Das gefährlichste Gift der Welt

Teil 1

Aspisviper sehr Giftig

Das gefährlichste Gift der Welt

Der neue Verbrechenstypus heißt »hate crime« (Hassverbrechen). Psychologen und Neurologen sind sich darin einig, dass kein anderes Gefühl so stark und so gefährlich ist wie der Hass. Er treibt Menschen in den Selbstmord, in den Wahnsinn oder lässt sie zu Extremisten werden.

Autor: Norbert Lieth

Hass kann einen Menschen Tag und Nacht in den Bann schlagen und beschäftigen, sich immer mehr steigern und sogar süchtig machen. Er kann dermaßen Besitz von jemanden ergreifen, dass dieser nicht mehr Herr seiner selbst ist und es zur Eskalation kommt.

Einige Forscher meinen, dass Hass sogar das Gehirn verändern kann. Zum negativen. Hass ist wie ein injiziertes Gift, das sich immer weiter im Körper ausbreitet. Zuerst erfüllt er die Gedanken, dann widerspiegelt er sich in den Gesichtszügen und Augen, führt zu den entsprechenden Worten und schließlich nimmt er den ganzen Körper und alle Emotionen in Beschlag.

Hass kann den Menschen zu den wahnsinnigsten Taten treiben: zum Selbstmord, weil man sich selbst hasst, oder zum Serienmörder, weil man die ganze Welt hasst. Hass bewirkt bei dem einen Rassismus oder macht den anderen so grausam und abgestumpft, dass er kein Gefühl oder mitleid mehr zeigt. Hass kann stärker sein als die angst vor dem Tod. Wir kennen alle den Ausdruck »blind vor hass«.

Hass hat viele Facetten. Es gibt Nachbarschaftshass, Geschlechterhass, Völkerhass; Hass in der Familie, in der Schule oder am Arbeitsplatz. Vieles kann der Grund für den Hass sein: Ablehnung und Enttäuschung, Neid oder Eifersucht, Rivalität und Unterdrückung, ein Feindbild, das aufgebaut wird, oder die fehlende Bereitschaft zur Vergebung.

Die Bibel sagt: Haß erregt Streit, aber die Liebe deckt alle Verfehlungen zu. (Sprüche Kap.10, Vers 12; vgl. Sprüche 15,1.18).

So war in einem Bericht zu lesen, wie sich zwei Nachbarn hassten. Sie beschädigten sich gegenseitig die Grundstücke und prügelten sich sogar, obwohl sie sich gar nicht richtig kannten. Der eine fühlte sich ohne Grund vom anderen bedroht.

Wir dürfen nicht übersehen, dass der Hass, so wie alle anderen Sünden, seinen Ursprung im eigenen bösen Herzen hat. Aber im eigentlichen kommt der Hass durch den Satan, in ihm liegt Ursprung. Aber wir sind empfänglich für Hass und wir produzieren Hass. Wir sind gehässig, neidisch, eifersüchtig und Eitel.

Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen. (Matthäus 15,19; vgl. Jak 1,14-15; 1Mo 6,5; Ps 56,6; 1Joh 3,15)

Die Bibel berichtet, wie sich Amnon, einer der Söhne Davids, in seine Halbschwester Tamar Augenscheinlich verliebte und sie schließlich vergewaltigte. Doch danach heißt es:

Danach aber haßte Amnon sie mit überaus großem Haß, so dass der Haß, mit dem er sie verabscheute, größer wurde, als zuvor die Liebe, mit der er in sie verliebt war; und Amnon sprach zu ihr: Mach dich auf und davon! Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch! Dieses Unrecht, mich wegzutreiben, ist gewiß noch größer als das andere, welches du mir angetan hast! Aber er wollte nicht auf sie hören. Und er rief seinen Burschen, der ihn bediente, und sprach: Treibe doch diese von mir hinaus und schließe die Tür hinter ihr zu! Sie trug aber ein langes buntes Kleid; denn das trugen die Königstöchter, die Jungfrauen, als Obergewand. Und sein Diener trieb sie hinaus und schloß die Türe hinter ihr zu. Da warf Tamar Asche auf ihr Haupt und zerriß das lange bunte Kleid, das sie trug; und sie legte die Hand auf ihr Haupt und lief schreiend davon. (2.Samuel Kap.13, Verse 15-19)

Hesekiel schreibt über den Hass Edoms, im Gebirge Seir gelegen (heutiges Süd-Jordanien). Edom gehörte zu den hartnäckigsten Feinden Israels. Die Edomiter hassten das jüdische Volk besonders inbrünstig. Sie richteten in ihrem  Hass gegen Israel ein fürchterliches Blutbad an, als die Juden 586 v. Chr. Versuchten, den Babyloniern zu entkommen.

Weil du ewige Feindschaft hegst und die Kinder Israels der Schärfe des Schwertes überliefert hast zur Zeit ihres Unglücks, zur Zeit der Sünde des Endes, darum, so wahr ich lebe, spricht Gott, der Jahweh, ich will dich bluten lassen, und Blut soll dich verfolgen; weil du das Blutvergießen nicht gescheut hast, so soll das Blut auch dich verfolgen! (Hesekiel 35,5-6; vgl. Obadja Verse 10-11)

Aus diesem Grund hatte der Jachweh (HERR) das Gericht über Edom angekündigt, das sich in der Folgezeit auch buchstäblich erfüllte:

Weil du gesagt hast: Diese beiden Völker und diese beiden Länder sollen mir gehören, und wir wollen einnehmen!, obgleich der Jachweh dort gewesen ist, darum spricht Gott, der Jachweh: So wahr ich lebe, ich will mit dir handeln nach deinem Zorn und nach deiner Eifersucht, wie du auch nach deinem Haß mit ihnen gehandelt hast; und ich werde mich bei ihnen zu erkennen geben, wenn ich dich richte. (Hesekiel Kap. 35, Verse 10-11)

Hass gehört ganz sicher zu den Phänomenen der Endzeit

Er hat seinen Ursprung im Teufel, Satan, die alte Schlange, der ein Menschmörder von Anfang an. Und steht nicht in der Wahrheit, wie es genannt wird im (Johannes 8,44; vgl. Mt 13,38-39; 1Joh 3,8; 1Mo 3,1-6; 1Mo 3,13; Apg 5,3; Offb 12,9). So wie eine Giftschlange in sich selbst Gift produziert und tödlich zubeißt, so produziert die teuflische Schlange Satans das Gift des Hasses und injiziert damit die Menschheit. Hass ist dämonisch. Je mehr wir in der Endzeit fortschreiten und je größer Satans Einfluss in dieser Welt wird, desto mehr nimmt der Hass zu. Nicht umsonst wird ein heutiger Verbrechenstypus  »hate crime« (Hassverbrechen) genannt. Das Ganze wird sich in dem Antichristen zuspitzen.

Die Auflistung für die letzten Tage in 2.Timotheus 3,1-5 lässt darauf schließen, in welcher Zeit wird angelangt sind:

Der geistliche Niedergang in den letzten Tagen

→ 2Pt 2,1-22; Jud 1,3.23; Tit 1,10-16

Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab! (2.Timotheus Kap. 3, Verse 1-5)

Im Neuen Testament werden Gläubige nachhaltig ermahnt, nicht zu hassen, sondern vielmehr zu lieben.

Somit ist es möglich, dass auch ein Christ von Hass überwältigt werden kann.

Wer sagt, daß er im Licht ist, und doch seinen Bruder haßt, der ist noch immer in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist in ihm; wer aber seinen Bruder haßt, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen verblendet hat. (1.Johannes 2,9-11)

Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Mörder; und ihr wißt, daß kein Mörder ewiges Leben bleibend in sich hat. (1.Johannes 3,15)

Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und haßt doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht? Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll. (1.Johannes 4,20-21)

Ein Hasser ist ein Menschenmörder, der nur dem Schein nach ein Bruder ist. In Wirklichkeit ist er ein Lügner und steht nicht in der Wahrheit. Er trägt die Züge des Teufels, der »Menschenmörder« und »Vater der Lüge« genannt wird. Und so, wie der Teufel sich verstellt, so verstellt sich auch ein falscher, nicht Widergeborene Bruder, ganz im Sinne von 2.Timotheus 3,5.

Nach außen hin tut er so, als sei er fromm, aber von der Kraft des wirklichen Glaubens weiß er nichts. Ein echter Christ wird immer und bedingungslos eine sofortige Bereitschaft zur Busse zeigen und sich verändern lassen wolle.

Im Johannesevangelium Kapitel 3, Verse 3-6 erklärt uns Jesus Christus wie ich ein echter Christ werde. Und nur so komme ich in den Himmel.

Zu vor muss ich glauben dass es einen lebendigen Gott gibt, sonst ist es unmöglich, Gott zu gefallen.

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muß glauben, daß er ist, und daß er die belohnen wird, welche ihn suchen. (Hebräer Kap. 11, Vers 6)

Und Gott der Vater hat uns geboten, das ich an Ihm, an Jesus Christus glaube, das ist die Vorbedingung, wie es geschrieben steht, in den vier Vollkende Versen im Johannesevangelium:

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3,14-15)

Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Joh 3,16)

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. (Johannes 3,18)

In Sprüche Kap. 14, Vers 30 bezeugt uns Gott:

Ein gelassenes Herz ist das Leben des Leibes, aber Eifersucht ist Fraß in den Gebeinen. (Sprüche 14,30)

Tatsächlich weiß die Wissenschaft seit einiger Zeit zu berichten, dass zum Beispiel Hass und alles, was damit zusammenhängt (wie Eifersucht, Bitterkeit, Neid, Unversöhnlichkeit), psychosomatische und biochemische Prozesse im Körper auslöst und buchstäblich krank macht.

Professor Gates vom Psychologischen Institut in Washington  hat festgestellt, dass Hass nicht nur seelische Schäden verursacht, sondern auch ein gefährliches Körpergift im Menschen erzeugt. Zürnende und hassende Menschen scheiden einen Drüsensaft aus, der in die Atmung und Ausdünstung des Körpers übergeht. Der Forscher konnte anhand von Experimenten nachweisen, dass jede seelische Erregung ihren besonderen Atem hat. Gates nahm von den Atemluft-Niederschlägen einen hasserfüllten Mannes und impfte sie Meerschweinchen ein. Das soll ein Versuchstier in wenigen Minuten ums Leben gebracht haben. Sogar einen Menschen soll man mit diesem Gift töten können.

In der Regel behalten Hasser solch gefährliche Substanzen für sich und schaden nur sich selbst. Negative Stimmungen haben es also in sich; wer gesundheitsbewusst leben will, sollte sich das bewusst machen. Freilich ist es mit einem guten Vorsatz und einer unbeschwerten Miene nicht getan, denn all diese zerstörerischen Dinge kommen aus dem Herzen (Matthäus 15,19), und das ist von Grund auf verdorben. Das ändert sich erst, wenn wir Jesus Christus in unser Leben aufnehmen. Dann kann man erfahren, was ein »gelassenes Herz« ist, und es wird sich positiv auswirken - auch auf solche, die uns weniger zugetan sind.

Hass kann größer sein als die Liebe

Er kann die Liebe ersticken und töten. Nur dann, wenn die Liebe Jesu (göttliche Liebe) in einem Menschen Raum findet, kann der Hass besiegt und überwunden werden, denn Seine Liebe ist mächtiger als der Tod. Das Blut Jesu, geopfert zur Vergebung, ist das rettende Gegengift gegen den Schlangenbiss des Hasses. Gegen einen giftigen Schlangenbiss setzt man als Gegengift das Gift einer Schlange ein, aus dessen Sekret man ein Serum produziert hat. Jesus, der Sündlose (Hebräerbrief 4,15; vgl. Hebr 7,26; 2Kor 5,21; 1Pt 2,22), besiegte die alte Schlange Satan dadurch, dass Er gleichsam wie die Schlange in der Wüste erhöht wurde. Damit wurde aus Seinem sündlosen Blut die Errettung geschaffen.

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3,14-15)

Sind Sie vielleicht krank vor Hass und spüren, wie Sie innerlich verzehrt werden? Öffnen Sie Ihr Leben dem Herrn Jesus Christus, sagen Sie Ihm die ganze Wahrheit, und bekennen Sie Ihm Ihre Sünden, so wird Er Sie annehmen. Er wird Ihnen in Liebe antworten. Schon mancher, der so handelte, durfte erleben, wie sich Hass in Liebe verwandelt. Gott hat die Macht dazu!

Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich; ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Jachwehs. Große Wasser können die Liebe nicht auslöschen, und Ströme sie nicht ertränken. Wenn einer allen Reichtum seines Hauses um die Liebe gäbe, so würde man ihn nur verachten! (Hoheslied 8,6-7)

 Teil 2

Das gefährlichste Gift der Welt

Im ersten Teil beschrieben wir das gefährlichste Gift der Welt, den Hass, aus einem allgemeinen Blickwinkel. Nun wollen wir auf eine besondere tödliche Form dieses gefährlichsten Gifts der Welt eingehen: den Judenhass.

Haupttext: Norbert Lieth

Die Existenz Israels, die unzähligen gescheiterten Versuche, dieses Volk auszulöschen, die Rückführung der Juden in ihr Heimatland und die Entstehung des jüdischen Staates (1948) weisen auf einen lebendigen Gott und die Wahrheit Seines Wortes hin.

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: Wann werde ich kommen und vor Gottes Angesicht erscheinen? (Psalm 42,3)

Meine Seele verlangte und sehnte sich nach den Vorhöfen des Jachwehs; nun jubeln mein Herz und mein Leib dem lebendigen Gott zu! (Psalm 84,3)

Diese Wahrheit muss all diejenigen zu einem wahnsinnigen Zorn reizen, die in dem Gott der Bibel ihren Feind sehen. Dabei übersehen sie aber, das sie durch ihren Hass nur sich selber hassen, und arbeiten Unbewusst für den Menschen Hasser, nämlich Satan.

Laszlo Dalnoki, der zusammen mit seiner Frau die Arbeit des Mitternachtsruf in Ungarn (Budapest) leitet, berichtete uns kürzlich, wie der Hass seines Volkes gegen die Juden in letzter Zeit immer krassere Formen annimmt und immer deutlicher zutage tritt. Offen und ohne Scheu wird der Hass gegen das jüdische Volk propagiert.

Hass ist das Schlangengift des Teufels, mit dem er die Völker injiziert, um Israel zu vernichten. Die kommunistischen und die national-sozialistische Ideologien waren und sind menschenfeindlich. Vom Hass Satans getränkt, richten sie sich deshalb gleichermaßen gegen das jüdische Volk und das Christentum sowie gegen alles, was ihnen entgegensteht.

Der Islam ist buchstäblich eine Religion des Hasses. Seit Mohammed (622 n. Chr.) wurde der Islam nicht mit Liebe, sondern mit Feuer und Schwert verbreitet. Dieser Hass richtet sich gegen alle Andersgläubigen, die der Islam allesamt  »Ungläubige« nennt. In keiner anderen Religion wird dermaßen die Vernichtung und Ausrottung Israels sowie aller »Ungläubigen« propagiert wie in dieser. Die andauernde und nicht enden wollende Hetze islamischer Führer zum "Heiligen Krieg" (Dschihad) gegen Israel betont das nur umso mehr.

Die Äußerungen des jetzigen iranischen Präsidenten sind nichts anderes als vom Islam geprägte Hassregungen gegen den jüdischen Staat. Derselbe Islam, der zu Recht die Kreuzritterzüge verurteilte, ruft aber selbst, 1000 Jahre danach, immer noch zum Schwert.

Leon Pinsker, ein jüdischer Arzt und Vorreiter des Zionismus, schrieb 1882: »Die Judophobie ist eine Abart der Dämonopathie, nur mit dem besonderen Unterschiede, dass das Judengespenst dem ganzen Menschengeschlechte und nicht bloß einzelnen Völkerschaften zu eigen geworden ist, und dass es nicht wie andere Gespenster wesenlos ist, sondern aus Fleisch und Blut besteht.«1

Es verwundert daher nicht, dass antisemitische Äußerungen und Taten praktisch aus der ganzen Welt zu vernehmen sind und bisweilen aus den modernsten, demokratischen und christlichsten Staaten kommen. Im Jahr 1879 donnerte Adolf Stöcker, Hofprediger des deutschen Kaiserhauses, von der Kanzel: »Wenn es wirklich wieder bergauf gehen soll und wir an unserem deutschen Nationalcharakter festhalten wollen, dann müssen wir unser Blut reinigen, das es vergiftet.«2

Denken wir bloß nicht, dass diese Zeiten ein für alle Mal vorbei seien. Dr. Jürgen Bühler klagt unsere Zeit an: »Leider vertreten einige evangelikale Kirchenführer überhaupt keine Position zu Israel. Die überwiegende Mehrheit der Evangelikalen ist in den Medien kaum zu hören, wenn es um Antisemitismus oder unsere Haltung zu Israel geht.«3

Experten sprechen von einer neuen Welle des Antisemitismus. Es sei die schlimmste derartige Welle in Europa seit dem Holocaust, heißt es. In Österreich lehnte beispielsweise ein Ferienhaus jüdische Gäste ab. Ebenso wie andere soziale Internetnetzwerke, wurde auch Facebook von der Antisemitismuswelle erfasst, die seit Herbst 2008 beängstigende Ausmaße angenommen hat. Dort haben sich Aktivistengruppen gebildet. Eine dieser Gruppen läuft unter dem Namen »Israel ist kein Land! … streicht es als ein Land aus Facebook!«. Hierzu haben sich 35 000 Menschen eingetragen.

Heute (25.01.15) suchte ich im Internet und fand das: Freundschaft Deutschland-Israel - bei Facebook

https://de-de.facebook.com/Freunde.Israels/posts/778475682236180

Israel? Das haben wir nicht! In vorauseilendem Gehorsam streichtEs gibt immer mehr Menschen, die Israel aus ihrer Landkarte streichen, zu ihren eigen schaden.

Was sagte Gott? Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut! (Matthäus 12,30)

Oder wer Israel angreift, der greift Gott an, und das wird jeden sehr schlecht bekommen.

Denn so spricht der Jachweh der Heerscharen: Nachdem die Herrlichkeit [erschienen ist], hat er mich zu den Heidenvölkern gesandt, die euch geplündert haben; denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an! (AT Sacharja 2,12)

Einer anderen Gruppe mit dem Titel »Wie viele Menschen hassen Israel?« Haben sich rund 68 000 Surfer angeschlossen, während die Facebook-Gruppe »Hasst Israel« sogar 122 000 Anhänger hat (s. Nachrichten aus Israel, Juli 2009).

Wie ist es nur möglich, dass vermeintlich christliche Länder sich von Israel abwenden? Es gibt dafür ein alttestamentliches Beispiel: Joseph ist ein Bild für Jesus Christus. Er stieg in Ägypten auf und brachte Rettung und Segen.

Doch dann kam es zu einer Zeit, von der es hieß:

Und Joseph starb und alle seine Brüder und jene ganze Generation. Aber die Kinder Israels waren fruchtbar, regten und mehrten sich und wurden so zahlreich, daß das Land von ihnen voll wurde. Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Joseph wußte. Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israels ist zahlreicher und stärker als wir. Wohlan, laßt uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, daß sie nicht zu viele werden; sie könnten sonst, wenn sich ein Krieg erhebt, womöglich zu unseren Feinden übergehen und gegen uns kämpfen und aus dem Land ziehen! (2.Buch Mose 1,6-10)

Je weniger unsere "christliche" Welt von Jesus wissen will, desto mehr wird sie sich gegen Israel stellen.

Pinsker schreibt weiter: »So gehen Juden und Judenhass seit Jahrhunderten unzertrennlich vereint durch die Geschichte. Wie das Volk der Juden … so scheint auch der Judenhass nie sterben zu wollen. Man müsste mit Blindheit geschlagen sein, um zu behaupten, dass die Juden nicht das auserwählte Volk des allgemeinen Hasses sind. … Resümieren wir das Gesagte, so ist der Jude für die Lebenden ein Toter, für die Eingeborenen ein Fremder, für die Einheimischen ein Landstreicher, für die Besitzenden ein Bettler, für die Armen ein Ausbeuter und Millionär, für die Patrioten ein Vaterlandsloser, für alle Klassen ein verhasster Konkurrent.«4

Warum wird Israel so satanisch gehasst?

Weil es göttlich geliebt ist und sich Satans Hass immer gegen Gottes Liebe richtet. Jeder Mensch ist von Gott geliebt, daher richtet sich der Hass des Teufels auch gegen jeden Menschen. Wo Gott mit Seiner Liebe hineinwirkt, dort versucht Satan Hass zu säen. Der Prophet Jeremia schreibt:

Von ferne her ist mir der Jachweh erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade. Ich will dich wieder aufbauen, ja, du wirst aufgebaut dastehen, du Jungfrau Israel; du sollst dich wieder mit deinen Handpauken schmücken und ausziehen in fröhlichem Reigen. (Jeremia 31,3-4)

Tatsächlich hat sich dies in der Geschichte Israels erfüllt und drängt zur Enderfüllung:

1. Gott ist den Juden von ferne her erschienen. Derselbe Gott, der die Zerstreuung der Juden zuließ und ihnen während 1900 Jahren fern war, ist ihnen nun wieder dadurch nahegekommen, dass Er sie zurück in ihre Heimat brachte, ihnen das Land als Eigentum wieder zurückgab uns sie zu einem Staat werden ließ (Jeremia 30,3).

2. Mit ewiger Liebe hat der Allmächtige Seine Liebe Israel gegenüber kundgetan und es in seine Heimat gezogen. Gottes unverbrüderliche Liebe ist der Motor, der Ihn dazu treibt, Sein Wort Realität werden zu lassen. Das aber bedeutet nichts anderes, als dass Er Sein Volk wieder zu sich selbst zieht, denn das Hauptziel der Rückführung in Israels Heimstätte ist, dass es dem wiederkommenden Messias entgegengeführt wird (Jeremia 31,2).

3. Darum hat der Jahweh Israel zu sich gezogen, aus lauter Gnade. Die Menschen meinen, der jüdische Staat sei ein Produkt der Vereinten Nationen und die Konsequenz der Abstimmung, ein Kind Theodor Herzls und der zionistischen Bewegung. Aber das ist nicht korrekt. Gott lenkt zwar die Herzen wie Wasserbäche, aber hinter der Entstehung des jüdischen Staates steht Er selbst und die Macht Seines Wortes. Hosea hatte bereits angekündigt, wie der Jahwe das zukünftig machen würde:

Mit menschlichen Banden zog ich sie, mit Seilen der Liebe; ich hob ihnen gleichsam das Joch auf vom Kinn und neigte mich zu ihnen, um ihnen Nahrung zu geben. (Hosea 11,4)

So, wie Gott es damals tat, hat Er es in der jungen Geschichte wiederholt: Er setzte menschliche Bande ein, um Seiner Liebe Ausdruck zu verleihen.

4. Keine andere Macht, als des Jahwes Hand, hat den Wiederaufbau Israels bewirkt:

Ich will dich wieder aufbauen, ja, du wirst aufgebaut dastehen, du Jungfrau Israel; du sollst dich wieder mit deinen Handpauken schmücken und ausziehen in fröhlichem Reigen. (Jeremia 31,4)

Und die aus dir, werden die Trümmer der Vorzeit wieder aufbauen, du wirst die Grundmauern früherer Geschlechter wieder aufrichten; und man wird dich nennen »Der die Breschen vermauert und die Straßen wiederherstellt, damit man wohnen kann«. (Jesaja 58,12)

Der evangelische Theologe Felix Bovet, der das Land Israel im Jahr 1858 besuchte, schrieb: »Die Christen, die das Land Israel eroberten, verstanden nicht, es zu bewahren, und für sie war es nie mehr als ein Schlachtfeld und ein Friedhof. Auch die Sarazenen, die es ihnen abnahmen, mussten es wieder aufgeben, und so fiel es in die Hände der Türken, die sich heute noch dort befinden. Sie haben es in eine Wüste verwandelt, in der man sich bei jedem Schritt fürchten muss. Sogar die dort ansässigen Araber sind nur zeitweilige Gäste. Sie schlagen ihre Zelte überall dort auf, wo es Weideland gibt, und nisten sich in den Ruinen der Städte ein. Sie haben keinerlei schöpferische Tätigkeit entfaltet, weil sie in Wirklichkeit Fremde waren und nicht Herren des Landes. Der Geist der Wüste, der sie hingeführt hat, könnte sie ebenso gut wieder entfernen, ohne dass sie eine Spur hinterlassen. Gott, der Palästina so viele Völker gegeben hat, hat aber keinen von ihnen erlaubt, in diesem Land Fuß zu fassen und Wurzeln zu schlagen. Es ist zweifellos Seinem Volk Israel vorbehalten.«5

Mit der Rückkehr der Israelis in ihr Land kam ein arabisches Sprichwort auf, das lautet: »Wo der Jude hintritt, da spritzt das Wasser aus der Erde!«6

5. Wieviel Freud und Tanz waren auf den Strassen mitzuerleben, als der Staat gegründet, der erste Krieg gewonnen oder Jerusalem wieder eingenommen wurde? Wie viel Freude herrscht doch jedes Jahr beim Purimfest auf den jüdischen Strassen? Ohne Zweifel ist ein Fröhliches Volk in seine Heimstätte zurückgekehrt, und zwar buchstäblich mit Folkloretanz. Auszugsweise aus Jeremia 31,4: Du sollst dich wieder mit deinen Handpauken schmücken und ausziehen in fröhlichem Reigen.

Gegen diesen Liebesbeweis Gottes gegenüber Seinem Volk

Da regt sich natürlich der ganze Hass Satans und somit der Hass aller, mehr oder weniger. Die von ihm (Satan) verführt sind. Doch eines steht bereits jetzt fest: die Liebe Gottes wird siegen! Darum sei hier wie im ersten Teil aus Hohelied Kap. 8 zitiert, nun im Blick auf Gottes Liebe zu Israel:

Wer ist sie, die da heraufkommt von der Wüste, gestützt auf ihren Geliebten? (Hohelied 8,5)

Salomo:

Unter dem Apfelbaum weckte ich dich auf; dort litt deine Mutter Wehen für dich, dort litt sie Wehen, die dich gebar. Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich; ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Jachwehs. Große Wasser können die Liebe nicht auslöschen, und Ströme sie nicht ertränken. Wenn einer allen Reichtum seines Hauses um die Liebe gäbe, so würde man ihn nur verachten! (Hohelied 8,5-7)

  • Israel ist aus der Wüste der Nationen in seine Heimat zurückgeführt worden, durch Jesus Christus, ohne Zweifel! Und durfte miterleben, wie ein wüstes Land unter seinen Füssen wieder fruchtbar wurde und gedieh.
  • -Unter dem Apfelbaum wird Israel zu neuem Leben erweckt: In einer »alt neuen Heimat«, die wieder physisch fruchtbar wurde, wird es in Zukunft auch geistlich wieder erweckt werden.
  • -Ein neues jüdisches Volk, das durch die Wehen der Trübsal gehen muss (Matthäus 24,8-10) und von neuem geboren wird, wird dann an dem Herzen des geliebten Messias (Jesus Christus) Ruhe finden.
  • -Wie ein Siegel Vereinbarungen dauerhaft gültig macht, sodass sie nicht gebrochen werden können, wie der Tod unüberwindlich und unwiderruflich ist, wie Gottes Feuer nicht verbrennt, so ist es mit der Liebe des Jahwes zu Seinem Volk. Sie ist nicht zu brechen, zu widerrufen oder zu löschen. Die Liebe Gottes ist unerschütterlich, selbst wenn sie von Schwierigkeiten überflutet zu werden scheint. Seine Liebe hat darum eine Dimension, die nicht erkauft, sondern nur geschenkt werden kann. Dass bezieht sich auch, für jeden anderen Menschen! 
  • Im Neuen Testament wird diese Wahrheit ergänzt und abgerundet, indem der Heilige Geist uns durch den Apostel Paulus mitteilt:

Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet!« Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Römer 8,35-39)

»Wenn es eine Ermutigung gibt, für Israel, wenn es eine Ermutigung gibt für die Zukunft der Welt, wenn es eine Ermutigung gibt, für Dich ganz persönlich, dann besteht sie in der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist.«

Das Entjudungsinstitut in Eisenach, beschreibt der Autor Heinrich W. Hebeler, wie Teile der evangelischen Kirche die Nazi-Ideologie unterstützen.

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(1) Zitiert in Gott hat Israel erwählt, Marcello Cicchese, Mitternachtsruf/Dillenburg, Seite 12

(2) Ebd., Seite 11

(3) ICEJ- Nachrichten, 13.05.2009

(4) Zitiert in Gott hat Israel erwählt, Marcello Cicchese, Mitternachtsruf/Dillenburg, Seite 12-13

(5) Evangeliums- Mission Nr. 228; Mai/Juni 2009; Seite 8

(6) Ebd., Seite 10

Quelle: Zeitschrift-Mitternachtsruf Nr. 09&10-2009

Diese Schrift überarbeitet und ergänzt. Ich zierte die Schlachter Version 2000. Und Hervorhebungen in fetter Schrift, sind vom Textautor.

Überarbeitete fassung, April 2017

 

 

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