Coronavirus in China

Coronavirus in China: Zustände wie nach „Zombie-Katastrophe“ - Tier ist Überträger?

Sonntag, 09. Februar 2020

Coronavirus: Blogger filmt Situation in Wuhan – Regierung konfisziert…

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Forscher mit entmutigender Prognose: „Coronavirus-Impfstoff…

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Coronavirus: Forscher entdecken mögliche Verbreitungswege

 

Aktualisiert: 09.02.20 06:27

Trauer nach prominentem Todesfall

Coronavirus in China: Reporter meldet Zustände wie nach „Zombie-Katastrophe“ - Tier als Überträger?


Das Coronavirus fordert immer mehr Todesopfer. Vor allem in China steigen die Zahlen rasant. Der Virus hält aktuell das ganze Land in Atem und sorgt für Ausnahmezustand.

  • Das Coronavirus* hat in China bereits mehr als 721 (Stand vom MDR Radio Sachsen 09.02.20) Menschenleben gefordert, auch in Hongkong und auf den Philippinen gab es zwei Tote. 
  • Mehr als 30.000 Menschen sind mit dem Virus infiziert.
  • Alle bisherigen Infos zum Coronavirus in China finden Sie in diesem News-Ticker.
  • Über 900 Todesfälle & Infiziert 40.171 aktuell, vom ARD Tagesschau 10.02.2020
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Update vom 8. Februar, 13.18 Uhr: Nicht nur in Wuhan herrscht Ausnahmezustand. Der Coronavirus hält ganz China in Atem. Auch die 24-Millionen-Einwohner-Metropole Shanghai befindet sich nach Angaben des  Stern-Korrespondenten Philipp Mattheis in einer „Extremen Ausnahmesituation“. Der Journalist berichtet für das Blatt im Video-Blog aus Shanghai.

Demnach befinde sich die Stadt in einer „absolut außergewöhnlichen Lage. Das sieht in etwa so aus, wie man sich eine Zombie-Katastrophe vorstellt“. Demnach hätten bis auf kleiner Ausnahmen alle Geschäfte geschlossen, die riesigen vielspurigen Straßen der Metropole seien menschenleer. Falls man doch Menschen auf der Straße begegne, würden alle Masken tragen und einen großen Bogen um Mitmenschen machen, um sich nicht zu nahe zu kommen. Auf den Straßen würden zudem Ordnungshüter darauf achten, dass Atemmasken getragen würden.

Der Journalist habe zudem auch den Eindruck, dass die chinesische Regierung versuche bestimmte Umstände des Coronavirus zu vertuschen. Der Fall eines Arztes, der bereits im Dezember vor dem Virus warnte, anschließend von der Regierung wegen des Streuens von Gerüchten angeklagt wurde und schließlich selbst am Coronavirus starb, erregt in China aktuell viel Aufsehen. Viele Menschen sehen in ihm ein Symbol der Vertuschung.

Coronavirus fordert erste ausländische Todesopfer in China

Update vom 8. Februar, 8.17 Uhr: Nach dem Ausbruch des Coronavirus ist das erste ausländische Opfer in China bestätigt worden. Wie die US-Botschaft in Peking am Samstag bestätigte, kam ein mit dem Virus infizierter 60-jähriger US-Bürger in der besonders schwer betroffenen Stadt Wuhan am 6. Februar ums Leben. 

Auch ein Japaner starb in Wuhan, wie Japans Außenministerium mitteilte. Demnach handelte es sich um einen Mann in seinen 60ern, bei dem eine Infektion mit dem Virus vermutet wurde. Der Patient habe an einer schweren Lungenentzündung gelitten.

Aus Respekt vor der Privatsphäre der Familie des Opfers würden keine weiteren Details bekanntgegeben. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus in China war bis Samstag erneut schnell gestiegen. Die Pekinger Gesundheitsbehörde meldete 86 neue Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden.

Coronavirus in China: Forscher mit komplett neuem Ansatz - Infizierte sich erster Patient an diesem Tier?

Update vom 7. Februar, 14.35 Uhr: Bisher ist unklar, wie genau sich der erste Mensch in China am Coronavirus infiziert hat. Chinesische Forscher haben jetzt einen neuen Verdacht, wie Spiegel.de unter Beruf auf die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet: Wurde das gefährliche Virus, das in China bereits 636 Todesopfer gefordert hat, von einem Pangolin übertragen? 

Die seltenen Schuppentiere sind streng geschützte Säugetiere, die in China, Afrika und anderen Teilen der Welt wegen ihres Fleischs illegal gehandelt werden. Exemplare der seltenen Rasse gelangten auf diese Weise auch schon nach Deutschland. Am Münchner Flughafen wurde beispielsweise das geräucherte Fleisch eines Pangolins entdeckt, wie Merkur.de* berichtet

Das seltene Schuppentier Pangolin könnte Erreger auf Mensch übertragen haben.

ROSLAN RAHMAN

Die Forscher der South China Agricultural University mutmaßen nun, dass durch den Handel mit Pangolinen Menschen mit dem Virus in Berührung gekommen sein könnten. Das Erbgut der neuartigen Coronaviren 2019-nCoV gleiche zu 99 Prozent dem Erbgut von Coronaviren, die bei den Schuppentieren entdeckt worden waren. Es sei deshalb sehr wahrscheinlich, dass das Pangulin als Zwischenwirt fungierte. „Diese neue Entdeckung ist sehr wichtig, um den Ursprung des Erregers in den Griff zu bekommen und neuen Infektionen vorzubeugen“, erklärten die Wissenschaftler. 

Allerdings waren zu Beginn des Ausbruchs auch schon

Schlangen

in Verbindung mit dem Virus gebracht worden.

Forscher

warnen vor voreiligen Schlüssen, noch könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass die Ursache für das Coronavirus gefunden wurde. 

Die chinesische Regierung sieht sich unterdessen wegen Mängel im Umgang und anfänglicher Vertuschung im Zusammenhang mit dem Coronavirus unter Beschuss. Nach dem Tod eines Arztes, der schon im Dezember gewarnt hatte, startet China nun eine Untersuchung zum Coronavirus-Krisenmanagement gestartet.

Update vom 7. Februar, 11.31 Uhr: Das chinesische Fußball-Nationalteam der Frauen unter 23 Jahren hat nach dem Ende der Quarantänezeit das Olympia-Qualifikationsspiel gegen Thailand gewonnen. China schlug Thailandsauswahl am Freitag (Ortszeit) mit 6:1 (4:0). Die chinesischen Spielerinnen waren im Zuge des Coronavirus-Ausbruchs in ihrem Hotel in Brisbane für beinahe zwei Wochen unter Quarantäne gestellt worden.

Update vom 7. Februar, 8.16 Uhr: Nach dem Tod des chinesischen Arztes Li Wenliang, der frühzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gewarnt hatte, hat die chinesische Regierung eine offizielle Untersuchung gestartet. Mit Zustimmung des Zentralkomitees der Partei schickte die staatliche Aufsichtskommission ein Ermittlungsteam nach Wuhan, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Der Tod des 34-jährigen Augenarztes, der am Donnerstagabend selbst an der Lungenkrankheit gestorben war, hatte große Anteilnahme im ganzen Land ausgelöst.

Quelle https://www.merkur.de/welt/coronavirus-china-news-schutz-arzt-tote-sars-lungenkrankheit-infektionen-symptome-zr-13519074.html


 

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