Acht Kennzeichen eines wiedergeborenen Menschen.

Hinweis auf die verwendeten Bibelübersetzungen: Wenn nicht anders vermerkt, zitiere ich die Schlachter Version 2000 (Textus-Receptus). Überarbeiteter Text, April 2017

Hervorhebungen in fetter Schrift sind vom Textautor.

Acht Kennzeichen eines wiedergeborenen Menschen

Im Johannesevangelium 3,3 sagt: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Es gibt Christen und Christen, wahre Christen und Namenchristen. Satan, der Feind der Menschenseelen, ist der große Durcheinanderwerfer. Er stiftet gerne Verwirrung, gerade wenn es um entscheidende Lebensfragen geht. Ich kann mir gut vorstellen, daß der Mensch, der Jesus Christus noch nicht als seinen Heiland kennt, heutzutage sagt: Ein jeder soll selber schauen, wie er selig wird. Es gibt so viele Kirchen und Gemeinschaften, Sekten und derartiges, und dabei weiß man nicht recht, wer die Wahrheit spricht und wer lügt. Das ist ja die Taktik des Feindes, der nicht will, daß auch du zur frohen Heilsgewißheit kommst. Aber nicht wahr, lieber Freund, über eines sind wir uns gewiß sofort einig, nämlich, daß Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, nicht lügen kann. Er erhebt für sich selbst den Anspruch, die Wahrheit zu sein (Johannes 14,6).

Glaubst du das?

Willst du nicht an Sein Wort als konsequente Wahrheit glauben?

Es ist durchaus verständlich, daß du an den Menschen irre geworden bist, sogar an Christen, die nicht leben, was sie vorgeben zu glauben. Du sagst: Ich habe meinen Glauben an die Menschen verloren. Da bist du wirklich nicht der erste! Du hast einen Groll gegen verschiedene Leute, die dich irgendwie enttäuscht haben. Aber was hast du gegen Jesus Christus, den Sohn Gottes, oder den Vater Gottes? Der um deinetwillen Seine Herrlichkeit verließ und Mensch wurde, am Kreuz für dich verblutete, und für dich starb! Sein Wort hat göttliche Autorität! Höre, wie Er spricht: Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. (Johannes 3,5)

So ist also die nächstliegende wichtige Frage für dich und mich: Bin ich wiedergeboren? Das heißt: Habe ich die notwendige Herzenserneuerung erfahren, um ein Gotteskind zu sein? Fragen wir uns zuerst einmal: An wen stellte Jesus diese Forderung? An Nikodemus, den die Bibel uns folgendermaßen vorstellt: Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern namens Nikodemus, ein Oberster der Juden. (Johannes 3,1)

1. Nikodemus hatte ein Wissen über Gott, den Herrn: 

Er sagte in Johannes 3,2: Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm:  Rabbi, wir wissen, daß du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist;  denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, daß Gott mit ihm ist.

Er hatte also eine religiöse Einstellung. Er war sogar sehr religiös und hatte gewiß auch religiöse Erfahrungen. Es ist interessant zu beobachten, daß achtzig von hundert Personen auf die Frage Sind Sie ein Gotteskind? Antworten: O gewiß, Gott hat mir in der Not auch schon wunderbar geholfen, als ich betete:

Das ist durchaus möglich, aber es ist kein Zeichen der Wiedergeburt. Gott ist ein barmherziger Gott. Sicher hast auch du einige Male in deinem Leben  erfahren: Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde; und rufe mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich ehren! (Psalm 50,14-15) Und dennoch hast du nicht die frohe Gewißheit, ein Gotteskind zu sein.

2. Nikodemus hatte die heilige Schrift und auch Bibelkenntnisse

Aber sieh, trotzdem stellt Jesus die Forderung an ihn: Du mußt von neuem geboren werden. Die meisten Leute haben die Bibel zum verstauben, oder irgendwie als Schmuckstück oder um der christlichen Tradition willen. Darin aber zu lesen, ist ja nicht unbedingt nötig, weil die meisten Menschen sagen, wir haben doch unsern Pastor! Und sie gehen dann auch davon aus, was der Pastor sagt, wird ja wohl schon stimmen! Und somit wird ihnen die ganze Wahrheit der Bibel vorenthalten. Weil sie selbst den Fehler machen, das zu prüfen was ihnen gesagt wurde. Und somit geht ihnen das Heil, das Jesus bereit hat für sie, verloren! Weil ihnen die ganze Wahrheit, durch die kirchlichen Führer, verschwiegen wurde. Und im Buch der Offenbarung 1,3 steht geschrieben: Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht! Denn die Zeit ist nahe.

Und weiter heißt es auch noch in (Offb 22,18-19): Führwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.

Ein lieber Freund aus Österreich, Pfarrer einer evangelischen Kirche, der sehr unter der Tatsache leidet, daß viele Menschen seiner Kirche eben nur Kirchenglieder sind, aber nicht Wiedergeboren sind, erzählte uns folgendes: Er besuchte ein solches Gemeindeglied, eine Frau. Da sah er auf dem Schrank eine schöne Bibel liegen, der man ansah, daß sie nie benützt wurde. So machte er die Bemerkung, daß die Bibel etwas mehr abgegriffen aussehen müßte. Aber die Frau erwiderte ihm: O nein, wir halten die Bibel in Ehren.

Lieber Freund, wenn du eine Bibel hast oder dich dafür interessierst, dann lies darin bitte und beachte, daß nicht der Besitz eines solchen Buches zur Wiedergeburt führt, sondern das Annehmen Jesu Christi als deinen persönlichen Heiland! Er ist es, den uns die Bibel offenbart.

3. Nikodemus gehörte einer Synagoge (Kirche) an.

Wie notwendig ist es, das ein wiedergeborener Mensch einer bibelgläubigen Gemeinde ist, es sei Kirche oder Gemeinschaft. Kinder Gottes, die das nicht sind, führen eine Art Zigeunerchristentum. Sie gehören nirgends hin. Sie vergessen diese eine große Wahrheit der Schrift, daß die bibeltreuen Christen, einer Lokalgemeinde eine sichtbare Erscheinungsform der sichtbaren Gemeinde Jesu ist.

Nun aber das Gegenstück: Viele "Christen" fühlen sich sehr geborgen innerhalb ihrer Kirche- oder Gemeinde. Das genügt mir, sagen sie, ich bin getauft (Säuglingstaufe), konfirmiert, gehe von Zeit zu Zeit in den Gottesdienst. Was wird wohl Gott mehr von mir fordern? Ich lebe recht und tue niemandem etwas zuleide. Armer Mensch! Vielleicht weißt du nicht oder willst nicht wissen, daß du in dieser Lebenshaltung Gott am meisten zuleide tust. Du gleichst Nikodemus, der alles Äußere hatte, was zur Religion gehört – auch eine "Kirche" -, und doch war er nicht wiedergeboren! Er hatte Jesus nur äußerlich, aber nicht als seinen persönlichen Heiland im Glauben erfaßt, und somit war er trotz aller Religion bisher ein verlorener Mensch vor Gott unsern Herrn. Welch eine schauderhafte Tatsache, daß manche Christen irgendeiner Kirche, Gemeinschaft oder Freikirche, mit einem eingebildeten Himmel zur Hölle fahren werden, wenn sie nicht zur Wiedergeburt kommen. Es ist mein ernstes Gebet, lieber Leser, daß dir heute die Augen aufgehen über den wirklichen Zustand deiner Seele. Die Heilige Schrift gibt uns unmißverständlich klare Kennzeichen eines wiedergeborenen Menschen.

Ich möchte acht davon erwähnen und ausdrücklich darauf hinweisen, daß sie jeder Wiedergeborene hat und sie sind untrüglich.

Das erste Kennzeichen eines wiedergeborenen Menschen ist die Liebe

Im 2.Petrusbrief 1,3-11, steht geschrieben: Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch Herrlichkeit und Tugend, durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttliche Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht, so setzt eben deshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht, in der Gottesfurcht aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe. Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, so lassen sie euch nicht träge noch unfruchtbar sein für die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. Wem dagegen diese Dinge fehlen, der ist blind und kurzsichtig und hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. Darum, Brüder, seid um so eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen; denn auf diese Weise wird euch der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus reichlich gewährt werden. (vgl. auch 1.Joh 2,9.11)

Es ist sehr wichtig, die erste Liebe nicht zu verlieren. Die man von Gott den Herrn bekommt, bei der Wiedergeburt! Viele nicht wiedergeborene übersehen daß, weil sie nicht, von oben her wiedergeboren sind. Und daran kann man einen echten und unechten Christen erkennen. In dieser Gottes und Nächstenliebe gilt es zu bleiben. Unser Verhältnis zu Gott und unsere Christuserkenntnis ist davon abhängig.

Von daher ist wohl auch in Offenbarung 2,4-5, zu verstehen, wo der erhöhte Herr Jesus Christus, zum Engel der Gemeinde in Ephesus spricht: Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust!

Und in 1.Timotheus 5,12.15; vgl. 4Mo 30,10, sagt der Herr: Und kommen unter das Urteil, daß sie die erste Treue gebrochen haben.

Die Liebe Christi vom Vater her drängt nun die Wiedergeborenen Nachfolger so, daß sie immer stärker von ihr bestimmt und Zeugen ihres Herrn Christus werden. Es ist sehr wichtig, die erste Liebe nicht zu verlieren, wenn doch, dann muß ich alles daran setzen, daß ich von Gott, die erste Liebe wiederbekomme, wenn ich aufrichtig meine Sünden, den Herrn Jesus Christus, bekenne. Denn durch meine Sünden habe ich die erste Liebe ja, verloren. Denn wenn ich die erste Liebe nicht mehr habe, kann ich gutes tun, sooft ich will, es würde mir alles nichts nützen, es wäre alles vor Gott wertlos.

Im 1.Korinther 13,1-3 steht geschrieben: Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeile und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!

Und weiter sagt Gott in 1.Johannes 4,7-8: Geliebte, laßt uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.     

Die Liebe Gottes und die Liebe zum Bruder, bzw. zum Nächsten

1. Johannes 4,9-21: Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe – nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir es schuldig, einander zu lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen; wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen geworden. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. Wer nun bekennt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, daß wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe. Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: >>Ich liebe Gott<<, und haßt doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht? Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll. (Vergleiche auch, 1.Joh 2,9-11; 3,14-18; 2.Johannes Vers 6)  

Das zweite Kennzeichen

Der Wiedergeborene weiß, daß er wiedergeboren ist; er kann das aber nur wissen wenn der Sünder, seine Sünden, Aufrichtig vor Gott bekennt und zwar zu Jesus Christus, denn Er hat sich ja für unsere Sünden geopfert und Jesus sagte: Niemand kommt zum Vater als nur durch mich (Johannes 14,6; Römer 8,15-16). Heilsgewißheit ist die erste freudige Folge der Wiedergeburt. Eine wunderbare Gewißheit durchströmt den zu Jesus gekommenen Sünder. Beim Kreuz empfing er Vergebung der Sünden und gleichzeitig den Heiligen Geist (Römer 5,9; 1.Kor 6,11; Gal 4,6-7; Eph 1,6-7; Kol 1,12-14; 1.Joh 3,1-2; 1.Joh 2,12; 5,11-13).

Und nun durchflutet ihn jubelnd diese felsenfeste Gewißheit: Jetzt bin ich ein Gotteskind! Woher diese Gewißheit? Wie läßt sie sich erklären?

In Epheser 1,13-14 heißt es: In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit.

Hierin liegt der Grund des Wissens: Nachdem ihr gläubig wurdet, wurdet ihr  - von Gottes Seite her – durch Seinen Geist versiegelt! Das ist eine göttliche Handlung, die Er sofort bei jedem Wiedergeborenen vollzieht, wodurch dieser des Heiligen Geistes teilhaftig wird. Und was tut der Heilige Geist in ihm?

Römer 8,16 sagt: Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. (vgl. 2.Korinther 1,21-22)

Hast du dieses Zeugnis, der Gewißheit? Oder gibst du eine verneinende Antwort, wenn man dich fragt, ob du ein Gotteskind bist? Vielleicht sagst du etwa: Ich hoffe es. Dann bist du noch nicht wiedergeboren. Dann, lieber Freund, bist du in sehr großer Gefahr und noch in Sünden. Denn der Pastor oder der Pfarrer, kann dir deine Sünden nicht vergeben im Beichtstuhl, sondern nur Jesus allein! Denn Jesus starb für deine Sünden und nicht der Pfarrer, Pastor oder der römische Papst. Trotz deines Christentums fehlt dir Christus. Vielleicht bist du schon jahrlang auf dem christlichen Glaubensweg und doch hast du keine Gewißheit des Heils – keine Gewißheit der Sündenvergebung. O wie arm bist du dann trotz allem! Was nützt dir denn dein Christentum, wenn Gott der Herr, durch Seinen Geist noch nicht ja in dir sagt?! Merkst du denn nicht, daß das alles Schein und Trug ist in deinem Leben? Vielleicht sagst du jetzt erstaunt: Kann ich das denn wissen?

Du mußt es wissen! Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wißt, daß ihr ewiges Leben habt, und damit ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. (1.Joh 5,13)

Er hat uns das Geheimnis seines Willens bekanntgemacht, entsprechend seines Wohlgefallens, den er gefaßt hat in ihm, zur Ausführung in der Fülle der Zeiten: alles unter einem Haupt zusammenzufassen in dem Christus, sowohl was im Himmel als auch was auf Erden ist. (Epheser 1,9-10)

Wenn du mich jetzt fragtest, ob ich verheiratet sei, was würdest du sagen, wenn ich antwortete: Ich hoffe es!? Du hättest sofort dein Urteil bereit: Da stimmt etwas nicht. O nein, so lautet meine Antwort nicht. Ich kann dir auf diese Frage eine sofortige, bestimmte Antwort geben, weil ich weiß, daß ich den Ehebund mit meiner Frau geschlossen habe. Viele meinen, es sei pharisäerhaft zu behaupten: Ich bin ein Gotteskind. Darauf erwidere ich: Wenn ich bezeugen darf: Ich habe die Gewißheit des Heils, so bezeuge ich damit: Ich begreife nicht warum, denn ich war ein elender Sünder. Ich habe nur eine Erklärung, warum ich die Gewißheit des Heils habe: Gott hat auch mich geliebt und gab Seinen Sohn für meine Sünden in den Fluchtod des Kreuzes. Lieber Freund, komm bitte auch du heute zur Wiedergeburt und damit zur Gewißheit des Heils!

Das dritte Kennzeichen

Das neue Leben macht sich erkennbar. Die Tatsache, daß ein Mensch wiedergeboren ist, kann unmöglich verborgen bleiben. Beachte, was Jesus sagte: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Diesteln? (Mt 7,16)

Was bedeutet das aber, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Nun ein nicht wiedergeborener Mensch hat die Frucht des Fleisches; Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, daß die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. (Gal 5,19-21)

Das sind die Früchte eines Menschen der nicht wiedergeboren ist.

Nun kommen wir zu einem Menschen der wiedergeboren ist und den Heiligen Geist hat und ganz andere Früchte hat: Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. (Galater 5,22-23)

Sehen sie lieber Freund, den unterschied zwischen eines nicht wiedergeborenen und eines wiedergeborenen Menschen. Das sind ganz klare unterschiede. Dann gibt es noch etwas, was ein wiedergeborener bekennen sollte! Wenn du aber ein Namenchrist bist, dann genierst du dich, Jesus Christus auch zu bekennen; wenn es darauf ankommt, wählst du den Weg des geringsten Widerstandes. Von dem redet man doch nicht, wird dann gesagt. Natürlich nicht! Denn wie kann man von einem neuem Leben reden, wie kann man Jesus bezeugen, wenn man Ihn selber nicht hat?

Beachte, was Jesus in Mt 10,32-33 sagte: Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel; wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.

Denn diese Prüfung, wird Gott sie aber unterziehen, wenn du wiedergeboren bist, denn davon hängt dein Heil ab. Beachte was Jesus weiter sagte, in Markus 8, 38; Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.

Und weiter heißt es in, 2.Tim 1,8: So schäme dich nun nicht des Zeugnisses von unserem Herrn, auch nicht meinetwegen, der ich sein Gefangener bin; sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes.

Und in Römer 1,16-17 heißt es: Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: >>Der Gerechte wird aus Glauben leben<<. (vgl. Hab 2,4) 

Und im Römer 10,8-11 heißt es: Sondern was sagt sie? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen!« Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen. Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!«

Es ist sehr wichtig, das Evangelium und den Namen Jesus Christus, vor den Menschen zu bekennen und nicht zu verleugnen. Wenn der Betreffende das nicht tut und das immer wieder leugnet, dann kann er nicht wiedergeboren sein! Und dies wird für ihn zum Verhängnis werden. Und somit kann er nicht gerettet werden (Römer 10,9-10).

Denn aus langer weile, hat Gott das nicht niederschreiben lassen. Lieber Freund, überlege dir einen Augenblick: Bist du überhaupt wiedergeboren, oder bist du nur ein Scheinchrist? Der wahrhaftig Wiedergeborene muß ein Zeuge Jesu sein, denn er hat Ihn, der seine Sünden trug, persönlich erfahren (Apg 4,20).

Durch Wort und Tat, ja, durch das ganze Leben wird Jesus Christus bei dem Wiedergeborenen geoffenbart. Wieso denn? Weil Jesus selbst durch Seinen Heiligen Geist im Herzen des Wiedergeborenen wohnt (Offb 3,20; Eph 3,17; Joh 14,23).

Aha! Wirst du jetzt sagen, aber ich kenne solche’ sogenannte Fromme, deren Taten so laut reden, daß man ihre Worte gar nicht mehr hört, solche Heuchler! Du hast völlig recht, denn noch immer gibt es Unkraut unter dem Getreide und das seit dem, Jesus auf Erden war. Solche werden gewiß einmal vor Gottes Thron zur Rechenschaft gezogen werden. Aber verändert das etwa deinen Zustand? Ich habe schon einmal erwähnt, daß es ein verhängnisvoller Irrtum ist, sich auf die Mitgliedschaft einer Kirche oder Freikirche zu stützen. Für Gott den Herrn kommt es nicht in erster Linie darauf an, wo du bist, sondern was du bist. Da denke ich an jene junge Tochter: angesehen und geliebt von jedem, der sie kannte, sehr religiös, Mitglied der örtlichen christlichen Gemeinde, „getauft“ und konfirmiert. Sie sang im Chor mit, las täglich die Bibel, gab persönliche finanzielle Opfer für die Mission. Kann man noch ein besserer Christ sein? Da träumte sie eines Nachts, sie sei gestorben. Da steht sie vor dem Himmelstor und will nun eintreten. Selbstverständlich, für sie gab es doch nichts anderes!

Da tritt ihr ein Engel in den Weg und fragt: Wie ist Ihr Name? Fräulein Soundso. Da nimmt er ein Buch, schaut hinein, schüttelt dann ernst den Kopf und sagt: Sie stehen nicht in diesem Buch; Sie sind verloren. Sie erwidert sofort: Das kann nicht wahr sein, das muß ein Irrtum sein; schauen Sie nur noch einmal nach. Der Engel tut es, findet aber ihren Namen auch diesmal nicht und sagt sehr ernst zu ihr: Sie gehören nicht hierher; Sie gehören in die untere Region. Da schreit sie verzweifelt: Was habe ich denn getan, daß ich verloren gehe? Darauf antwortet ihr der Engel: Sie gehen nicht deswegen verloren, weil Sie etwas getan haben, sondern weil Sie etwas nicht getan haben: Sie haben Jesus nicht als Ihren persönlichen Heiland angenommen (vgl. 1.Joh 5,12).

Entsetzt wachte die Tochter auf – doch es war ja nur ein Traum gewesen. Aber ohne zu zögern kniete sie sofort bei ihrem Bett nieder und betete: Herr Jesus Christus, als verlorene Sünderin komme ich zu Dir. Ich danke Dir, daß es noch nicht zu spät ist! Du starbst für meine Sünden; ich nehme Dich in mein Herz auf…

Seht auf das Kind, das die Mutter soeben zur Welt gebracht hat. Was ist das wichtigste Lebenszeichen bei einem kleinen Menschlein? Es schreit! Wenn es nicht schreit, ist es wahrscheinlich tot geboren.

Wieviel mehr trifft dies bei der zweiten Geburt zu. Wenn ein schuldbewußter Sünder beim Kreuz zur Wiedergeburt kommt, so schreit er, das heißt, das soeben empfangene wunderbare Leben in ihm ist am Zeugnis und am Wandel erkennbar.

Grausam muß das Aufwachen der viele sein, die einmal merken werden: Anstatt gerettet, bin ich auf ewig verloren! Gewiß weißt du jetzt, ob du wiedergeboren bist oder nicht. Woran erkennen wir die Wiedergeborenen? Es ist wie bei einem Hochzeitsgast. Woran erkennen wir ihn?

Außer an seinem strahlenden Gesicht sieht man es meistens an einer schönen Blume, etwa einer wohlriechenden Nelke, die er trägt. Und die Hochzeitsgäste freuen sich zusammen und wissen, daß sie zur Hochzeit gehören. So ist es mit den Wiedergeborenen, wenn sie beisammen sind: Man spürt es einander an. Ich möchte fast sagen: Wir sehen und riechen die Nelken. Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. (Röm 8,16; 2.Kor 1,22; 1.Joh 2,27; Joh 16,13; 14,26)

Eine Passion beherrscht dann noch das Leben: Seelen für Christus zu gewinnen. Da ist vielleicht ein Leser, der jetzt unsicher geworden ist. Einerseits mußt du feststellen: Ich glaube ja auch. Wir haben doch alle den gleichen Gott. Andererseits aber fehlt dir doch dieses wichtige Kennzeichen. Vielleicht hilft dir hier ein Beispiel. Der Glaube an sich hilft niemals zur Wiedergeburt. Gesetzt den Fall, ich bin in Zürich und möchte nach Bern. So nehme ich den Fahrplan zur Hand und studiere ihn. Der Fahrplan sagt mir jetzt, daß um 7.08 Uhr ein Schnellzug von Zürich Hauptbahnhof Richtung Bern abfährt. Diesen Zug sollte ich nehmen. Ich glaube durchaus an die Zuverlässigkeit des Fahrplans der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), sitze aber noch daheim.

Ist mir nun mit einem solchen Glauben geholfen? Werde ich durch diesen Glauben nach Bern kommen? O nein, mein Glaube muß zum persönlichen Glaubensschritt werden. Ich gehe also jetzt auf Grund dessen, was ich glaube, zum Bahnhof. Ich kaufe die Fahrkarte und steige in den Zug – nicht einfach in einem X - beliebigen Zug, sondern in den richtigen.

In diesem Augenblick ist mein Glaube für mich persönlich wirksam geworden, weil er von diesem entscheidenden Glaubensschritt begleitet war. Mein lieber Freund, was nützt dir dein Christentum, wenn du nicht zu Christus kommst; was hilft dir dein Glaube an Gott (Jak 2,19) und das, was die Bibel sagt, wenn du den persönlichen Glaubensschritt zu Jesus hin nicht wagst? (Joh 1,12)

Komm doch noch heute zum Kreuz, knie nieder zu den Füßen Jesu, der Sein Leben für dich dahingegeben hat!

O leben, ja leben sollst du,

In Jesu Blut findest du Ruhe!

Dort findest du Ruh, dort findest du Ruh.

O eile zum Kreuze hinzu!

Das vierte Kennzeichen

Der Wiedergeborene hat einen Geist des Gebetes. Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Johannes 4,23-24)

Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern. Der aber die Herzen erforscht, weiß, was das Trachten des Geistes ist; denn er tritt so für die Heiligen ein, wie es Gott entspricht. (Römer 8,26-27)

Wie ein Mensch nur lebt, wenn er atmet, genau so hat einer nur geistliches Leben, wenn er betet. Mit Recht hat jemand gesagt: Das Gebet ist das Atmen der Seele. Es ist ein Ausdruck des göttlichen Lebens; es ist der unentbehrliche Anschluß an den lebendigen Gott. Betest du? Die Schrift nennt den Nicht-Wiedergeborenen tot durch Übertretungen und Sünden (Eph 2,1).

Ein Toter regt sich nicht mehr. Du bist vielleicht christlich, aber hast du auch den Geist des Gebetes?  

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. (Matthäus 6,5-7)

Denn wenn du wiedergeboren bist, betest nicht du, sondern der Geist Christi in dir (Römer 8,26).

Wer den Geist Gottes nicht hat, dem fehlt auch der Geist des Gebets. In der Apostelgeschichte lesen wir wiederholt, daß sie einmütig beieinander waren und beteten (Apg. 1,14; 4,24).

Das fünfte Kennzeichen

Der Wiedergeborene hat Hunger nach dem Worte Gottes. Und das sollte jeden Tag so sein. Und nicht vielleicht nur am Sonntag, wenn überhaupt. Wie es heute in vielen Kirchen, gang und gebe ist.

In Jeremia15, 16 steht geschrieben: Als ich deine Worte fand, da verschlang ich sie; deine Worte sind mir zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, o Jachweh, du Gott der Heerscharen!

Und im Amos 8,11 spricht der Herr: Siehe, es kommen Tage, spricht Gott, der Jachweh, da werde ich einen Hunger ins Land senden; nicht einen Hunger nach Brot, noch einen Durst nach Wasser, sondern danach, das Wort des Jachweh zu hören.

Und im Buch der Offenbarung 1,3 steht geschrieben: Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht! Denn die Zeit ist nahe. Denn das Wort Gottes, ist eine besondere Verheißung, für den Betreffenden. Wie kristallklar und untrüglich ist dieses Kennzeichen!

In Johannes 6,35 sagt: Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.

Ein Mensch, der, ob er sich Christ nennen mag, hat aber keinen Hunger nach dem Worte Gottes hat, frage sich, ob er in Wahrheit wiedergeboren ist. Wer das Leben aus Gott hat, muß auch göttliche Nahrung haben, denn der Heilige Geist lebt davon. Mein jüngstes Kind gab mir darin anschaulichen Unterricht. Als es kaum einige Monate alt war, fehlte ihm der Appetit. Jedesmal, wenn ich heimkam, schaute ich mit Besorgnis auf der Liste nach, wieviel Gramm es getrunken hatte. Denn eines war mir sofort klar: Wenn das Kind nicht ißt, stirbt es. Mein lieber Freund, ist das Wort Gottes deine Speise, ohne die du nicht mehr leben kannst?

Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. (1.Joh 5,12)

Und wer Ihn hat, muß auch täglich die Schrift haben. Darin auch täglich lesen. Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. (Johannes 5,39-40)

Von wem stammt wohl der Ausspruch: Ich gehe in die Kirche, das genügt mir? Meistens von solchen, denen eben die Predigt am Sonntag reicht. Und das schlimmste daran ist, daß das Wort Gottes, heute nur noch verwässert ist und daß nur noch zum größten Teil, Ökumenisch gepredigt wird. Und das die meisten Menschen es nicht einmal merken, welcher Geist (Dämonisch) am Werk ist (Eph 2,2; 2.Tim 4,3-4; 1.Tim 4,1-2; 1.Kor 2,14; 2.Kor 4,3-4).

Denn die Predigt vom Ökumenischen Geist, bringt dich nicht zu Gott, sonder immer, immer, immer weiter weg. Durch das Fehlen dieses wichtigen Kennzeichens wird das verwässerte Scheinchristentum entlarvt. Solche Christen haben auch die traurige Begleiterscheinung an sich, daß ihr Appetit neben ihrer Religiosität nach anderen Dingen ausgeht.

Dies ist eine logische Folge beim Fehlen der Wiedergeburt. Allzu gerne möchten sie die Grenze zwischen Welt und Nachfolge Jesu verwischen. Während ihr äußerliches Dasein den gebräuchlichen christlichen Lebensformen entspricht, hängt ihr Herz an der Welt. Die Grenzen sind ja heute allgemein verwischt: Die Kirche ist verweltlicht, und die Welt vielfach verkirchlicht.

Vielleicht gehörst du, lieber Leser, zu solch einem Christentum. Empört fragst du jetzt: Ja, darf man denn nichts mehr vom Leben haben?

Man kann doch wohl noch ins Kino gehen oder Fernsehen?

Ein guter Film kann doch nichts schaden?

Darf man nicht mehr tanzen?

Man kann doch dabei auch ein guter Christ sein?

Hierauf möchte ich antworten: Geh du nur ins Kino, oder gehe tanzen, sooft dein Herz danach hungert. Ich persönlich werde niemanden verurteilen, den danach verlangt.

Aber, siehe, lieber Freund, das ist gerade das Bezeichnende: Die Richtung, in der dein Appetit geht, ist ein untrüglicher Gradmesser, inwieweit du Jesus wirklich hast! Wer zur wahrhaftigen Wiedergeburt gekommen ist, kann nicht mehr der Welt nachjagen (Römer 12,2).

Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. (Joh 17,16; 1.Joh 2,15-17)

Jesus Christus ist der Inhalt und das Ziel seines ganzen Lebens. Alles, was ihn aufhalten könnte, diesem Ziel nachzujagen, wirft er weit von sich. Während sich der Scheinchrist fragt: Wie nahe kann ich noch bei der Welt bleiben und mitgenießen? Fragt sich der Wiedergeborene: Wie weit kann ich von der Welt weg? Wie kann ich mein Heiland noch besser und ähnlicher werden?

Die Schrift spricht so klar in Jakobus 4,4: Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes!

O mein lieber Freund, jetzt meinst du, noch etwas vom Leben zu haben, und dabei hast du Den nicht, der spricht: Ich bin das Leben. Sag’ einmal, hat dir die Welt Frieden ins Herz gebracht?

Aus persönlicher Erfahrung weiß ich deine Antwort: Nein, nein, nein! Seitdem ich aber Jesus als meinen persönlichen Heiland und Erlöser erkannt habe, bzw. Jesus hat mich gefunden. Und somit besitze ich nicht nur etwas vom Leben, sondern habe das Leben und das ist viel Kostbarer als alle Schätze der Welt.

Willst nicht auch du zu Jesus kommen und Ihm dein Herz schenken? Hänge dein elendes Scheinchristentum an den Haken, sonst wirst du samt diesem Christentum verloren gehen (Lukas 13,23-24; Mt 7,13-14).

Sage doch jetzt im Gebet: Mein Herr, und Gott, Jesus Christus, hier ist mein Herz, schenke mir bitte das ewige Leben und die Vergebung meiner Sünden (Apg 2,21; 3,19; 2,38)!

Und dann, nachdem du dich, so wie du bist und mit allem, was du hast, ganz dem Herrn hingegeben hast, gibt Er sich auch dir zuerkennen! Dann erst wirst du ein glückliches wiedergeborenes Gotteskind sein.

Das sechste Kennzeichen

Der Wiedergeborene ist schweren Anfechtungen und Versuchungen ausgesetzt. Die Stille auf einem Friedhof ist eine Todesstille. Wo aber Leben ist, da gibt es Kampf.

Wie heißt es so schön: Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen der Bosheit in den himmlischen. (Eph 6,10-12; vgl. auch, Eph 6,13-17)

Der Mensch, der weiß: Ich bin mit Christus auferstanden (1.Joh 3, 14; Joh 5,24), also wiedergeboren, der weiß gleichzeitig, daß er von Satan heftig angefochten wird. Dieser wird mit allen Anstrengungen versuchen, den Wiedergeborenen durch Sünde von seinem Herrn zu trennen (Johannes 8,44).

Er wird ihm Widersacher schicken, die ihn um seines Glaubens willen schmähen. Jesus sagte auch: Und ihr werdet von jedermann gehaßt sein um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! (Mt 10,22; 5,11-12)

Er wird dem Gotteskind einflüstern: Mit dir ist doch nichts los; schau, wie schwach und elend du bist! Er wird ihm auch zu schaffen machen durch sündiges Verlangen und sündige Triebe.

Der Namenschrist hat solches nicht zu fürchten. Es wird höchstens sein eigenes Gewissen sein, das ihn beunruhigt. Solch ein Mensch ist nämlich nicht gefährlich für den Teufel. Denn dem Nicht-Wiedergeborenen fehlt der Heilige Geist, durch dessen Kraft er die Bollwerke des Teufels angreifen kann. Weil er noch ein Opfer Satans ist, muß sich dieser nicht um ihn bemühen. Satan wird ihn zwar führen, aber nur gelegentlich merken lassen, daß er in seiner Macht ist.

Das wahre Gotteskind aber steht immer in der Offensive gegen das Reich der Finsternis. Epheser 6,10-20 ist seine Waffenrüstung. Es weiß: Der Herr hat mich hier auf dieser Erde gelassen, um andern, noch gebundenen Seelen, das erlösende Evangelium zu verkündigen. Sein Ja zu Jesus Christus ist aktiv; darum ist auch das Nein des Teufels gegen ein Gotteskind aktiv. Bruder, Schwester, sei getrost! Hast du wegen der schweren Anfechtungen von innen und außen Tränen vergossen? Das ist ein gutes Zeichen.

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Joh 16,33; vgl. auch, Röm 5,1; 1.Joh 5,4)

Den schwersten Kriegsdienst eines Wiedergeborenen haben wir schon bei einem früheren Kennzeichen genannt, nämlich das Gebet.

Lieber Bruder, liebe Schwester, achte bitte, darauf: Am heftigsten wirst du von deinem Ich-Schwächen, Gebet und beim Bibellesen, sowie deiner Sünden, von Satan angefochten werden. Dann mache ich dich noch auf die Widersacher aufmerksam, die Satan benützt, um dir zu widerstehen. Welche Art von Menschen ist das? Die Religiösen! Als Jesus Christus hier auf Erden wandelte, waren Seine größten Feinde nicht etwa gebundene Sünder, im Gegenteil, von solchen war Er immer umgeben. Sie haben Ihn schließlich ans Kreuz geschlagen.

Heute ist es genauso. Am meisten wirst du, Gotteskind, von den Scheinchristen ohne Christus Verachtung zu leiden haben. Diesen letzteren möchte ich einmal sagen: Liebe Freunde, wißt ihr wohl, wohin ihr geht? Euer Sofa-Christentum ist dem Teufel ganz recht, darüber Freut er sich und reibt sich die Hände.

Wenn ihr nicht zur Wiedergeburt kommt, so werdet ihr einmal ewig dem Totenreich gehören und da werden Heulen und Zähneklappern sein (Matthäus 22,2-14; 12,50).

Vielleicht begreifst du es noch nicht recht; dann möge dir folgende Begebenheit helfen. Der Evangelist Moody erzählte von einem gläubigen Neger, einem Sklaven. Eines Tages mußte er seinen Sklavenhalter auf die Entenjagd begleiten. Der Sklavenhalter war ungläubig und ärgerte sich über seinen stillen, frommen Sklaven. Unterwegs spottete er über ihn und sagte: Als du mir einmal von deinem Jesus sprachst, sagtest du auch, du seiest von Satan gräßlich angefochten. Das verstehe ich nicht recht. Ich, ich soll doch ungläubig sein und gehöre also dem Teufel, aber mich belästigt er nicht so.

Unser schwarzer Bruder flehte den Herrn innerlich um Weisheit an, damit er recht antworten könne. Bevor er aber dazu kam, schwirrte ein Schwarm Enten vorüber. Der Meister schoß und etliche Tiere wurden getroffen und stürzten zur Erde. Schnell, rief der Sklavenhalter, beeile dich und hole die noch lebenden Enten; sie könnten sonst davongehen, die Toten kannst du liegen lassen, die habe ich ja sowieso. Der Neger führte den Befehl aus und kam mit einigen widerstrebenden angeschossenen Enten in den Händen zurück. Dann sagte er zu seinem Herrn. Herr, soeben hast du mich gefragt, wieso der Satan mich anfechte und dich nicht. Ich glaube, du hast jetzt genau das befohlen, was der Teufel seinem Helfer befiehlt. Schnell, beeile dich und hole die noch Lebenden, die Toten habe ich ja sowieso.

Laß dich retten, lieber Leser, bevor es für ewig zu spät ist!

Das siebente Kennzeichen

Der Wiedergeborene hat Sieg über Anfechtungen und Sünden (Jak 1,12; 2.Tim 4,7-8; Mt 25,21; 1.Petrus 5,4; Joh 17,15; 1.Joh 5,4.18-20; 3,9-10; 1.Kor 10,13; 15,57-58; Mt 13,43; Dan 12,3).

Jawohl, Sieg, das ist das herrliche Resultat des Opfers Jesu Christi am Kreuz. Indem Er ausrief: Es ist vollbracht!, wurde Er Sieger über Satan, Sünde und Tod.

Alle, die nun in Christus sind, also die Wiedergeborenen, sind  auch in Jesus Sieger. Wenn das Gotteskind auch angefochten wird und seine eigene Schwachheit und Ohnmacht spürt, so bleibt es nicht dabei stehen, sondern dankt für den Sieg Jesu Christi, der ihm gegeben ist (1.Kor 15,57; Phil 1,6; 2,13).

Wie hat denn der Wiedergeborene Sieg? Jesus wohnt in ihm. Christus in mir, das ist die Garantie des Sieges im Alltag (Röm 6,5; 8,1-17).

Die Wiedergeburt ist nicht eine theoretische Erfindung, etwas Unwesentliches, sondern ein gewaltiges, umwälzendes Geschehen in einem Menschen! Jesus Christus, Gott selber, macht durch Seinen Geist Wohnung in einem solchen Herzen (Joh 14,16-17.23).

Er selber siegt durch den Wiedergeborenen. O wie töricht ist doch das, was sogar noch viele Gläubige tun: Sie bleiben ihr Leben Lang Sklaven ihrer Leidenschaften und beten dann: Herr, wenn Du willst, so befreie mich von diesen Sünden? Ich muß sagen, daß der Herr Jesus, immer kann zu helfen, man muß nur die richtige Wortwahl finden.

Lieber Bruder, liebe Schwester, laß bitte das Kann weg (Joh 14,13-14)!

Wenn du wiedergeboren bist, wohnt Jesus in dir. Hörst du es? Was mußt du denn tun, wenn du plötzlich angefochten wirst? Alles in dir will sündigen. Der Jähzorn kommt, plötzlich willst du aufbrausen. Du spürst Ärger in dir, Lieblosigkeit, Unreinheit, Geiz oder was immer es auch sein mag. Was tust du dann? Ja, sagst du, ich werde kämpfen. Eben, gerade deshalb mußt du unterliegen. Wage es doch einmal, in dem Augenblick, wo die Sünde sich mächtig in dir aufmacht, auf die Knie zu gehen und dem Herrn Jesus, zu sagen: Herr Jesus, ich danke Dir! Du wohnst in mir, Du hast für mich am Kreuz auf Golgatha gesiegt! In dem Augenblick hast du den Sieg!

Bild-Quelle: www.gottesbotschaft.de

Ehe die Berge wurden Und du die Erde und den Erdkreis hervorbrachtest, Ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott! (Ps 90,2; vgl. Spr 8, 25; Jes 26,4; Mi 5,1; Hab 1,12)

Der Wiedergeborene kann auch weiterhin den Sieg, über Anfechtungen und Sünden, wenn der Gläubige mit daran arbeitet davontragen. Und der Herr, das Wollen und Vollbringen schenkt! Das gilt aber nur solange, bis er das eine und andere Siegreich überwunden hat. Denn dafür gibt es auch Lohn und die eine und andere Krone.

 

Lorbeerkranz geschlossen in Gold, dieses Bild kann man im Internet betrachten.

1) Unvergänglicher Siegeskranz - zu Ehren des Siegers!

Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam in allem – jene, um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen. (1.Kor 9,25)

2) Siegeskranz des Lebens – für den Märtyrer!

Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben! (Offenbarung 2,10; 6,9-11)

3) Einen Ehrenkranz – für den Ältesten!

Hütet die Herde Gottes bei euch, indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig Aufsicht übt, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern mit Hingabe, nicht als solche, die über das ihnen Zugewiesene herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde seid! Dann werdet ihr auch, wenn der oberste Hirte offenbar wird, den unverwelklichen Ehrenkranz empfangen. (1.Petrus 5,2-4)

4) Siegeskranz der Gerechtigkeit – für diejenigen, die sein Erscheinen liebgewonnen haben!

Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben. (2.Timotheus 4,8)

5) Der Ruhmeskranz – für den Gläubigen, der Menschen gewinnt!

Denn wer ist unsere Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr es vor unserem Herrn Jesus Christus bei seiner Wiederkunft? Ja, ihr seid unsere Ehre und Freude! (1.Thess 2,19-20; vgl; auch 2.Kor 1,14; Phil 2,16)

6) Die Krone, für die Bewahrung des Wortes Gottes und für die Überwindung!

Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stund der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, damit die versucht werden, die auf der Erde wohnen. Siehe, ich komme bald; halte fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme! (Offenbarung 3,10-11)

Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich will ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott aus, und meinen neuen Namen. (Offenbarung 3,12)   

7) Die Benutzung meines Thrones – für die Nachfolge!

Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. (Offb 3,21)

Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. (Mt 19,28; vgl. auch Lk 22,29-30; Offb 2,7.11.17.25-28; 3,5.12)  

Lieber Bruder und Schwester, es gibt noch einen weiteren Sieg zu erlangen, wenn ich im meinem weiteren Leben vorrankommen will, durch Jesus Christus.

Vollkommener Sieg ist, Christus über unser Ich triumphieren zu lassen und indem wir Ihm durch den Heiligen Geist nacheifern: Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert! (Hebräer 12,3)

Wenn Sie vergessen oder vernachlässigt werden, wenn man Sie mit Fleiß in die Ecke stellt und Sie sich darunter beugen und dem Herrn dafür in Ihrem Herzen danken, wie auch für Beleidigungen und Demütigungen ertragen: Das ist Sieg, in Jesus.

Wenn das Gute, das Sie tun oder beabsichtigen zu tun, verlästert wird, wenn Ihre Wünsche durchkreuzt werden, wenn man Ihren Rat verschmäht, Ihre Ansichten lächerlich macht und Sie alles in Liebe und Geduld annehmen können: Das ist Sieg, in Jesus.

Wenn Ihnen jegliche Nahrung recht ist, wenn Sie mit jeglicher Kleidung, Klima, Gesellschaft, Lebenseinstellung, Vereinsamung, in die der Herr Sie führt, zufrieden sind: Das ist Sieg, in Jesus.

Wenn Sie jede Mißstimmung bei anderen, jede Beschwerde, jede Unregelmäßigkeit und Unpünktlichkeit, an der Sie nicht schuld sind, zwar nicht gutheißen, aber ertragen können, ohne sich zu ärgern: Das ist Sieg, in Jesus.

Wenn Sie jeder Verschrobenheit, jeder Torheit, auch geistlicher Gefühllosigkeit, jedem Widerspruch von den Sündern, jeder Verfolgung begegnen und alles so ertragen können, wie es Jesus trug: Das ist Sieg, in Jesus.

Wenn es Ihnen nie daran liegt, weder sich selbst noch Ihre Werke im Gespräch zur Geltung zu bringen oder nach Empfehlung auszuschauen, wenn es Ihnen in Wahrheit recht ist, unbekannt zu bleiben: Das ist Sieg, in Jesus.

Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! (1.Kor 15,57)

Und du, Namenchrist, merkst du nicht, daß dir das Allerwichtigste – Jesus – fehlt? Du hast schon von Ihm gehört. Du bist noch nicht auf Seinem Namen getauft (Apg 1,5.8; 2,38; 3,17-19; 5,32; Joh 15,26; Hes 11,19).

Du glaubst alles, was in den Kirchen gepredigt wurde, du bejahst alles, du kennst sogar das Wort Gottes einigermaßen und dennoch bist du noch kein Kind Gottes. Denn an dieser Stelle, möchte ich noch sagen, daß man mit einer Säuglingstaufe, nicht in den Himmel kommt. Und auch kein ewiges Leben. Was seit Jahrhunderten falsch gelehrt wurde, bis zum heutigen Tages. Was sagt Gott zu den falschen Lehrern:

Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Jahwe, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen. Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten; aber das Gericht über sie ist längst vorbereitet, und ihr Verderben schlummert nicht. (2.Petrus 2,1-3)

Und seht die Langmut unseres Herrn als Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben. (2.Petrus 3,15-16)

Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden. (2.Timotheus 4,3-4)

Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind. (1.Tim 4,1-2)

Denn viele Verführer sind in die Welt hineingekommen, die nicht bekennen, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist – das ist der Verführer und der Antichrist. (2.Johannes Vers 7)

Das sage ich aber, damit euch nicht irgendjemand durch Überredungskünste zu Trugschlüssen verleitet. Habt acht, daß euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß.  (Kolosser 2,4.8)

Denn solche dienen nicht unserem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch wohlklingende Reden und schöne Worte verführen sie die Herzen der Arglosen. (Römer 16,18)

Mich wundert, daß ihr euch so schnell abwenden laßt von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht! (Galater 1,6-8)

So nun lieber Bruder und Schwester, die Wahrheit tut oft weh, aber Jesus sagte doch, die Wahrheit wird euch frei machen. (Johannes 8,32)

Und Gott der Herr, sagte auch, dass wir uns nicht auf die Menschen verlassen sollen, sonder wer das tut, ist auch verflucht. Aber wer sich auf dem Jachweh verläßt ist Gesegnet.  (Jeremia 17,5.7)

Sehen sie, wie der Herr, sie liebt: Von ferne her ist mir der Jachweh erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade. (Jeremia 31,3)

Was tut der Herr, alles, für den Menschen, das er die Wahrheit erfährt. Mit der Speisekarte allein und dem, was darauf steht, ist dein Hunger nicht gestillt. Du hast nichts davon. Wie unglücklich bist du! Obwohl du Jesus "kennst", hast du Seine Erlösung nicht. Obwohl du die Geschichte des Kreuzes oft gehört hast, hast du keinen Sieg. Vielleicht hast du oft im Stillen über deine dunklen Leidenschaften geweint, hast versucht, dieses Sklavenjoch abzuschütteln. Aber Satan grinst über dich. Er hat nichts dagegen, daß du dich "christlich" nennst. Er hat auch nichts dagegen, wenn du die Predigt hörst, wenn du "getauft" und konfirmiert bist. Religion an sich ist für ihn kein Hindernis, dich gebunden zu halten. Aber er wird von dir ablassen müssen, sobald du zum Herrn Jesus, kommst. Warum beharrst du in deiner religiösen Selbstgerechtigkeit? Ja, warum? Weshalb bleibt ein großer Teil der Menschen der Wiedergeburt fern?

Wegen der Sünde des Hochmuts (Eitelkeit)!

Jesus sagte doch, in der Apg 2, 21: Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden.

Hast du den Namen des Herrn, Jesus Christus, angerufen? Wer zum Kreuz kommt, verdammt nämlich sich selbst und sieht sich an als einen, der hingerichtet worden ist. Da verdammt Gott den ganzen Menschen, aber Er verdammt ihn in Christus. Darum darf der zum Kreuz gekommene Mensch jubeln: So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. (Römer 8,1)

Das Urteil ist an einem solchen Menschen bereits vollzogen. Da, beim Kreuz, verliert er sein altes, sündiges Leben und er bekommt ein neues, ewiges Leben – dasjenige, das Jesus ihm gibt (Johannes 10,28).

Hier aber liegt das große Hindernis für das hochmütige Menschenherz. Mancher ist bereit, am religiösen Leben teilzunehmen; aber wenige Menschen sind bereit, sich als schuldbewußter Sünder unter das Kreuz zu stellen. So einer bist du und darum bleibst du ein armer, gebundener, verlorener Sünder. Du tust mir echt leid! O beuge doch heute noch deinen stolzen Nacken und sage:

Auf Deinem Ruf, o Jachweh,

Komm’ ich, so wie ich bin

Und suche Heil in Deinem Blut.

Dann kannst du mit Paulus rufen: Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! (1.Kor 15,57)

Das achte Kennzeichen

Der Wiedergeborene wartet mit Freuden und Verlangen auf das Wiederkommen Jesu (1.Kor 15,50-54; Lk 12,35-38; Mt 13,43; Joh 14,23; Dan 12,2; Offb 8,2; 22,20).

Wir können diese herrlichen Früchte der Wiedergeburt in drei Stichworten zusammenfassen: Errettung, Erfüllung, Erwartung. Errettet von Satan, Sünde, Tod und Gericht. Erfüllt mit dem Heiligen Geist. Eine lebendige Erwartung auf das Wiederkommen Jesu. Ich kann mich gut erinnern, wie ich vor Jahren von dem Wiederkommen Jesu hörte.

Damals kam ich oft mit einem Gläubigen zusammen, dessen Gesicht immer vor Freude strahlte und der oft sagte: DER HERR KOMMT BALD. Das ärgerte mich richtig und ich dachte oder sagte dann: DAS KANN NOCH LANGE DAUERN. (Lukas 12,45-47)

Dies hat man zu allen Zeiten schon gesagt. Warum reagierte ich in einer solchen Weise? Ganz einfach darum, weil ich dem Herrn noch nicht gehörte. Wir wissen, daß das Wiederkommen Jesus heute sehr nahe ist, als je zuvor. Und daß Er jeden Augenblick kommen kann, denn Er hat gesagt: Wenn jemand den Herrn nicht liebhat, der sei verflucht. Maranatha! (1.Kor 16,22; Maranatha bedeutet: Unser Herr, kommt!  

Siehe, ich komme bald, halte fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme! (Offb 3,11; vgl. Offb 22,7.20; Phil 4,5; Jak 5,8; Offb 2,10)

Und wir sehen auch tatsächlich, wie die Wiedergeborenen in allen Ländern ihre Blicke verlangend und erwartend aufwärts gerichtet haben und im Geist rufen: Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald! Amen. – Ja, komm, Herr Jesus! (Offenbarung 22,20)

Wir leben in einer gewaltigen Zeit, in der die biblischen Prophezeiungen vor unseren Augen erfüllt werden. Jeden Augenblick erwarten wir Jesus. Dreihundert Stellen im Neuen Testament sprechen von diesem herrlichen Ereignis. Wartest du auch mit Freuden auf Ihn, oder fängt dein Herz beim Gedanken, daß Er heute kommen könnte, ängstlich zu klopfen an?

Dann fehlt dir auch das letzte, wichtigste Kennzeichen eines Wiedergeborenen. Es ist schon Mitternacht in der Weltgeschichte. Die Menschheit bebt und zittert vor dem, was kommen wird. Wir stehen in den Geburtswehen (Mt 24,8; Mk 13,3-8), einer neuen Zeit.

Schreckliche Gerichte werden noch über diese Erde gehen, nachdem Jesus die Seinen heimgeholt haben wird.

In Matthäus 25,6-7 steht: Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen! Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit.

Bist du bereit? Höre noch einmal die Bedingung: Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! (Johannes 3,5)

Wie komme ich denn zur Wiedergeburt?

1. Sie müssen zuerst an Jesus glauben, denn ohne glauben können Sie nicht Gott den Jahwe, gefallen. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat. (Joh 6,29; vgl. Gal 2,16; Hebr 11,1.6; 1.Petr 1,8; 1.Joh 5,13; Joh 6,40.47.63; 14,6; 20,29.31)

2. Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Jahwes anrufen, wird errettet werden. (Apg 2,21; vgl. Apg 22,16; Röm 10,13; Joel 3,5) So einfach ist es!

3. Sie müssen aufrichtig ihre Sünden dem Herrn Jesus Christus, im Gebet bekennen. Dann vergibt Jesus ihre Sünden. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. (1.Johannes 1,9; vgl. Epheser 1,7)

4. Dann tilgt Jesus alle ihre Sünden. Und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. (Kolosser 2,14; vgl. Epheser 2, 11-22)

5. Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. (Kolosser 1,13-14; vgl. Kolosser 2,15)

 

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