Christliches Fasten

Nr. 244      Überarbeiteter Text, April 2017

Frage: Christliches Fasten - was sagt die Bibel dazu?

Wie soll ich aber richtig Fasten, & wenn ich faste was soll ich laut Bibel beachten?

Antwort steht zum Beispiel in: Matthäus Kap. 6, Vers 16-18:

Wenn ihr aber fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten bemerkt wird, daß sie fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, daß du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.

Vom Fasten.

Markus Kap. 2, Verse 18-20: Und die Jünger des Johannes und die der Pharisäer pflegten zu fasten; und sie kamen zu ihm und fragten: Warum fasten die Jünger des Johannes und der Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht? Und Jesus sprach zu ihnen: Können die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen sein wird, und dann, in jenen Tagen, werden sie fasten.

Diese Verse von Markus Kap. 2, Verse 18-20 sind geistlich zu verstehen.

Im AT spricht Gott, über das Thema Fasten:

Siehe, ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und dreinzuschlagen mit gottloser Faust; ihr fastet gegenwärtig nicht so, daß euer Schreien in der Höhe Erhörung finden könnte. Meint ihr, daß mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen läßt wie ein Schilfhalm und sich in Sacktuch und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen und einen dem Jachweh wohlgefälligen Tag? Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: daß ihr ungerechte Fesseln losmacht, daß ihr die Knoten des Joches löst, daß ihr die Unterdrückten freilaßt und jegliches Joch zerbrecht? (Jesaja Kap. 58, Verse 4-6)

Die Weltlichen Fastentage sind unbiblisch. Wenn ich faste, dann soll ich es den Armen geben, was ich an Lebensmittel faste.

Antwort: Die Bibel gibt Christen nicht die Anweisung zu fasten. Es ist nicht etwas, das Gott von Christen fordert oder verlangt. Gleichzeitig präsentiert die Bibel Fasten als etwas das gut und vorteilhaft ist und erwartet wird. Die Apostelgeschichte berichtet von Gläubigen, die fasten bevor sie Entscheidungen trafen (Apostelgeschichte Kap. 13, Vers 2-3 & Kap. 14, Vers 23). Fasten und Gebet sind oft miteinander verknüpft (Lukas 2,36-37; Kap. 5, Vers 33). Zu oft konzentriert man sich beim Fasten an den Mangel von Essen. Vielmehr sollte der Zweck des Fastens sein, unsere Augen von den weltlichen Dingen abzuwenden und sich stattdessen auf Gott zu konzentrieren. Fasten ist ein Weg, Gott und sich selbst zu demonstrieren, dass wir es ernst mit der Beziehung zu Ihm meinen. Fasten helfen uns, einen neuen Blickwinkel und ein erneuertes Vertrauen in Gott zu erhalten.

Obwohl das Fasten in der Schrift meistens ein Fasten vom Essen ist, so gibt es andere Arten, zu fasten. Irgendetwas, auf das du zeitweise verzichten kannst, um dich besser auf Gott zu konzentrieren, kann als Fasten angesehen werden (1. Korinther Kap. 7, Verse 1-5). Fasten sollte auf eine bestimmte Zeit begrenzt sein, besonders wenn man vom Essen fastet. Ausgedehnte Zeitspannen ohne Nahrungsaufnahme sind für den Körper schädlich. Fasten ist nicht dazu beabsichtigt, den Körper zu bestrafen, sondern sich auf Gott zu konzentrieren. Fasten sollte auch nicht als "Diät-Programm" betrachtet werden. Faste nicht, um Gewicht abzunehmen, sondern um eine tiefere Beziehung zu Gott zu bekommen. Ja, jeder kann fasten. Manchen mag es nicht möglich sein, von Nahrungsmittel zu fasten (z. B. Diabetiker), aber jeder kann zeitweise auf etwas verzichten, um sich mehr auf Gott zu konzentrieren. Und wenn ich das nicht gebrauche, so soll ich es den Bedürftigen geben.


Indem wir unsere Augen von den Dingen der Welt abwenden, können wir uns besser auf Christus konzentrieren. Fasten ist kein Mittel, um von Gott zu bekommen, was wir wollen. Fasten ändert uns, nicht Gott. Fasten ist nicht ein Weg, um geistlicher als andere zu erscheinen. Fasten soll auf eine demütige Art und mit einer freudigen Einstellung getan werden, wie es im Matthäus Kap. 6, Verse 16-18 geschrieben steht.

 

Nach oben