2000 Jahre alte Stadt bei Ausgrabungen

2000 Jahre alte Stadt bei Ausgrabungen nahe Jerusalem gefunden

Von David Lazarus

Bei einer Ausgrabung der israelischen Altertumsbehörde im Stadtteil Sharafat in Jerusalem wurden beeindruckende Überreste eines großen jüdischen Dorfes aus der Zeit der Hasmonäer entdeckt.

Die Ausgrabung brachte eine Stadt aus den Jahren zwischen 40 und 116 v. Chr. zutage, jener Zeit, in der die berühmten Makkabäer die griechischen Eroberer besiegt und die jüdische Herrschaft über das Land wiederhergestellt haben. Die Hasmonäer/Makkabäer-Dynastie breitete sich schließlich in die Regionen Samaria und Galiläa aus, reichte bis nach Libanon und Syrien und schloss im Süden das Jordantal, das Tote Meer und Idumea (Moab) im Süden Jordaniens mit ein. Moderne Gelehrte bezeichnen diese Zeit als ein unabhängiges Königreich Israel. Die Makkabäer-Dynastie überlebte 103 Jahre, bevor sie 37 Jahre v. Chr. dem Halbjuden Herodes der Große (einem Idumäer) als König unterlag. Herodes machte Judäa zu einem römischen Klientenstaat und befahl, alle männlichen jüdischen Kinder zu töten, als er hörte, dass "der König der Juden Jesus Christus in Bethlehem geboren wurde".

Bisher wurden in der Makkabäer-Stadt im Osten Jerusalems, nicht weit von Bethlehem entfernt, Reste einer großen Weinpresse mit Überresten vieler Vorratsgläser gefunden und eines der größten Mikwen oder Ritualbäder, die jemals in Israel gefunden wurden. Frühe jüdische Anhänger Jesu waren dafür bekannt, diese Mikwen für rituelle Taufen zu verwenden. Eine beeindruckende Olivenpresse, eine Wasserzisterne, Steinbrüche und andere Konstruktionen, die auf großes, arbeitsames Makkabäerdorf schließen lässt, wurden ebenfalls entdeckt.

Einer der bedeutendsten Funde in der Stadt ist eine ungewöhnliche und extravagante Grabstätte mit einem Eingangsbereich, der in einen großen, in den Fels geschlagenen Innenhof führt. Der Hof wird von einer Steinbank, die den gesamten Hof umfasst, umgeben und birgt eine Höhle mit zahlreichen in die Wände gemeißelten Kammern, die als Gräber dienten. Die Grabhöhle wurde versiegelt, um dem jüdisch-orthodoxen Verbot, die Totenruhe zu stören, zu folgen.

Ya'akov Billig, Direktor der Ausgrabungen im Auftrag der israelischen Altertumsbehörde, erklärte: „Es scheint, dass diese Begräbnisstätte einer wohlhabenden oder bekannten Familie während der Hasmonäerzeit diente. Das Anwesen war, wie in dieser Zeit üblich, über mehrere Generationen hinweg in Gebrauch.“

An der Grabesstätte wurden auch große, während der 2. Tempelperiode häufig verwendete Bausteine ​​gefunden, darunter eine dorische herzförmige Säule. Diese, sowie wenige gefundene Kranzfragmente wurden damals als dekorative Stein- und Marmorverzierung wichtiger Gebäude verwendet. Solche hochqualitativen Handwerksfunde mit geradezu architektonischen Elementen sind sehr selten. Vergleichbare dekorative Begräbnisstätten, wie die einer priesterlichen Familie namens Benei Hazir wurden im Kidrontal in Jerusalem, sowie in Jerusalems Viertel Sanhedriah, in denen Mitglieder der Sanhedrim in mehreren Gräbern begraben wurden, entdeckt.

An der Stätte wurde auch eine große Kolumbarium-Höhle und ein steinerner Taubenschlag gefunden. Tauben waren zu biblischen Zeiten ein wichtiges Gut und sorgten für die vorgeschriebenen Opfergaben im Tempel. Sie wurden auch wegen ihres Fleisches und ihrer Eier gezüchtet. Kolumbarium-Höhlen, die für die Zucht der Tauben bestimmt sind, sind im Gebiet von Jerusalem weit verbreitet.

Bisher wurde nur ein kleiner Teil des hasmonäischen Dorfes ausgegraben. Selbst diese begrenzten Funde weisen auf eine wichtige landwirtschaftlich florierende Stadt in den Tagen vor Jesus des Messias hin, in der Wein und Olivenöl hergestellt wurde, und man Tauben für die Priester und Anwohner züchtete, um sie im Jerusalemer Tempel als Opfer darzubringen.

Quelle

http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/35259/Default.aspx?fbclid=IwAR3wP4FefsRtF0xxLKJGMiQ_DODyDSCUnRdvpF0UlkiGcEihpXoovH32Bdw#.XJ3RZchlCZA.facebook

 

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