im Himmel, in deiner Wohnstätte, ihr Gebet und ihr Flehen und verschaffe ihnen Recht, und vergib deinem Volk, was sie gegen dich gesündigt haben, und alle ihre Übertretungen, die sie gegen dich begangen haben, und lasse du sie Barmherzigkeit finden bei denen, die sie gefangen weggeführt haben, so daß sie sich über sie erbarmen; denn sie sind ja dein Volk und dein Erbe, das du aus Ägypten herausgeführt hast, mitten aus dem Eisenschmelzofen!

So laß doch deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, daß du sie erhörst in allem, weswegen sie dich anrufen!  Denn du hast sie ausgesondert aus allen Völkern auf Erden als Erbe für dich, wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsere Väter aus Ägypten führtest, o Jachweh, Jachweh!

Und es geschah, als Salomo dieses ganze Gebet und Flehen vor dem Jahwe vollendet hatte, da stand er auf von vor dem Altar des Jachwehs, wo er gekniet hatte, seine Hände zum Himmel gebreitet, und er trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israels mit lauter Stimme und sprach: Gepriesen sei der Jachweh, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, ganz wie er es verheißen hat! Von allen seinen guten Worten, die er durch seinen Knecht Mose geredet hat, ist nicht ein einziges Wort dahingefallen. Der Jahwe, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vätern gewesen ist! Er verlasse uns nicht und ziehe seine Hand nicht von uns ab. Er wolle unser Herz zu ihm neigen, daß wir in allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote, seine Satzungen und seine Rechte halten, die er unseren Vätern geboten hat!

Und mögen diese meine Worte, die ich vor dem Jachweh gefleht habe, gegenwärtig sein vor dem Jachweh, unserem Gott, bei Tag und bei Nacht, daß er Recht verschaffe seinem Knecht und Recht seinem Volk Israel, Tag für Tag, damit alle Völker auf Erden erkennen, daß er, der Jachweh, Gott ist, und keiner sonst! Euer Herz aber sei ungeteilt mit dem Jachweh, unserem Gott, daß ihr in seinen Satzungen wandelt und seine Gebote bewahrt, wie an diesem Tag!

Inwieweit sind nun aber die Nationen verpflichtet, sich an das mosaische Gesetz zu halten?

Nun, eigentlich ist niemand verpflichtet - auch kein Staat - sich an Gottes Gesetzeskodex zu orientieren. Wenn es aber aus freien Stücken geschieht, dann wirkt es sich immer zum besten aus. Denn jedes Volk, das sich an Gottes Gesetzgebung orientiert, wird erfahren, was in Psalm 19,8-12 geschrieben steht:

Das Gesetz des Jachwehs ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des Jachwehs ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des Jachwehs sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des Jachwehs ist lauter, es erleuchtet die Augen. Die Furcht des Jachwehs ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des Jachwehs sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht. Sie sind begehrenswerter als Gold und viel Feingold, süßer als Honig und Honigseim. Auch dein Knecht wird durch sie belehrt, und wer sie befolgt, empfängt reichen Lohn. (Psalm 19,8-12)

Dementsprechend lehrt uns auch ausreichend die Geschichte, daß Völker, die bewußt Gottes Gesetze mißachten oder sogar umändern und mit Füßen treten, über kurz oder lang von der Bildoberfläche verschwanden. Es sei hier nur an die ehemalige Sowjetunion (UdSSR) und die DDR erinnert. Völker hingegen, die sich in ihrer Gesetzgebung auf Gottes Gesetz stützten - und sei das in noch so unvollkommener Art gewesen. Die Bibel sagt: Wohl dem Volk, dem es so ergeht; wohl dem Volk, dessen Gott der Jachweh ist! (Psalm 144,15)

Ist man heute deswegen so gestreßt, seelisch krank und orientierungslos, weil man sich nicht mehr am Wort Gottes orientiert? Treffen die Wirtschaftskapitäne und Politiker deshalb so viele Fehlentscheide, weil Sie Gottes Wort vernachlässigen oder sogar  nichts davon wissen wollen? Und ist man heute darum so unzufrieden und freudlos, friedlos, weil man die Befehle Gottes verachtet? Ganz gewiß, denn die Mißachtung des Wortes Gottes führen letztlich in den geistlichen, seelischen, moralischen und auch finanziellen Ruin, sei es nun ein ganzer Staat oder eine Person. Denn Gott redet ja zu allen Menschen.

Hiob 33,14-30: Sondern Gott redet einmal und zum zweitenmal, aber man beachtet es nicht. Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf die Menschen befällt und sie auf ihren Lagern schlummern, da öffnet er das Ohr der Menschen und besiegelt seine Warnung an sie, um den Menschen von seinem Tun abzubringen und den Mann vor dem Hochmut zu bewahren, damit er seine Seele vom Verderben zurückhalte, und sein Leben davon, in den Wurfspieß zu rennen. Er züchtigt ihn mit Schmerzen auf seinem Lager, ja, er straft sein Gebein sehr hart, daß ihm das Brot zum Ekel wird, und seiner Seele die Lieblingsspeise. Sein Fleisch schwindet dahin, man sieht es nicht mehr, und seine Knochen, die man sonst nicht sah, liegen bloß; seine Seele naht sich dem Verderben und sein Leben den Todesmächten. Wenn es dann für ihn einen Gesandten gibt, einen Mittler, einen aus Tausenden, der dem Menschen Seine Gerechtigkeit verkündigt, so wird Er sich über ihn erbarmen und sprechen: »Erlöse ihn, damit er nicht ins Verderben hinabfahre; ich habe ein Lösegeld gefunden!« Alsdann wird sein Fleisch frischer sein als in jungen Jahren; er wird zurückkehren zu den Tagen seiner Jugend; er wird zu Gott flehen, und der wird ihm gnädig sein; ja, Er wird ihn Sein Angesicht sehen lassen mit Jauchzen, und Er wird dem Menschen seine Gerechtigkeit wiedergeben. Der wird singen vor den Menschen und sagen: Ich hatte gesündigt und das Recht verkehrt; aber er hat mir nicht vergolten; er hat meine Seele erlöst, daß sie nicht ins Verderben hinabgefahren ist, so daß mein Leben das Licht wieder sieht! Siehe, dies alles tut Gott zwei- oder dreimal mit dem Menschen, um seine Seele vom Verderben zurückzuholen, damit sie erleuchtet werde mit dem Licht der Lebendigen.

Muß die Gemeinde Jesu  das mosaische Gesetz einhalten?

Der Herr Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde (Eph 1,20-23; 5,23) und Er bestätigte das ganze mosaische Gesetz, inklusive der 613 Anweisungen, Gebote und Verbote, mit den Worten: Das Gesetz und die Propheten bis auf Johannes; von da an wird das Reich Gottes verkündigt, und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein. Es ist aber leichter, daß Himmel und Erde vergehen, als daß ein einziges Strichlein des Gesetzes falle. (Lk 16,16-17) Er ging sogar noch einen Schritt weiter und sagte: Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote! (Joh 14,15)

Allein das Wort Gebote gibt es im AT 127 Treffer!

Jesus wurde bei seiner Geburt, selber unter dieses Gesetz getan, wie man es in der heiligen Schrift, nachlesen kann: Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. (Gal 4,4-5; vgl. Mk 1,15; Joh 3,16; Lk 2,21-24.26-33)

Alle Menschen, die gläubig (wiedergeboren) geworden sind, an Jesus Christus, gehen in seine Ruhe ein, daß ist auch der Grund weshalb wir auch nicht den Sabbat halten müssen! Wir lesen z.B. im Hebräerbrief 3,14-16: Denn wir haben Anteil an Christus bekommen, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten, solange gesagt wird: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung«. Denn einige lehnten sich auf, als sie es hörten, aber nicht alle, die durch Mose aus Ägypten ausgezogen waren.

Nur durch den Glauben an das Evangelium kann Israel in die Sabbatruhe eingehen

Röm 9,30-33; Röm 10,4-13; Hebr 10,38-39

Weiter lesen wir, im Hebräer 4,1-11: So laßt uns nun mit Furcht darauf bedacht sein, daß sich nicht etwa bei jemand von euch herausstellt, daß er zurückgeblieben ist, während doch die Verheißung zum Eingang in seine Ruhe noch besteht! Denn auch uns ist eine Heilsbotschaft verkündigt worden, gleichwie jenen; aber das Wort der Verkündigung hat jenen nicht geholfen, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden war. Denn wir, die wir gläubig geworden sind, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat: »Daß ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen«. Und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt beendigt; denn er hat an einer Stelle von dem siebten so gesprochen: »Und Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken«, und an dieser Stelle wiederum: »Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen!« Da nun noch vorbehalten bleibt, daß etliche in sie eingehen sollen, und die, welchen zuerst die Heilsbotschaft verkündigt worden ist, wegen ihres Unglaubens nicht eingegangen sind, so bestimmt er wiederum einen Tag, ein »Heute«, indem er nach so langer Zeit durch David sagt, wie es gesagt worden ist: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht!« Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, so würde nicht danach von einem anderen Tag gesprochen. Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten; denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleichwie Gott von den seinen. So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt.

Wir wollen mal kurz anschneiden, was ist mit dem, wo Gott, der Herr, vom dem siebten so gesprochen hat (Hebr 4,4), was oder wer könnte das sein? 1.Buch Mose 2, 2: Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Die Antwort finden wir im Johannes 5, 17: Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch. Jetzt wissen wir, wer damit gemeint war!

In der Offenbarung 14,13 geht es weiter: Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die zu mir sprach: Schreibe: Glückselig sind die Toten, die im Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihren Mühen; ihre Werke aber folgen ihnen nach.

Welche Werke sind damit gemeint (... ihre Werke aber folgen ihnen nach)? Wir wollen das mal kurz untersuchen. Ja, hier zum Beispiel, in Mt 25,40: Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!

Gal 6,9: Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten.

Eph 2,10: Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Kol 1,9-12: Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid: in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend, mit aller Kraft gestärkt gemäß der Macht seiner Herrlichkeit zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut, mit Freuden, indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der Heiligen im Licht.

Hebr 6,10: Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er euer Werk und die Bemühungen in der Liebe vergäße, die ihr für seinen Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient.

Das war ein kleiner Einschub, mit dem Thema: Wer ist daß Volk Gottes, und von dem siebten und was sind gute Werke!

Auch wurde Er nach den Ordnungen und Regeln des Gesetzes erzogen. Er hielt alle seine Forderungen ein. Der Herr Jesus Christus, hielt sich aber nicht nur selber an das ganze mosaische Gesetz, sondern Er wurde durch dasselbe sogar zum Tode verurteilt. Da Er stellvertretend unsere Sünden auf sich nahm, mußte Er auch - das Gesetz forderte es - wegen unseren Sünden, mußte Er sterben, damit wir erlöst werden können, von Teufel, Sünde und Tod! Somit sehen wir, daß das mosaische Gesetz durch Jesus Christus, gelebt und erfüllt wurde, sowie auch zum Ziel gekommen ist (Es ist Vollbracht! Joh 19,30) darum heißt es:

Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt. Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, so: »Der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben«. Aber die Gerechtigkeit aus Glauben redet so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen? – nämlich um Christus herabzuholen – oder: Wer wird in den Abgrund hinuntersteigen? – nämlich um Christus von den Toten zu holen. Sondern was sagt sie? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen!« Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen. Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« (Römer 10,4-11)

Wenn ich mit dem mosaischen Gesetz konfrontiert werde, steht eine Forderung im Raum, die es zu erfüllen gilt! Gott der Vater, sagt im Gesetz: Denn ihr wißt, welche Gebote wir euch gegeben haben im Auftrag des Herrn Jesus. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr euch der Unzucht enthaltet; daß es jeder von euch versteht, sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehrbarkeit in Besitz zu nehmen, nicht mit leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen; daß niemand zu weit geht und seinen Bruder in dieser Angelegenheit übervorteilt; denn der Herr ist ein Rächer für alle diese Dinge, wie wir euch zuvor gesagt und ernstlich bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung. Deshalb - wer dies verwirft, der verwirft nicht Menschen, sondern Gott, der doch seinen Heiligen Geist in uns gegeben hat. (1.Thessalonicher 4,2-8)

Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird! (Hebräer 12,14)

Als gehorsame Kinder paßt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach dem Werk jedes einzelnen, so führt euren Wandel in Furcht, solange ihr euch hier als Fremdlinge aufhaltet.  (1.Petrus 1,14-17)

Damit stellt mich das Gesetz, aber vor das Problem der Sünde, das ich selber nicht lösen kann. Das Gesetz macht das Wesen der Sünde offenbar! Der Apostel Paulus sagt: Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Begierde hätte ich nichts gewußt, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren! Da nahm aber die Sünde einen Anlaß durch das Gebot und bewirkte in mir jede Begierde; denn ohne das Gesetz ist die Sünde tot. Ich aber lebte, als ich noch ohne Gesetz war; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf, und ich starb; und eben dieses Gebot, das zum Leben gegeben war, erwies sich für mich als todbringend. Denn die Sünde nahm einen Anlaß durch das Gebot und verführte mich und tötete mich durch dasselbe. So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. Hat nun das Gute mir den Tod gebracht? Das sei ferne! Sondern die Sünde hat, damit sie als Sünde offenbar werde, durch das Gute meinen Tod bewirkt, damit die Sünde überaus sündig würde durch das Gebot. (Röm 7,7-13; vgl. Röm 5,20; 3,19-20; Gal 3,21-22)

Das Fleisch und die innewohnende Sünde, Paulus sagte weiter:

Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. Denn was ich vollbringe, billige ich nicht; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so stimme ich dem Gesetz zu, daß es gut ist. Jetzt aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Ich finde also das Gesetz vor, wonach mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt. Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen; ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangennimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! So diene ich selbst nun mit der Gesinnung dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde. (Röm 7,14-25; vgl. Gal 5,16-25; Röm 8,1-9)

Das Gesetz offenbart unsere Unfähigkeit, Gottes Forderungen zu erfüllen, denn darin werden wir mit dem Maßstab Gottes konfrontiert. Es zeigt uns die richtige Art der Anbetung Gottes, die Richtlinien, nach denen wir leben sollen und es regelt die Beziehung zu unserem Nächsten, ja es offenbart die Grundlage, nach der einmal über unserem leben das Urteil gesprochen werden wird. So erkennen wir durch das Gesetz, wer Gott ist und wie wir sein sollten. Doch eines vermag das Gesetz nicht: Es kann uns weder erlösen noch erretten. Vielmehr stellt es jeden Menschen, von uns als Sünder hin, als schuldig vor Gott. Rufen wir uns in Erinnerung, was Jesus gesagt hatte (Matthäus 5,17).

Damit sagt der Sohn Gottes, daß Er gekommen ist, das ganze Gesetz mit seinen 613 Anordnungen, Gebote und Verbote zu erfüllen. So hat Er jede Forderung des Gesetzes erfüllt und eben darum steht geschrieben: Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt. (Römer 10,4)

Er hat das Gesetz zu seinem Ende gebracht, es ist Vollbracht! Warum hat Er das Getan? Die Antwort finden wir, indem wir den ganzen eben zitierten Vers lesen. Nicht für alle Menschen hat Er das Gesetz erfüllt und zu Ende gebracht, sondern nur für einen jeden, der da glaubt. Welchen glauben meint die Bibel hier? Den glauben, der weiß, daß kein Mensch fähig ist, das Gesetz zu erfüllen und damit Gottes Forderungen zu genügen. Daß dafür der Sohn Gottes, auf diese Erde kam, um die Forderungen Gottes bis ins kleinste zu erfüllen. Daß Jesus Christus, für mich persönlich die Strafe des Gesetzes, nämlich den Tod, auf sich genommen hat. Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. (Römer 5,6)

Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, (1.Petrus 3,18)

Und so gewiß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil. (Hebräer 9,27-28)

Nicht wenige mögen jetzt Fragen, aber berauben wir uns nicht der Grundlage, für eine verbindliche Ethik, wenn für wiedergeborene Christen, das mosaische Gesetz nicht mehr gelten soll? Wissen wir dann noch, wie wir uns zu verhalten haben, was Recht und Unrecht ist?

Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz, da sie ja beweisen, daß das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen - (Römer 2,14-15)

Jesus Christus richtet eine viel höhere Ethik auf!

So fordert das mosaische Gesetz: Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen!« Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. (Matthäus 5, 27-28)

Und siehe, einer trat herzu und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen? Er aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein! Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote! Er sagt zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Das »Du sollst nicht töten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden! Ehre deinen Vater und deine Mutter!« und »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« Der junge Mann spricht zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend an; was fehlt mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach! Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele Güter. Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher hat es schwer, in das Reich der Himmel hineinzukommen! Und wiederum sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt! Als seine Jünger das hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Wer kann dann überhaupt gerettet werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist dies unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich. (Matthäus 19,16-26)

Das mosaische Gesetz verlangt: Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und dein Feind hassen. (Matthäus 5,43)

Jesus Christus aber sagt: Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matthäus 5,44-45)

Die Ethik von Gott dem Vater (Eph 3,9; Kol 1,16), übersteigt alles je Dagewesene und bei weitem jede menschliche Möglichkeit. Er fordert von uns eine Verhaltensnorm, die uns natürlicherweise völlig fremd ist. Diese von Ihm verlangte Ethik, kann nur von einem neu gewordenen Menschen (2Kor 4,16; Kol 3,9-10) umgesetzt werden, der dem Herrn sein Herz und Sinn hingegeben hat: »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben«, sagt er auch: »An ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken.« Wo aber Vergebung für diese ist, da gibt es kein Opfer mehr für Sünde. (Hebräer 10, 16-17)

Über diese wiedergeborenen Menschen heißt es: Und eine solche Zuversicht haben wir durch Christus zu Gott; nicht daß wir von uns selber aus tüchtig wären, so daß wir uns etwas anrechnen dürften, als käme es aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit kommt von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. (2.Korinther 3,4-6)

Interessant ist, daß der Apostel Paulus dies gerade der Gemeinde schrieb, die am meisten mit Zorn, Eifersucht, Unmoral, Zügellosigkeit und geistlicher Unreife zu kämpfen hatte (1.Korinther Kap 3-4). Doch damit wies er die Christen zu Korinth und weist er alle Leser darauf hin, daß es - durch die Wiedergeburt - möglich ist, die Ethik von Gott, auch zu leben. Christen verwerfen dadurch nicht die Ethik des mosaischen Gesetzes, sondern sie richten eine viel höhere Ethik auf, nämlich die Ethik des heiligen Geistes, von der es heißt:

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln. Laßt uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern noch einander beneiden! (Gal 5,22-26)

Doch wie setze ich das in die Tat um? Indem ich eine innige und echte Beziehung zu Jesus Christus lebe, Tag und Nacht! Unser Denken, Reden, Tun und lassen soll immer mehr und mehr von Jesus Christus allein bestimmt sein: Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. (Kol 3,17; vgl. Joh 2,5; Apg 3,6; 1Kor 10,31; Jak 4,13-15; Kol 1,9-14)

Nur wenn wir uns dem Herrn Jesus ganz hingeben, kann geistliche Frucht entstehen. In diesem Sich - an - Jesus - verschenken wird die neunfältige Frucht des Geistes wachsen. Vielleicht merken wir es selber nicht, wohl aber unsere Umgebung. Möge es so sein im leben von uns allen.

Alle angeführten Bibelstellen, sind aus der Schlachter Version 2000, Textus Receptus entnommen. Überarbeutete Text, April 2017

 

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